Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik E-Motor schwimmt in Öl - was ist das für ein Öl?


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von Michael R. (fisa)


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Hallo Leute,

gestern früh hat sich meine Hebepumpe im Keller verabschiedet (woher 
weiss die Hebepumpe eigentlich, dass Samstag ist?)

Heute hab ich das Ding mal zerlegt, mein Verdacht auf 
Korrosion/Lagerschaden hat sich nicht bestätigt, es ist der 
Phasenschieber-Kondensator, der ist niederohmig. Motor läuft zwar, aber 
mit viel zu geringer Drehzahl

ich bin noch nicht sicher ob ich das Ding reparieren mag, ist nämlich 
recht aufwändig gebaut, um 100% wasserdicht zu sein, und ob ich das 
wieder hinkriege... (zur info: "hebt" keine Kacke, nur Ablauf 
Waschmaschine & Wirtschaftsbecken, sowie diverse Kondensatabläufe)

Ich war etwas überrascht, dass das Ding beim Zerlegen plötzlich "Lackerl 
gemacht" hat, offensichtlich schwamm der ganze Motor in einer öligen, 
klaren Flüssigkeit... das erklärt auch die "Füllschraube" am Gehäuse...

Falls (nur falls!) ich das Ding reanimieren will: Was ist das für ein 
Öl, und wo kriege ich das her?


lg Michi

von Patrick J. (ho-bit-hun-ter)


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Hi

Hat das Ding auch eine Bezeichnung?
Finde nur eine Abwasserpumpe:
https://www.pumpen-grosshandel.de/schneidradpumpen/sulzer-abs/piranha/
Die 'PE'-Motor hat eine Ölfüllung.

Vll. hilft Dir Das schon weiter.

MfG

von Michael R. (fisa)


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Es ist eine Sanivite 3 von sanibroy

von Bürovorsteher (Gast)


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Kompressoröl.

von Michael R. (fisa)


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Bürovorsteher schrieb:
> Kompressoröl.

Hmmm... ich hätte gerade Trafo-Öl oder Isolieröl ergoogelt, das scheint 
mir dann doch was anderes zu sein... wäre nämlich nicht schlecht wenn 
das Öl den isolierlack der Statorwicklungen nicht auflösen würde :-)

von Günter Lenz (Gast)


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Vielleicht PCB, also Trafoöl. Ich weiß es aber nicht,
ist nur eine Vermutung. Kühlschrankkompressoren sind
zum Beispiel auch Luftdicht verschlossen und laufen
auch total unter Öl.

von Michael R. (fisa)


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soweit ich weiss laufen Wärmepumpen-Kompressoren nicht unter Öl, sondern 
direkt im Kältemittel (welchem ein Schmiermittel beigefügt wird)

Bleibt die Frage, wo ich ca. einen Liter davon herkriege... den nächsten 
Umspann-Trafo-Mast meines Energieversorgers anzubohren ist vermutlich 
politisch nicht korrekt :-)

von Bla (Gast)


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Günter Lenz schrieb:
> Vielleicht PCB

Das mit ziemlicher Sicherheit nicht, PCB ist hoch giftig und 
krebserregend.
Silikonöl wäre noch eine Möglichkeit.

von Patrick J. (ho-bit-hun-ter)


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Hi

Günter Lenz schrieb:
> Kühlschrankkompressoren sind
> zum Beispiel auch Luftdicht verschlossen und laufen
> auch total unter Öl.

Öl ist drin, aber jetzt nicht so viel, daß man von 'unter Öl' sprechen 
kann, wenn auch das Öffnen der Kältemittelleitung (bei einem R600A Gerät 
ist das Kältemittel Propan/Butan) mit viel Sauerei quitiert wird (und 
lange pfeift).

Viel mehr als 1 oder zwei Schnaps-Gläser waren in meinem Exemplar nicht 
drin (bzw. raus gekommen).

