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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Zölliger Nonius ablesen.


Autor: Werner F. (Gast)
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Hallo,
wie wohl manche wissen, komme ich seit 1970 aus dem Maschinenbau.
Ein metrischer Nonius von einer Schieblehre abzulesen habe ich damals 
gelernt.
Die Schieblehre im Anhang zeigt 25,10 mm an.
Aber wie ließt man einen zölligen Nonius ab? Das bekomme ich nicht 
gebacken :-(
Angeblich soll die Schieblehre bis zu einer Auflösung von 1/128 Zoll 
messen können.

MfG. Zeinerling

Autor: Minimalist (Gast)
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Abo...

Autor: Georg A. (georga)
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Nachdem das alles irgendwie Viertel, 16tel etc sind, würde ich folgendes 
sagen: Der Hauptwert sind 0 + 15/16. Am Septinus(?) trifft es so 
zwischen dem 6ten und 7ten Strich, sagen wir 6.5. Das sind dann wohl 
128stel. Macht also 15/16+6.5/128 = 25.10234375mm. Passt :)

Autor: Frank G. (frank_g53)
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Werner F. schrieb:
> Aber wie ließt man einen zölligen Nonius ab? Das bekomme ich nicht
> gebacken :-(

Kann ich auch nicht, lese mm ab und rechne um.

http://nrw-24.de/Metall/zoll-inch-nonius/

Autor: Werner F. (Gast)
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Georg A. schrieb:
> 15/16+6.5/128 = 25.10234375mm

Uffzzzz....
Da muss man ja rechnen. Bei dem metrischen Nonius brauche ich keinen 
Taschenrechner.
Geht das bei dem zölligen Nonius vielleicht auch, indem man diverse 
Teilstriche wie beim metrischen Nonius zur Deckung bringt?

MfG. Zeinerling

Autor: Max Mustermann (jens2001)
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Ein Zoll ist eingeteilt in 16/16 gleich 128/128.
Der Nonius zeigt 8/128.
Der Schätzhaken zeigt 15/16 gleich 120/128 gleich 240/256 plus Nonius 
6,5/128 gleich 13/256.
Zusammen also 253/256 und das sind umgerechnet (tadaaa) 25,102mm.

Edit:
Georg war schneller aber ich hab wenigstens das gleiche Ergebnis.

: Bearbeitet durch User
Autor: Nölliger Zonius (Gast)
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Max M. schrieb:
> Ein Zoll ist eingeteilt in 16/16 gleich 128/128.
> Der Nonius zeigt 8/128.
> Der Schätzhaken zeigt 15/16 gleich 120/128 gleich 240/256 plus Nonius
> 6,5/128 gleich 13/256.
> Zusammen also 253/256 und das sind umgerechnet (tadaaa) 25,102mm.
>
> Edit:
> Georg war schneller aber ich hab wenigstens das gleiche Ergebnis.

Also ich lese da knapp 6 (~ 5,9) 128tel

Autor: Max Mustermann (jens2001)
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Nölliger Zonius schrieb:
> Also ich lese da knapp 6 (~ 5,9) 128tel

Das ist der Trick beim Nonius.

Der 6te Strich ist knapp hinter dem Strich, der 7te knapp vor dem 
Strich.
Also 6,5!

Autor: Cyborg (Gast)
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Werner F. schrieb:
> Aber wie ließt man einen zölligen Nonius ab? Das bekomme ich nicht
> gebacken :-(

So wie dir 1/10,1/100...und die Mischbeträge im metrischen Messsystem
geläufig sind, so ist das auch bei Inch. Nur ist das Inch eben 25,4mm.
2,54 wäre dann 1/10 Inch und 1,27 sind dann 1/20 Inch (oder 5/10 Inch).
Also simple Bruchrechnung.

> Angeblich soll die Schieblehre bis zu einer Auflösung von 1/128 Zoll
> messen können.

Das entspricht der kleinsten Differenz von zwei Stichen oder 0,1984..mm.

Wer noch den alten Rechenschieber aus den 70ern kennt, hat das
sicher mal gelernt. Wenn mal von Maßen mit Beträgen im Nenner
größer 1 die Rede ist, dann weil das mal genormt wurde, ähnlich
wie bei uns M3, M4, M5 usw.. 1/4", 1/2", 3/4" sind ja auch recht
geläufig.

