Forum: HF, Funk und Felder Magnetron wird sehr heiß


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Andreas F. (andgset)


Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Guten Morgen allerseits!

ich habe hier ein Magnetron was nicht richtig magnetroniert.
Zum einen wird es im Betrieb sehr heiß (Isolation an den Kathodenkabeln 
beginnt bereits zu verschmoren), zum anderen produziert es keine oder 
nur sehr schwache Strahlung (Glas Wasser direkt vor Antenne wird auch 
nach mehreren Minuten nicht bemerkenswert warm).

Im linken Bild ist eine Testschaltung zu sehen, wobei die Unterbrechung 
in der Kathodenwicklung des Trafos Absicht ist. Trotzdem fließt ein 
(gleichanteilsfreier!) Strom Ik=22mA RMS, was mir äußerst fragwürdig 
erscheint.

Trafo: Sollte in Ordnung sein, er produziert sekundärseitig ordentliche 
Lichtbögen, und bei sekundärseitigem Anlegen von 230V messe ich 
primärseitig etwa 23V.


Spannungsverdoppler: Wurde mit der rechts gezeigten Testschaltung 
getestet, laut Oszi liegen über der Diode bei 230V Eingangsspannung 
Urms=400V bzw Upp=660V an. Sollte ich die Messung noch mit belastetem 
Verdoppler machen?

Kathodenelektrode: Scheint ebenfalls in Ordnung, ich messe R=oo gegen 
Gehäuse, bzw R=0,4Ohm zwischen den Klemmen.

Meine Vermutung ist dass das Ding undicht und damit tot ist, was meint 
ihr?

: Bearbeitet durch User
von Abel H. (abel)


Bewertung
-2 lesenswert
nicht lesenswert
Andreas F. schrieb:
> ich habe hier ein Magnetron was nicht richtig magnetroniert.

Wenn es über Gebühr heiß wird, dann wird die Leistung im Inneren 
abgegeben und gelangt nicht bis zur Antenne. -> Es ist im Eimer.

Das ist aber auch ein großes Glück für Dich, denn wenn Du das Magnetron 
offen auf dem Tisch liegend betreibst, ist das mehr als ein Hasardspiel.
Das ist kein Mut -das ist Leichtsinn!

Abel

von Andreas F. (andgset)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Abel H. schrieb:
> Wenn es über Gebühr heiß wird, dann wird die Leistung im Inneren
> abgegeben und gelangt nicht bis zur Antenne. -> Es ist im Eimer.

Das hab ich mir gedacht, aber was genau ist da im Eimer? Die Kathode 
kann es ja nicht sein oder?

Keine Sorge, ich teste das Teil in einem geerdeten Rechnergehäuse.

Grüße Andreas

von Tobias P. (hubertus)


Bewertung
5 lesenswert
nicht lesenswert
Das Magnetron kann die Mikrowellenleistung nur dann abgeben, wenn es mit 
einem impedanzmässig passenden Hohlleiter verbunden ist. Ist das nicht 
der Fall, dann wird die HF zurück ins Magnetron reflektiert und dort 
dissipiert. Darum wird es heiss. Um das zu verhindern, brauchst du einen 
Zirkulator mit Wasserlast.
Mir scheinen allerdings 600V als recht geringe Versorgungsspannung. Ich 
habe hier ein Magnetron, das braucht 20A Heizstrom und 4kV 
Anodenspannung.

von Andreas F. (andgset)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Tobias P. schrieb:
> Das Magnetron kann die Mikrowellenleistung nur dann abgeben, wenn es mit
> einem impedanzmässig passenden Hohlleiter verbunden ist.

Ahaaa, demnach ist es garnicht tot, es kann nur die Leistung mangels 
passendem Hohlleiter nicht in Form von Mikrowellen an die Umgebung 
abgeben?

Tobias P. schrieb:
> Mir scheinen allerdings 600V als recht geringe Versorgungsspannung.

Die 600V Vpp gibt der Spannungsverdoppler aus wenn er mit 230V gefüttert 
wird. Wenn er vom Trafo gespeist wird wären es dann entsprechend um die 
6kV Scheitelwert, entschuldige die Verwirrung.

Beitrag #5061613 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Tobias P. (hubertus)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Andreas F. schrieb:
> Tobias P. schrieb:
>> Das Magnetron kann die Mikrowellenleistung nur dann abgeben, wenn es mit
>> einem impedanzmässig passenden Hohlleiter verbunden ist.
>
> Ahaaa, demnach ist es garnicht tot, es kann nur die Leistung mangels
> passendem Hohlleiter nicht in Form von Mikrowellen an die Umgebung
> abgeben?
>
> Tobias P. schrieb:
>> Mir scheinen allerdings 600V als recht geringe Versorgungsspannung.
>
> Die 600V Vpp gibt der Spannungsverdoppler aus wenn er mit 230V gefüttert
> wird. Wenn er vom Trafo gespeist wird wären es dann entsprechend um die
> 6kV Scheitelwert, entschuldige die Verwirrung.

jupp, vermutlich ist es nicht tot, interessant ist aber, dass es mit nur 
600V bereits zu funktionieren scheint. Da stimmt was nicht :-(

von Andreas F. (andgset)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Tobias P. schrieb:
> jupp, vermutlich ist es nicht tot, interessant ist aber, dass es mit nur
> 600V bereits zu funktionieren scheint. Da stimmt was nicht :-(

Alles klar, danke für die kompetente Hilfe.
Es läuft mit 6kV Spitzenwert, vergiss die 600V.

Kann mir zufällig noch jemand sagen wie sich die Antennenform, die in 
Magnetrons für Mikrowellenherde verbaut ist nennt?

von Tobias P. (hubertus)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Hornantenne z.B.
Aber, wenn dir die Isolation bereits angefangen hat zu kokeln: ich würd 
die Experimente sein lassen, das ist absolut lebensgefährlich.

Beitrag #5061664 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Andreas F. (andgset)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Tobias P. schrieb:
> Hornantenne z.B.

