@ Ingo (Gast)
>Danke für die Hinweise, ich habe das Ganze als Testaufbau mit 2x6n135
>Koppler aufgebaut (1ner Referenz, 1ner für "das andere" Potential,
Das macht man aber nicht. Es hat schon seinen Grund, warum es den IL300
gibt. Die beiden Photodioden dort drins sind auf dem gleichen Wafer
hergestellt und damit sehr ähnlich in ihren Parametern. Außerdem sitzen
sie sehr eng thermisch gekoppelt, damit sie sich möglichst gleich
verhalten.
Außerdem beleuchet die LED beide Photodioden, was in getrennten Kopplern
so gar nicht möglich ist!
>die Fotodioden angeschlossen). Finde aber keinen Arbeitspunkt mit der
>Datenblatt - Schaltung. Daher mit zusätzlicher Gegenkopplung. Die
>Gegenkopplung scheint aber die gewünschte Kompensation zu verhindern, da
>die Übertragungskennlinie nicht linear ist.
Was tust du da eigentlich? Geh mal davon aus, daß vor dir schon hunderte
Leute die Schaltung aus dem Datenblatt erfolgreich nachgebaut haben.
Wenn man also kein WIRKLICHER Profi ist, läßt man die Variationen weg
und baut 1:1 nach. Punkt.
> Die Datenblattschaltung
>arbeitet doch mit unsymmetrischer Spannungsversorgung ?!
Sicher, das ist mit dem richtigen OPV auch kein Problem. Selbst der olle
LM358 würde es tun, denn er muss nur am Eingang an die 0V rankommen.
> Ich muss die
>Lieferung der IL300 wohl abwarten.
tu das.
> Da ich mit höheren Spannungen
>arbeite, etwa 24 -30 V, wird die Auswahl anderer Alternativen wohl
>leiner.
Der Spannungsregler wurde schon vor langer Zeit erfunden. 7805 ist dein
Freund.
> Vielleicht wäre eine kurze Erläuterung der Funktionsweise der
>OPV Schaltung möglich, da sie für mich wie ein Trigger aussieht.
Nein.
https://www.mikrocontroller.net/attachment/289989/IL300-mitV1zu1.png
IC2 auf der rechten Seite ist ein trivialer Spannungsfolger, denn die
rechte Photodiode arbeitet mit P1 und R3 in Reihe als lichtabhängige
Konstantstromquelle, welche durch den Widerstand in eine Spannung
umgewandelt wird.
IC1 auf der linken Seite arbeitet als Regler, den man aber auch als
nichtinvertierenden Verstärker betrachten kann. Wenn man eine Spannung
an UMION anlegt, dann steigt die Ausgangsspannung des OPVs an. Das
wiederum erhöht den Strom durch die LED. Das wiederum den Strom durch
die (sehr ähnlichen) Photodioden. Damit steigt die Spannung über R2. Im
eingeschwungenen Zustand ist die Spannung über R2=UMON, bis auf eine
winzige Differenz von wenigen mV (Offsetspannung + Fehlerspannung, denn
der OPV arbeitet als P-Regler).
Und weil jedes rückgekoppelte System im Zweifelsfall instabil werden und
schwingen kann, platziert man C2. Dessen Wert ist abhängig von der
internen Frequenzgangkompensation des OPVs. Manchmal kann man ihn
weglassen, oft wird er gebraucht!
>Vermutlich müsste ich ersteinmal die Kennlinie der 6N135 Kopplerdioden
>aufnehmen, um den richtigen Arbeitspunkt zu bestimmen.
Nein. Nimm die IL300.