Forum: Markt [V] Rauchmelder FireAngel ST-620-DET


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von Olly T. (twinpeaks)


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Ich habe hier zwei Rauchmelder FireAngel ST-620-DET übrig.

Sie wurden 08/2014 gekauft, liegen nun also schon 2 1/2 Jahre herum. Die 
Verpackung ist ungeöffnet, die 10-Jahres-Batterie ist somit noch 
deaktiviert (aktiviert sich erst, wenn der Melder auf der Montageplatte 
angebracht wird).

Die Besonderheit des FireAngel ST-620-DET ist, dass er einen Rauch- mit 
einem Hitzemelder kombiniert, er erkennt also Feuer auch, wenn es nicht 
raucht.

Preis je Melder 10,-

Für je 2,- kann ich auch noch ein Magnetolink Befestigungsset dazulegen.

Versand als DHL Päckchen 4,-

von Jürgen G. (Firma: Elektronikentwickler Aachen) (fjgensicke)


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Die ST-620 sind alle Schrott, weil deren Batterie fehlerhaft gefertigt 
wurde. (China lässt grüssen).
Ich hatte ein ganzes Mietshaus damit ausgestattet und nach 1 - 1,5 
Jahren fingen die an zupiepen.
Nach Recherchen kam dann raus, dass die einen Serienfehler bei der 
Batterie haben.

Mein Tipp: erst gegen den neuen ST-622 austauschen und dann verkaufen.

Nach Umtausch hätte ich interesse!

von Udo S. (urschmitt)


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Jürgen G. schrieb:
> Mein Tipp: erst gegen den neuen ST-622 austauschen und dann verkaufen.

Weisst du wo man im Internet gekaufte umtauschen kann?
Ich habe 2 Chargen insgesamt ca. 20 Stck. Inzwischen sind 5 Stck. davon 
defekt. Allerdings alle schon (z.T. knapp) über dem 
Gewährleistungzeitraum von 2 Jahren.
Den Hersteller in UK habe ich angeschrieben und keine Antwort erhalten.

Also mein Rat:
FINGER WEG VON DEM MIST!

: Bearbeitet durch User
von Olly T. (twinpeaks)


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Jürgen G. schrieb:
> Die ST-620 sind alle Schrott, weil deren Batterie fehlerhaft gefertigt
> wurde. (China lässt grüssen).

Ui, das wusste ich nicht, das hört sich ja nicht gut an, gibt's dazu 
nähere Infos, Rückrufaktion o.ä.?
Ich habe hier 8 Stk. seit 2 1/2 Jahren in Betrieb, bisher ohne Ausfall.

von Jürgen G. (Firma: Elektronikentwickler Aachen) (fjgensicke)


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Ja gibt es in BRD:

EPS Service- Center
Lütke Feld 11
48329 Havixbeck

Oder:
Habe auch einen Kontakt aus England, die den Austausch forcieren.
Schicke mir eine E-Mail, dann leite ich Dir den Kontakt weiter.

von Olly T. (twinpeaks)


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Ich habe gestern mit dem FireAngel Support Kontakt aufgenommen.
Laut deren Aussage gibt es keine bestimmte Chargen, die Probleme machen, 
es sind immer nur individuelle Rauchmelder, die eine schlechte Batterie 
abbekommen haben. Daher tauschen sie keine Melder auf Verdacht oder 
anhand der Chargennummer aus.
Defekte Melder werden aber ausgetauscht, dafür soll man sich an 
Technik@sprue.com wenden.
Die Garantie zählt nur für den ursprünglichen Käufer, bei Weitergabe der 
Melder muss ein evtl. Austausch über diesen stattfinden.

Ich glaube, es ist besser, wenn ich sie einfach behalte. :-)
Sollte sie doch noch jemand haben wollen: 20,- incl. Versand für beide.

Zur Info: man kommt von außen durch die Schlitze im Gehäuse an die 
Batterie ran. Nach 2,5 Jahren Betrieb hat die CR 17335 bei dem Exemplar, 
das ich gemessen habe, noch 3,05V.

Diese Rauchmelder haben übrigens eine Service-Schnittstelle unter dem 
Aufkleber auf der Rückseite. Das Programm kann man sich herunterladen 
und es verlangt nach einem TTL232R-3V3 Interface (mit FTDI-Chip). Mal 
sehen, ob ich das ans Laufen bekomme, meine Neugier ist geweckt.

von Mayk L. (fx2)


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Olly T. schrieb:

> Diese Rauchmelder haben übrigens eine Service-Schnittstelle unter dem
> Aufkleber auf der Rückseite. Das Programm kann man sich herunterladen
> und es verlangt nach einem TTL232R-3V3 Interface (mit FTDI-Chip). Mal
> sehen, ob ich das ans Laufen bekomme, meine Neugier ist geweckt.

Hast du was rausbekommen ?
Ich habe hier mal einen aufgemacht und die Batterie gewechselt. Er piept 
weiter. Ich vermute, dass es nicht an der Batterie liegt sondern an der 
Software.

von Olly T. (twinpeaks)


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Mayk L. schrieb:
> Hast du was rausbekommen ?

Nein, noch nicht, 1000 andere Dinge zu tun...
Ich muss mir erst einen Adapter bauen, um die Pads im Rauchmelder 
vernünftig kontaktieren zu können, passende Pogopins hab ich immerhin 
schon...

von Mayk L. (fx2)


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Ich habe schon gesehen, dass es beim Hersteller Software gibt - die an 
der Schnittstelle eine Diagnose durchführen kann.
Ich weiss halt nur nicht wie man es anschliesst.

hxxx://fireangel.eu/st-620/

von Olly T. (twinpeaks)


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Mayk L. schrieb:
> Ich weiss halt nur nicht wie man es anschliesst.

Es gibt z.B. auf eBay Bilder von den dazugehörigen Diagnosekabeln. Auf 
denen sieht man 3 Pins und kann auch auf die Position schließen.
Meine Versuche mit einer Hand dort drei Messpitzen draufzuhalten und mit 
der anderen Hand die Software zu starten waren nicht von Erfolg gekrönt, 
deswegen wollte ich mir als nächstes so einen Stecker nachbauen, damit 
man in Ruhe testen kann.

Die drei Pins könnten GND, RX und TX sein. Oder evtl. auch nur RX und 
der Rauchmelder wird über eine Handshakeleitung in einen Servicemode 
versetzt.

Edit: die Software verlangt nach einem "TTL232R-3V3" Kabel. Also ein 
FTDI-Kabel mit 3,3V Pegeln und der Zeichenkette "TTL232R-3V3" als 
Product Decription. Diese kann man mit FT-Prog entspr. ändern, falls 
nötig.

: Bearbeitet durch User
von Adam P. (adampr1)


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Hallo,

ich habe mein FireAngel ST-620 angeschlossen und ausgelesen. Mein piepte 
alle 40sekunden - schwache Batterie (laut Beschreibung auf dem 
Aufkleber) aber die Batterie Spannung liegt bei 3.02V. Nach auslese 
piept nicht mehr jede 40sek. (muss langer testen). Weil ich kein Stecker 
habe, habe ich ein paar Kabel direkt angelötet. Zu auslesen muss man ein 
Papierstück zwischen Kontakt einlegen (sieche Foto). Wenn alles 
angeschlossen ist dann muss man Anwendung starten und TEST-Taste kurz 
drücken dann kommen werte im Anwendungsfenster

PS nur verstehe ich nicht - meine Rauchmelder sind vor ca. 2Jahre 
eingebaut aber auf dem auslese Foto siecht mann  "Hours since 
manufacture 53438" dass ist fast 2227 Tage - ca. 6 Jahre ???

PS. Das schwarze Kabel vom Piezzo habe ich nur zu Testzeit abgelötet - 
es ist zu laut


Entschuldige bitte die schlechte Grammatik; Deutsch ist nicht meine 
Muttersprache.

BR.
Adam

von Feldkurat K. (feldkurat)


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Adam P. schrieb:
> PS nur verstehe ich nicht - meine Rauchmelder sind vor ca. 2Jahre
> eingebaut aber auf dem auslese Foto siecht mann  "Hours since
> manufacture 53438" dass ist fast 2227 Tage - ca. 6 Jahre ???

"Hours since manufacture 53438" bedeutet die Zeit seit der Herstellung.
Das bedeutet, daß die Rauchmelder schon 4 Jahre alt waren, als Du sie 
installiert hast.

von Soul E. (souleye)


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Die Skalierung kannst Du ja leicht prüfen wenn Du morgen nochmal 
ausliest. Dann müsten 24h mehr drauf sein.

von Robin H. (heronic)


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Hat schon jemand geschafft den ST-630-DET auszulesen? - Der hat ja ein 
paar Pins mehr. Wobei die Frage ist, ob da nicht auch nur 3 in 
Verwendeung sind.

von Andreas N. (andreas_n884)


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Ich habe mir jetzt die Software und den Adapter gekauft. Man kann damit 
aber nicht viel machen. Das Programm sagt immer,  das die Batterie einen 
zu hohen Innenwiderstand hat. Egal ob es eine neue oder die alte ist. 
Den Fehler kann man auch nicht löschen. Kann man das Teil nicht komplett 
zurück setzen, so das alle Daten weg sind ?

