Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Berufseinstieg und Jobchancen als E-Ingenieur


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von Lars (Gast)


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Guten Tag allerseits,

Ich bin momentan am Beginn meines 7. Semesters E-Tech (Schnitt 2,2 
,Abschluss nach 8 Sem.) und frage mich in letzter Zeit häufiger, wie 
schwer später nach dem Master der Berufseinstieg wird. Außerdem bin ich 
öfter am Zweifeln, was den Mangel an gesuchten E-Ingenieuren angeht.
Ich habe auch schon Tutorstellen besetzt und bei einem freiwilligen 
interdisziplinärem Projekt mitgearbeitet, nur leider schreiben wir in 
unseren Ferien alle Klausuren verteilt, sodass keine großen Praktika 
möglich sind.

Hinzu kommt,dass ich mich immer wieder fragen muss, was wirklich auf 
mich zu kommt, da ich in der Uni zwar gut klar komme aber man immer 
wieder mal hört,dass die Uni (TU)  einen nicht unbedingt gut darauf 
vorbereitet.

von Henry G. (gtem-zelle)


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Lars schrieb:
> Guten Tag allerseits,
>
> Ich bin momentan am Beginn meines 7. Semesters E-Tech (Schnitt 2,2
> ,Abschluss nach 8 Sem.) und frage mich in letzter Zeit häufiger, wie
> schwer später nach dem Master der Berufseinstieg wird. Außerdem bin ich
> öfter am Zweifeln, was den Mangel an gesuchten E-Ingenieuren angeht.
> Ich habe auch schon Tutorstellen besetzt und bei einem freiwilligen
> interdisziplinärem Projekt mitgearbeitet, nur leider schreiben wir in
> unseren Ferien alle Klausuren verteilt, sodass keine großen Praktika
> möglich sind.
>
> Hinzu kommt,dass ich mich immer wieder fragen muss, was wirklich auf
> mich zu kommt, da ich in der Uni zwar gut klar komme aber man immer
> wieder mal hört,dass die Uni (TU)  einen nicht unbedingt gut darauf
> vorbereitet.

Mein Tipp, mache den Master nur, wenn du du keinen vernünftigen 
Berufseinstieg findest.

von Lars (Gast)


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Henry G. schrieb:
> Mein Tipp, mache den Master nur, wenn du du keinen vernünftigen
> Berufseinstieg findest.

Wer macht denn sowas ?

von Realist (Gast)


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Hi,

die Welt außerhalb der Uni kann grausam sein - die Erfahrung darf der 
eine oder andere sicherlich machen.
Jeder hat darauf irgendwie eine andere sicht, ich persönlich bin jedoch 
davon überzeugt das dir die Uni viele interessantes zeigt, lehrt und 
vieles eben aufgrund von Zeitmangel nur anschneiden kann. Die Realität 
sieht dann vielfach deutlich langweiliger aus. Im Studium lebt der 
akademische Geist, du darfst kreativ sein, mal mehr, mal weniger - in 
Summe jedoch kannst du vieles ausprobieren darfst aber auch nicht den 
"Lehrplan" aus den Augen verlieren. Angekommen im Berufsalltag ist 
selten Raum für "Freigeister" - Du musst ein Projekt abwickeln, den 
Kunden zufrieden stellen oder was auch immer! Am Ende steht die 
Firmenbilanz, diese sollte schwarze Zahlen enthalten um den Leuten ihre 
Löhne auszahlen zu können.

Natürlich gibt es auf Hipster-Start-Ups welche rosa Schweine zum Mars 
schicken - aber auch jene müssen bilanzieren und ihre Mutter zahlen und 
später hungrige Mäuler stopfen.

Hört sich vielleicht etwas depressiv an, soll es aber nicht sein. Am 
Anfang wirst du viel lernen, tu das auch. Liefer gute Arbeit ab, sodass 
du dir Gewisse Freiräume durch Vertrauen einräumen kannst und genieße 
deine Freizeit. Las den Job auch einfach mal diesen sein und Arbeite um 
zu leben und nicht anders herum. Lass dich nicht ausnutzen - gerade 
Anfänger machen den Fehler gerne, da musste ich auch schon durch. Wenn 
deine Neigungen aus dem Studium dir in deinem Job nicht begegnen - 
scheiß drauf. Viele (nicht alle) die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben, 
haben ihren Spaß daran verloren. Es ist nunmal ein Unterschied ob man es 
machen will oder muss und das kann es nicht Wert sein.