Danke!

Ich habe spaßeshalber mal ne Ananasdose radial zur Magnetronantenne 
installiert und siehe da eine 30W Leuchtstoffröhre leuchtet in der Nähe 
der Öffnung, das Magnetron funktioniert also tatsächlich noch. Zwar wird 
es immernoch gut warm, aber nichtmehr so heiß, du scheinst also recht 
gehabt zu haben!

Tobias P. schrieb:
> ich würd
> die Experimente sein lassen, das ist absolut lebensgefährlich.

Weil Hochspannung oder weil Mikrowellen nicht geringer Leistung?

Beitrag #5061714 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5061740 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Werner H. (werner45)


Bewertung
5 lesenswert
nicht lesenswert
Informiere Dich mal über Magnetrons.
Unter 4 kV heizen die Elektronen nur die Anode auf, 4 kV ist die 
Konstruktionsspannung, bei dem die Elektronen "kreisen" und Energie an 
die Resonatoren abgeben. Bei etwa der doppelten und dreifachen 
Anodenspannung gibt es auch noch einen Schwingbereich, dazwischen oder 
unterhalb findet keine Schingung statt, nur Heizung. Hängt auch von der 
Magnetfeldstärke ab.

Gruß   -   Werner

von Andreas F. (andgset)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Werner H. schrieb:
> Informiere Dich mal über Magnetrons.

Wie man aus den ersten Beiträgen entnehmen kann liegen zwischen Kathode 
und Magnetronmasse -4kV RMS bzw. -6,6kV Peak-Peak, ich betreibe das Ding 
also bei Nennspannung. ;-)

Die Frage nach der starken Erhitzung hat sich denke ich durch den 4. 
Beitrag von Tobias. P. geklärt.


Trotzdem danke für deinen durchaus sachdienlichen Beitrag!

Grüße, Andreas

von Toxic (Gast)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Sofern Englischkenntnisse vorhanden sind:

https://www.repairfaq.org/sam/micfaq.htm

Magnetron kann uebrigens sehr heiss werden,wenn z.B. die Magneten 
gebrochen sind.

von Zeno (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Andreas F. schrieb:
> Weil Hochspannung oder weil Mikrowellen nicht geringer Leistung?

Beides! Wer mit einem Magnetron rum spielt sollte wissen was er tut. Bei 
Dir habe ich den Eindruck das Du es nicht weist.

Ein Blick in den Hohlleiter kann zum sofortigen Erblinden führen oder 
zumindest sehr schwere Augenschädigungen hervorrufen.

Wenn Du mehr zu Experimenten mit Magnetotrons wissen möchtest, dann 
schau hier 
http://www.rapp-instruments.de/Beschleuniger/Pulsgenerator/pulsgenerator.htm 
. Dort wird auch gezeigt, das das Ganze nicht so simpel ist wie Du Dir 
das vorstellst. Für Ernsthafte Experimente muß man da schon mehr Aufwand 
betreiben.
An den Gefahren beim Umgang mit Magnetotrons ändert das natürlich nichts 
und dessen muß man sich stets bewußt sein.

Auf der genannten Seite sind auch noch andere interessante Experimente 
beschrieben auch wenn die meisten schon für Leute gedacht sind, die sich 
den Gefährdungen bewußt sind, da fast alle Experimente höhere Spannungen 
erfordern. Dennoch lesenswert ist die Seite von Thomas Rapp allemal - 
man wird nicht dümmer davon.

von Andreas F. (andgset)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Zeno schrieb:
> Ein Blick in den Hohlleiter kann zum sofortigen Erblinden führen oder
> zumindest sehr schwere Augenschädigungen hervorrufen.

Danke für diesen wirklich hilfreichen und informativen Beitrag.


Trotzdem hast du da ne nette Seite, auch wenn ich den Eindruck habe dass 
es deine eigene ist.

Der Rest ist leider ähnlich substanzlos wie ein Teil der restlichen 
Beiträge. Ich bin dankbar für jede Warnung oder guten Rat, wenn er auch 
nur ansatzweise begründet wird.

von Tobias P. (hubertus)


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Das mit den 4kV hängt auch vom Innendurchmesser des Hauptresonators und 
vom Aussendurchmesser des Filaments ab. Es gibt einen Bereich der 
Anodenspannung, den sogenannten Cutoff-Bereich, wo das ganze resonant 
wird und die Elektronen auf epizykloidenähnlichen Bahnen um das Filament 
kreisen. Ist die Anodenspannung zu hoch, dann fliegen die Elektronen 
einfach zur Kathode, somit fliesst dann ein (sehr grosser) Anodenstrom. 
Umgekehrt können die Elektronen das Filament nicht verlassen, wenn die 
Anodenspannung zu klein ist; sie fliegen dann auf einer Bahn, die wie 
eine Kardioide aussieht um das Filament, erreichen aber niemals die 
Anode. Es fliesst somit kein Anodenstrom.
Im Cutoff-Bereich vergrössert sich die Kardioide immer mehr, bis die 
Elektronenbahnen die aussen angeordneten Hohlraumresonatoren fast 
berühren. Ein paar fliegen dann dort rein und entdämpfen das ganze, die 
Resonatoren schwingen auf der Frequenz, welche sich aus ihren 
Abmessungen ergibt.
Im 2. Weltkrieg wurden Magnetrons in Radars verwendet; um eine 
Frequenzmodulation zu ermöglichen, waren die Hohlraumresonatoren wie 
kleine Lautsprecher konstruiert. Durch die Auslenkung der Membran 
veränderte sich die innere Abmessung der Resonatoren, womit die Frequenz 
beeinflusst wurde.