: Bearbeitet durch User
Beitrag #6015833 wurde vom Autor gelöscht.
von Friedemann S. (pyrochroa)


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Olly T. schrieb:
> Mayk L. schrieb:
>> Ich weiss halt nur nicht wie man es anschliesst.
>
> Es gibt z.B. auf eBay Bilder von den dazugehörigen Diagnosekabeln. Auf
> denen sieht man 3 Pins und kann auch auf die Position schließen.
> Meine Versuche mit einer Hand dort drei Messpitzen draufzuhalten und mit
> der anderen Hand die Software zu starten waren nicht von Erfolg gekrönt,
> deswegen wollte ich mir als nächstes so einen Stecker nachbauen, damit
> man in Ruhe testen kann.
>
> Die drei Pins könnten GND, RX und TX sein. Oder evtl. auch nur RX und
> der Rauchmelder wird über eine Handshakeleitung in einen Servicemode
> versetzt.
>
> Edit: die Software verlangt nach einem "TTL232R-3V3" Kabel. Also ein
> FTDI-Kabel mit 3,3V Pegeln und der Zeichenkette "TTL232R-3V3" als
> Product Decription. Diese kann man mit FT-Prog entspr. ändern, falls
> nötig.

Olly T. schrieb:
> Mayk L. schrieb:
>> Ich weiss halt nur nicht wie man es anschliesst.
>
> Es gibt z.B. auf eBay Bilder von den dazugehörigen Diagnosekabeln. Auf
> denen sieht man 3 Pins und kann auch auf die Position schließen.
> Meine Versuche mit einer Hand dort drei Messpitzen draufzuhalten und mit
> der anderen Hand die Software zu starten waren nicht von Erfolg gekrönt,
> deswegen wollte ich mir als nächstes so einen Stecker nachbauen, damit
> man in Ruhe testen kann.
>
> Die drei Pins könnten GND, RX und TX sein. Oder evtl. auch nur RX und
> der Rauchmelder wird über eine Handshakeleitung in einen Servicemode
> versetzt.
>
> Edit: die Software verlangt nach einem "TTL232R-3V3" Kabel. Also ein
> FTDI-Kabel mit 3,3V Pegeln und der Zeichenkette "TTL232R-3V3" als
> Product Decription. Diese kann man mit FT-Prog entspr. ändern, falls
> nötig.

Hallo Olly T.
gibt es was neues an der FireAngel Front? Mich quälen z.Z. auch 16 
vernetzte Rauchmelder ST-630-DET des Nachts und habe nun endlich den 
Übeltäter gefunden. Da die RM aber alle aus derselben Charge sind 
(15296-1537AN), gehe ich davon aus, dass es nicht mehr lange dauert, bis 
das Galama von vorne losgeht.

Das Diagnosekabel ist derzeit bei den meisten Lieferanten ausverkauft 
(wen wunderts...) und bei denen, wo es noch zu bekommen ist, kostet es 
150 - 200€. Ich werde mir also auch eines mit einem DSD TECH USB zu TTL 
Seriell Adapter selber bauen, aber eigentlich wäre es ja viel 
interessanter, den SPI-Bus zu belauschen um herauszufinden, ob zufällig 
die SN des auslösenden Melders mitgesendet wird. Dann müsste man nicht 
immer alle Melder durchprobieren.

Hat in der Richtung schon mal jemand was probiert? Ich bin leider nicht 
der Mikrocontroller Spezialist und tue mich schon schwer, überhaput 
einen passenden Adapter zu finden, der SPI auf 868MGz sniffen könnte.

Gruß
FS

von K. S. (the_yrr)


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Friedemann S. schrieb:
> Ich bin leider nicht
> der Mikrocontroller Spezialist und tue mich schon schwer, überhaput
> einen passenden Adapter zu finden, der SPI auf 868MGz sniffen könnte.

Die Funk Verbindung wird auf 868MHz laufen, die SPI Verbindung selber 
kaum. SPI kann einige 10 MHz schnell sein. Hier erwarte ich aber eher 
einen "langsamen" Bus, da die Datenmenge vernachlässigbar gering ist und 
der µC zum Stromsparen auch eher langsam sein wird.

Der 620 hat einen PIC mit maximal 8Mhz, zuzm 630 habe ich nichts 
gefunden. Kannst du Bilder vom Innenleben machen auf denen man die 
Beschriftung der ICs lesen kann?

Als Adapter empfehle ich einen Salea Logic Clone, ist spottbillig und 
funktioniert mit Pulseview/Sigrok (Open Source). Falls da drin ein sehr 
viel schnellerer µC werkelt muss ebentuell ein schnellerer Logic 
Analyzer her, aber der wird dann sehr viel teurer.

von Friedemann S. (pyrochroa)


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Hier mal ein Photo des Sendemoduls. Um den Chip der Sensorplatine 
fotographieren zu können, müsste ich die Messkammer ablöten. Der ist 
aber vermutlich nicht relevant, oder? Das mach ich aber auch noch, wenn 
es der Sache dienlich ist.

Gruß
FS

von Friedemann S. (pyrochroa)


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Friedemann S. schrieb:
> Hier mal ein Photo des Sendemoduls. Um den Chip der Sensorplatine
> fotographieren zu können, müsste ich die Messkammer ablöten. Der ist
> aber vermutlich nicht relevant, oder? Das mach ich aber auch noch, wenn
> es der Sache dienlich ist.
>
> Gruß
> FS

Max. 32 MHz lt.Datenblatt. Auf dem Quarz steht 30.0. Ich vermute, das 
sind 30 MHz. Das könnte passen.

von Jörg E. (jackfritt)


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Schmeiss die Funkmodule raus. Die sind der Übeltäter für alle Ausfälle.
Mit diesem Schrott laufen die Rauchmelder ca. 2-12 Monate dann sind sie 
leer. Und meistens so leer das sie keinen Mucks mehr von sich geben. Die 
interne Batterie funktioniert dann meist noch. Also ablöten und 10 
Minuten warten bis alle Elkos auf der Platine entleert sind und dann 
wieder anlöten. Danach funktionieren die ohne Funkmodul einwandfrei. Ich 
habe hier insgesamt 50 Stück mit Funkmodulen die alle Schrott sind. Ich 
glaube das die Funkmodule einen Fehler haben. Auch aus unterschiedlichen 
Chargen.
Ich habe es aufgegeben mit dem Deutschen Support. Reine Hinhaltetaktik. 
Habe sogar das Kabel gekauft um Festzustellen das man damit überhaupt 
nix anfangen kann ausser Werte auszulesen die keinen Sinn ergeben und 
dann vom Support zu hören das man wöchentliche Checklisten führen müsse 
um Garantieersatz zu bekommen. Ein paar wurden mir getauscht den Rest 
hatte Ich gar nicht mehr verbaut nur einzelne Chargen getestet. Alle mit 
den gleichen Symptomen.

Mal ordentlich Kohle für Schrott in den Sand gesetzt.
Ich kaufe bei denen nix mehr....

von Friedemann S. (pyrochroa)


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Also ich habe jetzt etwa die Hälfte runtergemacht gehabt und die 
Litiumzelle des Funkmoduls nachgemessen. Da kommt man ja super schnell 
dran. Sie hatten alle > 3,0V. Auch bei dem RM, der die 1 bis 2 
nächtlichen Piepser verursacht hat. Den RM habe ich auch geöffnet und 
die Spannung auch nachgemessen. Auch hier > 3.0V. Also irwie an den 
Batterien scheint es bei mir nicht zu liegen.
Ich habe mir damals dummerweise auch das Relaismodul für über 100€ 
gekauft. Die Konstellation hat zusammen mit unserem Kachelofen schon 
einige Male gute Dienste geleistet. Also irgendiwe wäre es mir schon was 
Wert, wenn das Problem gelöst werden könnten. Aber klar: Lieber ein Ende 
mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Was wäre denn eine nachgewiesene zuverlässige Alternative mit zentraler 
Alarmierung?

: Bearbeitet durch User
von Olly T. (twinpeaks)


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Friedemann S. schrieb:
> Hallo Olly T.
> gibt es was neues an der FireAngel Front?

Nicht wirklich. Bei mir ist 2017 einer meiner 8 Melder (ST-620-DE) 
ausgefallen und wurde ausgetauscht. Der Rest hält sich allerdings 
tapfer.
Mein Vater hat die gleichen aber ihm sind schon deutlich mehr 
ausgefallen (ca. die Hälfte).

