Hallo,
vorneweg, ich wusste nicht in welchem Forum mein Thema passen würde,
deshalb sorry vorab.
Ich suche im Internet nach so etwas wie einem "Starterset" wodrin einige
Widerstände, Kondensatoren, Dioden etc. mit Lötkolben,
Lochrasterplatinen o.ä. enthalten sind, damit man bereits einige kleine
Projekte direkt starten kann, ohne, dass ich alles einzeln kaufen muss.
Kennt ihr sowas?
Oder ratet ihr, die Sachen einzeln zu kaufen?
Lg Teddy
Stell dir doch bei Reichelt einfach einen Warenkorb mit dem gewünschten
Schwerpunkt zusammen :)
Hier kann dir keiner einen Tip geben, da wir nicht wissen wo der
Schwerpunkt liegt.
Reichelt hat zB Widerstands und Transistorensets.
Prinzipiell kannst du dir natürlich ein "Schrank" (Diese Dinger mit den
vielen Schubladen^^) kaufen und mit einigen Widerständen füllen.
Dabei kommt es aber darauf an, was du zunächst machen möchtest.
Geht es, wie das Forum andeutet, um Mikrocontrollerprogrammierung, dann
gibt es z.B. besagte Arduinos oder zum Beispiel ein Board von myavr.de
Bei letzterem hast du zB auch LEDs und Taster die du anschließen kannst
und so die Grundlegende I/O Programmierung, PWM, Timer, etc. erlernen
kannst.
Elektrische Schaltungen, Analoge Technik, etc, ist jedoch erstmal sehr
viel theorielastiger. Es bringt nicht so viel, Widerstände oder
Transistoren irgendwie aneinander zu löten.
Es ist zwar sehr trocken, aber am meisten hilft da eine Simulation mit
LTSpice bzw. begenzt auch beliebige "Circuit" Apps für das Handy.
Ich plane meine Projekte meist im vorraus und bestelle sie dann, die
zwei bis drei Tage Lieferzeit stellen meist kein Problem dar, viel mehr
liegt das Projekt eh bis zum nächsten Wochenende brach.
Es gibt ja zum Beispiel auch Conrad Filialen in verschiedenen Städten
bzw. früher gab es auch mal ortsansässige Elektronikläden (Siehe auch
unser Wiki), die jedoch leider auch immer seltener werden.
Ebenso würde ich mir das mit China nicht wirklich antun, da wartest du
viele Wochen, hast im schlimmsten Falle Ärger mit dem Zoll oder
minderwertige Ware. Allerdings sind orginale Arduinos recht teuer.
Jedenfalls würde es helfen wenn du grob sagen könntest, was dich
besonders interessiert, was so erste Projekte wären.
Marc S. schrieb:> Ebenso würde ich mir das mit China nicht wirklich antun, da wartest du> viele Wochen, hast im schlimmsten Falle Ärger mit dem Zoll oder> minderwertige Ware. Allerdings sind orginale Arduinos recht teuer.
Definitv lohnend. Die originalen Arduinos sind nicht "etwas teuer", die
sind unverschämt teuer. Da liegt teilweise Faktor 10 dazwischen!
Teddy schrieb:> Ich suche im Internet nach so etwas wie einem "Starterset" wodrin einige> Widerstände, Kondensatoren, Dioden etc. mit Lötkolben
Starterset wofür?
Was interessiert Dich?
Didi schrieb:> Arduino ist sehr einfach zu erlernen und man hat schnelle> Erfolgserlebnisse.
Soso!
Ohne Kenntnisse der Grundlagen von Widerständen, Kondensatoren,
Transistoransteuerung, Relais...
Ohne Grundlagen, was Spannung und Strom bedeutet?
Da fang ma mal gleich an mit Arduino und Konsorten?
Egal, Hauptsache man bringt eine LED zum Blinken oder erzeugt
einen Ton über Lautsprecher...
