Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Welches Labornetzteil


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von Olli Z. (z80freak)


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Hallo,

nachdem mein altes Netzteil (ELV) schon wieder ne Macke hat und nicht 
mehr will muss jetzt was neues her. Da ich oft mit Digital- oder 
KFZ-Elektronik zu tun hab, wollte ich eines mit wenigstens zwei 
Spannungen.
Nach langer Sucherei bin ich über dieses gestolpert: NTP-5521
Ebay-Artikel Nr. 192261559991
Das hat feste 12V und 5V (die sogar umschaltbar auf 3.3V) und ein 
regelbares Netzteil mit 0-20V bis 5A (oder 0-36V bis 3A).
Ist zudem schnuckelig klein. Vermutlich ein Schaltnetzteil in der 
Baugröße. Ist sowas zu empfehlen für den Hobby-Bereich? Oder gibt es 
speziell mit diesem Teil irgendwelche bekannten Probleme? (Brummen, 
lauter Lüfter, Probleme mit Last, etc.)?

: Verschoben durch Admin
von ui (Gast)


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Olli Z. schrieb:
> (ELV) schon wieder ne Macke hat

Das heißt dann Netzteil von ELV hat ne Macke und du willst dir wieder 
eins von ELV kaufen?
Wie viel willst denn ausgeben?

von Harald W. (wilhelms)


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Olli Z. schrieb:

> Ist zudem schnuckelig klein. Vermutlich ein Schaltnetzteil in der
> Baugröße. Ist sowas zu empfehlen für den Hobby-Bereich?

Wenn Du auch irgendwelche Operationsverstärkerschaltungen entwickeln
willst, sind Schaltnetzteile eher nicht geeignet. Allerdings brauchst
Du für solche Schaltungen eher nur +-500mA.

von Olaf (Gast)


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> nachdem mein altes Netzteil (ELV) schon wieder ne Macke hat und nicht
> mehr will muss jetzt was neues her.

Reparier es doch. Netzteile zu reparieren ist doch nun wirklich das 
einfachst mit dem man anfangen kann. Sowas kommt gleich nach der LED mit 
Vorwiderstand.

> Nach langer Sucherei bin ich über dieses gestolpert: NTP-5521
> Ebay-Artikel Nr. 192261559991

Du willst also billigen Murks durch noch billigeren geschalteten Murks 
ersetzen? Was denkst du wie doll das kommt?
Vermutlich wurden die Manson teile von Charles Manson in Heimarbeit 
entwickelt. :-)

Olaf

von Clemens L. (c_l)


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Olli Z. schrieb:
> Vermutlich ein Schaltnetzteil

Wenn ein Chinese "SWITCHING MODE POWER SUPPLY" vorne drauf schreibt, 
dann würde ich das auch nicht glauben ...  ;-)

> oder 0-36V bis 3A

Nein, das kann das NTP-5521 nicht.

> lauter Lüfter

"Lautloser Betrieb, natürliche Konvektion"

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Nimm davon zwei Stück:
https://www.reichelt.de/Labornetzgeraete/KD3005D/3/index.html?ACTION=3&LA=446&ARTICLE=148149&GROUPID=4952&artnr=KD3005D&SEARCH=30v%2B5a

Das ist ein linear geregeltes Netzteil. Aufgrund der digitalen Steuerung 
hast du keinen Stress mit Potis, die sich versehentlich verstellen. Die 
Drehencoder reagieren nur, wenn man sie vorher kurz rein drückt.

: Bearbeitet durch User
von Markus M. (mmvisual)


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Das hatte mir mal gefallen:

Labornetzteil 1-36V 3A Manson 3,3V 5V 12V (NTP-5531)

von der NTP Reihe gibt es diverse Ausführungen, schaue mal im Internet.

: Bearbeitet durch User
von Harald (Gast)


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http://www.statron.de/produkte/gleichspannungsregler

Sehen hässlich aus, machen aber das was sie sollen sehr gut! Klassische 
solide Netzteile, preisWERT, kein Bling-Bling.

Beitrag #5129687 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Der Andere (Gast)


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Schrott schrieb im Beitrag #5129687:
> Und kommen aus der DDR.

Die gibts schon seit 27 Jahren nicht mehr. Auch wenn das einige 
Betonköpfe nicht wahrhaben wollen.

von Crazy H. (crazy_h)


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Ich hab mir erst 2 Gophert CPS-6005 geholt und finde die genial. 60V/5A 
ohne Lüfter und recht kleine Bauform.

von Lieber Linear (Gast)


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Crazy H. schrieb:
> Gophert CPS-6005

Naja, billiges Schaltnetzteil. Viel Spannung, viel Leistung, aber 
ansonsten ziemlich unterirdisch (70 mV Dreck, ...). Ausgangsbuchsen auf 
der Rückseite geht IMHO für ein Labornetzteil gar nicht.

von René F. (therfd)


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Lieber Linear schrieb:
> Crazy H. schrieb:
>> Gophert CPS-6005
>
> Naja, billiges Schaltnetzteil. Viel Spannung, viel Leistung, aber
> ansonsten ziemlich unterirdisch (70 mV Dreck, ...). Ausgangsbuchsen auf
> der Rückseite geht IMHO für ein Labornetzteil gar nicht.

