Hallo zusammen
Ich wollte Euch hier einen netten Tip geben. Nokia schreibt aktuell
Stellen (Layouter, Embedded Software, Tester, HW-Designer....) für den
Standort Ulm aus. Es sind aktuell 10 Stellen offen und es werden noch
weitere (viele) folgen in den nächsten Wochen.
Wir bekommen aktuell leider nur sehr wenige Bewerbungen. Vor allem junge
Ingenieure (Berufsanfänger) haben daher eine extrem große Chance auf
einen Einstieg.
Die Firma ist Top, das Klima sehr gut und die Eckdaten passen
ebenfalls...
Also an alle Interessierten, haltet Eure Augen auf!
Insider schrieb:> Wir bekommen aktuell leider nur sehr wenige Bewerbungen. Vor allem junge> Ingenieure (Berufsanfänger) haben daher eine extrem große Chance auf> einen Einstieg.
Das ist ein typischer Fall von Altersdiskriminierung.
Nokia soll mal aufpassen, dass die Firma nicht verklagt wird.
MfG. Zeinerling
Bitte bedenke, dass Nokia letztes Jahr den Mitbewerber Alcatel
geschluckt hat.
Viele Geschäftsbereiche (Verwaltung, Produktion etc...) sind nun doppelt
vorhanden. Zeig mir eine Firma, die diese "Synergie" nicht nutzen würde.
Insider schrieb:> Vor allem junge> Ingenieure (Berufsanfänger) haben daher eine extrem große Chance auf> einen Einstieg.
Das heißt? schlechte Bezahlung, keine Zeiterfassung (= unbezahlte
Überstunden), Hire and Fire, Arbeiten bis zum Umfallen und dann
...Umstrukturierung vielen Dank und Tschüß?
In Ulm sitzt direkt unterhalb von Nokia die Uni (wenn ich mich recht
erinnere) und direkt nebenan in Neu-Ulm gibts die FH.
Eigentlich sollte sich Nokia vor Bewerbungen kaum retten können. Da
stimmt also was nicht
Dieter F. schrieb:> Wie viele "In-Smartphones" von Nokia gibt es denn? Habe ich etwas> verpasst?
JA!
Beispielsweise das sich Nokia KOMPLETT aus dem Markt für private
Endgeräte zurückgezogen hat. Die "Handy-Sparte" Sparte wurde komplett an
Microsoft verhökert (Windows Phone).
Zwar sind bald wieder auch Smartphone mit dem Namen NOKIA verfügbar, die
werden aber nicht von Nokia gebaut sondern von einer anderen Firma die
nur die Lizenzen und Namensrechte hält... Halt also faktisch auch NICHTS
mit dem Unternehmen NOKIA zu tun.
Wo Nokia aber (wieder) zu den großen gehört das ist der Bereich der
Netzausrüstung. Also der Infrastruktur für Mobilfunknetze.
Beispielsweise die Basisstationen die dein Mobilfunknetzbetreiber in den
Container neben seinen Masten packt. Aber auch die wesentlich
unauffälligeren Bestandteile der Infrastruktur.
Darüberhinaus hat Nokia dem im selben Bereich tätigen Hersteller
Alcatel-Lucent übernommen!
BTW: Durch die Alcatel-Lucent Übernahme gehören denen beispielsweise nun
auch die noch immer recht bekannten "Bell Laboratories", der Ort an dem
der erste funktionsfähige Transistor das Licht der Welt erblickt hat...
Gruß
Carsten
Carsten S. schrieb:> JA!>> Beispielsweise das sich Nokia KOMPLETT aus dem Markt für private> Endgeräte zurückgezogen hat. Die "Handy-Sparte" Sparte wurde komplett an> Microsoft verhökert (Windows Phone).
JA! Und?
Dieter F. schrieb:> Jo S. schrieb:>> Nokia ist ein Netzwerkausrüster, kein Endgerätehersteller.>> Merkwürdig - ich habe hier noch ein Nokia-Phone ...
Und ich noch Nokia Gummistiefel ;-)
Ja, Nokia baut nix mehr, was Töne überträgt und ob man dort gut
aufgehoben ist, ist fraglich. Wer HF kann, hat da Chancen. Der normale
embedded-Mann eher nicht. Da gibt es andere.
In Ulm gibt es ansonsten noch die Airbus Defense, frühere Cassidian,
aber die sind auch klamm und dürfen nur einige günstige Anfänger
einstellen. Der Grund sind die vielen Altverträge. Das ist das
Standardproblem überall, an dem Auch Lucent leidet: Alcatel-SEL ist
durchsetzt mit alten Ingenieuren und Vertrieblern, die an ihren
Verträgen hängen und nicht gekündigt werden können.
