Es gab 2009 einen schönen und langen Thread für den Füllstand in einer
Zisterne zu lesen. Ich möchte an dieses Thema anknüpfen und es etwas
schwieriger machen.
Ausgangssituation ist ein Druckbehälter mit Wasser (Hauswasserwerk)
entsprechend dem Foto. Er speichert Wasser in Höhe der aufgemalten
"Ideallinie" bei 3 bar Druck (Luftpolster über dem Wasser). Ich habe
sogar einen Drucksensor am Wasseranschluss verfügbar. Das Tückische ist
nur, dass die Luft bzw. der Sauerstoff sich im Wasser lösen und damit
das Luftvolumen kontinuierlich abnimmt. Die Pumpe füllt immer wieder das
Wasser auf bis zum Druck von 3 bar, womit die Grenzlinie Luft/Wasser
kontinuierlich steigt. Damit wird die nutzbare Menge gespeicherten
Wassers immer geringer.
Oben am Behälter pumpe ich von Zeit zu Zeit mit einem Kompressor Luft
rein und stelle damit die "alten Verhältnisse" wieder her. Um dafür
einen Alarm zu bekommen, müsste ich noch den Wasserstand im Behälter
gemessen bekommen. Im Minimum genügen würde ein binäres Signal
"Ideallinie über-/unterschritten".
Das habe ich auch schon mal am externen Schaurohr rechts mit einem am
weißen Plastikschieber befindlichen Reedkontakt probiert. Im engen
Schaurohr ist ein selbstgebastelter Schwimmer aus einem leichten
Kunststoff mit aufgeklebtem kleinen Magneten. Langzeit-Nachteil: Magnet
rostet dahin und Schwimmer klemmt manchmal (schwimmt damit nicht mehr).
Intern in den Behälter etwas einbringen könnte man gut über die
Verschlussschraube über dem Typenschild. Jedoch stelle ich mir wegen der
Druckdichtigkeit Kabeldurchführungen sehr problematisch vor.
Wer hat noch eine (bessere) Idee?
In einer Waschmaschine sind Druckdosen, die den Füllstand detektieren,
aber bei längerem Stillstand wird der Druck wohl durch
Sauerstoffdiffusion
oder anderen Undichtigkeiten abfallen, worauf das Gerät dann wieder
Wasser nimmt...
Bei max. 2 Stunden Betriebszeit egal, im Fall einer permanenten
Füllstandsüberwachung sicher keine optimale Lösung...
Am sichersten wären meiner Meinung nach mehrere Schwimmerschalter...
Prickelpit schrieb:> Wer hat noch eine (bessere) Idee?
Ein korrosionsfest umhüllter Magnet als Schwimmer?
Einen kapazipiven Sensor außen am Schauglas?!
Die Groesse des Luftpolsters sollte aus der Druckanstiegsgeschwindigkeit
ableitbar sein, wenn die Pumpe ohne Abnahme von Wasser nur den Behaelter
befuellt.
gjkjcvjvj
Ansonsten faellt mir gerade noch ein, dass auch die klassische Messung
des Drucks am Boden die Hoehe der Wassersaeule darueber darstellt.
In diesem besonderen Fall ist natuerlich die Druckdifferenz zwischen dem
Luftpolster und dem Druck am Boden der gesuchte Wert.
gjkjcvjvj
Entferne lieber mal das Schauglas und dichte die ganzen oberen
Anschlüsse neu ab. Wahrscheinlich ist der Verlust hier ganz erheblich
höher, als durch die Aufnahme des Wassers.
Das Problem gab es schon immer mit diesen Windkesseln und die Firma
Loewe (Loewe Wasserknecht) hatte dafür eine unelektrische Lösung:
1. Ein Schnüffelventil: Dies wird in die Saugleitung der Pumpe eingebaut
und besteht aus einem Rückschlagventil (nur Luft kann rein, aber kein
Wasser raus) und einer Drossel. Durch den Unterdruck in der Saugleitung
saug die Pumpe immer etwas Luft mit ein. Das Drosselventil wird so
eingestellt, daß etwas mehr Luft angesaugt wird, als benötigt wird, um
die Luftverluste im Kessel auszugleichen.
