Ich will mir diesen Plattenspieler kaufen. Um von 33,3rpm auf 45rpm
wechseln muss man den Riemen umlegen. Damit ich nicht immer den Riemen
umlegen muss suche ich einen Trafo der mir aus den 50Hz die 67,5Hz
macht. Umgekehrt würde vielleicht auch 37,037037Hz Gehen.
Tom schrieb:> • Integrated DC-powered motor control minimizes motor vibration> and guarantees speed stability
Wo hast du diese Informationen her?
Wenn ich mir das zusammenreime heißt das "es geht nicht"
Wer baut denn heute bitteschön Plattenspieler, bei dem man zur
Geschwindigkeitsänderung ein Riemen umgelegt werden muss? Hallo? Der
regelbare E-Motor, heute sinnvollerweise bürstenlos, ist schon lange
erfunden. Die drei Euro Mehrkosten sind da wohl drin.
Bettmann schrieb:> Ich will mir diesen Plattenspieler kaufen. Um von 33,3rpm auf 45rpm> wechseln muss man den Riemen umlegen. Damit ich nicht immer den Riemen> umlegen muss suche ich einen Trafo der mir aus den 50Hz die 67,5Hz> macht.
Der Plattenspieler lässt sich nicht durch die Netzspannungsfrequenz in
der Drehzahl beeinflussen.
Ausserdem verändern Trafos nicht die Frequenz, dazu braucht man schon
Frequenzumrichter, FU.
Er ist halt die billigste der billigen Konstruktionen, ein Holzbrett und
ein Gleichstrommotor mit Riemen zum Plastikplattenteller, das OM10 ist
wohl das beste daran.
Man müsste den Motor in der Drehzahl beeinflussen, aber die Elektronik
ist sicher fest im Motor verbaut. Man braucht also einen anderen Motor.
So richtig sinnvoll ist der Umbau aber nicht, da der Motor kaum
entkoppelt vom Tonarm im Holzbrett steckt und sich Vibrationen
übertragen, bei der billigen Konstruktion lohnt die Arbetsmühe nicht.
Es hat schon seinen Grund, warum ein Technics SL1200 teurer ist.
Peter D. schrieb:> Falk B. schrieb:>> Wer baut denn heute bitteschön Plattenspieler, bei dem man zur>> Geschwindigkeitsänderung ein Riemen umgelegt werden muss?>> Damit man am Zubehör auch noch phantastisch verdienen kann:>> http://www.project-audio.com/main.php?prod=speedbox&cat=archive&lang=de
Der Preis des gezeigten Gerätes dürfte wohl den Preis des
"Plattenspielers" um mindestens eine Zehnerpotenz übersteigen.
Gruß
Andreas
Edit: Nehme alles zurück. Gerade das obige Prospekt gelesen. Von den
Preis des Plattenspielers gehen wohl 490€ an George Harrison.
Andreas B. schrieb:> Von den> Preis des Plattenspielers gehen wohl 490€ an George Harrison.
Übrig sind nur noch Sir James Paul McCartney und Ringo Starr.
Bettmann schrieb:> Äh, was ist das für eine Platine?
Noch Platz für zwei Elkos, aber keinen Anschluss für den Motor - was ist
das für eine Platine?
Ich dachte immer, wer sich so einen Plattenspieler zum Riemen umlegen
kauft, will auch genau dieses Feature haben!?
Bei anderen Plattenspielern mit (verstecktem) Riemen wird der Riemen
einfach durch einen Hebel auf die andere Seite vom Antrieb gedrückt.
Diese Mimik war dann auf der Benutzerseite mit einem (mechanischen)
Knopf verbunden.
Wenn Du das unbedingt elektrisch lösen möchtest, Kannst Du dort ja ein
Servo hinkleben. Hässlicher kann der Plattenspieler ja nicht mehr
werden.
Gruß
Jobst
Bettmann schrieb:> Ich will mir diesen Plattenspieler kaufen.
Oh - das lese ich jetzt erst. Obwohl es der erste Satz ist ...
Ich habe immer die Finger von Dingen gelassen, die nicht die gewünschten
Features haben.
