Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik DC-Motor Drehzahl lastunabhängig sensorlos regeln


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von Joachim O. (joachim_o)


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Ich möchte den Antrieb meiner selbstfahrenden Hebebühne mit 800W 24V 
DC-Antrieb lastunabhängig gestalten, da sie beim langsamen Fahren bei 
einem kleinen Hindernis stehen bleibt. Der Motor ähnelt einem größeren 
Scheibenwischermotor und muss vor und zurück können.

Ideal wäre, so etwas weil sensorlos: 
https://www.youtube.com/watch?v=zm5P0qfea78
Gibt es vielleicht schon fertige Motorcontroller auf dem Markt, die das 
machen? Ich habe auch einen Arduino Mega an Bord der Maschine (für die 
Lenkung).

LG
Joachim

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Die Schaltung muss an die Eigenschaften des Antriebes angepasst sein, 
daher wirst du wohl kaum eine fertige Schaltung finden die dann auch 
noch zufällig zu genau deinem ANtrieb passt.

Dann gibt es bei Hebebühnen auch noch gewisse Vorschriften zum 
Personenschutz, die solltest Du Dir besorgen.

von Joachim O. (joachim_o)


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Bzgl. Arbeitssicherheit bin ich mit dem Gerät zugegeben jenseits von Gut 
und Böse. Das wäre ein Thema für sich. Aber mal sehen, wo unsere 
Gesellschaft hinkommt, wenn die (selbständige) Arbeit bald unmöglich 
wird, während sich Leute in der Freizeit nutzlos mit Flügeln vom Berg 
stürzen dürfen...
Kann ich diese Steuerung (siehe Youtube-Video) also mit meinem 
Controller realisieren?

von Mi N. (msx)


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Im Prinzip ist es recht einfach, die Drehzahl durch die EMK zu regeln. 
Dazu ein Beispiel: Beitrag "Drehzahlregler für DC-Motor, ATmega48-328"
Die Richtungsumkehr kann man durch eine H-Brücke erreichen, oder den 
Motor einfach per Relais umpolen.

von Max123 (Gast)


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Der Strom wird bei einer Umdrehung, falls der Rotor 3 Wicklungen hat, 6 
Spitzen haben. Alte Kasettenrecorder haben damit die Drehzahl geregelt.
Das funktioniert bei einer fixen Drehzahl gut.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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> Kann ich diese Steuerung (siehe Youtube-Video) also mit meinem
> Controller realisieren?

So wie du fragst wirst du dazu sicher noch einiges lernen müssen. Ich 
würde es tun, denn Elektronik und Programmierung machen Spaß.

Ich würde dazu allerdings einen viel kleineren Mikrocontroller 
verwenden. Der Arduino Mega wäre für diese Anwendung ungefähr wie mit 
einem LKW Brötchen zu holen.

Ein kleiner ATtiny84 reicht dafür schon aus. Du brauchts dazu noch einen 
Programmieradapter. USBASP sind billig und ausreichend. Bestelle Dir 
dabei auch gleich ein USB-UART Kabel mit, das wird beim Debugging 
hilfreich sein. Zum Experimentieren würde ich das Ganze erstmal als 
Modell auf einem Steckbrett aufbauen, mit einem ganz kleinen 
Getriebemotor. Wenn das gut Läuft, tauschst du die Treiberstufe durch 
dicke Transistoren aus, die zum Antriebsmotor passen.

An Deiner Stelle würde Infos zum Antriebsmotor sammeln, damit dein 
Modell diesem möglichst nahe kommt. Denn Motor ist nicht gleich Motor, 
es gib viele unterschiedliche Bauarten mit sehr unterschiedlichen 
Eigenschaften.

Wenn du an den Motor einen Odometrie-Sensor 
(https://www.google.de/search?q=odometrie+sensor&client=firefox-b&dcr=0&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwjSsKD_rqnWAhVHZFAKHQuXATEQ_AUICygC&biw=1280&bih=627&dpr=1.5) 
anbringen kannst, wäre sehr vorteilhaft. Diese Sensoren sind sehr viel 
einfacher auszulesen und zu verarbeiten, als nur die Stromaufnahme des 
Motors zu messen.