2. Der Luftwart (heißt tatsächlich so): Das ist ein
Schwimmer-gesteuertes Ventil, daß in der Höhe im Windkessel angebracht
wird, unter den die Grenzschicht Luft/Wasser im Kessel nie sinken darf
(dann ist zu viel Luft drin). Der Schwimmer sinkt dann ab und läßt etwas
Luft ab.
Das funktionierte relativ gut.
Wenn Du nur eine Warnung haben willst, geht es elektrisch sehr einfach:
In Höhe des gewünschten höchsten Wasserstandes eine isolierte
Edelstahlelektrode einschrauben (gibts fertig) und an ein ebenfalls
günstig fertig käufliches Elektrodenrelais anschließen. Der höchste
zulässige Wasserstand tritt ja dann auf, wenn maximaler Druck im Kessel
herrscht (Luftblase am kleinsten). Höher sollte der Wasserstand nie
steigen. Steigt er höher, steht die Elektrode im Wasser und das
Elektrodenrelais meldet "Wasserstand zu hoch", so daß Du eingreifen
kannst.
Jörg
Ach ja:
Der oben gegebene Tip, das Kunststoffrohr und seine Verschraubungen
abzudichten, ist unbedingt ernstzunehmen, hier liegt meist das Problem
bei starkem Luftverlust. Am besten, man schließt die Ventile oben und
unten, nachdem man das Luftpolster kontrolliert hat.
Diese Kunststoffrohre scheinen nicht diffusionsdicht zu sein.
Ich hatte früher auch Probleme mit ständig schrumpfendem Luftpolster,
nach dem ich mir angewöhnt habe, die Ventile zu schließen, komme ich
sehr lange ohne Nachfüllen von Luft klar.
Jörg
Erst einmal eine soziale Bemerkung: Ich hätte nie gedacht, dass sich so
viele und so gute Bemerkungen (10 Stück plus 1 Hinweis/Ratschlag) in so
kurzer Zeit ergeben - exzellentes Brainstorming und Teamarbeit!
Hier eine Auflistung der Ideen und dann mein Kommentar dazu. Wenn jemand
noch etwas dazu bemerken möchte, bitte den Kennbuchstaben nutzen:
A. Gewichtssensoren
B. Ultraschall-Entfernungsmessung /-Sensor
C. Druckdosen aus Waschmaschine
D. Schwimmerschalter
E. Korrosionsfester Magnet am Schwimmer
F. Kapazitiver Sensor am Schauglas
G. Luftvolumen über Druckanstiegsgeschw. berechnen
H. Druckdifferenzmessung Boden-Luftpolster
I. Schnüffelventil
J. Luftwart
K. Elektrode(nrelais)
...
Z. Undichtigkeiten
Hier nun meine Kommentare und eine Sortierung aus meiner Sicht. Ich
bevorzuge als pensionierter Elektrobastler und Softwerker dennoch die
einfachen und kostengünstigen Lösungen. Beste Punkte zuletzt:
Z. Undichtigkeiten
Stimme ich im Prinzip zu. Das "Kunststoffrohr" ist aber ein weiß
lackiertes Stahlrohr und die Dichtungen zum Schaurohr sind relativ neu.
Meine Beobachtung stützt den Input von joergk: Im Sommer mit
Gartenbetrieb und relativ vielem Pumpen schrumpft das Luftpolster
wesentlich schneller als wie im beschaulichen Winterbetrieb. Daher
möchte ich mich der Tatsache stellen und eine Lösung für den
Alarm/Nachfüllen der Luft haben wollen, statt den Effekt zu mindern
(aber nie zu beseitigen).
