Moin,
gibt es billige handbedienbare Drehimpulsgeber mit hoher Auflösung? Die
meisten, die ich in den 'üblichen' Läden gefunden habe, haben maximal 30
Schritte pro Umdrehung. Bei TME habe ich einen mit 128 Schritten (in der
Größenordnung suche ich) gefunden, aber der kostet über 50€. Ist das
normal, gibt es die nicht billiger? Ich denke an so grob fünf Euro pro
Stück.
Meine Forensuche hat nur ergeben, dass andere schon erfolglos gesucht
haben. :-/
Dussel schrieb:> gibt es billige handbedienbare Drehimpulsgeber mit hoher Auflösung?
Guck mal in eine Maus mit optischen Geberrad - da findest du soetwas für
kleines Geld.
Schrittmotoren lassen sich als Drehimpulsgeber verwenden, und haben den
Vorzug, haptisch recht angenehm zu sein, obendrein sind sie praktisch
unverwüstlich.
Sie brauchen nur mehr Platz als ein normaler Drehimpulsgeber.
Bastler schrieb:> Guck mal in eine Maus mit optischen Geberrad
Aber sicher nicht mit 128 Impulsen/U.
So eine Auflösung kostet nun mal.
Conrad kann einen von Bourns unter 30€ anbieten aber 5€ könnten
höchstens die Chinesen liefern, wenn man den findet.
Rufus Τ. F. schrieb:> Sie brauchen nur mehr Platz als ein normaler Drehimpulsgeber.
...und eine andere Auswerteschaltung.
Ist diese hohe Auflösung denn überhaupt sinnvoll?
Außer man hat einen richtig großen Drehknopf, kann doch keiner einen
Steller so fein, reproduzierbar, einstellen.
In den meisten Fällen reicht dann ein 32-Schritt Steller, den man dann
halt um mehrere Umdrehungen verstellt. Ist doch sowieso Digital.
Der einfache Weg is SinCos Geber zu nehmen und Quadratur zu rechnen, das
geht softwaremässig mit einer Tabelle.
Und ja, es macht Sinn Positionen hochauflösend zu erfassen.
Es ist ein Mythos, dass Steller das nicht könnten.
https://botscene.net/2012/10/18/make-a-low-cost-absolute-encoder/
oder billig vom Chinamann:
alibaba.com
Cyborg schrieb:> Aber sicher nicht mit 128 Impulsen/U.
Die Maus kommt ja auch nicht von TME.
Zwischen Schritten und Impulsen liegt bei einem normalen AB-Encoder noch
ein Faktor 4. Damit muss ein Encoder pro Umdrehung für 128 Schritte
genau 32 Pulse auf jedem Kanal liefern.
Bastler schrieb:> Guck mal in eine Maus mit optischen Geberrad - da findest du soetwas für> kleines Geld.
Leider nicht mit dem passenden Gehäuse.
Rufus Τ. F. schrieb:> Schrittmotoren lassen sich als Drehimpulsgeber verwenden, und haben den> Vorzug, haptisch recht angenehm zu sein, obendrein sind sie praktisch> unverwüstlich.
Das habe ich auch gefunden. Das wäre eine Alternative. Nur die
Auswertung ist ja wegen der geringen induzierten Spannungen etwas
aufwendiger.
Cyborg schrieb:> Aber sicher nicht mit 128 Impulsen/U.> So eine Auflösung kostet nun mal.
Gut, das war ja die Ursprungsfrage. Die scheint dann ja beantwortet zu
sein.
Sebastian S. schrieb:> Ist diese hohe Auflösung denn überhaupt sinnvoll?>> Außer man hat einen richtig großen Drehknopf, kann doch keiner einen> Steller so fein, reproduzierbar, einstellen.> In den meisten Fällen reicht dann ein 32-Schritt Steller, den man dann> halt um mehrere Umdrehungen verstellt. Ist doch sowieso Digital.
Eine Idee, die ich hatte (ohne konkrete Anwendung) ist ein Potiersatz.
Zum Beispiel, um mit einem Drehknopf mehrere Werte einstellen zu können.
128 Schritte auf 360 Grad halte ich auch für nicht so viel. ±3° sollte
man mit der Hand noch hinkriegen.
Michael schrieb:> Der einfache Weg is SinCos Geber zu nehmen und Quadratur zu rechnen, das> geht softwaremässig mit einer Tabelle.
Sind die billiger und wo bekommt man die?
Kolja L. schrieb:> RDC80, das sind zwei Poti in einer Achse um 180 Grad versetzt.> Muss halt analog ausgelesen werden...
Danke, danach suche ich mal.
Cyborg schrieb:> Dussel schrieb:>> ist ein Potiersatz.>> Die sind gewöhnlich endlich im Gegensatz zu Drehimpulsgebern.
Genau deshalb will ich ja kein Poti nehmen. Entweder ich nehme einen
LED-Ring, um die Position anzuzeigen (natürlich nicht mit 100 LED) oder
eine Zahlenanzeige. Damit kann man verschiedene Größen mit einem
Drehknopf einstellen. Ein Potentiometer wäre sehr bald am Anschlag.
Sebastian S. schrieb:> In den meisten Fällen reicht dann ein 32-Schritt Steller, den man dann> halt um mehrere Umdrehungen verstelltMichael schrieb:> Und ja, es macht Sinn Positionen hochauflösend zu erfassen.> Es ist ein Mythos, dass Steller das nicht könnten.
Alles nicht notwendig, man kann ja die Einstellung dynamisch machen, wie
bei einer Maus, ist ja eh Software: dreht man langsam, ändert jeder
Schritt den Wert minimal, dreht man schneller, werden die Schritte
grösser. Damit kann man schnell einen Wert ungefähr einstellen und dann
ganz fein auflösen. Millionenfach bewährtes Prinzip.
Georg
Gerade habe ich zufällig das Thema nochmal gefunden. Ich hatte nicht
gemerkt, dass neue Beiträge dazugekommen sind. Auch für die neuen
Beiträge nochmal vielen Dank.
Kolja L. schrieb:> Dussel schrieb:>> Kolja L. schrieb:>>> RDC80, das sind zwei Poti in einer Achse um 180 Grad versetzt.>>> Muss halt analog ausgelesen werden...>> Danke, danach suche ich mal.>> Ebay-Artikel Nr. 302278032589
Das sieht gut aus, sowohl technisch, als auch preislich.
Ich bin ein Fan vom as5048a, zusammen mit einem Magneten hat der 2^14bit
Auflösung, doch handelt es sich nicht um einen Inkrementalgeber, sondern
einen Absolutwertgeber. Preislich gibts das so um die 14€, also sau
günstig für solch eine hohe Auflösung.