Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Das Zeitalter der Schwätzer ist vorbei


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von F. B. (finanzberater)


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Focus Online: Das Zeitalter der Schwätzer ist vorbei

http://www.focus.de/wissen/experten/warum-introvertierte-jetzt-punkten-die-grossmaul-daemmerung_id_7122358.html

Da bin ich aber mal gespannt. Widerspricht meine bisherigen Erfahrungen. 
Wobei sich das natürlich nur auf Vorstellungsgespräch und ahnungslose 
Vorgesetzte zutrifft. Bei kompetenten Vorgesetzten hatten Schwätzer 
meiner Erfahrung nach noch nie gute Karten.

von Pandur S. (jetztnicht)


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Troll alarm... Wie sauge ich Clicks auf einen duemmlichen Artikel...

von Adblocker (Gast)


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F. B. schrieb:
> Widerspricht meine bisherigen Erfahrungen.

Ist ja auch kein Wunder. Du hast schließlich kein Buch mit dem Titel 
"Der Klügere denkt nach - Von der Kunst, auf die ruhige Art erfolgreich 
zu sein" geschrieben, von dem man noch dringend ein paar Exemplare 
verkaufen dürfte, und musst auch nicht deine Dienste als Karriereberater 
anpreisen. Also gibt es für dich auch keine Veranlassung, beim FOCUS 
irgendwelche steilen Thesen abzulassen.

Das ist als redaktioneller Inhalt getarnte Werbung.

von Le X. (lex_91)


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F. B. schrieb:
> Focus Online: Das Zeitalter der Schwätzer ist vorbei

Tut mir leid für dich. Was machst du dann?

von Steakholder (Gast)


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Bis vor kurzem hatten wir einen Blender hier, einen echten Extremfall. 
Der hatte den Abteilungsleiter so um den Finger gewickelt, dass selbst 
sachlich vorgetragene, fundierte Kritik an seinen Versprechungen einen 
Rüffel zur Folge hatte. Die Folgen kann man sich denken - wer holt sich 
schon gern einen Rüffel vom Chef.
Erst nach rund 4 Jahren wurde er "im gegenseitigem Einverständniss" 
beseitigt, gerüchteweise hat er krumme Dinge gedreht mit der 
Arbeitszeitabrechnung.

Es hat Monate gedauert, bis eingesehen wurde, das fast alles, was er in 
den 4 Jahren gemacht hat, nur Geschwätz vund Selbstdarstellung war. Der 
Mensch hat in 4 Jahren wenig produktives geleistet.

Das hat hier ganz schöne Kreise gezogen, denn die Versprechungen (es 
waren technisch nicht realisierbare Dinge) sind bis zum Vorstand des 
Mutterkonzerns duchgedrungen. Der war begeistert.

Eine Folge ist die Entfremdung der Entwicklungsabteilung von der 
Vorstandsetage. Eine andere ist, dass die Weiterentwicklung beim dem 
Produktsortiment, das tatsälich auf dem Markt ist, vernachlässig wurden. 
Man war mit den Hypes des Blenders beschäftigt. Von denen es kein 
einziger zu einem echten Produkt geschafft hat.
Inzwischen jammert der  Vertrieb über eine Überalterung des verfügbaren 
Produktsortiments.

Also:
Blender sind ein echtes Problem.
Viele Dinge klingen auf den ersten Blick einfach und toll, sind auf den 
Zweiten Blick aber technisch Unsinn, oder mit den vorhandenen Ressourcen 
nicht sinnvoll zu realisieren.
Eine Änderung würde technisch bewanderte Chefs voraussetzen, da geht der 
Trend aber so gar nicht in diese Richtung...

von Falk B. (falk)


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@Steakholder (Gast)

>Eine Folge ist die Entfremdung der Entwicklungsabteilung von der
>Vorstandsetage.

Kein Einzelfall. Sowas gibt es ja auch in anderen Lebensbereichen . . .

> Eine andere ist, dass die Weiterentwicklung beim dem
>Produktsortiment, das tatsälich auf dem Markt ist, vernachlässig wurden.
>Man war mit den Hypes des Blenders beschäftigt. Von denen es kein
>einziger zu einem echten Produkt geschafft hat.
>Inzwischen jammert der  Vertrieb über eine Überalterung des verfügbaren
>Produktsortiments.

Tja.

>Blender sind ein echtes Problem.

Sicher.

>Viele Dinge klingen auf den ersten Blick einfach und toll, sind auf den
>Zweiten Blick aber technisch Unsinn, oder mit den vorhandenen Ressourcen
>nicht sinnvoll zu realisieren.

Wer will schon SACHLICHE, bisweilen auch eher KONSERVATIVE Argumente 
hören, wenn es doch die tollen Visonen gibt? Selektive Wahrnehmung. 
Unangenehme, uninterressante Argumente will keiner hören, auch wenn sie 
bisweilen wahr sind.

>Eine Änderung würde technisch bewanderte Chefs voraussetzen, da geht der
>Trend aber so gar nicht in diese Richtung...

Alles gewollt.

von JoJo (Gast)


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Ist ein ernstes Thema. Sicher sind die Leute unterschiedlich, manche 
auch Überflieger kaum zu bremsen. Hmm.

Wenn das Ganze dann aber in guter Absicht geschieht, ist dass dann immer 
noch kriminell?

Noch eine weitere Dimension der die GL eig. Rechnung tragen muss.

von JoJo (Gast)


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Wer ist der Darwin der freien Marktwirtschaft? Der Markt selbst? Der 
regelt dass dann schon.

Niemand hat gesagt, dass es einfach ist ein Geschäft zu führen.

von Puter (Gast)


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Steakholder schrieb:
> Es hat Monate gedauert, bis eingesehen wurde, das fast alles, was er in
> den 4 Jahren gemacht hat, nur Geschwätz vund Selbstdarstellung war. Der
> Mensch hat in 4 Jahren wenig produktives geleistet.

Als was war er denn überhaupt eingestellt? In welcher Position muss man 
intern "Versprechen" machen? Klingt ja fast nach "internen 
Leiharbeitern"...

von Zocker_52 (Gast)


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> Re: Das Zeitalter der Schwätzer ist vorbei

Mit Sicherheit nicht.

Hat eher gerade angefangen.

von klausi (Gast)


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Interessantes Thema!
Zocker_52 schrieb:
>> Re: Das Zeitalter der Schwätzer ist vorbei
>
> Mit Sicherheit nicht.
>
> Hat eher gerade angefangen.

Nein, ich behaupte das Gegenteil. Anhand schier unvorstellbarer 
Datenmengen und Technisierung und Wissenszunahme in allen Sparten der 
Industrien, vor allem im Bereich Digitalisierung, werden immer 
wichtiger. Deswegen braucht es auch immer ein besser ausgebildetes 
Management um im Markt zu bestehen, neue innovative Ideen zu generieren 
und zu implementieren..

Der Trend geht wirklich (zum Glück) immer mehr dahin, dass technisch gut 
ausgebildete, meist Ingenieure oder Computer Scientists, vielleicht mit 
wirtschaftlicher Zusatzausbildung das Zepter übernehmen. Das, am ehesten 
in einem Technologiekonzern. Anders ist so ein komplexes Unternehmen 
nicht mehr zu managen (mit "nur" BWL) ;-)

Bestes Bsp.: Google mit Sundar Pichai

Steakholder schrieb:
> Eine Änderung würde technisch bewanderte Chefs voraussetzen, da geht der
> Trend aber so gar nicht in diese Richtung...
Ich versuche noch den Artikel zu finden, zu meiner Hypothese.

von Markus W. (elektrowagi78) Benutzerseite


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Zocker_52 schrieb:
> Hat eher gerade angefangen.