Warum der Nonius nur bis 8 geht, kann ich jetzt auch nicht sagen,
aber ich glaube nicht, dass dort Oktal gerechnet wird.

Autor: michael_ (Gast)
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Ich verstehe nur Bahnhof, und werde das wohl auch nicht mehr begreifen.

Kann das mal jemand ganz langsam erklären, was man wo abliest?

Bei meiner Schublehre steht die Null auch kurz vor der 1.
Aber zum Unglück ist der Septinus doppelt so lang und endet kurz vor der 
2.
Auch steht da 1/128in.

Was lese ich da ab.

Autor: Max Mustermann (jens2001)
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michael_ schrieb:
> Schublehre

[klugscheiss]
Schublehre => Messschieber

Zollstock => Gliedermassstab
Schraubenzieher => Schraubendreher
[/klugscheiss]

Autor: Max Mustermann (jens2001)
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michael_ schrieb:
> Was lese ich da ab.

Einfach die Striche zählen bis zu dem der am besten mit der Hauptscala 
übereinstimmt.

Autor: Simon Budig (nomis)
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michael_ schrieb:
> Kann das mal jemand ganz langsam erklären, was man wo abliest?
>
> Bei meiner Schublehre steht die Null auch kurz vor der 1.
> Aber zum Unglück ist der Septinus doppelt so lang und endet kurz vor der
> 2.
> Auch steht da 1/128in.

Du guckst, welcher Strich des Nonius genau über einem Strich der 
gegenüberliegenden Skala liegt und zählst, wieviele Abschnitte des 
Nonius davor liegen. Das ist dann die Anzahl der 128'tel die Du noch 
draufaddieren musst.

Dass dein Nonius (etwas mehr als) doppelt so lang ist als bei dem 
Messschieber im Foto spielt dabei keine Rolle, es kommt nur darauf an, 
der wievielte Strich auf gleicher Höhe wie sein Nachbar liegt.

Viele Grüße,
        Simon

Autor: Einer (Gast)
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Auf der linken Seite hast du 10 Teilstriche pro Zentimeter und
20 am Nonius ergibt 200 Einheiten also 0.05 mm

Rechts 16 Teilstriche pro Inch und 8 am Nonius
ergibt 128 Einheiten also 1/128 Inch

Die Null steht im letztem 1/16 des 1 Inch
also  zwischen 15/16 und 16/16
zu den 15/16 kommen noch 6,5 1/128 Inch

Autor: oszi40 (Gast)
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Faule würden heute auch einen digitalen Meßschieber benutzen
und die Maßeinheit Inch od. mm einfach umschalten.

Autor: Joachim B. (jar)
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Werner F. schrieb:
> Aber wie ließt man einen zölligen Nonius ab? Das bekomme ich nicht
> gebacken :-(

und ich bekomme den Monitor nicht gedreht und habe nach wenigen Minuten 
mit einem verrenkten Hals aufgegeben, man hätte das Bild auch vor dem 
Upload drehen können, ist wohl heute von alt und jung zuviel verlangt?

Autor: Werner F. (Gast)
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Joachim B. schrieb:
> man hätte das Bild auch vor dem
> Upload drehen können, ist wohl heute von alt und jung zuviel verlangt?

Bitteschön..
Ich bin übrigens kein Jungspund mehr, sondern ich bin 61.

MfG. Zeinerling

Autor: Max Mustermann (jens2001)
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Joachim B. schrieb:
> habe nach wenigen Minuten
> mit einem verrenkten Hals aufgegeben

Du brauchst MINUTEN um einen Schätzhaken abzulesen?


Im realen Leben kann man sich den LKW auch nicht immer mal so eben 
hindrehen das es mit dem ablesen passt.

