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Forum: HF, Funk und Felder Radioempfang L-/M- und KW


Autor: Frank Wa (frank_w)
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Hallo,
ich war heute beim Doktor.
Da er merkte das ich Funkamateur bin kam folgende Frage auf :

Wie kann er Fußball Spiele online im Radio verfolgen, die nur über SKY 
online übertragen werden?
Er suchte auf: LW, MW und KW im Radio ohne Erfolg.
Es waren keine deutschrarigen Sender mehr da 2017.
nur ein paar ausländische Sender waren verfügbar.

Gibt es eine Sendetabelle für deutschsprachige Sender im LW, MW un KW 
Bereich?

Gruß Frank

: Bearbeitet durch User
Autor: Thorsten S. (thosch)
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Da gibt's keine deutschen Sender mehr...

Die letzten deutschen Mittelwellensender stellten den Betrieb in der 
Silvesternacht 2015 ein.
Auf Langwelle war schon deutlich vorher Schluß...

Auf Kurzwelle ist mir auch kein deutscher Sender mehr bekannt.


Einige Fußballspiele und Bundestagsdebatten überträgt z.B. der NDR auf 
seinem Programm "NDR Info Spezial", zu empfangen im Digitalradio DAB+ 
und über Internet-Stream.

AM Rundfunk in Deutschland ist tot.

Gruß,
Thorsten

Autor: Radiofreund (Gast)
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Hallo

Kurzwelle:
http://www.addx.de/cgi-bin/hfp.cgi

Ansonst LW und MW : Nichts mehr
Angefangen hat es schon lange in der Schweiz als "Vorreiter"(Schon vor 
2010 ?).
dann kam Österreich (Auch schon mehr als 5 Jahre her)
und zuletzt meine auch Deutschland alles (z.B. Deutschlandfunk) auf LW 
und MW abschalten zu müssen (2015).

Schalt auf DAB+ um - das die Programme nur innerhalb von Deutschland 
(oder sogar nur innerhalb der entsprechenden Bundesländer zu empfangen 
sind) ist ja nicht schlimm...-oder?
Das im Gegensatz zu Analogen UKW und AM Rundfunk ganze DAB+ 
Sendestationen ersatzlos und ohne Hinweis über mehrere Stunden ausfallen 
ist auch nicht wichtig (oder...?)

Oder nutz den Onlinezugang.
Wie?
- Online Mobilzugang ist teuer, du hast nicht überall einen 
Festnetzzugang, es wird geblockt, dein Provider hat (mal wieder) einen 
Ausfall, im Ausland ist für den Urlauber der Onlinezugang nicht gegeben 
und Mobiles Internet unbezahlbar und nur bürokratisch zu bekommen (ja es 
gibt auch Länder außerhalb der Standard Urlaubsziele)?
Alles uninteressant (oder?)

Nimm es so wie es ist:
Es wurde eine einzigartige (zugegeben im Betrieb teure und nicht High 
End Audio Qualität) Resource weggeschmissen, welche vor Grenzen keinen 
halt macht, nicht zensierbar ist (auch hunderte Störsender im Kalten 
Krieg haben letztendlich den Empfang im Zielgebiet deutlich erschwert 
aber nicht unmöglich gemacht) und mit einfachsten (ehemals) überall 
vorhanden Empfangsgeräten zu Hören war, und nahezu keine teueren und 
Energiehungerige Gerätschaften auf der Empfängerseite benötigte (Ein 
Radio kann wochenlang mit ein Satz Batterien auskommen).

Aber da es ja heute keine Krisengebiete mehr gibt, überall ein Highspeed 
Internetanschluss vorhanden ist, keinerlei Filterung, Zensur, oder 
Urheberrechte/Lizenz Einschränkungen vorhanden sind und auch das Mobile 
Internet überall perfekt Ausgebaut, es echte Flatrates für wenig Geld an 
jeder Ecke, anonym und ohne jeglichen Aufwand gibt... (oder etwa 
nicht?),
ist das ja alles kein Problem und  beweist die Entscheidung der 
generellen Abschaltung der AM Rundfunkversorgung die weitsicht der 
Entscheidungsträger.

Dieser alte Zopf AM Rundfunk musste unbedingt abgeschnitten werden
Bravo und Respekt...

Radiofreund

Autor: Bert 0. (maschinist)
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(Weiter mit Satire...)

Ich muß meinem Vorredner widersprechen: In Zeiten des weltweit 
grenzenlosen Datenflusses und allgegenwärtig verfügbaren Internets ist 
es anachronistisch, an einem solch technisch überholten Medium wie dem 
analogen AM-Rundfunk festzuhalten.

Trotz Bemühungen des DRM-Konsortiums, für diese Frequenzen ein 
wirtschaftlicheres Modulationsverfahren zu entwickeln und einzuführen, 
ist es allein durch die wirtschaftlichen Betrachtungen der KEF gelungen, 
den AM-Rundfunk zeitnah vollständig auszurotten.

Nur durch Verzicht auf diese paar Energiefresser kann die Bundesrepublik 
ihre ambitionierten Klimaziele des reduzierten CO2 Ausstoßes erreichen.

Im übrigen benötigt die notleidende Geräteindustrie in Fernost dringend 
neue Geschäftsbereiche wie z.B. jetzt DAB+, um weiterhin so 
kostengünstig Industrieschrott unter klangvollen Namen wie Grundig und 
Telefunken produzieren zu können.

Wo kämen wir da hin, wenn jeder Michel Jahrzehnte alte Radios, Autos, 
Heizungen und DVB-T Receiver einfach so weiterbetreiben könnte? Der 
wirtschaftliche Fortschritt käme unweigerlich ins Stocken, daher muß 
DAB+, TÜV, das BImSchG und DVB-T2 inkl. bezahltem Reklamefernsehen 
weiter vorangetrieben werden.