Das glaube Ich allerdings auch. Heute auch wieder 3h Teammeeting gehabt 
von denen 2h völlig für die Katz waren, weil die Schwätzer nicht genug 
Wissen haben und die Wissenden nicht genug mit einander reden. 8 Mann 
diskutieren also über eine Lösung, die a) nicht funktioniert und die b) 
auch keine sein kann, weil die Anforderungen nicht bekannt oder nicht 
verstanden wurden.

Grund: Zwischen den umsetzenden Ingenieuren und dem Kunden sitzen 
Schwätzer, die nichts entwickeln können und wenig Wissen haben und als 
Flaschenhals wirken. Es ist ein Flaschenhals mit Kragen, Krawatte und 
Fliege, gut sitzendem Anzug und hochglanz-geputzten Schuhen, aber es 
bleibt ein Flaschenhals und zwar einer, der immer enger und länger wird.

Unten in der Flasche sitzen die Ingenieure, die immer weniger zu saggen 
haben, immer weniger Einfluss auf die Produkte und damit kaum noch 
Zugriff auf das System besitzen. Die Qualität stimmt nicht, das Projekt 
wird verknappt und teilweise eingestampft, weil die Kosten zu hoch sind 
und die Zeit weggelaufen ist. Zeit, die die Schwätzer vertrödelt haben.

von chris (Gast)


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Steakholder schrieb:
> Also:
> Blender sind ein echtes Problem.
> Viele Dinge klingen auf den ersten Blick einfach und toll, sind auf den
> Zweiten Blick aber technisch Unsinn, oder mit den vorhandenen Ressourcen
> nicht sinnvoll zu realisieren.
> Eine Änderung würde technisch bewanderte Chefs voraussetzen, da geht der
> Trend aber so gar nicht in diese Richtung...

Es soll verkauft werden Konsum Konsuuuum Konsuuuuummmmm... Was lange 
hält bringt kein Geld!!!!

von Steakholder (Gast)


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Puter schrieb:
> Steakholder schrieb:
>> Es hat Monate gedauert, bis eingesehen wurde, das fast alles, was er in
>> den 4 Jahren gemacht hat, nur Geschwätz vund Selbstdarstellung war. Der
>> Mensch hat in 4 Jahren wenig produktives geleistet.
>
> Als was war er denn überhaupt eingestellt? In welcher Position muss man
> intern "Versprechen" machen? Klingt ja fast nach "internen
> Leiharbeitern"...

Die genaue Bezeichnung weiß ich nicht mehr.
Er war aber eigens als jemand eingestellt der "Innovationen" machen 
sollte.
So ganz daneben war sein Verhalten also nicht.

Das ist ja gut und schön, aber wenn nicht irgendwann ein verkaufsfähiges 
Produkt herausspringt, ist das für die Katz :-(

von Introvertierter (Gast)


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Das ist nur um uns Introvertierte noch eine weile bei Laune zu halten. 
Wir haben nämlich inzwischen die Schnautze voll und scharren schon mit 
den Hufen. Natürlich da wo uns keiner sieht...

von Paul B. (paul_baumann)


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Introvertierter schrieb:
> Wir haben nämlich inzwischen die Schnautze voll und scharren schon mit
> den Hufen. Natürlich da wo uns keiner sieht...

Im Stall.

MfG Paul

von Aeronaut (Gast)


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Steakholder schrieb:
> Das ist ja gut und schön, aber wenn nicht irgendwann ein verkaufsfähiges
> Produkt herausspringt, ist das für die Katz :-(

Der A380 ist verkaufstechnisch auch eher ein Flop. Dennoch hat er den 
AIRBUS-Konzern weit nach vorne gebracht, immerhin sind die jetzt auf 
Augenhoehe mit Boeing.

Der Wert von Visionen laesst sich nicht unbedingt durch ihren 
unmittelbaren monetaeren Wert beziffern.

von klausi (Gast)


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Steakholder schrieb:
> Der Mensch hat in 4 Jahren wenig produktives geleistet.
>
> Das hat hier ganz schöne Kreise gezogen, denn die Versprechungen (es
> waren technisch nicht realisierbare Dinge) sind bis zum Vorstand des
> Mutterkonzerns duchgedrungen. Der war begeistert.

Krass. So kann es gehen.
Solche Blender erreichen sogar den Vorstand und begeistern. Und erreicht 
wurde Null. Das zählt aber nicht.

Bsp.: Ein Ingenieur, der zB sauber arbeitet und mal einen möglichen Bug 
fixt oder ein Problem löst, bevor es auftritt und der Firma vielleicht 
Hunderttausende einspart, erfährt oft nur, wenn überhaupt ein knappes 
Lob, oder in Ausnahmefällen einen kleinen Bonus, wenn überhaupt, 
vorausgesetzt, sein Chef weiss überhaupt was er geschafft hat. So eine 
gute Arbeit erreicht den Vorstand nicht, da ja das Problem gar nie 
auftrat und der Ingenieur einen super Job machte. Ganz normale Arbeit.

Mal als Beispiel... Was lernt man daraus? Muss man heute eine Art Trump 
sein, dass es die Chefs kapieren?!

von Assistent des Bürovorstehers (Gast)


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> der ein Problem löst, bevor es auftritt und der Firma vielleicht
> Hunderttausende einspart, erfährt oft nur, wenn überhaupt ein knappes
> Lob,

Der Ing ist in erster Instanz genau dafür eingestellt - zum 
Problemlösen.
Wenn er die Firma jedes Jahr ca. 100 k€ kostet...
Soll ich das jetzt noch weiter auswalzen?

von Carl D. (jcw2)


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Assistent des Bürovorstehers schrieb:
>> der ein Problem löst, bevor es auftritt und der Firma vielleicht
>> Hunderttausende einspart, erfährt oft nur, wenn überhaupt ein knappes
>> Lob,
>
> Der Ing ist in erster Instanz genau dafür eingestellt - zum
> Problemlösen.
> Wenn er die Firma jedes Jahr ca. 100 k€ kostet...
> Soll ich das jetzt noch weiter auswalzen?

Dann ist es ja total rentabel, wenn ein nochmal teuerer Dampfplauderer 
ihn am Problemlösen hindert.
Es gibt Firmen, da bemisst sich der Wert eines Mitarbeiters am Budget, 
das er verwaltet. Egal was er damit macht. Hauptsache weg! Zu 100%. Dann 
gibt's Extra-Punkte für Forecast-Akkuratheit.

von genervt (Gast)


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F. B. schrieb:
> Focus Online: Das Zeitalter der Schwätzer ist vorbei

Diese feine Ironie: Ausgerechnet unser Anlageberatunsschwätzer startet 
diesen Thread...

von Dieter F. (Gast)


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F. B. schrieb:
> Das Zeitalter der Schwätzer ist vorbei

Scheinbar nicht.

von Dieter F. (Gast)


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Falk B. schrieb:
> Wer will schon SACHLICHE, bisweilen auch eher KONSERVATIVE Argumente
> hören, wenn es doch die tollen Visonen gibt? Selektive Wahrnehmung.
> Unangenehme, uninterressante Argumente will keiner hören, auch wenn sie
> bisweilen wahr sind.

Das ist eine Sache der Darstellung. Wenn man sich durchsetzen will muss 
man diese heutzutage beherrschen. Argumente interressieren keine Socke - 
wenn diese nicht auch KLV-gerecht (KLV = "Kinder, Laien, Vorstände") 
präsentiert werden.