C. Druckdosen aus Waschmaschine
Druckdose ist heute auch nur ein Drucksensor, den ich ja schon im
Betrieb habe. Ich sehe die gleiche Schlussfolgerung: Reicht für
Waschmaschine, über nicht für geschlossenes System wie mein
Druckausgleichsbehälter.
A. Gewichtssensoren
Ist eine gute Idee, kennt man von der Personenwaage, erscheint mir aber
praktisch gesehen nicht so handhabbar, da bestehende Verrohrung geändert
werden müsste. Sicher wäre noch wichtig, wie dünn diese Dinger sein
können, ob sie für ca. 500kg geeignet sind, ob man bei 3 Füßen nur einen
Sensor benötigt, was der kostet und welcher Signalausgang vorhanden ist
bzw. wie die Weiterverarbeitung aussieht.
G. Luftvolumen über Druckanstiegsgeschw. berechnen
Erscheint mir etwas abenteuerlich und leider erfolgt die Wasserentnehme
oft gleichzeitig zum Nachpumpen.
E. Korrosionsfester Magnet am Schwimmer
Problem hier ist der geringe innere Durchmesser des Schaurohrs und damit
die Dicke des Schwimmers/Magneten. Ich hatte erst einen Hohlkörper als
Schwimmer, der aber mind. 20cm lang sein musste, um das Gewicht des
Magneten zu kompensieren. Dann ein besonders leichter Schaumstoff als
Schwimmer. Beide sind aber lang und bleiben oft hängen, da sich das
Schaurohr auch mit der Zeit durch Eisenschwamm zusetzt (stark
eisenhaltiges Grundwasser). Würde man den Magneten umhüllen, müsste er
noch dünner und damit länger werden.
I. Schnüffelventil
Die Lösung kenne ich schon länger, ist sehr gut (weil einfach), setzt
aber meines Wissens nach eine Kolbenpumpe vorraus. Ich habe nur eine
preiswerte Kreiselpumpe. Kolbenpumpen würden ca. 800..1000 Euro kosten.
B. Ultraschall-Entfernungsmessung /-Sensor
Sieht mit dem vorgeschlagenen Sensor sehr perfekt aus, der aber leider
450 Euro netto kostet. Ähnliche Sensoren gibt es aber schon ab ca. 150
Euro. Das obere Gewinde ist zwar nicht frei (Luftzufuhr vom Kompressor),
aber da könnte man ein T-Stück reinsetzen. In diesem Fall wäre der
Sensor nicht IM Behälter. Daher noch Klärung durch Experten nötig.
J. Luftwart
Der Luftwart, den joergk beschreibt, lässt Kesselluft ab. Mein Problem
ist umgekehrt -es fehlt mit der Zeit Kesselluft. Im Web findet man
Luftwarte, die die Luftzufuhr zum Schnüffelventil steuern und damit
indirekt die Luft im Kessel. Egal wie, im vorliegenden Fall sehe ich
keine Einsatzmöglichkeit für den Luftwart.
D. Schwimmerschalter
Hatte ich bisher auch im Visier. Einfach und gut, aber noch nichts
wirklich installierbares gefunden. Das Problem ist die
Einbringung/Befestigung im Druckbehälter. Kennt jemand einen passenden
Artikel, den man z.B. anstatt des Blindstopfens über dem Typenschild
einsetzen könnte und der dann bis zur Ideallinie herunter reicht?
H. Druckdifferenzmessung Boden-Luftpolster
Klingt insofern gut, weil ich ja schon (kurz über dem Boden) einen
Drucksensor installiert habe. Ich müsste dann einen zweiten oben am
Blindstopfen über dem Typenschild einbringen. Bedenken hätte ich hier,
dass es theorhetisch geht, aber praktisch die Unterschiede nicht für
kleines Geld zu messen sind. gjkjcvjvj, kannst du die Machbarkeit näher
berechnen?
K. Elektrode(nrelais)
Von der Auswerteseite her (Elektrodenrelais) ist diese Lösung für
relativ kleines Geld zu haben. Hatte ich auch schon im Visier.