Ich habe besagtes Netzteil nicht, ich selbst verwende mehrere Gossen 
Konstanter, möchte aber das Gophert verteidigen, mit einer überhöhten 
Restwelligkeit muss man bei jedem günstigeren SMPS Labornetzteil 
rechnen, sie haben allerdings trotzdem ihre Daseinsberechtigung, denn 
meistens wo viel Leistung benötigt wird, ist der Ripple nicht störend. 
Auch das Gehäuse wirkt zumindest auf den Bildern hochwertiger als bei 
vielen anderen Geräten in dieser Preisklasse, das Gerät wirkt aber durch 
die Bauform und den Buchsen auf der Rückseite eher wie ein Gerät zum 
einbauen in einer Anlage, ich finde es eher verwerflich dass das Gerät 
mit 60VDC Ausgangsspannung keine Sicherheitsbuchsen sondern die 
billigsten Polklemmen hat...

von Stefan T. (stefan_t741)


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>
> Und kommen aus der DDR. Keine Kaufempfehlung!

Würde ich schreiben, was mir auf der Zunge liegt. Schäm dich!

Statron-Netzteile wurden schon lange zu DDR-Zeiten umgelabelt auf 
Hausmarke in großen Stückzahlen in der BRD verkauft.

Ich habe ein solches Schätzchen seit langem in Betrieb. Stabile Werte, 
unkaputtbar und der Aufbau ein Musterbeispiel solider Handwerkskunst. Um 
Welten besser, als die Errungenschafen aus dem Land der aufgehenden 
Sonne.

Und auch heute eine klare Kaufempfehlung. Gar nicht billig, aber jeden 
Euro wert.


Merke:

Qualität bleibt bestehen, wenn der Preis längst vergessen ist.

H. Gordon Selfridge


...ach und Nein, ich komme nicht aus dem Osten. Ist aber auch egal, mir 
zumindest.

von Harald (Gast)


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Schrott schrieb im Beitrag #5129687:
> Keine Kaufempfehlung!

Weil?

Angst vor bösen russischen Halbleitern?

von Possetitjel (Gast)


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Harald schrieb:

> Schrott schrieb:
>> Keine Kaufempfehlung!
>
> Weil?

... der Freitagstroll eine Thema zum Provozieren sucht.

von AC/DC (Gast)


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Was wird denn nu benötigt, ein Labornetzteil oder ein stinknormales 
Netzteil?  Diese Fgare sollte mal geklärt werden.

Die Überschrift passt nicht ganz zum Beitrag.

Brauchst du einstellbare Strombegrenzung etc?

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Also ich kann das HM7042 von Rohde&Schwarz, ehemals Hameg, wirklich sehr 
empfehlen. Es enthält sogar drei voneinander isolierte Ausgänge 
(2*0-32V/2A, 0-5,5V/5A). Insbesondere ist auch die Langzeitstabilität 
der Ausgangsspanungen ganz ausgezeichnet, ebenso wie die Genauigkeit der 
Spannungs- und Stromanzeigen. Nach ca. zehn Jahren stimmen diese noch 
immer auf +/-1 Digit mit dem echten Wert überein, wie ich durch 
Kalibrierung mittels Agilent 3458A und Fluke 8846A feststellen konnte. 
Besonders gut ist beim HM7042, dass es wirklich sechs separate 
Potentiometer zur Einstellung der Spannungen und Ströme hat. Leider hat 
es keine Sense-Anschlüsse für die Vierleitermessung der 
Ausgangsspanungen.

Ebenfalls sehr gut ist das HM8143 mit ebenfalls drei Kanälen 
(2*0-30V/2A, 5V/2A fest), welches per USB- und RS323 fernsteuerbar ist, 
aber dafür nur einen gemeinsamen Inkrementalgeber für alle Stellgrößen 
hat. Und es besitzt Sense-Anschlüsse für Vierleitermessungen. Leider hat 
es einen Lüfter, der dauerhaft leise vor sich hinsäuselt. Allerdings 
kann man dabei noch recht gut arbeiten.

Die beiden obigen Geräte stehen auf meinen Schreibtischen im Büro und 
zuhause und werden von mir sehr häufig genutzt, so dass ich auf konkrete 
Erfahrungen zurückgreifen kann. Wenn ich mich recht erinnere, war damals 
beim neuen HM7042 eine Schraube o.ä. locker, so dass es einen 
Wackelkontakt gab. Dabei handelte es sich aber nicht um einen 
Konstruktionsfehler.

Bei den neueren Baureihen HMP2000/4000, mit denen ich aber noch nicht 
gearbeitet habe, gibt es leider nur ein LCD zur Anzeige der Stellgrößen 
und Messwertem, was natürlich nicht ansatzweise an die sehr gut 
ablesbaren klassischen LED-Anzeigen heranreicht. Die Baureihen HMC und 
NGE sind mit schicken TFT o.ä. ausgestattet, die vermutlich auch einen 
sehr guten Kontrast bieten.

https://www.rohde-schwarz.com/de/produkte/messtechnik/stromversorgungsgeraete/pg-uebersicht_64067.html

von Harald (Gast)


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Stefan T. schrieb:
> Und auch heute eine klare Kaufempfehlung. Gar nicht billig, aber jeden
> Euro wert.

Hatte neulich auch mal eins gesucht im Bereich <1k€ - nicht so einfach 
wie man zunächst denken würde. Es gibt viele Netzteile, die in der Kür 
brillieren, dafür aber in der Pflicht versagen. Beispiele?

Zum Beispiel TFT-Display, Inkrementalgeber, 10er Tastatur, PC-Software 
mit Arbiträrgenerator, Logging alles vorhanden...
Der Hardware-Teil hingegen rotzt dafür aber schöne satte Spikes raus 
beim Verstellen oder Abschalten. Weiterhin stirbt so manches Bling-Bling 
Netzteil in Szenarien, welches klassische Netzteile seit den 60er Jahren 
beherrschen (Rückwärtsspannung etc.). Oder die 4mm Bananenstecker fallen 
raus, weil die Bohrung zu groß ist (Labor-Büschelstecker)

Viele Statrons beruhen auf uralten, aber bewährten Designs. Die 
Halbleiter sind natürlich im Laufe der Zeit modernisiert.