Ich hatte mir mal einen Adapter 3D-gedruckt und mit drei Pogo-Pins nach 
dem o.g. eBay-Bild versehen. Damit konnte ich schließlich auch den 
Melder auslesen (siehe Anleitung von Adam). Die Batterie des 
ausgefallenen Rauchmelders (der nun 2 Jahre ausgeschaltet in der 
Schublade lag) zeigt 3,06V an, aber auch "Low Battery".
Auf der Rückseite steht "Austausch gegen Ende 2024", er müsste also 
eigentlich noch 5 Jahre durchhalten.


> Mich quälen z.Z. auch 16
> vernetzte Rauchmelder ST-630-DET des Nachts

Meine 620 sind nicht vernetzt, dazu kann ich also nix sagen.


> Ich werde mir also auch eines mit einem DSD TECH USB zu TTL
> Seriell Adapter selber bauen

Du brauchst wahrscheinlich einen Adapter mit FTDI Chip der sich als 
"TTL232R-3V3" meldet (kann man ggfs. mit der FTDI Software FT_Prog 
ändern).

: Bearbeitet durch User
von Friedemann S. (pyrochroa)


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Wer nicht vernetzt, kann ja diese rabiate Methode der 
Lebensdauerverlängerung anwenden:

https://www.instructables.com/id/FireAngel-BatteryLife-Repair/

Das mit den Batteriespannungen ist doch komisch. Dann zeigt das Programm 
doch einfach Unsinn an, wenn bei dir die Batteriespannungen eigentlich 
auch OK waren. Hat da der Support mal was dazu gesagt?

Ja, der bestellt TTL Adapter hat den richtigen Chip drauf:

https://www.amazon.de/gp/product/B07BBPX8B8/ref=ppx_od_dt_b_asin_title_s00?ie=UTF8&psc=1

Danke auch für den STL File. Ich schau mal ob ich das gedruckt bekomme.

von Jörg E. (jackfritt)


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Wenn Ihr die Batterie messt dann bitte mit Belastung. Siehe da, sie ist 
dann doch leer.

von Friedemann S. (pyrochroa)


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Hat schon jemand zufällig die RX/TX Pins beim ST-630 gefunden oder kann 
mir sagen, wie man das anstellt?

@Jörg:
Du hast völlig Recht, aber das ist nicht so einfach: Mit wieviel Ohm 
soll die (ausgebaute) Batterie belastet werden, ohne dass sie beim 
Messen zu viel Ladung verliert und dann mit Sicherheit im Eimer ist?

von Olly T. (twinpeaks)


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Ich habe gerade die Batterie meines ausgefallenen Melders vermessen.
Die Zelle hat angeblich 1500 mAh, bei 10 Jahren geplanter Laufzeit 
dürfen im Schnitt also nicht mehr als 17 µA fließen.
Die Batterie hat momentan eine Leerlaufspannung von 3,08 V (gemessen mit 
Multimeter). Belastet mit 100 Ohm bricht die Spannung auf 2,95 V ein, 
dabei fließen ca. 30 mA, also knapp das 2000-fache des mittleren zu 
erwartenden Stroms. Ri wäre damit (3,08V - 2,95V) / 30mA = 4,3 Ohm. So 
richtig schlecht sieht das alles doch gar nicht aus, oder?

von Friedemann S. (pyrochroa)


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Interessant wäre vorallem zu wissen, wie der Melder das selber misst. Im 
aktivierten Zustand liegt die Spannung bei 3.05V. Mit abgeklemmtem 
Beeper (nervig) und gedrücktem Taster springt die Spannung an der 
Batterie zwischen 2,64V und 2,90V ein paar mal hin und her, vermutlich 
im Takt der LEDs. Das ist eindeutig zu wenig. Macht er RM nun selber 
Tests, in dem er den Taster "betätigt" und der Beeper dabei deaktiviert 
wird? Der Beeper wird ja ausgelöst, um den niedrigen Batteriestand 
anzuzeigen und nicht um die Batterie zu testen.

von Max G. (l0wside) Benutzerseite


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Friedemann S. schrieb:
> Was wäre denn eine nachgewiesene zuverlässige Alternative mit zentraler
> Alarmierung?

Gira Dual Q mit Funkmodul. Ich habe den Vorgänger (wenn auch 
drahtvernetzt, weil im Neubau möglich). In 7 Jahren kein einziger 
Fehlalarm.

von Markus J. (markus_j132)


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Habe gerade einen ST630-DET offen und versuche mit Software und 
FTDI-Kabel den Melder auszulesen. Leider kommt nur Kommunikationsfehler. 
Kennt jemand die genaue Pin-Belegung von der Diagnose-Schnittstelle. 
Wird eventuell mehr als nur RXD,TXD und GND benötigt. Zur Not hätte ich 
noch ein paar Bilder vom Innenleben des Melders.

von Friedemann S. (pyrochroa)


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Ich bin auch noch am Suchen der Anschlüsse. Ich denke nicht, dass mehr 
als die üblichen 3 Leitungen benötigt werden, allerdings wird der Melder 
aus Stromspargründen nur kommunizieren, wenn man auf den Testknopf 
drückt. Wenn ich recht verstanden habe, meldet das Kauf-Testmodul auch 
nur Werte, wenn der Testknopf gedrückt wird.

Bei mir ist inzwischen der 2. ausgefallen. Das wird noch lustig bei 16 
Meldern.

von Georg A. (georga)


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Friedemann S. schrieb:
> Bei mir ist inzwischen der 2. ausgefallen. Das wird noch lustig bei 16
> Meldern.

Bei einem Kollegen, der die ~2015 installiert hat, sind inzwischen AFAIR 
9 von 16 oder so ausgefallen. Das wird also noch ganz sicher lustig.

von Holger A. (mikroling)


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Hi,
ich habe dasselbe Problem mit meinen ST-630-DE.
Und hatte auch schon die Batterie gewechselt - ohne Erfolg, nach wenigen 
Wochen ging das Gepiepe wieder los.
Offensichtlich fällt die Spannung tatsächlich zu stark ab bei Belastung.
Mit einem Netzteil mault er übrigens erst bei < ca. 2,75 V!
Bei einem hab ich jetzt testweise wieder die original Batterie eingebaut 
inkl. einem 1000 uF Kondensator parallel, so dass ggf. Spannungssenken 
abgefangen werden.
Vielleicht ist das ja die einfache Lösung!!!

: Bearbeitet durch User
von Friedemann S. (pyrochroa)


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Ja, die Idee ist nicht blöd! Wann könnte man da mit neuen Erkenntnissen 
rechnen!?!

von Holger A. (mikroling)


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Friedemann S. schrieb:
> Ja, die Idee ist nicht blöd! Wann könnte man da mit neuen Erkenntnissen
> rechnen!?!

Bis jetzt verrichtet der Melder unauffällig seinen Dienst.
Sollte er sich mit dem Batterie-Warnsignal wieder melden, werde ich das 
hier posten...hoffentlich erst in 10 Jahren ;)
Wie lange du warten willst, das musst du dir selbst überlegen.
Ich hab auf alle Fälle schon mal ein paar weitere Kondensatoren (3300uF) 
bestellt. Bin optimistisch.
Was bleibt uns anderes übrig?

: Bearbeitet durch User
von Friedemann S. (pyrochroa)


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Da hast du Recht. Darf ich fragen, welchen Typ du da genommen hast? Auch 
wegen Format und reinpassen.

Ich hoffe nur, dass am Ende nicht auch noch das Funkmodul das Piepsen 
auslöst. Da wäre ein Kondensator deutlich schwieriger unterzubringen.

von Holger A. (mikroling)


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Friedemann S. schrieb:
> Da hast du Recht. Darf ich fragen, welchen Typ du da genommen hast? Auch
> wegen Format und reinpassen.
>
> Ich hoffe nur, dass am Ende nicht auch noch das Funkmodul das Piepsen
> auslöst. Da wäre ein Kondensator deutlich schwieriger unterzubringen.

da passt alles rein ;)
Ich habe einen Elko mit 1000uF und 16V genommen. weil ich ihn zufällig 
hatte.

von Friedemann S. (pyrochroa)


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Also, jetzt habe ich allen 16 RMs einen 3300uF/6V Elko spendiert und mir 
dafür extra eine Entriegelung gedruckt. Damit gehts wie's Brezelbacken. 
Wer weiß, wie oft ich die Teile noch aufmachen muss...

Ein Bild vom Kondensatoreinbau und der Entriegelung anbei. Wenn jemand 
Interesse hat, kann ich die STL bzw. 3mf Dateien spendieren.

