Ich frage mich langsam, ob Ich der Einzige bin, der in der modernen
Entwicklung der Elektronik und Systeme nicht mehr mitkommt. Ich lese
immer öfters von Big Data, Digitalisierung und Industrie 4.0, sowie
SCRUM und optimierten Ansätzen, um Entwicklung zu treiben, entdecke
Manager und Berater, die Prozesse erdenken und Optimierungen
applizieren, komme aber nicht mehr dahin, das noch irgendwie mit dem in
Verbindung zu bringen, was Ich persönlich als Alltag erlebe:
Meine Realität ist die, dass immer mehr gespart wird, immer biligere
Leute immer einfachere Sachen machen und die komplizierten Dinge
ausgelagert werden, weil es hinten und vorne an Leuten fehlt.
Die Probleme, die Ich sehe, sind die Kabel, die EMV-Prüfung, die
Leiterplattenprobleme, die Lötprobleme, die halbfertige Software der
Jungspunte und insgesamt ein Treiben, das weder in Prozesswelten noch in
sonstige abstrahierte Denkstrukturen passt.
Immer mehr Leute quaken ein bullshit word nach dem anderen raus und
versuchen sich, als Macher zu etablieren und scheinen auch Erfolg damit
zu haben, unsere Projekt- und Geschäftsleiter davon überzeugen, ihnen
die Projekte zu geben, statt einfach mal einen weiteren Ingenieur
einzusellen, damit nicht ständig Arbeit liegen bleibt.
Ich möchte in dem Zusammenhang auf diesen Artikel verweisen, den Ich
bitte, mal durchzulesen und sich eine Meinung zu bilden, WAS der Mann
eigentlich aussagt. Ich verstehe es nicht, was er uns wirklich mitteilen
will.
http://blog.zuehlke.com/digitale-geschaeftsmodelle-neun-unbequeme-wahrheiten-fuer-die-industrie
Das einzige Ergebnis ist, dass meine Frau, die es ebenfalls gelesen hat
und Deutschlehrerin ist, eine Reihe von Kommafehlern und
Ausdruchsfehlern, wie das Weiterschreiben mit Bindeworten nach Punkten
oder fehlende Ausrufezeichen bei imperativen Sätzen, moniert hat.
Alles nur bullshit Bingo heute?
Wie gehe Ich als normaler Ingenieur mit der "extensivierten Anforderung
nach der Integration non-disruptiverer Strategien zur Sicherstellung des
win ouputs im operativen business um"?
Soll Ich schneller Löten?
Ingenieur vom alten Schlag schrieb:> Meine Realität ist die, dass immer mehr gespart wird, immer biligere> Leute immer einfachere Sachen machen und die komplizierten Dinge> ausgelagert werden, weil es hinten und vorne an Leuten fehlt.>> Die Probleme, die Ich sehe, sind die Kabel, die EMV-Prüfung, die> Leiterplattenprobleme, die Lötprobleme, die halbfertige Software der> Jungspunte und insgesamt ein Treiben, das weder in Prozesswelten noch in> sonstige abstrahierte Denkstrukturen passt.
Klingt nach dem typischen "Früher-war-alles-besser-Syndrom".
Ingenieur vom alten Schlag schrieb:> Immer mehr Leute quaken ein bullshit word nach dem anderen raus und> versuchen sich, als Macher zu etablieren und scheinen auch Erfolg damit> zu haben, unsere Projekt- und Geschäftsleiter davon überzeugen, ihnen> die Projekte zu geben, statt einfach mal einen weiteren Ingenieur> einzusellen, damit nicht ständig Arbeit liegen bleibt.
Lass die Leute doch reden. Muss dich das interessieren?
Ingenieur vom alten Schlag schrieb:> Das einzige Ergebnis ist, dass meine Frau, die es ebenfalls gelesen hat> und Deutschlehrerin ist, eine Reihe von Kommafehlern und> Ausdruchsfehlern, wie das Weiterschreiben mit Bindeworten nach Punkten> oder fehlende Ausrufezeichen bei imperativen Sätzen, moniert hat.
Wer im Glashaus sitzt...
Teufel. Nach den ersten 5 Sätzen hats mich schier vom Hocker gehauen.
Gibts wirklich Leute, die solchen Mist bis zum Ende durchlesen können,
ohne dabei vor langeweile zu sterben? das reinste Bullshit-Bingo.
> Probleme, die Ich sehe, sind die Kabel, die EMV> Prüfung, die Leiterplattenprobleme, die> Lötprobleme, die halbfertige Software
mich freuts. Ich befasse mich oft mit EMV-Sanierungen ;-)
Ich kann nicht glauben, dass der Artikel ernst gemeint ist.
Das ist bestimmt eine Persiflage.
An den TO: lass dich davon nicht beeindrucken, es hat nichts mit den
Problemen eines Ingenieurs zu tun.
Ingenieur vom alten Schlag schrieb:> Soll Ich schneller Löten?
Klingt nach Klitsche, also noch nie einen Prozess gesehen.
Erzählt das der Eunuch, wie manns macht?
Wir arbeiten offiziell nach dem V-Modell, haben 27 Entwickler für HW und
SW, die zwischen 30 und 55 sind und arbeiten eigentlich gut zusammen.
Die Probleme kommen eigentlich immer von Aussen, weil wir immer mehr
zusammengespart werden, was dazu führt, dass Viele Dinge tun müssen, die
sie nicht können und sich erst einarbeiten müssen, während durch das
Wegfallen von Stellen und den Austritt von Mitarbeitern das Wissen der
Alten nicht ersetzt wird.
Die Probleme sind viel einfacher und simpler, als es in den supertollen
Prozessen formuliert wird. Da wird an Stellschrauben gedreht, die nicht
vorhanden sind und andere, größere Probleme übersehen. Konkret werden
Probleme erzeugt, die nicht sein müssten.
Das Problem sind die vielen Manager, die sich aus dem eigentlichen
Geschäft verabschieden, um aus der Entwicklung rauszukommen oder nie
drin waren. Früher, noch vor 10 Jahren haben wir mehr Leuten besser
produziert, es gab kaum irgendwelche Wirtschaftsingenieure, die jetzt 3
Abteilungen besetzen. Was die alle tun, weiss keiner. Was wir wahrnehmen
sind endlose Meetings und Diskussionen um Trivialitäten, wärend wichtige
Dinge verschoben werden, weil die Kompetenzen nicht reichen, es zu
entscheiden. Da hängen viel zu viele rum, die nichts mehr aktuelles
können und sich irgendwie umsehen, wo sie sich wichtig machen können.
Viele scharen sogar noch extra solche Leute um sich.
Allenthalben sind irgendwelche Schulungen und Berater im Hause, die sehr
viel Zeit wegnehmen, aber nicht wirklich irgendeinen Erfolg haben.
Ingenieur vom alten Schlag schrieb:> Die Probleme sind viel einfacher und simpler, als es in den supertollen> Prozessen formuliert wird. Da wird an Stellschrauben gedreht, die nicht> vorhanden sind und andere, größere Probleme übersehen. Konkret werden> Probleme erzeugt, die nicht sein müssten.
Was wiederum Beschäftigung generiert > Ist also der richtige Weg. Im
Marketing sagt man immer: Gutes Marketing reagiert nicht auf den Markt,
sondern schafft ihn.
