Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Immer mehr abstrahierende Denkstrukturen


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von Ingenieur vom alten Schlag (Gast)


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Ich frage mich langsam, ob Ich der Einzige bin, der in der modernen 
Entwicklung der Elektronik und Systeme nicht mehr mitkommt. Ich lese 
immer öfters von Big Data, Digitalisierung und Industrie 4.0, sowie 
SCRUM und optimierten Ansätzen, um Entwicklung zu treiben, entdecke 
Manager und Berater, die Prozesse erdenken und Optimierungen 
applizieren, komme aber nicht mehr dahin, das noch irgendwie mit dem in 
Verbindung zu bringen, was Ich persönlich als Alltag erlebe:

Meine Realität ist die, dass immer mehr gespart wird, immer biligere 
Leute immer einfachere Sachen machen und die komplizierten Dinge 
ausgelagert werden, weil es hinten und vorne an Leuten fehlt.

Die Probleme, die Ich sehe, sind die Kabel, die EMV-Prüfung, die 
Leiterplattenprobleme, die Lötprobleme, die halbfertige Software der 
Jungspunte und insgesamt ein Treiben, das weder in Prozesswelten noch in 
sonstige abstrahierte Denkstrukturen passt.

Immer mehr Leute quaken ein bullshit word nach dem anderen raus und 
versuchen sich, als Macher zu etablieren und scheinen auch Erfolg damit 
zu haben, unsere Projekt- und Geschäftsleiter davon überzeugen, ihnen 
die Projekte zu geben, statt einfach mal einen weiteren Ingenieur 
einzusellen, damit nicht ständig Arbeit liegen bleibt.

Ich möchte in dem Zusammenhang auf diesen Artikel verweisen, den Ich 
bitte, mal durchzulesen und sich eine Meinung zu bilden, WAS der Mann 
eigentlich aussagt. Ich verstehe es nicht, was er uns wirklich mitteilen 
will.

http://blog.zuehlke.com/digitale-geschaeftsmodelle-neun-unbequeme-wahrheiten-fuer-die-industrie

Das einzige Ergebnis ist, dass meine Frau, die es ebenfalls gelesen hat 
und Deutschlehrerin ist, eine Reihe von Kommafehlern und 
Ausdruchsfehlern, wie das Weiterschreiben mit Bindeworten nach Punkten 
oder fehlende Ausrufezeichen bei imperativen Sätzen, moniert hat.

Alles nur bullshit Bingo heute?

Wie gehe Ich als normaler Ingenieur mit der "extensivierten Anforderung 
nach der Integration non-disruptiverer Strategien zur Sicherstellung des 
win ouputs im operativen business um"?

Soll Ich schneller Löten?

von Dagobert Tump (Gast)


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Ingenieur vom alten Schlag schrieb:
> Meine Realität ist die, dass immer mehr gespart wird, immer biligere
> Leute immer einfachere Sachen machen und die komplizierten Dinge
> ausgelagert werden, weil es hinten und vorne an Leuten fehlt.
>
> Die Probleme, die Ich sehe, sind die Kabel, die EMV-Prüfung, die
> Leiterplattenprobleme, die Lötprobleme, die halbfertige Software der
> Jungspunte und insgesamt ein Treiben, das weder in Prozesswelten noch in
> sonstige abstrahierte Denkstrukturen passt.

Klingt nach dem typischen "Früher-war-alles-besser-Syndrom".

Ingenieur vom alten Schlag schrieb:
> Immer mehr Leute quaken ein bullshit word nach dem anderen raus und
> versuchen sich, als Macher zu etablieren und scheinen auch Erfolg damit
> zu haben, unsere Projekt- und Geschäftsleiter davon überzeugen, ihnen
> die Projekte zu geben, statt einfach mal einen weiteren Ingenieur
> einzusellen, damit nicht ständig Arbeit liegen bleibt.

Lass die Leute doch reden. Muss dich das interessieren?

Ingenieur vom alten Schlag schrieb:
> Das einzige Ergebnis ist, dass meine Frau, die es ebenfalls gelesen hat
> und Deutschlehrerin ist, eine Reihe von Kommafehlern und
> Ausdruchsfehlern, wie das Weiterschreiben mit Bindeworten nach Punkten
> oder fehlende Ausrufezeichen bei imperativen Sätzen, moniert hat.

Wer im Glashaus sitzt...

von Tobias P. (hubertus)


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Teufel. Nach den ersten 5 Sätzen hats mich schier vom Hocker gehauen. 
Gibts wirklich Leute, die solchen Mist bis zum Ende durchlesen können, 
ohne dabei vor langeweile zu sterben? das reinste Bullshit-Bingo.

> Probleme, die Ich sehe, sind die Kabel, die EMV
> Prüfung, die Leiterplattenprobleme, die
> Lötprobleme, die halbfertige Software

mich freuts. Ich befasse mich oft mit EMV-Sanierungen ;-)

von Bürovorsteher (Gast)


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Ich kann nicht glauben, dass der Artikel ernst gemeint ist.
Das ist bestimmt eine Persiflage.
An den TO: lass dich davon nicht beeindrucken, es hat nichts mit den 
Problemen eines Ingenieurs zu tun.

von genervt (Gast)


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Ingenieur vom alten Schlag schrieb:
> Soll Ich schneller Löten?

Klingt nach Klitsche,  also noch nie einen Prozess gesehen.

Erzählt das der Eunuch, wie manns macht?

von Ingenieur vom alten Schlag (Gast)


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Wir arbeiten offiziell nach dem V-Modell, haben 27 Entwickler für HW und 
SW, die zwischen 30 und 55 sind und arbeiten eigentlich gut zusammen. 
Die Probleme kommen eigentlich immer von Aussen, weil wir immer mehr 
zusammengespart werden, was dazu führt, dass Viele Dinge tun müssen, die 
sie nicht können und sich erst einarbeiten müssen, während durch das 
Wegfallen von Stellen und den Austritt von Mitarbeitern das Wissen der 
Alten nicht ersetzt wird.

Die Probleme sind viel einfacher und simpler, als es in den supertollen 
Prozessen formuliert wird. Da wird an Stellschrauben gedreht, die nicht 
vorhanden sind und andere, größere Probleme übersehen. Konkret werden 
Probleme erzeugt, die nicht sein müssten.

Das Problem sind die vielen Manager, die sich aus dem eigentlichen 
Geschäft verabschieden, um aus der Entwicklung rauszukommen oder nie 
drin waren. Früher, noch vor 10 Jahren haben wir mehr Leuten besser 
produziert, es gab kaum irgendwelche Wirtschaftsingenieure, die jetzt 3 
Abteilungen besetzen. Was die alle tun, weiss keiner. Was wir wahrnehmen 
sind endlose Meetings und Diskussionen um Trivialitäten, wärend wichtige 
Dinge verschoben werden, weil die Kompetenzen nicht reichen, es zu 
entscheiden. Da hängen viel zu viele rum, die nichts mehr aktuelles 
können und sich irgendwie umsehen, wo sie sich wichtig machen können. 
Viele scharen sogar noch extra solche Leute um sich.

Allenthalben sind irgendwelche Schulungen und Berater im Hause, die sehr 
viel Zeit wegnehmen, aber nicht wirklich irgendeinen Erfolg haben.

von Kafkaesker Prozess (Gast)


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Ingenieur vom alten Schlag schrieb:
> Die Probleme sind viel einfacher und simpler, als es in den supertollen
> Prozessen formuliert wird. Da wird an Stellschrauben gedreht, die nicht
> vorhanden sind und andere, größere Probleme übersehen. Konkret werden
> Probleme erzeugt, die nicht sein müssten.

Was wiederum Beschäftigung generiert > Ist also der richtige Weg. Im 
Marketing sagt man immer: Gutes Marketing reagiert nicht auf den Markt, 
sondern schafft ihn.