Der analoge UKW-Rundfunk ist der nächste Abschaltkandidat, dieser 
frequenzverschwendende Rundfunkdienst kann bereits heute durch DAB+ 
vollständig ersetzt werden. Die freiwerdenden UKW-Frequenzen könnten 
dann im Rahmen staatlicher Auktionen in bewährter Weise für neue 
lukrative Geschäftsmodelle an interessierte Telekommunikationsanbieter 
vergeben werden.

(Satire aus)

Autor: Rainer V. (rudi994)
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Thorsten S. schrieb:
> Auf Kurzwelle ist mir auch kein deutscher Sender mehr bekannt.

Radio 700, Schlager/Oldies (Sportnachrichten ?), KW-Sender in Kall/Eifel 
sendet auf 3985 kHz (75m), 6005 kHz (49m), 7310 kHz (41m), für Empfang 
auf UKW siehe http://www.radio700.de/index.php
https://de.wikipedia.org/wiki/Radio_700

Autor: Radiofreund (Gast)
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Hallo

erinnert nur alles irgendwie an eine Billigausführung des RTL Radio von 
früher(Inhaltlich nicht annähernd ein Vergleich der meisten ehemals auf 
LW/MW/KW ausgestrahlten Programme).

Was die Technik angeht:
Bessere (lizenzierte) "Piratensender" - min. 100kW an "richtigen" 
Antennen mit guter Richtwirkung und viel Gewinn war mal der 
Mindeststandard.
Das ist leider nur eine Nette Spielerei für Technik begeisterte, aber 
hat so gar nichts mit Auslandsrundfunk (Technik)und richtigen 
Radio(Inhalt und Anspruch) gemein.

Der AM Rundfunk ist sowohl Technisch als auch inhaltlich nach längeren 
Sichtum seit Ende der 1990er im Jahr 2015 endgültig begraben worden, was 
Europa, Nordamerika, Australien und die "reichen" Teile von Asien 
angeht.
Aber keine Angst - auch in den "armen" (?) Regionen ist der echte AM 
Rundfunk schon stark am schwächeln.

Endlich weltweit Platz für schlecht Entstören Schaltnetzteile - es 
können noch einige Zehntel Cent an Bauteilkosten eingespart werden.

Funkamateure  Flugfunkanwendungen auf KW  Utility auf KW ?
Interessiert keinen - oder die Technik macht es "irgendwie" leider aber 
nur bei schmalbandigen Digimodes und/oder durch Frequenzhopping bei 
komerziell /militärischen Anwendungen.

Nein der Bereich von 150kHz bis etwa 50 MHz mit seinen einzigartigen 
Ausbreitungseigenschaften wurde nicht nur einfach aufgegeben, sondern 
dient als Frequenzmüllhalde.

Radiofreund

Autor: M.N. (Gast)
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Auf Mittelwelle überträgt die BBC noch die Premier-League.

Autor: Radiofreund (Gast)
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Ja eine löblich Ausnahme

genauso wie BBC4 auf 198 kHz (Die BBC hat wohl den Spagat zwischen 
Kommerz und Anspruch an Inhalt einiger Programme und Parallelnutzung 
alter aber zuverlässiger Technik zeitgleich mit "modernen" 
Übertragungswegen einigermaßen hinbekommen - leider hat für den 
ehemaligen herausragenden Auslandsrundfunk dann doch nicht ausgereicht - 
trotzdem: Ganz "Resteuropa" kann sich ein Beispiel an das Vorgehen 
nehmen)

So muss Rundfunk inhaltlich (da aber über alle Verbreitungswege) und 
technisch (LW/MW) aufgestellt sein.

Das ist aber so ziemlich alles was übrig geblieben ist, es sei den man 
lernt Russisch und andere sehr schwere Sprachen...

Radiofreund

Autor: ● J-A VdH ● (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector)
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fragen wir doch mal anders herum:

Als es den analogen KW-MW-LW Rundfunk noch gab,
wieviel Leute haben das da noch gehört?

Ich kann mich zwar noch gut an Camping-Zeiten im Ausland erinnern,
wo meine Eltern krampfhaft versuchten, auf MW deutsche Nachrichten
zu empfangen. Tagsüber war und der Empfang war entsprechend.
Nachts war das dann besser aber ...nun ja.

Heute kommt man doch an Nachrichten (und natürlich Werbung)
garnicht mehr vorbei.
Jede webbasierte Mail-Seite dröhnt einen doch damit voll.
Im Ausland ist WLAN überhaupt viel einfacher verfügbar
und oft selbst in Hotels, auf Campingplätzen auch kostenlos.

Hier in D krampft man sich ja noch total einen ab damit.
Oder man kann mit 2Wochen WLAN-Buchung im Hotel
einen Router oder Extender. kaufen.

Autor: Elektrofan (Gast)
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>> Es wurde eine einzigartige (zugegeben im Betrieb teure und nicht High
>> End Audio Qualität) Resource weggeschmissen, ...

>  Nur durch Verzicht auf diese paar Energiefresser kann die
>  Bundesrepublik ihre ambitionierten Klimaziele des reduzierten CO2
>  Ausstoßes erreichen.

Privatsender, solche wie Antenne XYZ, Funk_Für_Hirnlose, 
Funk_Für_Norddeppen uva. haben offenbar genug Geld für Strom.
So können sie an (fast?) jedem Ort in Deutschland mehrer redundante 
UKW-Sender mit 100 kW betreiben, damit wir auf jeden Fall 'informiert' 
sind, was wir als nächstes kaufen (bzw. wegschmeissen) sollen ...

Autor: W.S. (Gast)
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Radiofreund schrieb:
> Es wurde eine einzigartige (zugegeben im Betrieb teure und nicht High
> End Audio Qualität) Resource weggeschmissen,

Teuer?
Das, was die Rundfunkanstalten auf UKW oder DAB+ produzieren, könnte man 
auch auf MW oder KW senden.