Gruß

von Henry G. (gtem-zelle)


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Lars schrieb:
> Henry G. schrieb:
>> Mein Tipp, mache den Master nur, wenn du du keinen vernünftigen
>> Berufseinstieg findest.
>
> Wer macht denn sowas ?

Intelligente Menschen.

von Lars (Gast)


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Henry G. schrieb:
> Lars schrieb:
>> Henry G. schrieb:
>>> Mein Tipp, mache den Master nur, wenn du du keinen vernünftigen
>>> Berufseinstieg findest.
>>
>> Wer macht denn sowas ?
>
> Intelligente Menschen.

Mit dem Gedanken nach dem Bachelor ein oder zwei Jahre Erfahrung zu 
sammeln habe ich auch schon gemacht, nur was ist wenn man danach keine 
Lust mehr auf Studieren hat? Dann ist es schwerer aus dieser 
Gehaltskategorie herauszukommen und man ärgert sich nicht, dass man es 
nicht doch gemacht hat?

Realist schrieb:
> Hi,
>
> die Welt außerhalb der Uni kann grausam sein - die Erfahrung darf der
> eine oder andere sicherlich machen.
> Jeder hat darauf irgendwie eine andere sicht, ich persönlich bin jedoch
> davon überzeugt das dir die Uni viele interessantes zeigt, lehrt und
> vieles eben aufgrund von Zeitmangel nur anschneiden kann. Die Realität
> sieht dann vielfach deutlich langweiliger aus. Im Studium lebt der
> akademische Geist, du darfst kreativ sein, mal mehr, mal weniger - in
> Summe jedoch kannst du vieles ausprobieren darfst aber auch nicht den
> "Lehrplan" aus den Augen verlieren. Angekommen im Berufsalltag ist
> selten Raum für "Freigeister" - Du musst ein Projekt abwickeln, den
> Kunden zufrieden stellen oder was auch immer! Am Ende steht die
> Firmenbilanz, diese sollte schwarze Zahlen enthalten um den Leuten ihre
> Löhne auszahlen zu können.

Böse Zungen behaupten, dass in der Uni ein paar (nicht alle !) arbeiten, 
da sie in der Wirtschaft nicht genommen wurden.

> Hört sich vielleicht etwas depressiv an, soll es aber nicht sein. Am
> Anfang wirst du viel lernen, tu das auch. Liefer gute Arbeit ab

Wie kann ich herausfinden welcher Berecih für mich am besten ist ?

von Realist (Gast)


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Lars schrieb:
> Realist schrieb:
>> Hi,
>>
>> die Welt außerhalb der Uni kann grausam sein - die Erfahrung darf der
>> eine oder andere sicherlich machen.
>> Jeder hat darauf irgendwie eine andere sicht, ich persönlich bin jedoch
>> davon überzeugt das dir die Uni viele interessantes zeigt, lehrt und
>> vieles eben aufgrund von Zeitmangel nur anschneiden kann. Die Realität
>> sieht dann vielfach deutlich langweiliger aus. Im Studium lebt der
>> akademische Geist, du darfst kreativ sein, mal mehr, mal weniger - in
>> Summe jedoch kannst du vieles ausprobieren darfst aber auch nicht den
>> "Lehrplan" aus den Augen verlieren. Angekommen im Berufsalltag ist
>> selten Raum für "Freigeister" - Du musst ein Projekt abwickeln, den
>> Kunden zufrieden stellen oder was auch immer! Am Ende steht die
>> Firmenbilanz, diese sollte schwarze Zahlen enthalten um den Leuten ihre
>> Löhne auszahlen zu können.
>
> Böse Zungen behaupten, dass in der Uni ein paar (nicht alle !) arbeiten,
> da sie in der Wirtschaft nicht genommen wurden.

Bösen Zungen? Ehrliche Zungen!!!
Man schaue sich doch mal teilweise diese Gestalten an die dort Arbeiten 
- Zum arbeiten in der Realität reicht es eben nicht NUR ein Fachgenie zu 
sein. Man muss kein Model oder Hipster sein um sich halbwegs vernünftig 
zu kleiden, eine saubere, gut sitzende Jeans und ein frisches T-Shirt 
können wunder bewirken - Regelmäßig duschen und rasieren sind auch 
Tugenden die diese Laborratten nie gelernt haben. Klar tifft das nicht 
auf alle zu! Bei den Profs erlebte ich das deutlich anders - die haben 
teilweise auch reichlich Industrie- und Berufserfahrung gehabt und waren 
gestandene Männer mal mit mehr mal mit weniger Sozialkompetenzen. Nur 
diese HiWi-Nerds taten mir echt leid!
Aber ich schweife ab!!!