Gescheitert bin ich bisher bei der Elektrode. joergk schreibt "In Höhe
des gewünschten höchsten Wasserstandes ... einschrauben". Hast du einen
Zusatztip, wie man das umsetzt? Kann ich das Blindstopfenloch benutzen
und eine Elektrode auf die richtige Länge kürzen? Wenn ich richtig
verstehe, würde eine nachträgliche Korrektur der Ideallinie eine
Neuinstallation bedeuten?
F. Kapazitiver Sensor am Schauglas
"Schreiber" - klingt gut, aber kennst du auch einen solchen Sensor für
diesen Zweck bzw. für die Montage am Schaurohr? Was wäre der
"Systempreis" inkl. Sensorverstärker?
Vorläufiges Resümee: Das physikalische Prinzip ist oft leicht gefunden.
Der wahre Wert einer Lösung ist die (mechanische) Montage / Machbarkeit
in Relation zu geringsten Kosten (leider). Alle Lösungen mit Verwendung
des Schauglases haben den Charme, dass sie "beobachtbar" und
"editierbar" sind. Im Kessel selbst ginge etwas, wenn man eine
druckfeste einschraubbare Kabeldurchführung für mind. 2 Leiter hätte.
Also, bitte nochmals "nachlegen" und schon mal ein herzliches Danke!
Prickelpit schrieb:> F. Kapazitiver Sensor am Schauglas> "Schreiber" - klingt gut, aber kennst du auch einen solchen Sensor für> diesen Zweck bzw. für die Montage am Schaurohr? Was wäre der> "Systempreis" inkl. Sensorverstärker
Wenns billig (10-20€) soll:
Kann man mit etwas Hühnerfutter auf einem Stück Lochraster basteln.
Auswertung kann man mit einem Arduino machen
Alternativ gibts auch fertige Füllstandsmesser im Industriebedarf zu
Industriepreisen(SEHR TEUER):
https://www.vega.com/de-DE/Produkte/Produktkatalog/F%C3%BCllstand/Kapazitiv/VEGACAL-63Prickelpit schrieb:> K. Elektrode(nrelais)> Von der Auswerteseite her (Elektrodenrelais) ist diese Lösung für> relativ kleines Geld zu haben. Hatte ich auch schon im Visier.> Gescheitert bin ich bisher bei der Elektrode. joergk schreibt "In Höhe> des gewünschten höchsten Wasserstandes ... einschrauben". Hast du einen> Zusatztip, wie man das umsetzt? Kann ich das Blindstopfenloch benutzen> und eine Elektrode auf die richtige Länge kürzen?
Elektrodendurchführungen bastelt man aus etwas Kunststoffrohr und
einigen Fittingen.
Wenn man sich nicht ganz blöd anstellt, ist das druckdicht.
gjkjcvjvj schrieb:> Prickelpit schrieb:>> Blindstopfen über dem Typenschild einbringen. Bedenken hätte ich hier,>> dass es theorhetisch geht, aber praktisch die Unterschiede nicht für>> kleines Geld zu messen sind. gjkjcvjvj, kannst du die Machbarkeit näher>> berechnen?>> 1m Wassersaeule sind rund 9800Pa, die kann man mit z.B.> https://www.reichelt.de/Sensorik-SMD-bedrahtet-/MPX-5010DP/3/index.html?ACTION=3&GROUPID=8097&ARTICLE=82338&OFFSET=16&
>> recht preiswert messen.>> gjkjcvjvj
Klingt auch gut, allerdings habe ich keine Angabe zum zulässigen
Absolutdruck gefunden, denn der Sensor wird ja mit dem maximalen
Kesseldruck beaufschlagt. Die Angabe auf Seite 4 des Datenblattes
(maximum Pressure) kann man als maximalen Differenzdruck zwischen den
Ports oder als maximalen Druck gegenüber der Atmosphäre verstehen, oder?
Dann währen 40kPa entsprechend 0,4bar zu wenig. Hier sind Drücke von
5bar zu erwarten.