Gruß
Jobst
Mag ja sein, dass das Gerät in gewissen Kreisen mal
Sammlerwert hat, da es nur 2500 mal produziert wird.
Die Produktbeschreibung besteht aber eher aus Plattheiten:
- MDF
ist eine Spanplatte von annehmbarer Qualität.
- DC-powered motor control
Das heißt nur, dass der Motor unabhängig von der Netz-
frequenz läuft. (Gab es schon 1980 und früher.) Das macht
aber KEINE Aussage über Genauigkeit, oder gleichmäßigen
Lauf.
- Diamond cut aluminium drive pulley
So ein Riemen-Treibrad sollte schon halbwegs sauber mit
einer feinen Schleifscheibe gefertigt sein.
- Meine Nagelfeile ist auch mit Diamant-Pulver bestreut
und hat vor 25 Jahren wenige DM gekostet.
Kostet heute auch nicht viel mehr.
WENN du das Ding als Sammlerstück kaufen willst:
Fummel nicht dran rum!
WENN du einen ordentlichen Plattenspieler haben willst, der
leichter zu bedienen ist, bekommst du für das gleiche Geld
auch noch was Besseres.
Auf der Platine sehe ich einen Quarz 3,27 MHz, daneben einen
einstellbaren Teiler CD4541, da müsste doch was zu machen sein. Ob der
Motor dieses Tuning allerdings aushält?
http://www.ti.com/lit/ds/symlink/cd4541b-mil.pdf
leider nur sehr grobe Stufen
Tom schrieb:> • Integrated DC-powered motor control minimizes motor vibration and> guarantees speed stability
Also, schneller drehen geht nur über ein Einstellpoti im Motor oder
auf der Leiterplatte, wenn nichts mehr geht, dann wird es ein Drehteil
mit Durchmesseranpassung...
Ich kann mich entsinnen, dass die Kassettenrekordermotoren (ohne
Bindestriche) vor Jahrzehnten schon Einstellpotis hatten. Ist übrigens
eine extrem geschwafelte Bezeichnung für Jahrzentealte Technik. Auf der
Welle der Plattenspielermotoren war auch schon mal ein Antriebsrad mit
unterschiedlichen Durchmessern.
Bettmann schrieb:> Damit ich nicht immer den Riemen> umlegen muss suche ich einen Trafo der mir aus den 50Hz die 67,5Hz
Dieser "Trafo" muß noch erfunden werden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Transformator FU
https://de.wikipedia.org/wiki/Frequenzumrichter
Bei der Fragestellung wurde ich weiterhin zum Stufenrad tendieren und
die 3 restlichen LPs digitalisieren falls sie nicht schon in besserer
Qualität im Netz verfügbar sind.
@oszi40 (Gast)
>Bei der Fragestellung wurde ich weiterhin zum Stufenrad tendieren und>die 3 restlichen LPs digitalisieren
Hast du nicht mitbekommen, daß Vinyl wieder VOLL im Trend liegt und
sogar besser als 7.1 Surround klingt?
Falk B. schrieb:> Wer baut denn heute bitteschön Plattenspieler, bei dem man zur> Geschwindigkeitsänderung ein Riemen umgelegt werden muss? Hallo? Der> regelbare E-Motor, heute sinnvollerweise bürstenlos, ist schon lange> erfunden. Die drei Euro Mehrkosten sind da wohl drin.
Mensch Falk, nun enttäusch uns nicht.
Die Störungen aus dem FU würden den ganzen Klangeindruck des
nachgeschalteten Röhrenverstärkers kaputt machen.
So richtig sauber ist das Thema nur mechanisch in den Griff zu bekommen.
Z.B. durch nachträglichen Einbau eines Zweiganggetriebes (spielfrei!).
Hallo,
klingt es auch. Ist eben nur umständlich die Platten für
vorn/hinten/usw. nicht durcheinanderzubringen und 4 Tonarme gleichzeitig
auf den 4 Plattenspielern aufzusetzen...
Gruß aus Berlin
Michael
Falk B. schrieb:> Hast du nicht mitbekommen, daß Vinyl wieder VOLL im Trend liegt und> sogar besser als 7.1 Surround klingt?