: Bearbeitet durch User
von Joachim O. (joachim_o)


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Danke für den Hinweis. Ich glaube, das mit dem PWM habe ich verstanden, 
da ich den Motor für die Lenkung auf so einen Controller umgestellt habe 
(waren original zwei Relais dran). PID-Regler habe ich auch schon mal 
gemacht für meinen Heizungslüfter. Allerdings bin ich ehrlich gesagt 
elektronisch weit davon entfernt, das Schaltbild zu verstehen.
Ich habe einmal als Ersatz diesen Controller für den Antrieb gekauft 
(sollte ich mit meinen Basteleien den originalen mal schrotten): 
Ebay-Artikel Nr. 351781645620

Bitte lacht mich aus, aber ich frag mal dumm: Könnte ich den so umbauen, 
dass das klappen kann? Zum Beispiel die Drehzahl mittels dieses EMK oder 
Magnetsensoren an der Welle messen und dann durch den Arduino ein 
PWM-Signal anpassen (PID), das anstelle des Potis die Geschwindigkeit am 
Controller ändert?

von Michael B. (laberkopp)


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Stefan U. schrieb:
> So wie du fragst wirst du dazu sicher noch einiges lernen müssen.

Er hat gefragt

Joachim O. schrieb:
> Gibt es vielleicht schon fertige Motorcontroller auf dem Markt, die das
> machen?

Mir scheint eher, deine Kenntnisse reichen nicht, um ihm eine 
Bschaffungsquelle zu nennen.

Das:

Joachim O. schrieb:
> Kann ich diese Steuerung (siehe Youtube-Video) also mit meinem
> Controller realisieren?

hält er ja selbst eher für zweifelhaft.

Max123 schrieb:
> Der Strom wird bei einer Umdrehung, falls der Rotor 3 Wicklungen hat, 6
> Spitzen haben. Alte Kasettenrecorder haben damit die Drehzahl geregelt.

Nein, das ging anders:

https://www.precisionmicrodrives.com/application-notes/ab-026-sensorless-speed-stabiliser-for-a-dc-motor

von MikeH (Gast)


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Hallo Joachim,

ich hatte diesen Uwe auch schonmal deswegen kontaktiert. Leider hat er 
keine Schaltpläne etc. mehr dazu gehabt. Letztendlich hatte ich das 
ganze für einen 120W /12V DC Motor mit einem Atmega "reenginiert" und 
das hat soweit auch ganz gut funktioniert.
Ich schaue mal, ob ich das Projekt finde und auf die wesentlichen Teile 
abspecken kann. Leider kann ich nicht alles rausgeben.

von THOR (Gast)


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Stefan U. schrieb:
> Ich würde dazu allerdings einen viel kleineren Mikrocontroller
> verwenden. Der Arduino Mega wäre für diese Anwendung ungefähr wie mit
> einem LKW Brötchen zu holen.

Schadet aber auch nicht, damit den Prototypen zu machen.

Nen kleineren uC kann man auch nachher noch nehmen.

Ich würde sowas nehmen:
http://www.ti.com/product/drv8701

(Hat Automotive safety concept, eine unterschätzte Eigenschaft)

Und dann den uC nur die analoge Ausgangsspannung des ICs einlesen lassen 
(statt die Strommessung selbst direkt am uC zu machen).