> ..Ich frage mich langsam, ob Ich der Einzige bin, der in der modernen
Entwicklung der Elektronik und Systeme nicht mehr mitkommt.
Der letzte seiner Art.
Hat denn eigentlich irgendwer den Artikel gelesen?
Zugegeben, etwas Bullshit-Bingo ist da dabei, aber das ist ja auch eine
Beraterbutze. Also ist ein entsprechender Wortschatz durchaus zu
erwarten. Mal davon abgesehen macht das, was er schreibt, schon Sinn, so
substanzlos ist das nicht.
Habt ihr schonmal Texte von Gender"forschern", Soziologen, Feministinnen
und dergleichen Bildungsprekarianern gelesen?
Wühlhase schrieb:> Hat denn eigentlich irgendwer den Artikel gelesen?
Soeben. Klar, da steckt ein Haufen Bullshit-Buden-Slang drin, teils fast
schon sich selbst persiflierend. Ist aber durchaus Inhalt drin. Nur
adressiert der nicht den Ingenieur, sondern jene, die irgendwo mit neuen
Begriffen besch(m)issen wurden, logischerweise auch höchstens die Hälfte
kapiert haben, aber sich mit Enthusiasmus der Umsetzung widmen wollen.
Bloss um festzustellen das Utopia nicht um die Ecke wohnt, sondern man
diese Bude engagieren sollte.
Wühlhase schrieb:> Hat denn eigentlich irgendwer den Artikel gelesen?
Ja. Und der Verfasser räumt doch gerade mit der Vorstellung auf, dass
man mit ein paar Buzzwords sein Unternehmen zukunftsfähig machen kann,
und ist stattdessen eher auf der Seite der "klassischen" Industrie:
"Die Stärken liegen hierzulande woanders [als in "disruptiven
Geschäftsmodellen wie Uber oder Airbnb"]: etwa in Qualität,
Gründlichkeit, Sicherheit und Langfristigkeit – um nur einige zu
nennen."
"Methoden des Design Thinking für die Ideengenerierung und der
User-Centered Design Process in der Umsetzung. Was aber viel einfacher
ist und jeder machen sollte: Einfach mal einen Tag mit dem
Service-Techniker rausfahren. Sie lernen mehr über Ihre Kunden als in
allen Schulungen und Studien zusammen."
Darum verstehe ich nicht, was der Eröffnungspost mit dem Artikel zu tun
hat. Der Threadstarter sollte sich davon doch eher getröstet fühlen.
Besonders witzig ist der Abschnitt mit den Chefs die fordern "kennen wir
alles, gib uns neue Methoden", da fragt man sich wer doofer ist, die
Berater mit ihrem Beraterslang oder die Pointy Haired Bosses, da musste
ich automatisch an den Dilbert-Boss denken, so doof kann man doch gar
nicht sein so eine Frage zu stellen. Wir rödeln mal Methode x runter,
kapieren nicht worum es geht, wird schon werden, was wir hier machen
wissen wir eigentlich nicht, soll aber gut sein und helfen. JEtzt
brauchen wir mal was neues, los Berater, gib uns den neuesten Trend,
besser kann man nicht demonstrieren dass in dem Laden keiner einen Plan
hat. Wie überlebensolche Firmen?
Da ist schon was dran, aber der Kontext fehlt.
Tatsache ist, die Märkte sind gesättigt. Wenn man wie früher entwickelt,
wäre selbst bei neuen Produkten nach kurzer Zeit nur noch der Absatz für
Ersatz drin. Man könnte die Firma dann schrumpfen, aber dann verliert
man die Kostenvorteile durch Stückzahlen, und die Aktionäre wären dann
gelackmeiert - das sind das die Eigentümer der nennenswerten Firmen.
Also muß man die Kunden dazu bringen, neue Produkte zu kaufen, obwohl
die alten noch gehen. Das geht mit diversen Sachen von geplanter
Obsoleszenz bis Mode und geschicktem Marketing - wie, Du hast noch den
Passat von vor 4 Jahren? Pleite oder wie?
Da unser Wirtschaftsmodell zum Wachstum gezwungen ist, muß man immer
mehr absetzen, was durch Verkürzung der Produktzyklen geschieht. Dann
aber kann man nicht mehr solide entwickeln, sondern man muß immer mehr
Dinge parallel machen, die besser sequentiell gemacht würden. Um das
wenigstens irgendwie hinzukriegen, muß man dann auch neue Prozesse
haben.
Es kommt hinzu, daß das Geschäftsmodell bei Aktien nicht mehr wie
ursprünglich die Dividende ist, also eine Art Kredit mit dem Zins als
Gewinn, weil man etwas viel Profitableres entdeckt hat. Den Aktienkurs
selber. Wenn der in einem Jahr um 10% steigt und man dann verkauft, hat
man 10% Gewinn - egal, wie die Dividende ist.
Selbstverständlich ist die Zukunft des Unternehmens den Eigentümern dann
genauso egal wie die Produkte, denn IHRE Unternehmung geht über den
Aktienkurs. Selbst mit fallenden Aktienkursen kann man Gewinn machen,
Stichwort Leerverkäufe.
Dazu paßt auch, daß an der Börse ein Zigfaches des finanziellen Volumens
umgesetzt wird, welches in der Realwirtschaft ist. Auf gut deutsch, die
Realwirtschaft verhält sich in etwa so zur Börse wie der Croupier zum
Cas_ino. (Der Wortfilter im Forum erzwingt diese absurde Schreibweise.)
Der eigentliche Zweck des Engineerings ist es demzufolge, über drei
Ecken die Kugel im Cas_ino in etwa an die Stelle zu bugsieren, wo das
Haus sie gerne hätte.
Also meine Meinung zu dem Artikel:
Das Meiste ist Redundanz oder Zeugs, das man schon kennt. Alter Wein in
neuen Schläuchen angereichert mit einem tollen Loge und beleuchtet durch
flash light. Ich sehe in den Dingen, die man letztlich faktisch an
Information über behält nichts, weiter als Banalitäten, die wir kennen.
Der Rest ist Verpackung, um zu werben, doch mal Berater ins Haus zu
lassen.
Ich mit Blick auf die Bemerkung oben, dass sich diese Werbung nicht an
uns Ingenieure richtet, an der Stelle vielleicht einfügen, daß genau
solche Berater bei uns waren. Ich bin also voreingenommen und weiß, was
unsere Mannen von dort mitgebracht haben: Buzzwords und Allgemeine
Infos. Es gibt aber praktisch keinen einzigen Punkt, wo sich jetzt
irgendwas gewändert hätte.
Dasselbe gilt für die "Unterstützung", die wir in der Abteilung hatten:
Es gab viele Tipps in der Prozess-Schulung, aber niemand der Entwickler
hatte am Ende des Tages wirklich einen einzigen Punkt, den er benennen
konnte, wo er jetzt wusste, was er morgen gegenüber gestern ändern
würde. Wir wussten nur, dass wir "viel" miteinander reden müssen, uns
"ausreichend gut" abstimmen müssen, Termine "schnell" kommunizieren und
einhalten, kritisch gegenüber unseren eigenen Leistungen sein müssen und
"gut" dokumentieren sowie "zielführend" in emails kommunizieren sollen.