Es ist dann ein Statron 2225.4 geworden. Tut was es soll, sehr solide!

von Olli Z. (z80freak)


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ui schrieb:
> Das heißt dann Netzteil von ELV hat ne Macke und du willst dir wieder eins von 
ELV kaufen?
Nö, nicht unbedingt, aber wenns gut ist. Mit meinen war ich jahrelang 
zufrieden. Dann hab ichs ein paar Jahre nicht genutzt und die Akkus 
darin sind ausgelaufen. Mit viel Glück habe ich ne gebrauchte, aber fast 
neuwertige Platine teilbestückt bekommen. Nach der Reparatur hat es 
einige Monate getan und jetzt wieder Probleme. Sobald ich einen 
Verbaucher anschliesse hängt sich die Steuerung auf. Das ist mir zu 
heikel.

> Wie viel willst denn ausgeben?
So 100-150€, oberstes max. 200€.

von Olli Z. (z80freak)


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Olaf schrieb:
>> nachdem mein altes Netzteil (ELV) schon wieder ne Macke hat
> Reparier es doch. Netzteile zu reparieren ist doch nun wirklich das einfachst 
mit dem man anfangen kann.
Ich sollte erwähnen das es ein PNT7001 ist, also durchaus etwas 
komplexer als en Trafo mit LM317 ;-)

>> Nach langer Sucherei bin ich über dieses gestolpert: NTP-5521
>> Ebay-Artikel Nr. 192261559991
>
> Du willst also billigen Murks durch noch billigeren geschalteten Murks
> ersetzen? Was denkst du wie doll das kommt?
Ich weiss nicht, aber mit der Aussage kann ich wenig anfangen. Sag doch 
mal konkret was an dem Netzteil schlecht, oder an anderen teureren (?) 
besser ist!

von Possetitjel (Gast)


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Olli Z. schrieb:

> Ist sowas zu empfehlen für den Hobby-Bereich?

Naja, das ist für Außenstehende nicht zu beantworten, weil
das primär von Dir und Deiner Arbeitsweise abhängt.

Wenn ich das Netzteil rumschleppen muss, würde ich auch ein
Schaltnetzteil nehmen -- aber nur dann.

Ansonsten ist ein Labornetzteil eine Sache, auf die ich mich
trotz mäßiger Misshandlung bedingungslos verlassen können
möchte. Solche kleinen Schaltnetzteile sind mir auch schon
spontan, ohne erkennbaren Anlass gestorben. Dafür wären mir
150 Euro deutlich zuviel. Die Frickelei wird immer im falschen
Augenblick notwendig.

Wenn ich wirklich arm wie eine Kirchenmaus bin, würde ich
vermutlich ein gebrauchtes Laptop-Netzteil o.ä. auf der
Kleinspannungsseite durch eine Regelung pimpen. Wenn ich
Geld zum Ausgeben habe, würde ich Deinen Betrag verdoppelt
und versuchen, ein Markengerät zu bekommen. Entweder richtig
billig, oder gut.

von Bastler (Gast)


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Hallo

Aus deiner Frage erlaube ich mir zu schlussfolgern das du nicht wirklich 
ein ->Labor<-netzteil benötigst - sondern ein relativ leistungsstarkes 
und einfach zu bedienendes Netzteil mit mehreren Ausgängen wovon 
mindestens einer einstellbar sein sollte. So wie es unter anderem dein 
verlinktes NT eines ist

Auch wenn nervig:
Nicht vorhanden sein von Brummen (akustisch) und laute Lüfter sind keine 
wirklich wichtigen Punkte bei einen Labornetzteil - wenn natürlich 
trotzdem hochwillkommen.
Wichtig sind solche Sachen wie gering(st)e Restwelligkeit, 
Impulsfestigkeit, keine Überschwinger bei Einschalten oder Abschalten, 
Spannungskonstanz bis in den unteren zweistelligen Millivoltbereich 
unabhängig von der Belastung - natürlich nur bis zur maximal Leistung 
des Labornetzteiles, keine Probleme mit Externer Spannung an den 
Klemmen, Parallelschalten und und Reiheschalten von mehreren Ausgänge 
bzw. gleich Netzteile möglich und so manches andere "uncooles" mehr.
Eben darum sind "wirkliche" Labornetzteile schon bei relativ kleinen 
Leistungen schon relativ teuer und schon ab wenigen 100 Watt sehr 
schnell "Schweineteuer" ;-) - man erhält dann aber auch echte 
Labornetzteile die man als Hobbyelektroniker, wenn man ehrlich ist, in 
der Qualität nur selten benötigt.

Welche KFZ Elektronik möchtest du denn betreiben oder Testen?
Wenn es sich um fertige Komponenten handelt, womöglich nur aus den 
Entertainmentsektor dann reicht das von dir verlinkte einstellbare 
Netzteil vollkommen aus, was ein KFZ oder LKW Bordnetz aushält kommt 
auch mit solchen Netzteilen zurecht.

Bastler

von Olli Z. (z80freak)


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AC/DC schrieb:
> Was wird denn nu benötigt, ein Labornetzteil oder ein stinknormales
> Netzteil?  Diese Fgare sollte mal geklärt werden.
> Die Überschrift passt nicht ganz zum Beitrag.
> Brauchst du einstellbare Strombegrenzung etc?