Bliebe noch der schiere Stromverbrauch und alle 20 Jahre ein neuer 
Anstrich der Masten.

Aber das kannst du ja mal selber in Relation setzen zu den 
Motorleistungen der Dienstwagen in den Rundfunk-Anstalten. OK, die 
fahren nicht rund um die Uhr, aber 2x am tag ne halbe Stunde und das für 
die 24 obersten Chefs (deren Wagen sicherlich nicht weniger als 100 kW 
draufhaben)...

Es ist wie immer: durch jahrelangen Dünkel und daraus folgender 
Nichtbenutzung geht einem was verloren. Das trifft auch die Themen 
dieses Diskussionsbords: Vielfalt in den Controllern? nee, nur noch 
Cortex. Vielfalt in den Programmiersprachen? nee, nur noch C ...  und so 
weiter bis zu den Hosen, die ihr grad an habt: nur noch Jeans. ODER?

W.S.

Autor: Stefan M. (derwisch)
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Die "öffentliche Hand" hat aber nicht alle MW / LW Sender verschrottet.
Es ist wohl noch soviel Hirn übrig geblieben dass einigen 
Verantwortlichen klar wurde, dass ein funktionsfähiger analoger MW 
Sender durchaus im Krisenfalle ein sinnvolles Inventar darstellt.
Wenn es hierzulande mal irgendwelche ernsten "Probleme" gibt, wäre 
nämlich das erste was nicht mehr geht die digitale vernetzte Welt.
Bei sowas wird leider gerne nur von der Tapete bis zur Wand gedacht.
Soundqualität ist nicht immer das Hauptargument, sondern auch 
Nachrichtenverbreitung.
Da reicht notfalls auch Telefonqualität.

: Bearbeitet durch User
Autor: ● J-A VdH ● (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector)
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Stefan M. schrieb:
> dass ein funktionsfähiger analoger MW
> Sender durchaus im Krisenfalle ein sinnvolles Inventar darstellt.

bis dahin hat das gemeine Volk die alt-Radios verschrottet.

Autor: Lutz H. (luhe)
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Der Frequenzbereich unter 90 MHz ist nicht mehr zur 
Nachrichtenübertragung in der Luft nutzbar.

Christoph B. schrieb:

>
> Mit dem ADALM-PLUTO (PlutoSDR) sollen die Grundlagen von Software
> Defined Radio, drahtloser Kommunikation und Hochfrequenztechnik auf
> einfache Weise vermittelt werden können. Das auf dem AD9363 basierende
> Modul bietet hierzu getrennte Sende- und Empfangswege, die sich für
> Vollduplex-Betrieb eignen. Es ermöglicht, Signale von 325 MHz bis 3,8
> GHz mit 61,44 MS/s zu erzeugen beziehungsweise aufzunehmen.


Radio ab 325MHz.

Autor: Elektrolurch (Gast)
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Stefan M. schrieb:
> Die "öffentliche Hand" hat aber nicht alle MW / LW Sender verschrottet.
> Es ist wohl noch soviel Hirn übrig geblieben dass einigen
> Verantwortlichen klar wurde, dass ein funktionsfähiger analoger MW
> Sender durchaus im Krisenfalle ein sinnvolles Inventar darstellt.

Stell dir vor, die "öfetnliche Hande" sendet nach der Katastrophe auf 
Langwelle und keiner hört zu?

Ein Langewellensender nützt im Katastrophenfall gar nichts, so lange es 
in der Breite gar keine Empfangsgeräte mehr gibt, die von einer breiten 
Hörerschaft regelmäßig genutzt werden.

Die Abkehr von der Lang- und Mittelwelle erfolgte doch, weil die 
tatsächlich Hörerzahl noch nicht einmal mehr messbar war. Das 
Hauptmedium für den Bezug von Nachrichten wird immer mehr das Internet. 
Radioempfang findet überwiegend im Auto statt und neue Autoradios haben 
gar keinen Lang- und Mittelwellenempfänger mehr eingebaut. Die 
nachwachsende Generation kennt also gar keine Lang- und Mittelwelle, 
allefalls noch UKW.

Auch wenns schwerfällt, sich damit abzufinden: AM-Rundfunk wird zum 
immer mehr nostalgisch verklärten Anachronismus der Ü60 Generation. 
Ähnlich wie Dampflokomotiven. Sie sind zwar schön und erzeugen ein 
warmes Gefühl. Keine "öffentliche Hand" käme wohl auf die Idee, sie 
vorzuhalten, für den Fall dass nach einer Katastrophe die Elektrizität 
ausfällt.

Autor: yom (Gast)
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>und neue Autoradios haben
>gar keinen Lang- und Mittelwellenempfänger mehr eingebaut.

Was?! Dann kaufst Du die falschen Autos.

Autor: Radiofreund (Gast)
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Hallo

"Auch wenns schwerfällt, sich damit abzufinden: AM-Rundfunk wird zum
immer mehr nostalgisch verklärten Anachronismus der Ü60 Generation.
Ähnlich wie Dampflokomotiven. Sie sind zwar schön und erzeugen ein
warmes Gefühl."

Ü60 ist etwas übertrieben, da darfst du locker 20 Jahre abziehen.
Ansonsten ist dein Vergleich gar nicht mal so falsch:

Denn (aber) es gibt Museumsvereine und sogar Kommerzielle Private 
Besitzer von "richtigen" großen Dampflokomotiven, mit den zwar selten 
(im Vergleich zur echten Bahn) aber durchaus regelmäßig, von voll 
Ausgebildeten Lokomotivführern (mit Zusatzausbildung) auch auf "echten" 
Strecken gefahren wird (also nicht nur Museumsstrecken).

