Andreas schrieb:
> ehrlich gesagt kann ich dich nicht folgen.
> Es wäre super nett, wenn du anhand einen funktionierende Beispiel
> erklärt.
Das was W.S. meint ist, das du die Kommunikation am einfachsten über
eine serielle Schnittstelle abwickelst. Ob das nun ein einfacher UART
oder USB-VCP ist, ist erstmal egal.
Zwischen dem PC und dem Mikrocontroller hast du dann ein Protokoll, was
beide Programme "verstehen". Der PC sendet zum uC eine bestimmte
Zeichenfolge von ganz normalem Text und der uC reagiert darauf in einer
bestimmten Art und Weise. Andersherum reagiert der PC (egal ob mit oder
ohne GUI) auf eine bestimmte Art und Weise auf eine Zeichenfolge des uC.
Sowohl PC-Programm als auch die Firmware des uC betreiben einfache
Textverarbeitung, d.h. sie extrahieren aus dem empfangenen Text die
Information die der Sender übermittelt hat bzw. verpacken die
Information die sie übermitteln wollen als einfachen Text.
Ein Beispiel für ein solches Protokoll ist G-Code, wie er z.B. bei
CNC-Fräsen oder 3D-Druckern eingesetzt wird. Bei den meisten
3D-Drucker-Firmwares kann man z.B. mit
dem Drucker sagen, das er die Temperatur des Extruders auf 190°C setzen
soll.
Bei einer CNC-Fräse wiederum kann man zumeist mit
dafür sorgen, dass die Frässpindel im Uhrzeigersinn mit 1500 U/min dreht
oder diese mit
anhalten.
Will man auf der anderen Seite die Temperatur des Extruders eines
Druckers wissen, dann schickt man an den Drucker ein
worauf dieser mit so etwas wie
antwortet, was z.B. bedeutet, dass die Extrudertemperatur 182°C beträgt
und die Temperatur des Druckbetts 42°C.
Ein PC-Programm, welches die Extrudertemperatur über der Zeit als Graph
darstellen soll schickt dann kontinuierlich (in gewünschten
Zeitabständen) ein "M105" über die serielle Schnittstelle an den
Drucker, extrahiert die Information, also die Extrudertemperatur, aus
dem Antworttext den der Drucker zurückschickt und zeigt die Daten auf
irgendeine Weise als Diagramm auf dem Bildschirm an.