Jörg
Ich frage mich wieso du diesen großen Aufwand mit dem Druckbehälter
treibst.
Eine druck geregelte Pumpe erledigt doch auch einen guten Job. Bei mir
hängen drei Toiletten ein Urinal Druckspüler, zwei Wachmaschinen,
mehrere Gartenbewässerungen und auch der Hochdruckreiniger an so einer
Pumpe.
Erzeugt stabile 3,5 Bar auch wenn mehrere Verbraucher aktiv sind.
Was würde mir so ein Monsterdruckbehälter bringen?
Wenn ich wissen will wie Voll meine Gas-Flasche noch ist kipp ich nen
Liter warmes Wasser an der Seite der Flasche entlang und fühle mit dem
finger von oben nach untern wo es kälter ist.
Wenn du Basteln willst kannst du das ja für 2 Punkte (kurz über und kurz
unter der Linie bauen).
Du Heizt die Außenwand punktuell mit bestimmter Energiemenge in einer
bestimmten Zeit auf und misst ca. 1-2cm daneben den Temperatuanstieg.
Das ist mit geeignetem Kleber nicht rückstandsloß rückbaubar,
beeinträchtigt die Dichtigkeit nicht und sollte Dauerhaft zuverlässig
sein.
Ja, die Messung ist Energie hungrig, aber du willst ja bestimmt nicht im
Minutentakt messen, sondern vielleicht ein mal pro Tag, oder?
Volle22 schrieb:> Was würde mir so ein Monsterdruckbehälter bringen?
weniger Stromverbrauch und Verschleiß? Kurzzeitig sehr viel höhere
Liefermengen? Weniger empfindliche Elektronik?
Volle22 schrieb:> Erzeugt stabile 3,5 Bar auch wenn mehrere Verbraucher aktiv sind.
...und erfordert eine Wasserquelle/Brunnen mit hinreichender Schüttung.
Muss man erstmal haben...
Schreiber schrieb:> Volle22 schrieb:>> Was würde mir so ein Monsterdruckbehälter bringen?>> weniger Stromverbrauch und Verschleiß? Kurzzeitig sehr viel höhere> Liefermengen? Weniger empfindliche Elektronik?
Meine Pumpe läuft seit 17Jahren ohne Probleme
Im Standby <1 W
Der Hochdruckreiniger und die Waschmaschine sind zufrieden wie schnell
das Wasser kommt
>> Volle22 schrieb:>> Erzeugt stabile 3,5 Bar auch wenn mehrere Verbraucher aktiv sind.>> ...und erfordert eine Wasserquelle/Brunnen mit hinreichender Schüttung.> Muss man erstmal haben...
Klar einen Wasserspeicher sollte man haben
ich würde aber nie meine Zisterne und Druck setzten wollen
Die Wassertürmen in den Städten sind inzwischen auch fast alle ausser
Funktion und durch drehzehgeregelte Pumpen ersetzt.
Volle22 schrieb:> Klar einen Wasserspeicher sollte man haben> ich würde aber nie meine Zisterne und Druck setzten wollen
Nochmal:
Dumm nur, dass es auch Brunnen und Quellen gibt, die keine hinreichende
Schüttung haben. Egal wie stark die Pumpe ist, das Wasser fließt einfach
nicht schneller nach. Der 500l-Druckbehälter hat hier also durchaus
einen gewissen Sinn.
Dazu kommt noch, dass manche Brunnen kaputt gehen, wenn man zu langsam
oder immer nur ein paar Liter Wasser pumpt. Dann gibts
Eisen/Manganausfällungen, die den Wasserzufluss weiter verstopfen.
Für die "tolle" Lösung mit einer drehzahlgeregelten Pumpe benötigt man
in diesen Fällen mindestens eine weitere Pumpe und zusätzlich noch einen
Drucklosen Wasserspeicher. Da bleibt man doch besser bei der bewährten
Lösung mit dem großen Druckbehälter. Membranausgleichsbehälter gibt es
auch noch
Volle22 schrieb:> Die Wassertürmen in den Städten sind inzwischen auch fast alle ausser> Funktion und durch drehzehgeregelte Pumpen ersetzt.