Zur Gefährlichkeit:
-Hochspannung, die tödlich ist, weil es praktisch keine Strombegrenzung 
gibt (rechne mal aus, wie viele Joule in den paar Mikrofarad des 
Glättungskondensators enthalten sind)
- Mikrowellen undefiniert hoher Leistung.
Die Linse des Auges z.B. ist thermisch recht gut isoliert und hat eine 
sehr geringe Wärmekapazität. Gerät ausreichend MW-Leistung in dein Auge, 
dann wird die Linse schnell warm; mangels Nerven und aufgrund der 
schlechten Wärmeleitung des Auges merkst du erst, wenn es bereits zu 
spät ist, dass du dir grade deine Linse grilliert hast. Ich möchte 
lieber nicht testen, ob ein Augenchirurg das reparieren kann. Des 
Weiteren möchte ich lieber nicht wissen, was passiert, wenn du den 
MW-Strahl versehentlich auf deine Pumpe richtest. Angenehm wird es nicht 
sein ;-)
Du brauchst für solche Experimente also unbedingt einen grausam stabilen 
Versuchsaufbau, sowie einen MW-Detektor, mit welchem du die Feldstärke 
ausserhalb der 'Experimentierkammer' misst.
Übrigens kann es, wenn deine Experimentierkammer am Gehäuse irgendwo 
einen Luftspalt hat, dort zu lokalen Lichtbögen kommen.

von Zeno (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Andreas F. schrieb:
> Trotzdem hast du da ne nette Seite, auch wenn ich den Eindruck habe dass
> es deine eigene ist.

Nein es ist nicht meine eigene! Ich finde die Experimente halt 
interessant, aber um es mal so nebenbei zu machen ist es einfach zu 
teuer (z.B. das ganze Vakuumgeraffel) und manche Dinge halte ich einfach 
für zu gefährlich um das mal eben nebenbei zu Hause auszuprobieren.

Andreas F. schrieb:
> Der Rest ist leider ähnlich substanzlos wie ein Teil der restlichen
> Beiträge. Ich bin dankbar für jede Warnung oder guten Rat, wenn er auch
> nur ansatzweise begründet wird.

Da ist leider nichts substanzlos und dieses Statement von Dir bestätigt 
leider sehr eindrucksvoll, das Du nicht weist was tust. Ist mir aber 
alles egal, denn es ist Deine Sache und Du mußt letztendlich für den 
Schaden gerade stehen den Du möglicherweise anrichtest. Das Schlimme an 
der Sache ist, das Du nicht nur Dich selbst sondern auch die Menschen um 
Dich herum gefährdest. In Deiner Haut möchte ich nicht stecken, wenn 
irgend jemand zu Schaden kommt und der Staatsanwalt an Deiner Tür 
klingelt.
Im übrigen waren die Warnungen sehr wohl begründet. Wenn Mikrowellen ein 
Glas Wasser zum Kochen bringen, was mag dann wohl mit dem Wasser in 
Deinem Körper passieren - auch z.B. in Deinen Augen? Schon mal darüber 
nachgedacht? Offensichtlich nicht so stümperhaft wie Du arbeitest.

von Zeno (Gast)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Tobias P. schrieb:
> Zur Gefährlichkeit:
> -Hochspannung, die tödlich ist, weil es praktisch keine Strombegrenzung
> gibt (rechne mal aus, wie viele Joule in den paar Mikrofarad des
> Glättungskondensators enthalten sind)
> - Mikrowellen undefiniert hoher Leistung.
> Die Linse des Auges z.B. ist thermisch recht gut isoliert und hat eine
> sehr geringe Wärmekapazität. Gerät ausreichend MW-Leistung in dein Auge,
> dann wird die Linse schnell warm; mangels Nerven und aufgrund der
> schlechten Wärmeleitung des Auges merkst du erst, wenn es bereits zu
> spät ist, dass du dir grade deine Linse grilliert hast. Ich möchte
> lieber nicht testen, ob ein Augenchirurg das reparieren kann. Des
> Weiteren möchte ich lieber nicht wissen, was passiert, wenn du den
> MW-Strahl versehentlich auf deine Pumpe richtest. Angenehm wird es nicht
> sein ;-)
> Du brauchst für solche Experimente also unbedingt einen grausam stabilen
> Versuchsaufbau, sowie einen MW-Detektor, mit welchem du die Feldstärke
> ausserhalb der 'Experimentierkammer' misst.
> Übrigens kann es, wenn deine Experimentierkammer am Gehäuse irgendwo
> einen Luftspalt hat, dort zu lokalen Lichtbögen kommen.

Tobias das hättest Du Dir sparen können, denn für den TO sind ja 
Warnungen substanzlos und gehören ignoriert.
Ich hatte ja auch in meinem ersten Post darauf hingewiesen. Seine 
Antwort darauf hast Du ja sicher auch gelesen. Da fällt einem nix mehr 
ein.

von Elektrofan (Gast)


Bewertung
-5 lesenswert
nicht lesenswert
Röhren-TVs sterben ja langsam aus, zum Basteln an solcherart 
Hochspannung kann man ja die hauseigene Mikrowelle nutzen.
Wenn man auch solch ein Gerät nicht besitzt (ist schliesslich nicht 
"Bio"), könnte man für den richtigen Nervenkitzel eratzweise mal S-Bahn 
fahren, auf dem Dach. Das spart die Fahrkarte.
Aber nicht vergessen: Schon VOR dem Tunnel kommt bei Bahnen mit 
Oberleitung eben diese herunter!           SCNR

von Abel H. (abel)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Es sind hier eine ganze Reihe von Leuten unterwegs, die meinen: Wenn ich 
eine Gefahr einfach ignoriere, dann ist sie keine Gefahr mehr. Da werden 
dann selbst solch elementare Erkenntnisse, wie ein sich um einen 
stromdurchflossenen Leiter bildendes Magnetfeld ignoriert oder als nicht 
lesenswert abgetan. Beispiel hier:

Beitrag "Beobachtungen an Hochspannungsmasten, Energietechnik"

Ich bin mittlerweile der Ansicht: Wem nicht zu raten ist, dem ist nicht 
zu helfen -der ist dann aber bei mir auf der Suche nach Mitgefühl oder 
Verständnis an der falschen Adresse.

