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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Equal Pay bei AÜG


Autor: Danilo (Gast)
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Nach viel Kritik an der Ministerin (nicht von mir) wg. des 
Equal-Pay-Prinzips kommt nun wohl langsam etwas Bewegung in die Sache.

Offenbar wurden nun von der hiesigen Fa. alle Leihbuden und Firmen, die 
gemäß AÜG beauftragt worden sind, schriftlich dazu aufgefordert nun eine 
gewisse Lohnanpassung vorzunehmen und den AÜG-Partner darüber zu 
informieren.

Sofern es keine Luftblase ist schon mal nicht schlecht.

Natürlich werden sich die Leihbuden winden wie ein Aal (oder gleich 
mehrere).

Ist sonst so etwas bereits bekannt geworden?

Autor: Der Andere (Gast)
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Danilo schrieb:
> Sofern es keine Luftblase ist schon mal nicht schlecht.

Im Prinzip ja, ausser es wird jetzt allen gleich weniger angeboten.

Autor: Gerald B. (gerald_b)
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Es gibt noch genug Hintertürchen im Kleingedruckten.
- Grundlohn und kundenabhängiger Zuschlag
- ALG und Krankengeld werden aber auf den Grundlohn berechnet
- Nachtschicht, Sonn- u. Feiertagszuschläge werden mit dem 
kundenabhängigen Zuschlag verrechnet
Solche Tricksereien gehören erstmal abgeschafft!

Autor: MangelMicha (Gast)
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Die 9 Monate bis zum Equal Pay sind sehr schwammig im Gesetz formuliert. 
Hier wissen die Leihbuden nämlich nicht, ob EqualPay auch für Zuschläge, 
Ermässigungen, Boni ... gilt.
Klagt es einer später ein, dem es verweigert wurde, müssen alle 
Verleiher Nachzahlen. Das kann die in den Konkurs treiben.
Also zahlen sie es lieber gleich. Allerdings legen nicht alle 
Unternehmen die Gehaltsstruktur offen ...
Ohne Tarifvertrag geht also nix mehr. Da hingehend hat Nahles 
tatsächlich was gutes bewirkt.
Da aber bald Schwarz-Gelb angesagt ist, wird es da wohl 
Arbeitgeberfreundliche "Korrekturen" geben.

Autor: Fritz (Gast)
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Gibt es jetzt etwa Urlaubsgeld oder die 10% Popelzulage die es 
betriebsdurchschnittlich für alle Mitarbeiter geben sollte?

Ohne diese Dinge ist der Stundenlohn der Leiharbeiter noch immer 14,6% 
niedriger als der, der fest Angestellten...

Autor: Rick McGlenn (rick-nrw)
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Gerald B. schrieb:
> Es gibt noch genug Hintertürchen im Kleingedruckten.
> - Grundlohn und kundenabhängiger Zuschlag
> - ALG und Krankengeld werden aber auf den Grundlohn berechnet
> - Nachtschicht, Sonn- u. Feiertagszuschläge werden mit dem
> kundenabhängigen Zuschlag verrechnet
> Solche Tricksereien gehören erstmal abgeschafft!

Sind die ggf. Reisekosten zum Kunden (AÜG) inclusive oder exclusive beim 
Equal Pay.

Danke Andrea!

MangelMicha schrieb:
> Da aber bald Schwarz-Gelb angesagt ist, wird es da wohl
> Arbeitgeberfreundliche "Korrekturen" geben.

Ja, da sehe ich mindestens schwarz!

Autor: fritz (Gast)
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Rick M. schrieb:
> Sind die ggf. Reisekosten zum Kunden (AÜG) inclusive oder exclusive beim
> Equal Pay.

Vom Finanzamt bekäme der Leiharbeitnehmer diese wieder (Reisekosten) für 
maximal 1,5 Jahre. Voraussetzung ist allerdings, dass er nicht 
ausschließlich für den Zweck der Leiharbeit eingestellt wurde. Da wird 
dann üblicherweise geschaut ob das "Projekt" befristet ist und ob der 
Arbeitsvertrag bei der Leihbude zu einem früheren Zeitpunkt begann...

Autor: Danilo (Gast)
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Fritz schrieb:
> Gibt es jetzt etwa Urlaubsgeld oder die 10% Popelzulage die es
> betriebsdurchschnittlich für alle Mitarbeiter geben sollte?
>
> Ohne diese Dinge ist der Stundenlohn der Leiharbeiter noch immer 14,6%
> niedriger als der, der fest Angestellten...

15 % weniger wäre ja noch cool.

Es fehlen aber locker 30 % dazu gibt's kein 13. Gehalt, keine 
Betriebsrente, keine Altersteilzeit usw..

Ich vermute bisher, dass die Buden auf die Stelle bezogen darlegen 
sollen, wie die das EP realisieren wollen bis 01-2018.

Autor: Manfred (Gast)
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fritz schrieb:
>> Sind die ggf. Reisekosten zum Kunden (AÜG) inclusive
>> oder exclusive beim Equal Pay.
> Vom Finanzamt bekäme der Leiharbeitnehmer diese wieder (Reisekosten)
Informiere Dich, was da wiederzubekommen ist - es ist nur der darauf 
entfallende Anteil Einkommenssteuer.

Autor: mandingo (Gast)
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MangelMicha schrieb:

> Das kann die in den Konkurs treiben.

Gut so. Auf dem Markt tummeln sich eh zu viele von diesen Parasiten auf 
der Suche nach Wirtstieren.

Außerdem sollten die Kündigungsfristen für Leihbuden deutlich länger 
sein. Für den Leiharbeiter muss sichergestellt werden, dass er nicht 
einfach auf die Straße gesetzt werden kann, wenn es kein 
Anschlussprojekt gibt.

Beitrag #5051343 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: fritz (Gast)
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Danilo schrieb:
> Es fehlen aber locker 30 % dazu gibt's kein 13. Gehalt, keine
> Betriebsrente, keine Altersteilzeit usw..

Derartige Sonderzahlungen und Zusatzleistungen sind nicht Tariflich 
garantiert - Urlaubsgeld und Popelzulage hingegen schon.

Ich finde es immer wieder interessant wie die IGM für ihre 
ach-so-gerechten Tarife trommelt aber durch die Hintertür Leiharbeiter 
schlechter stellt.

Unter dem Vorwand einer Gleichstellung gegenüber den armen 
Stammmitarbeitern setzt sich die IGM aktiv dafür ein, dass die 
Leistungszulage nicht gezahlt wird und die Deckelung dem Stundenlohn des 
Grundtarifs entspricht.

Ich werde diesem Wohlfahrtsverein jedenfalls nicht beitreten...

Autor: Danilo (Gast)
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fritz schrieb:
> Derartige Sonderzahlungen und Zusatzleistungen sind nicht Tariflich
> garantiert - Urlaubsgeld und Popelzulage hingegen schon.
>
> Ich finde es immer wieder interessant wie die IGM für ihre
> ach-so-gerechten Tarife trommelt aber durch die Hintertür Leiharbeiter
> schlechter stellt.

Das ist so. Die Gewerkschaften wird man ohne deren Stallgeruch nie 
verstehen können (außer, dass die für Ihre eigenen Posten sorgen).

