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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Neue Stellen im Raum Thüringen und der Alb


Autor: Insider (Gast)
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Weil immer wieder gejammert wird, daß es im Osten keine Stellen gibt, 
als Ergänzung zu diesem Thema: 
Beitrag "Wer sucht Stellen im Raum Ulm?"

Folgende Info:

Die Carl Zeiss AG macht den Standort Göttingen teilweise platt. Genauer: 
Die business unit Medizin, die dort ansässig sind, wird reduziert und 
umgezogen und da wie üblich einige Mitarbeiter nicht mitgehen, gibt es 
am Haupt-Standort Jena einige Stellen auf dem Gebiet der 
Microcontroller-Entwicklung mit ARM, STM32 mit dem Schwerpunkt Scripting 
/ Testing.

Es geht um das Entwickeln und Testen von medizinischen 
Diagnostikgeräten, darunter Raster-Elektronen-Mikroskope, also sowas 
hier:

Beitrag "Rasterelektronenmikroskop Zeiss DSM 960"

Da Ich von diesem (zugegeben sehr spannenden aber auch komplexen) Thema 
keine Ahnung habe und Ich jetzt auch nicht nach Dunkeldeutschland ziehen 
möchte, sei der Tipp hiermit weitergegeben.

Zeiss gilt als ehemals innovativer, inzwischen mit dem typischen 
Trägheitsmoment daherkommender, durch Kundenbindung grossgewordener und 
kleinbürgerlich organisierter Mittelständler mit starker Tendenz zur 
Globalisierung. Auf Deutsch: es arbeiten massenhaft Auswärtige und auch 
Ausländer in dem Konzern. Die sind insgesamt recht stabil und der 
Medizintechnik geht es wohl recht gut.

Es gibt noch einen anderen Hauptstandort in Oberkochen in 
Badenwürttenberg, der auch stark ausgebaut wurde und woes auch Stellen 
gibt, allerdings muss man sich dort im Klaren sein, daß man in die 
absolute Tristesse kommt. Im Prinzip handelt es sich um einen größeren 
Industriekomplex mit vorgelagerter Ortschaft. 70% der Mitarbeiter sind 
Nichtschwaben, in Jena sind es 60%. Jena ist eine Weltstadt, Oberkochen 
hingegen ist das death valley der Ostalb.

Autor: Cyborg (Gast)
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90% Versprechungen und 10% Wahrheit. Lass den Arbeitsmarkt, Arbeitsmarkt
sein. Deine Lobby ist hier weder sinnvoll noch erwünscht.

Autor: Insider (Gast)
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Aha! Ausgerechnet der "Cyborg", der Forum mit der größtmöglichen Menge 
an unqualifizierten Beiträgen auffällt, meldet sich zu Wort und stellt 
sich als selbsternannter Beurteiler von Wahrheit und Dichtung dar. Soso!

Halten wir doch mal fest, daß es die Stellen gibt und sich jeder selber 
ein Bild machen kann, wenn er sich bewirbt und ob ihm der Standort 
gefällt. Meine Einschätzung beiseitelassend, sind die Fakten der beiden 
Städte bekannt!

Autor: Klaus Maus (Gast)
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Insider schrieb:
> Jena ist eine Weltstadt,
Welches Jena soll das sein?

> Oberkochen hingegen ist das death valley der Ostalb.
Alb = Sibirien. Dort befinden sich Strafkolonien.

Autor: B29 (Gast)
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Klaus Maus schrieb:
> Alb = Sibirien. Dort befinden sich Strafkolonien.

Ja und mindestens ein Geisterfahrer / Woche auf der B29.

Autor: Cyborg (Gast)
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Insider schrieb:
> Halten wir doch mal fest, daß es die Stellen gibt und sich jeder selber
> ein Bild machen kann, wenn er sich bewirbt und ob ihm der Standort
> gefällt. Meine Einschätzung beiseitelassend, sind die Fakten der beiden
> Städte bekannt!

Es gibt keine Stellen, sondern nur Ausschreibungen, die Stellen sein
KÖNNEN, aber nicht müssen. Manche Firmen sondieren auch nur den Markt
und stellen dann doch nicht ein, sofern sie das überhaupt vor hatten.
Da hab ich von einigen Betrieben schon verbindliche Auskünfte bekommen. 
Andere antworten nicht mal auf eine Bewerbung und diese Unsitte macht
immer mehr Schule.

Insider schrieb:
> Aha! Ausgerechnet der "Cyborg", der Forum mit der größtmöglichen Menge
> an unqualifizierten Beiträgen auffällt, meldet sich zu Wort und stellt
> sich als selbsternannter Beurteiler von Wahrheit und Dichtung dar. Soso!

Wenn du meinst, meine Beiträge wären unqualifiziert, hast du ja die
Gelegenheit den Sachverhalt beweiskräftig zu widerlegen. Die Moderation
sieht das wohl etwas anders und löscht meine Beiträge äußerst selten.
Also werde mal nicht zu "persönlich" wenn nicht deine Beiträge
dieses Schicksal erleiden soll. Übrings hab ich nie behauptet ein
geistiger Überflieger zu sein. Ich bringe hier lediglich meine 
Lebenserfahrung ein und die ist so schlecht nicht.

Autor: A. K. (prx)
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Klaus Maus schrieb:
>> Oberkochen hingegen ist das death valley der Ostalb.
> Alb = Sibirien. Dort befinden sich Strafkolonien.

Kommt halt drauf an, was man unter "Leben" versteht. Sich in der 
Grossstadt für eine lärmige Mietwohnung dumm und dusselig zahlen, oder 
in "Sibirien" Karotten aus dem eigenen Garten zupfen. Oder irgendwas 
dazwischen. Jeder hat da so seine eigenen Präferenzen.

Beitrag #5014300 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: As-I-Roved-Out (Gast)
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Ich bin mir nicht im Klaren weshalb man sich mit derartig seichtem 
Wissen "Insider" nennt.

Nun mal ein paar Infos dazu, die etwas näher am Thema sind:
- Zeiss bekommt durch die Hochschulen in Jena auf ihre Bedürfnisse 
zugeschnitte Absolventen. Die decken nicht ihren Personalbedarf weil die 
Arbeitsbedingungen in der Region eben nicht den Erwartungen entsprechen.