MfG

von flip (Gast)


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ich bin sehr sicher, dass auch gewöhnliches motoröl für 
verbrennungsmotoren genügt. ideal ist trafoöl.

von Georg A. (georga)


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Sowas hatte ich auch mal, aber durch Frostschaden. Hat durch den Druck 
von aussen den Deckel (reversibel) abgesprengt. Laut Sanibroy 
Totalschaden. War vom Öl auch überrascht, hier wurde mir dann 
Hydrauliköl aus dem Baumarkt empfohlen, hab dann HLP46 reingekippt, geht 
nach 5 Jahren immer noch einwandfrei.

Ah, hier der Originalthread:

Beitrag "Öl im Motor der Sanidouche-Abwasserpumpe."

von Michael R. (fisa)


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Sehr cool, danke, Georg!

Hydraulik-Öl klingt gut, wo doch mein Onkel der volle Hydraulik-Spezi 
ist, der hat das sicher rumstehen...

von wirehead (Gast)


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Wir verwenden ein Parafinöl (Weißöl) mit einer Viskosität von 22 mm²/s 
bei 40°C.
Was definitiv auch geht ist Marcol 82. (nur um ein Produkt zu nennen)

Man sollte bedenken das das Öl möglicherweise auch in das zu fördernde 
Medium gelangen kann...

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Also um da mal Licht reinzubringen, Kältekompressoren laufen nicht 
"unter Öl", schon gar nicht der Motor. Allerdings liegt die Ölfüllung 
direkt unten in der Kapsel, ähnlich einer Ölwanne beim Auto und wird von 
dort aus an die zu schmierenden Teile befördert. Diese Kompressoren 
haben auch einen sehr starken Ölwurf (weswegen sie sich auch nicht 
besonders als Luftkompressor eignen ohne weitere Maßnahmen zur 
Ölrückführung zu treffen), dadurch muß das Öl durch den ganzen Kreislauf 
mitgeschleppt werden.

Für die Ölfüllung direkt im Motor (die verhindern soll, daß Wasser 
eindringt) muß man irgendwas mit sehr niedriger Viskosität nehmen, 
ansonsten bremst es den Motor zu stark ab wenn es im engen Luftspalt 
steht.

von Sebastian S. (amateur)


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Ich muss mich den fliegenden Funken anschließen.

Ein Motor, der sich ständig in Öl dreht wird dieses letztendlich, zur 
Abfuhr der unnötig durch Reibung erzeugten Wärme, auch brauchen.

Irgendwo ist da ein logischer Fehler. Oder es wird ein super 
dünnflüssiges Spezialöl verwendet.

von Bürovorsteher (Gast)


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> wäre nämlich nicht schlecht wenn
das Öl den isolierlack der Statorwicklungen nicht auflösen würde :-)

Kompressoröl natürlich für elektrisch betriebene Kompressoren. Was 
sonst?
Hier: http://www.printtec.nl/contents/de/d154.html
Unten auf der Seite.
Die Kompressormotoren für meinen Bestückomaten sind damit befüllt.

von Christian K. (christian_rx7) Benutzerseite


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Kenne die Ölfüllung vor allem bei größen EX-geschützten 
Schmutzwasserpumpen. Einerseits dient es der Schmierung der Lager und 
Simmeringe und andererseitw wird dort der Ölstand, besser gesagt die 
Leitfähigkeit, überwacht. So können Lecks erkannt werden und die Pumpe 
ausgetauscht/repariert werden.

In Handbüchern zu derartigen Pumpen findet man Infos.
http://www.burbach.at/Q_TAU_D%2094-BA%205079.pdf auf Seite 16

https://shop.ksb.com/ims_docs/00/00215A9B0E3B1EE78F80A4B79B9B117F.pdf 
Seite 62

Christian_RX7

von Thomas W. (thomas_v2)


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Bei manchen Pumpen ist an der Gleitringdichtung auch eine separate 
Ölkammer vorhanden (Flygt?). Letztendlich sind dort dann zwei 
Gleitringdichtungen vorhanden.