Lars schrieb:
>> Hört sich vielleicht etwas depressiv an, soll es aber nicht sein. Am
>> Anfang wirst du viel lernen, tu das auch. Liefer gute Arbeit ab
>
> Wie kann ich herausfinden welcher Berecih für mich am besten ist ?

Wenn du den Luxus hast dir das an dem Ort, an dem du Arbeiten möchtest, 
aussuchen kannst kann ich dir nicht wirklich einen Ratschlag geben. 
Musst du eben eingrenzen! Willst du umziehen? Ich bin gerne Heimscheißer 
und mit meiner Region verwurzelt - nicht jeder lebt aber in einer Region 
mit vielen Jobs.
Achte auf Preis/Leistung eine ordentliche 40h Woche mit kurzen Wegen 
können manchmal mehr sein als eine scheinbar extrem gut bezahlte Stelle 
mit einer 60h + 2h Fahrzeit. Was bringt dir die Kohle wenn du sie nicht 
versaufen kannst? Vererben kannst dus auch nicht weil: Keine Frau! Keine 
Kinder. Oder schlimmer: kurz eine Frau - Frau weg mit Kindern!
Ich habe Grundsätzlich den Eindruck das die nachwachsende Generation 
anscheinend mehr auf work-life-balance achtet weil sie die eigenen 
Eltern aus den 80ern/90ern in Erinnerung haben und eben NICHT nach 
diesem Modell Leben wollen trotz dem weltweit steigendem Druck und 
Konkurrenz - sollen sich die Dummen verheizen!
Gruß

von Realist (Gast)


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kleiner Nachtrag:
ich bin beruflich auch unerwartet in einer Sparte gelandet die ich 
vorher nicht kannte und mir teilweise auch überhaupt nicht vorstellen 
konnte solche einen Job zu erledigen. Nun verdiene ich damit mein 
täglich Brot. Reich werde ich nicht, leiste ehrliche Arbeit und sehr 
viele (unbezahlbare) Freiheiten in dem Laden und Kollegen auf Augenhöhe 
mit denen man auch mal einen heben kann und viel zum Lachen hat.
Ich könnte aber auch woanders arbeten, viel mehr verdienen, umgeben sein 
von Einzelgängern und Egomanen die sich für den Nabel der Welt halten 
und kollegiale Zusammenarbeit verteufeln... scheiß drauf! Die letzte 
Reise tritts du mit leeren Taschen an! Und nichts ist schöner als seine 
Kinder aufwachsen zu sehen. Die Lust an diesem pubertärem endlosem 
Konsum verpufft irgendwann und man besinnt sich aufs wesentliche!

von Lars (Gast)


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Realist schrieb:
> Zum arbeiten in der Realität reicht es eben nicht NUR ein Fachgenie zu
> sein.

Wie gut muss man den wirklich sein. Einige zB. brauchen ständig Hilfe, 
bei allem und überraschen dann hin und wieder mit guten Vorschlägen 
schreiben aber schlechte Noten.
Andere wiederum können alles sehr gut und haben gute Noten aber arbeiten 
lieber selber an ihren Aufgaben und wirken sozial wenig bewappnet, 
brauchen dafür aber keine Hilfe im Fachlichen.
Ich würde mich zwischen dieses beiden Extrema einordnen, bin aber 
dennoch unzufrieden mit gewissen Unselbstständigkeiten.

von Cerberus (Gast)


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Lars schrieb:

Wieder mal so ein Studenten-Jammerthread? Da wirst du hier kaum
die Antwort, die du suchst, finden.

> Ich bin momentan am Beginn meines 7. Semesters E-Tech (Schnitt 2,2
> ,Abschluss nach 8 Sem.) und frage mich in letzter Zeit häufiger, wie
> schwer später nach dem Master der Berufseinstieg wird.

Wie kommst du zu der Meinung? Hast du dich denn schon beworben oder
hast du was von anderen Kommilitonen gehört? Von irgendwo muss doch
das her kommen. Das die Akademiker-Arbeitslosigkeit schleichend am
steigen ist, dürfte unstrittig sein.

