Ich weiß zugegeben nicht, wie groß die Pullup-Widerstände sind, aber
deiner Frage entnehme ich, dass bei einem Kurzschluss der Datenleitung
kein gefährlich hoher Strom fließen kann...?
Danke euch für eure Antworten; ich weiß, dass manche Sachen, die ich
nicht weiß, für die meisten hier Grundwissen sind.
Verstehe ich euch richtig, dass ich mit einem USB-Hub meinen USB-Port
vor jedem Kurzschluss (also auch die 5V-Leitungen) schützen kann?
Ja, eine Strombegrenzung könnte ich mir natürlich bauen, aber ich
vertraue hier eher auf fertige Produkte als auf mein Können...
Ich habe gerade einen Artikel von c't gefunden, in dem USB-Hubs getestet
wurden und werde schauen ob da auch auf elektrische Sicherheit getestet
wurde.
r2d2 schrieb:> Verstehe ich euch richtig, dass ich mit einem USB-Hub meinen USB-Port> vor jedem Kurzschluss (also auch die 5V-Leitungen) schützen kann?
Sofern der USB-Hub anständig aufgebaut ist, ja. Leider gibt es Modelle,
bei denen der Hersteller "gespart" hat.
Ob der, den Du da ausgesucht hast, nun tauglich ist, lässt sich aus der
Ferne nicht feststellen.
Rufus Τ. F. schrieb:> r2d2 schrieb:>> Verstehe ich euch richtig, dass ich mit einem USB-Hub meinen USB-Port>> vor jedem Kurzschluss (also auch die 5V-Leitungen) schützen kann?>> Sofern der USB-Hub anständig aufgebaut ist, ja. Leider gibt es Modelle,> bei denen der Hersteller "gespart" hat.
Das betrifft fast alle Hubs, die man im Laden/Amazon/Ebay/Reichelt
kaufen kann.
Ich hatte noch keins in den Fingern, das mehr als einen einzelnen PTC
für das gesamte Hub hatten. Der einsame PTC ist da schon die
Luxusvariante.
Hub != zuverlässig Kurzschlussfest. Leider.
r2d2 schrieb:> Nun suche ich eine Möglichkeit, meine USB-Ports vor einem Kurzschluss zu> schützen, da der Programmer an unisolierte Platinen angeschlossen wird.
Warum willst Du die vom Programmer versorgen lassen?
Target mit einem eigenen Netzteil versorgen, Speisung im Programmer
abschalten, fertig.
Rufus Τ. F. schrieb:> Ob der, den Du da ausgesucht hast, nun tauglich ist, lässt sich aus der> Ferne nicht feststellen.
Ja, zum Glück habe ich den Test von c't gefunden: Der Hub schaltet bei
2,5A ab; zumindest im Betrieb mit aktiver Stromversorgung. Auf
Stromrückspeisung haben die auch getestet, und davor ist er ebenfalls
geschützt.
Und jetzt abschließend für Dummies wie mich: ich habe damit einen Hub,
welcher einen Stromrückspeisungsschutz und eine Abriegelung bei 2,5A im
aktiven Modus hat. Sofern diese Angaben stimmen, kann ich da jetzt meine
Prototypplatine anschließen und Vcc sowie Datenleitungen kurzschließen
wie ich lustig bin, ohne mein Notebook zu überlasten? Wenn mir das wer
unterschreibt gebe ich Ruhe, Ehrenwort :'D
Ein perfekter Schutz existiert nicht, da es nur eine Frage der Spannung
ist. Reicht die aus, kriecht oder schlägt sie weit genug über.
Üblicherweise sind die USB-Ports bereits abgesichert, zur Not schaltet
das Mutterbrett die Stromversorgung ganz ab. Es hängt dann vom Port ab,
wie lang es bis zur Abschaltung dauert, d.h. ob schon 1A geflossen ist.
Ansonsten kannst du jede beliebige Sicherungsmaßnahme ergreifen, vom
PPTC (rückstellbare Sicherung, gibts mit verschiedenen Halteströmen von
20mA bis in den Ampere-Bereich hinein) über den einfachen
Serienwiderstand oder ausgefeilte Crowbars. Sicher lassen sich auch
Batteriewächter einsetzen, die oft Unter- und Überspannungsabschaltung
besitzen, Überstromabsicherung und dgl. Leider gibts die dann nur in
Vielfachen von Li-Ion-Zellenspannungen.
Ansonsten rate ich dir, die Spannung zur Programmierung vom
Programmierwerkzeug oder aus einer sekundären Quelle zu beziehen und
ggf. unsichere Entwürfe nicht an den geliebten Computer anzuschließen.
Das Minimum an Schutzschaltungen sollte aber jedes Projekt besitzen,
soetwas wie Verpolschutz, Strombegrenzung und Überspannung.
Hmmm schrieb:> Warum willst Du die vom Programmer versorgen lassen?
Wenn ich eine externe 5V Spannungsquelle anschließe, weiß ich ja nicht,
ob der Programmer einen Schutz vor Einspeisung in den USB-Port besitzt.
Was ich möchte, ist einfach ein Rundum-Sorglos-Paket, mit dem ich
sichergehe, dass ich an meinem PC nichts kaputt mache.
Boris O. schrieb:> Ansonsten rate ich dir, die Spannung zur Programmierung vom> Programmierwerkzeug oder aus einer sekundären Quelle zu beziehen und> ggf. unsichere Entwürfe nicht an den geliebten Computer anzuschließen.
