Forum: Offtopic Kindergartenmathe mit knoten im Kopf


von Mirco K. (superfreak)


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Hallo,

ich habe eine Ganz dumme Frage und zwar war ich  vor kurzem im Urlaub 
gewesen. Ich habe den Urlaub so geplant das ich mit einem Kumpel dort 
hinfahre. Kurz vor beginn ist noch jemanmd dazu gekommen und wir meinten 
wir machen das mit der kostenaufteilung später. Nun haben wir den Salat. 
im Urlaub selber habe ich 1300 €, Mein Kumpel X hat 300 € ausgegeben und 
mein anderer Kumpel hat mir zu Beginn des Urlaubs 750€ überwiesen. WIe 
läöst man nun das jeder gleichviel bezahlen muss?

Gesamtkosten 1300 € + 300 € = 1600€
Kosten p.P. 1600/3 = 533,33 €


Meine Bilanz :  766 €
Kumpel Xs Bilanz : - 233€
Kumpels Y Bilanz: ca. 216,67€ und dann?

von Christoph B. (birki2k)


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Mirco K. schrieb:
> Meine Bilanz :  766 €

Wenn ich das richtig verstehe, sollte deine Bilanz 17€ sein, da bei den 
1300 ja die 750 dabei sind, die Y gezahlt hat. Sprich X zahlt euch beide 
aus, dann sollte bei jedem 0 raus kommen.

von Fabian F. (fabian_f55)


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Ernsthaft?

Du zahlt Y 216€ zurück und bekommst 233 von X... Ist ja nicht soo 
kompliziert..

von Martin K. (maart)


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Fabian F. schrieb:
> Ernsthaft?
>
> Du zahlt Y 216€ zurück und bekommst 233 von X... Ist ja nicht soo
> kompliziert..

Die drei waren auf Malle und können jetzt im Suff die Kosten nicht 
berechnen. ;-)

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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Du bekommst von Kumpel X 17 Euro und Kumpel Y bekommt von Kumpel X 217 
Euro. Damit hat Kumpel X insgesamt 534 Euro bezahlt (300 Euro + 217 Euro 
+ 17 Euro = 534 Euro).

Kumpel Y hat insgesamt 533 Euro bezahlt (750 Euro - 217 Euro = 533 
Euro).

Du hast auch insgesamt 533 Euro bezahlt (1300 Euro - 750 Euro - 17 Euro 
= 533 Euro).

Also muss Kumpel Y und Du, Kumpel X noch je 33 Cent geben!

von Fabian F. (fabian_f55)


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Martin K. schrieb:

> Die drei waren auf Malle und können jetzt im Suff die Kosten nicht
> berechnen. ;-)

1600€ waren wohl mehrere Badewannen voll Sangria :-)

von Patrick J. (ho-bit-hun-ter)


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Ei, darauf trinken wir Einen :)

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Dieses reale Kindergartenproblem erinnert mich an an ein anderes (nicht
ganz so reales):

Drei Kumpels treffen sich zum Picknick. Kumpel A steuert fünf Flaschen
Wein, Kumpel B drei Flaschen Wein und Kumpel C 8 € bei. Nachdem sie den
Wein gemeinsam leergetrunken haben, würden sich A und B gerne die 8 €
von C möglichst gerecht teilen. Wie tun sie das?

Das Rätsel ist zwar nicht schwer, trotzdem hatten wir uns damals im
Kindergarten ganz schön die Zähne daran ausgebissen :)

von Vn N. (wefwef_s)


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7€ und 1€

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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Yalu X. schrieb:
> Das Rätsel ist zwar nicht schwer

Und ob das schwer ist. Du kannst hier nicht einfach Wein mit Euros 
vergleichen. Das wäre ja so, als wenn Du Äpfel mit Birnen vergleichen 
würdest.

Außerdem kommt Kumpel C mit seinen 8 Euro sowieso nicht aus, er muss 
wesentlich mehr dazutun. Eine Flasche Wein kostet schon ca. 9 Euro, es 
sei denn es handelt sich um billigen Wein.

Da man den Preis des Weines nicht weiß, ist diese Aufgabe unlösbar!