Dann fängt die digitale Datenverarbeitung an. Ist zwar eher optional, 
aber die Messwerte durch nen FIR zu jagen damit die nicht so verrauscht 
sind bietet sich an.
Man könnte ggf. sogar ne FFT machen wenn der uC nicht ganz so 
schwachbrüstig ist. Das wäre imho am robustesten.

von Joachim O. (joachim_o)


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Logisch bin ich noch weit von einer Lösung entfernt, die ich realisieren 
kann. Deshalb muss ich so viel wie möglich mit fertigen Teilen arbeiten. 
In der Vergangenheit haben mich die Störsignale des Motors bei der 
Realisierung der Lenkung fast verrückt gemacht. Deshalb halte ichs mit 
Stefanus: es macht auch Spaß und das ganze ist wie die Landwirtschaft 
selbst ein Hobby für mich. Schlimmstenfalls lege ich ein paar Magneten 
auf die Welle, nehme einen kleinen Servomotor und lass den den Poti 
drehen. Habe auch schon daran gedacht, einfach eine größere 
Zahnradscheibe am Antrieb zu montieren, um das Übersetzungsverhältnis zu 
vergrößern. Irgendwie will ich die Maschine langsam aber doch halbwegs 
konstant antreiben.
Und noch etwas: Ich bin unerfahren, aber stur und nicht dumm.

von Joachim O. (joachim_o)


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Mit dem Arduino habe ich schon etwas Erfahrung, alles andere ist wieder 
vollkommen neu. Wo liegt der Vorteil der kleineren Bauteile?

von Michael B. (laberkopp)


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THOR schrieb:
> Ich würde sowas nehmen: http://www.ti.com/product/drv8701

Man muss sich immer fragen, ob die Beitragenden hier überhaupt die Frage 
gelesen haben.

von THOR (Gast)


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Michael B. schrieb:
> THOR schrieb:
>> Ich würde sowas nehmen: http://www.ti.com/product/drv8701
>
> Man muss sich immer fragen, ob die Beitragenden hier überhaupt die Frage
> gelesen haben.

Ha, ich kann gar nicht lesen.

von THOR (Gast)


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Wo ist eigentlich dein Problem, du Experte für Alles? Hab ich was nicht 
genauso interpretiert wie Du?

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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> Könnte ich den so umbauen

Das kommt auf den Motor an, über wir noch nichts wissen. Außerdem kommt 
es auf deine bestehende Schaltung an, die wir auch nicht kennen.

Bevor Du hier Fragen stellst, denke doch mal darüber nach, welche 
Informationen für eine zufriedenstellende Antwort nötig sein könnten.

> Mir scheint eher, deine Kenntnisse reichen nicht, um ihm eine
> Beschaffungsquelle zu nennen.

Da der Motor nicht ausgetauscht werden soll, habe ich davon abgesehen, 
zeit mit der Suche nach einem eventuell unpassendem Produkt zu 
vergeuden.

> Mit dem Arduino habe ich schon etwas Erfahrung, alles andere ist
> wieder vollkommen neu. Wo liegt der Vorteil der kleineren Bauteile?

Arduino Module sind AVR Mikrocontroller mit Minimalbeschaltung. Der 
Arduino Mega ist schon ein ziemlich großer Klotz, es gibt wesentlich 
handlichere Modelle, zum Beispiel Arduino Nano die auch weniger kosten. 
Programmiert werden sie genau so. Und mit einem ISP Programmieradapter 
(zum Beispiel den bereits genannten USBASP) kannst du deine Arduino IDE 
auch zumm Programmieren nackter AVR Chips verwenden. So einen kleinen 8 
poligen oder 14 poligen IC kann man viel leichter auf eine 
Lochrasterplatine löten, als dieses große Arduino Modul.

von Oberrauch Joachim (Gast)


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Danke. Arduino nano kenne ich. Ich hänge ein Foto von der Plakette an. 
Leider ist nicht alles lesbar.

von Oberrauch Joachim (Gast)


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Noch ein Foto des Motors

von Kai A. (kaiand1) Benutzerseite


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Bilder sind nicht so gut um das Typenschild alles zu Entnehmen aber was 
man sieht ist das der eine Drehzahl von 2800 hat wodurch da noch eine 
Umsetzung vorhanden ist.
Am Motor hast du noch ein Drehgeber der den Motor noch Überwacht und 
entsprechend die Regelung Anpasst.