Mit den Anschlüssen für RX /TX beim 630er bin ich leider noch nicht 
weiter gekommen. Falls jemand was rausgefunden hat, würde ich mich über 
Infos hier sehr freuen.

von Gerald K. (geku)


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Mayk L. schrieb:
> Ich habe hier mal einen aufgemacht und die Batterie gewechselt. Er piept
> weiter. Ich vermute, dass es nicht an der Batterie liegt sondern an der
> Software.

Ich fürchte die Elektronik merkt sich wenn sie spannungslos geworden ist 
(Signatur im RAM).

Vielleicht hilft es beim Tausch die Spannung zu stützen, aber nicht 
Laden, da LI Batterie!

Z.B. durch einen 20F LIC

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von Ulrich R. (ulrich_r312)


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Hallo Friedemann,
der Vorschlag mit dem Elko finde ich eine super Lösung. Gibt es schon 
neue Ergebnisse zum Erfolg der Operation? Ich wäre unendlich glücklich, 
wenn wir die Dinger endlich reparieren könnten. Beste Grüße Uli

von Holger A. (mikroling)


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Wenn du mich fragst, dann denke ich dass es funktioniert.
Soweit ich das nach 6 Wochen sagen kann.
Es kann sein, dass noch 1 oder 2 Piepser nach dem Umbau kommen, dann 
vergisst der RAM was geschehen war ;)
(so viel MEINE Erfahrungen zum Thema "Ich fürchte die Elektronik merkt 
sich wenn sie spannungslos geworden ist
(Signatur im RAM).")

Wie geasgt, wenn sich an meinem JETZIGEN Zustand (=Erfolg) etwas ändern 
würde, dann würde ich das hier umgehend posten.
Und ich hoffe auch die Erfahrungen Anderer werden hier gepostet.

: Bearbeitet durch User
von Friedemann S. (pyrochroa)


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Ulrich R. schrieb:
> Hallo Friedemann,
> der Vorschlag mit dem Elko finde ich eine super Lösung. Gibt es schon
> neue Ergebnisse zum Erfolg der Operation? Ich wäre unendlich glücklich,
> wenn wir die Dinger endlich reparieren könnten. Beste Grüße Uli

Hi Ulrich,
der Vorschlag war nicht von mir, ich habe ihn von Holger aufgegriffen, 
weil er mir auch eingeleuchtet hat. Seit dem 28.12.19 ist tatsächlich 
Ruhe im Karton bis auf einen Melder, der trotz Kondensator immer wieder 
gepiept hat, aber auch die anderen nicht getriggert hat. Da hat die 
Batterie wohl wirklich einen Treffer, vielleicht sogar die vom 
Sendemodul. Ich hatte aber noch keine Zeit hier zu messen oder zu 
tauschen.

Also, was soll ich sagen, bis jetzt tuts, aber was sind schon nicht mal 
4 Wochen als Testphase, wenn 6 Jahre und mehr fehlen. Ich bin halt das 
Risiko eingegangen. Sollte was besonderes passieren, melde ich mich 
natürlich sofort.

Mich ärgert es nur, dass ich die Pinbelegung noch nicht rausgefunden 
habe. Hatte schon überlegt, ob da vielleicht "zufällig" der 
Pfostenstecker einer seriellen Schnittstelle richtig belegt ist. Aber 
ich habe einfach zu viele andere Baustellen. Ich glaube ich mache an den 
RMs erst wieder weiter, wenns wieder piept...ich brauch den Druck... :-)

@Jörg E.:
du hast doch das Kabel gekauft. Kannst du uns die Pinbelegung posten, 
wenn du es noch hast?

: Bearbeitet durch User
von Ulrich R. (ulrich_r312)


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Hallo Friedemann,

ja Du Recht, die ursprünglichen Lorbeeren gehen an Holger. Trotzdem Dank 
an alle, denn nur die lebhafte Diskussion treibt die Blüten des Erfolgs 
;-)

Ich werde meine 9 piepsenden Teile alle per Elko "upgraden".

Viele Grüße & besten Daank nochmals!

Uli

von Wilhelm M. (Firma: NN) (hobbyelk)


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Hallo zusammen.
Ich habe 4x Fire Angel ST 630 DE gebraucht bekommen.
2 gingen problemlos, und 2 haben gelb geleuchtet und gaben alle 45 sec. 
Einen Ton von sich.
Also Batterie leer.
Spannung vom W2 Modul: etwa 3,2 V.
Spannung vom Melder selbst: etwa 3,05 V.
Somit war ich skeptisch ob die Batterie das Problem ist.
Ich habe den Melder geöffnet, und wie Friedmann beschrieben hat, mal 
elkos mit Kroko Klemmen zur Stromglättung angeschlossen.
Parallel habe ich eine neu CR123 Batterie parallel an die im Melder 
verbaute Batterie, für etwa 15...20 min ebenfalls mit korokos, 
angehängt.
(Vll nicht so professionell, ich wollte einfach einen schnellen Versuch 
machen...)
In dieser Zeit hat der Melder alle 45 sec. einen Ton von sich gegeben.
Aber nachdem ich alles wieder abgeklemmt hatte, und alles wieder 
zusammengebaut hab, gingen die 2 Melder wieder.
Ebenfalls habe ich noch 2x Fire Angel HT 630 EU.
Hier habe ich mal bei einem, nur mal die neue Batterie (die ich gekauft 
habe) parallel für 15...20 min angeklemmt.
Und der Melder ging dann auch wieder.
(Die elkos hab ich nicht anschließen können, da die Platine anders 
aufgebaut ist als beim 630 DE)
Mal schauen wie lang das gut geht...
Da ich mit den oben genannten Erfahrungen weiter gekommen bin, dachte 
ich mal mein „Erlebnis“ mitzuteilen.
Lg

von Friedemann S. (pyrochroa)


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Hallo Wilhelm,

das ist ja schon kurios und irgendwie wenig einleuchtend. Wenn man jetzt 
die verflixte Steckerbelegung von dem Diagnosekabel hätte und die 
Analysesoftware laufen lassen könnte, müsste man ja sehen, welcher 
kritische Parameter nach deiner Prozedur nicht mehr kritisch ist. 
Vielleicht käme man dann drauf, was in den Dingern tatsächlich abgeht.

Meine 15 (einer hat nen echten Treffer) geben zum Glück immer noch alle 
Ruhe...

Gruß
Friedemann

von John D. (doe)


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Hallo,

ich bin neu hier und finde den Thread extrem interessant, da ich auch 9 
ST-630 mit W2 Modul verbaut habe. Bis heute kein Batterie leer piepsen 
und nur einen Fehlalarm, der sich aber eindeutig auf eine Insektenlarve 
in einem Funkmodul zurückführen ließ. Die Geräte sind 2017 gekauft. Es 
gibt ja mehrere Beschreibungen, dass die Ausfälle nach 3 Jahren losgehen 
:(

Da ich ein fauler Sack bin und nicht aller Geräte von der Decke holen 
will, habe ich ein W2-MM Diagnostik Modul bestellt. Dazu mehr wenn es da 
ist.

Ich wollte zu der an sich guten Idee eines Stützkondensator noch etwas 
beitragen:

Elektrolyt Kondensatoren haben so etwas wie eine Leckstrom.
Dieser kann je nach Kondensator etliche 10µA betragen.

Nimmt man das Beispiel "Aluminiumelko: Nichicon WT-Serie" aus
Beitrag "470uF Kondensator mit niedrigem Leckstrom gesucht"

mit 75,2µA Leckstrom, so ist eine 1800mAh Batterie nach 2,73 Jahren 
leer, nur weil der Kondensator einen Leckstrom hat (wenn ich jetzt 
richtig gerechnet habe).

Da soll jetzt keine philosophische Diskussion werden, welcher Elko am 
besten ist. Aber es könnte hilfreich sein, Kondensatoren zu verwenden, 
zu denen man ein Datenblatt hat und tendenziell sollten die 
Kondensatoren weit weg von ihrer Höchstspannung betrieben werden.


Ich habe jetzt noch keinen ST-630 aufgemacht. Aber auf den Bildern, die 
ich gesehen habe ist glaube ich ein Kondensator drauf. Es gibt als evtl, 
neben dem Szenario "Batterie entläd sich zu schnell" und "Batterie hat 
einen zu hohen Innenwiederstand" auch noch das Szenario "Kondensator auf 
der Platine entlädt die Batterie"


Grüße,

John

: Bearbeitet durch User
von Friedemann S. (pyrochroa)


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Hallo John,

Ich verstehe dein Argument. Aber... was ist der Plan B?
Derzeit habe ich noch Ruhe.

Ich bin sehr gespannt, was deine Messungen sagen, wenn das Kabel da ist. 
Vielleicht gibts dann auch eine PIN-Belegung ;-)

Grüße
Friedemann

von John D. (doe)


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Hallo Friedemann,

mit der Pinbelegung muss ich leider enttäuschen.
Ich habe das hier bestellt:

https://www.fireandrescue-shop.de/w2-mm-service-dongel.html

Das Gerät verbindet sich über Funk mit den Rauchmeldern.