- Zeiss stellt kaum direkt ein. Bewirbt man sich bei Zeiss AG kommt es 
nicht selten vor, dass einige Tage später 1-2 Recruiter von 
Dienstleistern Kontakt aufnehmen und auf merkwürdig ähnlich lautende 
Stellen anwerben wollen - Ein Schelm wer Böses dabei denkt.

- Wie in allen anderen Branchen und Regionen auch, geht Zeiss immer mehr 
zu Dienstleistern als sog. Entwicklungspartnern. Was das bedeutet ist in 
genug anderen Threads erläutert.

- Die Inhalte der Stellenanzeigen entsprechen nicht, welch Wunder, der 
Realität

@ prx - Der Post ist so gehaltvoll wie sinnbefreit :-) Könnte vielleicht 
so oder so .... warum denkt denn keine an die Kinder? (Simpsons)

Autor: Lutz H. (luhe)
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Autor: Ordner (Gast)
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Lutz H. schrieb:
> In Jena insgesamt 63 Stellen
> 
https://www.zeiss.de/corporate/karriere/stellenang...


Na da schreibt jetzt jeder Ost-Studi von Humbold-Uni Berlin bis FH 
Zittau eine Bewerbung und jeder Ing in jeder Ost-Klischee. Und sicher 
ist da einer dabei der um seine Chance unter den Massen zu erhöhen als 
Gehaltswumsch 39k€ angibt und das mit Heimatverbundenheit begründet. Der 
kriegt dann den Job.

Beitrag #5014487 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Cyborg (Gast)
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Alter Meister schrieb im Beitrag #5014487:
> Jähna ist eine Stadt in Thüringen, die nach dem Fliegerkosmonauten
> Siegmund Jähn benannt wurde.

Das Bundesland stimmt, wenn du Jena meinst, denn Jähna kennt Google
nicht und Google kennt die ganze Welt, aber das wars dann auch schon
mit der Wahrheit.
Jena wurde nach Wikipedia 1558 gegründet und damals gabs weder 
Flugzeuge, noch Kosmonauten. Von einer möglichen Namensumbennung steht 
da nichts.
Das war damals noch nicht mal sowjetisches Hoheitsgebiet, dass kam
sehr viel später. Netter Versuch, aber nur ne Ente. Quak, Quak...
https://de.wikipedia.org/wiki/Jena

Beitrag #5014558 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Ordner (Gast)
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Cyborg schrieb:
> Alter Meister schrieb:
>> Jähna ist eine Stadt in Thüringen, die nach dem Fliegerkosmonauten
>> Siegmund Jähn benannt wurde.
>
> Das Bundesland stimmt, wenn du Jena meinst, denn Jähna kennt Google
> nicht und Google kennt die ganze Welt, aber das wars dann auch schon
> mit der Wahrheit.

Nu klar gips Jähna und dä guhgl gännst och:
http://www.v-like-vintage.com/photo/9125/jaehna-ba...


Und wer weiß ob der Osten nicht seine Lust am umbenennen der Städte nach 
verdienten Helden des Sozialismus wiederentdeckt:

-Stalinstadt
-Karl-Marx-Stadt
-Wilhelm-Pieck-Stadt
-Dorf der Jugend

Autor: Adapter (Gast)
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Klaus Maus schrieb:
> Insider schrieb:
>
>> Oberkochen hingegen ist das death valley der Ostalb.
> Alb = Sibirien. Dort befinden sich Strafkolonien.

JA! Die Alb ist der grausamste Platz der Welt, dagegen ist die Antarktis 
so etwas wie eine Südseeinsel mit kristallklarem Wasser und 
Palmenstrand. Aber so schlimm ist das Arbeiten da nun auch wieder nicht, 
immerhin darf man einmal im Monat von der Kugel.

Also bleibt Alle weg!

Oder wie man in Seattle zu sagen pflegt: "We keep telling everybody that 
it rains 24/7/52 to keep the Californians out!" Würden also die ganzen 
arbeitslosen Berliner hier einfallen, würde das die Löhne drücken...

;-)

Autor: B29 (Gast)
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Adapter schrieb:
> Oder wie man in Seattle zu sagen pflegt: "We keep telling everybody that
> it rains 24/7/52 to keep the Californians out!" Würden also die ganzen
> arbeitslosen Berliner hier einfallen, würde das die Löhne drücken...
>
> ;-)


Noch mehr Stress auf der B29?

ne lass ma.

Da zerlegen sich schon genug bescheuert Überholende :D

Beitrag #5014677 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5014737 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Reinhard Salzgeber (rs1972)
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Adapter schrieb:
> JA! Die Alb ist der grausamste Platz der Welt, dagegen ist die Antarktis
> so etwas wie eine Südseeinsel mit kristallklarem Wasser und
> Palmenstrand.

Schon klar. Schon klar. Lauter Albexperten. Mal zurück zu den Jobs:

Was spricht denn gegen Jena? Liegt doch recht zentral und hat 100.000 
Einwohner. Vergleichbar mit Erlangen?

Autor: Zeno (Gast)
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@TO
Du redest dummes Zeug bzw. Halbwahrheiten.

Der Hauptstandort (Firmensitz) von Zeiss ist in Oberkochen. Jena ist 
heute nur noch ein Standort wie auch Göttingen, Wetzlar etc.

Gegründet wurde Zeiss in Jena. Am Ende des 2. Weltkrieges wurden, kurz 
vor Übergabe des amerikanisch  besetzten Jena an die damalige 
Sowjetunion, durch amerikanische Besatzungsmacht das Knowhow (also, 
technische Unterlagen, Spezialmaschinen etc.) und auch Fachkräfte nach 
Oberkochen verbracht, wo dann Zeiss neu aufgebaut wurde. Allerdings 
wurde auch in Jena das Zeisswerk wieder aufgebaut und so gab es bis zur 
Wende 2x Zeiss - einmal in der BRD und eimal in der DDR. Beide waren 
erbitterte Konkurrenten und haben auch einige Prozesse gegen einander 
geführt.