: Bearbeitet durch User
Autor: Joachim B. (jar)
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Werner F. schrieb:
> Bitteschön..
> Ich bin übrigens kein Jungspund mehr, sondern ich bin 61.

dito deswegen schrieb ich ja

Joachim B. schrieb:
> ...man hätte das Bild auch vor dem
> Upload drehen können, ist wohl heute von ALT und jung zuviel verlangt?

wenn du mal ein ganzes Zoll oder darüber einstellst siehst du doch den 
Nonius in 1/128stel Teile

scheint bei denen üblich, denke an 1/2", 1/4", 3/8", 1 3/4" usw. die 
lieben krumme Zahlen

Autor: michael_ (Gast)
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Simon B. schrieb:
> Du guckst, welcher Strich des Nonius genau über einem Strich der
> gegenüberliegenden Skala liegt und zählst, wieviele Abschnitte des
> Nonius davor liegen. Das ist dann die Anzahl der 128'tel die Du noch
> draufaddieren musst.

Mit der Strichübereinstellung, das kennt man doch.
Die Null steht kurz vor der Eins. Was ist das für ein Wert?
Ein krummer Wert, dezimal oder oktal?
Muß ich den Wert dann von 1 abziehen?

Und da soll ich 6,5 128' dazuzählen?
Nee, das tu ich mir nicht an.

Simon B. schrieb:
> Dass dein Nonius (etwas mehr als) doppelt so lang ist als bei dem
> Messschieber im Foto spielt dabei keine Rolle, es kommt nur darauf an,
> der wievielte Strich auf gleicher Höhe wie sein Nachbar liegt.

Und warum steht da bei beiden 1/128 ?

Autor: Simon Budig (nomis)
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michael_ schrieb:
> Simon B. schrieb:
>> Du guckst, welcher Strich des Nonius genau über einem Strich der
>> gegenüberliegenden Skala liegt und zählst, wieviele Abschnitte des
>> Nonius davor liegen. Das ist dann die Anzahl der 128'tel die Du noch
>> draufaddieren musst.
>
> Mit der Strichübereinstellung, das kennt man doch.
> Die Null steht kurz vor der Eins. Was ist das für ein Wert?
> Ein krummer Wert, dezimal oder oktal?
> Muß ich den Wert dann von 1 abziehen?

Warum? Wenn bei einem dezimalen Nonius die Null kurz vor der 1cm-Marke 
steht, fängst Du doch auch nicht an, irgendetwas von 1cm abzuziehen. Du 
addierst zu 0.9cm noch die Zehntelmillimeter dazu.

> Und da soll ich 6,5 128' dazuzählen?
> Nee, das tu ich mir nicht an.

Naja, wenn Du es nicht brauchst, dann lass es halt und halte Dich an die 
Millimeter-Skala.

Ich bin selber kein Fan des imperialen Systems, von daher kann ich hier 
nur spekulieren, wie ein Ami das ablesen würde, tippe aber, dass es 
ungefähr so geht:

Die Null des Nonius steht hinter 15/16", zu dem Wert kommen also noch 
6/128" dazu (wenn man unbedingt will kann man die Schätzung noch 
berücksichtigen). Damit sind wir also bei
15/16 + 6/128 = 120/128 + 6/128 = 126/128".

Nicht schön, aber vielleicht das was man braucht.

> Simon B. schrieb:
>> Dass dein Nonius (etwas mehr als) doppelt so lang ist als bei dem
>> Messschieber im Foto spielt dabei keine Rolle, es kommt nur darauf an,
>> der wievielte Strich auf gleicher Höhe wie sein Nachbar liegt.
>
> Und warum steht da bei beiden 1/128 ?

Ok, ich kann über die breitere Skala auch nur spekulieren, gehe aber 
eigentlich davon aus, dass beide 1/128"-Zoll messen...

Ein Foto wäre nichtsdestotrotz mal spannend.

Man muss sich vielleicht mal klar machen, warum ein Nonius funktioniert, 
hier mal eine Situation mit einem dezimalen Nonius:
            0        1        2        3        4     
            |        |        |        |        |
------------------------------------------------------------...
|         |         |         |         |         |
0         1         2         3         4         5  

Der Nonius oben hat Striche im Abstand von 0.9mm (9mm geteilt in 10 
Abschnitte), die Skala unten sind 1mm-Striche. Die 0 des Nonius ist 
rechts von der 1mm-Marke, das haben wir also schonmal als Basis. Jetzt 
bewegen wir uns von dort zwei Schritte nach rechts bis zwei Markierungen 
übereinanderliegen und dann auf dem Nonius wieder zwei Schritte nach 
links, wir landen also bei 1.0 + 2*1.0 - 2*0.9 = 1.0 + 2*(1.0-0.9) = 
1.2mm.