Die Frage aber, wie man Planungsmenge, Kommunikationsgüte, die Qualität
der Doku und Interaktion, sowie die Menge an Meinungsaustausch denn
misst, um zu prüfen, ob man denn genug davon oder schon zuviel hat,
blieb offen. Das konnte der Berater auch nicht beantworten.
D.h. jeder arbeitet einfach weiter so wie bisher, da er ja schon bisher
der Ansicht war, genug getan zu haben. Für mehr ist ja auch nicht die
Zeit.
Ingenieur vom alten Schlag schrieb:> Wir wussten nur, dass wir "viel" miteinander reden müssen
Ist ja auch so, Die Frage ist nur WAS.
> "ausreichend gut" abstimmen müssen
Wenn man gerade an etwas arbeitet, wo man weiß, daß da größere
Änderungen sind, dann sollte man demjenigen, der davon abhängt, das
bekanntgeben, was und wo sich was ändert. Dann kann er nämlich schon an
den Teilen arbeiten, die stabil bleiben, anstatt Arbeiten doppelt zu
machen.
Das geht bis zu simpelsten Sachen, daß man die Arbeit für nervige
Merge-Konflikte gänzlich vermeiden kann, wenn man sich abspricht, wer
wann was macht. Einfach indem man beim Kaffeeholen darüber anstatt über
das Wetter redet.
> Termine "schnell" kommunizieren
Wenn man merkt, man wird nicht fertigwerden, sagt man das frühzeitig an.
U.u. kann der Chef dann Sachen umpriorisieren.
> "gut" dokumentieren
Stell Dir vor, Du kämest als neuer Kollege in Dein Projekt. Welche Doku
würdest Du Dir wünschen, um möglichst schnell Ahnung zu kriegen?
> sowie "zielführend" in emails kommunizieren sollen.
Oh ja, auch wichtig. WELCHE Aktion/Information wird von WEM genau bis
WANN erwartet.
Die Alternative: Da wird diffuses Zeug an einen großen Verteiler
geschickt, und jeder denkt, daß irgendwer sich schon kümmern wird. Der
Unterschied zwischen TO und CC ist vielen auch nicht klar. Nichtmal ein
aussagefähiger Betreff am besten noch. Oder der Betreff ist irreführund,
weil de Diskussion offtopic geworden ist. Ein Text mit einer
unstukturierten Textwand ohne Absätze, Aufzählungen usw. rundet das ab.
Eigentlich ist es ganz einfach, und das hat Immanuel Kant schon vor über
200 Jahren gesagt: Schreib keine verwirrenden WTF-Mails, die Dir selber
auch auf den Senkel gehen würden.
Kafkaesker Prozess schrieb:> Im Marketing sagt man immer: Gutes Marketing reagiert nicht auf den Markt,> sondern schafft ihn.
Selbst als BWL stellen sich mir bei genau diesem Satz komplett die
Nackenhaare hoch.
Er bedeutet "Bedarf schaffen wo es keinen gibt."
Das ist genau der Satz der viele aktuelle Probleme schafft.
Elektroschrott, z.B., seltene Erden, Energie, Abholzung
Alles nur weil immer alles neu, "der letzte Schrei" und "total in"
(iPad, iPhone) sein muss und nix mehr lange halten muss. Ohne wirklichen
Mehrwert FÜR ALLE zu bringen.
Sche*** Wegwerfgesellschaft.
Ingenieur vom alten Schlag schrieb:> Ich frage mich langsam, ob Ich der Einzige bin, der in der> modernen> Entwicklung der Elektronik und Systeme nicht mehr mitkommt. Ich lese> immer öfters von Big Data, Digitalisierung und Industrie 4.0, sowie> SCRUM und optimierten Ansätzen, um Entwicklung zu treiben, entdecke> Manager und Berater, die Prozesse erdenken und Optimierungen> applizieren…
das geht dir nicht alleine so, war aber schon immer so.
je komplizierter die technik wird, desto weniger versteht man alles in
einem system - man setzt nur noch bausteine zusammen.
ich hab keine ahnung vom bergbau, oder chipdesign, oder krauftwerkbau,
oder pcie specs, sitze aber vor einem rechner der all diese technologien
braucht, und von mir einfach zusammengesöpselt wurde.
und genau so mache ichs in der softwareentwicklung: ich hab keine ahnung
wie die pdf-lib intern funktioniert, oder der xml-parser, oder axis2,
oder rampart, oder bouncycastle, oder die java-vm… stöpsle das alles
aber zusammen um ein programm zu erstellen das (hoffentlich) macht was
ich will.
"manager" machen das widerum genau so, nur sind die noch viel weiter vom
eigentlichen "code" entfernt als "wir" code-monkeys.
erinnert sich noch jemand an
https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Fliege_(1986) ?
da erklärt brundle seiner tussie am anfang des films, dass er nicht weiß
wie die einzelteile seiner maschine funktionieren, und das er sie
eigentlich nur nach dem baukastenprinzip zusammen setzt - ein alter hut
also.
Mike B. schrieb:> Er bedeutet "Bedarf schaffen wo es keinen gibt."
Der Zweck eines Unternehmens ist es, aus Kapital mehr Kapital zu machen.
Deswegen heißt die Wirtschaftsordnung "Kapitalismus", weil das der
zentrale Punkt ist.
Die Deckung von Bedürfnissen ist bloß korrelierter Seiteneffekt, der
aber immerhin stark genug korreliert ist, daß die Leute aus Trabbiland
gedroht haben, alle in den Westen zu gehen, falls die Golfs nicht zu
ihnen gehen.
Ingenieur vom alten Schlag schrieb:> Immer mehr Leute quaken ein bullshit word nach dem anderen raus und> versuchen sich, als Macher zu etablieren und scheinen auch Erfolg damit> zu haben, unsere Projekt- und Geschäftsleiter davon überzeugen,
Ich war neulich als Abteilungsvertreter bei einem Vorstellungsgespräch
dabei. In seinen Unterlagen stand u.a. "out of the box thinking" als
eine seiner Stärken. Da habe ich schon ein unbestimmt mulmiges Gefühl
bekommen. Ich habe den Begriff dann gegoogelt und tatsächlich bekommt
man da Ergebnisse. Die kann man in etwa so zusammenfassen, daß man als
"out of the box thinker" jemand ist, der bis 3 zählen kann und bei der
Suche nach der Lösung eines Problems kein Brett vor dem Kopf hat.
Der Bewerber wurde am Ende nicht genommen. Daß ich darüber erleichtert
war, ist mir erst später bewußt geworden und ich konnte mir nicht
erklären warum. Ich glaube, es war das mulmige Gefühl, dass er einfach
ein Dummschwätzer ist. Aber vielleicht bin ich mit 48 einfach schon zu
alt.
Nun ja, im Grunde stimmt die Überschrift und auch das, was die
Ursprungssätze im Kern aussagen sollen. Das Problem ist im Kern leicht
zu beschreiben:
Die Ansätze müssen immer abstrakter werden, da die Menschen in einem
solchen Arbeitsumfeld die Themen meist nicht mehr vollständig
durchdringen können. Der Grund liegt in der immer höher werdenden
Komplexität der Anforderungen.