Nach der Wende wurde Zeiss in Jena erst mal geschrumpft von 27000 
Beschäftigten (Standort Jena) auf ca. 7000. Die wurden dann aufgeteilt 
jeweils 3500 in die neugegründete Jenoptik und 3500 in die Carl Zeiss 
Jena GmbH, wobei die Anteilseigner von Letzterer Carl Zeiss in 
Oberkochen und Jenoptik waren.
Die Anteile von Jenoptik wurden Anfang der 90'ziger (Jahr kann ich jetzt 
nicht ganz genau sagen) von Zeiss Oberkochen übernommen.
Zwischenzeitlich ist Jena komplett in Zeiss Oberkochen integriert und 
die Mitarbeiterzahl noch weiter geschrumpft.

Zeiss ist immer noch sehr innovativ und auch kein Mittelständler. Zeiss 
hat derzeit weltweit ca. 25000 Mitarbeiter und generiert einen 
Jahresumsatz von ca. 4,9Milliarden Euro (kannste hier 
https://www.zeiss.de/corporate/ueber-zeiss/zeiss-p... 
nachlesen). Deine Einschätzung von Zeiss ist ja so was von daneben, daß 
sich einem die Fussnägel rollen. Von den Internas bei Zeiss hast Du 
wirklich keine Ahnung - Du beweist dies auch gleich in Deinem 
Eröffnungspost.

@As-I-Roved-Out
Auch Du kennst Dich nicht wirklich aus und solltest lieber den Ball 
etwas flacher halten.

Insgesamt gleitet der Thread schon wieder in ein bedenkliches Niveau ab.

@rs1972
Erlangen ist übrigens Partnerstadt von Jena.

Autor: Zeno (Gast)
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@TO
Da Lesen bildet solltest Du mal hier 
https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Zeiss_(Unternehmen) nachlesen. Dort 
ist die Entstehung und der Werdegang von Zeiss sehr genau beschrieben.

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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Ordner schrieb:
> Lutz H. schrieb:
>> In Jena insgesamt 63 Stellen
>>
> 
https://www.zeiss.de/corporate/karriere/stellenang...
>
> Na da schreibt jetzt jeder Ost-Studi von Humbold-Uni Berlin bis FH
> Zittau eine Bewerbung und jeder Ing in jeder Ost-Klischee. Und sicher
> ist da einer dabei der um seine Chance unter den Massen zu erhöhen als
> Gehaltswumsch 39k€ angibt und das mit Heimatverbundenheit begründet. Der
> kriegt dann den Job.

Jau!
Da wird dann der mit der Blasmusi aus  Böhmen begrüßt (Vom 
Ghetto-blaster Versteht sich!).

Im Ernst:
Ich denk mir die Stellen sind auch bei der Agentur für A., gemeldet.
Damit die Vorrangprüfung für "Nicht"-EU-Bürger zügig erledigt werden 
kann.

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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Reinhard S. schrieb:
> Was spricht denn gegen Jena? Liegt doch recht zentral und hat 100.000
> Einwohner. Vergleichbar mit Erlangen?

Der Vergleicht  ist genauso treffend wie ein Vergleich von einem 
Holzbein mit einer computergesteuerten Beinprothese.

Autor: Lutz H. (luhe)
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Reinhard S. schrieb:
> Was spricht denn gegen Jena? Liegt doch recht zentral und hat 100.000
> Einwohner. Vergleichbar mit Erlangen?

Jena liegt in Ostdeutschland und  Ostdeutschland war das Schimpfwort 
ähnlich   Ostzone.

Autor: Adapter (Gast)
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Reinhard S. schrieb:
> Adapter schrieb:
>> JA! Die Alb ist der grausamste Platz der Welt, dagegen ist die Antarktis
>> so etwas wie eine Südseeinsel mit kristallklarem Wasser und
>> Palmenstrand.
>
> Schon klar. Schon klar. Lauter Albexperten.
>

Tja, hättest Du mein posting GANZ gelesen, würdest Du jetzt NICHT als 
"Sauertopf-der-einen-Smiley-nicht-sieht-wenn-er-ihm-ins-Gesicht-springt" 
dastehen... ;-)

Autor: Zeno (Gast)
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In meinem letzten Post funktioniert der Link nicht richtig. Mit diesem 
sollte es funktionieren:

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&sou...

Autor: Klaus Maus (Gast)
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Alb hat immer Scheisswetter während im Rest des Landes schon 1.5 Monate 
meteorologisch weiter im Kalender ist.
Dort kannst du noch im April mit Winterreifen rumjockeln, während man im 
Rest von BW schon mit kurzen Hosen rumrennt. Siehe neulich als dort 
wieder der Winter für ein paar Tage einbrach, da bin ich schon mit 
kurzen Hosen im Garten rumgerannt und hatte den ersten Sonnenbrand, da 
schaufeln sie auf der Alb noch Schnee. Das ist doch schon Grund genug 
dort keinen Fuss hinzusetzen. Dazu noch die bigotten 
Inzuchteinheimischen mit ihrem Kauderwelsch da vergehts einem komplett. 
Selbst wenn die gut zahlen würden würde ich dort nicht arbeiten wollen, 
aber sie zahlen ja nicht mal gut, deshalb herrscht dort auch 
Dauermangel.
Die Tochter vom Nachbar hat auch so nen Älbler, wenn da einmal im Jahr 
dessen Verwandtschaft hier auftaucht ziehts dir die Schuhe aus. Schon 
wie die rumrennen, so richtige Klischee-Bauern-Geiz-schwabenmässig, mit 
uralten Klamotten, altbacknen Frisuren (schneiden sie sich gegenseitig), 
Brillengestelle die noch vor 30 Jahren die Kasse zahlte, Rostlauben kurz 
nachm Krieg und als Geschenk gibts immer was ganz dollen Lattenjupp zum 
in  die Ecke nageln oder ne Papstkerze. Wer will in so ner Ecke wohnen 
wo sich solche Gestalten tummeln?

Wie geht der Spruch?
6 Monate Winter, 6 Monate kalt, das ist die Schwäbische Alb/Bayrischer 
Wald.

Autor: Zeno (Gast)
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Klaus Maus schrieb:
> aber sie zahlen ja nicht mal gut

Wo hast Du das her? Eben auch wieder Halbwissen.

Autor: Klaus Maus (Gast)
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Klaus Maus schrieb:
> Wie geht der Spruch?
> 6 Monate Winter, 6 Monate kalt, das ist die Schwäbische Alb/Bayrischer
> Wald.

