Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Brauche Hilfe zum Deuten


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von Fam B. (fambaa)


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Kuckuck gleichgesinnte Lötkolbenritter!

Ich hab hier nen Schaltplan im Forum gefunden den ich nachbauen will und 
hab dazu ein paar Frägelchen.

Wie man sieht war es ein Foto aus einer Zeitschrift. Hab versucht mit 
Gimp das Bild etwas klarer zu bekommen, aber einige Sachen bleiben quasi 
unleserlich wenn auch nicht viel.


Zweimal taucht da ●D auf zwischen Mittenspannung und Mikrofonverstärker 
und einmal ●A Ich schätze das hänngt zusammen und ist eine kleinere 
Spannung fürs Mikrofon oder so?

Das D● wahrscheinlich D+ ist und Versorgungsspannung ist ist mir klar.
Die Schaltung ist top als Grundstein für eine Eigenbau Lichtshow, 
anfangs werd ich wohl einen dieser 7 Bandpass chips benutzen und die 
clock aus zwei nand gattern basteln.

Wenn da ein Widerstandswert steht zb 4K75 ist das 457k Öhmerlinge 
richtig?

Und mir ist aufgefallen das bei den Transitoren T3-T22 BC 327 steht. Was 
sind dann T1 und T2 da kann ich die doch auch nehmen oder? Oder sind die 
einfach nur verrutscht weil T21 und 22 find ich nirgendwo XD

KORREKTUR T21 ist links aber es ist ein 337!
Fehlt nur T22 aber das erklärt nicht T1 u T2.

Falls jmd noch einen Verbesserungsvorschlag hat oder mir ein fertiges 
Brett mit 10 Bandpassfiltern schicken will spreche jetzt oder schweig 
still für immer! ;)

von Theor (Gast)


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Aus dem Schaltplan würde ich folgern, dass die Bezeichnungen "0A" und 
"A+" sowie "0D" und "D+" für die Versorgungsspannungen jeweils des 
analogen und des digitalen Teils stehen.

Also:

0A - Analog Ground (vermutlich als 0V analog gedacht)
A+ - Analog positive Versorgungsspannung

0D - Digital Ground
D+ - Digital positive Versorgungsspannung

Diese Spannungen werden getrennt geführt, damit der Strom für die 
LED-Steuerung und der Strom der LEDs sich nicht auf den analogen und 
damit hörbaren Schaltungsteil auswirken.


> Wenn da ein Widerstandswert steht zb 4K75 ist das 457k
> Öhmerlinge richtig?

Nein. In der Regel hat das 'K' zwei Bedeutungen. 1. Wird damit die 
Kommastelle angezeigt. 2. Die Zehnerpotenz des Wertes.

Also 4k75 entspricht 4,75k Ohm.

Ansonsten, wenn Du das K einfach nach hinten verschiebst, wären 475k 
Ohm, 47k5 und 4K75 nicht zu unterscheiden.


> Und mir ist aufgefallen das bei den Transitoren T3-T22 BC 327 steht. Was
> sind dann T1 und T2 da kann ich die doch auch nehmen oder? Oder sind die
> einfach nur verrutscht weil T21 und 22 find ich nirgendwo XD
> [...]
> Fehlt nur T22 aber das erklärt nicht T1 u T2.

Es gibt in mehrfacher Hinsicht ein Problem mit dem Schaltplan was die 
Transistoren betrifft.
Beginnend mit dem Einfachen:

1. T1 und T2 befinden sich ganz oben in der senkrechten Reihe der 
PNP-Transistoren. Die Ziffern sind von der Bleistiftumrandung (oder was 
da als Schreibgerät gebraucht wurde) etwas unleserlich geworden.

2. Den Text "T3-T22" ich so nicht erkennen. Ich sehe keinen Bindestrich.

3. An sich kann man den Text "T3-T22 BC 327" so sicher nicht deuten. 
Denn ein Teil der Transistoren, nämlich T1 bis T10 sind PNP Typen und 
T11 bis T20 sind NPN-Typen. Der BC327 ist aber ein PNP-Typ.

4. Anhand des Nennstroms der LEDs sollte man aber zum einen leicht 
feststellen können ob der BC327 (der kann 800mA) reicht und falls das 
zutrifft, könnte man einfach den Komplementärtypen BC337 nehmen.

T22 finde ich auch nicht.

Vermutlich handelt es sich bei dem Text "T3-T22 BC 327" lediglich um ein 
nicht mehr korrigiertes Überbleibsel beim Editieren des Plans. Man 
sollte das wohl ignorieren und prüfen ob BC327/BC337 ausreichen.

von HildeK (Gast)


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Fam B. schrieb:
> Zweimal taucht da ●D auf zwischen Mittenspannung und Mikrofonverstärker
> und einmal ●A Ich schätze das hänngt zusammen und ist eine kleinere
> Spannung fürs Mikrofon oder so?