Folglich bekommen wir immer mehr Leute, die ich gerne als Legoingieneure
bezeichne. Sie können viel besser als ich die Bausteine kombinieren,
jedoch laufen sie latent Gefahr, diese Bausteine falsch zu nutzen, da
das Wissen über das Fundament derselben immer weiter zurück geht.
Die Firmen müssen nun einen Transformationsprozeß durchmachen, sie
brauchen für eine gute Arbeit wieder mehr Generalisten, die die
Spezialisten fachübergreifend zusammenbringt, und damit
interdisziplinäre Arbeit leisten.
Das wiederum wollen die Wirtschaftsleute nicht bezahlen oder einsehen.
Nachhaltiges Denken wurde nicht erlernt!
Die Spreu trennt sich ganz alleine vom Weizen...
Daniel schrieb:> Darum verstehe ich nicht, was der Eröffnungspost mit dem Artikel zu tun> hat. Der Threadstarter sollte sich davon doch eher getröstet fühlen.
Also bei mir klingelt da auch der Bullshit-Alarm.
Der Inhalt kann ja passen, aber das Wording (Beep) ist
überdenkenswürdig. Ich denk, man kann den Sachverhalt auch mir
einfacheren Worten beschreiben.
Meiner Meinung nach sitzen die Verfasser des Artikels einem Irrtum auf:
Nicht die Sprache mach die Qualität aus, sondern die transportierte
Information. Also das, was beim Leder im Gehirn ankommt.
Und da ist es wie bei Programmiersprachen: Dem Kompilat sieht man nicht
an, dass der Quellcode kreativ formuliert wurde.
Moin,
ich kann deine Ansicht (@ Ingenieur vom alten Schlag) zu 100%
nachvollziehen, erlebe dies auch.
Bin jetzt seit ca. 19Jahre im Berufsleben. Erste Firma war eine kleine
Bastelbude, die Aufgaben waren richtig interessant aber dafür gab es
dort keine Struktur.
Die zweite Firma war ein großer Automobilzulieferer C*******l, da trift
deine Aussage zu 100% zu. Bin jetzt bei einem anderen großen
Automobilzulieferer B***h. Und auch hier ist es das Selbe.
Mir kommt es so vor, also ab die großen Firmen nur noch nette kleine
Büros haben möchten mit netten kleinen Espressomaschinen, wo man sich
dann zum Bulshit-Bungo trift!
Ingenieur vom alten Schlag schrieb:> Ich möchte in dem Zusammenhang auf diesen Artikel verweisen, den Ich> bitte, mal durchzulesen und sich eine Meinung zu bilden, WAS der Mann> eigentlich aussagt. Ich verstehe es nicht, was er uns wirklich mitteilen> will.>> http://blog.zuehlke.com/digitale-geschaeftsmodelle-neun-unbequeme-wahrheiten-fuer-die-industrie
So schwer ist der Artikel nicht zu lesen. Eigentlich haben du und der
Artikel-Autor fast die gleiche Meinung. Daher finde ich es etwas
erstaunlich, dass du den Artikel als Negativ-Beispiel heranziehst.
Genau wie zum Beispiel bei wissenschaftlichen Artikeln, muss man so
einen Artikel mit der richtigen Einstellung und dem richtigen mentalen
Filter lesen. Dann sieht man, dass der Autor seine Zielgruppe
(Entscheidungsträger) dort abholen möchte, wo sie gerade stehen:
Orientierungslos, täglich mit neuer Scheiße zugekübelt, von der sie aber
glauben, dass es Schokolade ist.
> Das einzige Ergebnis ist, dass meine Frau, die es ebenfalls gelesen hat> und Deutschlehrerin ist, eine Reihe von Kommafehlern und> Ausdruchsfehlern, wie das Weiterschreiben mit Bindeworten nach Punkten> oder fehlende Ausrufezeichen bei imperativen Sätzen, moniert hat.
Das kann sie gerne machen. Sie ist aber nicht die Zielgruppe. Daher sind
ihre Findings (um mal etwas Denglish reinzuwerfen) nicht sonderlich
relevant.
> Alles nur bullshit Bingo heute?
Vieles. Die Anzahl der nutzlosen Wichtigtuer in der Industrie ist
exponentiell gewachsen. Vor 30 Jahren hätten Geschäftsführer im
Mittelstand solche Typen noch eigenständig mit einem echten Arschtritt
vor die Tür gesetzt. Heute laden sie sie ein.
> Wie gehe Ich als normaler Ingenieur mit der "extensivierten Anforderung> nach der Integration non-disruptiverer Strategien zur Sicherstellung des> win ouputs im operativen business um"?
Der Satz kommt in dem Artikel gar nicht vor. Egal wo er herkommt,
übersetzt steht da:
Wir (die Geschäftsführung?) bestehen darauf (oder bekommen selber
Druck), dass Vorgänge im Unternehmen geändert werden, ohne dass der
laufende Geschäftsbetrieb darunter leidet, damit wir auch morgen noch
Geld verdienen.
Für viele Unternehmen, die sich ständig anpassen, ist das eine
Trivialität. Für Unternehmen, in denen der Patriarch bisher darauf
bestand, dass man wie in den 50er-Jahren arbeitet, mag das neu sein.
Was kann der Ingenieur machen? Das was man bei Änderungen immer machen
kann: Von Vorreiter spielen (z.B. die Chance nutzen eine lange selber
gewünschte Verbesserung durch zu bekommen), bis zu zur aktiven Sabotage
der Änderungen. Das übliche Spektrum
(aktiv)positiv/neutral/(aktiv)negativ.
> Soll Ich schneller Löten?
Sich dumm stellen macht sich für einen Ingenieur nicht gut. Die Reaktion
lässt sich im Spektrum der Reaktionen auf Änderungen im negativen
Bereich, an der Grenze zur aktiven Sabotage, einordnen.
Der Die Das schrieb:> ich kann deine Ansicht (@ Ingenieur vom alten Schlag) zu 100%> nachvollziehen, erlebe dies auch.> Bin jetzt seit ca. 19Jahre im Berufsleben.
Jungspund :)
> Erste Firma war eine kleine> Bastelbude, die Aufgaben waren richtig interessant aber dafür gab es> dort keine Struktur.
1. Frage: Gibt es diese Firma noch?
2. Frage: Wenn du lieber Bastler als Ingenieur bist, warum bist du nicht
dort geblieben?
> Mir kommt es so vor, also ab die großen Firmen nur noch nette kleine> Büros haben möchten mit netten kleinen Espressomaschinen, wo man sich> dann zum Bulshit-Bungo trift!
In dem Satz überwiegen die positiven Aussagen:
> noch nette kleine Büros
Freu dich, Großraumbüros oder die Drecklöcher, die bei manchen Firmen
als Arbeitsplätze durchgehen, machen keinen Spaß.
> mit netten kleinen Espressomaschinen
Wenn du Kaffeetrinker bist freu dich. Ansonsten installiere daneben eine
Teemaschine oder wenigstens einen einfachen Wasserkocher und freu dich,
dass du deine Teezeremonie durchführen kannst.
> Bulshit-Bungo
Das ist dann der Preis den du für ein nettes kleines Büro mit
Espressomaschine zahlen musst. Es gibt schlimmere Arten sein Geld zu
verdienen.