Beitrag #5034580 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Mooskopf (Gast)


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> ..Ich frage mich langsam, ob Ich der Einzige bin, der in der modernen
Entwicklung der Elektronik und Systeme nicht mehr mitkommt.


Der letzte seiner Art.

von Wühlhase (Gast)


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Hat denn eigentlich irgendwer den Artikel gelesen?

Zugegeben, etwas Bullshit-Bingo ist da dabei, aber das ist ja auch eine 
Beraterbutze. Also ist ein entsprechender Wortschatz durchaus zu 
erwarten. Mal davon abgesehen macht das, was er schreibt, schon Sinn, so 
substanzlos ist das nicht.

Habt ihr schonmal Texte von Gender"forschern", Soziologen, Feministinnen 
und dergleichen Bildungsprekarianern gelesen?

von Martin K. (maart)


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Wühlhase schrieb:
> Hat denn eigentlich irgendwer den Artikel gelesen?

Bis zur Hälfte, dann konnte ich nicht mehr.

von (prx) A. K. (prx)


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Wühlhase schrieb:
> Hat denn eigentlich irgendwer den Artikel gelesen?

Soeben. Klar, da steckt ein Haufen Bullshit-Buden-Slang drin, teils fast 
schon sich selbst persiflierend. Ist aber durchaus Inhalt drin. Nur 
adressiert der nicht den Ingenieur, sondern jene, die irgendwo mit neuen 
Begriffen besch(m)issen wurden, logischerweise auch höchstens die Hälfte 
kapiert haben, aber sich mit Enthusiasmus der Umsetzung widmen wollen. 
Bloss um festzustellen das Utopia nicht um die Ecke wohnt, sondern man 
diese Bude engagieren sollte.

: Bearbeitet durch User
von Daniel (Gast)


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Wühlhase schrieb:
> Hat denn eigentlich irgendwer den Artikel gelesen?

Ja. Und der Verfasser räumt doch gerade mit der Vorstellung auf, dass 
man mit ein paar Buzzwords sein Unternehmen zukunftsfähig machen kann, 
und ist stattdessen eher auf der Seite der "klassischen" Industrie:

"Die Stärken liegen hierzulande woanders [als in "disruptiven 
Geschäftsmodellen wie Uber oder Airbnb"]: etwa in Qualität, 
Gründlichkeit, Sicherheit und Langfristigkeit – um nur einige zu 
nennen."

"Methoden des Design Thinking für die Ideengenerierung und der 
User-Centered Design Process in der Umsetzung. Was aber viel einfacher 
ist und jeder machen sollte: Einfach mal einen Tag mit dem 
Service-Techniker rausfahren. Sie lernen mehr über Ihre Kunden als in 
allen Schulungen und Studien zusammen."

Darum verstehe ich nicht, was der Eröffnungspost mit dem Artikel zu tun 
hat. Der Threadstarter sollte sich davon doch eher getröstet fühlen.

von Cyblord -. (Gast)


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Die Quintessenz ist doch quasi nur ein verklausuliertes "Schuster, bleib 
bei deinen Leisten". Darüberhinaus schließe ich mich prx an.

von Anstaltsleiter (Gast)


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Besonders witzig ist der Abschnitt mit den Chefs die fordern "kennen wir 
alles, gib uns neue Methoden", da fragt man sich wer doofer ist, die 
Berater mit ihrem Beraterslang oder die Pointy Haired Bosses, da musste 
ich automatisch an den Dilbert-Boss denken, so doof kann man doch gar 
nicht sein so eine Frage zu stellen. Wir rödeln mal Methode x runter, 
kapieren nicht worum es geht, wird schon werden, was wir hier machen 
wissen wir eigentlich nicht, soll aber gut sein und helfen. JEtzt 
brauchen wir mal was neues, los Berater, gib uns den neuesten Trend, 
besser kann man nicht demonstrieren dass in dem Laden keiner einen Plan 
hat. Wie überlebensolche Firmen?

von Nop (Gast)


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Da ist schon was dran, aber der Kontext fehlt.

Tatsache ist, die Märkte sind gesättigt. Wenn man wie früher entwickelt, 
wäre selbst bei neuen Produkten nach kurzer Zeit nur noch der Absatz für 
Ersatz drin. Man könnte die Firma dann schrumpfen, aber dann verliert 
man die Kostenvorteile durch Stückzahlen, und die Aktionäre wären dann 
gelackmeiert - das sind das die Eigentümer der nennenswerten Firmen.

Also muß man die Kunden dazu bringen, neue Produkte zu kaufen, obwohl 
die alten noch gehen. Das geht mit diversen Sachen von geplanter 
Obsoleszenz bis Mode und geschicktem Marketing - wie, Du hast noch den 
Passat von vor 4 Jahren? Pleite oder wie?

Da unser Wirtschaftsmodell zum Wachstum gezwungen ist, muß man immer 
mehr absetzen, was durch Verkürzung der Produktzyklen geschieht. Dann 
aber kann man nicht mehr solide entwickeln, sondern man muß immer mehr 
Dinge parallel machen, die besser sequentiell gemacht würden. Um das 
wenigstens irgendwie hinzukriegen, muß man dann auch neue Prozesse 
haben.

Es kommt hinzu, daß das Geschäftsmodell bei Aktien nicht mehr wie 
ursprünglich die Dividende ist, also eine Art Kredit mit dem Zins als 
Gewinn, weil man etwas viel Profitableres entdeckt hat. Den Aktienkurs 
selber. Wenn der in einem Jahr um 10% steigt und man dann verkauft, hat 
man 10% Gewinn - egal, wie die Dividende ist.

Selbstverständlich ist die Zukunft des Unternehmens den Eigentümern dann 
genauso egal wie die Produkte, denn IHRE Unternehmung geht über den 
Aktienkurs. Selbst mit fallenden Aktienkursen kann man Gewinn machen, 
Stichwort Leerverkäufe.

Dazu paßt auch, daß an der Börse ein Zigfaches des finanziellen Volumens 
umgesetzt wird, welches in der Realwirtschaft ist. Auf gut deutsch, die 
Realwirtschaft verhält sich in etwa so zur Börse wie der Croupier zum 
Cas_ino. (Der Wortfilter im Forum erzwingt diese absurde Schreibweise.)

Der eigentliche Zweck des Engineerings ist es demzufolge, über drei 
Ecken die Kugel im Cas_ino in etwa an die Stelle zu bugsieren, wo das 
Haus sie gerne hätte.

von Ingenieur vom alten Schlag (Gast)


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Also meine Meinung zu dem Artikel:

Das Meiste ist Redundanz oder Zeugs, das man schon kennt. Alter Wein in 
neuen Schläuchen angereichert mit einem tollen Loge und beleuchtet durch 
flash light. Ich sehe in den Dingen, die man letztlich faktisch an 
Information über behält nichts, weiter als Banalitäten, die wir kennen. 
Der Rest ist Verpackung, um zu werben, doch mal Berater ins Haus zu 
lassen.

Ich mit Blick auf die Bemerkung oben, dass sich diese Werbung nicht an 
uns Ingenieure richtet, an der Stelle vielleicht einfügen, daß genau 
solche Berater bei uns waren. Ich bin also voreingenommen und weiß, was 
unsere Mannen von dort mitgebracht haben: Buzzwords und Allgemeine 
Infos. Es gibt aber praktisch keinen einzigen Punkt, wo sich jetzt 
irgendwas gewändert hätte.

Dasselbe gilt für die "Unterstützung", die wir in der Abteilung hatten: 
Es gab viele Tipps in der Prozess-Schulung, aber niemand der Entwickler 
hatte am Ende des Tages wirklich einen einzigen Punkt, den er benennen 
konnte, wo er jetzt wusste, was er morgen gegenüber gestern ändern 
würde. Wir wussten nur, dass wir "viel" miteinander reden müssen, uns 
"ausreichend gut" abstimmen müssen, Termine "schnell" kommunizieren und 
einhalten, kritisch gegenüber unseren eigenen Leistungen sein müssen und 
"gut" dokumentieren sowie "zielführend" in emails kommunizieren sollen.