Abel

von Andreas F. (andgset)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Tobias P. schrieb:
> Ist die Anodenspannung zu hoch, dann fliegen die Elektronen
> einfach zur Kathode, somit fliesst dann ein (sehr grosser) Anodenstrom.

die Elektronen "fliegen" zur Anode meinst du, oder? Daran lag es 
jedenfalls nicht, da ich den Originaltrafo verwende, der im Herd verbaut 
war.

Tobias P. schrieb:
> Ein paar fliegen dann dort rein und entdämpfen das ganze, die
> Resonatoren schwingen auf der Frequenz, welche sich aus ihren
> Abmessungen ergibt.

Hierzu eine Verständnisfrage: Wird die Schwingung durch das 
(berührungslose) Vorbeifliegen der Elektronen angeregt oder durch die, 
die tatsächlich den Aonodenstrom bilden?

Tobias P. schrieb:
> Übrigens kann es, wenn deine Experimentierkammer am Gehäuse irgendwo
> einen Luftspalt hat, dort zu lokalen Lichtbögen kommen.

Das kann ich bestätigen. Danke für das detailierte Auflisten der 
Gefahren, damit kann man arbeiten!

Zeno schrieb:
> Im übrigen waren die Warnungen sehr wohl begründet.

Habe auch nichts Gegenteiliges behauptet, lediglich dass du sie nicht 
begründet hast.

Zeno schrieb:
> Im übrigen waren die Warnungen sehr wohl begründet. Wenn Mikrowellen ein
> Glas Wasser zum Kochen bringen, was mag dann wohl mit dem Wasser in
> Deinem Körper passieren
Das kann ich dir sagen: Ab ca 20cm Abstand und einem Winkel von etwa 45° 
von der Dosenöffnung beginnt die Hand unabstreitbar von Innen warm zu 
werden.

Zeno schrieb:
> wenn
> irgend jemand zu Schaden kommt und der Staatsanwalt an Deiner Tür
> klingelt.
Um Gottes willen.

von ........... (Gast)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Andreas F. schrieb:

>
> Zeno schrieb:
>> Im übrigen waren die Warnungen sehr wohl begründet. Wenn Mikrowellen ein
>> Glas Wasser zum Kochen bringen, was mag dann wohl mit dem Wasser in
>> Deinem Körper passieren
> Das kann ich dir sagen: Ab ca 20cm Abstand und einem Winkel von etwa 45°
> von der Dosenöffnung beginnt die Hand unabstreitbar von Innen warm zu
> werden.
>

Einigen fehlt es eben an der noetigen Portion gesunden Fatalismius.

 http://nerdist.com/ukranian-duo-makes-a-seriously-dangerous-diy-magnetron-gun/

.... “Because we have no money, we create our experiments from nothing.”

Many thought the pair would stop after their hometown was seized by 
separatists and shelled in the war between the Ukrainian Army and the 
rebel Luhansk People’s Republic, but Pavlov and Kryokov haven’t showed 
any signs of slowing down. Not even a bomb falling mid-shoot stopped 
them from uploading to their channel.

“We just want to keep doing experiments,” ....

----


Was bezweckt man mit solcher Experimenterei?

von Andreas F. (andgset)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Da wir eh vom Thema abgekommen sind:

........... schrieb:
> Einigen fehlt es eben an der noetigen Portion gesunden Fatalismius.

Das sehe ich ganz genauso.

........... schrieb:
> Not even a bomb falling mid-shoot stopped
> them from uploading to their channel.

Absolut geniale Typen, ich feiere sowas.

........... schrieb:
> Was bezweckt man mit solcher Experimenterei?

Das gleiche wie mit atmen schätze ich?

Grüße Andreas

von Zeno (Gast)


Bewertung
-2 lesenswert
nicht lesenswert
........... schrieb:
> Was bezweckt man mit solcher Experimenterei?

Das kann schon sehr interessant sein (s. mein Link zu Thomas Rapp). 
Allerdings weis dieser Mann was er tut und er hat das nötige Fachwissen. 
Der TO hingegen arbeitet mehr oder weniger stümperhaft und unterschätzt 
die Gefahren gewaltig den wer so etwas

Andreas F. schrieb:
> Das kann ich dir sagen: Ab ca 20cm Abstand und einem Winkel von etwa 45°
> von der Dosenöffnung beginnt die Hand unabstreitbar von Innen warm zu
> werden.

macht, der ist mit Verlaub gesagt nicht mehr ganz dicht. Aber vielleicht 
hat er auch nur mal die Birne vor die Dose gehalten. Was der Typ da tut 
ist unverantwortlich. Letzendlich aber seine Sache solange er niemanden 
anderes gefährdet, was man bei seinem Verhalten aber leider nicht 
ausschließen kann.
Dem Typ gehört das Spielzeug weg genommen.

von Stefan S. (chiefeinherjar)


Bewertung
-3 lesenswert
nicht lesenswert
Andreas F. schrieb:
> ........... schrieb:
>> Was bezweckt man mit solcher Experimenterei?
>
> Das gleiche wie mit atmen schätze ich?

Nein. Man atmet um zu überleben. Solche Experimente führen gerne zum 
Gegenteil.

von Andreas F. (andgset)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Zeno schrieb:
> macht, der ist mit Verlaub gesagt nicht mehr ganz dicht.
Warum das denn? Ich bitte um etwas Niveau. Im übrigen: Kannst du noch 
mehr, außer heiße Luft geräuschvoll abzusondern?

Stefan S. schrieb:
> Man atmet um zu überleben.
Wenn du das "über-" weglässt passt es für mich.


Mal zurück zum Thema:

Wie lässt sich der Anodenstrom 22mA AC durch die Kathode bei 
angeklemmter Hochspannung, aber ausgeschalteter Kathodenheizung 
erklären? Sind das eingekoppelte Strome in die Messleitung oder bilden 
Kathode und Anode einen Kapazität? Bei 6kV können im Innern doch 
unmöglich Feldstärken von über 10^9 V/m entstehen sodass sich Elektronen 
aus der Kathode lösen oder?

von Zeno (Gast)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Andreas F. schrieb:
> Zeno schrieb:
>> macht, der ist mit Verlaub gesagt nicht mehr ganz dicht.
> Warum das denn? Ich bitte um etwas Niveau. Im übrigen: Kannst du noch
> mehr, außer heiße Luft geräuschvoll abzusondern?