Auf die umständliche Bedienung und das Rumpel-Knister verzichte ich
gerne. Bei YT findet man noch Schallplattenaufnahmen von alten
Interpreten. Damals gabs noch keine CDs und Klirrfaktor und Frequenzgang
interessierten nicht.
Von Edith Piaf sind auch einige Schellackplatten zu finden. Die hört man
deutlich an dem schnellen Sch-Sch-Sch heraus.
Falk B. schrieb:>>Bei der Fragestellung wurde ich weiterhin zum Stufenrad tendieren und>>die 3 restlichen LPs digitalisieren>> Hast du nicht mitbekommen, daß Vinyl wieder VOLL im Trend liegt und> sogar besser als 7.1 Surround klingt?
Ja, Hauptsache, es kling(el)t. :-)
Peter D. schrieb:> Falk B. schrieb:>> Hast du nicht mitbekommen, daß Vinyl wieder VOLL im Trend liegt und>> sogar besser als 7.1 Surround klingt?>> Auf die umständliche Bedienung und das Rumpel-Knister verzichte ich> gerne.
Bei manchen Aufnahmen nehme ich das Rumpel-Knister gerne in Kauf. Sehr
viele "Remastered"-CD wurden kaputtkomprimiert. Wenn aber die
Aufnahmequalität stimmt (z.B. hat das Label ECM großen Wert darauf
gelegt), ziehe ich die CD vor.
Allerdings ist mein Hörvermögen >8kHz schon ziemlich im Keller ;) und
vom HiEnd-Virus wurde ich schon lange kuriert. Das war, als meinen
Thorens TD-2001 mit einem Van den Hull DDT direkt mit einem alten
Lenco-Laufwerk (Tonabnehmer von Shure, gebraucht aus einer
Diskotheken-Auflösung, genaue Bezeichnung ist mir nicht mehr präsent)
verglichen habe. MM- bzw. MC-Vorverstärker war dabei ein Luxman C-03.
Peter D. schrieb:> Falk B. schrieb:>> Hast du nicht mitbekommen, daß Vinyl wieder VOLL im Trend liegt und>> sogar besser als 7.1 Surround klingt?>> Auf die umständliche Bedienung und das Rumpel-Knister verzichte ich> gerne. Bei YT findet man noch Schallplattenaufnahmen von alten> Interpreten. Damals gabs noch keine CDs und Klirrfaktor und Frequenzgang> interessierten nicht.> Von Edith Piaf sind auch einige Schellackplatten zu finden. Die hört man> deutlich an dem schnellen Sch-Sch-Sch heraus.
Wenn man die Schallplatten pfleglich bahandelt hat, knistern die auch
nicht so viel. Der Rauschabstand in Deiner Wohnung, wo unten die Autos
vorbeifahren und Nachbars Kinder kreischen ist auch nicht viel höher.
;-)
Hör Dir mal Direktschnittschallplatten auf eínen guten Plattenspieler
an. Dann vergißt Du den meisten CD Kram. Das hat weniger mit den CDs zu
tun als damit, daß heute die mp3 geschädigten Kunden nicht mehr an guten
Klang interessiert sind.
Das Medium ist mittlerweise uninteressant. Es ist die Aufnahme und die
weiterverarbeitung die den guten Klang ausmacht.
Gruß
Andreas
Beate U. schrieb im Beitrag:
> daß Vinyl wieder VOLL im Trend liegt
Meinst Du jetzt wirklich Schallplatten? Dann braucht er eigentlich
16,33,45 und 78 U/min.
Andreas B. schrieb:> Hör Dir mal Direktschnittschallplatten auf eínen guten Plattenspieler> an. Dann vergißt Du den meisten CD Kram. Das hat weniger mit den CDs zu> tun als damit, daß heute die mp3 geschädigten Kunden nicht mehr an guten> Klang interessiert sind.> Das Medium ist mittlerweise uninteressant. Es ist die Aufnahme und die> weiterverarbeitung die den guten Klang ausmacht.
...und deine GUTE CD ist hier eier GUTEN Schalplatte weit überlegen.
Aber wenn der Musiker die Töne nur mit Autotune trifft...
Andreas B. schrieb:> Hör Dir mal Direktschnittschallplatten auf eínen guten Plattenspieler> an. Dann vergißt Du den meisten CD Kram.