> Außerdem bin ich
> öfter am Zweifeln, was den Mangel an gesuchten E-Ingenieuren angeht.
> Ich habe auch schon Tutorstellen besetzt und bei einem freiwilligen
> interdisziplinärem Projekt mitgearbeitet, nur leider schreiben wir in
> unseren Ferien alle Klausuren verteilt, sodass keine großen Praktika
> möglich sind.

Das ist ja nicht die wirkliche Arbeitswelt, sondern nur ein
Ableger des Arbeitsmarktes, der für Studenten ausgelegt ist, um
mal die wirkliche Arbeitswelt kennen zu lernen und zumindest
ansatzweise zu erfahren, was Arbeit bedeutet. Aber viel lernt
man dafür nie an Hochschulen. Statistisch soll nur jeder Vierte seinen
Wunschberuf ausüben können. Da ist die Wirtschaft gnadenlos und
äußerst verschleißend. Nicht jedes Stellenangebot ist auch eins oder
wird überhaupt besetzt, denn da draußen gibts auch viele schwarze
Schafe. Da gehört eben auch eine gehörige Portion Glück dazu.
Bewerben muss man sich als Akademiker nachher ohnehin BUNDESWEIT,
denn lokal sind die Chancen nicht immer gegeben. Das hat dir natürlich
bisher noch keiner erzählt. Wenn du lieber lokal arbeiten wolltest,
dann wäre eine klassische Berufsausbildung besser gewesen aber nicht
garantiert. Da legt sich die Wirtschaft nämlich auch oft quer, wenn
sie nicht ihren Willen durchsetzen kann. Verantworten tun die sich für 
gewöhnlich NICHT.

> Hinzu kommt,dass ich mich immer wieder fragen muss, was wirklich auf
> mich zu kommt, da ich in der Uni zwar gut klar komme aber man immer
> wieder mal hört,dass die Uni (TU)  einen nicht unbedingt gut darauf
> vorbereitet.

Das ist sicher richtig, da die Hochschule nur feststellen, wie
lernfähig du für ein bestimmtes Gebiet bist. Viel wirst du sowieso 
vergessen. Vorlesungen für den Berufseinstieg gibts, so weit ich weiß, 
nicht. Die Firmen sind nicht wie die lieben Onkels, die nur auf dich 
gewartet haben. Eher sind die wie Wölfe, die mal und mal nicht
Appetit auf Schafe haben. Wenn du da dann nicht aufpasst oder Pech
hast, wirst du gefressen aka gekündigt. Wenn du dann noch in Ungnade 
fällst, wird die folgende Jobsuche eine ernste Nervenprobe, denn die 
Firmen bleiben Wölfe, auch wenn sie oft keinen Appetit auf Schafe
haben. ;-b

Ich hoffe dein Thread/Post war nicht so ein Trollbeitrag, denn
das haben wir hier jede Woche wenigstens ein mal. Wir sind hier
aber keine Studenten-Seelsorger und lösen können wir die Probleme
des Arbeitsmarktes auch nicht.

von Henry G. (gtem-zelle)


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Lars schrieb:

> Mit dem Gedanken nach dem Bachelor ein oder zwei Jahre Erfahrung zu
> sammeln habe ich auch schon gemacht, nur was ist wenn man danach keine
> Lust mehr auf Studieren hat? Dann ist es schwerer aus dieser
> Gehaltskategorie herauszukommen und man ärgert sich nicht, dass man es
> nicht doch gemacht hat?

Du wirst mit keinem oder nur unwesentlich höherem Gehalt eingestellt. 
Die Jahre die du für den Master verbringst, holst du erst seeeeeeeeehr 
viel später EVENTUELL etwas auf. Schaue dir an was zur Zeit los ist, die 
nächste Krise klopft schon an der Tür. Da wird es niemanden auch nur 
einen lauen Furz interessieren, ob du einen Master hast, denn den haben 
viele, sehr viele, viel zu viele.

von Cerberus (Gast)


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Lars schrieb:
> Wie gut muss man den wirklich sein.

Einen Frage-Satz mit einem Fragezeichen(?) abzuschließen wäre
schon mal vorteilhaft. So erweckst du nur Zweifel, dass du nicht
das bist/kannst, was du vorgibst.

> Einige zB. brauchen ständig Hilfe,
> bei allem und überraschen dann hin und wieder mit guten Vorschlägen
> schreiben aber schlechte Noten.

Die Schulen haben ja auch den Nebeneffekt Loser auszusieben. Die
Könner kommen weiter.

> Andere wiederum können alles sehr gut und haben gute Noten aber arbeiten
> lieber selber an ihren Aufgaben und wirken sozial wenig bewappnet,
> brauchen dafür aber keine Hilfe im Fachlichen.