Du hast recht! Also es sollte Strombegrenzung haben und elektronische 
Sicherung. Programmieren muss ich es nicht können, also USB oder sowas 
brauch ich auch nicht.
Spannung bis 24V würde mir reichen, mehr hab ich nie gebraucht. Strom 
sollte schon 3A sein.

von Possetitjel (Gast)


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Olli Z. schrieb:

> Ich weiss nicht, aber mit der Aussage kann ich wenig
> anfangen. Sag doch mal konkret was an dem Netzteil
> schlecht,

Das kann man i.d.R. nicht, weil es Tausende ähnliche Kisten
gibt, die man nicht zuverlässig auseinanderhalten kann.

> oder an anderen teureren (?) besser ist!

Naja, ich würde sagen, die teureren Markengeräte sind von
Fachleuten für Fachleute. Ich habe das Gefühl, dass bei
den technischen Daten weniger gelogen wird, denn der
Entwickler des Gerätes weiss ja, dass die Kiste bei einem
anderen Entwickler im Labor stehen wird -- und der kann das
Ding einfach aufschrauben und nachmessen.

von Jörg R. (solar77)


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Andreas S. schrieb:
> Also ich kann das HM7042 von Rohde&Schwarz, ehemals Hameg, wirklich sehr
> empfehlen. Es enthält sogar drei voneinander isolierte Ausgänge
> (2*0-32V/2A, 0-5,5V/5A).

Andreas S. schrieb:
> Ebenfalls sehr gut ist das HM8143 mit ebenfalls drei Kanälen
> (2*0-30V/2A, 5V/2A fest), welches per USB- und RS323 fernsteuerbar ist,
> aber dafür nur einen gemeinsamen Inkrementalgeber für alle Stellgrößen
> hat.

Die Beiden von Andreas empfohlenen Netzgeräte habe ich auch und bin sehr 
zufrieden. Das war ein günstiger Gebrauchtkauf? Die NT's haben sehr 
helle gut ablesbaren grüne LED-Displays. Das HM8143 kann zudem als 
elektronische Last verwendet werden.
Leider sind die Geräte keine Schnäppchen. Zudem wurden die Geräte in der 
letzten Zeit drastisch im Preis angehoben.


Stefan U. schrieb:
> Nimm davon zwei Stück:
> https://www.reichelt.de/Labornetzgeraete/KD3005D/3...
>
> Das ist ein linear geregeltes Netzteil. Aufgrund der digitalen Steuerung
> hast du keinen Stress mit Potis, die sich versehentlich verstellen. Die
> Drehencoder reagieren nur, wenn man sie vorher kurz rein drückt.

Hallo Stefan,

die Drehencoder reagieren beim drehen sofort - in der Grobeinstellung. 
Werden sie hineingedrückt lassen sich die Werte fein einstellen. So 
deute ich die Bedienungsanleitung.

Gegen Fehlbedienung können die Drehencoder bei Bedarf blockiert werden.

Einen Nachteil sehe ich auch darin das sich der Ausgang nicht durch 
einen Taster Ein/Ausschalten lässt. Entweder muss das Gerät komplett 
ausgeschaltet werden, oder die Last muss anders vom NT getrennt werden.

: Bearbeitet durch User
von Alexander S. (alesi)


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Hallo,

die Netzgeräte von AIM-TTi (Thurlby Thandar Instruments) sind
recht gut, aber etwas oberhalb Deiner Preisvorstellung.
Es gibt verschiedene Serien, z.B. die EL-R Series:

https://www.aimtti.com/product-category/dc-power-supplies/aim-el-rseries

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Jörg R. schrieb:
> Das HM8143 kann zudem als elektronische Last verwendet werden.

Stimmt, ich hatte ganz vergessen zu erwähnen, dass die beiden "großen" 
Ausgänge des HM8143 immer im Zweiqudrantenbetrieb arbeiten, d.h. sowohl 
als Stromquelle als auch -senke dienen. Das Netzteil wurde, bevor es auf 
meinem Schreibtisch landete, in einem Prüfsystem eingesetzt, wo der eine 
Kanal zur Simulation eines Akku diente.

Neulich hatte ich einen Dauertest eines verdächtigen Steckernetzteils 
durchgeführt, welches mehrere Stunden lang 2A an das HM8143 liefern 
musste. Das war schon sehr praktisch, insbesondere weil ich über die 
Senseleitungen des HM8143 die Ausgangsspanung des Steckernetzteils 
direkt an selbigem messen konnte.

: Bearbeitet durch User
von Jörg R. (solar77)


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Andreas S. schrieb:
> Jörg R. schrieb:
>> Das HM8143 kann zudem als elektronische Last verwendet werden.
>
> Stimmt, ich hatte ganz vergessen zu erwähnen, dass die beiden "großen"
> Ausgänge des HM8143 immer im Zweiqudrantenbetrieb arbeiten, d.h. sowohl
> als Stromquelle als auch -senke dienen. Das Netzteil wurde, bevor es auf
> meinem Schreibtisch landete, in einem Prüfsystem eingesetzt, wo der eine
> Kanal zur Simulation eines Akku diente.
>
> Neulich hatte ich einen Dauertest eines verdächtigen Steckernetzteils
> durchgeführt, welches mehrere Stunden lang 2A an das HM8143 liefern
> musste. Das war schon sehr praktisch, insbesondere weil ich über die
> Senseleitungen des HM8143 die Ausgangsspanung des Steckernetzteils
> direkt an selbigem messen konnte.

Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber ich meine das 8143 hat vor 
vielen Jahren mal umgerechnet um die 1000,- Euro gekostet. Heute kratzt 
es an der 2000,- Euro Marke. Das ist schon heftig. Aber, ein feines 
Gerät. Die ältere Ausführung hatte neben dem Drehencoder noch 2 weitere 
Taster für die Feineinstellung. Damit konnte die letzte Stelle vom Wert 
um je 1 hoch unter runtergesetzt werden. Das war manchmal ganz 
praktisch.

: Bearbeitet durch User
von Olli Z. (z80freak)


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Ich habe mir jetzt einige Doppelnetzteile Angeschaut und versucht Eure 
Tipps mit einzubeziehen.
1) Ein Doppelnetzteil wollte ich um auch symmetrische Spannungen 
erzeugen zu können.
2) Die Spannung sollte im Bereich bis 30V liegen, mehr hab ich nie 
gebraucht. Durch Serienschaltung hätte ich das doppelte, für alle Fälle.
3) Ein Strom bis 3A pro Kanal sollte ausreichen. Durch Parallelschaltung 
könnte man aus 3A dann 6A machen. Das langt mir dicke.
4) Zudem wollte ich wenigstens eine Hilfsspannung. 5V, 12V die man immer 
so braucht.
5) Die Ausgänge sollten schaltbar sein, um nicht jedesmal ab- und 
anzuklemmen/schalten.
6) Es sollte eine Spannung- und Stromkonstantschaltung haben, am besten 
umschaltbar oder automatisch.
7) Es soll eine elektronische Überlast/Kurzschlußsicherung haben, auch 
auf den Hilfsspannungen.
8) Es sollte möglichst konventionell gekühlt sein, oder wenn ein Lüfter 
dann nur geregelt im Zuschaltbetrieb.
9) Dauerbetrieb über 8h oder dauerhaft kurzschlußfest muss nicht sein. 
Ich arbeite immer nur stundenweise damit, da kann ich eher drauf 
verzichten
10) Drehregler für jedes Einstellelement. Ich denke die volldigitalen 
mit Tasten oder nur einem Stellrad sind zu umständlich in der 
Bedienung?! Hab noch nie mit sowas gearbeitet aber ein Regler unter 
einer Digitalanzeige ist schon praktisch.
11) Das Gerät sollte nicht mehr als 300,-€ kosten

All das in Kombination wird es nicht geben, denn spätestens bei 11) ist 
schluß ;-) Aber was haltet ihr von dem Hier:
a) https://www.pinsonne-elektronik.de/pi15/pd238-uni-t-utp3305.html
Ein neues Uni-T Labornetzgerät 2x32V/2x0-5A + 1x 5V /3A max für knapp 
190€

Noch zur Auswahl stünden:
b) Ein neues Peaktech 6145 für 280€: 
http://www.peaktech.de/produktdetails/kategorie/acdc-stabilisierte-labornetzgeraete/produkt/peaktech-6145.html
c) Ein gebrauchtes Statron 2228.1 für 250€ (hier müsste man die 
fehlenden Ausgangsabschalter nachrüsten...)
d) Ein gebrauchtes Voltcraft PS-2403D für 120€

Also ganz gut finde ich das Uni-T, kann aber nichts über Qualität und 
Technik darüber sagen. Robust und allzwecktauglich ist sicher das 
Statron, das hat aber keine Hilfsspannung und Abschaltbare Klemmen.

von Christoph Z. (rayelec)


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> a) https://www.pinsonne-elektronik.de/pi15/pd238-uni-...

blaue Anzeigen sind so ziemlich das Übelste zum ablesen, was man 
verbauen kann.

An der Arbeit haben wir sozusagen den Urvater aller dieser China-Teile: 
das Instek GPS-3303. Die Geräte laufen im Laboralltag seit Jahren 
zuverlässig. einzig dem (geregelten) Lüfter haben wir die Flügel 
gestutzt. Die Drehzahlen waren auf Sahara ausgelegt.

von Olli Z. (z80freak)


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Danke. Ich hab bei dem Uni-T auch so meine Zweifel, obwohl es ganz gut 
aussieht. Ich könnte ein Statron Doppelnetzteil gebraucht für knappe 
200,-€ bekommen. Das hat leider keine Hilfsspannung und keine 
abschaltbaren Ausgänge und sieht auch bei weitem nicht so modern aus, 
ist aber sicher ein dankbares Arbeitstier.
Bei aller Liebe zu Digitalanzeigen, manchmal finde ich analoge fast 
besser weil man darauf Stromkurven erkennen kann. Beim digitalen 
schwirren einem nur Zahlen vor den Augen...

von Harald W. (wilhelms)


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Olli Z. schrieb:

> 4) Zudem wollte ich wenigstens eine Hilfsspannung. 5V, 12V die man immer
> so braucht.

Diese Spannungen solltest Du mit einem (oder zwei) Extranetzteilen
erzeugen. Z.B. als Open Frame Netzteil, welches Du nur noch in ein
Gehäuse einbaust. Du wirst über 50% Deiner Versuchsschaltungen
allein mit diesem Netzteil versorgen können und hast dann nicht
so einen Riesenkasten auf dem Tisch stehen.

von Olli Z. (z80freak)


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Nach einigem hin und her hab ich mich jetzt für das Statron 2228.1 
entschieden: http://www.statron.de/details/25

Einzig die abschaltbaren Ausgänge wären mir wichtig. Das könnte man ja 
mit einem mehrpoligen Kipp-/Druckschalter oder einem Relais 
nachrüsten...

von Olli Z. (z80freak)


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So, nachdem ich nun mein Statron 2228.1 erhalten habe (auf kleinanzeigen 
erstanden) wollte ich auch mal ein kurzes Feedback geben, in wie sich 
nun meine Wünsche und Vorstellungen mit den Möglichkeiten dieses Geräts 
decken und wie es mir insgesamt gefällt:

Der optische Eindruck ist zunächst ganz gut, es wirkt stabil und robust 
gebaut. Alle bedienelemente scheinen auch für Grobmotoriker bedienbar zu 
sein. Einen Designpreis gewinnt es freilich nicht, aber darum ging es ja 
auch nicht. Das Gerät wiegt fast 11kg, wohl aufgrund der Ringkerntrafos. 
Das macht einen stabilen Eindruck. Mir war ja wichtig das ich KEIN 
Schaltnetzteil, sondern ein linear geregeltes habe, zugunsten der 
Restwelligkeit und Spannungskonstanz.