Die Denkstrukturen werden nicht wirklich abstrakter, es wird nur so
dargestellt. Ein technischer Fortschritt kann mehr Margen, mehr
Verdienst erzielen, wenn er als aufwendige, komplexe und teure
Technologie dargestellt wird.
Weshalb ist die Marge in der Landwirtschaft so tief ? Weil jeder denkt,
das koenne er auch, ohne Aufwand, ohne Wissen. Weshalb macht's das
Ausland guenstiger ? Weil die andere Verfahren haben, die man, dh der
Konsument, selbst nicht moechte, wenn die Details dazu kommuniziert
werden.
Oh, die vergiften die Umwelt, oh die verwenden ueppig Antibiotika, oh
das sind illegale Einwanderer ...
Das erlebe ich auch. Letztes Beispiel:
Ein einer SOA wird auf dem Server ein Ruby on Rails Framework
installiert um keine SQL Queries selbst zu schreiben, sondern das durch
dieses Framework zu erledigen ( Active Records ). Die Herrschaften, die
das eingeführt haben, ( so um die 30 Jahre alt ) meinen es sei MODERN.
Einer der Client-Entwickler braucht aber etwas komplexere Query, mit
einigen JOINS usw... Leider gibt es dieses Framework nicht her... Die
Herrschaften meinen ER SOLL SICH ALLE TABELLEN AUF DEN CLIENT LADEN UND
DIE RELATIONEN SELBST HERSTELLEN... Ha!!!! DIE BANDBREITE UND DER ACH SO
MODERNE UND SCHNELLE SERVER KANN DAS LOCKER BEWÄLTIGEN!!!!
Wenn ich mit sowas konfrontiert werde, dann will ich ein Kiosk öffnen
und nie wieder mit IT etwas zu tun haben.... Diese Herrschaften meinen
sowas ERNST.
BobbyX schrieb:> Einer der Client-Entwickler braucht aber etwas komplexere Query, mit> einigen JOINS usw... Leider gibt es dieses Framework nicht her...
Unsinn, natürlich kann man mit ActiveRecord auch beliebige SQL-Queries
absetzen. A fool with a tool, ...
Abradolf L. schrieb:> BobbyX schrieb:>> Einer der Client-Entwickler braucht aber etwas komplexere Query, mit>> einigen JOINS usw... Leider gibt es dieses Framework nicht her...>> Unsinn, natürlich kann man mit ActiveRecord auch beliebige SQL-Queries> absetzen. A fool with a tool, ...
Ja, kann man. Aber das wollen die Jungs nicht tun, weil das zu "low
level" ist für sie....
BobbyX schrieb:> Ja, kann man. Aber das wollen die Jungs nicht tun, weil das zu "low> level" ist für sie....
Naja wüssten sie was sie täten würden sie auch nicht ActiveRecord als
ORM verwenden sondern Sequel ORM von Jeremy Evans :) Aber RoR verleitet
Anfänger leider dazu Baukastenfrickler zu bleiben.
Ingenieur vom alten Schlag schrieb:> Ich möchte in dem Zusammenhang auf diesen Artikel verweisen, den Ich> bitte, mal durchzulesen und sich eine Meinung zu bilden, WAS der Mann> eigentlich aussagt. Ich verstehe es nicht, was er uns wirklich mitteilen> will.>> http://blog.zuehlke.com/digitale-geschaeftsmodelle-neun-unbequeme-wahrheiten-fuer-die-industrie
Ganz einfach:
Der Mann möchte uns kundtun, dass sein Bullshit besser ist als der
andere Bullshit.
Da Zühlke ja irgendwie Aufträge reinholen muss, ist offenbar grade hip
über die Blog-Methode, den Kunden zu suggerieren, dass sie eben mit
ihren bunten Zettelchen die Besten von den Bullshittern sind.
Zieh dir mal die Serie "Silicon Valley" rein, und nimm den Kram nicht zu
ernst, irgendwann platzt die Blase, und dann bloggen manche 4.0-Firmen
vielleicht wieder was gehaltvolleres.
Strubi schrieb:> Zieh dir mal die Serie "Silicon Valley" rein
Wo finden wir denn die? In deren Blog?
Diese blogs nehmen langsam Formen an, die mich nachdenklich machen:
Jeder Hinz und Kunz blogged drauf los und sondert seine Gedanken ab.
Vielleicht denken manche Firmen, sie müssten da gegenhalten und hauen
ebenfalls Werbung raus. Wenigstens ist das der Grund, warum sie sich auf
facebook präsentieren.
Das "Gesichtsbuch", "Deineröhre" und "Flüster" ist voll gestopft mit
Werbevideos, Slogans und Plattitüden, die alle Aufmerksamkeit erreichen
wollen und das in einem immer bunteren Geschrei.
Früher gab es die Elektronikzeitschriften mit einem Leitartikel, der von
Menschen mit Schreibfähigkeiten verfasst wurde und auf moderne
Entwicklungen hinwies. Seit der Ausbreitung der sozialen Medien herrscht
Marktschreierei.
Ich frage mich, wer das alles liest?
Was sind das für Entscheider, die sich davon beeinflussen lassen?
Na. die Entscheider eben. Deswegen ist der Hype um die sozialen Medien.
Weil es eben um viel mehr gehr wie etwas Kollegentratsch.
Es muss daher alles als Kollegentratsch daherkommen. Ist vielleicht
etwas schwierig...
Auf FB gesehen/gehoert ist eben viel besser wie gar nicht
gesehen/gehoert.
Die Kollegen, die Ich so kenne, informieren sich aber nicht in dieser
Weise über Firmen, um sie dann der Geschäftsleitung zu empfehlen. Das
scheinen dann aber ganz bestimmte Kreise zu sein, die sich im Industrie
4.0 Karussell bewegen und buzzen.
Für mich ein weiteres Beispiel, dass Management und Entwickler, die ja
die eigentlichen Denker sind, immer weniger miteinander zu tun haben.
War eigentlich schon einmal jemand im einem brain storming meeting mit
25 Mann, bestehend aus Produktmanagern, Marketingvertretern und
Projektleitern, um neue innovative Ideen zu diskutieren? Die Ideen, die
da herangetragen werden, sind grandios und wehe, es hat einer der
Entwickler mal eine gute Idee, dann prügeln sie sich darum, wer sie
zuerst gehabt hat. Meistens steht dann der Name des Innovationsmanagers
ganz oben auf dem Zettel.
Nop schrieb:> Mike B. schrieb:>>> Er bedeutet "Bedarf schaffen wo es keinen gibt.">> Der Zweck eines Unternehmens ist es, aus Kapital mehr Kapital zu machen.> Deswegen heißt die Wirtschaftsordnung "Kapitalismus", weil das der> zentrale Punkt ist.
ja, schön auswendig gelernt
Und, als richtig im Sinne von gut/perfekt erkannt?
Wohin sich diese Wirtschaftsordnung entwickeln kann wurde bereits in
vielen Filmen und Romanen thematisiert, z.B. "Planet der Affen"
(originale Version), "Mad Max" und "Cloud Atlas"
Z.B. in Star Trek wurde aber auch eine positive Alternative aufgezeigt,
in der Folge als sie in der Zukunft zurückreisen und Picard (sinngemäß)
erzählt, dass es kein Geld mehr benötigt und jeder machen kann wozu er
Lust hat.