Da wäre ein Schaltplan schon Hilfreich den du auch von der Firma 
bekommen kannst.
Den Hersteller und Modell der Bühne steht ja wo sowie beim Kaufbeleg mit 
dabei.

Hatte selbst mal eine Bühne zum Reparieren und hab so den Schaltplan 
dafür erhalten und des sogar Kostenlos per Mail und die war auch schon 
was Älter.

von Oberrauch Joachim (Gast)


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Es ist eine Lokale Firma, die Maschine ca 15 Jahre alt. Die Schaltung 
ist mal ausgetauscht worden. Der Inhaber hat mir am Telefon gesagt, die 
Maschine müsse sich eigentlich an Hindernisse anpassen. Vielleicht ist 
die ausgetauschte Platine anders als die ursprüngliche. Vielleicht kann 
ich  mit diesem Drehzehlgeber,  meinem Arduino und dem Motor driver, den 
ich als Ersatz gekauft habe was anfangen.

von Oberrauch Joachim (Gast)


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Ich habe den Drehzahlgeber, so es denn einer ist, gerade mal geöffnet. 
Da ist eine alu-scheibe auf die Welle angebracht, die gegen eine 
Stahlplatte drückt. Da schleift sie und auf der Stahlplatte sitzt 
nochmal ein dicker Stahlkörper, in dem ein sensor eingebaut ist.

von Joachim O. (joachim_o)


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Also ich werde mir diese kleineren Mikrocontroller mal anschauen, wenn 
sie nicht schwieriger zu programmieren sind. Und den Schaltplan versuche 
ich auch zu bekommen. Vielleicht ist da ja irgendwas nicht in Ordnung, 
denn was da auf dem Motor sitzt, muss wohl sicher eine Überwachung der 
Drehzahl sein. Wenn ich die Zeit dazu habe, werde ich mal ausmessen, was 
aus diesem Sensor herauskommt.
Praktisch kann ich dann, wenn ich die Drehzahl immer genau messen kann, 
einfach mittels PI-Regler über die Anpassung der PWM die Geschwindigkeit 
anpassen?

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Joachim O. schrieb:
> einfach mittels PI-Regler über die Anpassung der PWM die Geschwindigkeit
> anpassen?

Jo. Obs einfach ist, hängt von den Parametern der Regelschleife ab, aber 
im Prinzip klappt das so. Je mehr Pulse du pro Umdrehung aus dem Sensor 
rausbekommst, desto besser lässt sich regeln.
Für die Software wäre Application Note AVR221 ein Anlaufpunkt - PID 
Regler in C. Am besten wäre, wenn du P,I und D z.B. über die serielle 
Schnittstelle einstellen kannst und dann ins EEPROM des AVR schreibst.
http://www.atmel.com/Images/Atmel-2558-Discrete-PID-Controller-on-tinyAVR-and-megaAVR_ApplicationNote_AVR221.pdf
http://www.atmel.com/Images/AVR221.zip

von Joachim O. (joachim_o)


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Ich glaube, das mit dem Regler krieg ich hin. Den Lüfter meines 
Holzvergasers hab ich damit optimal in den Griff bekommen und so genau 
muss das mit der Geschwindigkeit hier nicht sein. An dem 
Motorcontroller, den ich hier habe hängt ein Poti, an dem die 
Geschwindigkeit einstellen kann. Ich will den aber eigentlich natürlich 
nicht mit einem Servomotor drehen.
Jetzt eine sicher riskant blöde Frage: Kann ich statt dieses Poti 
einfach das PWM-Signal aus dem Mikrocontroller anschließen? Oder wie 
stelle ich die Drehzahlenvorgabe aus dem PID am Controller ein?

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Joachim O. schrieb:
> Jetzt eine sicher riskant blöde Frage: Kann ich statt dieses Poti
> einfach das PWM-Signal aus dem Mikrocontroller anschließen?

Das können wir hier auf der anderen Seite des Bildschirm nicht wissen, 
denn es hängt von der Innenschaltung des Reglers ab. Wenn du Fotos 
machst oder eine Bezeichung des Apparatschiks hast, poste sie mal.