Es kommt aber langsam Bewegung ins Gesetz.
Eine Kunde hat jetzt einige Leihbuden angeschrieben mit der Info welche 
Eingruppierung die einzelnen Ingenieure und Techniker gemäss IG XYZ nun 
haben für Ihre Tätigkeit.

Aufforderung: Bitte bis zum xx.xx.xx mitteilen wie das Equal-pay durch 
die Leihbude nun umgesetzt wird.

Die Frage ist: Was kommt nun heraus, wenn die Bude das Gehalt um 20-50 % 
erhöhen müsste und sich dieses Projekt dann nach internem 
Berechnungsfaktor gar nicht mehr rechnet?
Dann isser wieder bei der Arge. Wer ist da der Gewinner?

Autor: fritz (Gast)
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Danilo schrieb:
> Die Frage ist: Was kommt nun heraus, wenn die Bude das Gehalt um 20-50 %
> erhöhen müsste und sich dieses Projekt dann nach internem
> Berechnungsfaktor gar nicht mehr rechnet?

Ich habe Ausschreibungen für ANÜ Stellen von einem OEM gesehen bei denen 
stets ein maximaler Stundensatz für die Leihbude angegeben war.

Dieser Satz lag immer bei dem doppeltem Nachrichtlichen Stundensatz 
den die IG Metall in Ihren Hochglanzbroschüren vorrechnet.

Selbst wenn die Nebenkosten für den Sklaven höher als 20% ausfallen 
würden, was ich mir bei jemandem der nicht einmal einen Sitzplatz im 
Verleihunternehmen benötigt, kaum vorstellen kann, so dürfte für den 
Sklavenhändler noch eine beträchtliche Marge übrig bleiben.

Autor: Danilo (Gast)
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fritz schrieb:
> Ich habe Ausschreibungen für ANÜ Stellen von einem OEM gesehen bei denen
> stets ein maximaler Stundensatz für die Leihbude angegeben war.
>
> Dieser Satz lag immer bei dem doppeltem Nachrichtlichen Stundensatz
> den die IG Metall in Ihren Hochglanzbroschüren vorrechnet.
>
> Selbst wenn die Nebenkosten für den Sklaven höher als 20% ausfallen
> würden, was ich mir bei jemandem der nicht einmal einen Sitzplatz im
> Verleihunternehmen benötigt, kaum vorstellen kann, so dürfte für den
> Sklavenhändler noch eine beträchtliche Marge übrig bleiben.

Interessant:

Rechnen wir mal so

Leihbude kassiert 60 € für den Sklaven (bei sagen wir durchschn. 140 h 
im Monat).

Der Disneyland-Mitarbeiter kassiert 30 € brutto also 4.200 Brutto.

Dann bleibt doch ein bisschen was hängen für die Leihbude (mit 50 % 
Aufschlag kommen die aber auch niemals hin).

Autor: Ich (Gast)
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Danilo schrieb:
> Leihbude kassiert 60 € für den Sklaven (bei sagen wir durchschn. 140 h
> im Monat).
>
> Der Disneyland-Mitarbeiter kassiert 30 € brutto also 4.200 Brutto.
>
> Dann bleibt doch ein bisschen was hängen für die Leihbude (mit 50 %
> Aufschlag kommen die aber auch niemals hin).

30€/h Basis 35h/Woche (152 h/Monat)
4560€ brutto
2623€ netto
Arbeitgeber muss 5435€/Monat + Berufsgenossenschaft ausgeben


Dazu kommen noch 30 Tage Urlaub, ca. 10 Tage krank + einige Feieratge, 
die auch gezahlt werden.

WEnn man das mit einrechnet kommen ca. 6500€/Monat raus, mit denen der 
Arbeitgeber kalkulieren muss.
Mach also ca. 43€/h im Disney-Paradies.

Wenn der Externe auch 30€/h will.

Die Leihbude hat auch Mitarbeiter, Büros, Firmenwagen, ...
u.a. einen persönlichen Betreuer.
Der betreut je nach Leihbude 10-20 Leiharbeiter.

So sind wir locker bei 50€/h

Die Leihbude zahlt ev. noch etwas Fahrgeld, wenn der Externe Glück hat, 
und muss für projektlose Zeiten vorsorgen.

Aber es scheint sich zu lohnen, für beide Seiten.

Autor: tree fiddy (Gast)
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Danilo schrieb:

> Leihbude kassiert 60 € für den Sklaven

Aber warum sind die Unternehmen bereit das zu bezahlen? Denen muss doch 
klar sein, dass sie trotzdem keine Spezialisten bekommen. Leiharbeiter 
kriegen weniger Geld für die gleiche oder mehr Arbeit als ihre regulär 
Angestellten. Das zu solchen Konditionen kein gefragter Spezialist 
arbeitet, sollte denen doch klar sein. Also was ist die wahre Motivation 
dafür so viel Geld auszugeben?

Wenn man wirklich nur für einen Projektzeitraum von 6 Monaten bis einem 
Jahr jemanden sucht, dann kann man auch jemanden befristet einstellen. 
Für die Person dann insgesamt 45€ die Stunde zahlen und hätte immer noch 
25% gespart.

Autor: Kaban (Gast)
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IAV bekommt z.B. 110k pro Jahr für einen ihrer MA. Bertrandt noch 100k.

Am Ende ist das laut einem Hauptabteilungsleiter weniger als die Hälfte 
was ein regulärer Ingenieur von VW durchschnittlich über das Berufsleben 
kostet (alles incl).
Die Leute verschwinden nach paar Jahren wieder, was besonders in Zeiten 
wie diesen sehr hilfreich für den Arbeitgeber ist.

Autor: Ich (Gast)
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tree fiddy schrieb:
> Wenn man wirklich nur für einen Projektzeitraum von 6 Monaten bis einem
> Jahr jemanden sucht, dann kann man auch jemanden befristet einstellen.
> Für die Person dann insgesamt 45€ die Stunde zahlen und hätte immer noch
> 25% gespart.

1.) Für 6 Monate findet man keinen, der sich nur für 6 Monate befristet 
einstellen lässt.

2.) Man muss den selbst suchen, Anzeigen schalten, auswählen, ...

Leihbuden machen das für einen und falls der länger als 6 Monate 
gebraucht wird, kein Problem.
Falls der nix taugt, abmelden, der neue wird geliefert.

Autor: Epi (Gast)
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Kaban schrieb:
> Am Ende ist das laut einem Hauptabteilungsleiter weniger als die Hälfte
> was ein regulärer Ingenieur von VW durchschnittlich über das Berufsleben
> kostet (alles incl).

In der VW Rechnung. Da rechnen die für einen Internetnutzung eines 
Mitarbeiters 40€ im Monat. Vermutlich dann auch 200€ Toilettenbenutzung, 
500€ Wegegeld, 1000€ Computerarbeitsplatz etc.
Wenn man diese ganzen Kosten beim Externen vergisst mit einzuberechnen 
und nur die 100k ansetzt kommt das bestimmt hin. Würde mich bei dem 
Controlling von VW auch nicht wundern. Wenn es sie ungefähr gleich teuer 
kommt glaube ich das (also so 110k), alles andere hört sich ziemlich 
krummgerechnet an. Die brauchen intern ja auch eine Rechtfertigung für 
den extrem hohen Anteil Externer.