Warum und wieso das dann so ist, ist eben wieder wie im dunklen
Keller...
Super Tip für Anfänger!
Für Widerstände würde ich eine komplette E12-Reihe im Beutel besorgen,
kostet ca. 5 bis 10 Euro.
Schau mal hier, so kann man die verstauen:
Beitrag "E12-Reihe in Karteikartenkiste"
Besorg dir auch noch ein paar alte Platinen aus Fernsehern, Radios,
Stereoanlagen etc.
Wenn du ein Teil für ein Projekt brauchst (Kondensator, Transistor,
Widerstand, ...) wirst du dort schnell fündig und lötest das benötigte
Teil aus (spart ungemein Zeit und Versandkosten)
Ich will mich eigentlich mit den unterschiedlichen uC auseinandersetzen
und die Assembler Sprache vertiefen.
Der Arduino und ein Multimeter ist bestellt, das sollte erstmal ein
Anfang sein.
Schreiber schrieb:> Definitv lohnend. Die originalen Arduinos sind nicht "etwas teuer", die> sind unverschämt teuer. Da liegt teilweise Faktor 10 dazwischen!
Naja, ich hatte mir zwei Relay Boards bestellt, beim einen ging die
Hälfte der Relais direkt nicht. Dann hatte ich mal einen MOSFET der beim
Einschalten explodiert ist und ich hatte auch noch das Gesicht in der
Nähe der Splitter.
Im Prinzip muss es natürlich jeder selbst wissen, aber es ist schon ein
bisschen Glücksspiel. Und wenn man kein Werkzeug zum Testen hat, weiß
man als Anfänger nie wirklich ob der Fehler am Material oder einem
selbst liegt.
Teddy schrieb:> Bin kurz vorm Ende meines E-Technik> studiums.
Da wundert mich ehrlichgesagt warum du erst jetzt dazu kommst und
nichtmal ein Multimeter hast. Ein Freund hat zB als Mechatroniker das
Simulieren mit LTSpice in einer Vorlesung gelernt, hat jetzt
Mikrosystemtechnik (µC in Assembler, etc). Aber das ist eine FH und
eventuell ein Einzelfall.
Teddy schrieb:> und die Assembler Sprache vertiefen.
Wieso das? Einfach aus Spaß daran? "Weil es dich interessiert, was den
µC im Inneren zusammenhält"?
Die praktische Relevanz ist heutzutage abgesehen vom Angeben total
irrelevant. Portierbarer Code zählt mehr als 0.001% Performance, zumal
die meisten menschlich durchgeführten Optimierungen den Code sogar
verlangsamen.
Vielmehr hilft hier cleveres Programmieren in der Hochsprache (z.B. Kann
ich einen Puffer weiterbenutzen bzw. sollte ich diese Methode inlinen,
nutze ich std::vector oder std::list).
Sowas ist sogar schon beim Arduino relevant: Ein Kommillitone hatte das
Problem, dass sein Programm sehr langsam lief. Er hat beim Eintreffen
neuer Daten den TFT Screen sofort refresht. Wenn man diese Daten aber
puffert und zB mit 10 Hz flusht ist das ganze viel flüssiger und die CPU
hat sogar noch etwas Verschnaufpause.
Mani W. schrieb:> Egal, Hauptsache man bringt eine LED zum Blinken oder erzeugt> einen Ton über Lautsprecher...>> Warum und wieso das dann so ist, ist eben wieder wie im dunklen> Keller...
Naja, von der Perspektive eines Programmierers oder Bastlers ist es
tatsächlich eher unerheblich. Das finde ich gerade das gute am Arduino
bzw. den Shields. Man braucht keine guten Elektronikkenntnisse, muss
kein SMD löten und Platinen ätzen lassen, bevor man seine ersten
Experimente macht.
Später sind es ja ggf. auch unterschiedliche Stellen. Einer erzeugt die
Peripherie Hardware und der andere Programmiert.