Talent und Ehrgeiz. Hat nicht jeder.

> Ich würde mich zwischen dieses beiden Extrema einordnen, bin aber
> dennoch unzufrieden mit gewissen Unselbstständigkeiten.

Hört sich ein wenig danach an, dass du da mal fachkundige Hilfe
suchen solltest.

von Manfred (Gast)


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Realist schrieb:
> Ich habe Grundsätzlich den Eindruck das die nachwachsende Generation
> anscheinend mehr auf work-life-balance achtet

Nein, sie verliert zunehmend die balance, zuviel life, zu wenig work - 
und wundert sich dann über Mißerfolge.

von Lars (Gast)


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Cerberus schrieb:
> Ich hoffe dein Thread/Post war nicht so ein Trollbeitrag, denn
> das haben wir hier jede Woche wenigstens ein mal. Wir sind hier
> aber keine Studenten-Seelsorger und lösen können wir die Probleme
> des Arbeitsmarktes auch nicht.

Ich habe auch keine Lösung aller Probleme erwartet. Und nein ich bin 
auch nicht zum trollen hier aber dankbar für jede ehrliche,konstruktive 
Antwort. Ich wollte nur mal hinter die Kulissen blinzeln, bevor ich mich 
irgendwie festlege.
 Auch wenn es mir als Student sehr gut geht, mache ich mir Sorgen um die 
Zukunft, denn wie erahnt ist die Uni dann im Vergleich das warme Nest, 
aus dem man sich begibt.

von Jo S. (Gast)


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Henry G. schrieb:
> Mein Tipp, mache den Master nur, wenn du du keinen vernünftigen
> Berufseinstieg findest.

Da muß ich Henry widersprechen. Ein Bachelorabschluß von der Uni wird 
noch immer nicht voll akzeptiert. Mach den Master!

von Böser K. (Firma: UdSSR) (chromosoma)


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Also, ich habe Ende 2016 mein M.Sc gemacht (Schnitt 2.1, Studiendauer 
ca. 14 Semester). Bin zwar kein E-techniker, sondern Nanotechnologe mit 
dem Schwerpunkt Optoelektronik, wir haben aber fast so viel Etechnik 
Vorlesungen wie die Etechniker selbst;)

Parallel habe ich ca. 2.5J als Werkstudent gearbeitet und recht viel 
Hardwarenahe zuhause gebastelt (µC, FPGA, PCB-Layout).

Meine Erfahrungen bei der Jobsuche sind folgende:

Jede 5. Bewerbung ergab eine Einladung zum VG/Telefoninterview (keine 
Ahnung ob es gut oder schlecht ist).

Ich habe fast sofort einen Vertrag als HW-Entwickler bekommen (nach dem 
der Chef meine Hardware Projekte gesehen hat).  Der AG war in München 
und die Bezahlung war ein wenig zu schwach (49k) was aber an mir lag, 
weil ich, wegen mangelnde Erfahrung, diese Zahl auch genannt habe:)

Das Angebot habe ich nicht angenommen, hauptsächlich weil die Stelle 
doch nicht meiner Spezialisierung entspricht.
Ich meine, ich kenne mich mit Etechnik recht gut aus, aber ca. 80% 
meinen Wissen wurden dadurch verloren gehen.


Dann habe ich noch eine Stelle angeboten bekommen, die Bezahlung war 
aber sehr schlecht (40k) in BW.

Bei zwei guten Stellen (eine war sogar bei Philips) habe ich nach VG 
eine telefonische Absage bekommen, mit der Begründung: "Sie sind ein 
sehr interessanter Kandidat, und durch Ihre Tätigkeit als Werkstudent 
unterscheiden sie  sich schon von den meisten Absolventen, aber wir 
haben entschieden die Stellen mit einem deutlich industrieerfahrenen 
Ingenieur zu besetzen"...tja, da könnte ich nichts dafür:(

Letztendlich habe ich eine sehr interessante und gut bezahlte Stelle 
gefunden, die meinen Interessen und Spezialisierung entspricht, also 
doch
ein Happy End:)

Bei dem VG hat der Chef sehr positiv betonnt, dass ich einen Master 
gemacht habe, denn  seine Meinung nach, das machen heutzutage sehr 
wenige.

: Bearbeitet durch User
von Cerberus (Gast)


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Lars schrieb:
> denn wie erahnt ist die Uni dann im Vergleich das warme Nest,
> aus dem man sich begibt.