Und aus dieser Perspektive betrachtet sieht die aktuelle Menscheit aus
wie ein paar Neanderthaler, die blind tagein tagaus ihrem Gott Mammon
frönen und huldigen und sich in einer langen Spirale nur noch abwärts
bewegen. Weil sie es nicht schaffen, dieses verstaubte System zu
durchbrechen und abzuschütteln.
Und das obwohl VIELE Menschen wissen, dass es besser geht, aber nicht an
ihren Predigern vorbeikommen, die da bei den Bilderbergern, in den
westlichen Regierungen, im Transatlantic Policy Network, im
Weltwirtschaftsforum, im IWF usw. usf. sitzen.
Und von daher ist es sooo deprimierend zu sehen, was die Menschheit so
aus seiner Existenz macht.
Und wer den Mund aufmacht wird direkt biiieeeeep- politische Zensur
(zu Recht an dieser Stelle)
Ingenieur vom alten Schlag schrieb:> Wie gehe Ich als normaler Ingenieur mit der "extensivierten Anforderung> nach der Integration non-disruptiverer Strategien zur Sicherstellung des> win ouputs im operativen business um"?
Mein Rat: Einfach ignorieren.
Ich kriege jede Woche einen ganzen Schwall von angebliche
"Fachzeitschriften" rein, fünfmal dasselbe, teilweise an Leute
adressiert, die seit 10 Jahren im Ruhestand sind.. und und und. Und auf
den letzten Seiten mancher solcher Gazetten findne sich sogar höchst
wichtige und unbedinge beachtenswerte Ratschläge für den Manager..
GRÖHL.
Fakt ist, daß sich hier in Deutschland eine ganze Grauzone von
Existenzen (sprich Scharlatanen) etabliert hat, die zwar überhaupt
nichts können, dafür aber massiv einen zulabern wollen.
Dazu gehören auch alle Arten von selbsternannten Kontroletties: Leute
die kostenpflichtige Prüfungen durchführen wollen. Also all solche
Leute, die zu doof sind, irgendwelche Produkte zu entwickeln, die sich
davor drücken, Verantwortung zu übernehmen und die nur darauf bedacht
sind, anderen das Geld für einen (Damen mal wegschauen) FURZ aus der
Tasche zu ziehen.
Im Kleinen sind das die Hausierer, die im Blaumann des Weges kommen,
einen Lastenaufzug sehen und in gewichtigem Ton sagen "Wer ist der
Betreiber dieser Anlage? Wir sind beauftragt, die jährliche
Sicherheitsüberprüfung durchzuführen." Anschließend kommt ne Rechnung in
die Buchhaltung...
Oftmal klappt das sogar. Und manches ist nichtmal wirklich strafbar.
W.S.
Markus W. schrieb:> War eigentlich schon einmal jemand im einem brain storming meeting mit> 25 Mann, bestehend aus Produktmanagern, Marketingvertretern und> Projektleitern, um neue innovative Ideen zu diskutieren?
Dann kommt sowas dabei raus...
https://youtu.be/BKorP55Aqvg
:-)
Mike B. schrieb:> Und, als richtig im Sinne von gut/perfekt erkannt?
Das war eine deskriptive Aussage, keine normative.
> Z.B. in Star Trek wurde aber auch eine positive Alternative aufgezeigt,
Die damit steht und fällt, daß man unbeschränkte Energie hat sowie auf
Knopfdruck alles replizieren kann. Dadurch erst verliert der Besitz an
Produktionsmitteln seine Bedeutung. Sprich, der Plot ist auf einen deus
ex machina angewiesen und daher zwar als Unterhaltung nett, aber für
mehr auch nicht.
Eine im Arbeitsleben tatsächlich positive Alternative aus Startrek ist
hingegen der Picard'sche Facepalm, den kann man öfters mal gebrauchen.
Ingenieur vom alten Schlag schrieb:> Wir arbeiten offiziell nach dem V-Modell
V-Modell ist OK für wiederkehrende, einfache oder altbekannte Ding. Ein
gutes Beispiel sind SIL/Safety/Funktionale Sicherheit(EN 61508). Also
quasi Beamtenjobs.
Neuentwicklungen sind mit V-Modell nicht möglich. Und damit sind
Kreativität, Herausforderung, Pioniergeist etc. schwierig. Darum werden
Ingenieur vom alten Schlag schrieb:> die komplizierten Dinge ausgelagert
Es bleibt ein Heer von Beamten, die meinen zu wissen, wie es gehen
würde, wenn sie es machen müssten.
Achim S. schrieb:> . Und damit sind Kreativität, Herausforderung, Pioniergeist etc.> schwierig.
Mit diesen Stichworten kann man so manchen zur Hyperventilation bringen.
Da reicht schon eines von denen...
Kodierungskraft schrieb:>> Kreativität, Herausforderung, Pioniergeist etc.> Mit diesen Stichworten kann man so manchen zur Hyperventilation bringen.
Kreativität: Ideen, eine bekannte Aufgabe neu (einfacher, billiger,
zuverlässgier) zu lösen, oder eine neue, bisher nicht bekannte
Funktionalität zu entwickeln.
Herausforderung: Unmögliches zu versuchen, und dabei auch scheitern
dürfen.
Pioniergeist: Das Gefühl, dass niemand oder kaum jemand im Umfeld
(Firma, Peer-Group, Mitbewerber, ... ) diesen offensichtlichen Weg in
die Zukunft jemals gegangen ist.
Also all dass, was Ingenieur sein von Beamter sein unterscheidet.
Zu dem Denglisch Gelaber fällt mir immer wieder das hier ein,
preisgekröntes Denglisch-Bullshit-Gelaber:
Mein Leben ist eine giving-story. Ich habe verstanden, dass man
contemporary sein muss, das future-Denken haben muss. Meine Idee war,
die hand-tailored-Geschichte mit neuen Technologien zu verbinden. Und
für den Erfolg war mein coordinated concept entscheidend, die Idee, dass
man viele Teile einer collection miteinander combinen kann. Aber die
audience hat das alles von Anfang an auch supported. Der problembewusste
Mensch von heute kann diese Sachen, diese refined Qualitäten mit spirit
eben auch appreciaten. Allerdings geht unser voice auch auf bestimmte
Zielgruppen. Wer Ladyisches will, searcht nicht bei Jil Sander. Man muss
Sinn haben für das effortless, das magic meines Stils.
Jil Sander erhielt für dieses Geschwalle den Preis "Sprachpanscher des
Jahres".
Achim S. schrieb:> Herausforderung: Unmögliches zu versuchen, und dabei auch scheitern> dürfen.
Was schreibt die zugeordnete Führungskraft dann in das normierte
Standardbewertungsformblatt 56E9?
Mit welchem KPI misst man "Scheitern"? Wie soll man das Scheitern
optimieren? Ist beim erfolgreichen Scheitern eine rote oder eine grüne
Ampel zu berichten?
Schwer, dafür einen lösungsorientierten Ansatz zu finden.
> War eigentlich schon einmal jemand im einem brain storming meeting mit
25 Mann, bestehend aus Produktmanagern, Marketingvertretern und
Projektleitern, um neue innovative Ideen zu diskutieren? Die Ideen, die
da herangetragen werden, sind grandios und wehe, es hat einer der
Entwickler mal eine gute Idee, dann prügeln sie sich darum, wer sie
zuerst gehabt hat. Meistens steht dann der Name des Innovationsmanagers
ganz oben auf dem Zettel.