Es muss alles so aufbereitet werden, dass man auch ohne "tiefen" 
Sachverstand "entscheiden" kann. Kurz - es muss so dargestellt werden, 
dass der Entscheider (falls es denn schief geht) nicht Schuld ist. Die 
Schuld trifft den, der die Entscheidung vorbereitet hat. Falls es gut 
geht ist aber der Entscheider der Held - er hat es ja entschieden, ob 
seiner überragenden Kenntniss der Dinge :-)

Beitrag #5164585 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5164588 wurde von einem Moderator gelöscht.
von genervt (Gast)


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klausi schrieb:
> Bsp.: Ein Ingenieur, der zB sauber arbeitet und mal einen möglichen Bug
> fixt oder ein Problem löst, bevor es auftritt und der Firma vielleicht
> Hunderttausende einspart, erfährt oft nur, wenn überhaupt ein knappes
> Lob, oder in Ausnahmefällen einen kleinen Bonus, wenn überhaupt,
> vorausgesetzt, sein Chef weiss überhaupt was er geschafft hat.

Ähhhh???? Träumst du, oder was?

Testen gehört zum täglichen Handwerk und du willst auch noch eine 
besondere Anerkennung dafür?

von jetzt aber (Gast)


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genervt schrieb:
> Testen gehört zum täglichen Handwerk und du willst auch noch eine
> besondere Anerkennung dafür?

Das ist in der Tat die normale Arbeit. Aus Managersicht sowieso nur 
einfaches Handwerk. Ähnlich wie ein Busfahrer der seine Linie fährt. Da 
trägt er auch Verantwortung für Menschenleben und teures Material, ist 
aber viel billiger als ein Ingenieur. Genauso wird in Führungsetagen 
gedacht. Was wirklich im Business zählt, ist präsentieren und vermarkten 
können. Damit macht man Karriere, damit verkauft man auch noch den 
letzen Schei... und auch schlechte Arbeitsleistung. Ein begabter 
Schwätzer, der sich gut vermarktet, macht viel besser Karriere, als ein 
sehr fähiger Entwickler, der sich überhaupt nicht vermarkten kann.

von genervt (Gast)


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jetzt aber schrieb:
> Ein begabter
> Schwätzer, der sich gut vermarktet, macht viel besser Karriere, als ein
> sehr fähiger Entwickler, der sich überhaupt nicht vermarkten kann.

Ist das jetzt irgendwo überraschend oder so?

von jetzt aber (Gast)


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genervt schrieb:
> Ist das jetzt irgendwo überraschend oder so?

Natürlich nicht, würde man meinen. Für viele die sich nicht verkaufen 
können, ist es das aber. Es gibt sehr gute Entwickler, die auf die Frage 
im VG "erzählen Sie mal was über sich" antworten: Alles was es zu 
erzählen gibt, steht schon in meinen Unterlagen, wenn sie Fragen haben, 
dann fragen Sie konkret. Auf die Fragen kommen anschließend einsilbige 
Antworten. Manche dieser Leute wundern sich dann, daß sie eine Absage 
bekommen, obwohl sie doch so gut sind.

von genervt (Gast)


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jetzt aber schrieb:
> Manche dieser Leute wundern sich dann, daß sie eine Absage
> bekommen, obwohl sie doch so gut sind.

Und die kann man in zwei Gruppen unterteilen: Die, die einfach die 
Klappe nicht aufbekommen und die, die sich nur für gut halten.

Beitrag #5164910 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5164912 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Markus W. (elektrowagi78) Benutzerseite


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Aeronaut schrieb:
> Der A380 ist verkaufstechnisch auch eher ein Flop. Dennoch hat er den
> AIRBUS-Konzern weit nach vorne gebracht, immerhin sind die jetzt auf
> Augenhoehe mit Boeing.
ja aber hauptsächlich deshalb, weil Boing mit seinem Riesenvogel 2 Jahre 
zu spät war und kurz vor der Pleite stand (wieder mal). Da hat das 
Airbus-Konsortium einfach Glück gehabt. Ausserden gibt es genug 
überdrehte Scheichs, die ihre air lines subventionieren, statt Gewinne 
zu machen, weil sie sie aus Repräsentationsgründen betreiben. Die fahren 
ja auch dicke SUVs, die man nicht wirklich braucht. Die nehmen dann 
gerne den dicksten Vogel.


> Der Wert von Visionen laesst sich nicht unbedingt durch ihren
> unmittelbaren monetaeren Wert beziffern.

Es gibt einen sehr grossen Unterschied zwischen Visionen und 
Spinnereien. Visionen sind sicher gut, aber unter diesen finden sich 
eben gute und weniger gut geplante Kalkulationen und durchgeführte 
Umsetzungen und das ist das Problem: Die Schwätzer zerplanen und 
zerreden oft gute Ideen. Zudem kommen die Ideen meist gar nicht von 
Ihnen, sondern von Unten. Die eigenen Ideen der Schwärzer sind meistens 
flach, wenig tief durchdacht und verkennen die Probleme, werden aber 
trotzdem als Kompromiss ins Projekt reingedrückt.

genervt schrieb:
> Testen gehört zum täglichen Handwerk und du willst auch noch eine
> besondere Anerkennung dafür?
Es macht aber einen Unterschied, ob man beim Test das tut, was man 
eigentlich soll, nämlich gute Funktionen als gut abhaken und einige 
wenige Mängel findet, oder ob man einen Riesenbock noch bemerkt-  Böcke, 
die andere eingebaut haben. In der Regel sollte man die eigentlich nicht 
beim Testen, sondern schon beim Designen finden, wenn man die 
grossartigen Ideen der Schwätzer plausibiliert.

: Bearbeitet durch User
von genervt (Gast)


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Mar. W. schrieb:
> Es macht aber einen Unterschied, ob man beim Test das tut, was man
> eigentlich soll, nämlich gute Funktionen als gut abhaken und einige
> wenige Mängel findet, oder ob man einen Riesenbock noch bemerkt-  Böcke,
> die andere eingebaut haben.

Nein, macht es nicht.

von F. B. (finanzberater)


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genervt schrieb:
> jetzt aber schrieb:
>> Ein begabter
>> Schwätzer, der sich gut vermarktet, macht viel besser Karriere, als ein
>> sehr fähiger Entwickler, der sich überhaupt nicht vermarkten kann.
>
> Ist das jetzt irgendwo überraschend oder so?

Es ist traurig, dass es so ist. Außer du bist selbst ein Schwätzer, dann 
findest du so etwas natürlich gut. Wobei es immer vom Vorgesetzten 
abhängt, ob der Schwätzer oder der fähige Entwickler Karriere macht. 
Gibt auch Vorgesetzte, die können Schwätzer nicht ausstehen. Nur haben 
die immer noch jemanden über sich, der keine Ahnung hat. In meiner 
Klitsche haben beispielsweise die Schwätzer erfolgreich beim unfähigen 
Management gegen die kompetenten Vorgesetzten intrigiert, weil sie sich 
als verkannte Genies gefühlt haben.


jetzt aber schrieb:
> Es gibt sehr gute Entwickler, die auf die Frage
> im VG "erzählen Sie mal was über sich" antworten: Alles was es zu
> erzählen gibt, steht schon in meinen Unterlagen, wenn sie Fragen haben,
> dann fragen Sie konkret.

Diese Antwort gefällt mir.

von Dieter F. (Gast)


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F. B. schrieb:
> Diese Antwort gefällt mir

Den Personalern vermutlich aber nicht.

von Markus W. (elektrowagi78) Benutzerseite


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F. B. schrieb:
> Diese Antwort gefällt mir.

