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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Hilfe bei Fehlermeldung LTSpice


Autor: Bernd Stromberg (Gast)
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Hallo Community,

bei meiner Simulation bekomme ich die Fehlermeldung, so wie sie im 
Anhang steht. Ziel ist es über den Parameter IC es mit verschiedenen 
Startwerten für die Spannung zu testen. Wenn ich es nur für IC=10.5k 
oder IC=5.1k simuliere, dann funktioniert es. Die anderen beiden 
Spannungen funktionieren nur mit kleineren Änderungen. Zum Beispiel für 
2.1k gehen 2.09k und für 1.2k funktionieren 1.21k. Aber das auch nur 
unter bestimmten Umständen. Ich finde den angegebenen node nicht. Habt 
ihr vllt eine Idee?

Wegen Urheberrechten an der einen Lib kann ich euch leider nicht den 
richtigen Schaltplan zur Verfügung stellen, deswegen nur als Screen.

Ich werde es heute nochmal auf einen potenteren Rechner probieren.

danke für eure Hilfe.

Autor: onglomer (Gast)
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Nachdem es anscheinend der Varistor U1 ist, versuch es einmal mit meiner 
lib. Hatte ich wegen Konvergenzproblemen komplett umbebaut.
Im Symbol vdr_siov.asy ist die lib schon hinterlegt, Auswahl der Typen 
über Liste.

Wenn es immer noch zu Fehlermeldungen kommt, kann man auch noch C_VAR 
anpassen (Rpar=1m muß auch im Faktor von B_VAR *1k berücksichtigt 
werden). Dadurch ist der Anstieg eventuell nicht mehr ganz so schnell, 
aber für normale Simulationen ausreichend.

Autor: Christian K. (Gast)
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Vermeide viele Spannungsquellen in Modellen, die konvergieren nicht gut. 
Stromquellen mit Parallelwiderständen sind verträglicher für eine 
Leitwertsmatrix. Schalter mit 1nOhm On-Widerstand sind auch nicht 
praxisnah und der Konvergenz nicht zuträglich. Sowenig parasitäre 
Induktivitäten wie möglich, denn die Schwingen gerne und verlangsamen 
die Simulation extrem.

My 2 cents.

Autor: onglomer (Gast)
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onglomer schrieb:
> Im Symbol vdr_siov.asy
Das fehlte doch glatt ;)

Autor: Bernd Stromberg (Gast)
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onglomer schrieb:
> Nachdem es anscheinend der Varistor U1 ist, versuch es einmal mit meiner
> lib. Hatte ich wegen Konvergenzproblemen komplett umbebaut.
> Im Symbol vdr_siov.asy ist die lib schon hinterlegt, Auswahl der Typen
> über Liste.

Vielen Dank für die Lib. Ich werde sie morgen früh ausprobieren. Sehr 
nett von dir, dass du sie mir zur Verfügung stellst. Ich hätte da vllt 
nochmal ein paar Fragen dazu.

Christian K. schrieb:
> Sowenig parasitäre
> Induktivitäten wie möglich, denn die Schwingen gerne und verlangsamen
> die Simulation extrem.

Gerade die sind wichtig :)

Autor: Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Probier mal den "Alternate Solver".

Was ich mich frage: warum eigentlich genaue parasitäre Induktivitäten 
wichtig, wenn gleichzeitig ein realitätsferner Schalter eingesetzt wird?

Autor: Bernd Stromberg (Gast)
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Lothar M. schrieb:
> Probier mal den "Alternate Solver".

Schon probiert.

Lothar M. schrieb:
> Was ich mich frage: warum eigentlich genaue parasitäre Induktivitäten
> wichtig, wenn gleichzeitig ein realitätsferner Schalter eingesetzt wird?

Es soll der Einfluss der Zuleitungen untersucht werden. Ich gebe zu, 
dass das Modell noch nicht ganz fertig ist. Es steckt noch in den 
Kinderschuhen. Aber für Werte für einen realen Schalter bin ich gern 
offen :)

Autor: Christian K. (Gast)
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Du kannst auch die Flankensteilheit von V2 reduzieren (z.Zt. 1ns). Die 
Flankensteilheit wird eh durch den Schalter verstärkt. 1mOhm Ron sollte 
für den Schalter dicke reichen.