Du mußt schon komplett zitieren, damit der Zusammenhang nicht verloren 
geht. Wer Körperteile auch wenn es "nur" die Hand ist in die 
Mikrowellenstrahlung hält und abwartet was da wohl passiert, da kann man 
einfach keine anderen Worte als .... - jetzt will ich mich nicht 
wiederholen - finden.
Aber es ist eh sinnlos denn Du begreifst es nicht.

von Andreas F. (andgset)


Bewertung
-2 lesenswert
nicht lesenswert
Zeno schrieb:
> Aber es ist eh sinnlos denn Du begreifst es nicht.

Ich wiederhole meine Frage: Was soll dabei passieren?

Ich bitte dich ernsthaft darum zu schweigen wenn du nur in Tautologien 
reden kannst.

von Zeno (Gast)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Andreas F. schrieb:
> Ich wiederhole meine Frage: Was soll dabei passieren?

Außer mir haben doch genug Leute geschrieben was dabei passieren kann. 
Leider bist Du beratungsresistent, kannst oder willst es nicht 
begreifen. Dir ist leider nicht zu helfen.

Ach und noch Eines : Von Dir laß ich mir den Mund nicht verbieten.

von Andreas F. (andgset)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Zeno schrieb:
> Außer mir haben doch genug Leute geschrieben was dabei passieren kann.

Nein, du hast bisher nur geschrieben: Magnetrons sind gefährlich weil 
sie gefährlich sind.

€: Ich wiederhole mal obige Frage und beende diese mittlerweile 
unsachliche Diskussion. Scheinbar hat der Thread von der 
Magnetronstrahlung Krebs bekommen :-D Entschuldigt, es ist schon spät.

Andreas F. schrieb:
> Wie lässt sich der Anodenstrom 22mA AC durch die Kathode bei
> angeklemmter Hochspannung, aber ausgeschalteter Kathodenheizung
> erklären? Sind das eingekoppelte Strome in die Messleitung oder bilden
> Kathode und Anode einen Kapazität? Bei 6kV können im Innern doch
> unmöglich Feldstärken von über 10^9 V/m entstehen sodass sich Elektronen
> aus der Kathode lösen oder?

: Bearbeitet durch User
von Tobias P. (hubertus)


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Andreas F. schrieb:
> Scheinbar hat der Thread von der Magnetronstrahlung Krebs bekommen :-D

kann nicht sein, da es sich um.nichtionisierende Strahlung handelt ;-)

von Zeno (Gast)


Bewertung
-5 lesenswert
nicht lesenswert
Andreas F. schrieb:
> Nein, du hast bisher nur geschrieben: Magnetrons sind gefährlich weil
> sie gefährlich sind.

Hier hat nichts Krebs bekommen. Du hast offensichtlich die Birne in die 
Dose gehalten und kannst nicht mehr klar denken.

PS: Ich habe sehr wohl geschrieben warum es gefährlich ist und man muß 
es auch nicht jedesmal wiederholen. Aber wahrscheinlich hat hat Dein 
Gedächtnis bei den Experimenten gelitten. Grund : ein Absatz weiter 
oben.

von Der Andere (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Zeno, das ist ziemlich offensichtlich ein Troll. Spätestens seit dem 
"Hand wird von innen warm".
Las dich nicht noch hochnehmen und brech das hier ab.

von Zeno (Gast)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Und um noch mal ne Begründung zu geben warum es gefährlich ist, sofern 
Du nicht schon so geschädigt bist und es noch begreifst.

Dein Körper und der anderer Menschen und Tiere besteht zu ca. 70% 
Wasser. Und was macht Mikrowellenstrahlung? Sie erhitzt selbiges und 
zwar sehr schnell und sehr stark. Was passiert dabei? Richtig es wird 
warm - sehr warm. Es soll ja Leute geben die probieren so etwas aus 
indem sie die Hand vor die Dose halten.
Und was passiert wenn's warm wird? Die Proteine (umgangssprachlich 
Eiweiß), aus denen die Zellen Deines Körpers bestehen, gerinnen, sprich 
werden zerstört. Bei den roten Blutkörperchen beginnt der Prozess 
bereits bei 42°C - deshalb ist es ja so gefährlich wenn man 42 Fieber 
hat. Die anderen Zellen folgen etwas später, aber der Prozeß beginnt 
schon deutlich unter 50°C.

Diese Begründung sollte ausreichend genug sein, um die Finger von 
solchen Experimenten zu lassen.


Ach noch was: Ein Magnetron ist erst mal nicht gefährlich. Gefährlich 
wird's nur wenn man damit nicht sachgemäß umgeht, so wie Du das tust.

Jetzt der Groschen gefallen oder geht es schon nicht mehr (Begründung: 
mein vorheriger Post, 1.Absatz)

von Noch ein (Gast)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Mal davon abgesehen, dass der TO seinen Versuchsaufbau offensichtlich 
nicht in einem geschlossenem und geerdeten Gehäuse durchführt, da er 
ansonsten kaum seine Hand vor die Quelle halten kann, hätte ich noch 
eine andere Frage:

Ist das so überhaupt legal? Offen betrieben handelt es sich ja um einen 
recht leistungsstarken Mikrowellen(Radar)-Sender. Ist dieser 
Frequenzvereich nicht Nutzungsbeschränk/Genehmigungspflichtig?

von Holler (Gast)


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Tobias P. schrieb:
> Im 2. Weltkrieg wurden Magnetrons in Radars verwendet; um eine
> Frequenzmodulation zu ermöglichen, waren die Hohlraumresonatoren wie
> kleine Lautsprecher konstruiert. Durch die Auslenkung der Membran
> veränderte sich die innere Abmessung der Resonatoren, womit die Frequenz
> beeinflusst wurde.