Plan B wäre dann eine Batterie zu finden, die ohne Kondensator für lange 
Zeit funktioniert.

Aber bleiben wir mal bei Plan A. Meine Recherchen haben folgendes 
ergeben:

Theorie:
Kondensatoren haben einen Leackage current Wert CV. Dieser Wert steht im 
Datenblatt und gibt den maximalen Leckstrom bei maximaler Temperatur und 
maximaler Spannung an.

Als Beispiel habe ich mal dieses Datenblatt genommen weil ich davon 
zufällig 10 da habe:
https://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/B300/A-FR_ENG_TDS.pdf

Der Leakage Current ist laut Datenblatt 0,01 CV
Wenn ich richtig gelesen habe sind hier die Kapazität und die 
Maximalspannung einzusetzen. Für mein Beispiel also:

0,01 x 1000µ x 10 V = 100µA

Das gilt für die Maximaltemperatur von 105°
Laut diesem Artikel:

https://tadiranbatteries.de/pdf/applications/leakage-current-properties-of-modern-electrolytic-capacitors.pdf

Figure 8
ist bei 23° mit einem um den Faktor 7 kleineren Leckstrom zu rechnen.
100 µA / 7 ~ 14µA

Das gilt aber nur für die Nennspannung.
Laut Figure 7 ist bei 3V für einen 10 V Kondensator mit rund 15% des 
Leckstromes zu rechnen.
14µA x 0,15 = 2,1 µA

Das klingt jetzt nicht mehr so schlimm.
Das gibt eine Laufzeit von 97 Jahren mit einer 1800mAh Batterie.



Praxis:

Nach einigem Suchen habe ich ein Messgerät in meinem Fundus gefunden, 
das auf 10nA genau anzeigen kann. Rechnen wir mal mit 10% + 5 Digits 
Ungenauigkeit.

Als Spannung habe ich gerade nur 2,8V zur Verfügung gehabt.
Ich habe den Leckstrom aller 10 Kondensatoren nach dem Anklemmen, nach 
2:30, 5, 15 und 30 Minuten gemessen (Siehe Bild).

Mein Fazit: Alle Kondensatoren kommen auch unter Einbeziehung der 
Messungenauigkeit und der etwas zu geringen Spannung großzügig gerechnet 
unter 0,3µA Leckstrom.
Der erste ist besser, weil das nicht der erste Messzyklus mit dem 
Kondensator war.

Das gibt eine Laufzeit mit einer 1800mAh Batterie von 684 Jahren.
Damit ist der Leckstrom für diese Kondensatoren für diese Anwendung zu 
vernachlässigen.

Ursprünglich hatte ich vor noch ein paar Nichicon Kondensatoren mit 
einem Leckstrom von 0,002 CV zu kaufen. Aber das ist wohl nicht nötig.

Ich werde halt den Leckstrom jedes Kondensators messen, bevor ich diesen 
in einen Rauchmelder einbaue. Geht der Strom unter 1µA ist wohl alles 
gut.

Ich hoffe mein kleiner Roman hilft weiter.

Grüße,

John

: Bearbeitet durch User
von Friedemann S. (pyrochroa)


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Hallo John,

die Kondensatoren, die ich verbaut habe, sind bei CO**AD genau mit dem 
gleichen Datenblatt verlinkt, wie das, das du gepostet hast.  Dann bin 
ich ja hoffentlich auf der sichereren Seite. Gemessen habe ich sie 
allerdings vorher nicht. Es bleibt jetzt wohl nichts anderes übrig als 
abzuwarten, wie sich das mit den Alarmen entwickelt.

Das W2-MM-Service Modul kannte ich bisher noch gar nicht! Würdest du 
hier berichten, was es wirklich kann, wenn du die Zeit hattest, es 
auszuprobieren? Letztlich gilt es zu entscheiden, ob man in die 
Installation noch mehr Geld steckt, um sie langfristig in Betrieb zu 
halten oder ob man alles entsorgt und durch was Zuverlässigeres ersetzt 
(und was wäre das dann...). Mich würde vorallem interessieren, ob

a) das Servicemodul erkennen kann, welcher Sensor den "Batterie schwach" 
Piep ausgelöst hat. Es ist eine Tourtur das bei 16 vernetzen RMs 
herauszufinden.

b) die Seriennummern gelistet werden ( -> Zuordnung zum Raum)

c) die Batterie des Sensors oder des Sendemoduls Probleme macht

d) es ggf. eine Doku zum Protokoll gibt, das da auf dem USB(?) Port 
gesprochen wird (ich würde die Abfrage gern automatisiert über Skripte 
erledigen, um proaktiv Maßnahmen zu ergreifen anstatt mich nachts wecken 
zu lassen)

Grüße
Friedemann

von John D. (doe)


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Hallo Friedemann,

das W2-MM Modul ist da und ausprobiert.

So in etwa kann ich Deine Fragen beantworten:

Zu a) Das Service Modul liefert zu jedem Rauchmelder einen eigenen 
Status incl.
- Spannung Batterie Rauchmelder,
- Spannung Batterie Funkmodul,
- Batterie OK Rauchmelder,
- Batterie OK Funkmodul,
- Batterie Innenwiederstand OK Rauchmelder.
- Letzter Fehler

Da ich momentan noch keinen Rauchmelder mit Fehler habe, kann ich noch 
nicht 100% sagen ob ein Fehler richtig angezeigt wird. Ich habe aber ein 
gebrauchtes ST-630 mit "Piep" und ein gebrauchtes Funkmodul gekauft. 
Damit sollte ich auch Fehler simulieren können, wenn sie denn da sind.

Zu b) Es gibt eine Seriennummer je Melder. Diese ist aber nicht mit dem 
Aufkleber auf dem Gerät identisch. Zuordnen kann man die Geräte zu 
diesen Nummern indem man einen einzelnen Rauchmelder Alarm geben lässt 
oder leiser, indem man sich direkt unter den Rauchmelder stellt und dann 
den Melder mit dem stärksten Signal dem Raum zuordnet.

Zu c) Ja. Getrennte Spannungsanzeigen und Fehlerstati für Rauchmelder 
und Funkmodul

Zu d) Ein Doku zum Protokoll gibt es nicht. Aber das Programm hat eine 
Diagnoseanzeige, in der man sehen kann, welche Daten gesendet wurden und 
welche empfangen wurden. Daraus sollten sich die Befehle und die 
Antworten ableiten lassen.

Im Modul scheint ein FTDI USB nach Seriell Wandler zu stecken. Im 
Diagnoseprogramm muss man eine COM Schnittstelle auswählen.

Daher vermute ich, man kann das Modul auch mit einem Terminalprogramm 
oder irgendeiner anderen Software ansteuern, die eine COM Schnittstelle 
bedienen kann.

Eine Anleitung zur Software findet sich hier:

http://fireangel.eu/mm/de/

Ob es jetzt weitere 100€ Wert ist um die vorhandenen Melder in Betrieb 
zu halten kann ich sagen. Meine Motivation war "Basteltrieb" nicht ROI.

Grüße,

John

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von John D. (doe)


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Hallo zusammen,

ich habe ein paar Testobjekte bekommen:
2xST-620, piepen
1xST-630 ohne Funkmodul, piept
2 Montageplatten für ST-630
4xW2 Modul mit gelber Batterie
1xW2 Modul mit grüner Batterie

Ergebnisse aus den Tests von gestern:

- Die ST-620 passen nicht ohne Nacharbeiten auf die ST-630 
Montageplatten
- Die W2 Module bleiben, wenn sie ein mal eingelernt sind auch ohne 
Funkmelder aktiv, allerdings kann man kaum Werte auslesen
- Das W2-MM Modul lässt sich mit einer Meldergruppe auch ohne Zugriff 
auf die Melder verbinden (Laut Anleitung muss man an einem Melder dern 
Knopf drücken. Es geht aber auch ohne).
- Wenn ein ST-630 durch piepen einen Fehler von einem Funkmodul meldet, 
tut er das auch weiter, wenn man das Funkmodul entfernt. Das Einsetzen 
eines einwandfreien Moduls schafft Ruhe.
- Der Melder hat auch danach noch einen nicht näher benannten Fehler 
gespeichert den ich bisher nicht löschen konnte.
- In allen drei Meldern waren Batterien von EVE verbaut.

Der ST-630 meldet mit 3 Funkmodulen "Alles i.O." und piept auch nicht.
Mit einem Funkmodul meldet er "Funkmodul Batterie schwach und 
Kommunikation Funkmodul" und mit einem Funkmodul meldet er "Funkmodul 
Batterie schwach, Kommunikation Funkmodul und Batterie Melder schwach"

Ich habe jetzt mal die Spannung und den Innenwiederstand der Batterien 
aller Testobjekte bestimmt(durch Belastung mit einem 56 Ohm Widerstand).