Ich nutze den Programmer nicht für In-System-Programming, habe aber eine
Platine zum Aufstecken der MCs zusammengelötet.
Würde eine externe Stromversorgung nicht die Gefahr mit sich bringen,
dass an einer der Datenleitungen eine geringfügig höhere Spannung
anliegt als am Port des PC, sodass Strom in letzteren gespeist wird?
r2d2 schrieb:> weiß ich ja nicht, ob der Programmer einen Schutz vor Einspeisung in den> USB-Port besitzt.
Wenn Du die Speisung deaktivierst, besteht schonmal keine direkte
Verbindung zwischen USB-5V und Target-Vcc.
Generell sollte man keinen Programmer an ein Target anschliessen, dem
man zutraut, das Haus niederzubrennen.
> Was ich möchte, ist einfach ein Rundum-Sorglos-Paket, mit dem ich> sichergehe, dass ich an meinem PC nichts kaputt mache.https://www.reichelt.de/USB-Adapter/ALLDAQ-130363/3/index.html?ACTION=3&LA=446&ARTICLE=179183&GROUPID=6072&artnr=ALLDAQ+130363
Hmmm schrieb:> Wenn Du die Speisung deaktivierst, besteht schonmal keine direkte> Verbindung zwischen USB-5V und Target-Vcc.
Ok, klingt sinnvoll. Was, wenn die externe 5V-Versorgung in Kontakt mit
der Datenleitung kommt? Dann könnte es ja durchaus zu einer Einspeisung
kommen?
Hmmm schrieb:>> Was ich möchte, ist einfach ein Rundum-Sorglos-Paket, mit dem ich>> sichergehe, dass ich an meinem PC nichts kaputt mache.>> https://www.reichelt.de/USB-Adapter/ALLDAQ-130363/3/index.html?ACTION=3&LA=446&ARTICLE=179183&GROUPID=6072&artnr=ALLDAQ+130363
Ja, der kann, was ich brauche. Für den Preis kaufe ich mir aber dann
doch lieber einen gebrauchten PC für alles, was schiefgehen kann.
r2d2 schrieb:> Was, wenn die externe 5V-Versorgung in Kontakt mit der Datenleitung> kommt? Dann könnte es ja durchaus zu einer Einspeisung kommen?
5V-Pegel auf den ISP-Datenleitungen sind der Normalfall. Wenn Du da 12V
anlegst, sieht die Sache deutlich schlechter aus.
Um an die USB-Datenleitungen zu kommen, musst Du Dich schon anstrengen.
Gut, vielen Dank allen, die mir hier geholfen haben. Es sieht so aus -
und wurde so auch schon geschrieben - als ob es nicht eine
Universallösung gibt. Es wird wohl auf ein kalkuliertes Risiko
hinauslaufen, oder auf einen günstigen Ersatz-PC (ggf. Raspi). Falls
jemand noch neue Anregungen hat, würde ich mich natürlich auch darüber
sehr freuen.
Rufus Τ. F. schrieb:>> Und werden auch die Datenleitungen vor Überstrom geschützt?>> Wie soll der da entstehen?
Guckst Du mein "Erlebnis" an, das hätte passieren können. Aktuell hatte
ich einen Aufbau am Rechner, wo die galvanische Trennung zum Netz zwar
gegeben, aber nicht sicher ist, auch da kommt der Isolator zwischen:
Beitrag "Re: Benötigt man für µC Boards (Arduino, Launchpad, Raspberry Pi) eine galvanische Trennung für USB?"
Den benannten Isolator findet man um 10 Euro beim Aliexpress, damit sind
die Datenleitungen sicher. Was der 5V zu 5V - Wandler im Fehlerfall
macht, weiß ich nicht.
Hier habe ich einen Kurzschluß auf der 5V des A*-Nano fabriziert, zum
Glück hat der große PC genug Druck, dass die Schottkydiode als Sicherung
fungiert hat:
Beitrag "Re: Benötigt man für µC Boards (Arduino, Launchpad, Raspberry Pi) eine galvanische Trennung für USB?"
Eventuell würde ich die Versorgung trennen und die Schaltung
eigenversorgt fahren, den zugehörigen Thread finde ich nicht wieder,
Bild hängt an.
Rufe mir Bedenkenträger oder Tölpel nach, ich ertrage das!
Wo fremdversorgte Schaltungen mit Leistung im Spiel sind und man am
Aufbau messen / nacharbeiten muß, sehe ich das Risiko und habe mich
ausgerüstet - aber auch erst, nachdem ich eine deutliche Warnung
gefangen habe.
Hmmm schrieb:> 5V-Pegel auf den ISP-Datenleitungen sind der Normalfall. Wenn Du da 12V> anlegst, sieht die Sache deutlich schlechter aus.
Unidirektionale Datenleitungen sollte man mit dem ADUM-1201 trennen
können, braucht natürlich Spannungsversorgung auf beiden Seiten. Der
fungierte hier auch noch klaglos als Umsetzer vom 5V-Interface zum
3,3V-Controller. Das Chinesenplatinchen kostet 1,50!
Ich habe es nicht probiert, aber der sollte auch am ISP zu verwenden
sein.
Beitrag "Re: Arduino ProMini galvanisch getrennt"