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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Ach soo. Jetzt kapier ich das erst. Die 8 Euro von Kumpel C brauchen 
einfach nur in 5 Euro und 3 Euro aufgeteilt werden. Ich hatte immer 
insgesamt 13 Flaschen Wein im Hinterkopf, mein Fehler.

Manchmal sieht man vor lauter Weinflaschen die Lösung nicht mehr.

von Max M. (jens2001)


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Mirco K. schrieb:
> ...war ich... ...gewesen...

Wenn's  schon so los geht...

von A. S. (Gast)


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Michael M. schrieb:
> Jetzt kapier ich das erst. Die 8 Euro von Kumpel C brauchen
> einfach nur in 5 Euro und 3 Euro aufgeteilt werden.

Du hast es doch vorher schon kapiert:

Michael M. schrieb:
> Du kannst hier nicht einfach Wein mit Euros
> vergleichen. Das wäre ja so, als wenn Du Äpfel mit Birnen vergleichen
> würdest.

Warum jetzt der Rückfall.

Wenn eine Weinflasche z.B. 4 Euro kostet, dann bekommt A alles und B 
nichts. Und C hat 4 Euro weniger gezahlt als die anderen.

Wenn eine Weinflasche 2€ kostet, dann bekommt A 6€ und B 2€ und C hat 4€ 
mehr bezahlt.

Wenn eine Weinflasche 3€ kostet gibt es die einzig für alle gerechte 
Lösung. Die ist aber schon lange bekannt....

vn n. schrieb:
> 7€ und 1€

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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vn n. schrieb:
> 7€ und 1€

Richtig. So schnell wie du die Lösung gefunden hast, nehme ich an, dass
du nicht mehr in den Kindergarten gehst :)

Michael M. schrieb:
> Außerdem kommt Kumpel C mit seinen 8 Euro sowieso nicht aus, er muss
> wesentlich mehr dazutun. Eine Flasche Wein kostet schon ca. 9 Euro, es
> sei denn es handelt sich um billigen Wein.

Es steht A und B natürlich frei, Nachforderungen an C zu stellen, falls
dieser zu geizig war. Das ist aber außerhalb des Scopes dieses Rätsels.
Erst einmal müssen sie sich um die 8 € streiten :)

Ganz abgesehen davon gibt es sehr ordentlichen Wein für 3 €, und der
dreifache Preis ist noch lange keine Garantie dafür, dass der Wein
tatsächlich besser ist.

Michael M. schrieb:
> Ich hatte immer insgesamt 13 Flaschen Wein im Hinterkopf, mein Fehler.

Mit 13 Flaschen Wein im Hinterkopf ist das Rätsel tatsächlich nicht so
leicht, selbst wenn man dem Kindergartenalter schon entwachsen ist :)

von Paul B. (paul_baumann)


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Yalu X. schrieb:
> Mit 13 Flaschen Wein im Hinterkopf ist das Rätsel tatsächlich nicht so
> leicht, selbst wenn man dem Kindergartenalter schon entwachsen ist :)

Ach was! Selbst 7 Fässer Wein können uns nicht gefährlich sein:
https://www.youtube.com/watch?v=1N0diXu1ZSM

MfG Paul

von Gustav K. (hauwech)


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Yalu X. schrieb:
> Drei Kumpels treffen sich zum Picknick ...

M.E. ein übles Rätsel, weil vieles unbekannt ist. Bringt Kumpel A und 
Kumpel B den gleichen Wein mit? In der Realität wird jeder irgendwas 
mitbringen. Dann sollten die Kosten pro Flasche bekannt sein. Die 
Fragestellung "möglichst gerecht" lässt auch viele Interpretationen zu.

> trotzdem hatten wir uns damals im Kindergarten
> ganz schön die Zähne daran ausgebissen

Ist es der Sinn des Kindergartens, dass sich die Kinder die Zähne 
ausbeißen?
Da hatte ich wohl großes Glück - ich durfte im Kindi noch spielen ...

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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Wenn schon im Kindergarten mit Weinflaschen gerechnet wird, anstatt mit 
Milch- oder Limonadeflaschen, dann gibt mir das schon zu Denken, ob das 
damals nicht doch etwas zu gefährlich war.