Autor: onglomer (Gast)
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Bernd Stromberg schrieb:
> Vielen Dank für die Lib.
Da hab ich doch tatsächlich eine alte Version angehängt. Vor dem Testen 
bitte den generellen subcircuit ersetzen.

In der aktuellen Version kann man u.a. auch die Zeitkonstanten über 
Parameter ändern. Rvar=1 hat aber schon deutlichen Einfluß auf das 
Verhalten.
.param tis=10n, Ris=10k, Cis=tis/Ris    ;tau, R and C current sense
.param tvar=100p, Rvar=1, Cvar=tvar/Rvar  ;tau, R and C main source

Autor: Bernd Stromberg (Gast)
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onglomer schrieb:
> Da hab ich doch tatsächlich eine alte Version angehängt. Vor dem Testen
> bitte den generellen subcircuit ersetzen.
>
> In der aktuellen Version kann man u.a. auch die Zeitkonstanten über
> Parameter ändern. Rvar=1 hat aber schon deutlichen Einfluß auf das
> Verhalten..param tis=10n, Ris=10k, Cis=tis/Ris    ;tau, R and C current
> sense
> .param tvar=100p, Rvar=1, Cvar=tvar/Rvar  ;tau, R and C main source

So ganz blick ich durch die Änderung noch nicht durch. Wenn ich deine 
LIB ohne Änderung einfüge, dann bekomme ich bei meinem Zielvaristor 
S20K320 genau die gleichen Werte wie mit der Lib von EPCOS.
Füge ich deine Änderungen mit ein, dann kommen ganz andere Werte bei der 
Kennlinie raus.

Wie muss ich die angesprochenen Parameter in deiner Änderung anpassen, 
damit es keine Unterschiede gibt? :)

Ansonsten funktioniert es super. Ich hätte sie nur gern umbenannt, aber 
wenn ich die LIB umbennen und das Attribut im Bauteil anpasse, bekomme 
ich jedes mal beim Ausführen den Fehler, dass er die Lib nicht öffnen 
kann.

Autor: Bernd Stromberg (Gast)
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Ich danke dir übrigens von ganzem Herzen. Mein ursprüngliches Modell 
läuft jetzt viel besser :)

Autor: onglomer (Gast)
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Bernd Stromberg schrieb:
> So ganz blick ich durch die Änderung noch nicht durch. Wenn ich deine
> LIB ohne Änderung einfüge, dann bekomme ich bei meinem Zielvaristor
> S20K320 genau die gleichen Werte wie mit der Lib von EPCOS.
> Füge ich deine Änderungen mit ein, dann kommen ganz andere Werte bei der
> Kennlinie raus.
Hast du auch den kompletten subcircuit SIOV wie in vdr_siov_chg.txt 
enthalten ersetzt?

Wenn ja, dann ist einfach Rvar=1 zu hoch, da er auch als 
Serienwiderstand wirkt. Mit Rvar=1m stimmen die Modelle schon recht gut 
überein - eben bis auf den weicheren Übergang, der Konvergenzprobleme 
vermeiden soll.

p.s. Was ich mir aber überhaupt nicht erklären kann ist, dass wenn ich 
U1 durch einen Widerstand R=1 ersetze, die Simulation bei tx=10k5V einen 
Timestep-Fehler in U2 produziert obwohl hier nichts geändert wurde. Das 
ist etwas LTspice-Internes.

Der Node 6, auf den sich die Fehlermeldung bezieht, ist eine 
stromgesteuerte Spannungsquelle, die im Original den Strom durch die 
Schaltung mit 10k multipliziert "H_I_SENSE 6 0 V_I_SENSE 10k".

Autor: Bernd Stromberg (Gast)
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onglomer schrieb:
> Hast du auch den kompletten subcircuit SIOV wie in vdr_siov_chg.txt
> enthalten ersetzt?
>
> Wenn ja, dann ist einfach Rvar=1 zu hoch, da er auch als
> Serienwiderstand wirkt. Mit Rvar=1m stimmen die Modelle schon recht gut
> überein - eben bis auf den weicheren Übergang, der Konvergenzprobleme
> vermeiden soll.

Hab ich getauscht. Es kam ja auch was raus, nur die Kennlinie sah in 
manchen Bereichen steiler aus.

Mit deiner ersten Lib komm ich ganz gut klar. Bei Gelegenheit ändere ich 
das nochmal. Nochmals vielen Dank. Dadurch habe ich auch noch was über 
Libs von LTSpice gelernt :)

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