Dem Personaler gefällt die mit Sicherheit nicht :-)
Der möchte in der Gesprächsführung die Oberhand haben.
Nimmst Du die ihm weg, bist Du draussen.
Du sitzt zwar noch 1 weitere Stunde da und sprichst mit ihm.
Real aber bist Du schon 10km von der Position entfernt und entfernst 
Dich mit jedem Satz weiter.
Die Typen kenne Ich zur Genüge!

: Bearbeitet durch User
von Retro N. (retronerd)


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F. B. schrieb:
> Focus Online: Das Zeitalter der Schwätzer ist vorbei

Es wird nie vorbei sein, das begann bereits mit der ersten 
Industrialisierung. Es ist nur in letzter Zeit immer schlimmer geworden.



jetzt aber schrieb:
> Schwätzer, der sich gut vermarktet, macht viel besser Karriere, als ein
> sehr fähiger Entwickler, der sich überhaupt nicht vermarkten kann.

Populäres Beispiel: Jobs und Wozniak.

: Bearbeitet durch User
von Dieter F. (Gast)


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Retro N. schrieb:
> Populäres Beispiel: Jobs und Wozniak.

Da verwechselst Du wohl den "Visionär" mit dem "Schwätzer" - schade.

von Hello (Gast)


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F. B. schrieb:
> Focus Online: Das Zeitalter der Schwätzer ist vorbei

Bestimmt nicht. Jetzt wird es erst recht schlimmer. Wenn man sich da 
schon die BWLer Absolventen Zahlen sich anschaut, einfach nur gruselig. 
Sogar Leute, die was technischen studieren, entscheiden sich für 
Laberjobs. War bei meinen Kollegen im Studium nicht anders. Das 
Schwätzertum fängt jetzt erst richtig an.

von Retro N. (retronerd)


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Dieter F. schrieb:
> Retro N. schrieb:
>> Populäres Beispiel: Jobs und Wozniak.
>
> Da verwechselst Du wohl den "Visionär" mit dem "Schwätzer" - schade.

Zugegeben - Jobs war nicht ein einfacher, gewöhnlicher Schwätzer, er 
hatte das Talent, andere das für sich das tun zu lassen, was er selbst 
nicht konnte.

Wenn man an der Spitze oder in einer Führungsposition eines Unternehmens 
steht, nennt man das Visionär. Wenn man einfacher Ingenieur ist, nennt 
man das Schwätzer. So gesehen hast Du Recht.

Helmut Schmidt hat einmal gesagt, "wenn ich Visionen habe, gehe ich zum 
Arzt".

: Bearbeitet durch User
von Dieter F. (Gast)


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Retro N. schrieb:
> Wenn man an der Spitze oder in einer Führungsposition eines Unternehmens
> steht, nennt man das Visionär. Wenn man Ingenieur ist, nennt man das
> Schwätzer. So gesehen hast Du Recht.

Sorry - aber in dem Fall bist Du der Schwätzer.

Schade, dass Du beides nicht voneinader untescheiden kannst.

Retro N. schrieb:
> er
> hatte das Talent, andere das für sich das tun zu lassen, was er selbst
> nicht konnte.

Das ist vollkommen egal, solange man Menschen findet, die es umsetzen 
können - die dafür "brennen". Ohne die Idee - die Vision -  dahinter 
läuft nur 08/15. Bleib weiter in Deiner Welt :-)

von Dieter F. (Gast)


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Retro N. schrieb:
> Helmut Schmidt hat einmal gesagt, "wenn ich Visionen habe, gehe ich zum
> Arzt"

Merkwürdigerweise hat er aber auch Vorstellungen (Visionen) der Zukunft 
gehabt - und danach gehandelt. Schade, dass es solche Politiker nicht 
mehr gibt.

von genervt (Gast)


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Dieter F. schrieb:
> F. B. schrieb:
>> Diese Antwort gefällt mir
>
> Den Personalern vermutlich aber nicht.

Doch, die wissen dann sofort, dass ein Vollpfosten auf der anderen Seite 
sitzt. Dann kann man das Thema entspannt abhaken und sich um die 
verbleibenden Kandidaten konzentrieren.

F. B. schrieb:
> Es ist traurig, dass es so ist.

Jetzt stell dir mal vor, man würde den sozial behinderten Nerd 
befördern, der das Maul nicht auf bekommt. Das wäre doch der blanke 
Horror für ihn!

von Retro N. (retronerd)


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Dieter F. schrieb:
>
> Sorry - aber in dem Fall bist Du der Schwätzer.
>
> Schade, dass Du beides nicht voneinader untescheiden kannst.

Ach was.

Ein Apple Fan, und ein unfreundlicher mit Rechtschreibschwächen dazu.

Schade, dass Du keine Ironie verstehst.

von Dieter F. (Gast)


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genervt schrieb:
> Doch, die wissen dann sofort, dass ein Vollpfosten auf der anderen Seite
> sitzt.

Das ist "unsensibel" :-)

von Dieter F. (Gast)


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Retro N. schrieb:
> Ein Apple Fan, und ein unfreundlicher mit Rechtschreibschwächen dazu.

Weder (Apple Fan) noch (Rechtschreibschwächen) nur Tippfehler - aber das 
sieht auch ein Legastheniker :-)

Unfreundlich - nö - und Ironie wird hier üblicherweise gekennzeichnet 
:-)

von Retro N. (retronerd)


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Dieter F. schrieb:
> Das ist vollkommen egal, solange man Menschen findet, die es umsetzen
> können - die dafür "brennen". Ohne die Idee - die Vision -  dahinter
> läuft nur 08/15. Bleib weiter in Deiner Welt :-)

1. Mit deiner Charakterisierung eines Visionärs begann der 2.Weltkrieg.

2. Woher kennst Du "meine" Welt?

Ich empfehle dir mal folgendes Buch

https://www.amazon.de/iWoz-Autobiographie-Apple-Erfinders-Steve-Wozniak/dp/3446404066

und den Film

https://www.amazon.de/Silicon-Valley-Story-Noah-Wyle/dp/B006WVESHW

Vielleicht relativiert sich dann deine Begeisterung für Jobs.

: Bearbeitet durch User
von Qwertz (Gast)


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Retro N. schrieb:
> 1. Mit deiner Charakterisierung eines Visionärs begann der 2.Weltkrieg.

Oh, jetzt dauert es ja nicht mehr lang, bis der Thread geschlossen wird, 
viele Grüße an Mike Godwin. :-)

von Retro N. (retronerd)


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Qwertz schrieb:
> Retro N. schrieb:
>> 1. Mit deiner Charakterisierung eines Visionärs begann der 2.Weltkrieg.
>
> Oh, jetzt dauert es ja nicht mehr lang, bis der Thread geschlossen wird,
> viele Grüße an Mike Godwin. :-)

Eigentlich ging es ja in dem Thread nur um Schwätzer, und zuletzt um die 
Lobhudelei über Steve Jobs.

Meine Meinung zu Godwin teile ich mit diesem Foristen:
Beitrag "Re: Rente 2.0? Worin investieren?"

von Janine W. (Firma: W+S Consulting) (janinaw)


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> Wobei sich das natürlich nur auf Vorstellungsgespräch und ahnungslose
> Vorgesetzte zutrifft. Bei kompetenten Vorgesetzten hatten Schwätzer
> meiner Erfahrung nach noch nie gute Karten.

1. Vorgesetzte führen ab einer bestimmten Firmengröße keine 
Einstellungsgespräche (mehr), sondern Personaler. Personaler sind in der 
Regel fachunkundig(er), "qualifizieren" aber den zukünftigen 
Vorgesetzten schon einmal vor, bevor die Vorauswahl (des Personalers) 
von diesem abgesegnet wird. Ein Paradies für buzzwordkundige 
"Schwätzer", siehe Beispiel ganz am Anfang - kenne da auch das ein oder 
andere aus eigener Erfahrung, wo man auch nur den Kopf schütteln konnte, 
bevor nach Jahren (!) die Reißleine (mit Abfindung) gezogen wurde.