Anscheinend kennst du dich mit den Anfängen der Radartechnik aus:
Warum hat man die Radarwellen FM-moduliert?
Und wie konnte man die "Membranen" im Magnetron steuern, ist doch alles 
in einem ziemlich massiven Kupferblock drin?

Mich würde auch interessieren wie man die Radarreflexion mit den 
damaligen Mitteln empfangen hat. Hat man das Antennensignal verstärken 
können? Womit? Trioden wären bei mehreren GHz wahrscheinlich 
überfordert.
Und wie demoduliert? Schottky-Dioden gabs da ja noch nicht. Wären bei FM 
auch nicht so hilfreich.

von Der Andere (Gast)


Bewertung
-3 lesenswert
nicht lesenswert
Tobias P. schrieb:
> kann nicht sein, da es sich um.nichtionisierende Strahlung handelt ;-)

Dann les das mal:
https://de.wikipedia.org/wiki/Gesundheitssch%C3%A4den_durch_milit%C3%A4rische_Radaranlagen

von Andreas F. (andgset)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Tobias P. schrieb:
> kann nicht sein, da es sich um.nichtionisierende Strahlung handelt ;-)

Ohh wie schade :D Tatsächlich kommt diese Literaturübersicht

https://www4.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/13753/auswirkungen_hochfrequenter_felder.pdf?command=downloadContent&filename=auswirkungen_hochfrequenter_felder.pdf
zum selben Ergebnis. Gleichzeitig wird festgestellt dass 
Mikrowellenfelder DNA-Brüche begünstigen können und Einfluss auf deren 
Reperaturmechanismen haben können.
Da ich mich für maximal 15 Sekunden befeldet habe halte ich das Risiko 
für überschaubar.

Der Andere schrieb:
> Zeno, das ist ziemlich offensichtlich ein Troll. Spätestens seit dem
> "Hand wird von innen warm".
Oben wurde von "Gefahren ignorieren" gesprochen, inverses vorgehen halte 
ich für ebenso unschlau.

Noch ein schrieb:
> Ist das so überhaupt legal?
Das habe ich mich auch schon gefragt! Hier sind doch bestimmt 
Amateurfunker unterwegs die das beantworten können. Gleichwohl dürfte 
die strafrechtliche Relevanz bei den Betriebszeiten minimal sein.

Holler schrieb:
> Und wie konnte man die "Membranen" im Magnetron steuern, ist doch alles
> in einem ziemlich massiven Kupferblock drin?
Das würde mich auch interessieren!

Der Andere schrieb:
> Dann les das mal:
> 
https://de.wikipedia.org/wiki/Gesundheitssch%C3%A4den_durch_milit%C3%A4rische_Radaranlagen
"Eine größere Anzahl dieser Personen entwickelte später Krankheiten, vor 
allem Krebs, der mit der Röntgenstrahlung in Verbindung gebracht wird."

Noch so jemand der am besten schweigt und daher auf /ignore ist.

: Bearbeitet durch User
von R. M. (Gast)


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Der Andere schrieb:
> Dann les das mal:
> 
https://de.wikipedia.org/wiki/Gesundheitssch%C3%A4den_durch_milit%C3%A4rische_Radaranlagen

Dort ging es allerdings nicht um die Mikrowellen aus dem Magnetron, 
sondern um die Röntgenstrahlung aus dem Thyratron, mit welchem Ersteres 
geschaltet wird.

Wobei ich die Mikrowellen (in dieser Leistungsklasse) auch nicht als 
harmlos ansehen würde...

mfG

von Kleiner Bastler (Gast)


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Holler schrieb:

> Anscheinend kennst du dich mit den Anfängen der Radartechnik aus:
> Warum hat man die Radarwellen FM-moduliert?

https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCppel_(Radart%C3%A4uschung)

> Und wie konnte man die "Membranen" im Magnetron steuern, ist doch alles
> in einem ziemlich massiven Kupferblock drin?

The Magic reactance control unit
http://www.njr.com/products/micro/pdf/Electronic_f_t_magnetron.pdf

> Mich würde auch interessieren wie man die Radarreflexion mit den
> damaligen Mitteln empfangen hat. Hat man das Antennensignal verstärken
> können? Womit? Trioden wären bei mehreren GHz wahrscheinlich
> überfordert.

Die Frequenz lag unterhalb eines GHz: 
https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%BCrzburg_(Radar)

> Und wie demoduliert?
War das nötig? Beim WW2-Radar werden doch Pulslaufzeiten ausgewertet, 
aber keine auf den Träger modulierte Info. FM Modulation ist 
wahrscheinlich nicht der richtige Begriff, es war wohl eher ein 
abtimmbarer Träger, der bei zuviel "Matsch" auf dem Schirm neu 
eingestellt wurde.

Beitrag #5063274 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Tobias P. (hubertus)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
(eigentlich finde ich selber es auch immer doof, wenn einem andere 
dauernd darauf hinweisen, wie gefährlich etwas ist :-))

Es gibt übrigens noch eine weitere Begründung, warum Magnetrons 
gefährlich sind, auch in ausgeschaltetem Zustand: die Isolatoren 
bestehen üblicherweise aus BeO (Berylliumoxid). Durch kleinste 
mechanische Beanspruchung (z.B. wenn man das Magnetron unvorsichtig 
handhabt oder es einem runter fällt) können von dem BeO kleine Stücke 
abbrechen. Die sind hochgradig krebserregend.

Bewilligungspflichtig sind die Experimente übrigens m.M.n. nicht, da es 
sich um das ISM-Band handelt darf da jeder senden.



@Holler
Durch die FM-Modulation kann man ein sogenanntes FMCW-Radar bauen. Das 
CW-Radar alleine bietet keine Entfernungsinformation, nur eine 
Geschwindigkeitsinformation (anhand des Dopplereffekts). Mit FMCW kann 
man die Distanz herausbekommen. Man könnte auch ein Pulsradar benutzen, 
wo man ein Pulspaket raus schickt und schaut, wie lange es dauert, bis 
das selbe Pulspaket wieder ankommt. Das ist ohne Mikroprozessor aber 
schwierig.