Die Frage aber, wie man Planungsmenge, Kommunikationsgüte, die Qualität 
der Doku und Interaktion, sowie die Menge an Meinungsaustausch denn 
misst, um zu prüfen, ob man denn genug davon oder schon zuviel hat, 
blieb offen. Das konnte der Berater auch nicht beantworten.

D.h. jeder arbeitet einfach weiter so wie bisher, da er ja schon bisher 
der Ansicht war, genug getan zu haben. Für mehr ist ja auch nicht die 
Zeit.

von Nop (Gast)


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Ingenieur vom alten Schlag schrieb:

> Wir wussten nur, dass wir "viel" miteinander reden müssen

Ist ja auch so, Die Frage ist nur WAS.

> "ausreichend gut" abstimmen müssen

Wenn man gerade an etwas arbeitet, wo man weiß, daß da größere 
Änderungen sind, dann sollte man demjenigen, der davon abhängt, das 
bekanntgeben, was und wo sich was ändert. Dann kann er nämlich schon an 
den Teilen arbeiten, die stabil bleiben, anstatt Arbeiten doppelt zu 
machen.

Das geht bis zu simpelsten Sachen, daß man die Arbeit für nervige 
Merge-Konflikte gänzlich vermeiden kann, wenn man sich abspricht, wer 
wann was macht. Einfach indem man beim Kaffeeholen darüber anstatt über 
das Wetter redet.

> Termine "schnell" kommunizieren

Wenn man merkt, man wird nicht fertigwerden, sagt man das frühzeitig an. 
U.u. kann der Chef dann Sachen umpriorisieren.

> "gut" dokumentieren

Stell Dir vor, Du kämest als neuer Kollege in Dein Projekt. Welche Doku 
würdest Du Dir wünschen, um möglichst schnell Ahnung zu kriegen?

> sowie "zielführend" in emails kommunizieren sollen.

Oh ja, auch wichtig. WELCHE Aktion/Information wird von WEM genau bis 
WANN erwartet.

Die Alternative: Da wird diffuses Zeug an einen großen Verteiler 
geschickt, und jeder denkt, daß irgendwer sich schon kümmern wird. Der 
Unterschied zwischen TO und CC ist vielen auch nicht klar. Nichtmal ein 
aussagefähiger Betreff am besten noch. Oder der Betreff ist irreführund, 
weil de Diskussion offtopic geworden ist. Ein Text mit einer 
unstukturierten Textwand ohne Absätze, Aufzählungen usw. rundet das ab.

Eigentlich ist es ganz einfach, und das hat Immanuel Kant schon vor über 
200 Jahren gesagt: Schreib keine verwirrenden WTF-Mails, die Dir selber 
auch auf den Senkel gehen würden.

von Mike B. (mike_b97) Benutzerseite


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Kafkaesker Prozess schrieb:
> Im Marketing sagt man immer: Gutes Marketing reagiert nicht auf den Markt,
> sondern schafft ihn.

Selbst als BWL stellen sich mir bei genau diesem Satz komplett die 
Nackenhaare hoch.
Er bedeutet "Bedarf schaffen wo es keinen gibt."

Das ist genau der Satz der viele aktuelle Probleme schafft.
Elektroschrott, z.B., seltene Erden, Energie, Abholzung
Alles nur weil immer alles neu, "der letzte Schrei" und "total in" 
(iPad, iPhone) sein muss und nix mehr lange halten muss. Ohne wirklichen 
Mehrwert FÜR ALLE zu bringen.
Sche*** Wegwerfgesellschaft.

von c.m. (Gast)


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Ingenieur vom alten Schlag schrieb:
> Ich frage mich langsam, ob Ich der Einzige bin, der in der
> modernen
> Entwicklung der Elektronik und Systeme nicht mehr mitkommt. Ich lese
> immer öfters von Big Data, Digitalisierung und Industrie 4.0, sowie
> SCRUM und optimierten Ansätzen, um Entwicklung zu treiben, entdecke
> Manager und Berater, die Prozesse erdenken und Optimierungen
> applizieren…

das geht dir nicht alleine so, war aber schon immer so.
je komplizierter die technik wird, desto weniger versteht man alles in 
einem system - man setzt nur noch bausteine zusammen.
ich hab keine ahnung vom bergbau, oder chipdesign, oder krauftwerkbau, 
oder pcie specs, sitze aber vor einem rechner der all diese technologien 
braucht, und von mir einfach zusammengesöpselt wurde.
und genau so mache ichs in der softwareentwicklung: ich hab keine ahnung 
wie die pdf-lib intern funktioniert, oder der xml-parser, oder axis2, 
oder rampart, oder bouncycastle, oder die java-vm… stöpsle das alles 
aber zusammen um ein programm zu erstellen das (hoffentlich) macht was 
ich will.

"manager" machen das widerum genau so, nur sind die noch viel weiter vom 
eigentlichen "code" entfernt als "wir" code-monkeys.

erinnert sich noch jemand an 
https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Fliege_(1986) ?
da erklärt brundle seiner tussie am anfang des films, dass er nicht weiß 
wie die einzelteile seiner maschine funktionieren, und das er sie 
eigentlich nur nach dem baukastenprinzip zusammen setzt - ein alter hut 
also.

von Nop (Gast)


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Mike B. schrieb:

> Er bedeutet "Bedarf schaffen wo es keinen gibt."

Der Zweck eines Unternehmens ist es, aus Kapital mehr Kapital zu machen. 
Deswegen heißt die Wirtschaftsordnung "Kapitalismus", weil das der 
zentrale Punkt ist.

Die Deckung von Bedürfnissen ist bloß korrelierter Seiteneffekt, der 
aber immerhin stark genug korreliert ist, daß die Leute aus Trabbiland 
gedroht haben, alle in den Westen zu gehen, falls die Golfs nicht zu 
ihnen gehen.

von Ulli N. (Gast)


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Ingenieur vom alten Schlag schrieb:
> Immer mehr Leute quaken ein bullshit word nach dem anderen raus und
> versuchen sich, als Macher zu etablieren und scheinen auch Erfolg damit
> zu haben, unsere Projekt- und Geschäftsleiter davon überzeugen,

Ich war neulich als Abteilungsvertreter bei einem Vorstellungsgespräch 
dabei. In seinen Unterlagen stand u.a. "out of the box thinking" als 
eine seiner Stärken. Da habe ich schon ein unbestimmt mulmiges Gefühl 
bekommen. Ich habe den Begriff dann gegoogelt und tatsächlich bekommt 
man da Ergebnisse. Die kann man in etwa so zusammenfassen, daß man als 
"out of the box thinker" jemand ist, der bis 3 zählen kann und bei der 
Suche nach der Lösung eines Problems kein Brett vor dem Kopf hat.
Der Bewerber wurde am Ende nicht genommen. Daß ich darüber erleichtert 
war, ist mir erst später bewußt geworden und ich konnte mir nicht 
erklären warum. Ich glaube, es war das mulmige Gefühl, dass er einfach 
ein Dummschwätzer ist. Aber vielleicht bin ich mit 48 einfach schon zu 
alt.

von AlsGasthier (Gast)


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Nun ja, im Grunde stimmt die Überschrift und auch das, was die 
Ursprungssätze im Kern aussagen sollen. Das Problem ist im Kern leicht 
zu beschreiben:

Die Ansätze müssen immer abstrakter werden, da die Menschen in einem 
solchen Arbeitsumfeld die Themen meist nicht mehr vollständig 
durchdringen können. Der Grund liegt in der immer höher werdenden 
Komplexität der Anforderungen.
Folglich bekommen wir immer mehr Leute, die ich gerne als Legoingieneure 
bezeichne. Sie können viel besser als ich die Bausteine kombinieren, 
jedoch laufen sie latent Gefahr, diese Bausteine falsch zu nutzen, da 
das Wissen über das Fundament derselben immer weiter zurück geht.
Die Firmen müssen nun einen Transformationsprozeß durchmachen, sie 
brauchen für eine gute Arbeit wieder mehr Generalisten, die die 
Spezialisten fachübergreifend zusammenbringt, und damit 
interdisziplinäre Arbeit leisten.
Das wiederum wollen die Wirtschaftsleute nicht bezahlen oder einsehen. 
Nachhaltiges Denken wurde nicht erlernt!
Die Spreu trennt sich ganz alleine vom Weizen...