Korrekt, aber das ist eine andere Größenordnung.
Volle22 schrieb:> Der Hochdruckreiniger und die Waschmaschine sind zufrieden wie schnell> das Wasser kommt
Nochmal ausprobieren mit einer Tiefbrunnenpumpe, die nur 500l/h
(Pumpenkennlinie beachten!) Wasser fördert?!
Ich dachte diese sch** Dinger gibt es gar nicht mehr!
Die letzte mal habe ich hiervon vor mehr als 15 Jahren gehört.
Das Luftpolster heißt heute Flexcon.
Da diffundiert dann niemand mehr ins Wasser.
Also warum nicht Nach-/aufrüsten?
Sollte aber etwas Größer sein, als bei normalen Heizungsanlagen üblich,
da das ganze Konstrukt etwas anders dimensioniert ist.
Sebastian S. schrieb:> Ich dachte diese sch** Dinger gibt es gar nicht mehr!> Die letzte mal habe ich hiervon vor mehr als 15 Jahren gehört.
Diese sch*** Diger funktionieren auch nach Jahrzehnten noch
störungsfrei, man muss nur gelegnetlich etwas Luft nachpumpen.
Volle22 schrieb:> Ein geregelte Pumpe mit 5000 l/h gibt es für 160€> https://www.amazon.de/Gardena-1734-20-Gartenpumpe-Leistung-Maximaler/dp/B0049P7622/ref=pd_cp_60_2?_encoding=UTF8&psc=1&refRID=4NCRXP9CCV53FFY3MCQY> der Tank kann dann komplett als Wasserspeicher gefüllt werden> und der Kompressor ist arbeitslos
Müll!!!
Erstens kann man diese Pumpe nicht vernünftig Drehzahlregeln, zweitens
muss die Pumpe auch bei geringem Durchfluss (Spülkastenfüllventil,
topfender Wasserhahn...) im Dauerbetrieb laufen und drittens wird der
Motor bei dieser Pumpe nicht vernünftig gekühlt.
Als weitere Idee:
Optische Messung, aka Lichtschranke, am Schaurohr mit
lichtundurchlässigem Schwimmer, einmal pro Tag. Dürfte mit Bordmitteln
leicht und preiswert herzustellen sein.
@ Schreiber
>Diese sch*** Diger funktionieren auch nach Jahrzehnten noch>störungsfrei, man muss nur gelegnetlich etwas Luft nachpumpen.
Einfache Technik hält ihre Zeit, aber mit der Annahme: "gelegentlich"
liegst Du ganz schön falsch!
Sonst würde sich der TO auch nicht daran stören.
Interessanterweise ist ja das Funktionsprinzip das gleiche. Nur das hier
(?) Stickstoff verwendet wird und eine flexible Membran das Gas da hält,
wo es hingehört. Und das für viele Jahre.
Sebastian S. schrieb:> Interessanterweise ist ja das Funktionsprinzip das gleiche. Nur das hier> (?) Stickstoff verwendet wird und eine flexible Membran das Gas da hält,> wo es hingehört. Und das für viele Jahre.
Keine Angst, die Flüche kommen sehr zahlreich, sobald die Membran
undicht wird!
Es gibt wirklich nichts schöneres, wie so eine Membran auszutauschen.
Wer es einmal gemacht hat, der wird sich daran noch sehr lange
erinnern...
Sebastian S. schrieb:> Einfache Technik hält ihre Zeit, aber mit der Annahme: "gelegentlich"> liegst Du ganz schön falsch!> Sonst würde sich der TO auch nicht daran stören.