Zusätzlich habe ich eine CR123A gemessen, die seit 10 Jahren unbenutzt 
in meinem Fotokoffer gelegen ist.

Die Unbenutzte Batterie ist um Welten besser.

Ergebnisse siehe Bild

Die beiden ST-620 piepen nicht mehr seit dem ich den Innenwiederstand 
gemessen habe. Mal sehen ob das so bleibt.

Fazit: Ich werde jetzt mal eine Hand voll neue Batterien bestellen

John

: Bearbeitet durch User
von John D. (doe)


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Hallo Zusammen,

mittlerweile habe ich:

CR123A Batterien von Panasonic (für Funkmodul)
CR17335 Batterien von EVE (für Rauchmelder)
CR17335 Batterien von FDK (für Rauchmelder)
Einen neuen ST-630

Erkenntnisse daraus:
- Der neue Rauchmelder hat ein leicht anderes Gehäuse. Man kann die 
Batterie jetzt von außen sehen. Die Batterie ist hellgrün und von 
Panasonic.

- Die EVE Batterien haben einen Innenwiederstand von 0,75 Ohm und eine 
Leerlaufspannung von 3,2 V. Es ist "Dez 19" aufgedruckt. Ich vermute 
hier das Produktionsdatum. Eine davon habe ich jetzt eingebaut. Macht 
sich gut.

- Die FDK Batterien haben einen Innenwiederstand von 5 Ohm und eine 
Leerlaufspannung von 3,2 V. Meiner Meinung nach sind diese Batterien für 
Rauchmelder ungeeignet. Es ist weder ein Produktions- noch ein 
Haltbarkeitsdatum auf der Batterie.

- Die Panasonic Batterien haben einen Innenwiederstand von 0,55 Ohm und 
eine Leerlaufspannung von 3,25V. Diese Batterien haben auf der Minus 
Seite zwei Füßchen und auf der Plus Seite eines(aufpassen, das gibt es 
auch andersherum). Auf der Batterie war 01-2029 aufgedruckt. Vermutlich 
ein Haltbarkeitsdatum.
Leider passt der Beinabstand der beiden Minus Beine nicht zu den 
Funkmodulen, sodass ich die Beine abtrennen und Drähte anlöten musste. 
Das Funkmodul mit der leeren Batterie funktioniert jetzt wieder und 
erzeugt auch keine Fehlermeldung mehr.

Wie habe ich den Innenwiederstand gemessen:
Ich habe die Batterien mit einem 56 Ohm Widerstand belastet. Das führt 
zu einem Strom von ca. 50 mA. Ich habe erst die Batterie für 2:30 
Minuten belastet und dann die Spannung gemessen. Dann habe ich die Last 
entfernt und nach kurzer Zeit die Spannung erneut gemessen. Diese 
Spannung ist niedriger als die Spannung vor der Messung. Aus 
Spannungsdifferenz und Strom ergibt sich der Innenwiderstand. 
Verbesserungspotential hat meine Messung noch indem ich die Spannung 
ohne Last nach einer definierten Zeit, z.B. 2:30 min messe.

In Summe ist das nicht viel anders als die Messung von Olly T.

Der Rauchmelder kann das so machen:
- Messe die Spannung im Normalzustand.
- Schalte die LED in der Rauchkammer ein um Rauch zu erkennen. Messe die 
Spannung hierbei ein zweites mal.
- Schalte die LED schnell wieder aus um nicht zu viel Energie zu 
verbrauchen.
- Aus den Messwerten kann der Rauchmelder den Innenwiederstand der 
Batterie abschätzen.
- Aus diesem Innenwiederstand und der Spannung im Normalzustand versucht 
der Rauchmelder dann auf den Zustand der Batterie zu schließen. für 
beides gibt es in der Anzeige der Diagnosesysteme eine OK/Fehler 
Anzeige.

Aus meinen Testobjekten(im Wesentlichen die Funkmodule) ergibt sich:
Neue Batterie kleiner 1 Ohm
Batterie noch OK. ca. 4 Ohm
Batterie die zu Piepen führt ca. 8 Ohm.

Kann das jemand bestätigen?

Grüße,

John

von John D. (doe)


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Friedemann S. schrieb:
> Wer nicht vernetzt, kann ja diese rabiate Methode der
> Lebensdauerverlängerung anwenden:
>
> https://www.instructables.com/id/FireAngel-BatteryLife-Repair/
>
> Das mit den Batteriespannungen ist doch komisch. Dann zeigt das Programm
> doch einfach Unsinn an, wenn bei dir die Batteriespannungen eigentlich
> auch OK waren. Hat da der Support mal was dazu gesagt?
>
> Ja, der bestellt TTL Adapter hat den richtigen Chip drauf:
>
> 
https://www.amazon.de/gp/product/B07BBPX8B8/ref=ppx_od_dt_b_asin_title_s00?ie=UTF8&psc=1
>
> Danke auch für den STL File. Ich schau mal ob ich das gedruckt bekomme.

Hallo Friedemann,

wenn ich den Beitrag richtig verstehe, hast Du das verlinkte FTDI Modul.
Erkennt die ST-630 Diagnostik Kabel Software von der Sprue Seite diesen 
Adapter als Diagnosekabel und mault dann nur das kein Rauchmelder dran 
ist?

Von den 10 Pin des Diagnosesteckers muss einer Masse sein. Das lässt 
sich rausmessen. Im inneren des 630 befindet sich eine Antenne. Die 
macht eigentlich nur mit Verbindung zum Funkmodul Sinn. Bleiben 8 
Anschlüsse für RX und TX. 56 Möglichkeiten...

John

Grüße,

John

von Friedemann S. (pyrochroa)


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Hallo John,

danke für deinen ausführlichen Berichte. Ich konnte mich wegen einer 
Prüfung nicht früher melden, aber ich habe mit großem Interesse deine 
Aktivitäten verfolgt. Das ist alles sehr interssant, was du da 
herausgefunden hast! Danke für dein Engagement!

Zur ersten Mail:
Den ROI suche ich auch nicht, da der nur im Falle eines verhinderten 
Brandes gegeben wäre :-) . Aber endloser Invest in Geld und Nerven darfs 
halt auch nicht sein.


Da ich gerade wegen einer neuen PV Anage tief in MODBUS, SML und 
io.broker Themen stecke, ist das Rauchmelderthema etwas in den 
Hintergrund getreten. Das wird sich sicher wieder schnell ändern, wenn 
der erste wieder los piept. Ich hatte i.d.T. das FTDI Modul gekauft, es 
liegt hier noch auf meinem Schreibtisch. aber nachdem ich von deinem 
W2-MM Modul gelesen habe, hatte ich gar keine Motivation mehr, da dran 
weiter zu machen, da ich mit dem Stecker ja in jedem Fall die Vernetzung 
ausser Kraft setze und damit immer nur ein Einzelgerät begutachten kann. 
Das ist ja viel zu mühsam.


Ich denke, ich werde mir das Modul auch beschaffen, da man damit 
wirklich einen Wartungsbetrieb der Melder hinbekommen könnte.
Was das automatisierte Messen des Innenwiderstandes über die LED angeht, 
klingt das sehr plausibel. Das erklärt auch, warum der Kondensator was 
hilft. Der kann einen LED Blitzer locker brücken, sodass es zu dieser 
Differenz nicht mehr kommt. Man kann natürlich fragen, wie sicher (wie 
lange) der Alarm im Brandfalle dann wirklich noch kommt. >8-0

Grüße
Friedemann

von Friedemann S. (pyrochroa)


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Hallo John,
habe mir nun das Modul 
https://www.eps-vertrieb.de/brand/w2-funksystem/1971/w2-mm-service-dongel?c=16 
bestellt. Bei Fire And Rescue muss man wohl Händler sein. Mal sehen, was 
das Modul zu den kondensatorbestückten RMs sagt.
Grüße
Friedemann

von Maik H. (maik_huber)


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Hallo Leute

Ich hab hier auch einige FireAngel ST-630-DE die alle 45sec. nerven :( 
wollte sie mal auslesen ... weis jemand was man für ein Diagnose Kabel 
dafür kaufen kann aus der Bucht ? Das Original ist ja viel zu teuer :(( 
ich habe mal einen Melder aufgemacht und geschaut wie die Pin Belegung 
ausschaut .. Scheint ein SPI zu sein oder ?

Die 2 Pins die nicht beschriftet sind konnte ich nicht zuordnen oder sie 
sind erst garnicht belegt .. bin mir da nicht sicher .. bei dem rest 
schon ...

: Bearbeitet durch User
von John D. (doe)


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Hallo Maik,

bisher habe ich nur das Originalkabel in der Bucht gesehen.
Danke für die Analyse der Belegung.