Das Betriebsgeräusch ist aufgrund des permanent laufenden, aber 
geregelten Lüfters hörbar aber nicht extrem laut. Große Last hatte ich 
da jedoch noch nicht dran. Grundsätzlich wäre mir aber ein passiv 
gekühltes System, wo vielleicht nur im Hochlastfall ein Lüfter 
zuschaltet, leiber gewesen.

Die LCD-displays sind groß, aber aufgrund der mangelnden 
Hintergrundbeleuchtung doch schwer ablesbar. 7-Segment-Anzeigen oder 
Analoge sind einfach das Beste fürs Labor, auch fürs Hobbylabor ;-)

Die Spannungs/Stromsteller sind als Doppelpoti ausgelegt für grob und 
fein. Das klingt zunächst nach Luxus ist aber leider bitter nötig, denn 
die Einstellung finde ich kompliziert. Beim verdrehen der Grobregler 
(unterer Teil des Potis) verdreht sich auch der Feinregler. Ständig muss 
man korrigieren. Der Grobregler reagiert für den relativ kleinen 
Spannungsbereich (0-32V) doch sehr sprunghaft. Mit dem feinen stellt man 
so ca. 3-4V ein. Die Segmentanzeige braucht auch immer etwas bis der 
Wert lesbar ist, das macht ein schnelles Einstellen schwer. Ich glaub 
aber fast hier sind analoge Instrumente unschlagbar, wenn auch nicht 
mehr ganz Zeitgemäß.

Aus Kostengründen habe ich auch eine Kernanforderung verzichtet, einem 
Hilfsspannungsausgang.

Besondere Bedienelemente sind sonst nicht vorhanden. Die Umschaltung vom 
Spannungs zum Stromkonstanter geschieht automatisch, wenn der 
Ausgangsstrom kleiner als die momentane Stromabnahme gestellt wird. Eine 
elektronische Sicherung ist nicht vorhanden. Es fliessen entweder die 
vollen 4A oder weniger, je nachdem was man einstellt. Das ist auch schon 
ein Kernproblem des Geräts, denn man weiss nicht was man mit den Potis 
vorgibt. Man muss den Ausgang kurzschließen und dann den gewünschten 
Maximalstrom einstellen.

Grundsätzlich fehlt mir für ein Gerät dieser Preisklasse eine 
Ausgangsklemmenabschaltung pro Kanal.

----------------

In Summe ist das sicher ein gutes, deutsches Produkt. Leider hat es so 
einige Macken die ich selbst beim gelegentlichen Betrieb als störend 
empfinde. Folgendes würde ich daran modifizieren wollen:
 - Die LCDs durch hintergrundbeleuchtete oder 7-Segmenter austauschen.
 - Zusätzlich Analoginstrumente für Spannung und Strom, wenigstens eines 
Ausgangs dazubauen.
 - Die Doppelpotis pro Einstellung durch ein Mehrgangpoti ersetzen.
 - Einen Ausgangstrennschalter pro Kanal hinzubauen
 - Einen Kurzschlußschalter pro Kanal hinzubauen, zum einstellen einer 
gewünschten Maximalstromstärke.
 - Einen Drehschalter für die gebräuchlisten Hilfsspannungen 3.3V, 5V, 
12V nachrüsten, welcher den Poti überbrückt und die gewünschte Spannung 
mittels fester Widerstandswerte (ggf. Spindeltrimmer) einstellt. Das 
brauche ich so oft, das es einfach nervt die jedesmal über die Potis 
"einpegeln" zu müssen.

Ich glaube das werde ich nicht tun und mich wieder von dem Gerät trennen 
und doch zu einem modernen Digitalgerät aus China greifen.

von Andrew T. (marsufant)


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Olli Z. schrieb:
> Beim verdrehen der Grobregler
> (unterer Teil des Potis) verdreht sich auch der Feinregler. Ständig muss
> man korrigieren.

Das kann man evtl. durch Ändern des Abstandes der Drehknöpfe 
korrigieren:  Befestigungsschreube des kleinen Drehknopfes löesen, Knopf 
ca. 1 mm abziehen, Schraube wieder festdrehen.

Zumindest bei den Geräten in denen ich hier Doppelpotis habe hat das die 
(mechanische) Reibung soweit reduziert, das ich Fein- und Grobpoti  ohne 
gegenseitige Beeinflussung drehen kann.

von Harald W. (wilhelms)


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Olli Z. schrieb:

> Das Gerät wiegt fast 11kg, wohl aufgrund der Ringkerntrafos.

Mit "Vierecktrafo" wäre es noch schwerer.

> Mir war ja wichtig das ich KEIN
> Schaltnetzteil, sondern ein linear geregeltes habe, zugunsten der
> Restwelligkeit und Spannungskonstanz.

Ja, zumindest wenn man auch Audioschaltungen anschliessem wiil,
ist das sinnvoll.