Man kann, wie du ja sicher weisst, aus PWM relativ leicht eine analoge 
Spannung zurückgewinnen, vllt. kann man ja diese in den Regler 
einspeisen.

von Markus W. (elektrowagi78) Benutzerseite


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Joachim O. schrieb:
> enn die (selbständige) Arbeit bald unmöglich
> wird, während sich Leute in der Freizeit nutzlos mit Flügeln vom Berg
> stürzen dürfen...

Das ist einerseits eine berechtigte Kritik, aber die "Flügelflieger" 
stürzen sich selber zu Tode. Wenn hingegen einer Deine Hebebühne 
betätigt, will er gar kein Lebensrisiko eingehen, sondern nur einfach 
irgendwas hochheben. Und er möchte, dass es sicher ist.

Was mindestens benötigt wird, wäre eine Stromrückspeisung, die:

- kurzgeschlossen oder teilgeschlossen passiv per EMK bremsen kann,
- die nicht durch das Gegenmoment überlastet werden kann,
- keine gefährlichen Spannungen produziert
- kurzschlussfähig ist, damit sie nicht kaputtgehen kann und ausfällt

Wenn du das elektrisch nicht sicherstellen kannst, musst Du eine 
mechanische Sicherung einbauen.

Wahrscheinlich brauchst Du auch eine Anschlagserkennung und Begrenzung 
und ein Strommanagement dafür, weil Dein Motor dann gfs durchbrutzelt, 
oder die Elektronik.

: Bearbeitet durch User
von Joachim O. (joachim_o)


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> Und er möchte, dass es sicher ist.

Ja, an so eine Anschlagsbegrenzung habe ich gedacht: Wenn der 
Mikrocontroller trotz (in jedem Falle nur moderater) Erhöhung der 
Pulsweite einen Stillstand des Motors feststellt, soll er unverzüglich 
abschalten. Mit der Fremdarbeitskraft hast du vollkommen recht: in 
Italien werden z.T. Flüchtlinge auch illegal angestellt, die einem auf 
Gedeih und Verderb ausgeliefert sind. Ich habe einen Familienbetrieb und 
werde weder mich noch meine "Kinder" einem Risiko aussetzen. Wenn man 
mich persönlich mit der Maschine (die ich auch in Punkto Sicherheit seit 
15 Jahren "update") allerdings "erwischt", gibt es hier zigtausende 
Euros Strafe und Anzeige.

> ... es hängt von der Innenschaltung des Reglers ab...

An dem originalen Motortreiber lege ich nicht Hand an, das ist eine 
Platine, die für mich wie eine Fremdsprache aussieht. Ich denke eher an 
einen PWM-Motor-Driver aus der Bucht wie diesen hier:

Ebay-Artikel Nr. 351781645620

Und der hat eben einen Drehknopf-Poti statt PWM. Nun wäre es natürlich 
notwendig, anstelle dessen ein PWM-Signal aus dem Arduino oder ähnliches 
zu nehmen. Für die Lenkung funktioniert das super, da habe ich aber auch 
einen perfekten Driver von Cytron gefunden:
http://www.robotshop.com/en/cytron-13a-5-30v-single-dc-motor-controller.html
Da gibt es keinen Knopf: locked-antiphase oder sign-magnitude (was ich 
gewählt habe) über zwei Pins. Aber etwas Ähnliches, was stark genug 
wäre, gibts von dieser Firma nicht.

von Michael B. (laberkopp)


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Joachim O. schrieb:
> Ich denke eher an
> einen PWM-Motor-Driver aus der Bucht wie diesen hier:

Vergiss den ganzen Murks.

Du hast einen 800 Watt (Nennleistung) 24V Motor, der nimmt ca. 44 A bei 
Nennleistung und ca. 180 A beim Blockieren auf.