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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Achim S. schrieb:
> Du hast es doch vorher schon kapiert:

Vorher ging es um Urlaubsausgaben, jetzt geht es um Weinflaschen.

Achim S. schrieb:
> Wenn eine Weinflasche 3€ kostet gibt es die einzig für alle gerechte
> Lösung. Die ist aber schon lange bekannt....
>
> vn n. schrieb:
>> 7€ und 1€

Das mit den 7 und 1 Euro bei 3 Euro pro Flasche habe ich bis Heute nicht 
verstanden. Wahrscheinlich handelt es sich um einen Insiderwitz, bei dem 
ich die Pointe nicht verstehe.

von Harald W. (wilhelms)


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Yalu X. schrieb:

> trotzdem hatten wir uns damals im
> Kindergarten ganz schön die Zähne daran ausgebissen :)

Zum Glück gibts ja ein paar Jahre später neue Zähne. :-)

von Paul B. (paul_baumann)


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Harald W. schrieb:
> Zum Glück gibts ja ein paar Jahre später neue Zähne. :-)

Die zweiten Zähne wurden schlecht,
man begann, sie auszureißen.
Die Dritten kamen gerade recht,
um damit in's Gras zu beißen.

MfG Paul

von Uther P. (Firma: Private) (pendragon)


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>Die zweiten Zähne wurden schlecht,

Mal wieder auf Klautour bei Heinz Erhard?!

von Paul B. (paul_baumann)


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Uther P. schrieb:
> Mal wieder auf Klautour bei Heinz Erhard?!

Nur ein gutes Gedächtnis für gute Sachen.

MfG Paul

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Michael M. schrieb:
> Das mit den 7 und 1 Euro bei 3 Euro pro Flasche habe ich bis Heute nicht
> verstanden.

Naja, eigentlich ist es ganz einfach:

Gehen wir einmal davon aus, dass alle drei Kumpels gleich viel trinken
und die 8€ von C einen fairen finanziellen Beitrag darstellen.

Es sind 8 Flaschen Wein vorhanden, d.h jeder trinkt 2⅔ Flaschen. A gibt
von seinen 5 Flaschen also 5-2⅔ = 2⅓ Flaschen an C ab, bei B sind es
3-2⅔ = ⅓ Flasche. Da 2⅓ = 7·⅓, hat A 7-mal soviel Wein an C abgegeben
wie B, weswegen es fair ist, die 8€ von C im Verhältnis 7:1 an A und B
auszuteilen.

Das Schöne bei solchen Rätsel ist natürlich die anschließende
Ja-aber-was-ist-wenn-Diskussion :)

Angenommen, C ist ein Schnorrer und möchte sich auf Kosten seiner
Kumpels besaufen, d.h. seine 8€ entsprechen überhaupt nicht dem Wert des
getrunkenen Weins. Dann machen A und/oder B Verlust. Die Frage ist
jetzt, wie der Verlust aufgeteilt wird.

Sollen A und B, absolut gesehen, den gleichen Verlust machen? Wenn die
Flasche 4€ gekostet hat, hat A Wein im Wert von 2⅓·4€ = 9⅓€ und B Wein
im Wert von ⅓·4€ = 1⅓€ abgegeben. In diesem Fall bekäme A die vollen 8€,
so dass A und B jeweils einen Verlust von 1⅓€ machen. Kostet die Flasche
mehr als 4€, müsste sich B sogar mit seinem eigenen Geld am Verlust von
A beteiligen.

Man könnte aber auch sagen, A ist selber schuld, wenn er dem Schnorrer
7-mal soviel Wein überlässt wie A. Vielleicht hat er dies sogar bewusst
getan, weil er das 7-fache Einkommen von B hat und somit gerne etwas
spendabler sein kann. In diesem Fall wäre es korrekt, dafür zu sorgen,
dass der relative Verlust von A und B gleich ist. Somit würden die 8€
wie in der ursprünglichen Lösung im Verhältnis 7:1 aufgeteilt werden.

