Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Unterlagen Spannungswandler? (techtron G-12-300 S)


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von ECHTE SINUSWELLE (Gast)


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Ich grüsse den Zentralrat der Amplituden,

Das abgelichteten Gerät ist mir zugeflogen, ohne Sicherung.
Nun Suche ich Unterlagen dazu, v.a. das Schema, zwecks Reparatur.

Ein erster Versuch mit 25A Sicherung ergab bloss einen Knall und ein 
zerbröselter Leistungshalbleiter. (Sicherung blieb intakt)

Kennt jemand baugleiche Geräte, welche mit anderen "Suchstichworte" 
beklebt wurden?

: Verschoben durch Admin
von Armin X. (werweiswas)


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Moin

Das Ding sieht doch überschaubar aus.
Da kommt oben DC rein, wird per Wechselrichter zerhackt, als 
Wechselspannung dem Ferrittrafo zugeführt. Darunter sind dann die 
Gleichrichterdioden und der Zwischenkreiselko.
Von da dürfte es wieder auf einen "sinusgeführten" Wechselrichter gehen 
welchem noch eine Drossel und einige Kondensatoren nachgeschaltet sind.
Weiteres ergibt sich dann mit Zuhilfenahme der Datenblätter der 
Steuer-ICs.

Armin

von Michael O. (michael_o)


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Die Reparatur von den Dinger lohn sich in der Regel nicht. Kosten neu 
unter 100€ so das das Sparpotenzial etwas auf der Strecke bleibt.


mfg
Michael

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Das Teil (ich habe einen nahezu baugleichen hier) besteht aus 2 Teilen. 
Das eine an der oberen Kante deines Fotos ist der 12V->325V 
Zwischenkreis Spannungswandler, bei mir ein TL494, der 4 MOSFet vom Typ 
IRFZ44 im Gegentakt antreibt. (jeweils 2 parallel). Die MOSFet arbeiten 
auf den SNT Trafo, das ist der grosse.
Am Ausgang des Trafos ist ein Brückengleichrichter mit dickem Hochvolt 
Elko, an dessen Füsschen die 325V stehen sollten. Ich habe bei meinem 
mal eine Regelung nachgerüstet, weil da eben keine 325V standen.
Der vermutlichste Defekt bei dir sind mindestens 2 durchgebrannte IRFZ44 
im 12V->325V Wandlerteil.
Der Sinsuwandler ist etwas merkwürdig gelöst, der kleine Trafo spielt da 
eine entscheidende Rolle, er hängt am 230V Sinusausgang und speist 
zurück in den MC Teil, der hier auf der aufrecht stehenden Platine 
aufgebaut ist. Die Sinus Endstufe sind hier 4 Stück IRF840.
Der Teil spielt bei mir unter Belastung nicht mit, ich habe dann 
irgendwann das Ding beiseite gelegt für lange Winterabende.
Die letzte Induktivität ist die Siebdrossel am 230V Ausgang im Foto oben 
rechts.

: Bearbeitet durch User
von ECHTE SINUSWELLE (Gast)


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Vielen Dank ihr drei, für den ersten Ansatz zur Fernheilung!

Ja, TL494 ist der einzige IC mit lesbarer Bezeichnung. Auf der 
senkrechten MC Platine sind alle abgeschliffen.

Ich mach mich bei Gelegenheit an die Totalzerlegung, hab möglicherweise 
in der Grabbelkiste passende Opfer-FETs fürein weiterer Versuch.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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ECHTE SINUSWELLE schrieb:
> hab möglicherweise
> in der Grabbelkiste passende Opfer-FETs fürein weiterer Versuch.

Der Step-Up mit den 4 IRFZ44 ist ein Selbstläufer - selbst wenn alle 4 
MOSFet entfernt sind, sollte an ihrem Gates die Schaltfrequenz 
auftauchen. Ob bei meinem baugleichen die ICs abgekratzt sind, müsste 
ich mal schauen - heute regnets hier den ganzen Tag und das wäre ein 
nettes kleines Projekt...

Ich hänge dir auf jeden Fall mal den Plan eines mod. Sinus WR an. Der 
ist zwar für 110V und erzeugt keinen echten Sinus, sondern nur die 
Treppchen, aber als Anhaltspunkt schadet es sicher nicht, zumal der 12V 
Teil so gut wie identisch ist. SG3525 ist praktisch das gleiche wie der 
TL494.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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So, ich habe meinen WR mal aus der Kiste geholt, aufgemacht und das 
Kontrollerboard fotografiert.
Die ICs sind von links nach rechts:

EM78P156EP der weltbekannten Firma EMC, was uns nicht weiterbringt, das 
ist anscheinend der MC zur PWM Erzeugung.
HA17339 = LM339, ein 4-fach Komparator.
CD4011 4-fach NAND Gatter
noch ein HA17339
LM324 dann ganz rechts - 4-fach Opamp.
Das Modell meines WR ist 'Genius Power G-12-300S', baugleich mit deinem.

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