(hier ein billigerer Motor, die Kurven sind aber ziemlich gleich:
http://www.stoomgroep.be/images/modelbouw/BOSCH-0130302014.pdf )

Die 180A sprengen billige MOSFETs sofort. Der PWM Treiber muss auf den 
Blockierstrom ausgelegt sein, denn beim Anlaufen gönnt sich der Motor 
ebensoviel.

Und wenn der MOSFET das dann wegen mangelnder Kühlung nicht aushält, 
dann wird der Transistor durchlegieren und eine dauernd leitfähige 
Verbindung, der Motor läuft dann also ungebremst mit voller Speed.

Für ein Gerät, was SICHER sein soll, ein ziemliches Uunding. Mindestens 
eine Überstromerkennung (pro PWM Puls) und eine Übertemperaturerkennung 
sollte in der Schaltung vorhanden sein, und natürlich korrekt ausgelegt 
auf Blockierstrom statt bloss den Nennstrom. Und dann noch der berühmte 
NotAus Knopf.

von Axel R. (Gast)


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Die gegen-EMK sinkt bei abnehmender Drehzahl und konststnter Spannung. 
Also steigt der Strom des Motors. Diesen messen und mit einem OPV die 
Pulsbreite nachregeln. Wofür einen Mikrocontroller?

von Joachim O. (joachim_o)


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Wow, da muss ich wohl aufpassen! Im Ernst jetzt. Also werde ich mich 
nach was seriöserem oder eben größeren umsehen. Bei dem Cytron gibt es 
keine Kühlkörper, da stand er sei energiesparend, da "full NMOS" und das 
mit der Energie ist ein gutes Argument, da ich den Strom über Batterien 
liefere, die ich eigenhändig ins Feld tragen muss.

von Joachim O. (joachim_o)


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Axel R. schrieb:
> Wofür einen Mikrocontroller?

Ist eben das, was ich kenne: Einganssignale, Programmcode, 
Ausgangssignale. Er macht die Lenkung, die Laufstrecke misst er und es 
ist eben alles recht idiotensicher. Bei allem, was ich selber 
zusammenstelle gibt es sicher einen Innenwiderstand, der nicht passt, 
oder ein Störsignal, oder einen Elko, den ich anschließen müsste, eine 
kalte Löststelle... Ja, ich gebs zu, Elektronisch bin ich sehr schnell 
überfordert.

von Patrick J. (ho-bit-hun-ter)


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Hi

Es schadet nicht, Seine Schwächen zu kennen.
Zumindest besser, als die eigenen Stärken selber einzuschätzen :)

MfG

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Jetzt, wo ich gesehen habe, daß der Motor 800W bei 24V leisten soll, 
rate ich ganz dringend von einem Eigenbau ab. Denn die 
Nenn-Stromaufnahme wird mehr als 30A sein. Der Anlaufstrom ist häufig 
zehnmal so hoch, also 300A.

Das sind Ströme, die kann man mit Hobby-Mitteln nicht mehr sicher 
handhaben.

Da der Motor einen Drehgeber hat, sollte der Antrieb an kleinen 
Hindernissen nicht hängen bleiben. Genau dafür ist der Drehgeber ja da.

Also hast du entweder einen mechanischen defekt (größeres Hindernis) 
oder die Steuerung des Antriebes ist defekt bzw. unpassend.

Ich würde die Anlage durch den Service des Herstellers überprüfen 
lassen.

von Oberrauch Joachim (Gast)


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Das werde ich jedenfalls als erstes machen. Ich denke allerdings, dass 
der Service mir damals bei der Reparatur  eine ältere Version von 
Platine eingebaut hat. Man hat mir jedenfalls gesagt, das Vorgänger 
Modell der Maschine hätte "nur zwei Kabel am Motor gehabt". Die neuere 
dann vier und die sei laststabiler. Wenn der Vorderreifen bei langsamer 
Gangart auf einen Apfel am Boden trifft, bleibt die Maschine jedenfalls 
stehen.

von Michael B. (laberkopp)


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Oberrauch Joachim schrieb:
> Wenn der Vorderreifen bei langsamer
> Gangart auf einen Apfel am Boden trifft, bleibt die Maschine jedenfalls
> stehen.