Man kann diese Diskussion natürlich beliebig fortführen:

Vielleicht ist C nicht nur ein Schnorrer, sondern zudem der größte
Säufer von allen, so dass C bspw. 4 Flaschen, A und B aber jeweils nur
2 Flaschen trinken.

Oder ist während des Besäufnisses eine der Flaschen umgefallen und ihr
Inhalt verloren gegangen.

Wie sieht es aus, wenn vielleicht ein durstiger Wanderer des Wegs kam
und ebenfalls auf Kosten von A und B seinen Durst löschte, dafür aber
auch noch ein paar zusätzliche Euros liegen ließ?

Was, wenn es sich ein Teil der 8€ von C als Falschgeld herausstellt?

Statt endlos weitere Fälle zu konstruieren, für die es mangels
Informationen sowieso keine eindeutige Lösung gibt, könnte man
natürlich auch einfach vom anfangs beschriebenen regulären Fall
ausgehen und die 7:1-Lösung akzeptieren :)

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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Yalu X. schrieb:
> Es sind 8 Flaschen Wein vorhanden, d.h jeder trinkt 2⅔ Flaschen. A gibt
> von seinen 5 Flaschen also 5-2⅔ = 2⅓ Flaschen an C ab, bei B sind es
> 3-2⅔ = ⅓ Flasche. Da 2⅓ = 7·⅓, hat A 7-mal soviel Wein an C abgegeben
> wie B, weswegen es fair ist, die 8€ von C im Verhältnis 7:1 an A und B
> auszuteilen.

Das ist mal eine schöne Erklärung. Somit kosten alle 8 Flaschen 
insgesamt 24 Euro und deswegen muss eine Flasche ja 3 Euro kosten 
(3x8=24). Jeder von den drei Kumpels hat jetzt auch logischer Weise 8 
Euro bezahlen müssen. Jetzt wird mir alles klar. Danke Yalu X.

Yalu X. schrieb:
> Das Schöne bei solchen Rätsel ist natürlich die anschließende
> Ja-aber-was-ist-wenn-Diskussion

Diese Diskussion ist bei der guten Erklärung nicht zu befürchten. Da 
lege ich meine Hand für ins Wasser!  :)

von Frank M. (ukw) (Moderator) Benutzerseite


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Wo wir schon bei Wein sind:

Es geht um zwei gleichvolle Weingläser. Im linken ist Weißwein, im 
rechten ist Rotwein.

Nun nehme ich einen einen Löffel vom Weißwein und gieße ihn in das Glas 
mit dem Rotwein. Anschließend nehme ich aus dem Gemisch (also aus dem 
rechten Glas) denselben Löffel voll mit der gleichen Menge an Wein und 
gieße ihn zurück in den Weißwein.

Frage: Ist nun im ursprünglichen Weißwein-Glas mehr Weißwein als Rotwein 
im Rotwein-Glas oder umgekehrt?

Ein Tipp:

Wie gut der Mix im rechten Glas vor der Rückgabe gemischt wurde, ist 
nicht nur unbekannt, sondern für die Beantwortung der Frage sogar 
irrelevant.

von A. S. (Gast)


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Ich könnte die Lösung ja hinschreiben. Aber wenn mann dann danach 
trotzdem noch 495 Zeilen und ettliche Brüche braucht um das für alle 
verständlich zu machen, dann kapituliere ich schon mal vorweg.

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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Frank M. schrieb:
> Ist nun im ursprünglichen Weißwein-Glas mehr Weißwein als Rotwein
> im Rotwein-Glas oder umgekehrt?

In beiden Gläsern ist jetzt gleich viel von dem jeweiligen anderen Wein.

Man kann das mit farbigen Kugeln gut erklären:

Ich nehme mit einer Suppenkelle 10 gelbe Kugeln aus einem Glas, das mit 
100 gelben Kugeln gefüllt ist, raus. Jetzt schütte ich diese 10 gelben 
Kugeln in ein Glas, das bereits mit 100 roten Kugeln gefüllt ist, rein.