Einen habe ich noch: Lepra, Cholera, von der Alb 'ra.

Autor: Dozent (Gast)
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Falls jemand in den Osten möchte: Leipzig soll eine schöne Stadt sein. 
Das ist zwar in Sachsen, aber die Sachsen sind auch ganz nett.
Und hier gleich eine passende Stelle, sogar auf dieser Plattform:
https://www.mikrocontroller.net/jobs/dozent-elektr...

Autor: Dipl.- Gott (hipot)
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Lutz H. schrieb:

> Jena liegt in Ostdeutschland

Jena liegt in der historischen Region Mitteldeutschland.

Autor: Berufsrevolutionär (Gast)
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Dipl.- G. schrieb:
> Lutz H. schrieb:
>
>> Jena liegt in Ostdeutschland
>
> Jena liegt in der historischen Region Mitteldeutschland.

Die heute politisch korrekt Ostdeutschland genannt wird. Nur für den in 
dessen Gedanken Deutschland noch in den Grenzen von 1937 liegt, für den 
liegt Jena in der Mitte Deutschlands. Und die historische Bezeichnung 
für diese Region ist Thüringen, nicht Deutschland. "Deutschland" als 
Begriff stammt aus dem 19./20 Jahrhundert, Jena ist älter.

Autor: genervt (Gast)
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Berufsrevolutionär schrieb:
> Die heute politisch korrekt Ostdeutschland genannt wird.

Ich warte ja noch auf die Namensänderung von Mecklenburg Vorpommern.... 
;)

Autor: Berufsrevolutionär (Gast)
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genervt schrieb:
> Berufsrevolutionär schrieb:
>> Die heute politisch korrekt Ostdeutschland genannt wird.
>
> Ich warte ja noch auf die Namensänderung von Mecklenburg Vorpommern....
> ;)

Hm, Vor-Pommern ist doch korrekt? Dann könnte man auch Brandenburg 
Vor-Polen nennen und BaWü Hinter-Frankreich. ;-)

Autor: genervt (Gast)
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Berufsrevolutionär schrieb:
> Hm, Vor-Pommern ist doch korrekt?

Ja, aber man könnte ja auf die Idee kommen und Pommern heim ins Reich zu 
holen. ;)

Autor: A. K. (prx)
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Dipl.- G. schrieb:
>> Jena liegt in Ostdeutschland
>
> Jena liegt in der historischen Region Mitteldeutschland.

Tja, die Welt ist kompliziert. Schon Obelix verstand nicht, wieso die 
Westgoten im Osten lebten, zumal sie später dann doch im Westen lebten 
aber schon Westgoten hiessen als sie noch im Osten lebten. Dass 
ausgerechnet die mitteldeutsche Region die Quelle des heutigen 
Hochdeutsch wurde macht es auch nicht einfacher. Aber vielleicht gehört 
Zeiss ja eines Tages dem Reich der Mitte, und das ist sowas von im 
Osten.

: Bearbeitet durch User
Autor: genervt (Gast)
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.... und alles ursprünglich in Pangaea lag...

Autor: genervt (Gast)
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Und übrigens noch ein Zuckerele für die ungebildeten Hinterwälder, die 
die Schwäbische Alb für Rückständig halten: Die sind dort schon lange 
kulturell Vorreiter:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/schwaebi...

;)

Autor: A. K. (prx)
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genervt schrieb:
> Die sind dort schon lange kulturell Vorreiter:

Das setzt aber voraus, dass sich dort seither etwas verändert habe. ;-)

: Bearbeitet durch User
Autor: genervt (Gast)
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A. K. schrieb:
> genervt schrieb:
>> Die sind dort schon lange kulturell Vorreiter:
>
> Das setzt aber voraus, dass sich seither etwas verändert habe. ;-)

Musst ja nicht immer alles kritisch hinterfragen! ;)

Autor: G. B. (georg2011)
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genervt schrieb:
> Und übrigens noch ein Zuckerele für die ungebildeten Hinterwälder, die
> die Schwäbische Alb für Rückständig halten: Die sind dort schon lange
> kulturell Vorreiter:

Die stolze Präsentation solche Funde zeigt doch nur, dass man sich dort 
nicht weiterentwickelt und Neues erfunden hat. Das meiste, was dort doch 
heute exisitert, ist von Ausländern reingeschleppt worden.:-)

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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> Das meiste, was dort doch
> heute exisitert, ist von Ausländern reingeschleppt worden.:-)

Eher haben die Einheimischen das woanders mitgehen lassen!

Autor: Jürgen S. (engineer) Benutzerseite
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Wer die Artefakte letztlich hergestellt hat, lässt sich heute wohl kaum 
noch feststellen oder einer heutigen Volksgruppe zuordnen.

Die Lebensbedingungen im damaligen Lonetal waren jedenfalls offenbar gut 
genug, dass sich dort immer wieder unterschiedliche Gruppen von Menschen 
aufgehalten haben. Die besagte Vogelherdhöhle ist auf einem Hügel 
gelegen und bot als Behausung mit einer Art vorgelagertem Überbau sicher 
einen optimalen Schutz gegen Nässe und Kälte für alle Vorbeiziehenden 
und ließ auch wegen der beiden Eingänge auch das Feuermachen zu. Ein 
Architekt hätte das kaum besser bauen können. Von daher ist das nur 
logisch, dass man dort allerhand Artefakte findet. Soweit mir von einem 
Vortrag bekannt, gibt es dort mehrere Schichten aus unterschiedlichen 
Zeiten in unterschiedlichen Tiefen. Lustigerweise wurden Teile erst nach 
nochmaligem Durchsuchen von schon zur Seite gefördertem Abraum entdeckt.