Der Punkt ist wahrscheinlich ein untergegangenes '+'.

Fam B. schrieb:
> Wenn da ein Widerstandswert steht zb 4K75 ist das 457k Öhmerlinge
> richtig

4k75 war schon immer 4,75 kOhm also 4700 Ohm.

Zu den Transistorn: ich sehe 337 und 327 - die einen sind pnp, die 
andern npn. Das kannst du leicht am Transistorsymbol unterscheiden. Wo 
welche Referenz ist, ist mir zu mühsam zum Suchen :-).

von Ralf (Gast)


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Ich finde den Schaltplan super.

4k75 oder 38k3 sind Widerstände aus der E96 bzw. E192 Reihe und 
bedeuten:

4 Komma 75 kilo Ohm  bzw.
38 Komma 3 kilo Ohm

Das k steht für kilo und gleichzeitig zeigt es die Position des Kommas 
an.

T1 bis T10 sind BC327 und T11 bis T20 sind BC337.

Statt eines 80R6 Widerstandes würde ich einfach einen 82 Ohm Widerstand 
einsetzen. Wahrscheinlich kommt man bei allen Widerständen mit der E24 
Reihe auch gut hin.

von ###### (Gast)


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Fam B. schrieb:

>
> Falls jmd noch einen Verbesserungsvorschlag hat oder mir ein fertiges
> Brett mit 10 Bandpassfiltern schicken will spreche jetzt oder schweig
> still für immer! ;)

Musst eine Seite in der ELO zurueckblaettern ;)


RIM NFA-100

http://www.rainers-elektronikpage.de/RADIO-RIM-Baumappen/radio-rim-baumappen.html

Der dortige scan ist aber auch nicht besser.

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Fam B. schrieb:
> Falls jmd noch einen Verbesserungsvorschlag hat oder mir ein fertiges
> Brett mit 10 Bandpassfiltern schicken will spreche jetzt oder schweig
> still für immer! ;)

Die Bandpassfilter hab' ich erst vor 'nem Jahr hier hochgeladen, die 
muessten eigentlich noch gut sein :-)

Beitrag ""LED-Spectrumanalyzer"software ohne Fouriertransformation"

Gruss
WK

von Jakob (Gast)


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Sowas ähnliches habe ich mir vor 40 Jahren auch mal selbst
entwickelt und gebastelt.

Wenn es nur "zur Belustigung der Gäste" dient, wirkt es aber
viel interessanter, auf der Matrix den VERLAUF des Pegels
(ganz ohne Filterung) darzustellen!
- Echte Spektrum-Analyse hast du damit bestimmt NICHT vor.

Das löst man heutzutage mit einem OpAmp + einem µC mit ca. 20
Pins (2...3 Pins für die automatische Level-Anpassung).

Mit geschickt eingesetztem Goertzel-Algorithmus, oder auch FFT
kannst du allerdings auch spektrale Anteile zur Anzeige
bringen.

Farblich differenziert ist das bestimmt nett anzuschauen.

Ansonsten könnte ich noch EXCEL-Templates für die einfache
Filter-Erstellung (E12..24 + 1 Poti/Kanal) liefern...

von Fam B. (fambaa)


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4,... Ohm ok abgespeichert.

Das mit den Transistoren kam mir auch komisch vor, das ein Typus npn und 
der andere pnp sein muss rein vom Symbol her.

Ich glaube auf dem Plan steht das so T3...T22 aber denke auch das die da 
einen Fehler gemacht haben, T21 auf der linken Seite hat BC 337 
drannestehen also werden die überm 4017 auch BC 337 sein und die anderen 
neben dem 3915 sind dann pnp BC 327 denke ich mal.

Kucke da aber noch genau in die Datenblätter wegen den Ausgängen, ob 
invertiert oder nich.

Ich bin jedenfalls froh über diesen Schaltplan, genau das hab ich 
gesucht. Programmierbar mit Controller und verschiedenen Modis + RGB 
LEDs kann ja mal später kommen, hab da ein normales VU Meter gesehen was 
jmd gebaut hat mit einem 1m langen RGB Strip und sehr schönen Modis. 
Schlank dezent und sah super aus.

Jedenfalls danke an alle meine Unklarheiten wurden zu 100% beseitigt.