Nach dem Umrühren müsste ich, von der Wahrscheinlichkeitsrechnung her, 
mit der Kelle 9 rote Kugeln und eine gelbe Kugel erwischen, die ich dann 
in das Glas mit den gelben Kugeln zurückschütte.

Ergebnis:
In dem Glas mit den gelben Kugeln befinden sich jetzt 91 gelbe Kugeln 
und 9 rote Kugeln.

In dem Glas mit den roten Kugeln befinden sich jetzt 91 rote Kugeln und 
9 gelbe Kugeln.

von Frank M. (ukw) (Moderator) Benutzerseite


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Achim S. schrieb:
> Aber wenn mann dann danach trotzdem noch 495 Zeilen und ettliche Brüche
> braucht um das für alle verständlich zu machen, dann kapituliere ich
> schon mal vorweg.

Im Kindergarten würde man einfach 25 weiße Bonbons links und 25 rote 
Bonbons rechts auf den Tisch legen. Dann nimmt man noch einen Esslöffel, 
auf den 3 Bonbons passen.

Dann ist es ganz leicht. Es sind weder 495 Zeilen noch irgendwelche 
Bruchrechnung nötig, um ganz anschaulich die Antwort zu präsentieren.

von Frank D. (Firma: Spezialeinheit) (feuerstein7)


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Ich habe nicht nach einer Lösung gegoogelt, und das Bauchgefühl legt 
sofort los:
Skizze der Gläser,
die Flüssigkeiten durch leicht zu zählende Kugeln ersetzen,
100 weiße links, 100 rote rechts,
der Löffel wird definiert mit einem Aufnahmevermögen von 20 Kugeln
Danach stellt man fest, dass die Sache doch irgendwo einen Haken haben 
muss.
In der Schule wurde uns damals beigebracht gegeben und gesucht 
aufzuschreiben.
„Ist nun im ursprünglichen Weißwein-Glas mehr Weißwein als Rotwein
im Rotwein-Glas oder umgekehrt?“

Bei diesem Satz muss man wohl aufpassen und jedes Wort auf die Goldwaage 
legen, was bedeutet denn umgekehrt, worauf bezieht sich welches Wort, 
also eher eine Aufgabe für Germanisten als für Mathematiker.

von Jörg P. R. (jrgp_r)


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Wenn es der Sache dienlich ist, trinke ich beide Gläser leer und die 
Frage stellt sich nicht mehr. :-)

von Paul B. (paul_baumann)


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Frank M. schrieb:
> Im Kindergarten würde man einfach 25 weiße Bonbons links und 25 rote
> Bonbons rechts auf den Tisch legen. Dann nimmt man noch einen Esslöffel,
> auf den 3 Bonbons passen.
>
> Dann ist es ganz leicht.

Schon ist der Drops gelutscht...
;)
MfG Paul

von Frank M. (ukw) (Moderator) Benutzerseite


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Michael M. schrieb:
> Nach dem Umrühren müsste ich, von der Wahrscheinlichkeitsrechnung her,
> mit der Kelle 9 rote Kugeln und eine gelbe Kugel erwischen, die ich dann
> in das Glas mit den gelben Kugeln zurückschütte.

Der Witz ist:

Es ist vollkommen egal, wie gut der Wein durchgemischt ist. Ich mache 
das mal mit einer Kelle, auf welche nur 3 Kugeln passen.

Egal, welche Mischung ich auf der Kelle bei der Rückführung erwische, 
ist die Antwort immer dieselbe:
1
     Mischung         Ergebnis danach              Ergebnis danach
2
    gelb    rot      rote Kugeln im Weißwein     weiße Kugeln im Rotwein
3
     0       3              3                          3
4
     1       2              2                          2
5
     2       1              1                          1
6
     3       0              0                          0

Das hat also nichts mit Wahrscheinlichkeitsrechnung zu tun, sondern mit 
Kombinatorik. Egal, wie ich die Mischung der Kugeln auf der Kelle 
kombiniere, ist das Verhältnis weiß/rot zu rot/weiß danach immer gleich.

Und das klappt nicht nur mit Kellen, auf welche nur 3 Kugeln passen, 
sondern auch mit größeren, wo Du 100 unterbringst.

von Paul B. (paul_baumann)


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Frank M. schrieb:
> Das hat also nichts mit Wahrscheinlichkeitsrechnung zu tun, sondern mit
> Kombinatorik.