Wenn die Massen toben und die Nadel springt?
Bettmann schrieb:> Damit ich nicht immer den Riemen> umlegen muss suche ich einen Trafo der mir aus den 50Hz die 67,5Hz> macht. Umgekehrt würde vielleicht auch 37,037037Hz Gehen.
Und welcher Motor ist da drin???
Und was macht die eventuelle Elektronik?
@oszi40 (Gast)
>> Hör Dir mal Direktschnittschallplatten auf eínen guten Plattenspieler>> an. Dann vergißt Du den meisten CD Kram.>Wenn die Massen toben und die Nadel springt?
Schon mal was von Scratchen gehört? ;-)
Falk B. schrieb:> @oszi40 (Gast)>>>> Hör Dir mal Direktschnittschallplatten auf eínen guten Plattenspieler>>> an. Dann vergißt Du den meisten CD Kram.>>>Wenn die Massen toben und die Nadel springt?>> Schon mal was von Scratchen gehört? ;-)
Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, daß die meisten Kommentatoren
hier noch nie einen guten Plattenspieler in der Hand hatten (und nein,
ich meine nicht den da oben). Eine passende Anlage natürlich
vorausgesetzt. Und alles zusammen auch mal angehört haben.
Gruß
Andreas
oszi40 schrieb:> Wenn die Massen toben und die Nadel springt?
Und wenn der CD-Player springt? Ist ja nun auch nicht so selten bei den
Dingern, wenn man daneben tobt. Einem 1210er ist sowas egal.
Gruß
Jobst
Mit einem 3,2768 MHz Uhrenquarz und zwei hintereinander geschalteten
CMOS Bausteinen 4060 die jeweils durch 256 teilen, komme ich auf eine
Frequenz von 50 Hz (das entspricht einer Umdrehung von 33,3 1/min).
Mit einem 2,7648 MHz Quarz und einem CMOS Bausteinen 4060 der durch 4096
teilt, komme ich auf eine Frequenz von 675 Hz. Jetzt schalte ich noch
einen 4518 dahinter der durch 10 teilt, dann komme ich auf eine Frequenz
von 67,5 Hz (das entspricht einer Umdrehung von 45 1/min).
Beide Oszillatoren können mit einem Umschalter auf einen NF-Verstärker
geschaltet werden. Am Ausgang wird statt eines Lautsprechers ein 12V
Transformator umgekehrt angeschlossen (12V Seite an den Verstärker und
die 230V Seite an den Plattenspieler). Damit habe ich einen
Spannungswandler für zwei wählbare Netzfrequenzen.
Falls der Verstärker einen Klangregler hat, können die Höhen
runtergeregelt werden und die Bässe angehoben werden, damit das
rechteckförmige Eingangssignal von den Oszillatoren etwas sinusförmiger
wird.
Mit dem Lautstärkeregler stelle ich die Ausgangsspannung auf 230V ein.
@Ralf (Gast)
>Mit einem 3,2768 MHz Uhrenquarz und zwei hintereinander geschalteten>CMOS Bausteinen
. . . machte man sowas vielleicht vor 20 Jahren. Heute nimmt man einen
kleinen uC, AVR & Co und packt eine DDS rein. Damit generiert man
beliebige Sinussignale. Dahinter ein wenig RC-Tiefpass und der
Linearverstärker und fertig ist die Laube. Dafür reicht ein 8-Pin AVR (2
Steuereingänge für 3 Frequenzen, 1 PWM Ausgang für das Sinussignal).
>die 230V Seite an den Plattenspieler). Damit habe ich einen>Spannungswandler für zwei wählbare Netzfrequenzen.
Der hier gar nichts bringt, weil der Motor ein Gleichstrommotor ist und
dessen Treiber mit Gleichspannung aus einem Steckernetzteil gespeist
wird ;-)
Falk B. schrieb:> Heute nimmt man einen> kleinen uC, AVR & Co und packt eine DDS rein.
Das ist richtig!
Falk B. schrieb:> weil der Motor ein Gleichstrommotor ist
Das wissen wir noch nicht, weil sich der TO dazu noch nicht geäußert
hat.