2. Ob Vorgesetzte grundsätzlich kompetent sind... Peter-Prinzip? ;) Da 
muss man sich ja nur mal Gedanken machen, wer in der Regel zum 
Vorgesetzten aufsteigt. Der Kompetenteste im Unternehmen/in der 
Abteilung? Mit viel Glück vielleicht, aber dann muss der "weniger 
Kompetente" ja auch irgendwo hin. Rückstufen geht schlecht, jahrelange 
Abschiebepositionen gibt's im Grunde nur bei Behörden - also: aufwärts. 
Merkt man was? ;)

: Bearbeitet durch User
von F. B. (finanzberater)


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Janine W. schrieb:
> 2. Ob Vorgesetzte grundsätzlich kompetent sind... Peter-Prinzip? ;) Da
> muss man sich ja nur mal Gedanken machen, wer in der Regel zum
> Vorgesetzten aufsteigt. Der Kompetenteste im Unternehmen/in der
> Abteilung?

Natürlich sind Vorgesetzte nicht grundsätzlich kompetent. Viele werden 
nur zum Vorgesetzten, weil sie am längsten in der Firma sind. Und genau 
so einer hat sich dann auch mit den anderen Schwätzern verbündet, weil 
die kompetenten Vorgesetzten ihn ebenfalls für einen unfähigen Schwätzer 
hielten. Aber das war sowieso ein einziger Intrigandenstadel dort. So 
eine Ansammlung von Schwätzern, narzisstischen Psychopathen und 
unfähigem Management habe ich noch nie erlebt.

von Dieter F. (Gast)


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F. B. schrieb:
> Aber das war sowieso ein einziger Intrigandenstadel dort. So
> eine Ansammlung von Schwätzern, narzisstischen Psychopathen und
> unfähigem Management habe ich noch nie erlebt.

QED

von Le X. (lex_91)


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Dieter F. schrieb:
> F. B. schrieb:
> Aber das war sowieso ein einziger Intrigandenstadel dort. So
> eine Ansammlung von Schwätzern, narzisstischen Psychopathen und
> unfähigem Management habe ich noch nie erlebt.
>
> QED

gähn

Ich hör hier ständig und ausnahmslos Entwickler und Ingenieure schwätzen 
was sie doch für tolle Hechte wären und wie planlos doch sämtlichr 
Manager, Personaler und Marketinger sind.
Trotzdem kriegen genau diese Schwätzer beruflich nix auf die Reihe.
Wann wird euch dieses Geschwätz denn endlich mal zu blöd?

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Mitnerd.

Retro N. schrieb:

>> Das ist vollkommen egal, solange man Menschen findet, die es umsetzen
>> können - die dafür "brennen". Ohne die Idee - die Vision -  dahinter
>> läuft nur 08/15. Bleib weiter in Deiner Welt :-)
>
> 1. Mit deiner Charakterisierung eines Visionärs begann der 2.Weltkrieg.

Meine Zustimmung.

Visionäre sind oft Problemfälle. Das haben schon viele andere erkannt. 
Siehe auch "Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen" (Helmut Schmidt)

Übrigens ist "positiv Denken" auch so ein Problemfall, weil es aus 
Umtriebigkeit und Kreativität dann sehr oft kriminelle Energie macht.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

: Bearbeitet durch User
von Axel L. (axel_5)


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Bernd W. schrieb:
> Hallo Mitnerd.
>
> Retro N. schrieb:
>
>>> Das ist vollkommen egal, solange man Menschen findet, die es umsetzen
>>> können - die dafür "brennen". Ohne die Idee - die Vision -  dahinter
>>> läuft nur 08/15. Bleib weiter in Deiner Welt :-)
>>
>> 1. Mit deiner Charakterisierung eines Visionärs begann der 2.Weltkrieg.
>
> Meine Zustimmung.
>
> Visionäre sind oft Problemfälle. Das haben schon viele andere erkannt.
> Siehe auch "Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen" (Helmut Schmidt)

Und wer hätte dann Amerika entdeckt oder das Antibiotikum ? Leute, die 
solche umwälzende Entdeckungen oder Erforschungen machen, erfüllen alle 
das oben genannte Kriterium, sonst würden sie sich nicht durchsetzen.

Ich verstehe aber auch nicht, warum neuerdings Helmut Schmidt so gerne 
zitiert wird, seine Leistungen als Bundeskanzler waren eher überschaubar 
und tolle Sprüche machen, wenn man nicht dafür gerade stehen muss, 
können andere auch.

> Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
> http://www.l02.de

Gruss
Axel

von Retro N. (retronerd)


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Axel L. schrieb:
> Und wer hätte dann Amerika entdeckt oder das Antibiotikum ? Leute, die
> solche umwälzende Entdeckungen oder Erforschungen machen, erfüllen alle
> das oben genannte Kriterium, sonst würden sie sich nicht durchsetzen.
>

Danke. Mit Deinen Beispielen widerlegst Du deine Argumentation selbst.

Was Du beschreibst sind - von den Schwätzern und Blendern mal ganz 
abgesehen - keine Visionäre, sondern engagierte Enthusiasten mit 
herausragenden Fähigkeiten.
Die einen Labern, die anderen machen.

Dir scheint der Unterschied überhaupt nicht klar zu sein, gepaart mit 
mangelhafter Geschichtskenntnis:

Christoph Kolubus war ein passionierter Seefahrer, der zufällig auf der 
Suche nach dem Seeweg nach Indien Amerika entdeckt hat. Nix Vision, 
reiner Zufall.
Alexander Fleming war ein engagierter Forscher, der bei seinen 
Beobachtungen zufällig das Penicillin entdeckte. Schon wieder: Keine 
Vision, sondern engagierte Forschung!

Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Enthusiasmus
Im heutigen allgemeinen Sprachgebrauch ... und bezeichnet vielmehr einen 
unbeschränkten, emotionalen und persönlichen Einsatz für ein Ideal oder 
eine gemeinsame Sache.

Visonär:
https://de.wiktionary.org/wiki/Visionär
Eine Person, die Vorstellungen von der Zukunft entwickelt

> Ich verstehe aber auch nicht, warum neuerdings Helmut Schmidt so gerne
> zitiert wird, seine Leistungen als Bundeskanzler waren eher überschaubar
> und tolle Sprüche machen, wenn man nicht dafür gerade stehen muss,
> können andere auch.
Er wird oft zitiert, weil  das Wort "Visionär" heutzutage geradezu 
inflationär für jeden Schwätzer verwendet wird und seine damalige 
Bemerkung heute mehr zutrifft als je zuvor.

Und wieder mangelnde Geschichtskenntnis.
Er hat als Person in seiner Laufbahn weit mehr geleistet, als manch 
einer seiner heutigen Kollegen, die sich davon ruhig eine Scheibe 
abschneiden könnten:

https://de.wikipedia.org/wiki/Helmut_Schmidt

: Bearbeitet durch User
von Retro N. (retronerd)


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Le X. schrieb:
> Dieter F. schrieb:
>> F. B. schrieb:
>> Aber das war sowieso ein einziger Intrigandenstadel dort. So
>> eine Ansammlung von Schwätzern, narzisstischen Psychopathen und
>> unfähigem Management habe ich noch nie erlebt.
>>
>> QED
>
> gähn
>
> Ich hör hier ständig und ausnahmslos Entwickler und Ingenieure schwätzen
> was sie doch für tolle Hechte wären und wie planlos doch sämtlichr
> Manager, Personaler und Marketinger sind.
> Trotzdem kriegen genau diese Schwätzer beruflich nix auf die Reihe.
> Wann wird euch dieses Geschwätz denn endlich mal zu blöd?