Um das jetzt auf AM-Rundfunkisch zu sagen:
Es würde von Interessierten und Qualifizierten ein AM -LW oder MW Sender 
an einer "richtigen" Antenne z.B. welche (noch?) Donebach steht mit 
richtig Leistung (min 100 kW) hin und wieder betrieben werden.
Da ein hochwertiges Radioprogramm auch von interessierten Laien mit 
einer gewissen Qualifikation nicht erbracht werden kann, würde sich dann 
eine Programmübernahme von DLF, Deutschlandradio Kultur oder einen der 
Kulturprogramme der ARD anbieten.

Aber was gibt es?
Um beim Vergleich mit der Dampflok zu bleiben:
Etwas "spielen" mit der Feldbahn im Inselbetrieb.
(1kW an kleinen Antennen und Amateurprogrammen mit viel "hochwertiger" 
50-80 Jahre Musik oder irgendwelche NGO und Religionsthemen...)

Radiofreund

Autor: John Drake (drake)
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Radiofreund schrieb:
>
> Um das jetzt auf AM-Rundfunkisch zu sagen:
> Es würde von Interessierten und Qualifizierten ein AM -LW oder MW Sender
> an einer "richtigen" Antenne z.B. welche (noch?) Donebach steht mit
> richtig Leistung (min 100 kW) hin und wieder betrieben werden.

Good point. Es wäre ja problemlos möglich gewesen, einen der alten 
Sender und die entsprechende Lizenz zu kaufen. Interessiert aber 
offenbar keinen.

Autor: Stefan M. (derwisch)
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Klar sind evtl. später fast alle AM Empfänger verschrottet. Aber was 
lässt sich im Krisenfall wohl leichter aufbauen? Ein DAB Empfänger oder 
ein AM Detektorradio? In der heutigen intakten Welt spielt das keine 
Rolle, sicherlich. Aber darum geht es den "Nostalgie Freaks" zum Teil 
garnicht.

Autor: John Drake (drake)
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Naja, ich weiß jetzt nicht, welche Art von Krisensituation dir 
vorschwebt, aber generell sollte es simpler sein, die (Kabel)Datennetze 
wieder in Betrieb zu nehmen, als die ganze Bevölkerung 
Kristalldetektor-Radios basteln zu lassen...

Autor: John Drake (drake)
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Stefan M. schrieb:
> Rolle, sicherlich. Aber darum geht es den "Nostalgie Freaks" zum Teil
> garnicht.

Das ist auch ein guter Punkt. Ehrlichkeit.

Niemand kommt auf die Idee, den Betrieb von Dampflokomotiven mit 
wirtschaftlichen oder politischen Argumenten zu stützen. Sie sind ganz 
einfach schön, faszinierend, lustig, was auch immer...

Autor: W.S. (Gast)
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Elektrolurch schrieb:
> Die
> nachwachsende Generation kennt also gar keine Lang- und Mittelwelle,
> allefalls noch UKW.

Das sollte man konkreter ausdrücken: Die jungen Leute kennen zwar noch 
"Radio" aber das heißt dann "FM", wobei wohl keinem mehr klar ist, was 
FM eigentlich heißt.

Und wo UKW-Rundfunk frequenzmäßig liegt, weiß auch keiner. Naja, selbst 
"Radio" wird recht 'allgemein' verstanden: Da wird zum "Internet"-Radio 
gesagt "siehste, das Radio geht auch ohne Antenne".

Ich hab mal ne Laborleiterin erlebt, die weder den Begriff "Amplitude" 
noch "Frequenz" kannte allenfalls "frequently".. aber das in völlig 
anderem Bezug... hehehe.

Hier wird viel von Radio bei eventuellen Katastrophenfällen geschrieben. 
Das halte ich in Europa für kein treffendes Argument. Eher wäre das 
Argument auf Seiten der Funkamateure, die durchaus zur eventuellen 
Not-Kommunikation beitragen könnten, weil sie eben selber potent dazu 
sind.

Was bleibt?
Nun, ein Ausblick meinerseits: Irgendwann gibt's gar keinen Rundfunk 
mehr, sondern nur noch Onlinedienste, den Leuten wird paßgenau dank 
individualisierter "Bedürfnisforschung" die Werbung in ihren 
Browser/Mobiltelefon/Internetradio/etc gedrückt, ARD und ZDF gibt es 
jedoch immer noch - jedenfalls deren Verwaltung - und die 
Rundfunkgebühren werden alle paar Jahre erhöht - obwohl garnix mehr 
gesendet wird. BOS und Militär sind dann alleinige Primärnutzer für 
alles unter 5 GHz, Amateurfunk muß sich mit den diversen OTH-Radars 
abfinden - und die Normalbürger machen dann was? auf ihren 
Mobiltelefonen daddeln, deren Klang reicht ja aus für Mario und Snake 
und Werbe-Popups. Amen, sozusagen.

W.S.

Autor: eric (Gast)
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IMO hat weniger der Energieverbrauch den AM-Funk kaputt gemacht,
als vielmehr das reichliche Angebot an Lokal- und Spartensendern
mit ihrer (etwas) besseren Übertragungsqualität.

Es ist aber Quatsch zu behaupten,
dass heute nur noch online gehört wird.
Im Gegenteil:
In zig-Millionen von Küchen, Büros und Werkstätten
dudelt von morgens bis abends ein einfaches FM-Radio,
das kein Internet benötigt, nur 1 m Draht als Antenne.
HiFi ist da überhaupt nicht gefragt, sondern nur Geräuschkulisse.

Und billige FM-Radios ohne Internetanschluss
werden immer noch in Massen produziert und verkauft,
sogar bei Discountern.

Vor einigen Jahren wollte man doch schon den FM-Funk beenden,
hat das aber dann auf 2025 oder so verschoben.
Wundert mich gar nicht, denn DEN Aufschrei in der Bevölkerung
möchte sich kein Politiker anhören.

Ich bezweifele sogar, dass der Termin 2025 eingehalten wird.
Die Übertragungsqualität von FM
ist für die normale Nutzung völlig ausreichend
und DAB+ ist in dieser Hinsicht nicht besser.
Wahrscheinlich werden beide Systeme nebeneinander laufen,
wenn es dann nicht schon wieder was Neues gibt.