Ammenmärchen. Luft nachfüllen dauert maximal 2 Minuten und wird beim
wöchentlichen Haustechnik-Rundgang miterledigt. Dazu muss man auch kein
Wasser ablassen, es ist möglich (sofern der Druckschalter der Pumpe
sinnvoll eingestellt ist) einfach Luft nachzupumpen.
Funktioniert aber nicht mehr, wenn gar kein Luftpolster vorhanden ist
Schreiber schrieb:> Müll!!!> Erstens kann man diese Pumpe nicht vernünftig Drehzahlregeln, zweitens> muss die Pumpe auch bei geringem Durchfluss (Spülkastenfüllventil,> topfender Wasserhahn...) im Dauerbetrieb laufen und drittens wird der> Motor bei dieser Pumpe nicht vernünftig gekühlt.
Ich kenne die eine Nummer größere die seit zwei Jahren alle von dir
behaupteten Probleme nicht hat.
Gut gekühlt ( 1Stunde Zisterne leerpumpen war kein Problem)
bei einem tropfenden Wasserhahn hat sie all 20min für wenige Sekunden
eingeschaltet (Strom wird über Smarthome Aktor erfasst)
Mani W. schrieb:> Ich könnte mir vorstellen, wie schon weiter oben erwähnt wurde, eine> Lichtschranke einzusetzen, ...
Und die soll was genau auswerten?
Zeichne mal eine Skizze (Strahlengang, Reflektor) mit/ohne Wasser.
Wolfgang schrieb:> Mani W. schrieb:>> Ich könnte mir vorstellen, wie schon weiter oben erwähnt wurde, eine>> Lichtschranke einzusetzen, ...>> Und die soll was genau auswerten?> Zeichne mal eine Skizze (Strahlengang, Reflektor) mit/ohne Wasser.
Gut!
Liegt der Füllstand unterhalb der Reflexlichschranke, so leuchtet sie
in die Luft des Tanks...
Steigt das Wasser bis zur Lichtschranke, sollte das Wasser reflektieren
und die Reflex-Lichtschranke ansprechen...
Diese Lichtschranken können auch eine Reichweiteneinstellung, je nach
Typ, also wäre es mal leicht, das auszutesten in einem dunklen
Kunststoffbehälter...
Wolfgang schrieb:> Zeichne mal eine Skizze (Strahlengang, Reflektor) mit/ohne Wasser.
Dazu braucht es keine Skizze, sondern nur austesten, ob es funktioniert,
dann können wir weiter darüber diskutieren...
Mani W. schrieb:> Steigt das Wasser bis zur Lichtschranke, sollte das Wasser reflektieren> und die Reflex-Lichtschranke ansprechen...
So, so. Hast du schon mal in klares Wasser rein geguckt?
> Dazu braucht es keine Skizze, sondern nur austesten, ob es funktioniert,> dann können wir weiter darüber diskutieren...
Das kannst du einfach rechnen. Auf Grund des unterschiedlichen
Brechnungsindex bekommst du bei senkrechtem Durchgang an einer
Grenzfläche Glas-Luft (n1:n2 etwa 1.45) eine Reflektion von knapp 3.5%,
an einer Grenzfläche Glas-Wasser (n1:n2 etwa 1.09) mit 0.2% deutlich
weniger.
https://de.wikipedia.org/wiki/Fresnelsche_Formeln#Senkrechter_Einfall
Rate mal, wann mehr Licht zum Empfänger der Lichtschranke zurück kommt.
Mani W. schrieb:> Gut, wenn es nicht ausgetestet wir, was schlägst Du vor?
Wenn es unbedingt optisch sein soll: Anordnung mit schrägem Lichtstrahl,
bei dem die Neigung der innere Grenzfläche gegen den Strahl so gewählt
ist, dass der Auftreffwinkel bei Glas-Luft unterhalb des Grenzwinkels
der Totalreflektion liegt, bei Glas-Wasser oberhalb.