Die Frage ist erstens:

Warum überhaupt unterschiedliche Gangarten ?
So wie ich es verstanden habe, hast du eine Hebebühne, die auf 
irgendeiner Art auf / ab fährt, und zudem auf Rädern steht so daß sie in 
der Gegeng umherrollen kann, und DAFÜR ist der Motor.

Da wird man doch keine Ralley mit fahren wollen, da kann doch eine 
langsame Gangart völlig ausreichen.

Dann stehht sich die Frage: Die haben die Steuerung ausgetauscht. Der 
Motor ist der alte ? Die Steuerung eine neue ?

Du meinst ja, er hat einen Drehzahlgeber, der demnach früher nicht 
verwendet wurde. Das klingt nicht danach, als ob die alte PWM die 
originale war, denn niemand würde einen Drehzahlgeber einbauen den er 
dann nicht verwendet. Und wenn er schon da ist: Warum verwendest du ihn 
nicht ?

Die neue Steuerung scheint ihn jedenfalls zu verwenden, so wie du 
schreibst, und hat trotzdem zu wenig Kraft, vielleicht weniger Kraft als 
die alte. Dann liegt es nicht am Motor und nicht an der Regeling sondern 
an der Steuerung die offenbar absichtlich (weil zu schwachbrüstig?) dem 
Motor nicht so viel Strom gibt, wie er braucht.

Ein DC Motor darf bei langsamer Fahrt genau so viel Strom ziehen wie bei 
schneller Fahrt (natürlich hat er damit bei langsamer Fahrt weniger 
aufgenommene Motorleistung, aber auch weniger abgegebene Motorleistung, 
alleine wegen der Drehzahl, aber das Drehmoment, und das ist 
entscheidend beim Überwinden von Hindernissen, bleibt gleich).

Ich vermujte, daß der Motor durch die (neue) Steuerung bei langsamer 
Fahrt nicht mit so viel Strom versorgt wird, wie es die alte Steuerung 
tat, und das wird die Steuerung absichtlich tun, als Überstromschutz. 
Eventuell weil sie nicht mehr kann, oder wil sie so eingestellt wurde, 
oder weil sie für langsame Fahrt nicht nur die Spannung reduziert, 
sondern auch den erlaubten Strom (aus welchem grund auch immer, es gibt 
Motoren mit Kühlgebläse die dann bei weniger Kühlung auch nur weniger 
Strom vertragen, deinen ist aber nicht so).

Kläre also erst mal, was die neue Steuerung (falsch) macht.

Mehr Strom, als die Steuerung schafft, kann der Motor jedenfalls nicht 
bekommen, auch nicht wenn man nun noch eine extra Regelung die den 
Sollwert der Geschwindigkeit vorgibt, drumrum baut.

von Hans Dampf (Gast)


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Oberrauch Joachim schrieb:
> Da ist eine alu-scheibe auf die Welle angebracht, die gegen eine
> Stahlplatte drückt. Da schleift sie und auf der Stahlplatte sitzt
> nochmal ein dicker Stahlkörper, in dem ein sensor eingebaut ist.

- na wenn das mal keine Bremse ist ???

von Oberrauch Joachim (Gast)


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Klingt auch überzeugend!

von Kai A. (kaiand1) Benutzerseite


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Hans Dampf schrieb:
> Oberrauch Joachim schrieb:
>> Da ist eine alu-scheibe auf die Welle angebracht, die gegen eine
>> Stahlplatte drückt. Da schleift sie und auf der Stahlplatte sitzt
>> nochmal ein dicker Stahlkörper, in dem ein sensor eingebaut ist.
>
> - na wenn das mal keine Bremse ist ???

