Pico-Ballon- Mission erreichte Tunesien

OP Persönliche Seite #5038144
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Anlässlich des QRP- und Selbstbautreffens 2017 in Silberthal wurde 
gestern ein Pico- Ballon gestartet, der in ca. 7000 m Höhe ein GPS- 
Modul und einen Sender als Nutzlast enthält. Seht selbst:

http://www.wkiefer.de/x28/
Angehängte Dateien:
Beitrag #5038643 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #5040050
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Erstaunlich,dass das Teil so hoch fliegt, ohne dass der Ballon platzt.

Offensichtlich gibt es weder auf Lampedusa noch auf Pantelleria (zwei 
italienische Inseln direkt vor der tunesischen Küste) APRS-Stationen, in 
Afrika sowieso nicht.
Gast #5040296
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>> Erstaunlich,dass das Teil so hoch fliegt, ohne dass der Ballon platzt.
>... weswegen er beim Start wohl "wenig" gefüllt war.
>Was mich mehr erstaunt ist, dass das Ding fliegen darf (bei Ballons sagt
>man doch eher fahren, oder), weil:
>In dieser Höhe ist das doch eine potentielle Gefahr für die Luftfahrt...

Auf den Photos ist der Ballon aber recht gut gefüllt. Scheint sehr 
robustes Material zu sein.

Die Ballonstarts werden beim LBA angemeldet/genehmigt und die Ballons 
reflektieren Radar: die Piloten werden verständigt und das Radar "sieht" 
den Ballon
Gast #5040298
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Ralph S. schrieb:
> KyK schrieb:
>> Erstaunlich,dass das Teil so hoch fliegt, ohne dass der Ballon platzt.
>
> ... weswegen er beim Start wohl "wenig" gefüllt war.

Nein, das ist ein druckfester Ballon. Der wird nicht immer größer, 
sondern wenn der prall gefüllt ist, ändert sich sein Volumen nicht mehr. 
Dadurch kann an die gewünschte Flughöhe "einstellen"
Gast #5040662
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>> Die Ballonstarts werden beim LBA angemeldet/genehmigt und die Ballons
>> reflektieren Radar: die Piloten werden verständigt und das Radar "sieht"
>> den Ballon

>...nur in Gegenden mit Primärradarabdeckung!!!

Die (grösseren) Flugzeuge haben aber auch Bordradar.
Gast #5040752
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jagger schrieb:
> Die (grösseren) Flugzeuge haben aber auch Bordradar.

als Primärradar aber nur das Wetterradar!
Kollisionswarnung/-vermeidung macht man mit Sekundärradar.

Ist aber in Deutschland kein Problem, da ist Primärradar bei der 
Flugsicherung ab einer gewissen Höhe flächendeckend vorhanden. In 
weniger entwickelten oder dünner besiedelten Ländern/Gegenden dagegen 
nicht.
#5128361
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oszi40 schrieb:
> Wird der Ballon später durch UV-Belastung zerbröseln?

Die Oberfläche des Ballons besteht aus einer dünnen Metallschicht welche 
die Strahlung reflektiert.

oszi40 schrieb:
> Was mach Ihr eigentlich, wenn er die Runde geschafft hat?

Er wird wohl wie ein Satellit in einer sehr niedrigen Umlaufbahn 
genutzt.
Bis jetzt hat ja auch noch niemand Weltraumschrott wirklich entsorgt, 
nur in seltenen Fällen (Raumstation Mir) kontrolliert abstürzen lassen.
Gast #5128377
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Mike J. schrieb:
> Bis jetzt hat ja auch noch niemand Weltraumschrott wirklich entsorgt,
> nur in seltenen Fällen (Raumstation Mir) kontrolliert abstürzen lassen.

Njein, neben Abstürz gibt es noch die weiter Möglichkeiten die Sorge um 
Schrott zu lindern:
-Passivierung    (potentiell explosiven Stoffe vorsorglich ablassen)
-Friedhofsorbit (Endlagerung)

https://de.wikipedia.org/wiki/Friedhofsorbit
https://de.wikipedia.org/wiki/Weltraumm%C3%BCll#Vermeidungsma.C3.9Fnahmen
#5128543
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> In dieser Höhe ist das doch eine potentielle Gefahr für die Luftfahrt...
grübel

Eher nicht. die Fliegerei geht nicht ueber 10000m, so ein Ballon macht 
locker 30000m, dh dort ist nichts mehr.

Die Luftdichte halbiert sich alle 5500m, dh bei 10000 ist noch 1/4 da, 
bei 30000 sind's noch 1/64.

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