Der Nonius könnte aber auch problemlos ca. doppelt so lang gemacht 
werden: 1.9mm, also 19mm geteilt in 10 Abschnitte:
            0                  1                  2
            |                  |                  | ------------------------------------------------------------...
|         |         |         |         |         |
0         1         2         3         4         5  

Bei dieser Einteilung ist jetzt überhaupt nur jeder zweiter Strich der 
Millimeterskala ein Kandidat für den Nonius. Die Mathematik ist jetzt 
1.0 + 2*(2.0-1.9) = 1.2mm.

Obwohl unser Nonius doppelt so lang ist, funktioniert er immer noch 
genauso: Wir gucken wo der Strich übereinanderliegt und lesen dann am 
Nonius ab, wie oft wir die "kleine" Maßeinheit noch dazunehmen müssen. 
Die absolute Länge der Strecke zwischen der 0 und der abgelesenen Zahl 
auf dem Nonius ist irrelevant, beide Varianten zählen Zehntelmillimeter 
(oder eben 128'tel Zoll).

Viele Grüße,
        Simon

Autor: Simon Budig (nomis)
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Achso, noch ein kleiner Nachtrag:

Die Skala bei dem zölligen Messschieber geht nur bis 8, weil 8/128" = 
1/16" ist.

Die Skala ist 7/16" lang, damit ist jeder Abschnitt auf dem "Nonius" 
(7/16")/8 = 7/128" lang, ein "Schritt" beim Ablesen des Nonius ist 
entspricht also 1/16-7/128 = 1/128".

der "Doppelt so lange" Nonius ist vermutlich 15/16" lang, die Abschnitte 
sind also 15/128" auseinander. Die möglichen Kandidaten auf der 
Basisskala liegen 2/16" auseinander, jeder Schritt ist also 2/16-15/128 
= 1/128".

Viele Grüße,
        Simon

Autor: michael_ (Gast)
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Simon B. schrieb:
> Ein Foto wäre nichtsdestotrotz mal spannend.

Bitte oben. Ich hab das Teil mal auf den Scanner gelegt.

Den Nonius brauchst du nicht erklären.
Nochmal, was lese ich ab, wenn es kurz vor der 1 steht, die eigentlich 
eine 8 maximal sein kann?
7,9 , nein geht ja nicht. Vielleicht eine 7,7?
Mehr als 8 geht ja in dem System nicht, oder?

Autor: Georg A. (georga)
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michael_ schrieb:
> Nochmal, was lese ich ab, wenn es kurz vor der 1 steht, die eigentlich
> eine 8 maximal sein kann?

Wie meinen?

> 7,9 , nein geht ja nicht. Vielleicht eine 7,7?
> Mehr als 8 geht ja in dem System nicht, oder?

Die Nonius-0 steht vor der 1 und nach dem Teilstrich davor, also 15/16. 
Auf der Nonius-Skala trifft die 6 am Besten einen drunterliegenden 
Strich, also 6/128 noch dazu. Ist doch genauso wie metrisch nur 
komplizierter ;)

Autor: Simon Budig (nomis)
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michael_ schrieb:
> Simon B. schrieb:
>> Ein Foto wäre nichtsdestotrotz mal spannend.
>
> Bitte oben. Ich hab das Teil mal auf den Scanner gelegt.

Danke!

> Den Nonius brauchst du nicht erklären.
> Nochmal, was lese ich ab, wenn es kurz vor der 1 steht, die eigentlich
> eine 8 maximal sein kann?
> 7,9 , nein geht ja nicht. Vielleicht eine 7,7?
> Mehr als 8 geht ja in dem System nicht, oder?

Die "8" auf dem Nonius kommt daher, dass 8 * 1/128 = 1/16 (also die 
Unterteilung in der Zollskala) ist. Das ist nicht die Basis des 
verwendeten Zahlensystems...

Und löse Dich von den Kommazahlen, die Amis rechnen mit Brüchen. Guck 
Dir mal Youtube-Videos von irgendwelchen eingefleischten Mechanikern an, 
wie die damit hantieren. Es ist für mich fast unmöglich das schnell im 
Kopf nachzuvollziehen: "this is three eights, plus half an inch, makes 
seven eights". Oder so ähnlich.