Ich behaupte, wenn nicht über Jahre deutlich weniger Leute gebraucht 
werden bei VW (und so war es in den letzten 15 Jahren nicht)fahren die 
mit Internen günstiger. Und zwar weil die aktuell um nicht in die AÜG 
Falle zu laufen alles über Lastenhefte für 1-2 Quartale laufen lassen. 
Nach 1-2 Quartalen wird das Anschlusslastenheft wieder einigen 
Dienstleistern angeboten, wo immer jemand dabei ist der günstiger ist 
als die letzten und das Controlling nimmt natürlich immer die 
günstigsten. Somit haben die eine unglaubliche Personalfluktuation. Kaum 
ist ein Externer eingearbeitet schon kommt der Nächste der von nix ne 
Ahnung hat. Zumindest war das in dem Bereich so wo ich gearbeitet habe. 
Mag nicht überall im Konzern so sein. Das erzeugt Blindleistung ohne 
Ende. Das ist teuer - aber so richtig.

Autor: fritz (Gast)
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Kaban schrieb:
> Am Ende ist das laut einem Hauptabteilungsleiter weniger als die Hälfte
> was ein regulärer Ingenieur von VW durchschnittlich über das Berufsleben
> kostet (alles incl).

Wie kommt das? Pensionskosten? Gehaltssteigerungen im Tarif?

IT und Bürounterhalt sind für den Sklavennehmer zusätzliche Kosten, die 
nicht in der Gebühr für die Leihbude enthalten sind, d.h. diese 
Nebenkosten dürften vergleichbar mit denen für Stammmitarbeiter sein und 
erhöhen die Kosten der Sklavenhaltung. Dazu kommt ggf. noch Gebühr für 
Treuhänder und andere Wegelagerer.

Sonstige Nebenkosten (Krankenversicherung, Urlaub, Rücklagen) werden 
zwar vom Verleiher getragen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass 
diese größer sind als der Aufschlag den der Verleiher bekommt.

Jemand der nur 1-2 Jahre bleibt benötigt zudem Einarbeitungszeit, 
Verwaltungskosten und hinterlässt wohlmöglich ein völlig 
undokumentiertes Arbeitsergebnis weil er gegen Ende der Tätigkeit 
kündigt...

Autor: genervt (Gast)
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tree fiddy schrieb:
> Aber warum sind die Unternehmen bereit das zu bezahlen? Denen muss doch
> klar sein, dass sie trotzdem keine Spezialisten bekommen. Leiharbeiter
> kriegen weniger Geld für die gleiche oder mehr Arbeit als ihre regulär
> Angestellten. Das zu solchen Konditionen kein gefragter Spezialist
> arbeitet, sollte denen doch klar sein. Also was ist die wahre Motivation
> dafür so viel Geld auszugeben?

Weil sie für einen neuen eben marktübliche Gehälter zahlen müssten, 
sonst kommt keiner. Die liegen aber eine ecke über dem, was der 
Durchschnittsmitarbeiter verdient, daher kann man es sich keinesfalls 
leisten einen für mehr anzustellen, denn wenn der eine mehr bekommt, 
werden es die anderen rausfinden und ebenfalls mehr wollen!

Dem Leiharbeiter neidet hingegen keiner das Gehalt, der kriegt ja nicht 
mehr und so kann man den Lemmingen vorjammern, dass man keine Leute 
findet. Zusammenhalten Jungs!

Autor: tree fiddy (Gast)
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genervt schrieb:

> Dem Leiharbeiter neidet hingegen keiner das Gehalt, der kriegt ja nicht
> mehr und so kann man den Lemmingen vorjammern, dass man keine Leute
> findet. Zusammenhalten Jungs!

Aber wofür werden die Leih-Ingenieure denn eingesetzt/gebraucht, wenn 
das keine Experten bzw. eher Berufsanfänger ohne viel Erfahrung sind? 
Wobei wenig Erfahrung nicht bedeutet, dass die Leute weniger klever 
sind.

Autor: Ich (Gast)
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Epi schrieb:
> Kaban schrieb:
>> Am Ende ist das laut einem Hauptabteilungsleiter weniger als die Hälfte
>> was ein regulärer Ingenieur von VW durchschnittlich über das Berufsleben
>> kostet (alles incl).
>
> In der VW Rechnung. Da rechnen die für einen Internetnutzung eines
> Mitarbeiters 40€ im Monat. Vermutlich dann auch 200€ Toilettenbenutzung,
> 500€ Wegegeld, 1000€ Computerarbeitsplatz etc.
> Wenn man diese ganzen Kosten beim Externen vergisst mit einzuberechnen
> und nur die 100k ansetzt kommt das bestimmt hin. Würde mich bei dem
> Controlling von VW auch nicht wundern. Wenn es sie ungefähr gleich teuer
> kommt glaube ich das (also so 110k), alles andere hört sich ziemlich
> krummgerechnet an. Die brauchen intern ja auch eine Rechtfertigung für
> den extrem hohen Anteil Externer.

Mal im Ernst
Keiner arbeitet 100% der Arbeitszeit zu 100%!

Jeder geht mal zur Toilette,  trinkt etwas zwischendurch Wasserpulle, 
Tasse Kaffee/Tee (Weg in Kaffeeküche), putzt sich die Nase, ... WÄHREND 
der Arbeitszeit - das macht etwas zwischen 5-12 Minuten/Stunde.

Einen Unterschied zwischen Internen und Externen sehe ich da eher nicht.

tree fiddy schrieb:
> Aber wofür werden die Leih-Ingenieure denn eingesetzt/gebraucht, wenn
> das keine Experten bzw. eher Berufsanfänger ohne viel Erfahrung sind?
> Wobei wenig Erfahrung nicht bedeutet, dass die Leute weniger klever
> sind.

Es müssen nicht immer Experten sein!
Es gibt einen Haufen Jobs für Externe, die mehr drauf haben als normale 
Facharbeiter, aber die man nicht unbedingt fest einstellen muss.

Die nehmen aber die Erfahrung und das gesammelte Wissen gerne mit ins 
nächste Unternehmen, die freuen sich schon.
Besonders, wenn man in der gleichen Branche bleibt.

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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tree fiddy schrieb:
> genervt schrieb:
>
>> Dem Leiharbeiter neidet hingegen keiner das Gehalt, der kriegt ja nicht
>> mehr und so kann man den Lemmingen vorjammern, dass man keine Leute
>> findet. Zusammenhalten Jungs!
Stimmt!
>
> Aber wofür werden die Leih-Ingenieure denn eingesetzt/gebraucht, wenn
> das keine Experten bzw. eher Berufsanfänger ohne viel Erfahrung sind?
Swing-Personal.
Entwicklung koste jetzt Geld, und bringt vllt. erst in 2-6 Jahren 
Gewinne ein.
Und Entwicklung ist kostenmäßig immer Personalintensiv.
Wer in der Krise Kosten senken will, der schmeißt die Entwickler raus.
Die braucht man in der Krise ned, da nur Ballast!
> Wobei wenig Erfahrung nicht bedeutet, dass die Leute weniger klever
> sind.
Stimmt!