Die erwähnten Fundstücke sind im Übrigen im - später um die Höhle herum 
erbauten - "Archeopark Vogelherd" ausgestellt. Ist durchaus sehenswert. 
http://www.archaeopark-vogelherd.de/

Aus meiner Sicht noch interessantere Fundstücke findet man im Museum für 
Urgeschichte in Blaubeuren: Dort sind steinzeitliche Flöten aus Knochen 
ausgestellt, die wahrscheinlich noch älter sind und sogar Tonaufnahmen 
zu hören, die mit Nachbauten erzeugt wurden. Wenn man annimmt, dass die 
dem Original einigermaßen nahekommen, dann mussten die Steinzeitmusiker 
schon ein sehr feines und ausgeprägtes Gehör und Verständnis für 
Tonfolgen gehabt haben, denn die sind sehr melodisch abgestimmt und 
haben auch ein interessantes angenehmes Oberwellenspektrum. Leider kann 
Ich hier aus Copyright-Gründen nichts posten. Selber angucken ist 
angesagt. Ob ausgerechnet die jetzt direkte Vorläufer der heutigen 
Schwaben sind, muss aber bezweifelt werden. Seit Ich die Blaskapelle in 
Oberkochen mal "highway to hell" habe Spielen hören, muss Ich jegliches 
Talent bestreiten :-)

Kultur oder nicht: Die Alb mit all ihren Höhlen und unterschiedlichen 
Landschaften bot einfach auch gute Möglichkeiten, dass sich Artefakte 
und auch Fossilien erhalten konnten und man überhaupt etwas finden kann. 
Das ist ja eine Grundvoraussetzung und verfälscht oft das Bild das man 
von der Besiedlung einer Landschaft hat.

Andererseits braucht es auch Leute, die sich wissenschaftlich einbringen 
und die Fakten erst einmal offenlegen. In dem Zusammenhang muss erwähnt 
werden, dass sich neben Wissenschaftlern auch verschiedene Privatleute 
aus der Region verdient gemacht haben, indem sie solche Stätten und auch 
Museen einrichten oder auch Höhlen begehbar machen und instand halten. 
Da sind oft auch viele Ehrenamtliche am Werk, wie Ich feststellen 
durfte.

Besuchenswerte Beispiele aus der Region sind z.B. das Urmenschmuseum in 
Steinheim an der Murr, mit einer Nachbildung des fort gefundenen, 
weltbekannten Steinheimer Schädel, die Albhöhlen in Giengen und 
Laichingen sowie das Urweltmuseum Hauff in Holzmaden mit den 
Saurierfossilien. Gerade diese erfordern ja ganz besondere 
Gegebenheiten, das man heute noch etwas gut Erhaltenes findet.

Hier bei uns haben wir z.B. die Grube Messel und daher wissen wir, dass 
lange bevor es auf der Alb eine Kultur gab und aufgrund des Einschlag 
des Meteorits im Donau-Ries dort noch alles in Schutt und Asche lag, 
schon vor 50 Mio Jahren von den Ureinwohnern in Hessen eine erfolgreiche 
Pferdezucht betrieben wurde:

https://de.wikipedia.org/wiki/Propalaeotherium

Autor: Jürgen S. (engineer) Benutzerseite
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Insider schrieb:
> Die Carl Zeiss AG macht den Standort Göttingen teilweise platt. Genauer:
> Die business unit Medizin, die dort ansässig sind, wird reduziert und
> umgezogen

Quelle?

Autor: Schiller72 (Gast)
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>> Quelle?

u.a. hier: "Die in Göttingen verbleibenden etwa 270 Mitarbeiter werden 
nicht mehr dem Geschäftsbereich Mikroskopie angehören, sondern reine 
Produktionsaufgaben in der Carl Zeiss CMP GmbH, dem zentralen ZEISS 
Fertigungsnetzwerk für den Gesamtkonzern, wahrnehmen. Der 
Entwicklungsbereich wird verschwinden. Zeiss prüft derzeit auch, ob das 
alte Werk in der Königsallee zugunsten eines neuen, kleineren Standorts 
aufgegeben wird."
[http://www.goettinger-tageblatt.de/Welt/Wirtschaft...]

BTW: Was in den obigen Posts noch nicht erwähnt wurde ... Jena ist nicht 
"nur" Sitz der Carl Zeiss Jena GmbH und der Jenoptic AG sondern auch 
Stammsitz der Carl Zeiss Meditec AG 
[https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Zeiss_Meditec]

Autor: G. B. (georg2011)
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Wenn du schon zitierst, musst Du schon genau sein:

Der Artikel sagt:

**********************************************************************
Etwa 300 der aktuell rund 570 Stellen im Zeiss-Werk Göttingen sollen bis 
zum Geschäftsjahr 2020/2021 verlagert werden.
**********************************************************************

Das heisst gerechnet ab heute sind das über 3 Jahre. Da durchschnittlich 
ohnehin 3% der Mitarbeiter aus Altersgründen gehen und nochmal weiter 3% 
sich durch einen Wechsel verbessern, brauchen die einfach bis dahin 
keinen mehr einzustellen und sparen schon mal 25% der Leute ein. Das 
sind schon mal 150. Müssen also nur 150 mitgehen oder was anderes 
finden.

Gehen wir weiter davon aus, dass Konzerne gerne die unproduktiven Teile 
reduzieren, werden auch am neuen Standort einfach keine weiteren 
einstellen, um zu schrumpfen.

Von daher sehe Ich da erst einmal keine neue Stellen!

Autor: G. B. (georg2011)
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Schiller72 schrieb:

> BTW: Was in den obigen Posts noch nicht erwähnt wurde ... Jena ist nicht
> "nur" Sitz der Carl Zeiss Jena GmbH und der Jenoptic AG sondern auch
> Stammsitz der Carl Zeiss Meditec AG

Gehören die eigentlich alle zum selben Konzern? Die haben doch nur den 
Namen gemeinsam, soweit mir bekannt und sind bilanztechnisch total 
getrennt und haben nichts miteinander zu tun. Was Ich im Netz so lese 
gibt es in Jena und Oberkochen an die 10 verschiedenen Firmen mit Namen 
Zeiss.

Die scheinen ähnlich zerstückelt, wie die EADS / Airbus DS. Von denen 
gibt es hier in Ulm auch 3 verschiedene.