Als Schwergewicht, nicht im physikalischen Sinn, geht man da genau
einmal hin und laesst sich nachher entschuldigen ... und laesst auf
Anfrage durchsickern "ineffizient", "Deppen", "Stuss" ...
aber wann darf man sich als Schwergewicht betrachten ?
Sapperlot W. schrieb:>> War eigentlich schon einmal jemand im einem brain storming meeting mit> 25 Mann, bestehend aus Produktmanagern, Marketingvertretern und> Projektleitern, um neue innovative Ideen zu diskutieren? Die Ideen, die> da herangetragen werden, sind grandios und wehe, es hat einer der> Entwickler mal eine gute Idee, dann prügeln sie sich darum, wer sie> zuerst gehabt hat. Meistens steht dann der Name des Innovationsmanagers> ganz oben auf dem Zettel.
Dass das immer so funktioniert, lernt man ja schon an der Uni.
Aber das gibt es bei schwerfälligen amerikanisch/industriellen
Associations genau andersrum: Wenn du da eine innovative Idee hast,
wirst du verprügelt, denn es könnte ja breiten Anklang finden und dann
müssten die Platzhirsche anfangen, daran zu arbeiten oder gar ihren
wohldefinierten 'Standard' umkrempeln.
Und 10 Jahre später: Oh, sie haben die Innovation von damals irgendwie
doch umgesetzt und sogar ne Marke dafür angemeldet.
'Silicon Valley' dürfte bei Amazon online zu gucken sein. Natürlich im
Original, sonst ist's nicht lustig.
Ingenieur vom alten Schlag schrieb:> Meine Realität ist die, dass immer mehr gespart wird, immer biligere> Leute...> Immer mehr Leute quaken ein bullshit word nach dem anderen raus und> versuchen sich, als Macher zu etablieren und scheinen auch Erfolg damit> zu haben, unsere Projekt- und Geschäftsleiter davon überzeugen, ihnen> die Projekte zu geben...
Kann ich so alles bestätigen. Und weil mich das ankotzt, mache ich mich
jetzt finanziell unabhängig, um aus diesem Affenzirkus rauszukommen.
Warum soll ich mich anstrengen? Das lohnt sich doch nicht. Wenn ich
sehe, dass manche Kollegen an 10 bis 20 % der Arbeitstage krank feiern,
am Tag 1-2 Stunden Kaffee- oder Raucherpause machen, im Extremfall
maximal 10 oder 20 % der Bugs fixen, die ich jeden Tag fixe, aber um des
Betriebsfriedens Willen fast dasselbe Gehalt bekomme, dann lohnt sich
die Anstrengung doch offensichtlich nicht. Deswegen investiere ich jetzt
fast meine ganze Energie in meine finanzielle Unabhängigkeit. Wenn es
sehr gut läuft, könnte ich die schon in 5 Jahren erreicht haben.
Dagobert Tump schrieb:> Lass die Leute doch reden. Muss dich das interessieren?
Ja, es hat dich zu interessieren, wenn HR, Geschäftsführung oder
Projektleitung auf solche Schwätzer reinfallen und du dann mit deiner
Arbeit ihr teures Gehalt erwirtschaften musst.
Wir hatten mal (unter anderem) einen Kollegen, der laut seinem
LinkedIn-Profil ein wahrer Superheld war und schon mehrere Firmen vor
der Pleite gerettet haben soll. Bei uns im Projekt er dann seine Zeit
mit MS Project verplempert. Wenn ihm einen Aufgabe übertragen wurde, hat
er nichts geblickt und versucht, die Aufgabe weiter zu delegieren (er
hat sich ja als der große Macher gefühlt, der nur die Arbeit
koordinieren muss). Ich musste sogar öfter seine E-Mails schreiben und
er hat dann seinen Namen drunter gesetzt, weil er selbst nichts gecheckt
hat. Der Kunde hat sich dann irgendwann geweigert, weiter mit ihm
zusammenzuarbeiten, aber niemand hat ihm das gesagt. Er hat mich dann
immer gefragt, ob ich wüsste, warum er keine Aufgaben mehr bekommt. Aber
er wurde noch ein Jahr weiter mit einem fürstlichen Gehalt bezahlt,
obwohl er nur noch Däumchen gedreht und nutzlose Powerpointfolien
produziert hat. Erst als die Firma dann kurz vor der pleite war, wurde
er dann entlassen.
Abradolf L. schrieb:> Naja wüssten sie was sie täten würden sie auch nicht ActiveRecord als> ORM verwenden sondern Sequel ORM von Jeremy Evans :) Aber RoR verleitet> Anfänger leider dazu Baukastenfrickler zu bleiben.
Ihr habt doch noch nie eine richtige SQL-Abfrage geschrieben, wenn ihr
meint, ein ORM könnte echtes SQL ersetzen. ORMs sind gut für triviale
Aufgaben.
Markus W. schrieb:> Früher gab es die Elektronikzeitschriften mit einem Leitartikel, der von> Menschen mit Schreibfähigkeiten verfasst wurde und auf moderne> Entwicklungen hinwies.
Die Fachzeitschriften produzieren doch auch fast nur noch heiße Lust,
nur vereinzelt ist noch ein lesenswerter Artikel dabei. Bei den Autoren
handelt es sich meistens um sogenannte "Speaker", die auf Konferenzen
Vorträge halten, und als selbständige Softwareentwickler arbeiten. Ihre
Artikel in den Fachzeitschriften sind für sie nur ein Werbemedium, um
sich einen Namen zu machen, um dann höhere Eintrittsgehälter und
Stundenlöhne verlangen zu können. Deswegen habe ich auch die zwei
Fachzeitschriftenabonnemonts, die ich früher hatte, schon vor langer
Zeit gekündigt.
F. B. schrieb:> Die Fachzeitschriften produzieren doch auch fast nur noch heiße Lust,
Wenn man 'Fachzeitschriften' so schön amerikanisch akzentuiert
ausspricht, versteht man auch eher, warum sie "heisse Lust" produzieren
:-)
Ach, war der schön.
Ingenieur vom alten Schlag schrieb:> Ich möchte in dem Zusammenhang auf diesen Artikel verweisen, den Ich> bitte, mal durchzulesen und sich eine Meinung zu bilden, WAS der Mann> eigentlich aussagt. Ich verstehe es nicht, was er uns wirklich mitteilen> will.>> 1. Sie sind mit Ihrer Digitalisierungs-Strategie nicht disruptiv,>> sondern nur Teil einer Herde.>> Ich weiß, das klingt hart, aber es ist so:>> ...>> Viele Manager übersehen die zweite unbequeme Wahrheit:
Ihr Text: 1161 Zeichen, 166 Wörter Bullshit-Index :0.53
Ihr Text signalisiert deutlich: Sie wollen etwas verkaufen oder jemanden
tief beeindrucken. Es wirkt unwahrscheinlich, dass damit auch eine klare
Aussage verbunden ist - und wenn ja: wer soll das verstehen?
http://www.blablameter.de/index.php
Nun, wir leben in einer Wettbewerbsgesellschaft. Den ganzen
"Heißluftballonen" wird irgendwann das Gas ausgehen. Dann kannst du bei
den Notlandungen zuschauen.