Autor: Danilo (Gast)
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tree fiddy schrieb:
>> Dem Leiharbeiter neidet hingegen keiner das Gehalt, der kriegt ja nicht
>> mehr und so kann man den Lemmingen vorjammern, dass man keine Leute
>> findet. Zusammenhalten Jungs!
>
> Aber wofür werden die Leih-Ingenieure denn eingesetzt/gebraucht, wenn
> das keine Experten bzw. eher Berufsanfänger ohne viel Erfahrung sind?
> Wobei wenig Erfahrung nicht bedeutet, dass die Leute weniger klever
> sind.

Ich habe mal die Begründung gehört, dass Kosten für die Sklaven 
betriebswirtschaftlich anders verbucht werden können (also 
vorteilhafter).

Also z.B.wie früher in der quasi-englischen TK-Firma:

Es durfte kein Opex ausgegeben werden sondern vieles (was auch OPEX war 
wie Reparatur) musste bei der Bedarfsanmeldung als CAPEX-Bestellung 
(also Invest) ausgewiesen werden sonst bekamst Du das Geld nicht.

Jedenfalls habe ich mich bei der Leihbude zu einem weiteren Punkt 
erkundigt:

Nach 18 Monaten (ab 01.04.17 gerechnet) muss der Kunde Dich für drei 
Monate und 1 Tag heimschicken (sofern er keine Hintertür findet). Dann 
darf er Dich wieder auf dem Markt einkaufen.

Meine Frage war dann: Wer hat denn von dem Gesetz den Vorteil? Unsere 
Meinung war, dass das der Nahles schon was bringt und sonst eigentlich 
keinem!

Autor: Ich (Gast)
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Danilo schrieb:
> Nach 18 Monaten (ab 01.04.17 gerechnet) muss der Kunde Dich für drei
> Monate und 1 Tag heimschicken (sofern er keine Hintertür findet). Dann
> darf er Dich wieder auf dem Markt einkaufen.

Die Hintertür heißt zB: tarifliche Vereinbarung

Cha-woma M. schrieb:
> Und Entwicklung ist kostenmäßig immer Personalintensiv.
> Wer in der Krise Kosten senken will, der schmeißt die Entwickler raus.
> Die braucht man in der Krise ned, da nur Ballast!

Klar, nur nach der Krise sind die Entwickler nicht mehr da und auch 
nicht so schnell verfügbar

Cha-woma M. schrieb:
> Entwicklung koste jetzt Geld, und bringt vllt. erst in 2-6 Jahren
> Gewinne ein.

2-6 Jahre, um neue Entwickler aufzubauen ist eine lang Zeit, bis dahin 
kommt die nächste Krise.

Autor: mandingo (Gast)
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Danilo schrieb:

> Nach 18 Monaten (ab 01.04.17 gerechnet) muss der Kunde Dich für drei
> Monate und 1 Tag heimschicken (sofern er keine Hintertür findet). Dann
> darf er Dich wieder auf dem Markt einkaufen.

Was macht der Verleiher dann die drei Monate und einen Tag mit dir?

Autor: genervt (Gast)
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Kurzes Projekt beim anderen Kunden.

Autor: Ich (Gast)
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genervt schrieb:
> Kurzes Projekt beim anderen Kunden.

Du darfst deinen Jahresurlaub nehmen neben den Überstunden, die du 
freiwillig über 18 Monate angespart hast, zur Not bei reduzierten 
Wochenstunden.

Projekte bei Kunden nur über 3 Monate (oder weniger) im Ingenieuren und 
Technikern kenne ich nicht.

Autor: Revoluzzer (Gast)
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Es geht hier allgemein um das Thema.

Die Bude sagt dass die die Sklaven in der Zeit Schulen.

Ja gut ans Christkind glaube ich ja seit 1976 schon nicht mehr.

bis dahin habe ich aber dann Evil-pay und ordentlich Kohle im Sack. Lol.

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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mandingo schrieb:
> Was macht der Verleiher dann die drei Monate und einen Tag mit dir?

Mach dir mal keinen Kopf darum.
Der Detlef Scheele wird sich um dich "liebevoll" kümmern.

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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Ich schrieb:
> Danilo schrieb:
>> Nach 18 Monaten (ab 01.04.17 gerechnet) muss der Kunde Dich für drei
>> Monate und 1 Tag heimschicken (sofern er keine Hintertür findet). Dann
>> darf er Dich wieder auf dem Markt einkaufen.
>
> Die Hintertür heißt zB: tarifliche Vereinbarung
Genau, dank der zuständigen Gewrkschaft!
> Cha-woma M. schrieb:
>> Und Entwicklung ist kostenmäßig immer Personalintensiv.
>> Wer in der Krise Kosten senken will, der schmeißt die Entwickler raus.
>> Die braucht man in der Krise ned, da nur Ballast!
>
> Klar, nur nach der Krise sind die Entwickler nicht mehr da und auch
> nicht so schnell verfügbar
Das ist für das Management so wichtig wie der Schnee vom letzten Winter!
> Cha-woma M. schrieb:
>> Entwicklung koste jetzt Geld, und bringt vllt. erst in 2-6 Jahren
>> Gewinne ein.
>
> 2-6 Jahre, um neue Entwickler aufzubauen ist eine lang Zeit, bis dahin
> kommt die nächste Krise.
Zeig mir die Firma, die länger als 3 Monate plant.
Und zeig mir dass Mangement, das mehr als 3 Monate als Planungshorizont 
für das strategische Management sieht!

Alles was zählt für das Mangement ist der Boni, auf dem Rest scheißen 
sie.
Vorallem auf die schmudeligen Nerd`s. Sowas haben die in der Firma vllt. 
auf eine Bild für die PR-Abteilung.
Quasi der "Haus"-Nerd, den man halt den Kid`s bei der Firmenbesichtigung 
(Girls`s day&Co.!) zeigt.
Affen oder Esel darf man wg. den Tierschutz sich ja nicht mehr im 
Firmenzoo halten.

Autor: (nur) (zu) (Gast)
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Wie wäre es denn, konstruktiv gegen diesen ganzen Schwindel vorzugehen?

Ich sehe, dass etliche Unternehmen einen Großteil der "Angestellten" in 
einem ANÜ Verhältnis halten. Wer das nicht glaubt, kann sich gerne mal 
vor das Eingangstor eines großen Autoherstellers stellen und zählen 
wieviele Leute noch tatsächlich Werksausweise für Mitarbeiter erster 
Klasse tragen.

Eine wirklich sinnvolle Maßnahme diesen Mist einzudämmen, wäre meiner 
Meinung nach eine Maximalquote für Arbeitnehmerüberlassungen - 
beispielsweise 5% der Belegschaft.