Autor: michael_ (Gast)
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eric schrieb:
> Es ist aber Quatsch zu behaupten,
> dass heute nur noch online gehört wird.
> Im Gegenteil:
> In zig-Millionen von Küchen, Büros und Werkstätten
> dudelt von morgens bis abends ein einfaches FM-Radio,
> das kein Internet benötigt, nur 1 m Draht als Antenne.

Und bei solchen Radios ist es egal, ob die FM oder AM abspielen.
Im Gegenteil, alte AM-Radios hatten noch schöne große Lautsprecher.
Mit schönen Klang gegenüber den Minilautsprechern heute.

Autor: ● J-A VdH ● (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector)
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also wenn man meint, dass man mit relativ wenig Sendeleistung ziemlich 
weit senden konnte stimmt das sicherlich. Wenn jetzt aber noch alte 
Röhrenradios hochgelobt werden sieht das schon wieder anders aus.
das mit der Stromersparnis meine ich.
mit 100Watt Wärmestrahlung für jedes Radio zieht man dann landesweit 
doch ziemlich viel ;)

Autor: Elektrolurch (Gast)
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michael_ schrieb:
> alte AM-Radios hatten noch schöne große Lautsprecher.
> Mit schönen Klang gegenüber den Minilautsprechern heute.

Früher war sowieso alles schöner und besser....

Sogar die Telefone waren noch mit einer Schnur an der Wand befestigt, 
damit man sie nicht stehlen konnte.

Autor: Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)
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AM-Sender haben so hässlich große Antennen. Ich erinnere mich an den 
SDR-Sender Mühlacker, der wegen Anwohnerprotesten in der Leisung 
runtergefahren werden mußte. Der Sender stand allerdings seit 
Jahrzehnten an der selben Stelle, nur die Eigenheimsiedlungen kamen 
immer näher.
Zum Schluß nahm der SWR das zum Anlass einfach den Stecker zu ziehen. 
Zumal die Anzahl der Hörer im Sendegebiet maximal 4-Stellig war. Dir 
durften dann nach UKW migrieren.

Autor: M.N. (Gast)
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Stefan M. schrieb:
> Die "öffentliche Hand" hat aber nicht alle MW / LW Sender verschrottet.

Zehlendorf wird dieses WE gesprengt.
Moorfleth wurde kurz Anfang Dezember der Gar aus gemacht.

Wo gibt es noch intakte Türme in DL?

John D. schrieb:
> Niemand kommt auf die Idee, den Betrieb von Dampflokomotiven mit
> wirtschaftlichen oder politischen Argumenten zu stützen.

Bis Mitte der 80-er gab es auch ein Dampfverbot.

Autor: Günter Lenz (Gast)
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Michael X. schrieb:
>AM-Sender haben so hässlich große Antennen.

Alles Geschmackssache, ich finde sie toll.
In Königswusterhausen steht zum Beispiel noch so ein Teil,
ist aber nicht mehr in betrieb und nun Industriedenkmal.
Ist einen Besuch wert, immer anfang Mai ist das Museum
geöffnet.

Autor: Stefan M. (derwisch)
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John D. schrieb:
> Naja, ich weiß jetzt nicht, welche Art von Krisensituation dir
> vorschwebt, aber generell sollte es simpler sein, die (Kabel)Datennetze
> wieder in Betrieb zu nehmen, als die ganze Bevölkerung
> Kristalldetektor-Radios basteln zu lassen...

Mir schwebt die Krisensituation vor, in der als erstes genau diese 
Datennetze und Kabel attackiert also zerstört werden. Diese Art von 
Infrastruktur ist nämlich enorm fragil und funktioniert nur in einer 
intakten Wirtschaftswelt. Wer im Kriegsfalle diese Netze zerstört ist 
nämlich ein schlauer Feind.
Die fragilität dieser modernen digitalen Welt will nur kaum jemand Wahr 
haben.

Autor: W.S. (Gast)
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Günter Lenz schrieb:
> In Königswusterhausen steht zum Beispiel noch so ein Teil,

Das hast du aber falsch in Erinnerung. Das was da in KW noch steht, ist 
eben nicht der eigentliche Hauptmast, sondern nur einer der 
Nebenmasten. Ist aber trotzdem sehenswert. Ebenso sehenswert sind die 
Ausstellungsstücke im Gebäude, dort kann man einige Sender sehen. Nee, 
keine AFU-Transceiver, sondern richtig große Sender. Siehe 
"http://www.funkerberg.de/";

W.S.

Autor: eric (Gast)
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W.S. schrieb:
> Das was da in KW noch steht,
> ist eben nicht der eigentliche Hauptmast,


...aber der ist doch nicht gesprengt worden,

sondern schon in den 70er Jahren

bei einem Sturm umgefallen.

E.

Autor: Elektrofan (Gast)
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> Wer im Kriegsfalle diese Netze zerstört ist
> nämlich ein schlauer Feind.
> Die fragilität dieser modernen digitalen Welt will nur kaum jemand Wahr
> haben.

Wenn in diesem "Kriegsfalle diese Netze zerstört" sind,
- wäre es vermutlich schwierig, einen irgendwo noch vorhandenen
  AM-Sender zu betreiben
- gäbe es sicher jede Menge noch viel grössere Probleme.

Trotzdem, wenn für x Müllsender auf UKW genug Strom da ist (klar, das 
sind verschiedene Kostenstellen), ist es schade, dass es keinen einzigen 
starken, z.T. europaweit empfangbaren MW- oder LW-Sender, wie früher den 
DLF auf 153 kHz, mehr gibt.