Jetzt stellt sich halt noch die Frage, was für ein Modul die Software 
sehen will. Die Software findet sich auf der Sprue Seite. Sie meldet 
halt beim Starten, dass kein Diagnosekabel da ist.

Für den ST-620 hat das Adam P. weiter oben im Thread wohl schon gelöst.

Was für ein "Ersetzen vor" Datum haben die piependen Melder denn?
Setzt Du W2 Module ein?

Grüße,

John

von John D. (doe)


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Nachtrag:

Die Software von meinem W2-MM Modul fragt nach einem COM Port.
Das tut die Software vom ST-630 Diagnosekabel nicht und sie erkennt das 
W2-MM Modul auch nicht als Kabel.

Grüße,

John

von Friedemann S. (pyrochroa)


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Vielleicht hilft hier das Posting von Olly T. vom 6.9.2017. Da geht es 
aber um den 620er.

Grüße
Friedemann

von Maik H. (maik_huber)


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Hallo John

Ja das Originale hab ich auch gefunden... aber ist einfach viel zu teuer 
das lohnt sich nicht 150€ :(

Mit einem TTL232R-3V3 wird das leider nicht klappen beim ST-630 ... das 
muss wohl ein USB to I2C sein ...


Die RM sind recht früh ausgefallen.. Ersetzen steht erst bei 2026 ...

Habe die Batterien gemessen RM so wie W2 Module  die haben alle 3V 
gehabt ..einige sogar nur 2,98V .. ich habe den Verdacht das die 
Kommunikation zwischen RM und W2 Module zu viel Strom benötigt und die 
Batterien früher schlapp machen :(


Kurios dran ist das der Hersteller in dem Handbuch angibt das man die RM 
1 mal die Woche Testen soll .. also auf den Knopf drauf drücken soll ... 
Das Passt doch vorne bis hinten nicht.. wenn man sie Wöchentlich testet 
machen die Batterien sicher noch viel früher schlapp...

Was mir noch aufgefallen ist das der RM den Gleichen Mikrocontroller hat 
wie das W2 Module ein PIC16LF1936

: Bearbeitet durch User
von John D. (doe)


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Hallo Maik,

falls Du gerade einen 56 Ohm Widerstand zur Hand hast, kannst Du ja mit 
den Batterien den selben Test machen wie ich und dann mit den Werten aus 
meiner Tabelle vergleichen.

Im W2-MM Modul sitzt übrigens unter einem Funkmodul ohne Batterie ein 
weiterer PIC16LF1936. Die Sprue Entwickler scheinen den Chip zu mögen.

Zum W2-MM:
Ich arbeite jetzt meistens mit der Beta Version 1.0.6.0 der Software.

Die ist optisch schöner und liefert ein paar nette Dateien zu dem 
untersuchten Netzwerk.
Was mit der Standard Software 1.0.4.0(Ja im Download ist 1.0.4.0 drin, 
auch wenn 1.0.5.0 drauf steht) besser geht ist ein Log der übertragenen 
Daten auf Hex Ebene zu schreiben. Das wird Friedemann noch helfen.

Nicht sonderlich gut gelungen ist in der Beta die deutsche 
Sprachanpassung.
Einige Beschriftungen sind schlecht übersetzt und in der Anzeige der 
Fehler-flags ist die deutsche Beschriftung massiv verschoben gegenüber 
den Anzeigen.
Ich nutze die Oberfläche jetzt in Englisch.

John

von Maik H. (maik_huber)


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Hallo John

Leider habe ich keinen passenden widerstand da und auch keine passende 
Batterie.. aber ich habe mal 2x1,5V aaa Batterien verlötet, die haben ja 
wenn sie neue sind 1,6V Leerlaufspannung,,, gesamt dann 3,2V .. hab sie 
an dem RM dram geklemmt und jetzt gibt er ruhe und Läuft ohne das Funk 
Modul einwandfrei.. die Spannung bleibt auch stabil bei 3,2V mal schauen 
wir lange das so bleiben wird ...

Den PIC16LF1936 lieben die Sprue Entwickler wohl weil es spottbillig ist 
und viel kann ... bei Aliexpress bekommt man für 7€ 10 Stück ...


Welcher FTDI chip sitzt auf der Grünen Platine ? könntest du bitte sie 
auch ma von unten Fotografieren ?

Vielleicht könnte man die RM mit einem FTUSB doch auslesen ...

: Bearbeitet durch User
von John D. (doe)


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Hallo Maik,

der kleinere Chip auf dem W2-MM Modul ist ein FTDI FT230xs wenn ich 
richtig lese.
Im Windows Gerätemanager steht PID=6015, was zu FTDI FT-x Series passt.

Das hilft uns aber nicht weiter, da der Chip nur den COM Port zur 
Verfügung stellt.
Die entscheidende Logik sitzt im PIC controler auf dem W2-MM Board.

Auf der Unterseite ist nichts drauf.


John

von Thomas R. (tinman) Benutzerseite


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normallerweise bin ich der erste der überteuerte* "Diagnose Tools" 
kopiert, diesmal kann ich aber nicht helfen (auch falls der PIC 
auslesbar sein könnte, habe kein passendes Programmer/Adapter).

Auch der ST-630 Diagnosekabel hat einen PIC drin, der FTDI wird wohl im 
Stecker drin sein.


* - ein ST630 vom April 2020 wird mit Produktionsdatum 2043 angezeigt, 
sowas ist ein Witz, speziell bei einer Software/Hardware die schon sein 
Jahren auf dem Markt verfügbar ist. Der HT-630 kann nur teilweise 
ausgelesen werden, Teil der Daten ist Unsinn, aber wenn es die selbe 
Schnittstelle hat, warum wird es nicht unterstützt? Der CO Melder kommt 
nix vernünftiges raus - wieder aber die gleiche Schnittstelle (muss auch 
die gleiche sein, sonst würden die Funkmodule nicht wissen was für 
Melder dran ist).

: Bearbeitet durch User
von John D. (doe)


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Hallo Thomas,

super, dass Du Fotos vom Inneren des 630 Diagnosekabels gemacht hast.
Auf der Unterseite ist eine Kontaktgruppe "Prog1" zu erkennen, die wie 
das PIC low Voltage Programmierinterface aussieht. Müsste man im Detail 
nochmal nachsehen.
Wenn das so ist und man einen PIC Programmierer hat und die Sprue 
Entwickler die Low Voltage Schnittstelle nicht abgeschaltet haben und 
das Programm nicht gegen Auslesen geschützt haben (was unprofessionell 
wäre), dann könnte man das Programm auslesen, auf einen andern PIC 
kopieren, die restliche Schaltung nachbauen und hätte dann ein 
Diagnosekabel.

Mit dem Kopieren des Codes würde man mit an Sicherheit grenzender 
Wahrscheinlichkeit einen Lizenzverstoß begehen.

Mann könnte auch am SPI Bus zwischen Diagnosekabel und Rauchmelder 
mitlauschen und daraus ein eigenes Interface bauen.

Ersteres finde ich nicht gut (ich habe auch mal ein paar Jahre von 
Softwareentwicklung gelebt), für zweites fehlt mir die Zeit.

Was ich aber tun kann ist über meine Erkenntnisse mit dem W2-MM zu 
berichten.
Ich habe jetzt einen ST-630 Melder zum Spielen, der funktioniert(piept 
nicht) aber einen "Historischen" Fehler meldet, den ich mit dem W2-MM 
nicht löschen kann.

John

von John D. (doe)


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Neues zum W2-MM Modul

- Das Modul misst die Spannung der Batterie des Funkmoduls mit und ohne 
Belastung.
- Das Modul ermittelt eine Firmwareversion, die allem Anschein nach zum 
Funkmodul gehört.

Ich habe drei verschiedene Versionen:

Firmware "F3" von 2014
Firmware "EF" von 2017
Firmware "DF" von 2019

Ich habe bei allen drei Versionen mal die vom W2-MM angezeigte 
Batteriespannung nachgemessen.

Funkmodul mit F3 Firmware: Angezeigt 2,65V Gemessen 2,97V
Funkmodul mit F3 Firmware und neuer Batterie: Angezeigt 2,77V Gemessen 
3,05V
Funkmodul mit EF Firmware: Angezeigt 2,75V Gemessen 3,05V
Funkmodul mit DF Firmware: Angezeigt 3,00V Gemessen 3,05V

In der Firmware DF hat Sprue definitiv eine Änderung der 
Spannungsmessung vorgenommen.
Wenn der Wert für die Spannung einer leeren Batterie gleich geblieben 
ist, werden die Batterien jetzt länger halten.

Grüße,

John

von Friedemann S. (pyrochroa)


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Hallo John,

ja, das ist natürlich auch eine Lösung: Wenn die Erwartungen nicht 
erfüllt werden, schraubt man die halt runter...