Wie kann man derartige Vorschläge heutzutage in die Tat umzusetzen? Auf 
die Straße geht heute keiner mehr. Petitionen gibt es, aber ich habe 
noch keine gesehen die erfolgreich ist. Frau Nahles jetzt anzuschreiben 
bringt vermutlich nichts, denn die ist kommende Legislaturperiode 
vermutlich auf einem anderen Posten [wie alle Politiker die quasi über 
Nacht ihren Kompetenzbereich wechseln... aber das ist eine andere 
Diskussion :) ]

Autor: Kaban (Gast)
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fritz schrieb:
> Wie kommt das? Pensionskosten? Gehaltssteigerungen im Tarif?
>
> Jemand der nur 1-2 Jahre bleibt benötigt zudem Einarbeitungszeit,
> Verwaltungskosten und hinterlässt wohlmöglich ein völlig
> undokumentiertes Arbeitsergebnis weil er gegen Ende der Tätigkeit
> kündigt...

Warum der interne VW-Ingenieur über 200k pro Jahr in Summe kostet?
Zunächst gibt es bei VW für den median Ingenieur grob 75k Brutto, 
während IAV bei 60k liegt und Bertrandt bei 50k. Da muss der Arbeitgeber 
aber noch seine Anteile zur Sozialversicherung drauflegen. Ich vermute 
das externe bei VW auch nicht alle möglichen Kosten aufgebrummt 
bekommen, während auf den internen Ingenieuren vermutlich von 
Heizkosten, Wasser, Strom, Internet, Laptop, Abteilungsfuhrpark, 
Klimakammern mit Simulation von 3000 Höhenmetern Druck, Oszilloskope, 
vector tools, Debugger, Schüttelrüttel, unzählige Motorprüfstande usw 
verteilt werden. Schaut euch nur mal das geheime Testgelände von VW 
nördlich von Wolfsburg in Ehra-Lessien an. 120 Fußballfelder 
nebeneinander asphaltiert, Sinusstraßen und die einzige Strecke wo man 
den Bugatti ausfahren kann.... Diese Kleinserien-Spielereien sind teuer, 
auch wenn VW schon länger den Haustarif und nicht wie Porsche oder Audi 
IGM-Tarif bezahlt.

Der größte Nachteil ist aber dass du die Leute nicht los wirst, sobald 
Technologie sie ersetzt hat. Nehmen wir mal eMobility: Na klar dauert es 
noch 10 Jahre bis Preis, Reichweite und Infrastruktur stimmen (in China 
und Norwegen eher 3), aber was machst du danach mit all den 
Verbrenner-Experten? VW hat jetzt noch Leute aus den 80ern, die nur 
rumgepimmelt haben als der Computer ihren Job unnötig machte. Die 
Abfindungen sind nämlich deutlich teurer, wie bei der letzteren größeren 
Welle (2006, siehe Online-Artikel). Da gab es bis zu 280.000 für Leute 
mit 30 Jahren Betriebszugehörigkeit, aber auch 80.000 für Leute die erst 
3 Jahre dabei waren (kenne einen, der dann studieren ist).

Autor: Kaban (Gast)
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(nur) (zu) schrieb:
> Wie wäre es denn, konstruktiv gegen diesen ganzen Schwindel
> vorzugehen?

Die Manager machen das nicht, weil ihnen langweilig ist oder sie dir bzw 
dem durchschnittlichen Ingenieur schaden wollen, sondern Automotive ein 
Bereich mit kaum Profit ist (abgesehen von Luxus-Autos). VW hatte die 
letzten Jahre oft nur Margen um 1.5%, obwohl es der zweitgrößte 
Autobauer der Erde ist, Plattform bzw Baukästen einsetzt und in neue 
Werke fast nur in Billiglohnländern wie China oder Mexiko entstanden 
sind. Jetzt willst du die Manager zwingen auch noch die Entwicklungen 
nach China outzusourcen, weil nicht mehr als 5% der Belegschaft vom 
Entwicklungsdienstleister sein darf? In der F&E in Wolfsburg arbeiten 
60.000 und davon 10.000 vom Dienstleister. Die Stellen wandern alle nach 
Rumänien oder China. Gib den Chinesen noch 10 Jahre und die haben das 
Knowhow ohnehin.

Ganz anders sieht es im Bereich Medizintechnik uns Chemie aus. Die 
wissen gar nicht wohin mit dem Geld bei 15 bis 22% Marge. Oder hast du 
gelesen Bayer, Merck, Fresenius und co wollen ihre deutschen Standorte 
schließen? ...

Autor: mandingo (Gast)
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Kaban schrieb:

> Die Manager machen das nicht, weil ihnen langweilig ist oder sie dir bzw
> dem durchschnittlichen Ingenieur schaden wollen, sondern Automotive ein
> Bereich mit kaum Profit ist (abgesehen von Luxus-Autos). VW hatte die
> letzten Jahre oft nur Margen um 1.5%, obwohl es der zweitgrößte
> Autobauer der Erde ist, Plattform bzw Baukästen einsetzt und in neue
> Werke fast nur in Billiglohnländern wie China oder Mexiko entstanden
> sind. Jetzt willst du die Manager zwingen auch noch die Entwicklungen
> nach China outzusourcen, weil nicht mehr als 5% der Belegschaft vom
> Entwicklungsdienstleister sein darf?

Die armen Manager :(

Das die im übrigen nur 1,5 Gewinn pro Karre machen, glaube ich im Leben 
nicht. Irgendwie scheint es der Bande ja trotz Milliardenstrafen noch 
möglich zu sein Gewinne zu machen.

Autor: Ich (Gast)
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Kaban schrieb:
> Ganz anders sieht es im Bereich Medizintechnik uns Chemie aus.

Es gab einen Bericht über Unternehmen aus der Medizintechnik in 
Süddeutschland das Operationsbesteck entwickelt und produziert.

Die lassen das auch patentieren, aber nicht für den chinesischen Markt.
Grund, das ist unnötig, keiner kauft sowas beim Chinesen.

Bei Bremsbeläge und andere sicherheitsrelevanten Teilen haben wir keine 
Probleme.

Autor: mandingo (Gast)
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Ich schrieb:

> Die lassen das auch patentieren, aber nicht für den chinesischen Markt.

Als wenn Patente in China irgendwas Wert wären.

Autor: Kaban (Gast)
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Ich schrieb:
> Es gab einen Bericht über Unternehmen aus der Medizintechnik in
> Süddeutschland das Operationsbesteck entwickelt und produziert.
>
> Die lassen das auch patentieren, aber nicht für den chinesischen Markt.
> Grund, das ist unnötig, keiner kauft sowas beim Chinesen.

Da übersiehst du nur dass die Chinesen eben der bei weitem größte Markt 
ist. An der Ostküste gibt es zahlreiche Millionenstädte, wo die Dichte 
an deutschen Premium-Autos und Ferraris weit höher ist als in 
Deutschland oder Amerika. Nehmen wir mal Shanghai, downtown kannst du 
von 3000€ kaum überleben geschweige denn eine Wohnung finden. Selbst 
unbekanntere Städte wie Hangzhou, Ningbo, Nanjing usw sind mittlerweile 
was Mieten angeht bei über 1000€ kalt für 120qm. Das durchschnittliches 
chinesische Gehalt dort? 1200€. Abteilungsleiter? Mehr als sein 
deutsches IGM-Pendant bei der gleichen Firma in Süddeutschland, bei 
deutlich niedrigeren Output. Klar wollen die Chinesen auch viel 
exportieren, aber vorrangig einen starken Binnenkonsum aufbauen, aber 
ohne dabei von den Amis dominiert zu werden wie die dummen Europäer. 
Darum kaufen sie ja knowhow auf und machen deals mit Russland in eigener 
Währung.