Autor: Schiller72 (Gast)
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>> Der Artikel sagt:
>> **********************************************************************
>> Etwa 300 der aktuell rund 570 Stellen im Zeiss-Werk Göttingen sollen bis
>> zum Geschäftsjahr 2020/2021 verlagert werden.
>> **********************************************************************

Ja er sagt aber auch, dass das Zeisswerk Göttingen nur noch 
Fertigungsaufgaben innerhalb der Carl Zeiss CMP GmbH wahrnehmen soll.
Das bedeutet auch, dass es keine F&E mehr am Standort Göttingen geben 
wird. Dies ist nicht zuletzt deshalb etwas "makaber" weil in Göttingen 
die Mikroskopie entscheidend geprägt wurde (Rudolf Winkels 
feinmechanische Werkstatt ... 
https://www.zeiss.de/corporate/geschichte/standort...)

>> Gehören die eigentlich alle zum selben Konzern? Die haben doch nur den
>> Namen gemeinsam, soweit mir bekannt und sind bilanztechnisch total
>> getrennt und haben nichts miteinander zu tun. Was Ich im Netz so lese
>> gibt es in Jena und Oberkochen an die 10 verschiedenen Firmen mit Namen
>> Zeiss.

Ja die Strukturen sind "verzwickt", sicher nicht zuletzt deswegen, weil 
der Gründer das Unternehmen als Stiftung manifestierte, um es vor 
Zerschlagungen zu schützen.
Ich hatte die Carl Zeiss Meditec AG deshalb erwähnt, weil in einem 
oberen Beitrag geschrieben wurde in Jena säßen "nur" die Carl Zeiss Jena 
GmbH und die JenOptik AG. Die Carl Zeiss Meditec AG ist am TecDax 
notiert und global aktiv und hat eben ihren Stammsitz in Jena (mit ~400 
Mitarbeitern in Jena) und nicht in Oberkochen 
(https://www.zeiss.de/meditec-ag/ueber-uns/zahlen-fakten.html). 
Wenngleich über allem die Carl Zeiss AG bzw. Stiftung "schwebt", deren 
Hauptsitz wiederum in Oberkochen liegt.

Autor: Reinhard Salzgeber (rs1972)
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Wenn Ich mir das alles so durchlese, frage Ich mich, warum man den 
Standort denn reduziert, wenn dort die Entwicklungskompetanz lag und 
liegt?

Schiller, du scheinst hier am meisten Wissen zu haben. Wo würdest Du die 
Zukunfst sehen?

Beitrag #5023100 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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"Neue Stellen im Raum Thüringen und der Alb"

Wer vor nix Angst hat geht da hin!

Autor: Schiller72 (Gast)
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>> ... warum man den Standort denn reduziert, wenn dort die Entwicklungskompetanz 
lag und liegt?

Naja die Blütezeit der Innovation in Göttingen lag wohl in den 50'er und 
60'er Jahren.
http://www.bononiaemicroscope.com/en/the-microscop...
https://www.zeiss.de/corporate/geschichte/standort...

Ich vermute mal mit der Globalisierung ab den 1990'er Jahren wurde es 
auf dem Mikroskopiemarkt schwerer, inbesondere kam zunehmende Konkurrenz 
aus Asien. Aber warum man sich deswegen entschlossen hat die gesamte F&E 
am Standort aufzulösen / umzusetzen (auch wenn diese am Standort GÖ 
nicht mehr all zu personalbesetzt war) weiß ich leider auch nicht.

>> ... Wo würdest Du die Zukunfst sehen?
Das ist eine schwere Frage, eine Glaskugel hat leider keiner, ich auch 
nicht. Generell gilt aber meiner Meinung nach, man soll versuchen das zu 
machen, was man gut kann und worin man gut ist (besser als andere), dann 
bestehen auch in Bereichen mit weniger Stellenvakanzen Möglichkeiten.

Als Nächstes wäre zu nennen, dass es ein gewisses mehr oder weniger 
universelles Fachwissen gibt, beispielsweise Regelungstechnik, 
Kybernetik, Modellierung / Simulation. Ist man aktuell als 
Regelungstechniker mit der Optimierung von Verbrennungsprozessen im 
Ottomotor beschäftigt und irgendwann gibt es weniger Bedarf für diese 
Berufsgruppe würde ich es als nicht so schwierig ansehen, andere 
Prozesse zu optimieren und andere Regelungsaufgaben zu lösen. Auch ein 
Elektromotor wird geregelt, Fahrwerke, Antriebe generell u.v.a.m.
Auch dem Embedded-Programmierer kann es eigentlich egal sein, ob er nun 
Algorithmen für ein Motorsteuergerät 
entwickelt/implementiert/programmiert oder Algorithmen aus dem Bereich 
der Medizintechnik in ein tragbares Diagnosegerät etc. Der Kern und die 
ingenieurtechnischen Grundlagen sind universell, auch wenn die 
Anwendungen unterschiedlich sind.

Ansonsten wird die Zukunft vieler Ingenieurarbeitsplätze in Deutschland 
und Europa wohl davon abhängen, wie sich der ganze Automotive-Sektor 
entwickelt oder "halten" lässt. Aber von dieser Frage hängt wohl die 
generelle Zukunft Europas ab.

Eine alte Weißheit gibt es noch (da wir ja beim Thema Zeiss waren) ... 
Ist ein Mensch erkrankt wird er immer und unter allen Umständen 
versuchen wieder gesund zu werden und dazu wird er alle ihm verfügbaren 
auch finanziellen Mittel ausschöpfen (und dabei andere Konsumgüter (Auto 
etc.) weit zurückstellen). Daher ist der ganze Bereich Medizintechnik 
sicher nicht verkehrt als Zukunftsoption, womit wir z.B. bei der Carl 
Zeiss Meditec AG wären, welche u.a. Geräte für die Ophthalmologie und 
Mikrochirurgie entwickelt und herstellt. Es gibt bundesweit aber auch 
eine ganze Reihe weiterer Firmen auf dem Gebiet.

Autor: ich (Gast)
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Cha-woma M. schrieb:
> "Neue Stellen im Raum Thüringen und der Alb"
>
> Wer vor nix Angst hat geht da hin!

Oder er kommt ursprünglich aus der Gegend und möchte gerne wieder in 
seiner alten Heimat arbeiten, anstatt in Stuttgart, München, ....

Autor: Robert K. (Firma: Medizingeräte) (robident)
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Schiller72 schrieb:
> Es gibt bundesweit aber auch
> eine ganze Reihe weiterer Firmen auf dem Gebiet.