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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immer wieder schön zu sehen,
wie der selbe Text unterschiedlich verstanden wird.

Vielleicht sollte man an der Schule vermehrt Textaufgaben stellen.

von Sos (Gast)


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Daniel schrieb:
> Darum verstehe ich nicht, was der Eröffnungspost mit dem Artikel zu tun
> hat. Der Threadstarter sollte sich davon doch eher getröstet fühlen.

Also bei mir klingelt da auch der Bullshit-Alarm.
Der Inhalt kann ja passen, aber das Wording (Beep) ist 
überdenkenswürdig. Ich denk, man kann den Sachverhalt auch mir 
einfacheren Worten beschreiben.

Meiner Meinung nach sitzen die Verfasser des Artikels einem Irrtum auf:
Nicht die Sprache mach die Qualität aus, sondern die transportierte 
Information. Also das, was beim Leder im Gehirn ankommt.
Und da ist es wie bei Programmiersprachen: Dem Kompilat sieht man nicht 
an, dass der Quellcode kreativ formuliert wurde.

von Nureingast (Gast)


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AlsGasthier schrieb:

> Die Spreu trennt sich ganz alleine vom Weizen...

Ja und da die Spreu leichter ist, sammellt sie sich oben.

von Der Die Das (Gast)


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Moin,

ich kann deine Ansicht (@ Ingenieur vom alten Schlag) zu 100% 
nachvollziehen, erlebe dies auch.
Bin jetzt seit ca. 19Jahre im Berufsleben. Erste Firma war eine kleine 
Bastelbude, die Aufgaben waren richtig interessant aber dafür gab es 
dort keine Struktur.
Die zweite Firma war ein großer Automobilzulieferer C*******l, da trift 
deine Aussage zu 100% zu. Bin jetzt bei einem anderen großen 
Automobilzulieferer B***h. Und auch hier ist es das Selbe.

Mir kommt es so vor, also ab die großen Firmen nur noch nette kleine 
Büros haben möchten mit netten kleinen Espressomaschinen, wo man sich 
dann zum Bulshit-Bungo trift!

von Hannes J. (Firma: _⌨_) (pnuebergang)


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Ingenieur vom alten Schlag schrieb:
> Ich möchte in dem Zusammenhang auf diesen Artikel verweisen, den Ich
> bitte, mal durchzulesen und sich eine Meinung zu bilden, WAS der Mann
> eigentlich aussagt. Ich verstehe es nicht, was er uns wirklich mitteilen
> will.
>
> 
http://blog.zuehlke.com/digitale-geschaeftsmodelle-neun-unbequeme-wahrheiten-fuer-die-industrie

So schwer ist der Artikel nicht zu lesen. Eigentlich haben du und der 
Artikel-Autor fast die gleiche Meinung. Daher finde ich es etwas 
erstaunlich, dass du den Artikel als Negativ-Beispiel heranziehst.

Genau wie zum Beispiel bei wissenschaftlichen Artikeln, muss man so 
einen Artikel mit der richtigen Einstellung und dem richtigen mentalen 
Filter lesen. Dann sieht man, dass der Autor seine Zielgruppe 
(Entscheidungsträger) dort abholen möchte, wo sie gerade stehen:

Orientierungslos, täglich mit neuer Scheiße zugekübelt, von der sie aber 
glauben, dass es Schokolade ist.

> Das einzige Ergebnis ist, dass meine Frau, die es ebenfalls gelesen hat
> und Deutschlehrerin ist, eine Reihe von Kommafehlern und
> Ausdruchsfehlern, wie das Weiterschreiben mit Bindeworten nach Punkten
> oder fehlende Ausrufezeichen bei imperativen Sätzen, moniert hat.

Das kann sie gerne machen. Sie ist aber nicht die Zielgruppe. Daher sind 
ihre Findings (um mal etwas Denglish reinzuwerfen) nicht sonderlich 
relevant.

> Alles nur bullshit Bingo heute?

Vieles. Die Anzahl der nutzlosen Wichtigtuer in der Industrie ist 
exponentiell gewachsen. Vor 30 Jahren hätten Geschäftsführer im 
Mittelstand solche Typen noch eigenständig mit einem echten Arschtritt 
vor die Tür gesetzt. Heute laden sie sie ein.

> Wie gehe Ich als normaler Ingenieur mit der "extensivierten Anforderung
> nach der Integration non-disruptiverer Strategien zur Sicherstellung des
> win ouputs im operativen business um"?

Der Satz kommt in dem Artikel gar nicht vor. Egal wo er herkommt, 
übersetzt steht da:

Wir (die Geschäftsführung?) bestehen darauf (oder bekommen selber 
Druck), dass Vorgänge im Unternehmen geändert werden, ohne dass der 
laufende Geschäftsbetrieb darunter leidet, damit wir auch morgen noch 
Geld verdienen.

Für viele Unternehmen, die sich ständig anpassen, ist das eine 
Trivialität. Für Unternehmen, in denen der Patriarch bisher darauf 
bestand, dass man wie in den 50er-Jahren arbeitet, mag das neu sein.

Was kann der Ingenieur machen? Das was man bei Änderungen immer machen 
kann: Von Vorreiter spielen (z.B. die Chance nutzen eine lange selber 
gewünschte Verbesserung durch zu bekommen), bis zu zur aktiven Sabotage 
der Änderungen. Das übliche Spektrum 
(aktiv)positiv/neutral/(aktiv)negativ.

> Soll Ich schneller Löten?

Sich dumm stellen macht sich für einen Ingenieur nicht gut. Die Reaktion 
lässt sich im Spektrum der Reaktionen auf Änderungen im negativen 
Bereich, an der Grenze zur aktiven Sabotage, einordnen.

von Hannes J. (Firma: _⌨_) (pnuebergang)


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Der Die Das schrieb:
> ich kann deine Ansicht (@ Ingenieur vom alten Schlag) zu 100%
> nachvollziehen, erlebe dies auch.
> Bin jetzt seit ca. 19Jahre im Berufsleben.

Jungspund :)

> Erste Firma war eine kleine
> Bastelbude, die Aufgaben waren richtig interessant aber dafür gab es
> dort keine Struktur.

1. Frage: Gibt es diese Firma noch?

2. Frage: Wenn du lieber Bastler als Ingenieur bist, warum bist du nicht 
dort geblieben?

> Mir kommt es so vor, also ab die großen Firmen nur noch nette kleine
> Büros haben möchten mit netten kleinen Espressomaschinen, wo man sich
> dann zum Bulshit-Bungo trift!

In dem Satz überwiegen die positiven Aussagen:

> noch nette kleine Büros

Freu dich, Großraumbüros oder die Drecklöcher, die bei manchen Firmen 
als Arbeitsplätze durchgehen, machen keinen Spaß.

> mit netten kleinen Espressomaschinen

Wenn du Kaffeetrinker bist freu dich. Ansonsten installiere daneben eine 
Teemaschine oder wenigstens einen einfachen Wasserkocher und freu dich, 
dass du deine Teezeremonie durchführen kannst.

> Bulshit-Bungo

Das ist dann der Preis den du für ein nettes kleines Büro mit 
Espressomaschine zahlen musst. Es gibt schlimmere Arten sein Geld zu 
verdienen.

von Pandur S. (jetztnicht)


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Die Denkstrukturen werden nicht wirklich abstrakter, es wird nur so 
dargestellt. Ein technischer Fortschritt kann mehr Margen, mehr 
Verdienst erzielen, wenn er als aufwendige, komplexe und teure 
Technologie dargestellt wird.