Das eine Zoll bei der 1 wird durch die kleinen Striche in 16 Teile 
geteilt. Der Strich der auf der Hauptskala vor der 1 steht entspricht 
also 15/16 Zoll. Dazu kommen noch die über den "Nonius" abgezählten 
128'tel Zoll.

Viele Grüße,
        Simon

Autor: michael_ (Gast)
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Georg A. schrieb:
> Die Nonius-0 steht vor der 1 und nach dem Teilstrich davor, also 15/16.

Wieso 16?
Auf der Rückseite ist eine Tabelle mit 8 pro Inch.

Georg A. schrieb:
> Ist doch genauso wie metrisch nur
> komplizierter ;)

Gut gesagt!

Simon B. schrieb:
> Guck
> Dir mal Youtube-Videos von irgendwelchen eingefleischten Mechanikern an,
> wie die damit hantieren. Es ist für mich fast unmöglich das schnell im
> Kopf nachzuvollziehen: "this is three eights, plus half an inch, makes
> seven eights".

Klar, wir wollen alles erst mal ins metrische konvertieren.
Gibt es denn hier keinen Engländer oder Ami, welcher das Ablesen mal 
ohne Umrechnung darstellen kann?

Autor: Simon Budig (nomis)
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michael_ schrieb:
> Georg A. schrieb:
>> Die Nonius-0 steht vor der 1 und nach dem Teilstrich davor, also 15/16.
>
> Wieso 16?
> Auf der Rückseite ist eine Tabelle mit 8 pro Inch.

Weil dieser konkrete Messschieber eben 1/16" als Unterteilung der Skala 
nutzt.

Es gibt bestimmt auch welche mit 1/8-Unterteilung. Oder 1/32...

> Georg A. schrieb:
>> Ist doch genauso wie metrisch nur
>> komplizierter ;)
>
> Gut gesagt!
>
> Simon B. schrieb:
>> Guck
>> Dir mal Youtube-Videos von irgendwelchen eingefleischten Mechanikern an,
>> wie die damit hantieren. Es ist für mich fast unmöglich das schnell im
>> Kopf nachzuvollziehen: "this is three eights, plus half an inch, makes
>> seven eights".
>
> Klar, wir wollen alles erst mal ins metrische konvertieren.
> Gibt es denn hier keinen Engländer oder Ami, welcher das Ablesen mal
> ohne Umrechnung darstellen kann?

Naja, umgerechnet habe ich ja auch nix. Die Hauptskala sagt "15/16-Zoll 
plus noch etwas mehr" und der Nonius sagt "da kommen noch 6/128 Zoll 
drauf". Macht zusammen dann eben 126/128 Zoll (bzw. 63/64?). Mich würde 
nur interessieren, ob das dann von einem Native-Speaker auch wirklich so 
ausgesprochen wird, oder ob es da Konventionen gibt, das anders 
darzustellen... das hat dann aber nichts mehr mit dem konkreten Ablesen 
des Messchiebers zu tun.

Viele Grüße,
        Simon

Autor: michael_ (Gast)
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Simon B. schrieb:
> Weil dieser konkrete Messschieber eben 1/16" als Unterteilung der Skala
> nutzt.

Nein, die langen Striche beziehen sich auf 8.
Die kurzen sind eine weitere Unterteilung, wie auf der metrischen Skala 
unten.

Simon B. schrieb:
> Mich würde
> nur interessieren, ob das dann von einem Native-Speaker auch wirklich so
> ausgesprochen wird, oder ob es da Konventionen gibt, das anders
> darzustellen... das hat dann aber nichts mehr mit dem konkreten Ablesen
> des Messchiebers zu tun.

Vielleicht findet sich doch ein Ami.
Unter 3/8, 5/4, 1, kann ich mir mittlerweile ja was vorstellen.

Autor: Simon Budig (nomis)
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michael_ schrieb:
> Simon B. schrieb:
>> Weil dieser konkrete Messschieber eben 1/16" als Unterteilung der Skala
>> nutzt.
>
> Nein, die langen Striche beziehen sich auf 8.
> Die kurzen sind eine weitere Unterteilung, wie auf der metrischen Skala
> unten.