Autor: Elektrolurch (Gast)
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Stefan M. schrieb:
> Mir schwebt die Krisensituation vor, in der als erstes genau diese
> Datennetze und Kabel attackiert also zerstört werden. Diese Art von
> Infrastruktur ist nämlich enorm fragil und funktioniert nur in einer
> intakten Wirtschaftswelt. Wer im Kriegsfalle diese Netze zerstört ist
> nämlich ein schlauer Feind.
> Die fragilität dieser modernen digitalen Welt will nur kaum jemand Wahr
> haben.

Langwellensender sind auch sehr fragil, sie fallen - Bumms - mit etwas 
Dynamit schnell um, wie man weiß.

Wenn nun aber der schlaue Feind so viel Hirn hat und merkt,  dass es 
viel billiger und einfacher ist, einen Langwellenmast umzulegen, als 10 
000 Mobilfunkbasisstationen, Hunderte von UKW, DVB-T, DAB Sendern und 
einer kompletten landesweiten Festnetzinfrastruktur? Dumm gelaufen!

Nun wer gaaaaanz sicher gehen will, sollte neben den Hülsenfrüchten und 
Dauerkonserven für den Katastrophenfall sicherheitshalber auch die 
Bauteile für einen Langwellen-Detektorempfänger einlagern.  Dann gehört 
Ihr zumindest zu den wenigen Auserwählten, die die Weisungen von der 
obersten Heeresleitung empfangen können. Man weiß ja nie, was so ein 
böser Feind im Schilde führt.

Autor: Lutz H. (luhe)
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Elektrolurch schrieb:
> Wenn nun aber der schlaue Feind

Propeller in den Norden stellen lässt, braucht er nur drei 
Stromleitungen zu zerstören.

Autor: StefG (Gast)
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Naja, wenn dereinst pilzförmige Rauchzeichen kombiniert mit Gamma-UHF 
landesweit kommunizieren, wen interessieren dann noch die 
Fussballresultate?

Autor: Lutz H. (luhe)
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M.N. schrieb:
> Auf Mittelwelle überträgt die BBC noch die Premier-League.

Wenn die Fußballresultate nicht mehr übertragen werden können, sieht  es 
nicht mehr  sehr gut aus.

: Bearbeitet durch User
Autor: ● J-A VdH ● (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector)
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StefG schrieb:
> Naja, wenn dereinst pilzförmige Rauchzeichen kombiniert mit Gamma-UHF
> landesweit kommunizieren, wen interessieren dann noch die
> Fussballresultate?

in solchen Szenarien interesieren nur Nachrichten wie

Wo sind meine Verwandten?
Wo gibts nicht kontaminiertes Wasser/Futter?
(etc)

Da werden die Bedürfnisse auf die ganz einfachsten Dinge 
runtergeschraubt.

wer "gewonnen" hat oder so interessiert eh nicht mehr,
dann haben nämlich ALLE verloren.

BTW wie weit reichen eigentlich Funkwellen in/aus total verstrahlten 
Gebieten?

Autor: Elektrolurch (Gast)
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● J-A V. schrieb:
> BTW wie weit reichen eigentlich Funkwellen in/aus total verstrahlten
> Gebieten?

Funkwellen kümmern sich nicht um verstrahlte Gebiete. Strahlen töten nur 
die Oma. Das Radio bleibt ganz.

Autor: Michael Bauer (alter_mann)
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Elektrolurch schrieb:
> Strahlen töten nur
> die Oma. Das Radio bleibt ganz.

Für die Oma stimmt die Behauptung, beim Radio kommt es darauf an. Röhren 
vertragen mehr Röntgen als Halbleiter.

Autor: michael_ (Gast)
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Da muß die Oma aber sehr,sehr alt sein.

Und es hat kaum was mit der Empfindlichkeit von Halbleitern gegenüber 
Röntgenstrahlen zu tun.
Lediglich ist der Impuls zu hoch, was die Sperrschicht nicht verträgt.
Es reicht, wenn die erste Stufe mit einer Röhre ausgestattet ist.

Autor: Lutz H. (luhe)
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Woher weiß der Impuls wo die erste Stufe ist?

Autor: Radiofreund (Gast)
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Hallo

zum Glück sind die letztgenannten Szenarien äußerst unwahrscheinlich, 
selbst zu Hochzeiten des Kalten Kriegs wurde immer eingelenkt (Kuba 
Krise).
Die Menschheit ist tatsächlich nicht so dumm wie es von Vielen "gerne" 
gesehen wird und wurde.

Es braucht aber viel weniger um ganze Regionen über mehrere Tage bis 
Wochen auch (oder gerade) in Hoch Industrialisierten Ländern (fast) lahm 
zu legen.

Vor einigen Jahren sind einige Strommasten umgefallen (ohne das die ewig 
schuldigen "bösen" Islamisten - welche ja der aktuelle Ersatz für den 
"bösen Russen" aus dem kalten Krieg sind- nachgeholfen haben).
Und trotz Ringnetzen und anderen Sicherungsmaßnahmen war es dann vorbei 
mit der Stromversorgung.

Und dann nützt auch der Breitbandinternetzugang und die (nicht Batterie 
oder Notstromgenerator) gepufferten Mobilfunk und Datenfunk 
Relaisstationen mehr - weitreichend sind diese nämlich nie.
Da kann man nur hoffen das man einen einigermaßen gute Lage hat um über 
starke UKW Sender (NRW z.B. Langenberg) mit seinen wenig 
Energiehungerigen UKW Radio noch Infos zu erhalten.

Mit DAB(+) mit seinen kleinen Sendeleistungen und Reichweiten der 
Einzelsender wird es da schwierig.

Ein (zwei) kräftige Langwellensender hatten mal ausgereicht um ganz 
Deutschland (und deutlich darüber hinausgehend) mit einen 
Rundfunkprogramm zu versorgen...

Aber vorbei ist vorbei - und ich hoffe mal ganz Egoistisch das bei mir 
so etwas nie vorkommen wird, dafür aber mal bei den ganzen Internet und 
Smartphonegläubigen "Sparfüchsen" aus den verantwortlichen Ebenen.