> Grundsätzlich wäre mir aber ein passiv
> gekühltes System leiber gewesen.

Dann müsste der Kühlkörper aber deutlich grösser sein.

> Analoge sind einfach das Beste fürs Labor, auch fürs Hobbylabor ;-)

Am besten wäre beides.

> Aus Kostengründen habe ich auch eine Kernanforderung verzichtet, einem
> Hilfsspannungsausgang.

Sowas baut man sich am Besten selbst mit deutlich geringerem Strom
und eigenen Gehäuse. Dann muss man nicht immer das schwere Statron
auf den Tisch wuchten.

> Die Umschaltung vom Spannungs zum Stromkonstanter geschieht automatisch,

Das ist eigentlich bei allen Labornetzgeräten so.

>  - Einen Drehschalter für die gebräuchlisten Hilfsspannungen 3.3V, 5V,
> 12V nachrüsten, welcher den Poti überbrückt und die gewünschte Spannung
> mittels fester Widerstandswerte (ggf. Spindeltrimmer) einstellt. Das
> brauche ich so oft, das es einfach nervt die jedesmal über die Potis
> "einpegeln" zu müssen.

Sowas baut man am besten als Extranetzteil mit geringerem Strom.

von Olli Z. (z80freak)


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Also von der Art her würde mir sowas ja am ehesten zusagen (siehe Foto).
Das Amperemeter als analoges, denn da erkennt man sehr gut die 
Stromabnahme und kann auch deren Verlauf beobachten. Die 
Spannungsanzeige als LCD finde ich ok, denn die stellt man ja meist fest 
ein und der Betrieb als Stromkonstanter ist je eher seltener der Fall.
Auch die Festspannungsausgänge, teils umschaltbar find ich gut. Genau so 
würde ich mir mein Traumnetzteil vorstellen.
Das abgebildete ist jedoch nix, weil da oben eine Wechselspannungsquelle 
ist, die Strombelastbarkeit viel zu gering und die Festspannungen +-15V 
würde ich mir als einstllbare vorstellen. Ebenso fehlt mir die 
Ausgangsabschaltung, sowie elektronische Überlast/Überstromsicherung.
Aber - das geht schon in die richtige Richtung...

von Andrew T. (marsufant)


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Olli Z. schrieb:
> Das Amperemeter als analoges, denn da erkennt man sehr gut die
> Stromabnahme und kann auch deren Verlauf beobachten. Die
> Spannungsanzeige als LCD finde ich ok, denn die stellt man ja meist fest
> ein und der Betrieb als Stromkonstanter ist je eher seltener der Fall.
> Auch die Festspannungsausgänge, teils umschaltbar find ich gut. Genau so
> würde ich mir mein Traumnetzteil vorstellen.

Nun, ich habe sowas von Statron als Anregung genommen mir selber so was 
zu bauen.DC: DVM, analoges Amperemeter, 0..40V, 0,001A..5A . Weitere 
"Festspannungen" 3..6V 3A und ..18V 1A. AC: 6/12/24/50V an Laborbuchsen, 
Stelltrafo davor. Hat den Vorteil, das man 0...50V AC hat, aber bei den 
kleineren Spannungen mehr Strom entnehmen kann (der Trafo ist 
entsprechend gefertigt), das deckt meine häufigsten Anforderungen ab.

Letztlich hat jeder da andere Vorstellungen, es läuft IMHO entweder auf 
Selbstbau oder den Kauf mehrerer kleiner Geräte raus.

von Olli Z. (z80freak)


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Nach langer Suche bin ich noch auf dieses Modell gestoßen, grob gesagt 
die 3005D Serie. Die gibt es von Korad, Vellemann und div. anderen. Ist 
aber wohl alles dasselbe nur unter verschiedenen Labeln. Ganz klar 
China-Kram, aber hoffentlich ken China-Kracher...

Ebay-Artikel Nr. 202123706697

Ebay-Artikel Nr. 232315916262

Ebay-Artikel Nr. 222749157792

Was mir daran wirklich gefällt sind die Funktionen. Man kann die 
Ausgänge ab/zuschalten, hat einen Schnellzugriff auf gespeicherte 
Spannungswerte (z.B. für 3.3V, 5V, 12V, was man so immer braucht). Kann 
mit dem Drehrad präzise aber schnell einstellen und auch Spannungen 
"hochfahren"/"runterfahren". Spannungs- und Stromleistung sind für mich 
absolut ausreichend. Es ist linear geregelt und hat nen dicken Trafo 
drin. Der Lüfter könnte ein Problem sein wg. Lautstärke. Der Preis ist 
ohnehin gut.

Fast zu gut um gut zu sein! Ist das brauchbar für den Hobby-Bereich?
Auf EEVBlog wurden mal frühe Versionen davon getestet, die hatten noch 
arge Probleme. Inzwischen sollen die aber behoben sein.

: Bearbeitet durch User
von temp (Gast)


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Bastler schrieb:
> Nicht vorhanden sein von Brummen (akustisch) und laute Lüfter sind keine
> wirklich wichtigen Punkte bei einen Labornetzteil - wenn natürlich
> trotzdem hochwillkommen.
> Wichtig sind solche Sachen wie gering(st)e Restwelligkeit,
> Impulsfestigkeit, keine Überschwinger bei Einschalten oder Abschalten,
> Spannungskonstanz bis in den unteren zweistelligen Millivoltbereich

Das kann man so nicht unkommentiert stehen lassen. Die erste Frage ist 
immer der Einsatzzweck. Wenn ich (wir sind hier im 
mikrocontroller-Forum) übliche Baugruppen betrachte, kommt fast keine 
ohne einen Spannungsregler auf der Platine aus. Damit sind Sachen wir 
Restwelligkeit, Impulsfestigkeit und Überschwingungen kein Thema mehr. 
Was aber absolut nicht geht ist Brummen oder ein lauter Lüfter. 
Schließlich verbringt man die meiste Zeit mit der Entwicklung der 
Firmware und da will man nicht von Störgeräuschen belästigt werden. Das 
würde ich auch nicht bei einem Oszi tolerieren obwohl da die Umsetzung 
noch ein paar € mehr kostet.