Eben. In 16tel. Warum soll ich die Striche denn nicht nutzen, wenn sie 
doch da sind?

Guck mal hier: Youtube-Video "Learning to Measure to 1/16 of an Inch"
Hier entwickelt ein Typ ein elaboriertes Zahlenschema, wo man sich ganz 
toll und easy merken kann, wie welcher Strich was bedeutet. Ich sitze da 
ja nur mit offenem Mund davor und wundere mich...

Auch ganz interessant: Youtube-Video "How To Read An Imperial Tape Measure" - der 
spricht immerhin an, dass das Hantieren mit den Brüchen eben doch vielen 
Leuten Probleme macht (und er empfiehlt metrisch für alles was genauer 
als 1/16-Zoll sein soll...).

Viele Grüße,
        Simon

Autor: Werner F. (Gast)
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Hallo,

jetzt habe ich das begriffen:
Bis zur einer Genauigkeit von 1/16" braucht man überhaupt keinen Nonius.
Erst bei einer höheren Auflösung (in unserem Fall bis 1/128")braucht man 
den. Denn es werden mit dem Nonius 7 mal 1/16" Teilungen in 8 
Noniusteilungen zerlegt. Das ergibt eine maximale Auflösung von 
8/0,5*8=128, respektive 1/128". Die "0,5" steht deshalb nur in der 
Rechnung, weil 8 die Hälfte von 16 ist. Der zöllige Nonius wird dann so 
ähnlich wie der metrische Nonius abgelesen. 1/128", 2/128", 3/128" ... 
bis 7/128".
Jetzt braucht mal die ganzzölligen Zahlen und die zölligen Brüche nur 
noch zusammen zu zählen. Ggf. muss man die Brüche noch entsprechend 
erweitern, damit man sie überhaupt addieren kann, oder man nimmt einen 
entsprechenden Taschenrechner der das automatisch macht.
Es fragt sich dann nur, wie hier schon geschrieben wurde, ob und wie man 
das auch ohne manuelle Bruchrechnung lösen kann.
Die nächste Gemeinheit wären dann noch "Fuß", denn 1 Fuß sind 12". 
Respektive 304,8 mm.

MfG. Zeinerling

Autor: Armin X. (werweiswas)
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oszi40 schrieb:
> Faule würden heute auch einen digitalen Meßschieber benutzen
> und die Maßeinheit Inch od. mm einfach umschalten.

Dann schalt mal schön um und suche deine Brüche.
Die zeigen die Inch nämlich alle mit Dezimalbruch an...

Autor: Daniel F. (df311)
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Werner F. schrieb:
> Die nächste Gemeinheit wären dann noch "Fuß", denn 1 Fuß sind 12".
> Respektive 304,8 mm.

och, der schmarrn geht noch weiter
3 ft = 1 yd = 36"
1 mi = 1760 yd = 63360"

aber die frage, "warum" die ich schon beim ersten beitrag hatte geht mir 
nicht aus dem kopf. soll irgendwas von imperial nach metrisch oder 
umgekehrt geändert werden? einfach nur interesse?

und zum umrechnen der tipp aus der schule:
kürzen ja, umrechnen in dezimal erst ganz am ende. zum glück sind die 
nenner der brüche zweiterpotenzen ;-)

Autor: Forist (Gast)
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2^5 Postings über das Ablesen eines Nonius - nicht schlecht.

Weils gerade passt - wer findet den Fehler?
Zwei Beispiele zum feine Unterschied zwischen gelernt und 
verstanden?

(s.a. ebay 132189444254)

Autor: Der Erlöser (Gast)
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Autor: Peter N. (mikronix)
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Frage am Rande:
wie erzählt man das Maß beim EP denn eigentlich seinem Gegenüber?
25,1 mm ‒ alles klar!
aber 15/16 und dazu kommen dann noch 13/256 oder wie?

Autor: Nölliger Zonius (Gast)
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Peter N. schrieb:
> Frage am Rande:
> wie erzählt man das Maß beim EP denn eigentlich seinem Gegenüber?
> 25,1 mm ‒ alles klar!
> aber 15/16 und dazu kommen dann noch 13/256 oder wie?