Weshalb ist die Marge in der Landwirtschaft so tief ? Weil jeder denkt, 
das koenne er auch, ohne Aufwand, ohne Wissen. Weshalb macht's das 
Ausland guenstiger ? Weil die andere Verfahren haben, die man, dh der 
Konsument, selbst nicht moechte, wenn die Details dazu kommuniziert 
werden.

Oh, die vergiften die Umwelt, oh die verwenden ueppig Antibiotika, oh 
das sind illegale Einwanderer ...

: Bearbeitet durch User
von BobbyX (Gast)


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Das erlebe ich auch. Letztes Beispiel:

Ein einer SOA wird auf dem Server ein Ruby on Rails Framework 
installiert um keine SQL Queries selbst zu schreiben, sondern das durch 
dieses Framework zu erledigen ( Active Records ). Die Herrschaften, die 
das eingeführt haben, ( so um die 30 Jahre alt ) meinen es sei MODERN.

Einer der Client-Entwickler braucht aber etwas komplexere Query, mit 
einigen JOINS usw... Leider gibt es dieses Framework nicht her... Die 
Herrschaften meinen ER SOLL SICH ALLE TABELLEN AUF DEN CLIENT LADEN UND 
DIE RELATIONEN SELBST HERSTELLEN... Ha!!!! DIE BANDBREITE UND DER ACH SO 
MODERNE UND SCHNELLE SERVER KANN DAS LOCKER BEWÄLTIGEN!!!!

Wenn ich mit sowas konfrontiert werde, dann will ich ein Kiosk öffnen 
und nie wieder mit IT etwas zu tun haben.... Diese Herrschaften meinen 
sowas ERNST.

von Cyblord -. (Gast)


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BobbyX schrieb:
> Einer der Client-Entwickler braucht aber etwas komplexere Query, mit
> einigen JOINS usw... Leider gibt es dieses Framework nicht her...

Unsinn, natürlich kann man mit ActiveRecord auch beliebige SQL-Queries 
absetzen. A fool with a tool, ...

von BobbyX (Gast)


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Abradolf L. schrieb:
> BobbyX schrieb:
>> Einer der Client-Entwickler braucht aber etwas komplexere Query, mit
>> einigen JOINS usw... Leider gibt es dieses Framework nicht her...
>
> Unsinn, natürlich kann man mit ActiveRecord auch beliebige SQL-Queries
> absetzen. A fool with a tool, ...

Ja, kann man. Aber das wollen die Jungs nicht tun, weil das zu "low 
level" ist für sie....

von Cyblord -. (Gast)


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BobbyX schrieb:
> Ja, kann man. Aber das wollen die Jungs nicht tun, weil das zu "low
> level" ist für sie....

Naja wüssten sie was sie täten würden sie auch nicht ActiveRecord als 
ORM verwenden sondern Sequel ORM von Jeremy Evans :) Aber RoR verleitet 
Anfänger leider dazu Baukastenfrickler zu bleiben.

von Strubi (Gast)


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Ingenieur vom alten Schlag schrieb:
> Ich möchte in dem Zusammenhang auf diesen Artikel verweisen, den Ich
> bitte, mal durchzulesen und sich eine Meinung zu bilden, WAS der Mann
> eigentlich aussagt. Ich verstehe es nicht, was er uns wirklich mitteilen
> will.
>
> 
http://blog.zuehlke.com/digitale-geschaeftsmodelle-neun-unbequeme-wahrheiten-fuer-die-industrie

Ganz einfach:

Der Mann möchte uns kundtun, dass sein Bullshit besser ist als der 
andere Bullshit.
Da Zühlke ja irgendwie Aufträge reinholen muss, ist offenbar grade hip 
über die Blog-Methode, den Kunden zu suggerieren, dass sie eben mit 
ihren bunten Zettelchen die Besten von den Bullshittern sind.

Zieh dir mal die Serie "Silicon Valley" rein, und nimm den Kram nicht zu 
ernst, irgendwann platzt die Blase, und dann bloggen manche 4.0-Firmen 
vielleicht wieder was gehaltvolleres.

von M. W. (elektrowagi78) Benutzerseite


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Strubi schrieb:
> Zieh dir mal die Serie "Silicon Valley" rein
Wo finden wir denn die? In deren Blog?

Diese blogs nehmen langsam Formen an, die mich nachdenklich machen: 
Jeder Hinz und Kunz blogged drauf los und sondert seine Gedanken ab. 
Vielleicht denken manche Firmen, sie müssten da gegenhalten und hauen 
ebenfalls Werbung raus. Wenigstens ist das der Grund, warum sie sich auf 
facebook präsentieren.

Das "Gesichtsbuch", "Deineröhre" und "Flüster" ist voll gestopft mit 
Werbevideos, Slogans und Plattitüden, die alle Aufmerksamkeit erreichen 
wollen und das in einem immer bunteren Geschrei.

Früher gab es die Elektronikzeitschriften mit einem Leitartikel, der von 
Menschen mit Schreibfähigkeiten verfasst wurde und auf moderne 
Entwicklungen hinwies. Seit der Ausbreitung der sozialen Medien herrscht 
Marktschreierei.

Ich frage mich, wer das alles liest?

Was sind das für Entscheider, die sich davon beeinflussen lassen?

von Pandur S. (jetztnicht)


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Na. die Entscheider eben. Deswegen ist der Hype um die sozialen Medien. 
Weil es eben um viel mehr gehr wie etwas Kollegentratsch.

Es muss daher alles als Kollegentratsch daherkommen. Ist vielleicht 
etwas schwierig...

Auf FB gesehen/gehoert ist eben viel besser wie gar nicht 
gesehen/gehoert.

: Bearbeitet durch User
von M. W. (elektrowagi78) Benutzerseite


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Die Kollegen, die Ich so kenne, informieren sich aber nicht in dieser 
Weise über Firmen, um sie dann der Geschäftsleitung zu empfehlen. Das 
scheinen dann aber ganz bestimmte Kreise zu sein, die sich im Industrie 
4.0 Karussell bewegen und buzzen.

Für mich ein weiteres Beispiel, dass Management und Entwickler, die ja 
die eigentlichen Denker sind, immer weniger miteinander zu tun haben.

War eigentlich schon einmal jemand im einem brain storming meeting mit 
25 Mann, bestehend aus Produktmanagern, Marketingvertretern und 
Projektleitern, um neue innovative Ideen zu diskutieren? Die Ideen, die 
da herangetragen werden, sind grandios und wehe, es hat einer der 
Entwickler mal eine gute Idee, dann prügeln sie sich darum, wer sie 
zuerst gehabt hat. Meistens steht dann der Name des Innovationsmanagers 
ganz oben auf dem Zettel.

von Mike B. (mike_b97) Benutzerseite


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Nop schrieb:
> Mike B. schrieb:
>
>> Er bedeutet "Bedarf schaffen wo es keinen gibt."
>
> Der Zweck eines Unternehmens ist es, aus Kapital mehr Kapital zu machen.
> Deswegen heißt die Wirtschaftsordnung "Kapitalismus", weil das der
> zentrale Punkt ist.

ja, schön auswendig gelernt
Und, als richtig im Sinne von gut/perfekt erkannt?

Wohin sich diese Wirtschaftsordnung entwickeln kann wurde bereits in 
vielen Filmen und Romanen thematisiert, z.B. "Planet der Affen" 
(originale Version), "Mad Max" und "Cloud Atlas"
Z.B. in Star Trek wurde aber auch eine positive Alternative aufgezeigt, 
in der Folge als sie in der Zukunft zurückreisen und Picard (sinngemäß) 
erzählt, dass es kein Geld mehr benötigt und jeder machen kann wozu er 
Lust hat.