Wenn ich mich recht entsinne, dann ließ sich an der Verfärbung des Öls 
prüfen ob die Gleitringdichtungen noch in Ordnung sind. Das ist aber 
schon ein paar Jährchen her, dass ich das beruflich gemacht habe. Und in 
der Pumpenabteilung war ich auch nur aushilfsweise. Darum will ich mich 
nicht mehr festlegen ob wir da Hydraulik- oder Trafoöl eingefüllt haben. 
Zumindest wurde kein Motor- oder Getriebeöl verwendet.
Für die Verwendung im Lebensmittelbereich hatten wir spezielle 
Schmierstoffe.

von Günter Lenz (Gast)


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Patrick J. schrieb:
>Öl ist drin, aber jetzt nicht so viel, daß man von 'unter Öl' sprechen
>kann, wenn auch das Öffnen der Kältemittelleitung (bei einem R600A Gerät
>ist das Kältemittel Propan/Butan) mit viel Sauerei quitiert wird (und
>lange pfeift).

>Viel mehr als 1 oder zwei Schnaps-Gläser waren in meinem Exemplar nicht
>drin (bzw. raus gekommen).

Ich hatte mal so eine Büchse (noch von einem DDR-Kühlschrank)
mit der Eisensäge aufgesägt, weil ich hofte so an einen prima
Elektromotor zu kommen, da war mindestens 0.5 Liter oder mehr
drinn, ich war von dieser Ölsauerei überrascht.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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0,5L Ölfüllung sind für eine größere oder ältere Kühlschrankkapsel 
völlig normal. Die liegt aber wie gesagt nicht im Motor, sondern im 
Boden der Kapsel. Der Motor liegt über dem Kompressor, weit über dem 
Ölspiegel. Gewissermaßen liegen nur Teile des Kompressors im Öl.

Normales Kompressorenöl für Luftkompressoren gehört - wer hätte es 
gedacht - in das Kurbelgehäuse des Kompressors. Im antreibenden 
Elektromotor hat es nichts verloren, dort gibt es keine Ölfüllung.

von Armin X. (werweiswas)


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Wer sagt denn, dass bei diesen Motoren auch der Läufer im Öl ersäuft 
wurde? Es würde ja reichen nur den Statorbereich mit Öl zu füllen.
Bei den billigen Heizungsumwälzpumpen ist ja auch nur der Läufer unter 
Wasser gesetzt. Warum also nicht umgekehrt nur der Stator mit Öl?

von Schreiber (Gast)


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Armin X. schrieb:
> Wer sagt denn, dass bei diesen Motoren auch der Läufer im Öl ersäuft
> wurde? Es würde ja reichen nur den Statorbereich mit Öl zu füllen.

Die eigene erfahrung...

von Georg A. (georga)


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Armin X. schrieb:
> Wer sagt denn, dass bei diesen Motoren auch der Läufer im Öl ersäuft
> wurde?

Bei den Sanibroy-Motoren ist der Motor nackt im Kunststoffgehäuse, da 
ist zB. auch der Deckel die Halterung des oberen Kugellagers. Und das 
Gehäuse ist bis obenhin mit Öl gefüllt. Wie "speziell" das Öl dafür sein 
muss, kann ich nicht sagen. Solange es chemisch nichts angreift, sollte 
die Viskosität eine eher untergeordnete Rolle spielen. Der Motor dreht 
sich jetzt nicht so schnell (hat ja die Pumplast) und auch nicht 
dauernd. Das HLP46, das jetzt so grob die Hälfte meiner Pumpe ausfüllt, 
hat jedenfalls meinem Motor offensichtlich nicht geschadet. Mag sein, 
dass das Originalöl noch flüssiger als 46cst ist, aber in meinem 
Baumarkt gabs eben grad nur die Variante...

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