In der Tat, in der Medizin ist Deutschland gut dabei.

Allerdings kann Ich dem Argument nicht ganz folgen, daß Menschen alles 
daran setzen, wieder gesund zu werden und die Branche deshalb blüht und 
es somit Chancen in Deutschland gibt. Nun mag das stimmen, aber das 
könnte auch bedeuten, dass man ausländische Medizingeräte kauft, zumal 
die oft billiger sind. Einzig die Ärzteschaft verdient an dem Boom: In 
Freiburg macht die Klink rund 1Mio Gewinn im Jahr mit Gästen aus dem 
Ausland, die sich hier privat behandeln lassen.

Man muss aber sagen, dass in den letzten 10 Jahren sehr viele Firmen 
versucht haben, auf den MED-Zug aufzuspringen und dort Knowhow aufgebaut 
haben und dies auch in Deutschland. Einige haben es aber auch deshalb 
getant, weil sie mit ihren bisherigen Produkten auf dem absteigenden Ast 
waren!  Der Marktdruck ist insgesamt enorm und wer da nicht eine 
Kernkompetenz hat, weil er irgendwas kann, was die anderen nicht können, 
wird da schnell abgehängt und unterliegt dem allgemeinen Preisverfall.

Nehmen wir radiologische Therapiegeräte (Betrahlung) und 
Diagnostikgeräte (MRT, DVT). Da tummeln sich heute fast doppelt so viele 
Anbieter, wie noch vor 10 Jahren, weil da teilweise abstruse Summen zu 
verdienen waren. Wer da nur nachbaut, zahlt schnell den Preis: Manche 
sind auch schon wieder abgetaucht und ausgestiegen!

Man muss sich auch genau überlegen, WAS man dort an Stellen hat:

Die MED ist die Branche mit der stärksten Regulierung, d.h. dort gibt es 
sehr viele Stellen für Dokumentation, Qualität, Management, 
Kundenschulung rund um die eigentlichen Bereiche Konstruktion, 
Entwicklung und Fertigung, wo Ingenieure eigentlich arbeiten. Diese 
Stellen werden aber sehr gerne mit Nichtingenieuren oder 
Pseudoingenieuren besetzt.

D.h. für Entwickler wie uns, gibt es da nicht unbedingt mehr Stellen pro 
Firma, sondern es gibt auch viele Stellen für Informations- und 
Datenverwalter, wie Ich sie immer nenne. Ich bin inzwischen auch so 
einer - verdiene auch recht gut. Es ist aber auch ein Bereich der 
Ingenieurbackround erfordert.

: Bearbeitet durch User
Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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ich schrieb:
> Cha-woma M. schrieb:
>> "Neue Stellen im Raum Thüringen und der Alb"
>>
>> Wer vor nix Angst hat geht da hin!
>
> Oder er kommt ursprünglich aus der Gegend und möchte gerne wieder in
> seiner alten Heimat arbeiten, anstatt in Stuttgart, München, ....


Da wo ich herkomme reden sie auch so.
(Vorallem das politische Regionalmarketing)
Nur kommt keiner zurück!
Warum?
Weil die alle die Firmen dort kennen. Und weil sie die "kennen", ned 
zurück wollen.

Autor: genervt (Gast)
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Robert Kuhn M. schrieb:
> Allerdings kann Ich dem Argument nicht ganz folgen, daß Menschen alles
> daran setzen, wieder gesund zu werden und die Branche deshalb blüht und
> es somit Chancen in Deutschland gibt.

Sowas, nur kriegt man von dem "blühen" nicht viel mit weil Gehälter für 
Entwickler in der Medizintechnik eher bescheiden sind.

Autor: Abradolf Lincler (Firma: Ricksy Business) (abradolf_lincler) Benutzerseite
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genervt schrieb:
> weil Gehälter für
> Entwickler in der Medizintechnik eher bescheiden sind.

Also ich kann mich nicht beschweren.

Autor: Robert K. (Firma: Medizingeräte) (robident)
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genervt schrieb:
> Robert Kuhn M. schrieb:
>> Allerdings kann Ich dem Argument nicht ganz folgen, daß Menschen alles
>> daran setzen, wieder gesund zu werden und die Branche deshalb blüht und
>> es somit Chancen in Deutschland gibt.
>
> Sowas, nur kriegt man von dem "blühen" nicht viel mit weil Gehälter für
> Entwickler in der Medizintechnik eher bescheiden sind.

Ja und Nein: Ich hatte das so gemeint, daß sein Argument, daß Viele ihr 
letztes Hemd in die Gesundheit stecken und damit dies die 
Zukunftsbranche ist, zwar stimmt, man daraus aber nicht schlussfolgern 
darf, dass es deutsche Medizingeräte sein müssen.

Demzufolge ist die Medizintechnik sogar noch etwas weniger eine 
Zukunftsbranche, als die Autobranche, denn da setzen viele auf deutsche 
Autos, weil es deutsche sind.

Daher meine Darstellung, dass es in der Medizintechnik nicht etwa mehr 
Jobs geben wird. Ungeachtet dessen, sind die Jobs dort gut bezahlt, 
wegen der höheren Ansprüche an Sicherheit und auch Risiko. Entwickler in 
der Medizintechnik sind wenige, gute.

Wo Ich Potenzial sehe, is im Vermarkten und der Qualität: Dort gibt es 
künftig wahrscheinens noch mehr Stellen für Betriebswirtschaftler, 
Projektleiter und Dokumentierer.  Also nicht zwangsläufig Ingenieure.

Autor: genervt (Gast)
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Robert K. schrieb:
> Daher meine Darstellung, dass es in der Medizintechnik nicht etwa mehr
> Jobs geben wird. Ungeachtet dessen, sind die Jobs dort gut bezahlt,
> wegen der höheren Ansprüche an Sicherheit und auch Risiko. Entwickler in
> der Medizintechnik sind wenige, gute.

Das ist Quatsch, in der Medizintechnik werden Ings eher schlecht 
bezahlt, siehe Seite 14:

http://www.stepstone.de/gehaltsreport/pdf/StepSton...

Eine der Ausnahmen dürfte Siemens sein, aber bei den meisten 
Mittelständlern sieht es richtig bescheiden aus!