Komisch, da musst Du offenbar in einem anderen Forum gelesen haben, denn 
um diesen Thread handelt es sich offensichtlich nicht.

Hier geht es vielmehr darum, daß sich in der heutigen Zeit 
außergewöhnlich viele Selbstdarsteller ohne wirkliche Eignung und 
Qualifikation Positionen in Unternehmen und Institutionen erschleichen, 
die sich dann im Worst Case auch noch etablieren können und später nach 
dem Peter-Prinzip in leitenden Positionen geparkt werden. Gerade in 
grossen Organisationsstrukturen können Schwätzer meist gut überleben, 
weil sie sich gut hinter anderen verstecken können.

Dabei rede ich noch nicht mal von augenscheinlichen Betrügern wie 
https://de.wikipedia.org/wiki/Gert_Postel sondern von ganz "normalen" 
Bewerbern, quer durch alle Berufssparten.

IMHO handelt sich um ein breites gesellschaftliches Problem, das es zwar 
schon immer gab, aber heutzutage verstärkt auftritt.

Dabei spielen u.a. der durch moderne Medien stark beschleunigte 
Informationsaustausch und Erwartungsdruck eine grosse Rolle.

Bullshit Bingo kann heute jeder spielen, der sich entsprechende 
Begrifflichkeiten im Internet angelesen hat, ohne eine tiefere 
Sachkenntnis über ein Thema zu haben. Und Selbstdarstellung wird heute 
schon ab dem Vorschulalter in den Social Media praktiziert, und bis zum 
Erwachsenenalter zur Perfektion gebracht.

: Bearbeitet durch User
von Axel L. (axel_5)


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Retro N. schrieb:
> Axel L. schrieb:
>> Und wer hätte dann Amerika entdeckt oder das Antibiotikum ? Leute, die
>> solche umwälzende Entdeckungen oder Erforschungen machen, erfüllen alle
>> das oben genannte Kriterium, sonst würden sie sich nicht durchsetzen.
>>
>
> Danke. Mit Deinen Beispielen widerlegst Du deine Argumentation selbst.
>
> Was Du beschreibst sind - von den Schwätzern und Blendern mal ganz
> abgesehen - keine Visionäre, sondern engagierte Enthusiasten mit
> herausragenden Fähigkeiten.
> Die einen Labern, die anderen machen.
>
> Dir scheint der Unterschied überhaupt nicht klar zu sein, gepaart mit
> mangelhafter Geschichtskenntnis:
>
> Christoph Kolubus war ein passionierter Seefahrer, der zufällig auf der
> Suche nach dem Seeweg nach Indien Amerika entdeckt hat. Nix Vision,
> reiner Zufall.

Ja, klar, die Reise nach Indien in Richtung Westen war aus damaliger 
Sicht eine völlig klare Sache. Was hätte man auch sonst tun sollen, wenn 
man schon mit dem Schiff unterwegs war ?

Aus Sicht eines Schmidt wäre das damals eine Vision gewesen, die 
allenfalls unter Einfluss beliebiger Mengen Opiate zu erzielen gewesen 
wäre.

Gruss
Axel

von Genervter (Gast)


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Janine W. schrieb:
> 1. Vorgesetzte führen ab einer bestimmten Firmengröße keine
> Einstellungsgespräche (mehr), sondern Personaler. Personaler sind in der
> Regel fachunkundig(er), "qualifizieren" aber den zukünftigen
> Vorgesetzten schon einmal vor, bevor die Vorauswahl (des Personalers)
> von diesem abgesegnet wird.

Ach ja, und das ist als positiv einzustufen?
Worin soll denn der Personaler qualifizierter sein? Genau die lassen 
sich doch von den Schwätzern blenden.

Und dann kommen Schlauberger wie Frau Wagner, tauchen hier als 
Consultant auf und schwadronieren über die Industrie 4.0
https://www.mikrocontroller.net/topic/436629#5166101

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Sorry, ich habe den Beitrag gerade gelöscht ;-)

Für die, die nicht wissen, was drin steht: das war wirklich nur 
schwadroniert, offenbar auch noch einige Wochen zu spät.

von Le X. (lex_91)


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Genervter schrieb:
> Worin soll denn der Personaler qualifizierter sein? Genau die lassen
> sich doch von den Schwätzern blenden.

Jaja da ist sie wieder, die planlose Arroganz des kleinen Ingenieurs.
Alle doof nur ich nicht.
Aber wer nix auf die Reihe kriegt muss halt irgendwem die Schuld geben 
können. Personaler und Manager bieten sich da immer perfekt an.

Hat dich mal einer gnadenlos aussortiert? Oder woher der Unmut?

: Bearbeitet durch User
von Newsfeed (Gast)


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Aeronaut schrieb:
> Der A380 ist verkaufstechnisch auch eher ein Flop. Dennoch hat er den
> AIRBUS-Konzern weit nach vorne gebracht, immerhin sind die jetzt auf
> Augenhoehe mit Boeing.

Das sind die nächsten. Nach Siemens und VW.

von Feeme (Gast)


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F. B. schrieb:

> Focus Online: Das Zeitalter der Schwätzer ist vorbei

Dieser Thread hat den Focus widerlegt.

von Retro N. (retronerd)


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Feeme schrieb:
> F. B. schrieb:
>
>> Focus Online: Das Zeitalter der Schwätzer ist vorbei
>
> Dieser Thread hat den Focus widerlegt.

Definitiv!

von Dieter F. (Gast)


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Retro N. schrieb:
> Definitiv!

Wenn Du es schreibst wird es wohl stimmen.

von genervt (Gast)


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Le X. schrieb:
> Ich hör hier ständig und ausnahmslos Entwickler und Ingenieure schwätzen
> was sie doch für tolle Hechte wären und wie planlos doch sämtlichr
> Manager, Personaler und Marketinger sind.
> Trotzdem kriegen genau diese Schwätzer beruflich nix auf die Reihe.
> Wann wird euch dieses Geschwätz denn endlich mal zu blöd?

Was ja noch viel bemerkenswerter ist: Warum gründen diese Superhelden 
nicht konsequenter Weise eine eigene Firma? Selbst Chef und bestimmen, 
die perfekten Entwickler finden und erfolgreich Produkte entwickeln?

Vermutlich wissen die genau, dass sie es fachlich nur in der Phantasie 
bringen und daher das Maul nicht mal aufmachen könnten, wenn sie es sich 
trauen.

Hier im Forum können die dann aber problemlos angeben!

Wer ist jetzt noch mal der Schwätzer?

von Parteipropaganda entlarvt (Gast)


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> Was ja noch viel bemerkenswerter ist: Warum gründen diese Superhelden
> nicht konsequenter Weise eine eigene Firma? Selbst Chef und bestimmen,
> die perfekten Entwickler finden und erfolgreich Produkte entwickeln?
das geht nicht, weil anders als in der Schweiz es hier keinen 
wirtschaftlichen Freiraum für Kleinbetriebe gibt - Du wirst hier 
steuerlich schon gleich zu Anfang platt gemacht bzw. durch Großbetriebe 
mit Steuervorteilen ohne Ende voll abgedümpft; das ist der entscheidende 
Unterschied.
Also lohnt das nicht bzw. wird zum Abenteuer!

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Parteipropaganda entlarvt schrieb:
> das geht nicht, weil anders als in der Schweiz es hier keinen
> wirtschaftlichen Freiraum für Kleinbetriebe gibt - Du wirst hier
> steuerlich schon gleich zu Anfang platt gemacht

Davon habe ich nichts bemerkt - inwiefern?