Da hilft der Verkauf, überzähliges Personal abzubauen und sich zu
verschlanken, weil dann ganze Abteilungen geschlossen werden. Dann geht
der Kampf los, wer mitgenommen wird und wer nicht. In so eine Hölle darf
man nicht hinein, oder man muss gute Nerven haben.
Ich habe die gleiche Scheisse mit Becker in Karlsbad mitgemacht. Da ging
es heiss her und viele sind dem nicht gewachsen, auch weil sie nach
Jahren der Gemütlichkeit die nötige Härte nicht hatten.
Wer unbedingt einen Job in Ulm haben will, kann es ja mal bei Becker
probieren. Auf in dem Kampf!
Böser K. schrieb:> Hm, danke für den Hinweis. Ich (Berufseinsteiger) werde mich umsehen und> gleich Bewerben. Wie lange darf eine Rückmeldung auf sich warten?=)
So wird das sowieso nichts.
Audiomann schrieb:> die an ihren> Verträgen hängen und nicht gekündigt werden können.
Betriebsbedingt kann immer gekündigt werden, nur abfinden will
die Firma nicht.
Nokia hat Alcatel geschluckt und baut nun in München und Stuttgart
massiv Stellen ab, auch gerade in der Entwicklung. Ulm sei auch
betroffen. Nun schreibt hier jemand, die würden Leute suchen. Wers
glaubt. Vielleicht ja Fake Anzeigen, damit das HR eine
Daseinsberechtigung hat und nicht auch entlassen wird. Aktuell gibt es
am Markt sehr viele von Nokia die so richtig am Suchen sind.
Vor kurzem irgendwo gelesen: Das Geschäft mit Netzwerkausrütung ist auch
stark rückläufig seit die Chinesen sich in dem Markt tummeln, das wird
die nächste Sparte sein die Nokia abstossen wird, dann gehts wieder back
to the roots: Gummistiefel und Reifen.
Nokia sucht eher Insolvenzabweherer/verwalter, Personalrauswerfer aber
ganz sicher keine neuen Entwickler.
Audiomann schrieb:> Das ist das> Standardproblem überall, an dem Auch Lucent leidet: Alcatel-SEL ist> durchsetzt mit alten Ingenieuren und Vertrieblern, die an ihren> Verträgen hängen und nicht gekündigt werden können.
Wieder mal dieser neoliberale Bullshit.
Hier das 1x1 um Mitarbeiter loszuwerden:
1) Man bietet Geld und einen Auflösungsvertrag an
2) Man kündigt fristgerecht.
Wie kündigt man Fristgerecht:
Die Kündigung erfolgt dabei unter Angabe eines personenbedingten ("Er
stinkt nach Maggi") , verhaltensbedingten ("Verträgt sich bei Sport und
Spiel nicht mit den Anderen") oder betriebsbedingten ("Sein Arbeitsplatz
fällt weg") Grundes.
Notfalls kann man spezielle Berater hinzuziehen um einen Grund zu
finden/konstruieren.
Beliebt ist "betriebsbedingt". Besonders wenn es um eine größere Anzahl
Entlassungen geht. Um die notwendige Sozialauswahl zu umgehen kann man
dabei allen Mitarbeitern kündigen. Notfalls verschiebt man alle zu
kündigenden Mitarbeiter vorher in eine selbstständige andere Firma.
Wenn man das nicht will, spielt man halt die Sozialauswahl durch.
Theoretisch sind dabei langjährige und ältere Mitarbeiter im Vorteil.
Praktisch ist das kein Problem, man konstruiert die Vergleichsgruppen
entsprechend. Dabei gilt dass die Sozialauswahl nur auf gleicher
Hierarchie-Ebene stattfindet. Wie ein Unternehmen seine Hierarchien
organisiert ist aber dem Unternehmen überlassen. Auf der Hierarchieebene
spielt Ausbildung und Fähigkeiten eine Rolle. Notfalls spricht man
älteren Arbeitnehmern ein paar Fähigkeiten ab. Ganz trickreich, man
gruppiert ihn aufgrund seiner überragenden Fähigkeiten in eine eigene
Vergleichsgruppe in der sich nur er befindet.
Auch hier gibt es mehr als genug Berater die wissen wie man das Spiel
spielt.
> Da hilft der Verkauf, überzähliges Personal abzubauen und sich zu> verschlanken,
Nein, der Verkauf selber hilft nicht. Bei einem Betriebsübergang gibt es
Bestandsschutz.
> Dann geht> der Kampf los, wer mitgenommen wird und wer nicht.
Es gibt keinen Kampf, weil alle mitgenommen werden müssen.
Entweder hübscht der Verkäufer die Braut durch Entlassungen vor dem
Verkauf auf, oder der Käufer räumt nach dem Verkauf auf. Die Frage dabei
ist nur, wer die Drecksarbeit macht.