Ich kombiniere: Mit genügend Geduld kann man den Rotwein vollkommen 
entfärben.
:)
MfG Paul

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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Frank M. schrieb:
> Es ist vollkommen egal, wie gut der Wein durchgemischt ist.

Stimmt. Habe gerade für 10 Kugeln von 100, alle 
Kombinationsmöglichkeiten durchgespielt, es kommt am Ende immer ein 
Gleichstand raus. Faszinierend.

von Frank M. (ukw) (Moderator) Benutzerseite


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Fred F. schrieb:
> Bei diesem Satz muss man wohl aufpassen und jedes Wort auf die Goldwaage
> legen, was bedeutet denn umgekehrt, worauf bezieht sich welches Wort,
> also eher eine Aufgabe für Germanisten als für Mathematiker.

Nö, da war nichts spitzfindiges dahinter, siehe oben.

von Frank M. (ukw) (Moderator) Benutzerseite


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Michael M. schrieb:
> Habe gerade für 10 Kugeln von 100, alle Kombinationsmöglichkeiten
> durchgespielt, es kommt am Ende immer ein Gleichstand raus.

Je weniger rote Du bei der Rückführung erwischst, desto mehr weiße 
Kugeln führst Du auch wieder zurück. Dadurch der Gleichstand. Die Formel
1
    rot + weiß = 10 (Fassungsvermögen des Löffels)

muss immer erfüllt sein.

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Wenn man Franks Frage wie folgt umformuliert, müssen die beiden Gläser
zu Beginn nicht einmal gleichvoll sein:

1
Ist nun im ursprünglichen Weißweinglas mehr Rotwein als Weißwein im
2
Rotweinglas oder umgekehrt?

Die Lösung wird einfacher, wenn man das Augenmerk nicht auf den Prozess
des Umfüllens, sondern auf den Endzustand richtet:

Da am Ende der Umfüllaktion jedes der beiden Gläser wieder gleichvoll
ist wie zu Beginn, muss die Menge an Weißwein, die im linken Glas durch
Rotwein ersetzt worden ist, gleich der Menge an Rotwein, die im rechten
Glas durch Weißwein ersetzt worden ist, sein.

Also ist im linken Glas gleichviel Rotwein wie im rechten Glas Weißwein.

von Frank M. (ukw) (Moderator) Benutzerseite


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Yalu X. schrieb:
> Die Lösung wird einfacher, wenn man das Augenmerk nicht auf den Prozess
> des Umfüllens, sondern auf den Endzustand richtet:

Ja, sehr einleuchtend.

Der Umstand, dass man erst reinen Weißwein hinführt, dann aber ein 
Gemisch zurückführt, verwirrt zunächst einmal sehr und lässt tatsächlich 
anfänglich den Bruchrechner im Kopf rattern... Genau, das ist die Falle 
bei dieser Aufgabe.

von Cyblord -. (Gast)


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Ah wo wir wieder bei Rätseln sind, da hätte ich noch was aus einer 
Kodierungsvorlesung zum Einstieg:

Ein Magier und seine Assistentin führen folgenden Trick vor: Gegeben ist 
ein handelsübliches Kartendeck mit 52 Karten (4 Farben á 13 Werte). Ein 
Zuschauer zieht beliebige 5 Karten und übergibt sie der Assistentin. Die 
Assistentin sieht sich die 5 Karten an und übergibt nacheinander 4 davon 
(ohne weitere verbale/nonverbale Kommunikation) dem Magier. Der Magier 
bestimmt daraus die verbleibende 5. Karte. Wie?

von Vn N. (wefwef_s)


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Yalu X. schrieb:
> vn n. schrieb:
>> 7€ und 1€
>
> Richtig. So schnell wie du die Lösung gefunden hast, nehme ich an, dass
> du nicht mehr in den Kindergarten gehst :)

Jeder kann sein Büro nennen wie er will.

von Ralf G. (ralg)


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von Lothar M. (Gast)


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