Weil alles so schön überschaubar und strukturiert ist.
In der Arbeitswelt herrscht oft Dschungelmentaliät, mal mehr,
mal weniger. Auch Angst wird manchmal geschürt, daher sollte
man sich Bindungen alles Art gut überlegen. Festlegen solltest
du dich nicht, sondern flexibel und anpassungsfähig bleiben.
Kann ich nicht, will keiner hören. Ich werde es versuchen, bzw.
mein Bestes geben, dagegen schon.

von Jo S. (Gast)


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Lars schrieb:
> Ich bin momentan am Beginn meines 7. Semesters E-Tech (Schnitt 2,2
> ,Abschluss nach 8 Sem.) und frage mich in letzter Zeit häufiger, wie
> schwer später nach dem Master der Berufseinstieg wird. Außerdem bin ich
> öfter am Zweifeln, was den Mangel an gesuchten E-Ingenieuren angeht.

Es gibt keinen generellen Mangel.

Der Bedarf an Absolventen liegt im Durchschnitt bei 6.000 - stark 
schwankend je nach Konjunktur, in schlechten Zeiten sind´s nur 3.000. 
Die derzeitige Lage schätze ich als durchschnittlich ein.

Es gibt einen Absolventenüberschuß. Ein Teil bekommt - zumindest am 
Anfang - keine adäquate Ingenieurstelle, häufig über Leiharbeit.

Bei guten Voraussetzungen klappt es aber:
Beitrag "Re: Chancen bei einem Konzern unterzukommen?"

von Jo S. (Gast)


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Lars schrieb:
> Hinzu kommt,dass ich mich immer wieder fragen muss, was wirklich auf
> mich zu kommt, da ich in der Uni zwar gut klar komme aber man immer
> wieder mal hört,dass die Uni (TU)  einen nicht unbedingt gut darauf
> vorbereitet.

Ein Hochschulstudium ist keine Berufsausbildung. Die Ausbildung - man 
nennt es Einarbeitung - kommt erst danach und man macht das selber, man 
ist quasi sein eigener Ausbilder. Das ist der große Unterschied zwischen 
Studium und Ausbildung.

Uni und FH bereiten schon ausreichend auf den Berufsstart (die ersten 
2-3 Jahre) vor. Die Verunsicherung ist ganz normal, das ging mir damals 
genauso, wie allen anderen auch. Ein paar Millionen haben das vor dir 
schon hinbekommen und du wirst es auch schaffen.   ;)

von Jo S. (Gast)


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Lars schrieb:
> Mit dem Gedanken nach dem Bachelor ein oder zwei Jahre Erfahrung zu
> sammeln habe ich auch schon gemacht, nur was ist wenn man danach keine
> Lust mehr auf Studieren hat? Dann ist es schwerer aus dieser
> Gehaltskategorie herauszukommen und man ärgert sich, dass man es
> nicht doch gemacht hat?

Der Uni-Abschluß heisst Master.

Als Alternative das Masterstudium in Teilzeit nebenher machen - wenn 
möglich.

von Jo S. (Gast)


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Lars schrieb:
> Wie kann ich herausfinden welcher Berecih für mich am besten ist ?

Deine Interessensschwerpunkte kennst du aufgrund deiner Präferenzen der 
Fächer.

Über die aktuellen Themen und Trends mußt du dich über Fachzeitschriften 
und Wirtschaftsnachrichten informieren.

Aus beidem resultieren deine möglichen Arbeitsbereiche.

von Qwertz (Gast)


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Böser K. schrieb:
> Letztendlich habe ich eine sehr interessante und gut bezahlte Stelle
> gefunden, die meinen Interessen und Spezialisierung entspricht, also
> doch
> ein Happy End:)

Super, schön zu hören, dass es am Ende bei dir geklappt hat! Alles Gute 
weiterhin. :-)

von Henry G. (gtem-zelle)


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Jo S. schrieb:
> Henry G. schrieb:
>> Mein Tipp, mache den Master nur, wenn du du keinen vernünftigen
>> Berufseinstieg findest.
>
> Da muß ich Henry widersprechen. Ein Bachelorabschluß von der Uni wird
> noch immer nicht voll akzeptiert. Mach den Master!

Da hast du recht, es wird ihm aber zu einer unbekannten aber nicht hohen 
Wahrscheinlichkeit keinen finanziellen und karriere-technischen Vorteil 
verhelfen.

: Bearbeitet durch User

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