Die Magnetrons waren so gebaut, dass der 'Deckel' der Resonatoren eben 
nicht massiv war, sondern durch die Membran verschiebbar war. Dadurch 
liess sich quasi die Länge der Resonatoren verändern, was letzendlich 
die Frequenz beeinflusst. Wie man das aber mechanisch genau realisierte, 
weiss ich nicht, weil ich nur die Prosabeschreibung und ein paar 
verschwommene Schwarzweissphotos kenne.

Zum Empfang: mit Röhren lässt sich da schon einiges machen. Ich denke 
schon, dass eine Triode funktioniert hätte, denn die Frequenzen sind ja 
auch nicht sooo grausam hoch (einstellige GHz, genaueres weiss ich nicht 
auswendig). Es gibt auch Mischer, welche sich direkt in Hohlleitern 
aufbauen lassen, vermutlich hat man so etwas verwendet. Genaueres weiss 
ich aber nicht, müsste nachschauen und habe das jetzt grade nicht 
griffbereit :-)

von Noch ein (Gast)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Tobias P. schrieb:
> Bewilligungspflichtig sind die Experimente übrigens m.M.n. nicht, da es
> sich um das ISM-Band handelt darf da jeder senden.

Aber auch im kW Leistungsbereich?

von Abel H. (abel)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Tobias P. schrieb:
> Es gibt übrigens noch eine weitere Begründung, warum Magnetrons
> gefährlich sind, auch in ausgeschaltetem Zustand: die Isolatoren
> bestehen üblicherweise aus BeO (Berylliumoxid). Durch kleinste
> mechanische Beanspruchung (z.B. wenn man das Magnetron unvorsichtig
> handhabt oder es einem runter fällt) können von dem BeO kleine Stücke
> abbrechen. Die sind hochgradig krebserregend.

Auch das ist vollkommen richtig und wurde bei entsprechenden 
Unterweisungen (Armee) wiederholt geäußert.

O.T.
Allerdings kam das hier im Zusammenhang mit HF-Leistungstransistoren 
auch schon einmal zur Sprache, wurde aber hier von den Spezialisten 
verneint und ins Lächerliche gezogen.

Fazit: Es hat keinen Sinn, Ignoranten vor realen Gefahren warnen zu 
wollen. Sie setzen sich lachend darüber hinweg.

Abel

Beitrag #5063543 wurde von einem Moderator gelöscht.
von ........... (Gast)


Bewertung
-3 lesenswert
nicht lesenswert
Abel H. schrieb:
> Tobias P. schrieb:
>> Es gibt übrigens noch eine weitere Begründung, warum Magnetrons
>> gefährlich sind, auch in ausgeschaltetem Zustand: die Isolatoren
>> bestehen üblicherweise aus BeO (Berylliumoxid). Durch kleinste

In einem Magnetron eines Mikrowellenofen zur Erwaermung von 
Nahrungsmitteln?

Sicher nicht.

---

von Bernhard D. (pc1401)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Kleiner Bastler schrieb:

>> Mich würde auch interessieren wie man die Radarreflexion mit den
>> damaligen Mitteln empfangen hat. Hat man das Antennensignal verstärken
>> können? Womit? Trioden wären bei mehreren GHz wahrscheinlich
>> überfordert.

Verstärken war damals nicht möglich. Die empfangenen Signale wurden 
direkt auf Mischerdioden (Spitzendioden, 1N21) gegeben, und die dann 
entstandene ZF weiterverarbeitet.
Diese Dioden waren damals nagelneu und "Top Secret"...

> Die Frequenz lag unterhalb eines GHz:
> https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%BCrzburg_(Radar)

Vorsicht, nichts durcheinanderwerfen. Das Würzburg stammt noch aus der 
Vor-Magnetronzeit, Frequenz ca. 560 MHz.

Schau mal auf cdvant.org, da findest Du sehr viele Infos zum Thema.

von Tobias P. (hubertus)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
........... schrieb:
> Abel H. schrieb:
>> Tobias P. schrieb:
>>> Es gibt übrigens noch eine weitere Begründung, warum Magnetrons
>>> gefährlich sind, auch in ausgeschaltetem Zustand: die Isolatoren
>>> bestehen üblicherweise aus BeO (Berylliumoxid). Durch kleinste
>
> In einem Magnetron eines Mikrowellenofen zur Erwaermung von
> Nahrungsmitteln?
>
> Sicher nicht.
>
> ---

Sicher schon. Thorium ist übrigens auch drin, nämlich im Filament, um 
die Austrittsarbeit der Elektronen zu erhöhen.
Das BeO ist nur gefährlich, wenn es verarbeitet wird (ähnlich Asbest); 
das Thorium ist in der Kavität eingeschlossen.

Es gibt (wie bereits oben erwähnt) auch HF-Leoistungstransistoren in 
einem BeO-Gehäuse. Die sind im Wesentlichen dann gefährlich, wenn das 
Gehäuse mechanisch beansprucht wird und vom BeO Splitter abbrechen 
könnten.

Beitrag #5063659 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Hp M. (nachtmix)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Andreas F. schrieb:
> Wie lässt sich der Anodenstrom 22mA AC durch die Kathode bei
> angeklemmter Hochspannung, aber ausgeschalteter Kathodenheizung
> erklären?

Du wirst das nicht in der Kathodenleitung gemessen haben, sondern an 
einer bequemeren Stelle, z.B. am Masseanschluss des Trafos oder der 
Diode.
Ursache ist ein im Kondensator eingebauter Entladewiderstand, der 
gewöhnlich einen Wert zwische 5 und 10 MOhm hat.

von Andreas F. (andgset)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hp M. schrieb:
> Du wirst das nicht in der Kathodenleitung gemessen haben,

Doch, genau an der Stelle an der im Bild Ik eingezeichnet ist.
EDIT: Kommando zurück, die Messung lässt sich nicht reproduzieren, 
wahrscheinlich hast du recht.