Wolfgang schrieb:> Anordnung mit schrägem Lichtstrahl,> bei dem die Neigung der innere Grenzfläche gegen den Strahl so gewählt> ist, dass der Auftreffwinkel bei Glas-Luft unterhalb des Grenzwinkels> der Totalreflektion liegt, bei Glas-Wasser oberhalb.
Könntest Du ein Bild davon zeigen oder eine Zeichnung, würde mich
schon sehr interessieren...
Die Sensorköpfe gibt es auch fertig bei ebay von div. Anbietern, (z.B.
272280927976)
IMHO stellt die im verlinkten Thread benutzte Kegelform des Kopfes eher
einen Fertigunskompromiss dar, weil der optische Strahl dadurch nicht
nur zurückgelenkt wird.
Die Pyramidenform dagegen wirkt in Luft als Retroreflektor, d.h. das
Licht wird rückreflektiert, bei Wasser tritt es in das Wasser über (und
läuft sich im Reservoir tot).
thermisch ... nimmste ne Heizfolie und nen Temperatursensor.
5 Minuten erwärmen und dann Temperatur messen, natürlich außen am
Behälter.
Ist der Sensor warm, dann ist auf der anderen Seite der Wand Luft, ist
er kalt, dann ist dahinter Wasser.
Mach ich manchmal per Lötlampe am Stahltank auch so.
Habe hier auch schon mal genau das selbe Thema gehabt und fand dann kaum
eine Lösung wirklich praktikabel. Alle Bastellösungen innen verdrecken
durch Rost, Kalk oder sonstiges und von außen ist eh alles Bastelei und
wird selbst wenn es anfangs klappt nicht lange funktionieren. Die
einzige Professionelle Lösung die mich überzeugt hat wäre, wie ich
glaube "Schreiber" schon gesagt hat, eine Füllstandssonde die von oben
in den Behälter geschraubt wird und kapazitiv misst. Wie schon
beschrieben -> Indurstrieware... Da müsste man sich halt halbwegs
bezahlbar eine angeln. Von Ultraschall wurde mir damals auch aus
verschiedenen Gründen abgeraten. Ich meine unterschiedlicher Druck
verändert die Sensoreigenschaften usw.
Ich hatte auchmal überlegt die Luftnachfüllung zu automatisieren.
Zuerst mal: ich bin überzeugt, die altdeutsche Methode mit
Schnüffelventil und Luftwart die beste sein wird obwohl ich sie in live
noch nicht gesehen habe.
Wenn es eine elektronische Lösung sein soll ist als Führungsgröße am
einfachsten die durchschnittliche Pumpenlaufzeit pro Einschaltung
geeignet.
Wenn man die über 2 Tage mittelt sollte das hinreichen:
Duchschnittliche Laufzeit pro Pumpzyklus < 60s dann etwas Luft
nachfüllen.
Duchschnittliche Laufzeit pro Pumpzyklus >= 60s dann keine Luft
nachfüllen.
Den Luftkompressor könnte man noch einsparen wenn die Luft über ein
Magnetventil in die Saugleitung eingelassen wird, in GERINGER MENGE wird
die Kreiselpumpe damit kein Problem haben, es darf natürlich nur öffnen
wenn die Pumpe gerade läuft.
Höre ich da was von Niveaumessung? Ok, Ok, Ich geb's zu, ich habe
irgendwie komische Hobbys...
Aber mal im ernst, wenn doch schon das wunderbare (?) Schaurohr
vorhanden ist, sollte man dann nicht die Lösung mit dem Magneten
perfektionieren?
Ein Magnetschwimmer muß ja nicht rosten - er kann zwar, aber er muß
nicht.
Also, nicht den Magneten AN den Schwimmer pappen, sondern IN den
Schwimmer wasserdicht einbauen!
Oder ein Stückchen VA an den Schwimmer dengeln und außen am Rohr mittels
induktivem Näherungsschalter das Niveau auswerten. ... Feddisch :O)
Und festpappen sollte der Schwimmer bei geeigneter Konstruktion auch
nicht. Das kann man ja entsprechend Berücksichtigen.