Und aus dieser Perspektive betrachtet sieht die aktuelle Menscheit aus 
wie ein paar Neanderthaler, die blind tagein tagaus ihrem Gott Mammon 
frönen und huldigen und sich in einer langen Spirale nur noch abwärts 
bewegen. Weil sie es nicht schaffen, dieses verstaubte System zu 
durchbrechen und abzuschütteln.
Und das obwohl VIELE Menschen wissen, dass es besser geht, aber nicht an 
ihren Predigern vorbeikommen, die da bei den Bilderbergern, in den 
westlichen Regierungen, im Transatlantic Policy Network, im 
Weltwirtschaftsforum, im IWF usw. usf. sitzen.

Und von daher ist es sooo deprimierend zu sehen, was die Menschheit so 
aus seiner Existenz macht.

Und wer den Mund aufmacht wird direkt biiieeeeep- politische Zensur 
(zu Recht an dieser Stelle)

: Bearbeitet durch User
von W.S. (Gast)


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Ingenieur vom alten Schlag schrieb:
> Wie gehe Ich als normaler Ingenieur mit der "extensivierten Anforderung
> nach der Integration non-disruptiverer Strategien zur Sicherstellung des
> win ouputs im operativen business um"?

Mein Rat: Einfach ignorieren.

Ich kriege jede Woche einen ganzen Schwall von angebliche 
"Fachzeitschriften" rein, fünfmal dasselbe, teilweise an Leute 
adressiert, die seit 10 Jahren im Ruhestand sind.. und und und. Und auf 
den letzten Seiten mancher solcher Gazetten findne sich sogar höchst 
wichtige und unbedinge beachtenswerte Ratschläge für den Manager.. 
GRÖHL.

Fakt ist, daß sich hier in Deutschland eine ganze Grauzone von 
Existenzen (sprich Scharlatanen) etabliert hat, die zwar überhaupt 
nichts können, dafür aber massiv einen zulabern wollen.

Dazu gehören auch alle Arten von selbsternannten Kontroletties: Leute 
die kostenpflichtige Prüfungen durchführen wollen. Also all solche 
Leute, die zu doof sind, irgendwelche Produkte zu entwickeln, die sich 
davor drücken, Verantwortung zu übernehmen und die nur darauf bedacht 
sind, anderen das Geld für einen (Damen mal wegschauen) FURZ aus der 
Tasche zu ziehen.

Im Kleinen sind das die Hausierer, die im Blaumann des Weges kommen, 
einen Lastenaufzug sehen und in gewichtigem Ton sagen "Wer ist der 
Betreiber dieser Anlage? Wir sind beauftragt, die jährliche 
Sicherheitsüberprüfung durchzuführen." Anschließend kommt ne Rechnung in 
die Buchhaltung...

Oftmal klappt das sogar. Und manches ist nichtmal wirklich strafbar.

W.S.

von The Expert (Gast)


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Markus W. schrieb:
> War eigentlich schon einmal jemand im einem brain storming meeting mit
> 25 Mann, bestehend aus Produktmanagern, Marketingvertretern und
> Projektleitern, um neue innovative Ideen zu diskutieren?

Dann kommt sowas dabei raus...

https://youtu.be/BKorP55Aqvg

:-)

von Nop (Gast)


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Mike B. schrieb:

> Und, als richtig im Sinne von gut/perfekt erkannt?

Das war eine deskriptive Aussage, keine normative.

> Z.B. in Star Trek wurde aber auch eine positive Alternative aufgezeigt,

Die damit steht und fällt, daß man unbeschränkte Energie hat sowie auf 
Knopfdruck alles replizieren kann. Dadurch erst verliert der Besitz an 
Produktionsmitteln seine Bedeutung. Sprich, der Plot ist auf einen deus 
ex machina angewiesen und daher zwar als Unterhaltung nett, aber für 
mehr auch nicht.

Eine im Arbeitsleben tatsächlich positive Alternative aus Startrek ist 
hingegen der Picard'sche Facepalm, den kann man öfters mal gebrauchen.

von A. S. (achs)


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Ingenieur vom alten Schlag schrieb:
> Wir arbeiten offiziell nach dem V-Modell

V-Modell ist OK für wiederkehrende, einfache oder altbekannte Ding. Ein 
gutes Beispiel sind SIL/Safety/Funktionale Sicherheit(EN 61508). Also 
quasi Beamtenjobs.

Neuentwicklungen sind mit V-Modell nicht möglich. Und damit sind 
Kreativität, Herausforderung, Pioniergeist etc. schwierig. Darum werden

Ingenieur vom alten Schlag schrieb:
> die komplizierten Dinge ausgelagert


Es bleibt ein Heer von Beamten, die meinen zu wissen, wie es gehen 
würde, wenn sie es machen müssten.

von Kodierungskraft (Gast)


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Achim S. schrieb:
> . Und damit sind Kreativität, Herausforderung, Pioniergeist etc.
> schwierig.

Mit diesen Stichworten kann man so manchen zur Hyperventilation bringen. 
Da reicht schon eines von denen...

von A. S. (achs)


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Kodierungskraft schrieb:
>> Kreativität, Herausforderung, Pioniergeist etc.

> Mit diesen Stichworten kann man so manchen zur Hyperventilation bringen.

Kreativität: Ideen, eine bekannte Aufgabe neu (einfacher, billiger, 
zuverlässgier) zu lösen, oder eine neue, bisher nicht bekannte 
Funktionalität zu entwickeln.

Herausforderung: Unmögliches zu versuchen, und dabei auch scheitern 
dürfen.

Pioniergeist: Das Gefühl, dass niemand oder kaum jemand im Umfeld 
(Firma, Peer-Group, Mitbewerber, ... ) diesen offensichtlichen Weg in 
die Zukunft jemals gegangen ist.

Also all dass, was Ingenieur sein von Beamter sein unterscheidet.

von Anstaltsleiter (Gast)


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Zu dem Denglisch Gelaber fällt mir immer wieder das hier ein,
preisgekröntes Denglisch-Bullshit-Gelaber:

Mein Leben ist eine giving-story. Ich habe verstanden, dass man 
contemporary sein muss, das future-Denken haben muss. Meine Idee war, 
die hand-tailored-Geschichte mit neuen Technologien zu verbinden. Und 
für den Erfolg war mein coordinated concept entscheidend, die Idee, dass 
man viele Teile einer collection miteinander combinen kann. Aber die 
audience hat das alles von Anfang an auch supported. Der problembewusste 
Mensch von heute kann diese Sachen, diese refined Qualitäten mit spirit 
eben auch appreciaten. Allerdings geht unser voice auch auf bestimmte 
Zielgruppen. Wer Ladyisches will, searcht nicht bei Jil Sander. Man muss 
Sinn haben für das effortless, das magic meines Stils.

Jil Sander erhielt für dieses Geschwalle den Preis "Sprachpanscher des 
Jahres".

von Kodierungskraft (Gast)


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Achim S. schrieb:
> Herausforderung: Unmögliches zu versuchen, und dabei auch scheitern
> dürfen.

Was schreibt die zugeordnete Führungskraft dann in das normierte 
Standardbewertungsformblatt 56E9?
Mit welchem KPI  misst man "Scheitern"? Wie soll man das Scheitern 
optimieren? Ist beim erfolgreichen Scheitern eine rote oder eine grüne 
Ampel zu berichten?

Schwer, dafür einen lösungsorientierten Ansatz zu finden.

von Pandur S. (jetztnicht)


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> War eigentlich schon einmal jemand im einem brain storming meeting mit
25 Mann, bestehend aus Produktmanagern, Marketingvertretern und
Projektleitern, um neue innovative Ideen zu diskutieren? Die Ideen, die
da herangetragen werden, sind grandios und wehe, es hat einer der
Entwickler mal eine gute Idee, dann prügeln sie sich darum, wer sie
zuerst gehabt hat. Meistens steht dann der Name des Innovationsmanagers
ganz oben auf dem Zettel.