Naja, war da nicht mal gelegentlich was hier im Forum von wegen 
Aufloesung und Genauigkeit betreffend ...

Das Ding loest eben nur auf knapp 1/128 ca. 0,2mm auf.
Der Rest ist interpolation.

15/16 + 6/128  oder 126/128 bzw.
15/16 + 7/128  oder 127/128

Hier steht es halt zufaellig auf der Mitte.

Ein reiner 'imperal-Schieber' haette ggf. noch einen zweiten Masstab mit 
dezimaler feiner Teilung. 1/1000"

--
Lieber das Teil tatsaechlich etwas groesser als gemessen, runterfeilen 
ist evtl. einfacher als dranfeilen. Ggh, duck und weg ...

Autor: Wolfgang (Gast)
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Nölliger Zonius schrieb:
> Naja, war da nicht mal gelegentlich was hier im Forum von wegen
> Aufloesung und Genauigkeit betreffend ...

Ja, da gab es mal was.

Nölliger Zonius schrieb:
> Das Ding loest eben nur auf knapp 1/128 ca. 0,2mm auf.
> Der Rest ist interpolation.

Ne, ne.

Ganz grob:
Auflösung ist das, was du (auch durch Interpolation) noch vernünftig aus 
der Anzeige rausholst.

Mache fünfzig Messungen und gucke dir die Standardabweichung der 
Verteilung deiner Messwerte an. Das ist die Auflösung.
Genauigkeit ist die Abweichung des von dir ermittelten Wertes von dem 
eines Normals.

Autor: Peter N. (mikronix)
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@Nölliger Zonius
Es ging mir nicht um die Genauigkeit, sondern um das verbale Mitteilen 
so eines zölligen/inchigen Maßes...

Autor: oszi40 (Gast)
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Armin X. schrieb:
> Dann schalt mal schön um und suche deine Brüche.
> Die zeigen die Inch nämlich alle mit Dezimalbruch an...

Stimmt, Digital-Anzeige ist DEZIMAL bei Inch. Diese Zahlen könnten aber 
verständlicher als knifflige Brüche sein, wenn man etwas vergleichen 
möchte?

Autor: Nölliger Zonius (Gast)
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Wolfgang schrieb:

> Mache fünfzig Messungen und gucke dir die Standardabweichung der
> Verteilung deiner Messwerte an. Das ist die Auflösung.

Aber kein Ami loest doch 1/256 auf.

Das gibts auch bestenfalls seltenst auf digitalem Geraet.
Kleiner gibts blos als decimal-inch 0.001" / 1/1000"
das allgegenwaertige mil oder 'thou' ...

Gebrauch fraktionaler Werte hoert praktisch spaetestens bei 1/128 auf.
Ober der Schieber besser kann ist dabei ja egal wenn 'sprachlich' ldgl. 
vielfache von 128tel in. zur Verfuegung stehen.

Da auch, zwar kein Ami
(google findet irgendwie nichts gescheites ueber den Gebrauch kleiner 
fraktionaler Werte)

http://www.pfeffer.ch/messchieber.htm

Bruchrechnen

Zollnonius auf dem oberen Lineal. Die Einteilung des Lineals ist 
gleichnamig zu machen mit der Einteilung des Nonius. ......
...... Das Endergebnis ist zu kürzen, falls möglich.
Verbreitet sind auch Nonien mit 1/64" Teilung. Der Messwert wird auf die 
gleiche Weise bestimmt. Man wandelt lediglich die Teilung des Lineals in 
1/64" um.

Autor: Nölliger Zonius (Gast)
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Peter N. schrieb:

> Es ging mir nicht um die Genauigkeit, sondern um das verbale Mitteilen
> so eines zölligen/inchigen Maßes...


So?  :)

http://www.wimp.com/metricsystem/
Six and seven eights, right? Seven and a quarter! What's...