Hier ist auch ne gute Inspiration, aber die beiden, der Original 
Entwickler und der Nachbauer haben für das CLK Signal wohl Arduinos 
genommen was ja totaler Overkill ist.

https://ubiyubix.wordpress.com/2015/06/27/7-band-audio-spectrum-analyzer-w-msgeq7-lm3915-attiny2313/

So in der Art hoffe ich bekomm ich das auch hin aber als LEDs nehm ich 
keine Bargraphen sondern halt 7 blaue und 3 Lila LEDs pro Spalte. Und 
erstmal auch nur auf Mono bis ich alle Teile habe um 10 Bänder pro Kanal 
zusammenzubauen.

Hab auf Mouser auch einen 8x2 Band IC gefunden praktisch ein 
riesengrosser Bruder vom LM 3915 aber der muss mit einem Word Generator 
programmiert werden, das is mir dann doch zuviel Aufwand.

Jedenfalls Danköö für euren Input :)

von Ralf (Gast)


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von Uralt? (Gast)


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Ich hab das Ding so um 1982 in der Lehre aufgebaut.
Ja, hat funktioniert (mühsam) aber die Funktion war viel unspektakulärer 
wie erwartet.
(Und weil man die ganzen Löcher in der Frontplatte nicht sauber ankörnen 
konnte und eine CNC-Fräse nicht da war 200 x mit der Fräse manuell 
eingestellt und gebohrt, wegen dem Spiel der Spindel immer von einer 
Seite her.)

Nicht dass ich dir den Spaß nehmen will...

von Fam B. (fambaa)


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Wie du kannst nicht sauber ankörnen? Ich hatte auch Metall ausbildung, 
wir haben Gitter anreissen müssen körnen und dann gebohrt.
Das wurde penibel nachgemessen.

Sicher so wie ne CNC bekommt man das nicht hin, aber auf Zehntel genau 
geht schon.

Ich hab mir genug Teile bestellt um das Teil 2x zu bauen nebst 
Lochraster Platinen.

Als Fromt hab ich noch eine Acryl Milchglasplatte.
Die Abstände werd ich einfach durch die Platine anzeichnen und dann mit 
nem kleinen Bohrer vorbohren.

Die Funktion ist sicher anfangs unspektakulär aber wenn ich mir erstmal 
eine Matrix gebastelt hab und alles funktioniert werd ich kucken wie ich 
dann mit einem uC die ganze Geschichte peppiger machen kann.

Man könnte ja zB die PWM Level der LEDs ändern, die Frequenz des Zählers 
manipulieren oder sogar die oberste LED langsamer fallen lassen.

Nur erstmal brauch ich die Basis :D

Übrigens heute auf aliexpress 5 MSGEQ7 gefunden für unter 6 Euro. Wenn 
davon auch nur einer funktioniert hat sich das schon gelohnt.
Auf Conrad gibts den nur für 11€ und bei reichelt garnicht.

PS: Das ist ein 7 Level Bandpass Chip. Damit spare ich mir erstmal das 
Gefummel die Bandpässe selber zu bauen, was aber später geplant ist, 
natürlich mit höherer Auflösung.

von Ralf (Gast)


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Fam B. schrieb:
> Als Front hab ich noch eine Acryl Milchglasplatte.

Wenn Du sowieso eine Milchglasplatte verwendest, kannst Du Dir das 
Bohren der 100 Löcher sparen. Einfach die LEDs auf die Platine löten und 
die Milchglasplatte davor, fertig. Durch die Milchglasplatte sieht man 
nicht, ob noch eine Lochplatte zwischen Platine und Milchglasplatte 
eingebaut ist.

Schön wäre auch, wenn Du statt den BC327 und BC337 direkt 
Leistungsdarlingtontransistoren einsetzt (BD644 und BD643), dann kannst 
Du quadratische Flächen-LEDs damit ansteuern und Deine Anzeigetafel 
würde dann ungefähr einen Quadratmeter groß sein. Das sieht an der 
Wohnzimmertapete bestimmt imposant aus.

von Fam B. (fambaa)


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Naja die Platte is recht dick, hab nochnicht getestet wie durchscheinend 
die ist. 4mm dick.

Ich werd da bissl probieren, die LEDs vllt garnicht voll durchstecken, 
so das sie seitwärts in die Platte leuchten, bzw das werd ich mit ner 
einzelnen LED und nem kleinen Stücken ausprobieren. Einfach ansenken.

Ich habe keine Lochplatte, die LEDs werden allein durch die Platine 
denselben Abstand haben da kommt dann nur das Milchglas vor. Könnte auch 
Holz nehmen und das streichen, muss einfach kucken was mir besser 
gefällt.

8A Transistoren? Ich will nicht die ganze Stadt beleuchten, bleib ma 
aufm Teppich :D

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