Als Schwergewicht, nicht im physikalischen Sinn, geht man da genau 
einmal hin und laesst sich nachher entschuldigen ... und laesst auf 
Anfrage durchsickern "ineffizient", "Deppen", "Stuss" ...
aber wann darf man sich als Schwergewicht betrachten ?

von Strubi (Gast)


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Sapperlot W. schrieb:
>> War eigentlich schon einmal jemand im einem brain storming meeting mit
> 25 Mann, bestehend aus Produktmanagern, Marketingvertretern und
> Projektleitern, um neue innovative Ideen zu diskutieren? Die Ideen, die
> da herangetragen werden, sind grandios und wehe, es hat einer der
> Entwickler mal eine gute Idee, dann prügeln sie sich darum, wer sie
> zuerst gehabt hat. Meistens steht dann der Name des Innovationsmanagers
> ganz oben auf dem Zettel.

Dass das immer so funktioniert, lernt man ja schon an der Uni.
Aber das gibt es bei schwerfälligen amerikanisch/industriellen 
Associations genau andersrum: Wenn du da eine innovative Idee hast, 
wirst du verprügelt, denn es könnte ja breiten Anklang finden und dann 
müssten die Platzhirsche anfangen, daran zu arbeiten oder gar ihren 
wohldefinierten 'Standard' umkrempeln.
Und 10 Jahre später: Oh, sie haben die Innovation von damals irgendwie 
doch umgesetzt und sogar ne Marke dafür angemeldet.

'Silicon Valley' dürfte bei Amazon online zu gucken sein. Natürlich im 
Original, sonst ist's nicht lustig.

Beitrag #5037187 wurde von einem Moderator gelöscht.
von F. B. (finanzberater)


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Ingenieur vom alten Schlag schrieb:
> Meine Realität ist die, dass immer mehr gespart wird, immer biligere
> Leute...

> Immer mehr Leute quaken ein bullshit word nach dem anderen raus und
> versuchen sich, als Macher zu etablieren und scheinen auch Erfolg damit
> zu haben, unsere Projekt- und Geschäftsleiter davon überzeugen, ihnen
> die Projekte zu geben...

Kann ich so alles bestätigen. Und weil mich das ankotzt, mache ich mich 
jetzt finanziell unabhängig, um aus diesem Affenzirkus rauszukommen. 
Warum soll ich mich anstrengen? Das lohnt sich doch nicht. Wenn ich 
sehe, dass manche Kollegen an 10 bis 20 % der Arbeitstage krank feiern, 
am Tag 1-2 Stunden Kaffee- oder Raucherpause machen, im Extremfall 
maximal 10 oder 20 % der Bugs fixen, die ich jeden Tag fixe, aber um des 
Betriebsfriedens Willen fast dasselbe Gehalt bekomme, dann lohnt sich 
die Anstrengung doch offensichtlich nicht. Deswegen investiere ich jetzt 
fast meine ganze Energie in meine finanzielle Unabhängigkeit. Wenn es 
sehr gut läuft, könnte ich die schon in 5 Jahren erreicht haben.

von F. B. (finanzberater)


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von F. B. (finanzberater)


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Dagobert Tump schrieb:
> Lass die Leute doch reden. Muss dich das interessieren?

Ja, es hat dich zu interessieren, wenn HR, Geschäftsführung  oder 
Projektleitung auf solche Schwätzer reinfallen und du dann mit deiner 
Arbeit ihr teures Gehalt erwirtschaften musst.

Wir hatten mal (unter anderem) einen Kollegen, der laut seinem 
LinkedIn-Profil ein wahrer Superheld war und schon mehrere Firmen vor 
der Pleite gerettet haben soll. Bei uns im Projekt er dann seine Zeit 
mit MS Project verplempert. Wenn ihm einen Aufgabe übertragen wurde, hat 
er nichts geblickt und versucht, die Aufgabe weiter zu delegieren (er 
hat sich ja als der große Macher gefühlt, der nur die Arbeit 
koordinieren muss). Ich musste sogar öfter seine E-Mails schreiben und 
er hat dann seinen Namen drunter gesetzt, weil er selbst nichts gecheckt 
hat. Der Kunde hat sich dann irgendwann geweigert, weiter mit ihm 
zusammenzuarbeiten, aber niemand hat ihm das gesagt. Er hat mich dann 
immer gefragt, ob ich wüsste, warum er keine Aufgaben mehr bekommt. Aber 
er wurde noch ein Jahr weiter mit einem fürstlichen Gehalt bezahlt, 
obwohl er nur noch Däumchen gedreht und nutzlose Powerpointfolien 
produziert hat. Erst als die Firma dann kurz vor der pleite war, wurde 
er dann entlassen.

von F. B. (finanzberater)


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Abradolf L. schrieb:
> Naja wüssten sie was sie täten würden sie auch nicht ActiveRecord als
> ORM verwenden sondern Sequel ORM von Jeremy Evans :) Aber RoR verleitet
> Anfänger leider dazu Baukastenfrickler zu bleiben.

Ihr habt doch noch nie eine richtige SQL-Abfrage geschrieben, wenn ihr 
meint, ein ORM könnte echtes SQL ersetzen. ORMs sind gut für triviale 
Aufgaben.

Beitrag #5038371 wurde von einem Moderator gelöscht.
von F. B. (finanzberater)


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Markus W. schrieb:
> Früher gab es die Elektronikzeitschriften mit einem Leitartikel, der von
> Menschen mit Schreibfähigkeiten verfasst wurde und auf moderne
> Entwicklungen hinwies.

Die Fachzeitschriften produzieren doch auch fast nur noch heiße Lust, 
nur vereinzelt ist noch ein lesenswerter Artikel dabei. Bei den Autoren 
handelt es sich meistens um sogenannte "Speaker", die auf Konferenzen 
Vorträge halten, und als selbständige Softwareentwickler arbeiten. Ihre 
Artikel in den Fachzeitschriften sind für sie nur ein Werbemedium, um 
sich einen Namen zu machen, um dann höhere Eintrittsgehälter und 
Stundenlöhne verlangen zu können. Deswegen habe ich auch die zwei 
Fachzeitschriftenabonnemonts, die ich früher hatte, schon vor langer 
Zeit gekündigt.

von Strubi (Gast)


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F. B. schrieb:
> Die Fachzeitschriften produzieren doch auch fast nur noch heiße Lust,

Wenn man 'Fachzeitschriften' so schön amerikanisch akzentuiert 
ausspricht, versteht man auch eher, warum sie "heisse Lust" produzieren 
:-)

Ach, war der schön.

von X4U (Gast)


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Ingenieur vom alten Schlag schrieb:
> Ich möchte in dem Zusammenhang auf diesen Artikel verweisen, den Ich
> bitte, mal durchzulesen und sich eine Meinung zu bilden, WAS der Mann
> eigentlich aussagt. Ich verstehe es nicht, was er uns wirklich mitteilen
> will.


>> 1. Sie sind mit Ihrer Digitalisierungs-Strategie nicht disruptiv,
>> sondern nur Teil einer Herde.

>> Ich weiß, das klingt hart, aber es ist so:

>> ...


>> Viele Manager übersehen die zweite unbequeme Wahrheit:



Ihr Text: 1161 Zeichen, 166 Wörter Bullshit-Index :0.53

Ihr Text signalisiert deutlich: Sie wollen etwas verkaufen oder jemanden 
tief beeindrucken. Es wirkt unwahrscheinlich, dass damit auch eine klare 
Aussage verbunden ist - und wenn ja: wer soll das verstehen?

http://www.blablameter.de/index.php


Nun, wir leben in einer Wettbewerbsgesellschaft. Den ganzen 
"Heißluftballonen" wird irgendwann das Gas ausgehen. Dann kannst du bei 
den Notlandungen zuschauen.