Tobias P. schrieb:
> Sicher schon. Thorium ist übrigens auch drin, nämlich im Filament, um
> die Austrittsarbeit der Elektronen zu erhöhen.
Soviel Thorium dass ich mir um die Strahlungsdosis Sorgen machen müsste, 
wenn ich die Kavität öffne und in die Vitrine stelle?

: Bearbeitet durch User
von Tobias P. (hubertus)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Andreas F. schrieb:
> Soviel Thorium dass ich mir um die Strahlungsdosis Sorgen machen müsste,
> wenn ich die Kavität öffne und in die Vitrine stelle?

Das weiss ich ehrlich gesagt nicht. Vermutlich ist das Thorium 
ungefährlich, weil die Menge so gering ist, aber ich würde das Filament 
jedenfalls weder essen, noch unters Kopfkissten legen oder im Wohnzimmer 
aufstellen ;-)

von ........... (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Tobias P. schrieb:

>> ---
>
> Sicher schon.

Dann sollte es dir ja sicher leicht fallen dies zu belegen.

Die Hersteller mit dem hoechsten Verbreitungsgrad duerften wohl Japaner 
sein. Panasonic, Toshiba, NJR etc. Zeig halt mal auf ein entsprechendes 
Material-safety/Dokument. BeO ist eine recht alte Geschichte.


wikipedia:
... Die Verarbeitung des Materials wird wegen der Giftigkeit seit 30 
Jahren streng kontrolliert, Berylliumoxid enthaltende Bauteile müssen 
gekennzeichnet sein. In vielen Bereichen wird es durch das ungiftige 
Bornitrid oder Aluminiumnitrid ersetzt...

Bornitridkeramik ist fuer Mikrowellen ebenso transparent wie 
Berylliumoxid viel schlechter sind die Waermeleiteigenschaften ebenfalls 
nicht.

Mehr als "manche" und "koennte" geben Suchmaschinen eben nicht her.

> einem BeO-Gehäuse. Die sind im Wesentlichen dann gefährlich, wenn das
> Gehäuse mechanisch beansprucht wird und vom BeO Splitter abbrechen
> könnten.

Ja schoen und weshalb und wie sollte sich das oder allgemeiner so ein 
Material von alleine den Weg in den Koerper finden?

Selbst wenn dir ein Splitter im Finger steckt zieh ihn halt raus.
Nennenswerte Staubentwicklung gibt es auch keine.

Solange man das nicht zermahlt, zerklopft z.B. bei der Entsorgungung 
geht davon keine akute Gefahr aus. Bearbeiten lassen sich solch sproede 
Materialen eh nicht man koennte sie hoechstens nass schleifen aber das 
ist relativ sinnlos, daraus gefertigte Teile sind Endprodukte.


Eh sinnlos. Und tschuess.

von Thomas R. (tinman) Benutzerseite


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
........... schrieb:
> Bearbeiten lassen sich solch sproede
> Materialen eh nicht man koennte sie hoechstens nass schleifen aber das
> ist relativ sinnlos, daraus gefertigte Teile sind Endprodukte.
>

ach, alles gut, in den Gießereien wird Beryllium immer noch in die Öfen 
reingeworfen, und es leben noch alle^^

von ........... (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Thomas R. schrieb:
> ........... schrieb:
>> Bearbeiten lassen sich solch sproede
>> Materialen eh nicht man koennte sie hoechstens nass schleifen aber das
>> ist relativ sinnlos, daraus gefertigte Teile sind Endprodukte.
>>
>
> ach, alles gut, in den Gießereien wird Beryllium immer noch in die Öfen
> reingeworfen, und es leben noch alle^^

Pff, was ist dann den wieder fuer ein Quatsch?

---
Sinterkeramik laesst sich im wesentlichen nicht weiterverarbeiten.
Du hast ein wie auch immer geformentes Teil, was weis ich Isolator an 
der Roehre meinetwegen auch ein Transistorgehaeuse das wird dann eben 
mit anderen Elementen aus verschiedensten Materialen verklebt um das 
eigentliche Produkt zu bilden. An den Keramikteilen selber wird nichts 
bearbeitet.
Es gibt da weder fuer den Gebraucher noch den Bearbeiter grossartig 
etwas an dem Teil zu arbeiten da es idR. passgenau hergestellt wird. 
Einzige ausnahmen villeicht irdendwelche Platten/Plaetchen/Substrate und 
dabei beschraenkt sich das dann auch auf ritzen und brechen. Solche 
Taetigkeiten geschehen dann aber auch nicht auf dem Schoss im 
Bastelzimmer.

abgesehen davon dueften wenigsten hier Giessereien besitzen oder aus 
langeweile ihren E-schrott auf den Holzkohlegrill legen. Wie das 
urspr[nglich hergestellt wird ist auch erstmal relativ egal  jdf. fuer 
die Leute die in China bestellen ...

von Carl D. (jcw2)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Thomas R. schrieb:
> ........... schrieb:
>> Bearbeiten lassen sich solch sproede
>> Materialen eh nicht man koennte sie hoechstens nass schleifen aber das
>> ist relativ sinnlos, daraus gefertigte Teile sind Endprodukte.
>>
>
> ach, alles gut, in den Gießereien wird Beryllium immer noch in die Öfen
> reingeworfen, und es leben noch alle^^

Fiese Gifte töten erst nach Jahrzehnten. Laut Wikipedia 20..30 Jahre 
zwischen BeO-Staub in der Lunge und Krebs. In meinem Alter darf man das 
machen, mit 20 besser nicht.

von Elektrofan (Gast)


Bewertung
-4 lesenswert
nicht lesenswert
> Fiese Gifte töten erst nach Jahrzehnten.

Wenigstens beim Kapitalismus ist das anders.
Der tötet immer, garantiert.

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.