Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik PWM mit Modellbau-Empfänger ansteuern


von P. S. (xiaomi-nutzer)


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Hallo zusammen,

ich komme aus dem Modellbau und mir brennen andauernd brushed Fahrregler 
in meinem Schiff durch.
Mir kam schon der Gedanke einen PWM z.B. mit einem Servo anzusteuern.
Die (PWM) bekommt man schon sehr günstig, halten ob schon hohe Ströme 
aus und sind leichter zu kühlen, weil sie offener gebaut sind.
Hier ein Beispiel:
https://www.amazon.de/gp/product/B015F58K5Q/ref=oh_aui_detailpage_o09_s00?ie=UTF8&psc=1

Wenn ich ihn aber mit einem Servo ansteuere, kann ich nicht ohne 
Weiteres den Motor rückwärts fahren!
Deshalb meine Frage: Kann man den PWM auch mit einem Signal vom 
Empfänger ansteuern? Und wie kann ich dann den Nullpunkt programmieren?

Über eine Antwort freue ich mich sehr!

Grüße
P. Schäfer

von Anja Zoe C. (zoe)


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Ich würde einfach die Leistung des Fahrtreglers an die Leistungsaufnahme 
des Elektromotors anpassen. Seit mir vor vielleicht 35 Jahren das letzte 
Mal ein Regler durchgebrannt ist, mache ich das so ohne daß ich seitdem 
einen durchgebrannten Fahrtregler gehabt hätte.

Um was für eine Kombination von Boot  Motor  Regler handelt es sich 
den überhaupt?

von Patrick (Gast)


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Hallo,

einen "größeren" Regler hast du noch nicht versucht? Mir ist noch kein 
vernünftig dimensionierter Fahrregler in meinem 1:10-Buggy abgeraucht. 
Kriegt der Regler denn genug Luft ab? Das wäre mein Ansatz, vielleicht 
einfach noch mit nem PC-Lüfter beatmen. Da gabs von Carson die komplett 
vergossenen Dinger, die könnte man auch in "Kühlwasser" hängen, so als 
"thermische Verzögerung".
Ohne die Schaltung zu kennen (und selbst wenn), wird das schwierig über 
das Fernsteuerungssignal, das sind ja ca. 50 Hz-Signale mit 1-2 ms 
"High"-Pegel, da musst du schon noch ganz schön was dazwischen basteln.
Rückwärtsgang hat das Ding von Haus aus nicht, müsstest du dir mit einer 
Wendeschützschaltung (bei 40 Ampere Gleichstrom schwer und sperrig) 
hinter den Regler bauen und mit einer passenden Mechanik zu deren 
Betätigung (Rückwärtsgang ein bzw. aus durch Drücken in 
Rückwärtsrichtung, wenn der Steller auf "0" steht). Damit baust du dir, 
zumindest sagt das mein Gefühl, mehr Fehlerquellen ein, als bisher schon 
da sind.

Wenn du wenig Ahnung von Elektronik hast, dann würde ich dir raten, 
nichts zu basteln, sondern auf fertiges zurückzugreifen, also in diesem 
Fall ein dickerer Regler. Was hast du denn für eine Akkuspannung? Dein 
geposteter Regler funktioniert erst ab 10 Volt, und ich bin damals mit 
7,2 bzw. 8,4 Volt gefahren...

PS: Du meinst mit PWM den Drehzahlsteller, eigentlich ist das der 
Begriff für "Pulsweitenmodulation", mit der er arbeitet.

von P. S. (xiaomi-nutzer)


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Vielen Dank schon mal für die Antworten!

Ich habe bis jetzt diesen Regler und Motor in Verwendung:
https://www.amazon.de/Andoer-Qualit%C3%A4t-Brushed-R%C3%BCckw%C3%A4rts-4-8-7-4V/dp/B00QIM6GKM/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1494861387&sr=8-1&keywords=esc+brushed

https://www.conrad.de/de/automodell-brushed-elektromotor-modelcraft-tuning-12292-umin-windungen-turns-35-236262.html

Beide Komponeten sind luftgekühlt und haben Kühlkörper anliegen.
Über eine Wasserkühlung oder einen teureren Regler habe ich auch schon 
nachgedacht.

Patrick schrieb:
> Was hast du denn für eine Akkuspannung? Dein
> geposteter Regler funktioniert erst ab 10 Volt, und ich bin damals mit
> 7,2 bzw. 8,4 Volt gefahren...

Ich fahre im Moment mit zwei 2s LiPo(2 Motoren = 2 Regler / für jeden 
Regler ein Akku), aber wenn ich das mit dem Drehzahlsteller machen 
würde, würde ich auf 3s umstellen - ich denke der Motor hält das aus.

Patrick schrieb:
> Du meinst mit PWM den Drehzahlsteller, eigentlich ist das der
> Begriff für "Pulsweitenmodulation", mit der er arbeitet.

Danke für die Zurechtweisung... :)

von Björn R. (sushi)


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Ist das ein Schiff oder ein Rennboot?
Schiffe sind eigentlich sehr sparsam mit dem Strom, wenn da die Welle 
frei läuft und der Propeller nicht wesentlich zu groß ist, sollte man da 
eigentlich kaum einen Steller kaputtkriegen. Bei Rennbooten mit ihren 
Hochleistungsantrieben sieht das natürlich ganz anders aus, da reicht 
schon eine Kleinigkeit und der Strom steigt ins bodenlose...

Die 320A bei deinem Steller sind eine absolute Phantasiezahl. Wenn der 
320A sieht, explodiert und verglüht der. Da schon die angegebenen Werte 
Schwachsinn sind, ist es der Steller vielleicht auch. Kauf dir lieber 
einen vernünftigen, wo 20A(im Fall von Schiff...) drauf steht und werde 
glücklich.

LG, Björn

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Kannst dir ja mal mein RC-Servoelektronik Projekt angucken. Wenn du da 
eine dicke Endstufe ranbaust, kannst du die mit Standard RC Signale 
steuern:
Beitrag "RC-Servoelektronik für DC-Motor"
Da gibts zwei Ausführungen. Einmal mit Polwenderelais und einmal mit 
H-Brücke.

von P. S. (xiaomi-nutzer)


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Matthias S. schrieb:
> Kannst dir ja mal mein RC-Servoelektronik Projekt angucken. Wenn du da
> eine dicke Endstufe ranbaust, kannst du die mit Standard RC Signale
> steuern:
> Beitrag "RC-Servoelektronik für DC-Motor"
> Da gibts zwei Ausführungen. Einmal mit Polwenderelais und einmal mit
> H-Brücke.

Danke, aber das ist mir dann doch zu Zeitaufwendig :)

Leider findet man im Internet nur sehr wenige Brushed Regler mit einer 
Kühlung und ausreichend Ampere.
Die meisten sind für Brushless-Motoren.
Vielleich rüste ich einfach auf Brushless um (auch weniger 
Wärmeentwicklung beim Motor, keine Wartung und effizienter...)

Es handelt sich bei dem Modell um ein Schiff Marke Eigenbau und etwa 1m 
Länge.

Björn R. schrieb:
> Die 320A bei deinem Steller sind eine absolute Phantasiezahl

Ich habe beim Kauf auch nur mit etwa 35A gerechnet. Aber vielleicht hat 
er noch weniger.

Ich habe seit Kurzem auch ein Amperemeter eingebaut, um die Stromstärke 
mir während des Betriebes anzeigen zu lassen, aber im Moment ist das 
Schiff nicht Betriebsbereit.

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