Mann muss nur warten können  ;-)

von Früher war alles besser (Gast)


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F. B. schrieb:
> Wir hatten mal (unter anderem) einen Kollegen, der laut seinem
> LinkedIn-Profil ein wahrer Superheld war und schon mehrere Firmen vor
> der Pleite gerettet haben soll.

Da stellt sich schon die Frage, ob LinkedIn und Konsorten nicht ein Teil 
des Problems sind. Warum tut es nicht der klassische Weg über 
Stellenausschreibung und Bewerbung? Am Ende ist das eh wieder der 
gelebte Ist-Prozess.

Welchen exakten Mehrwert, außer der reinen Selbstdarstellung bieten die 
ganzen Karrierenetzwerke?
Abgesehen davon, dass man dann irgendwann den Instagram-Effekt hat, 
indem sich alle gegenseitig mit immer noch tolleren Profilen überbieten 
müssen. Da ist es dann schon Alleinstellungsmerkmal, überhaupt nicht bei 
so etwas mitzumachen.

von Lutz H. (luhe)


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X4U schrieb:
> Nun, wir leben in einer Wettbewerbsgesellschaft. Den ganzen
> "Heißluftballonen" wird irgendwann das Gas ausgehen. Dann kannst du bei
> den Notlandungen zuschauen.
>
> Mann muss nur warten können  ;-)

Da macht das erwirtschaftete Geld die Landung schön weich, dass sind 
außerplanmäßige Landungen im Urlaubsparadies.

von Cyblord -. (Gast)


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Früher war alles besser schrieb:
> Welchen exakten Mehrwert, außer der reinen Selbstdarstellung bieten die
> ganzen Karrierenetzwerke?

Um auf beruflicher Ebene in Kontakt mit Leuten (z.B. Ex-Kollegen bei nem 
Firmenwechsel) zu bleiben, so wie FB fürs Private.

von so isses (Gast)


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Ingenieur vom alten Schlag schrieb:
> Das Problem sind die vielen Manager, die sich aus dem eigentlichen
> Geschäft verabschieden, um aus der Entwicklung rauszukommen oder nie
> drin waren. Früher, noch vor 10 Jahren haben wir mehr Leuten besser
> produziert, es gab kaum irgendwelche Wirtschaftsingenieure, die jetzt 3
> Abteilungen besetzen.

Gibts bei uns auch Positionen von denen keiner weiss was die machen.

Die Zahl der Meetings ist in den letzten Jahren beängstigend gestiegen. 
Die Themen über die hochdotiere streiten machen zunehmend Angst es geht 
um keine großen Entscheidungen bzw. Entscheidungen mehr sondern um 
Belanglosigkeiten. Da übernimmt jeder Ing am Tag mehr Verantwortung als 
so mancher Manager in 200 Meetings !

von Sebastian L. (sebastian_l72)


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Ingenieur vom alten Schlag schrieb:
> ....
> Alles nur bullshit Bingo heute?
Auf solchen Blogs: JA!

> Wie gehe Ich als normaler Ingenieur mit der "extensivierten Anforderung
> nach der Integration non-disruptiverer Strategien zur Sicherstellung des
> win ouputs im operativen business um"?
>
> Soll Ich schneller Löten?
Was hasst du als Person damit zu tun? Hier geht es um Business und da 
sind Menschen ein Produktsfaktor - mehr nicht.

Die disruptive Strategie wäre einen Lötautomaten zu beschaffen.

Beitrag #5041454 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Possetitjel (Gast)


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Ingenieur vom alten Schlag schrieb:

> Ich möchte in dem Zusammenhang auf diesen Artikel verweisen,
> den Ich bitte, mal durchzulesen und sich eine Meinung zu
> bilden, WAS der Mann eigentlich aussagt. Ich verstehe es
> nicht,

Das macht nichts. Der Artikel ist nicht für Dich gedacht.

> was er uns wirklich mitteilen will.

Er versucht einen Spagat: Einerseits die Verantwortlichen
dort abholen, wo sie stehen (erkennbar an der Wortwahl),
andererseit die Erkenntnis vermitteln, dass auch im
dritten Jahrtausend mit seinen neuen Herausforderungen
die Führungskräfte, die diesen Namen verdienen, ganz
altmodische Fähigkeiten und Tugenden besitzen sollten.
Und, nein, "Tugenden" ist hier keineswegs spöttisch
gemeint.

Im Prinzip steht in dem Artikel sicher nichts grundsätzlich
Neues -- aber auch der Satz des Pythagoras muss jeder
Schülergeneration wieder neu beigebracht werden. Warum
sollte das bei Managern anders sein?

Beitrag #5043090 wurde von einem Moderator gelöscht.
von F. B. (finanzberater)


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Ingenieur vom alten Schlag schrieb:
> Das Problem sind die vielen Manager, die sich aus dem eigentlichen
> Geschäft verabschieden, um aus der Entwicklung rauszukommen oder nie
> drin waren.

Wer's drauf hat, der steigt sowieso komplett aus und lebt von seinen 
Kapitalerträgen. Schlecht für den Wirtschaftsstandort Deutschland, wenn 
nur noch die Luschen entwickeln. Ob die billigen Ausländer das Problem 
lösen können, ist fraglich, da deren Qualität und vor allem ihre 
Arbeitsmoral teilweise zweifelhaft ist.

von (prx) A. K. (prx)


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F. B. schrieb:
> Iwenn nur noch die Luschen entwickeln.

Klappt gut, solange es anderswo genauso läuft.

Ausserdem haben doch nur so die Luschen eine Chance auf einen 
Arbeitsplatz. MacJobs gibts auch nur in begrenzter Zahl.

von Nop (Gast)


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MORGEN IHR LUSCHEN! (tm) Ausbilder Schmidt :-)

Beitrag #5051300 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Kritiker (Gast)


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Possetitjel schrieb:
> Im Prinzip steht in dem Artikel sicher nichts grundsätzlich
> Neues -- aber auch der Satz des Pythagoras muss jeder
> Schülergeneration wieder neu beigebracht werden. Warum
> sollte das bei Managern anders sein?

Weil die Dinge, die dort z.T. propagiert werden, nicht kausal stimmig 
sind wie der Pythagoras sondern einfach Meinung und Trend sind. Es ist 
oft bullshit bingo und verklausulierte, anglifizierte Wortsuppe. Eine 
Suppe, die vielen nicht schmeckt und mit der sich gerade ältere 
Ingenieure nicht anfreunden können:
Beitrag "Re: Ingenieur, von Kleinfirma in Großkonzern wechseln ?"

von Possetitjel (Gast)


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Kritiker schrieb:

> Possetitjel schrieb:
>> Im Prinzip steht in dem Artikel sicher nichts grundsätzlich
>> Neues -- aber auch der Satz des Pythagoras muss jeder
>> Schülergeneration wieder neu beigebracht werden. Warum
>> sollte das bei Managern anders sein?
>
> Weil die Dinge, die dort z.T. propagiert werden, nicht kausal
> stimmig sind wie der Pythagoras sondern einfach Meinung und
> Trend sind.

Das ist zu sehr vereinfacht.

Es gibt meiner Meinung nach SEHR WOHL klar benennbare Gründe,
warum Software nicht einfach so produziert werden kann wie
Küchenuhren oder Hosenträger. Und es gibt genauso klar benennbare
Gründe dafür, warum Software für "EDVA" anders entwickelt werden
konnte als heutige Software für PCs.

Aus meiner Sicht ist aber zutreffend, dass diese kausalen Gründe
selten genug klar herausgearbeitet und benannt werden.

> Es ist oft bullshit bingo und verklausulierte, anglifizierte
> Wortsuppe. Eine Suppe, die vielen nicht schmeckt und mit der
> sich gerade ältere Ingenieure nicht anfreunden können [...]

Das Argument funktioniert auch in umgekehrter Richtung: Leider
ist bullshit bingo KEIN gültiger Beweis dafür, dass die propagierte
Idee Schwachsinn ist!

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