Mann kann den Verkauf nutzen um eine Firma aufzuspalten und danach einen
Teil zu entsorgen. Dazu braucht man aber den Verkauf nicht, eine Firma
kann sich auch so aufspalten.
Georg B. schrieb:> Beitrag "Re: Neue Stellen im Raum Thüringen und der Alb">> Kennt jemand die Bus Defense In Ulm und weiß, wie es dort aussieht?
Nur damit Doofe wie ich es begreifen - was hat Ulm mit Neustadt an der
Saale zu tun?
Dieter F. schrieb:> Georg B. schrieb:>> Beitrag "Re: Neue Stellen im Raum Thüringen und der Alb">>>> Kennt jemand die Bus Defense In Ulm und weiß, wie es dort aussieht?>> Nur damit Doofe wie ich es begreifen - was hat Ulm mit Neustadt an der> Saale zu tun?
Die Entfernung zwischen den beiden Orten ist die Gleiche.
Ich möchte diese Situation in den Zusammenhang des gesamten Landes
einordnen. Dabei nehme ich meinen Ort Wiesbaden als Beispiel.
In Wiesbaden hängen an Bushaltestellen mehrfach Plakate von Jack Decaux
mit dem Inhalt: "Außenwerbung trifft jeden". Bsp. Bahnhofstr. Geschw.
Stock Straße. Somit findet die Werbeagentur keine eiligen Werbekunden
und wirbt auf eigene Kosten für sich selbst. Das Buswartehäuschen ist im
Sinne der Juglar-Konjunktur also gering ausgelastet.
Einige Ladengeschäfte in der Nachbarstadt Mainz stehen leer und suchen
Mieter. Z.B. das Geschäft der ehemaligen Gutenberg-Buchhandlung "Dr.
Kohl" in der Großen Bleiche. Dagegen zahlt man im Appartmenthaus "Vier
Jahreszeiten" in der Wilhelmstraße in Wiesbaden 13.-€ ja m² und hier
sind sogar Garconjerge-Zimmer frei. In Mainz kann man sich zu
Gruppenbesichtigungen anstellen (Europahaus sammelt eine Woche lang
Interessenten). Oder Hildebrand-Immobilien-die Monteurwohnungen für drei
Wochen. Hier herrscht Vollbeschäftigung aber es ist nicht klar ob die
Vollbeschäftigten zu einem Teil nur nach Frankfurt pendeln. Jeder zweite
Arbeiter im Rhein-Main-Gebiet ist Pendler.
Mein konstruktiver Vorschlag wäre, dass Nokia im Gewerbegebiet
Peter-Sander-Straße in Mainz-Kastel eine Dependance eröffnet und dort
sein Projekt "QT" Bibliothek endlich zum Erfolg bringt. Zur Zeit ist es
OpenSource und hat dort PUBLIC und PRIVATE C++ Header Dateien. Somit
kann die Open Source Bewegung noch PRIVATE HEADER beherrschen.
Und wenn Nokia kluge Köpfe sucht (in meinem Fall müsste sie trotzdem für
Lebensmittel meines ganzen Körpers bezahlen) so biete ich gern meine
Zusammenarbeit an. Von Wiesbaden zu meinem Arbeitsort Frankfurt fährt
nämlich eine "VIAS" Bahn und mit dem Diesel-Verbot wird sie wohl ab
Februar überfüllt sein. Nominell führe die Bahn und ich bekäme
Sperrzeit. Faktisch könnte ich mit dem Zug nicht mehr fahren. Die Fahrt
mit der S-Bahn dauerte mehr als 1:15h.
Diese ganzen Veolia-Vio-Firmen mit haben die Begriffe Kollektiv durch
Team und Arbeitsvertrag durch Job ersetzt. Die Wortwahl weckt
unangenehme Vorstellungen. Bezüglich Handys hat es Glück gebracht aber
sie haben Salzkartoffeln durch gefrorene Fritten ersetzt.
Tekkel Hekkinen schrieb:> Dabei nehme ich meinen Ort Wiesbaden als Beispiel.
Hallo robocash,
warum schreibst du jetzt unter einem anderen Namen? Deinen ganz
besonderen Schreibstil erkennt doch jeder eh sofort.
Dieter F. schrieb:> Georg B. schrieb:>> Beitrag "Re: Neue Stellen im Raum Thüringen und der Alb">>>> Kennt jemand die Bus Defense In Ulm und weiß, wie es dort aussieht?>> Nur damit Doofe wie ich es begreifen - was hat Ulm mit Neustadt an der> Saale zu tun?
Das Thema hies hier "Stellen im Raum Ulm", oder?