Ach das sind doch alles Nebensache was alles für einzelne Sachen Verbaut 
sind und wofür diese da sind wenn man selbst eine Steuerung dafür 
entwerfen möchte :)

Jede Bühne ist was anders Ausgebaut wodurch schon der Plan Angefordert 
werden sollte.
Durch die Steuerplatine steht sicherlich wo der Hersteller und Modell 
wodurch man weitere Informationen bekommt wie Steckerbelegung,Sensoren 
ect.

von Oberrauch Joachim (Gast)


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Wie gesagt, ich werde mich informieren und dann weitersehen. Aber 
nochmal wegen des pwm Signals: auch die originale Steuerung hat diesen 
Poti. Wenn ich ein pwm-Signal von meinem Mikroprozessor nehme, dann kann 
ich das statt dieses Poti verwenden? Oder kann/muss man es glätten? Die 
originale Steuerung arbeitet zwar mit 0-24v und arduino mit 0-5, aber 
das kann ich wohl verstärken. Zur Sicherheit schaltet die Maschine sich 
aus, wenn sie kein Signal bekommt.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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> Wenn ich ein pwm-Signal von meinem Mikroprozessor nehme,
> dann kann ich das statt dieses Poti verwenden?

Kommt auf die konkrete Schaltung an. Deine Frage ist total unpassend, 
etwa wie

Wenn ich den Filter von meiner Kaffeemaschine nehme, kann ich das dann 
statt diesen Dünger verwenden?

Du hast da zwei Dinge in einem Satz zusammen gebracht, die nur in einem 
ganz speziellen Fall zusammen Sinn ergeben könnten.

von Oberrauch Joachim (Gast)


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Wenn ich mit meiner Frage gleich viel Glück hatte wie du mit dem  Filter 
als Dünger, dann hätte ich die Schaltung schnell beinander. Du müsstest 
mir dann nur noch sagen, es dürfte kein neuer Filter sein und ich hätte 
nen guten Dünger ?.
Spaß beiseite, ich hab verstanden. Ich melde mich wieder, wenn ich mehr 
weiß. Danke zunächst mal für Geduld, Tipps und Warnungen!

von Joachim O. (joachim_o)


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Also: Meine Nachfrage hat ergeben, dass es sich beim Anbau an den Motor 
wie zu erwarten um eine Bremse handelt. Ein Schaltbild der Platine 
bekomme ich wohl nicht. Die Bremse eignet sich aber sehr gut, um daran 
ein CNY70 und eine Odometrieschleife anzubringen. Mit der kann ich die 
Geschwindigkeit sehr gut messen und dann über den bestehenden Poti 
laufend einstellen. Bzw ich muss das Signal des Poti durch ein 
geglättetes und anschließend verstärktes PWM-Signal "emulieren". Wie ich 
das hinkriege, weiß ich noch nicht, aber ich habe schon gesehen, dass 
man dazu einige Forenbeiträge findet. Ich werde mir die Aufgabe wohl für 
den Winter aufbehalten.
LG
Joachim

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Dann finde mal heraus, wie denn das "Signal" am Poti genau aussieht.

von Oberrauch Joachim (Gast)


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Ich habs jetzt gerade mit dem Multimeter gemessen. Es geht von 0 bis 4,5 
volt und nicht wie ich dachte 0- 24v. Damit wäre das Signal vom arduino 
nur noch zu glätten.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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> Damit wäre das Signal vom arduino nur noch zu glätten.

Um mit einem Arduino eine Spannung von 0 bis 24V zu erzeugen, musst du 
sie verstärken. Denn aus dem Arduino kommen höchstens 5V raus.

Kleiner Tipp: Im einfachsten Fall genügt dazu ein Optokoppler. Zur 
Glättung genügt im einfachsten Fall ein Kondensator. Aber ob das reicht, 
können wir (noch) nicht wissen.

Bis du denn sicher, daß dieses Poti einfach nur eine Gleichspannung 
liefert? Dein Multimeter zeigt Dir ja nicht an, wenn die Spannung einen 
komplexeren Verlauf hat. Und mit wie viel Strom wird dieses Signal 
belastet?

Ein Oszilloskop oder wenigstens ein Schaltplan von den teilem um das 
Poti herum wäre hier angemessen.

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