Es braucht ganz bestimmt(!) nicht mehr das dichte Netz an starken AM 
Sendern wie in den 80er Jahren, aber einfach zwei oder drei starke LW 
oder MW Sender parallel mitlaufen zu lassen, auch wenn sie nur Wenige zu 
normalen Zeiten hören, wäre schon eine gute Idee gewesen.
Energieverbrauch (von mir aus auch Umweltbelastung für die Ökofundis)und 
Kosten wären natürlich vorhanden, aber:

-Notstromaggregate in Krankenhäusern?
-Bunker für irgendwelche wichtige Organisationen?
-Medikamentenbevorratung für sehr exotische Krankheiten?
-Spezialfahrzeuge die sehr teuer sind und 2 mal im Jahr zur Probe bewegt 
werden
-...

Alles Dinge die sehr teuer in Beschaffung und  Unterhalt sind, welche 
niemand unter normalen Umständen braucht und die (hoffentlich) niemals 
benötigt werden.
Aber sinnvollerweise wird das alles vorgehalten.

Radiofreund

Autor: ● J-A VdH ● (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector)
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kommen Funkwellen durch Betastrahlung?

Autor: Elektrofan (Gast)
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> ...selbst zu Hochzeiten des Kalten Kriegs wurde immer eingelenkt
> Kuba Krise).
> Die Menschheit ist tatsächlich nicht so dumm wie es von Vielen
> "gerne" gesehen wird und wurde.

Mehrfach wurde behauptet, da war viel Glück im (Russisch-Roulette-) 
Spiel!
Mein "Vertrauen" in Erdowahns, Trumps, Putins, Assads, Netanjahus, 
Kim-Jong XY und Co. wird eher geringer.

Autor: Lutz H. (luhe)
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● J-A V. schrieb:
> kommen Funkwellen durch Betastrahlung?

Kommt UKW durch WLAN? Das Übertragungsverhalten der Luft wird durch sehr 
kurzwellige elektromagnetische Wellen (Betastrahlung)  für alle 
elektromagnetische Wellen etwas geändert.

Autor: Elektrofan (Gast)
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> Das Übertragungsverhalten der Luft wird durch sehr
> kurzwellige elektromagnetische Wellen (Betastrahlung)  ...

Betastrahlung ist NICHT "elektromagnetisch".

Autor: Lutz H. (luhe)
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Elektrofan schrieb:
>> Das Übertragungsverhalten der Luft wird durch sehr
>> kurzwellige elektromagnetische Wellen (Betastrahlung)  ...
>
> Betastrahlung ist NICHT "elektromagnetisch".

Danke, nicht gewusst.

Autor: ● J-A VdH ● (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector)
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Elektrofan schrieb:
> Mehrfach wurde behauptet, da war viel Glück im (Russisch-Roulette-)
> Spiel!
> Mein "Vertrauen" in Erdowahns, Trumps, Putins, Assads, Netanjahus,
> Kim-Jong XY und Co. wird eher geringer.

also die Führer von anti-USA-Gummistaaten wollen doch nur die Bombe 
damit Amiland sie in Ruhe lässt und damit die ihren persönlichen 
Lebensstil beibehalten können. Angst müssen die nur vorm eigenen Volk 
haben

meine Frage nach Betastrahlung bezieht sich auf die ionisierende 
Wirkung.
ionisierte Medien und Funkwellen... da war doch was...

z.B. Kurzwellen und die Ionosphäre...

Autor: Elektrofan (Gast)
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> ...meine Frage nach Betastrahlung bezieht sich auf die ionisierende
> Wirkung.
Die ionisierende Wirkung lässt sich gut mit dem Teilchenmodell erklären.

Autor: pq (Gast)
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Das klingt hier alles so, als ob es im Fall eines Atomkrieges ein Radio 
die Rettung wäre.

Angenommen, alle hätten einen AM Empfänger, und alle könnten es 
empfangen. Was würde man dann senden? Justin Bieber?

Autor: ● J-A VdH ● (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector)
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pq schrieb:
> Das klingt hier alles so, als ob es im Fall eines Atomkrieges ein Radio
> die Rettung wäre.

ist ja immer das was ich sage.
in einem solchen Fall kriegst du eh keine richtigen Nachrichten.

wenn Du jetzt schon eine ziemliche Verzerrung drin hast,
wie soll das erst dann werden?

Autor: Lutz H. (luhe)
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● J-A V. schrieb:
> wie soll das erst dann werden?

Warum sollte ein kluger Feind hochwertige Energieträger wie Uran, 
Plutonium,
Wasserstoff in ein Land schicken, dass dann nicht nutzbar ist?
Drei Energietransportleitungen sind leicht zu kontrollieren und wenn vom 
klugen Feind richtig geplant, einfach durch mehrmaliges Überfahren mit 
einem LKW oder Forstwirtschaftsgerät zu zerstören.

Welchen Vorteil hätte ein kluger Feind, wenn dann keine 
Mittelwellensender existieren?

Autor: Elektrofan (Gast)
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> Welchen Vorteil hätte ein kluger Feind, wenn dann keine
> Mittelwellensender existieren?

Dann funktioniert nur noch Mund-zu-Mund-Propaganda, und die dauert 
lange, bis alle Bescheid wissen.

http://www.praxis-jugendarbeit.de/basteln-bastelid...

Autor: Markus (Gast)
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● J-A V. schrieb:
> fragen wir doch mal anders herum:
>
> Als es den analogen KW-MW-LW Rundfunk noch gab,
> wieviel Leute haben das da noch gehört?

Fast niemand.
Es sollen doch gar nicht Dutzende von Radiostationen auf diesen Bändern 
senden, aber 1 oder 2 sollte man aus rein strategischen Gründen 
aufrechterhalten. Wirtschaftlichkeit darf da keine Rolle spielen.