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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temp schrieb:
> Schließlich verbringt man die meiste Zeit mit der Entwicklung der
> Firmware und da will man nicht von Störgeräuschen belästigt werden.

Deine Worte in Scheffs Ohren...

von Luk123 (Gast)


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Ich suche nach einem Labornetzteil für den Hobby Bereich zum entwickeln 
von Schaltungen. Am besten nicht oder kaum hörbau was die Kühlung 
angeht.

Was haltet ihr von VOLTCRAFT LSP-1165?

Daten:
Anzahl Ausgänge 1 x
0.1 V/DC-36 V/DC Ausgang 1
0.01 A-5 A Ausgang 1
80 W
schmale Bauform
3 Ausgangsbereiche wählbar und einstellbar

Weiße LED-Anzeige
Potenzialfreier Ausgang
Abschaltbarer DC-Ausgang
Strombegrenzung ohne Last einstellbar
V-Limit einstellbar
3 Ausgangsbereiche wählbar (0 - 16 V/DC, max. 5 A
0 - 27 V/DC, max. 3 A
0 - 36 V/DC, max. 2,2 A)
Einstellregler für U und I mit Grob- und Feinregelfunktion
Kühlung Konvektion
Überlastschutz
Strombegrenzung
Überhitzungsschutz.

von Torsten K. (imhotep92)


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Die LSP-Reihe hat permanent laufende Lüfter, die wohl auch sehr laut 
laufen. Leider! Zuindest optisch sieht es sehr gut aus...

von Anja (Gast)


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Olli Z. schrieb:
> Ist
> aber wohl alles dasselbe nur unter verschiedenen Labeln

Aber Vorsicht wenn du auf die USB/RS232 Schnittstelle Wert legst.
Bei Vellemann in der "D"-Version normalerweise inklusive.
Bei Anderen Labels erst in der "P"-Version.

Olli Z. schrieb:
> (z.B. für 3.3V, 5V, 12V, was man so immer braucht)
Mit einem 30V-Labornetzteil (Vorschlaghammer) ein 3.3V-Gerät (Nagelpin 
für Bilderrahmen) bearbeiten???
Würde ich nicht ohne zusätzlichen Regler machen.

Bei bestimmen Einstellungen kann das Gerät Überspannungen abgeben 
(gemessen habe ich bei einem Korad ca 0.5V).
Beitrag "Re: KORAD vs Voltcraft"
Aber auch andere 30V Labornetzteile verhalten sich ähnlich:
Beitrag "Re: KORAD vs Voltcraft"

Olli Z. schrieb:
> Der Lüfter könnte ein Problem sein wg. Lautstärke.
Der Lüfter ist deutlich hörbar.
Es gibt verschiedene Abhilfen:
entweder 47uF Elko über dem Lüfter (habe ich noch nicht probiert)
oder einen anderen Lüfter
Beitrag "Re: KORAD vs Voltcraft"

Der Drehgeber hat auch nur eine begrenzte Lebensdauer. Von 4 Geräten 
habe ich bei einem schon den Drehgeber (nach ca 3 Jahren) getauscht. Ein 
weiterer dürfte demnächst fällig sein.

Ansonsten sind die Geräte ganz brauchbar wenn man keine überzogenen 
Erwartungen hat (eine Analogschaltung hat selten eine Genauigkeit von 
besser 1% vom Endwert).
Auch wenn gelegentlich etwas Nacharbeit notwendig ist, ist das 
Preis-Leistungsverhältnis sehr gut.
Außerdem ist es eines der wenigen Linear geregelten Netzteile die es 
noch auf dem Markt gibt. Selbst wenn man einen Linear-Regler 
nachschaltet reagieren empfindliche Analogschaltungen trotzdem noch auf 
den Rest-Ripple eines Schaltnetzteils.

Gruß Anja

von Manfred (Gast)


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Anja schrieb:
> Mit einem 30V-Labornetzteil (Vorschlaghammer) ein 3.3V-Gerät (Nagelpin
> für Bilderrahmen) bearbeiten???

Na und? Mein Labornetzgerät, gut 30 Jahre alter Eigenbau, geht bis 42 
Volt / 5 Ampere. Da habe ich des öfteren Digital-Kleinkrams dran, es 
gibt keinerlei Anlass zur Sorge.

von Richard B. (r71)


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Anja schrieb:
> Rest-Ripple

Voltage Ripple?
Wie viel hast du gemessen?

von 5239572 (Gast)


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Olli Z. schrieb:
> Fast zu gut um gut zu sein! Ist das brauchbar für den Hobby-Bereich?

ja, für den Hobbygebrauch ist es ideal, imho bietet kein anderes soviele 
Funktionen und so wenig Restwelligkeit für den Preis

Der EEVBlog Beitrag ist schon einige Jahr alt.

Aktuelles Review und Kalibrationsanleitung

https://www.youtube.com/watch?v=562U6G0XTDE

von M. K. (sylaina)


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5239572 schrieb:
> Der EEVBlog Beitrag ist schon einige Jahr alt.

Der Thread hier auch, wurde dir auch angezeigt ;)

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