Autor: Danilo (Gast)
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Sorry ich wollte nochmal nachfragen, ob Firmen bekannt geworden sind, 
die ebenfalls die Leihbuden (als Vertragspartner) angeschrieben haben, 
mit der Bitte um schriftliche Information bis wann das Equal-Pay nun 
umgesetzt wird.

Oder machen das nur alte (oder neue) Staatskonzerne?

Vielleicht steht in den Schreiben aber auch drin, dass man mit den Buden 
eine Sonnderregelung anstrebt um eben dieses Gesetz zu umgehen?

Autor: Danilo (Gast)
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Habe gehört, dass inzwischen bereits Dienstleister Ihre Sklaven wiederum 
darüber informiert haben, welchen Lohnaufschlag es für den Einzelnen ab 
dem 01.01.2018 nun gibt.

Immerhin etwas.

Könnte aber ggf auch eine Finte sein, da man die Kundenbeziehung seitens 
der Buden nun beendet (weil nicht mehr lukrativ).

Früher (1860) in den USA hat der Sklave auf dem Markt wenigstens noch 
beiläufig mitbekommen was er wert ist.

Autor: Gerald B. (gerald_b)
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Danilo schrieb:
> Früher (1860) in den USA hat der Sklave auf dem Markt wenigstens noch
> beiläufig mitbekommen was er wert ist.

Und, hat's ihm was genutzt? Wohl eher nicht.

Autor: fritz (Gast)
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Danilo schrieb:
> Könnte aber ggf auch eine Finte sein, da man die Kundenbeziehung seitens
> der Buden nun beendet (weil nicht mehr lukrativ).

Stimmt, Dienstleister versuchen möglichst ein Inhouse-Projekt zu 
verkaufen. Einerseits sicherlich, weil sie mit Lohndumping leider immer 
noch relativ erfolgreich fahren, andererseits weil sie sich mehr 
Flexibilität erhoffen - da kann man gern mal den Absolvent ran lassen 
und den Erfahrenen Mann als Projektfeuerwehr woanders einsetzen...

Autor: mandingo (Gast)
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fritz schrieb:

> Stimmt, Dienstleister versuchen möglichst ein Inhouse-Projekt zu
> verkaufen.

Dann wäre man zumindest aus der Leiharbeit raus und würde wieder in 
Richtung Ingenieurbüro gehen.

Autor: Danilo (Gast)
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Meine Frage war auch in der Richtung gedacht:

Darf der Sklave vom Kunden erfahren in welcher Tarifstufe er gemäß 
seiner Leistungen eingruppiert ist (wird)?

Verzeiht bitte aber ich verstehe das ganze Leihsystem nicht.

Autor: Kaban (Gast)
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Der Vertrag wurde nicht mit dem Leihsklaven geschlossen, warum sollte er 
also über Inhalte bescheid wissen?

Autor: Danilo (Gast)
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Kaban schrieb:
> Der Vertrag wurde nicht mit dem Leihsklaven geschlossen, warum
> sollte er
> also über Inhalte bescheid wissen?

Nicht weil er Anspruch darauf hat, das hatte der Sklave 1870 in Amerika 
ja auch nicht.

Der heutige Sklave möchte aber dann gegenchecken ob die ggf. angebotene 
Erhöhung der Bude ihn wiederum annähernd auf das Inhouse-Niveau hebt.

Gut das wird ihm wohl nicht zugestanden.

Dann kriegt der Sklve mitgeteilt: Du bekommst sagen wir 3.990 € Brutto, 
deren Einstufung lag bei 4.700 € aber bei uns hast Du ja die Fahrkosten, 
Auslösung usw. als Bon Bon. Das muss dem dann schmecken.

Autor: Danilo (Gast)
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Wie sieht es denn aus, gibt's schon Mitteilungen der Leihbuden, 
inwieweit die Anpassung realisiert wird (und wann)?

Hab bei den Leihbuden-Ingenieuren auch mal nachgefragt. Da muckt keiner 
auf weil keiner einen A**** in der Hose hat. Da will sich keiner den 
guten Ruf versauen.

Ab wann ist denn real mit einer solchen Mitteilung der Bude zu rechnen? 
Kurz nach Nikolaus 2017?

Autor: Zeitzeuge (Gast)
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Kaban schrieb:
> Ganz anders sieht es im Bereich Medizintechnik uns Chemie aus. Die
> wissen gar nicht wohin mit dem Geld bei 15 bis 22% Marge. Oder hast du
> gelesen Bayer, Merck, Fresenius und co wollen ihre deutschen Standorte
> schließen? ...

Dicht machen nicht, aber Verschlankung ist da seit ca. 2010 ständig 
angesagt. Und wenn Jobs in der Entwicklung und Forschung enstehen, dann 
da wo die Märkte sind, und das ist nicht in der EU, selbst Gesamteuropa 
nimmt einen immer kleineren Wert ein, die Märkte dort sind einfach zu 
gesättigt, zu verschuldet und kaufkraftschwach gegenüber dem Rest der 
Welt.
Die Verwaltung und Projektierung bleibt natürlich bis zum Schluss hier, 
aber irgenwann sind auch diese Zelte vollständig abgebrochen.
Europa geht schwierigen Zeiten entgegen.

Autor: FiftyFifty (Gast)
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a) Mein Einkommen im Rhein-Main-Gebiet beträgt zur Zeit 20,-€ je Stunde. 
Das bei einer Pendelzeit von 100 min. täglich. Deshalb interessiert mich 
die Entwicklung der Leih-Tarife. Teils gibt es in sekundären Städten 
(Großstadt kleiner Frankfurt/Main) konkrete Angebote für Web-Entwickler 
in fester Anstellung bei Kleinst-Firmen die höher liegen (3500,-€). Bei 
meinem Netto von 1900,-€ kann ich schon keine Wohnung von 650,-€ warm 
mehr mieten, weil der Makler nicht glaubt, dass ich dauerhaft mehr als 
1/3 für Miete ausgeben kann. Also kann ich vorerst nicht umziehen.

b) Folgende Stufung:

00,--€ => Praktikant
08,84€ => Mindestlohn
18,80€ => Krankenschwester/ Krankenpfleger Median Hessen laut 
Entgeltatlas bei unbekannter Arbeitszeit
20,00€ => BAP Leihfirmen Gruppe 8 (FH-Studium) West, deutscher 
Durchschnittslohn, eigener Lohn
21,00€ => Etwa beim TVÖD Gruppe 10 (FH-Studium) mit VBL Zusatzrente und 
Jobticket
22,00€ => Leihfirmen (Gruppe 8, FH) incl. Metall-Elektro 
Branchenzuschlag zu Beginn
25,00€ => Anfangsgehalt Uni-Absolvent im TVÖD
26,00€ => Etwa TVÖD Ä1, kleinste Stufe für Arzt an der Uni-Klinik incl. 
VBL-Rente und Jobticket
30,00€ => Leihfirmen -"- nach 9 Monaten
30,60€ => Median der hessischen Bachelor Informatik (FH) liegt über 
dieser Beitragsbemessungsgrenze bei unbekannt vielen Überstunden
32,00€ => Leihfirmen -"- nach 15 Monaten ab Anfang 2018

c) Das ALG 1 für den Durchschnittslohn von 20,-€ beträgt bei der 40 
Stunden Woche 1256,-€.

d) Es kommt bereits vor, dass auch Schwerbehinderte, die nicht arbeiten 
können, einen Not-Wohnraum in Form eines Wohncontainers zugewiesen 
bekommen.

e) Eigenartig, dass eine Leihfirma aus Metall-Elektro mehr zahlen soll 
als ein Arzt verdient.