Ich habe gestern einen ersten Versuch mit meinem W2MM gemacht, bin aber 
leider gescheitert. Nach dem Einlernen findet er zwar alle 17 Geräte, 
kann aber keinen einzigen Status oder sonstwas auslesen. Der nächste RM 
ist ca. 3 m Luftinie von mir entfernt, aber auch in anderen Räumen hat 
es nicht geklappt. Ich habe sowohl die 1.0.6 als auch die 1.0.7 
probiert, die man nun als Beta runterladen kann. Hatte auch noch 
probiert, das Mesh Update nicht von #0 sondern anderen Units abzufragen, 
aber immer dasselbe.

Man kann übrigens beim Installieren Englisch wählen wie man will, es 
kommt am Ende doch eine Denglisch Variante raus.

Seither hatte ich noch keine Zeit, mich weiters damit zu beschäftigen, 
aber der erste schnelle Versuch war ernüchternd. Hat das bei dir auf 
Anhieb geklappt? RTFM ist leider auch nicht möglich: Das Manual kann man 
derzeit leider nicht runterladen, da kommt auf der Webseite 
http://www.fireangel.eu/mm/manual/W2MMUserManualEN.pdf ein Fehler.

Grüße
Friedemann

: Bearbeitet durch User
von John D. (doe)


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Hallo Friedemann,

wie haben offensichtlich verschiedene Seiten angesehen:

http://fireangel.eu/mm

Hier gibt es scheinbar eine 1.0.6.0 und eine 1.0.7.0 Beta, die ich noch 
nicht kannte. Dafür geht der Link zum Handbuch nicht.

Ich habe immer auf

http://fireangel.eu/mm/de

geschaut. Da gibt es eine 1.0.4.0 und das dazu passende Handbuch und 
eine 1.0.6.0 Beta.

Meine bisherigen Erfahrungen stammen im wesentlichen von der 1.0.6.0 
Beta.

Beim Auslesen: Immer erst ID Information abfragen. Sonst geht der Rest 
nicht.
Oder Network Health Check auswählen. Das liest fast alles von allen 
Meldern ein und an kann es dann beim Melder im Detail ansehen.

Das Umstellen auf Englisch hat bei mir erst auch nicht funktioniert.
Umbenennen der Datei C:/Programme(x86)/Sprue/Mesh Monitor 
Diagnostics/de/Mesh Monitor Utility.ressources.dll in irgendwas hilft.


Grüße,

John

von John D. (doe)


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Hallo Friedemann,

die Version 1.0.7.0 Beta funktioniert bei mir praktisch genauso wie die 
1.0.6.0 Beta. Einziger Unterschied den ich bisher gefunden habe: Die 
1.0.7.0 fragt beim sichern ob eine vorhandene Datei überschrieben werden 
soll.

Ich hoffe Du bist mit Deinem W2-MM weiter gekommen.

Erkenntnis des Tages zur W2-MM Software:

Nach dem Anmelden im Netzwerk sind die Punkte "Netzwerk reorganisieren", 
"Test" eines einzelnen Rauchmelders und Entfernen eines einzelnen 
Rauchmelders aus dem Netzwerk(Remove) erst mal ausgegraut.
Ein Testalarm an einem Rauchmelder ausgelöst wird in der Event Historie 
aufgeführt (wenn der W2-MM zu diesem Zeitpunkt verbunden ist) und danach 
kann man die drei Punkte oben auswählen.

Die Testfunktion hilft um die Rauchmelder in der Software den Geräten im 
Haus zuzuordnen.

Grüße,

John

von Thomas H. (thomashhh)


Angehängte Dateien:

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Hallo zusammen,

da ich zu Hause ebenfalls ein Netzwerk aus mehreren ST-630-DE verbaut 
habe und diese gerne in mein Smart Home integrieren möchte, habe ich mir 
mal ein wenig den SPI-Verkehr zwischen dem Melder und dem W2-Modul 
angeschaut. Ich hab mir dazu zwei "defekte" Melder ("Batterie leer" - 
ihr wisst schon...) mit W2-Funkmodul auf eBay geschossen, beide gepaart 
und jeweils wechselseitig Dinge ausprobiert (Testknopf drücken, Feuer 
simulieren, etc.). Währenddessen hab ich mit meinem 
Saleae-Logic-Analyzer auf dem SPI-Bus zugehört. Hier meine ersten 
Erkenntnisse:

* Beim erstmaligen Einstecken fragt das Modul so etwas wie eine 
Identifikationsnummer (1 oder 2 Byte) und möglicherweise weitere Daten 
vom Melder ab. Ich vermute mal, dass das Modul diese Nummer zum Aufbau 
des Netzwerks nutzt, wenn es sich um den ersten Melder in einem neuen 
Netzwerk handelt.

* Bei der Koppelung weiterer Teilnehmer ist kein Traffic zwischen 
bestehendem Melder und Modul zu beobachten. Die Koppelung passiert also 
komplett im Modul.

* Das Protokoll scheint denkbar simpel zu sein. Es werden einzelne 
Events verschickt (Test-Button gedrückt, Rauch erkannt, kein Rauch mehr 
erkannt). Versehen wird das ganze mit einer Melder-spezifischen ID. Die 
ID ist merkwürdigerweise bei meinen beiden Testgeräten unterschiedlich 
lang (1 oder 2 Byte), das konnte ich mir noch nicht erklären. Dazu 
kommen in jedem Telegramm Daten, die ich bisher noch nicht entziffern 
konnte, sowie ein Counter, der mit jedem Telegramm um 1 inkrementiert 
wird (wahrscheinlich läuft hierüber die Deduplikation im Mesh). Eine 
erste Analyse des Protokolls findet sich im Anhang.

* Es werden keine Events wiederholt. D.h. wenn Rauch erkannt wird, ein 
paar Minuten vergehen, und dann kein Rauch mehr erkannt wird, werden nur 
zwei Telegramme gesendet - Rauch erkannt am Anfang, kein Rauch mehr 
erkannt am Ende.

* Ich konnte noch kein Telegramm beobachten, bei dem der Batteriestand 
abgefragt wurde. Die noch nicht entzifferten Daten enthalten vermutlich 
nicht den Batteriestand, da sie über den gesamten Versuch hin konstant 
waren, auch beim Wechsel der Melder. Ich lasse meinen Aufbau jetzt mal 
über Nacht laufen und schaue, was das Modul vom Melder abfragt.

Ich habe ein Text-File mit einer Analyse der Telegramme angehangen, 
außerdem meine sigrok-Dumps. Bitte beachten, dass ich nur mit 2MHz 
gesampled habe, und daher vielleicht der ein oder andere Bit-Flip mit 
drin ist.

Von dem was ich bisher gesehen habe, kann man bestimmt eine Schaltung 
mit AVR, ESP oder so bauen, die mit dem Modul sprechen kann. Mein Ziel 
wird es sein, mit so einer Schaltung eine Integration in mein Smart Home 
hinzubekommen. Ich werde aber auch mal versuchen, damit der 
Original-Software ein Service-Modul vorzugaukeln. Vielleicht ist der PIC 
in dem Original-Teil ja wirklich dumm und nur ein 
USB->UART->SPI-Wandler? Ich werde berichten!

Gruß
Thomas

von Thomas H. (thomashhh)


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So, ich habe den Logger nun mal einige Stunden mitlaufen lassen. Jede 
Stunde fragt der Melder vom Modul (!) Daten ab:
  Melder -> Modul: D1 7E
    D1: Status der anderen Melder?
    7E: End of transmission
  Modul -> Melder: D2 5F 7D 02 00 5A F3 xx xx 6C 0C 00 01 00 98 7E
    D2: Antwort auf D1
    5F 7D 02 00 5A F3: ??
    xx xx: Seriennummer anderer Melder (1 oder 2 Byte)
    6C 0C: Vielleicht der Typ (= Rauchmelder)?
    00 01 00 98: ?
    7E: End of transmission

Scheinbar fragt der Melder eine Liste aller bekannten anderen Melder vom 
Modul ab. Wahrscheinlich enthält eins der Bytes auch ein Flag, ob der 
Batteriestand niedrig ist. Darüber wird dann die Benachrichtigung via 
Melder gesteuert.

D1 / D2 sieht für mich auch verdächtig nach den Telegrammen aus, die im 
Handbuch des W2-MM beispielhaft auftauchen. Für mich scheint es immer 
wahrscheinlicher, dass das W2-MM wirklich kaum eigene Logik hat. Evtl. 
schickt die Basisplatine des Moduls nur einmal eine Identifikation an 
das W2-Modul, mehr nicht. Das ist aber alles nur Vermutung.

Könnte vielleicht jemand, der so ein W2-MM-Modul besitzt, einen Auszug 
der empfangenen und versendeten Nachrichten posten? Das sollte ja in der 
Software abrufbar sein. Vielleicht kann man daraus mehr ableiten.

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