Und dafür hat man eine Spezialisierung, die u.a. darauf abzielt, dass 
man allen Sch.... dokumentiert ect...

Was macht man mit einem Medizintechniker, wenn er die Branche wechseln 
will/muss?

Autor: Berufsrevolutionär (Gast)
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Robert K. schrieb:
> genervt schrieb:
>> Robert Kuhn M. schrieb:

> Demzufolge ist die Medizintechnik sogar noch etwas weniger eine
> Zukunftsbranche, als die Autobranche, denn da setzen viele auf deutsche
> Autos, weil es deutsche sind.

Bei Medizingeräten sind die lokalen Unterschiede und (Körper-) 
Massanfertigung aber stärker ausgeprägt als im Automobilbereich. Die CRT 
für den US-Markt müssen mehr Masse tragen und um die Speckschwarte eines 
Amerikaners zu durchstrahlen ohne Röntgendosismäßig in den roten Bereich 
zu geraten ist auch tricky. Bei den Israelis muss es ne Sabbatschaltung 
geben, die Optikergeräte müßen auf asiatische Schlitzaugen angepasst 
werden, bei den Zeugen Jehovas darf kein Transusionsblut verwendet 
werden etc. ..

Dazu kommt die regelmäßige Wartung/Service etc, da kann man so ein 
Medizingerät wie schon einen Zahnarztstuhl mal nicht einfach in einen 
Karton stecken und ins werk nach China schicken.

Also  Medizingeräten made in germany haben m.E. noch eine große Zukunft 
(in Deutschland). Da stellt sich keiner einen billigen Operationsrobotor 
made in China in Herztransplantationszentrum, die Kalkulation ist bei 
Medizingeräten eine andere.

Autor: Berufsrevolutionär (Gast)
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genervt schrieb:

> Das ist Quatsch, in der Medizintechnik werden Ings eher schlecht
> bezahlt, siehe Seite 14:
>
> http://www.stepstone.de/gehaltsreport/pdf/StepSton...

Naja 93% vom Gehalt der Top-branche würde ich nun nicht gerade als 
schlecht bezeichnen.

> Eine der Ausnahmen dürfte Siemens sein, aber bei den meisten
> Mittelständlern sieht es richtig bescheiden aus!

Kommt auf das Tätigkeitsfeld an, Papierkram ist weniger gut bezahlt als 
Entwicklung.

> Und dafür hat man eine Spezialisierung, die u.a. darauf abzielt, dass
> man allen Sch.... dokumentiert ect...
> Was macht man mit einem Medizintechniker, wenn er die Branche wechseln
> will/muss?

Das ist war, allerdings ist nicht jeder der in der Medizintechnik 
arbeitet ein ausgebildeter Medizintechniker. Gerade in der Entwicklung 
hats fast ausschließlich Informatiker/ET-Ings/Maschienenbauer und die 
können leicht im Embeddedgeschäft umherwechseln.

Autor: Jo S. (joo)
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genervt schrieb:
> Das ist Quatsch, in der Medizintechnik werden Ings eher schlecht
> bezahlt, siehe Seite 14:
>
> http://www.stepstone.de/gehaltsreport/pdf/StepSton...

StepStone gehört zum Axel-Springer-Verlag (Welt, Bild, ...)

Meinungsmacher des Großkapitals

Die Gehaltsangaben könnten ebenso von BDI/BDA oder VDI/VDE kommen.

So eine "Studie" macht man in einer Stunde, einschließlich 
Datenerhebung.

;)

Autor: genervt (Gast)
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Jo S. schrieb:
> StepStone gehört zum Axel-Springer-Verlag (Welt, Bild, ...)
>
> Meinungsmacher des Großkapitals
>
> Die Gehaltsangaben könnten ebenso von BDI/BDA oder VDI/VDE kommen.
>
> So eine "Studie" macht man in einer Stunde, einschließlich
> Datenerhebung.

Du kannst auch gerne nach anderen Daten googeln, wirst aber nix finden, 
was auf bessere Zahlen hindeutet.

Die Medizintechnikbranche zahlt nicht gut, das ist (eigentlich) bekannt.

Autor: Healthineer (Gast)
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Das ist leider wahr. In der Medizintechnik gibt es nichts mehr zu 
verdienen. Die Kassen sind leer!

Beitrag "Re: Medizintechnik - die Fakten der Firma Siemens"

Autor: Cyblord ---- (cyblord)
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Berufsrevolutionär schrieb:
> Robert K. schrieb:
>> genervt schrieb:
>>> Robert Kuhn M. schrieb:
>
>> Demzufolge ist die Medizintechnik sogar noch etwas weniger eine
>> Zukunftsbranche, als die Autobranche, denn da setzen viele auf deutsche
>> Autos, weil es deutsche sind.
>
> Bei Medizingeräten sind die lokalen Unterschiede und (Körper-)
> Massanfertigung aber stärker ausgeprägt als im Automobilbereich. Die CRT
> für den US-Markt

Könntest du mal ausführen was ein "CRT" im Medizinbereich sein soll?

Autor: G. B. (georg2011)
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genervt schrieb:
> Das ist Quatsch, in der Medizintechnik werden Ings eher schlecht
> bezahlt,
Stepstone ist eine seriöse Quelle.

> Eine der Ausnahmen dürfte Siemens sein, aber bei den meisten
> Mittelständlern sieht es richtig bescheiden aus!
Das sehen viele anders und gehen von Siemens weg zu GE, Baxter und 
Philips.

> Was macht man mit einem Medizintechniker, wenn er die Branche wechseln
> will/muss?
Die Medizintechnik unterscheidet sich grundsätzlich nur in 2 Punkten von 
anderen Branchen:

1) sepzifische Regeln für die Zulassung und erhöhte 
Dokumentationsanforderungen

2) Gefahrenmoment, im Fall von Verstössen gerichtlich belangt werden zu 
können

Punkt 1 qualifiziert zu 50% für die Militärtechnik und zu 30% für die 
Autotechnik, weil es das dort auch gibt, nur anders heisst

Punkt 2 fällt bei den meisten anderen Branchen weg.

Ansonsten ist ein Medizintechnik nur ein Techniker, der misst, Daten 
aufnimmt, sie speichert und verarbeitet:

Beitrag "Suche nach Kurven in Datenmenge"

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