Autor: Dalbajob (Gast)
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Zeitzeuge schrieb:
> Dicht machen nicht, aber Verschlankung ist da seit ca. 2010 ständig
> angesagt. Und wenn Jobs in der Entwicklung und Forschung enstehen, dann
> da wo die Märkte sind, und das ist nicht in der EU, selbst Gesamteuropa
> nimmt einen immer kleineren Wert ein, die Märkte dort sind einfach zu
> gesättigt, zu verschuldet und kaufkraftschwach gegenüber dem Rest der
> Welt.
> Die Verwaltung und Projektierung bleibt natürlich bis zum Schluss hier,
> aber irgenwann sind auch diese Zelte vollständig abgebrochen.
> Europa geht schwierigen Zeiten entgegen.

Du glaubst das Familienunternehmen wie z.B. Hella, Merck, Schaeffler, 
Webasto, Porsche, Stiebel Eltron usw jemals total abwandern? Schaue dir 
den mit Abstand weltweit groessten Zulieferer Bosch an. Der einzige 
Zulieferer der den OEMs sagen kann wo es lang geht. Das ist eine 
Stiftung, die niemals verkauft wird, weil die aus der Wirtschaft 
bestellten Entscheidungstraeger weniger als 1% am Unternehmen halten, 
aber ueber 90% der Stimmrechte haben. In ein paar Jahren machen die 
chinesischen Hersteller auch den westlichen Automarken Probleme, aber 
ihr Lego kriegen die auch nur wegen Bosch, Conti, ZF und Hella zusammen. 
Das Geld bleibt trotzdem hier.

Ueber welche Laender redest du eigentlich? Die Chinesen und Amis sind 
hoeher verschuldet als Europaer, waehrend in Brasilien und Russland die 
Wirtschaft schon ueber 10 Jahre im Eimer ist. Ueber die bitterarmen 
Afrikaner und Inder fange ich erst gar nicht an.

Gerade mit steigender Weltbevoelkerung und mehr Wohlstand will die Welt 
europaeische Produkte, insbesondere Medizin, Medizintechnik, Autos, 
Adidas und Nivea.

Autor: Danilo (Gast)
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@FiftyFifty

Danke für Deinen Beitrag.

Kann ich also nun davon ausgehen ab dem 01.01.2018 das Equal-Pay zu 
bekommen? Gesetzt den Fall, dass ich nicht bis dahin rausfliege.

Wobei 30 € die Stunde ist dann je nach Kostenstruktur schon einmal eine 
gute Basis.

Der Blätterwald ist mir allgemein zum Fachthema EP sehr ruhig.

Autor: Schlupfwespe der Aktionäre (Gast)
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Wie siehts eigentlich mit dem Konstrukt Werkvertrag aus, dann kann man 
doch mit paar Feinheiten bei der Betriebsstruktur wegen sauberer 
juristischer Trennung mit dem Lohndumping, nur den gesetzlichen 
Mindestlohn als nicht zu unterlaufende Bezugsgrenze, weitermachen wie 
bisher? Gerade bei Ingenieuren ist das doch interessant, bei den anderen 
schnell einzuarbeitenden Tätigkeiten ist der begrenzte Zeitraum bis die 
Regelung greift, ja eh kein Problem. Die Leute vorzeitig entlassen, neue 
einstellen und Spiel vom Lohndumping bis ans Ende des Fachkräftemangels 
wiederholen.

Autor: FiftyFifty (Gast)
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a) Vor Zeiten gab es Lohnspreizung zwischen der großen Gruppe mit 
kleinen Einkommen und den Milliardären. Jetzt gibt es Lohnspreizung 
zwischen Mindestlohn (8,50€) und Durchschnittslohn (20,-€) der über 200% 
des Mindestlohns liegt. Leute mit Mindestlohn gucken auf Invaliden 
runter, die diese geringe Grundsicherung erhalten.

b) An dieser ganzen Struktur von Grundsicherung, Lohntarifen und 
Steuerobergrenzen für Reiche haben Lobbygruppen mitgewirkt. Diese 
Struktur ist praktisch das Angebot der lohnzahlenden Bevölkerungsschicht 
die die Betreiber dieses Grundstückes "BRD" sind. Das Angebot richtet 
sich an Zuwanderer und Eingeborene die nicht abwandern sollen.

c) Interessant wird es, wenn die Industrie von sich aus Lohn zahlen 
will. Das deutet auf Bedarf an Arbeitsstunden hin. Zahlen selbst sind 
Kardinalzahlen. Man kann es machen wie Rechtsanwälte, die eine 
Rangordnung der Lohngruppen aufstellen. Das basiert auf Ordinalzahlen, 
auf Ordnungszahlen.

d) 30,-€ pro Stunde sind ein fantastisch hoher Wert, der außerhalb 
meiner Vorstellungskraft liegt. Bisher sagen Arbeitslosenzahlen, dass 
wir kurz vor dem Gipfel der "Juglar"-Konjunktur stünden 
(7-Jahres-Zyklus). Aber irgendwie kommt das vom Zeitgefühl nicht hin. 
Scheinbar sind die Zahlen verbogen. 2016 müsste der Tiefpunkt der 
Konjunktur gewesen sein. Es sollte jetzt bis 2019 der Bedarf steigen.

e) Ob wirklich die Industrie 30,-€ zahlt (mehr als für Ärzte), das muss 
ich selbst noch herausfinden. Für Fachhochschule unwahrscheinlich. Für 
Universität vielleicht.

Autor: Zyniker mit Raute (Gast)
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FiftyFifty schrieb:
> Grundstückes "BRD"
Oder die BRD-AG oder neuerdings auch die größte Freiluftklappse der 
Welt.

Autor: Oliver (Gast)
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Hallo

nach 2 Jahren (beim demselben Kunde) teilte meine Leihfirma mit dass er 
unterbricht den Verleih für 3 Monate, weil Equal payment wird von ihnen 
nicht durchgeführt.
Ist das so legal?
die Leihfirma ist "berechtigt jederzeit abzuberufen und anderweitig zu 
beschäftigen."
Damit kann man das Gesetz leicht ausspielen, niicht wahr? Was ment euch?

Gruß

Autor: genervt (Gast)
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Oliver schrieb:
> Ist das so legal? die Leihfirma ist "berechtigt jederzeit abzuberufen
> und anderweitig zu beschäftigen."
> Damit kann man das Gesetz leicht ausspielen, niicht wahr? Was ment euch?