> bzw. durch Großbetriebe
> mit Steuervorteilen ohne Ende voll abgedümpft;

Auch davon habe ich nichts bemerkt - inwiefern?

> Also lohnt das nicht bzw. wird zum Abenteuer!

Erstes kann ich nun gar nicht bestätigen, aber das zweite stimmt - und 
das ist gut so :-)

von niggaoncrack (Gast)


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F. B. schrieb:

> Focus Online

Hier habe ich aufgehört zu lesen.

von genervt (Gast)


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Parteipropaganda entlarvt schrieb:
> Also lohnt das nicht bzw. wird zum Abenteuer!

Was ja offenbar saudummes Geschwätz ist, da es ja genügend Kleinbetriebe 
gibt, die trotz inkompetenten Chefs und trotteligen Personalern 
hochkarätige Entwickler anstellen und am Markt bestehen können.

Wahrscheinlich sind diese selbsternannten Superentwickler mit Durchblick 
nur erbärmliche stille Schwätzer.

von Qwertz (Gast)


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genervt schrieb:
> stille Schwätzer

Wie geht das denn? Ein Oxymoron?

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo entlarvte Parteipropaganda.

Parteipropaganda entlarvt schrieb:

>> Was ja noch viel bemerkenswerter ist: Warum gründen diese Superhelden
>> nicht konsequenter Weise eine eigene Firma? Selbst Chef und bestimmen,
>> die perfekten Entwickler finden und erfolgreich Produkte entwickeln?
> das geht nicht, weil anders als in der Schweiz es hier keinen
> wirtschaftlichen Freiraum für Kleinbetriebe gibt - Du wirst hier
> steuerlich schon gleich zu Anfang platt gemacht bzw. durch Großbetriebe
> mit Steuervorteilen ohne Ende voll abgedümpft; das ist der entscheidende
> Unterschied.

Nun, ich kenne mindestens zwei Startups, die haben aus dem Problem eine 
Tugend gemacht, und hatten als unausgesprochenen Unternehmenszweck halt 
"den großen so auf den Wecker zu gehen, dass sie teuer aufgekauft 
werden" Und das hat sogar funktioniert.

Ob es viel zum Bruttosozialprodukt beigetragen hat, und ob dadurch 
langfristig auch Arbeitsplätze geschaffen wurden, kann ich aber nicht 
beurteilen und vermute auch eher nicht.
Zumindest ist es kein unternehmerisches Prinzip das für die Breite 
taugt.


> Also lohnt das nicht bzw. wird zum Abenteuer!

Wirtschaft und Führung ist notgedrungen immer zu einem großen Teil 
zocken. :(

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

von Reinecke Fuchs (Gast)


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Qwertz schrieb:
> genervt schrieb:
>> stille Schwätzer
>
> Wie geht das denn? Ein Oxymoron?

Er meint doch nur diejenigen, welche hinter dem Rücken derjenigen die es 
nicht hören sollen, schwätzen. Sozusagen im Stillen...

von Parteipropaganda entlarvt (Gast)


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> Davon habe ich nichts bemerkt - inwiefern?
Typisches Beispiel sind z.B. Lebensmittelketten oder auch Elektroläden 
wie Saturn&Mediamarkt; die hast Du in anderen Ländern in dieser 
Konzentration nicht - mach mal Urlaub z.B. in Basel und vergleiche diese 
Stadt mal mit einer Stadt in Deutschland von gleicher Größe.
Da gibt es noch viele kleine Läden, die so niemals in Deutschland 
existieren könnten!
Der deutsche Staat will die Selbstständigkeit nicht, 
Billiglohn-Arbeitnehmer sind gefragt und entsprechend sind die Vorgaben.
Offenbar scheint da die Gesetzgebung in z.B. der Schweiz anders zu sein;
würde mich mal interessieren - vielleicht was das ja jemand.

Auch davon habe ich nichts bemerkt - inwiefern?
Was meinst Du denn wieviele Kleinbetriebe unter z.B. einer 
Vorsteuervorauszahlung ächzen ?
Was ist denn, wenn Dein Endkunde nicht pünktlich zahlt?
Klar, kann man alles regeln, kostet aber Zeit!
Da ist ein Großbetrieb einfach besser aufgestellt und wird auch 
steuerlich hofiert ... schaue Dir nur mal das Extrembeispiel 
Autoindustrie an; da wird das Fahrverbot dann einfach vom Tisch gefegt, 
unglaublich aber war.
Den Bonus gibt's als Kleinbetrieb nicht, ein Fehler und Konkurs.

von Parteipropaganda entlarvt (Gast)


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Hallo Herr Wiebus,

> Nun, ich kenne mindestens zwei Startups, die haben aus dem Problem eine
> Tugend gemacht, und hatten als unausgesprochenen Unternehmenszweck halt
> "den großen so auf den Wecker zu gehen, dass sie teuer aufgekauft
> werden" Und das hat sogar funktioniert.
das ist ein sehr gutes Beispiel wie es hier läuft - einfach aufgekauft 
werden vom Großbetrieb und die Kohle mitnehmen, weil es schlicht keinen 
Sinn macht.
Das kann aber doch nicht Ziel&Zweck der Selbstständigkeit sein?
Ist es aber, weil der Staat die Gesetzgebung zugunsten von Großbetrieben 
auslegt, je größer desto besser - ab einen gewissen Level geht es um 
Arbeitsplätze und da werden Gesetze für Großbetriebe auch mal 
hingebogen.
Also von Staats wegen eine einseitige Förderung.
Das sieht man übrigens auch sehr schön in der Landwirtschaft, z.B. 
Brandenburg, wo der Konzentrationsprozeß schön weiter voranschreitet.

von Parteipropaganda entlarvt (Gast)


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> Was ja offenbar saudummes Geschwätz ist, da es ja genügend Kleinbetriebe
> gibt, die trotz inkompetenten Chefs und trotteligen Personalern
> hochkarätige Entwickler anstellen und am Markt bestehen können.
Das sind dann schon mindestens mittelständische Firmen & Großbetriebe - 
und da ist dann Hierachie und Unterwürfigkeit gefragt.
Nach oben gibt es keine Kritik, sonst ist der eigene Job unsicher ... 
das weiß auch jeder - deshalb lieber schön geistig abschalten.

von Janine W. (Firma: W+S Consulting) (janinaw)


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Genervter schrieb:
> Ach ja, und das ist als positiv einzustufen?
> Worin soll denn der Personaler qualifizierter sein? Genau die lassen
> sich doch von den Schwätzern blenden.
>
> Und dann kommen Schlauberger wie Frau Wagner, tauchen hier als
> Consultant auf und schwadronieren über die Industrie 4.0
Lesen und Verstehen sind halt zwei verschiedene Paar Schuhe, aber macht 
nichts.

1. Bewerte ich das nicht positiv (Tipp: Kontext erfassen), sondern das 
ist der IST Zustand. Und ja, erneut: Kontext, DESWEGEN können 
"Schwätzer" sich so leicht Positionen erschleichen, da Personaler XY 
einfach nur Buzzwords XY hören möchte. Wie sollte er auch sonst 
Kompetenz erfassen können? Weil man als BWLer neuerdings auch noch 
nebenbei ein Ingenieurs-, Informatik-, was auch immer der mögliche, 
ungewisse zukünftige Arbeitgeber verlangt Studium einschiebt und 
Kandidaten gleich auf Herz und Nieren prüft? Warum kommt denn in 
modernen Firmen das Einstellungsgespräch mehr und mehr aus der Mode? 
Weil Personaler einfach zu geil sind - oder weil die meisten Menschen 
sich in Konfliktgesprächen doch eher vom Bauch statt vom Kopf leiten 
lassen?