Autor: M.N. (Gast)
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Lutz H. schrieb:
> Warum sollte ein kluger Feind hochwertige Energieträger wie Uran,
> Plutonium,
> Wasserstoff in ein Land schicken, dass dann nicht nutzbar ist?

Ein noch klügerer "Feind" spart sich den Aufwand, um ein paar Gramm 
Tritium zu fusionieren und schickt direkt Passagierflugzeuge in 
Hochhäuser oder LKWs in Menschenmassen.
Der psychologische Effekt ist sogar viel flächendeckender.

Autor: Elektrolurch (Gast)
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Markus schrieb:
> Es sollen doch gar nicht Dutzende von Radiostationen auf diesen Bändern
> senden, aber 1 oder 2 sollte man aus rein strategischen Gründen
> aufrechterhalten. Wirtschaftlichkeit darf da keine Rolle spielen.

Wozu soll das nütze sein?

Wer hört zu, wenn darüber gesendet würde?
(so rein strategisch und fern von jeglicher Wirtschaftlichkeit gedacht)

Welche Informationen sollen damit welche Zielgruppe erreichen?

Wohl nur ein paar handverlesene Old-Radio Freaks, die noch einen 
Volksempfänger auf dem Speicher rumstehen haben und in ihren 
nostalgischen Gefühlen schwelgen.

Die einzig vertretbare Rechtfertigung für die sehr kostspielige 
Erhaltung eines ansonsten nutzlosen Langwellensenders wäre als 
technisches Museumsstück der Rundfunkgeschichte.

Autor: ● J-A VdH ● (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector)
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Elektrolurch schrieb:
> Wohl nur ein paar handverlesene Old-Radio Freaks, die noch einen
> Volksempfänger auf dem Speicher rumstehen haben und in ihren
> nostalgischen Gefühlen schwelgen.

also ganz so verzerrt sollte man das aber auch nicht darstellen.

Ich kann mit einem Uhrenradio auch
genügend AM-Empfangsqualität haben (zumindest nachts).
so'n Ding steht noch in hunderttausenden wenn nicht millionen 
Haushalten.
Die Empfangsmöglichkeit ist also schon noch vorhanden.

Nur will sich das vom Rauschen, Pfeifen, Faden her
niemand mehr antun.

BTW
Umgestrickt auf Batteriebetrieb zieht so'n Ding (ohne Display)
nur ein paar mA. In Notzeiten käme man lange damit hin.

Da diese Radio-ICs ab 3V laufen,
kann man das auch mit einer Dynamo-Taschenlampe betreiben.

Es gibt schon noch gewisse Vorteile.

: Bearbeitet durch User
Autor: Stefan M. (derwisch)
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Die Frage nach dem wirtschaflichen Sinn ist für die Betreiber sicher zu 
99,99% ausschlaggebend.
Dementsprechend ist die Konsequenz leider schon, dass MW und LW 
abgeschaltet werden.
Die Radiofreaks finden es aber einfach schade, da hier ein schönes altes 
Stück Technik verloren geht.
Das ist so wie mit Oldtimer Fahrzeugen.
Es gibt Freaks die die alten Autos ohne Kat etc. einfach nur Pflegen und 
liebhaben wollen, weil sie einen bestimmten Charme ausstrahlen.
Sowas gibt es mit Fuktechnik nunmal auch.
Warum sollte sonst ein Verein sogar den Maschinensender Grimeton in 
Schweden erhalten und betreiben.
Auf diese Weise würde heute niemand mehr Nachrichten verbreiten.
Aber es könnten Zeiten kommen, in denen ein Sender mit derart brutaler 
Hardware wieder als einziger Betriebsbereit ist.
Wie gesagt, der heutige Digitalismus ist in vielerlei hinsicht sehr 
störanfällig.

Autor: W.S. (Gast)
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OK, dann mache ich mal eine Vorschlag:

LW und MW freigeben zum privaten Senden. Kanalraster und Bandbreite 
sollte eingehalten werden, maximal 10 kW, und ausreichend sauberes 
Signal. Aber keine Vorschrift über Modulatonsart.

Wenn schon diese Bänder nicht mehr von den Sendeanstalten in 
bestimmungsgemäßer Weise benutzt werden und demzufolge brach liegen, 
dann sollten wenigstens private Amateure sich drauf tummeln dürfen. 
Ansonsten tummeln sich ja bloß Energiesparlampen drauf herum.

W.S.

Autor: Radiofreund (Gast)
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Hallo

schöne Idee, leider mit den großen "Aber"

Rundfunkgesetz (oder wie auch immer das korrekt bezeichnet wird), 
Urheberrechte und weitere Medienrechtliche Fallstricke.

Privaten Rundfunk (nicht Privatwirtschaftlich oder Amateurfunkartig) war 
nie, und wird auch nie gern gesehen werden und somit erlaubt werden - 
leider.

Das war schon in den 70er Jahren, in den Rundfunkrechtlichen schon immer 
Privat und relativ offenen USA der Fall:
Die Privaten Hobby Sender welche politisch / gesellschaftlich brisante 
Programme verbreitetn wurden ganz schnell ausgehoben und abgeschaltet.

Selbst die Freunde von anspruchsvollen Radio und Technik, welche einfach 
nur aus Interess, Nostalgie und innere Einstellung als Relaisstation im 
AM Bereich für ein offizielles Programm dienen würden(DLF, BBC4, 
Kulturprogramme der ARD...), würden von Urheberrecht, Gema und Konsorten 
nur gegängelt und ausgenommen werden, so das es nichts wird mit der 
schönen Idee.

Eine Mischung aus Geldgier (Rechteinhaber) und Angst vor unzensierten, 
eventuell auch radikalen Programminhalten werden echten Privaten 
Rundfunk (auch via Internet) immer zu verhindern wissen.

Radiofreund

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