Autor: Peter N. (mikronix)
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Aaah, danke fürs Video...
auch wenn mein Englisch miesest ist: wunderbare Unterhaltung :)

edit:
Nun auch bei youtube gefunden:
Youtube-Video "OCC vs Metric System"

: Bearbeitet durch User
Autor: bastler (Gast)
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Peter N. schrieb:
> wunderbare Unterhaltung :)

Die Komik würde entfallen, wenn man das Hex-System
verwendet, dann bräuchte man die Brüche nicht:
1/4    =>  0.4
1/8    =>  0.2
1/16   =>  0.1
1/32   =>  0.08
1/64   =>  0.04
1/128  =>  0.02

Autor: KW (Gast)
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Armin X. schrieb:
> Dann schalt mal schön um und suche deine Brüche.
> Die zeigen die Inch nämlich alle mit Dezimalbruch an..

Kommt auf den Schieber an:
https://www.marathonwatch.com/product/digital-cali...

Autor: Amateur (Gast)
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Ich finde es interessant festzustellen wie sehr wir doch auf das 
metrische System fixiert sind.

Natürlich ist auf "unseren" (ich habe noch gelernt, dass das Teil 
Schieblehre heißt) Schieblehren eine 1/10-tel Teilung und auf den 
besonders genauen eine 1/20-tel Teilung ist.

Wie man aber darauf kommen kann, dass die "Zöller" mit 2,375" rechnen, 
wird mir immer unklar bleiben. Das sind halt 2 3/8" Punkt.

Ohne Not rechnet hier ja auch keiner 1 1/3 in 1,3333333... um. Die 
"Taschenrechner" mal ausgenommen.

Autor: Feldkurat Katz (feldkurat)
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Werner F. schrieb:
> Bitteschön..
> Ich bin übrigens kein Jungspund mehr, sondern ich bin 61.

...und wieviel Zehntel?
:)

Autor: Amateur (Gast)
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Ich habe gerade eben - nur zum Spaß - mit dem Wort: "nonius" gegurgelt.

Gleich oben rechts war eine recht klare Darstellung, wie man den 
abliest. Im Prinzip gibt es keinen Unterschied, beim Ablesen, zwischen 
dem Metrischen und dem zölligen System. Nur das "Merken" funktioniert 
anders.

Autor: Yalu X. (yalu) (Moderator)
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Die Inch-Messwerte können ganz leicht als Hex-Zahl abgelesen werden.
Dabei bestehen die Zahlen aus einer Vorkomma- und zwei Nachkommaziffern,
die folgendermaßen abgelesen werden:

x,xx
| ||
| |'—— Strich auf der Noniusskala multipliziert mit 2 [0,2..E] (blau),
| |    mit etwas Übung können auch die Zwischenwerte [1,3..F] abgelesen
| |    werden
| |
| '——— Teilstrich zwischen zwei Zahlenwerten auf der Hauptskala [0,1..F]
|      (grün)
|
'————— Zahlenwert auf der Hauptskala [0,1..6] (rot)

Im angehängten Bild sind die auf diese Weise abgelesenen Ziffern fett
gedruckt. Der Messwert ist also 0,FD.

Leute (wie bspw. der hier im Forum wohlbekannte Josef G.), für die das
Hexadezimalsystem das natürlichste aller Zahlensysteme ist, werden
deswegen die Schieblehre ausschließlich im Inch-Modus benutzen ;-)

Aber auch C-Programmierer kommen mit der Hex-Darstellung gut zurecht, da
der Compiler die Konvertierung ins interne IEEE-754-Format übernimmt:

#include <stdio.h>

int main(void) {
  double value = 0x0.fdp0;

  printf("%11.8f in\n", value       );
  printf("%11.8f mm\n", value * 25.4);

  return 0;
}

Ausgabe des Programms:

 0.98828125 in
25.10234375 mm

Autor: Falk Brunner (falk)
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@Yalu X. (yalu) (Moderator)

>  double value = 0x0.fdp0;
                      ^^^^
Politikverbot!!!! ;-)

Autor: Cyborg (Gast)
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oszi40 schrieb:
> Diese Zahlen könnten aber
> verständlicher als knifflige Brüche sein, wenn man etwas vergleichen
> möchte?

Bei dezimaler Darstellung wird dir auch die Abweichung hinter dem Komma
angezeigt und du könntest sinnvoll runden. Wie würde die Abweichung bei 
einem Bruch aussehen? Beispiel 1/2" und +-1/128stel Toleranz? Kaum 
Praxistauglich.

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