Das ist doch genau Sinn und Zweck dieses Gesetztes, was wunderst du dich 
da.

Autor: Oliver (Gast)
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NA ja,  aber dementsprechend werden alle (?) Mitarbeiter bevor 9. Monat 
Einstellung bei gl. Entleiher rausnehmen für 3 Monat... also keine 
Chance
Ich bewundere immer wie die Kämpfe gesetzlich scheitern

Autor: Rüsseltier (Gast)
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Oliver schrieb:

> nach 2 Jahren (beim demselben Kunde) teilte meine Leihfirma mit dass er
> unterbricht den Verleih für 3 Monate, weil Equal payment wird von ihnen
> nicht durchgeführt.
> Ist das so legal?
> die Leihfirma ist "berechtigt jederzeit abzuberufen und anderweitig zu
> beschäftigen."
> Damit kann man das Gesetz leicht ausspielen, niicht wahr? Was ment euch?

Das ist eine Trickserei, die die jetzt am Anfang versuchen. Das kann 
aber auch gut sein, dass die damit auf die Schnauze fallen.
Was geschieht denn in den drei Monaten mit der Stelle? Die Lücke muss ja 
entweder von jemand anderem gefüllt werden, der jedoch erst 
eingearbeitet werden muss, oder sie bleibt vakant für drei Monate. Das 
bedeutet natürlich, dass die Leihbude hier kein Geld verdient und dem 
Entleiher ein Mann fehlt.

Autor: Danilo (Gast)
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Oliver schrieb:
> NA ja,  aber dementsprechend werden alle (?) Mitarbeiter bevor 9. Monat
> Einstellung bei gl. Entleiher rausnehmen für 3 Monat... also keine
> Chance
> Ich bewundere immer wie die Kämpfe gesetzlich scheitern

Ist alles möglich macht aber bei langen Einarbeitungszeiten so gut wie 
keinen Sinn dann noch Leihingenieure einzustellen.

Autor: Markus Becker (markus3001)
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FiftyFifty schrieb:
> a) Mein Einkommen im Rhein-Main-Gebiet beträgt zur Zeit 20,-€ je Stunde.
> Das bei einer Pendelzeit von 100 min. täglich. Deshalb interessiert mich
> die Entwicklung der Leih-Tarife. Teils gibt es in sekundären Städten
> (Großstadt kleiner Frankfurt/Main) konkrete Angebote für Web-Entwickler
> in fester Anstellung bei Kleinst-Firmen die höher liegen (3500,-€). Bei
> meinem Netto von 1900,-€ kann ich schon keine Wohnung von 650,-€ warm
> mehr mieten, weil der Makler nicht glaubt, dass ich dauerhaft mehr als
> 1/3 für Miete ausgeben kann. Also kann ich vorerst nicht umziehen.

Sie müssen Ihren Job kontinuierlich wechseln, dadurch steigt Ihr Gehalt 
überproportional. Als Einstieg sind 20€/h erstmal ok. Orientieren Sie 
sich jedoch schnell an die Tariflöhne.

>
> b) Folgende Stufung:
>
> 00,--€ => Praktikant
> 08,84€ => Mindestlohn
> 18,80€ => Krankenschwester/ Krankenpfleger Median Hessen laut
> Entgeltatlas bei unbekannter Arbeitszeit
> 20,00€ => BAP Leihfirmen Gruppe 8 (FH-Studium) West, deutscher
> Durchschnittslohn, eigener Lohn

BAP/igz Dumpinglöhne sind nur für Einsteiger interessant.

> 21,00€ => Etwa beim TVÖD Gruppe 10 (FH-Studium) mit VBL Zusatzrente und
> Jobticket.
Beachten Sie unbedingt die Jahressonderzahlung. Hier kommen auf ca. 
21,50 € bei Stufe 1. Besser ist es die TVÖD Gruppe 11 ins Visier zu 
nehmen.

> 22,00€ => Leihfirmen (Gruppe 8, FH) incl. Metall-Elektro
> Branchenzuschlag zu Beginn
Später Gruppe 9 schnell betrachten.

> 25,00€ => Anfangsgehalt Uni-Absolvent im TVÖD
Jetzt wird es interessant.

> 26,00€ => Etwa TVÖD Ä1, kleinste Stufe für Arzt an der Uni-Klinik incl.
> VBL-Rente und Jobticket
...

> 30,00€ => Leihfirmen -"- nach 9 Monaten
Branchenzuschläge bei Metall-Elektro sind enorm. Leider nur eine 
Ausnahme.

> 30,60€ => Median der hessischen Bachelor Informatik (FH) liegt über
> dieser Beitragsbemessungsgrenze bei unbekannt vielen Überstunden.
Gut.

> 32,00€ => Leihfirmen -"- nach 15 Monaten ab Anfang 2018
Hier wird der Dienstleister Sie schnell vom Kunden abziehen. Denn wenn 
er Sie für ca. 60€/h verkauft, ist die Gewinnmarge niedrig.

>
> c) Das ALG 1 für den Durchschnittslohn von 20,-€ beträgt bei der 40
> Stunden Woche 1256,-€.
Ja. Nur für 12 Monate. Danach muss das Vermögen aufgebraucht werden.

>
> d) Es kommt bereits vor, dass auch Schwerbehinderte, die nicht arbeiten
> können, einen Not-Wohnraum in Form eines Wohncontainers zugewiesen
> bekommen.
Was hat das mit AÜG zu tun?

>
> e) Eigenartig, dass eine Leihfirma aus Metall-Elektro mehr zahlen soll
> als ein Arzt verdient.
Wie gesagt, die Branchenzuschläge in Metall-Elektro sind eine grandiose 
Ausnahme.
Alle anderen Branchen entsprechen Dumpinglöhnen.

Autor: Danilo (Gast)
Datum:

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FiftyFifty schrieb:
> d) 30,-€ pro Stunde sind ein fantastisch hoher Wert, der außerhalb
> meiner Vorstellungskraft liegt. Bisher sagen Arbeitslosenzahlen, dass
> wir kurz vor dem Gipfel der "Juglar"-Konjunktur stünden
> (7-Jahres-Zyklus). Aber irgendwie kommt das vom Zeitgefühl nicht hin.
> Scheinbar sind die Zahlen verbogen. 2016 müsste der Tiefpunkt der
> Konjunktur gewesen sein. Es sollte jetzt bis 2019 der Bedarf steigen.

Der 7-Jahres-Zyklus war früher (vor 1990) der Regelfall (zumind. in der 
BRD).

Sondereinflüsse wie die dt. Einheit (1990) verlängern die Zyklen, sodass 
es auch mal 9 oder 10 Jahre zwischen den Rezessionen sein können.

Das scheint mir nun (u.a.) die Geldflut der EU (Draghi) zu sein die 
einen Konjunktureinbruch hinauszögert.

Der letzte Einbruch war ja 2008/2009. Leider wird sich da bald soetwas 
wie eine Rezession abzeichnen.

Autor: Zocker_52 (Gast)
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> Autor: Hannes Jaeger (pnuebergang)
> Datum: 02.11.2017 11:53

> Wenn man beim englischen Bullshiting bleibt,

Sehe ich auch so !

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