Mann muss nur warten können ;-)
F. B. schrieb:> Wir hatten mal (unter anderem) einen Kollegen, der laut seinem> LinkedIn-Profil ein wahrer Superheld war und schon mehrere Firmen vor> der Pleite gerettet haben soll.
Da stellt sich schon die Frage, ob LinkedIn und Konsorten nicht ein Teil
des Problems sind. Warum tut es nicht der klassische Weg über
Stellenausschreibung und Bewerbung? Am Ende ist das eh wieder der
gelebte Ist-Prozess.
Welchen exakten Mehrwert, außer der reinen Selbstdarstellung bieten die
ganzen Karrierenetzwerke?
Abgesehen davon, dass man dann irgendwann den Instagram-Effekt hat,
indem sich alle gegenseitig mit immer noch tolleren Profilen überbieten
müssen. Da ist es dann schon Alleinstellungsmerkmal, überhaupt nicht bei
so etwas mitzumachen.
X4U schrieb:> Nun, wir leben in einer Wettbewerbsgesellschaft. Den ganzen> "Heißluftballonen" wird irgendwann das Gas ausgehen. Dann kannst du bei> den Notlandungen zuschauen.>> Mann muss nur warten können ;-)
Da macht das erwirtschaftete Geld die Landung schön weich, dass sind
außerplanmäßige Landungen im Urlaubsparadies.
Früher war alles besser schrieb:> Welchen exakten Mehrwert, außer der reinen Selbstdarstellung bieten die> ganzen Karrierenetzwerke?
Um auf beruflicher Ebene in Kontakt mit Leuten (z.B. Ex-Kollegen bei nem
Firmenwechsel) zu bleiben, so wie FB fürs Private.
Ingenieur vom alten Schlag schrieb:> Das Problem sind die vielen Manager, die sich aus dem eigentlichen> Geschäft verabschieden, um aus der Entwicklung rauszukommen oder nie> drin waren. Früher, noch vor 10 Jahren haben wir mehr Leuten besser> produziert, es gab kaum irgendwelche Wirtschaftsingenieure, die jetzt 3> Abteilungen besetzen.
Gibts bei uns auch Positionen von denen keiner weiss was die machen.
Die Zahl der Meetings ist in den letzten Jahren beängstigend gestiegen.
Die Themen über die hochdotiere streiten machen zunehmend Angst es geht
um keine großen Entscheidungen bzw. Entscheidungen mehr sondern um
Belanglosigkeiten. Da übernimmt jeder Ing am Tag mehr Verantwortung als
so mancher Manager in 200 Meetings !
Ingenieur vom alten Schlag schrieb:> ....> Alles nur bullshit Bingo heute?
Auf solchen Blogs: JA!
> Wie gehe Ich als normaler Ingenieur mit der "extensivierten Anforderung> nach der Integration non-disruptiverer Strategien zur Sicherstellung des> win ouputs im operativen business um"?>> Soll Ich schneller Löten?
Was hasst du als Person damit zu tun? Hier geht es um Business und da
sind Menschen ein Produktsfaktor - mehr nicht.
Die disruptive Strategie wäre einen Lötautomaten zu beschaffen.
Ingenieur vom alten Schlag schrieb:> Ich möchte in dem Zusammenhang auf diesen Artikel verweisen,> den Ich bitte, mal durchzulesen und sich eine Meinung zu> bilden, WAS der Mann eigentlich aussagt. Ich verstehe es> nicht,
Das macht nichts. Der Artikel ist nicht für Dich gedacht.
> was er uns wirklich mitteilen will.
Er versucht einen Spagat: Einerseits die Verantwortlichen
dort abholen, wo sie stehen (erkennbar an der Wortwahl),
andererseit die Erkenntnis vermitteln, dass auch im
dritten Jahrtausend mit seinen neuen Herausforderungen
die Führungskräfte, die diesen Namen verdienen, ganz
altmodische Fähigkeiten und Tugenden besitzen sollten.
Und, nein, "Tugenden" ist hier keineswegs spöttisch
gemeint.
Im Prinzip steht in dem Artikel sicher nichts grundsätzlich
Neues -- aber auch der Satz des Pythagoras muss jeder
Schülergeneration wieder neu beigebracht werden. Warum
sollte das bei Managern anders sein?
Ingenieur vom alten Schlag schrieb:> Das Problem sind die vielen Manager, die sich aus dem eigentlichen> Geschäft verabschieden, um aus der Entwicklung rauszukommen oder nie> drin waren.
Wer's drauf hat, der steigt sowieso komplett aus und lebt von seinen
Kapitalerträgen. Schlecht für den Wirtschaftsstandort Deutschland, wenn
nur noch die Luschen entwickeln. Ob die billigen Ausländer das Problem
lösen können, ist fraglich, da deren Qualität und vor allem ihre
Arbeitsmoral teilweise zweifelhaft ist.
F. B. schrieb:> Iwenn nur noch die Luschen entwickeln.
Klappt gut, solange es anderswo genauso läuft.
Ausserdem haben doch nur so die Luschen eine Chance auf einen
Arbeitsplatz. MacJobs gibts auch nur in begrenzter Zahl.
Possetitjel schrieb:> Im Prinzip steht in dem Artikel sicher nichts grundsätzlich> Neues -- aber auch der Satz des Pythagoras muss jeder> Schülergeneration wieder neu beigebracht werden. Warum> sollte das bei Managern anders sein?
Weil die Dinge, die dort z.T. propagiert werden, nicht kausal stimmig
sind wie der Pythagoras sondern einfach Meinung und Trend sind. Es ist
oft bullshit bingo und verklausulierte, anglifizierte Wortsuppe. Eine
Suppe, die vielen nicht schmeckt und mit der sich gerade ältere
Ingenieure nicht anfreunden können:
Beitrag "Re: Ingenieur, von Kleinfirma in Großkonzern wechseln ?"
Kritiker schrieb:> Possetitjel schrieb:>> Im Prinzip steht in dem Artikel sicher nichts grundsätzlich>> Neues -- aber auch der Satz des Pythagoras muss jeder>> Schülergeneration wieder neu beigebracht werden. Warum>> sollte das bei Managern anders sein?>> Weil die Dinge, die dort z.T. propagiert werden, nicht kausal> stimmig sind wie der Pythagoras sondern einfach Meinung und> Trend sind.
Das ist zu sehr vereinfacht.
Es gibt meiner Meinung nach SEHR WOHL klar benennbare Gründe,
warum Software nicht einfach so produziert werden kann wie
Küchenuhren oder Hosenträger. Und es gibt genauso klar benennbare
Gründe dafür, warum Software für "EDVA" anders entwickelt werden
konnte als heutige Software für PCs.
Aus meiner Sicht ist aber zutreffend, dass diese kausalen Gründe
selten genug klar herausgearbeitet und benannt werden.
> Es ist oft bullshit bingo und verklausulierte, anglifizierte> Wortsuppe. Eine Suppe, die vielen nicht schmeckt und mit der> sich gerade ältere Ingenieure nicht anfreunden können [...]
Das Argument funktioniert auch in umgekehrter Richtung: Leider
ist bullshit bingo KEIN gültiger Beweis dafür, dass die propagierte
Idee Schwachsinn ist!