2. Dass man als Entwicklerin neuerdings Consultant ist - naja, keine 
Ahnung was Du so rauchst. Aber danke für's Kompliment, ab und zu gebe 
ich firmen-und themenfremden auf Nachfrage schon gern Ratschläge, würde 
mich aber trotzdem nicht so über den Klee loben.

Chris D. schrieb:
> Sorry, ich habe den Beitrag gerade gelöscht ;-)
>
> Für die, die nicht wissen, was drin steht: das war wirklich nur
> schwadroniert, offenbar auch noch einige Wochen zu spät.
Genau, im Gegensatz zu den anderen Beiträgen im Ursprungsbeitrag 
natürlich. ;) Aber erst abtrennen, verschieben und dann "Oho, was ist 
denn das?" - nun ja... aber macht nichts. Vielleicht muss ich einfach 
mehr über Helmut Schmidt schreiben und wie doof mein Vorredner ist statt 
themenbezogen. ;)

genervt schrieb:
> Was ja noch viel bemerkenswerter ist: Warum gründen diese Superhelden
> nicht konsequenter Weise eine eigene Firma?
Manche Menschen lieben ihre 38,5 Stundenwoche mit 86k Jahresgehalt und 
sind damit zufrieden. Aber wahrscheinlich bist Du auch so einer der 
meint Selbständige machen nichts und streichen dafür die dicke Kohle 
ein, da kann's doch auch jeder machen.

> Vermutlich wissen die genau, dass sie es fachlich nur in der Phantasie
> bringen und daher das Maul nicht mal aufmachen könnten, wenn sie es sich
> trauen.
Ne, wir verstecken uns lieber hinter Pseudonymen und Gastaccounts und 
reißen dann das Maul auf. ;)

> Le X. schrieb:
> Ich hör hier ständig und ausnahmslos Entwickler und Ingenieure schwätzen
> was sie doch für tolle Hechte wären und wie planlos doch sämtlichr
> Manager, Personaler und Marketinger sind.
> Trotzdem kriegen genau diese Schwätzer beruflich nix auf die Reihe.
> Wann wird euch dieses Geschwätz denn endlich mal zu blöd?
Woher beziehst Du eigentlich dein arkanes Wissen um Entwickler und 
Ingenieure? Und nur als Tipp: Im Marketing muss man leider auch halbwegs 
Ahnung von dem Mist haben, den man anpreist - sonst wird's für alle 
peinlich. Die Marketer sind im Gegensatz zur eher autonom, mangels 
häufiger Überschneidungen, agierenden Personalabteilung schon lange aus 
ihren Silos raus.

: Bearbeitet durch User
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Parteipropaganda entlarvt schrieb:
>> Davon habe ich nichts bemerkt - inwiefern?
> Typisches Beispiel sind z.B. Lebensmittelketten oder auch Elektroläden
> wie Saturn&Mediamarkt; die hast Du in anderen Ländern in dieser
> Konzentration nicht - mach mal Urlaub z.B. in Basel und vergleiche diese
> Stadt mal mit einer Stadt in Deutschland von gleicher Größe.
> Da gibt es noch viele kleine Läden, die so niemals in Deutschland
> existieren könnten!

Das liegt vermutlich daran, dass viele kleine Betriebe hier regional und 
per Internet vermarkten. Denn diese Kleinbetriebe gibt es hier in DE 
sehr wohl zu Hauf und mit entsprechenden Produkten laufen die auch sehr 
gut.

Ich habe ja nun mit vielen Kollegen im KMU-Bereich zu tun und abgesehen 
von der üblichen Klagerei geht es denen allen recht gut. Dass jemand 
aufgibt, ist da die absolute Ausnahme. Vor allem hat das nichts mit der 
Steuergesetzgebung zu tun.

> Der deutsche Staat will die Selbstständigkeit nicht,

Das kann ich nicht unterschreiben.
Und er fördert sie auch steuerlich sehr ordentlich.

Wenn ich mir alleine die GmbH-Konstrukte einiger Bekannter so anschaue, 
dann gibt es eigentlich keine besseren Steuervermeidungsgebilde, wenn 
man sich auf das Inland beschränkt.

> Billiglohn-Arbeitnehmer sind gefragt und entsprechend sind die Vorgaben.
> Offenbar scheint da die Gesetzgebung in z.B. der Schweiz anders zu sein;
> würde mich mal interessieren - vielleicht was das ja jemand.

Das heisst, Du vermutest nur.

> Auch davon habe ich nichts bemerkt - inwiefern?
> Was meinst Du denn wieviele Kleinbetriebe unter z.B. einer
> Vorsteuervorauszahlung ächzen ?

Was für eine Vorsteuervorauszahlung? Was Du meinst, ist vermutlich die 
Umsatzsteuervorauszahlung.

> Was ist denn, wenn Dein Endkunde nicht pünktlich zahlt?
> Klar, kann man alles regeln, kostet aber Zeit!

Das Problem der Zahlungsausfälle haben alle Unternehmen, die es nicht 
schaffen, sich breiter aufzustellen. Wer sich von nur wenigen Kunden 
abhängig macht, geht immer ein hohes Risiko ein.
Das ist kein Alleinstellungsmerkmal eines Kleinunternehmens. Wir hier 
haben hier über 500 Industriekunden und ich habe darauf geachtet, breit 
zu streuen. Zusätzlich gibt es bald noch mehr Privatkunden, so dass das 
Ganze auch konjunkturunabhängiger wird. Wenn da mal welche nicht zahlen, 
ist das nicht weiter tragisch.

Davon abgesehen kannst Du gerade zu Beginn Istversteuerung (bis 500k 
Umsatz und 50k Gewinn) wählen, womit das Problem der Vorauszahlungen 
verschwindet. Praktischerweise kann man dann sogar seinen Gewinn schön 
herunterrechnen, in dem man Anschaffungen entsprechend legt. Bei 
Überschreitung dieser Grenzen sollte die Vorauszahlung dann wirklich 
kein Problem mehr sein.

> Da ist ein Großbetrieb einfach besser aufgestellt und wird auch
> steuerlich hofiert

Beispiele, die ich nicht nutzen kann?

 ... schaue Dir nur mal das Extrembeispiel
> Autoindustrie an; da wird das Fahrverbot dann einfach vom Tisch gefegt,
> unglaublich aber war.
> Den Bonus gibt's als Kleinbetrieb nicht, ein Fehler und Konkurs.

Das Fahrverbot ist überhaupt noch nicht vom Tisch. Wenn die Werte nicht 
bald stimmen, wird man um Fahrverbote nicht herumkommen. Das hat 
außerdem mit Steuern nichts zu tun.

von Gästchen (Gast)


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F. B. schrieb:
> Da bin ich aber mal gespannt. Widerspricht meine bisherigen Erfahrungen.

Meinen auch, aber vielleicht habe ich nicht den Trend erkannt? Ich bin 
eher der Meinung dass Inhalte heute niemanden interessieren, das beste 
Beispiel wäre die Hetze der Politiker gegen eine Partei die versuchen 
das Wort "Nazi" immer lauter zu schreien um Recht zu behalten. 
Vorstellungsgespräche laufen ähnlich ab mit Dummkeulen wie "Marktführer" 
oder "Kernkompetenz". Nach der Einstellung merkt man dass beides nicht 
drin ist.
Was stimmt ist der Trend dass die ganzen Dummschwätzer-Branchen wie z.B. 
"Unternehmensberatungen" immer mehr Schwierigkeiten bekommen weil man 
gesehen haben dass ihre Konzepte (die größtenteils auf das Sparen auf 
Kosten der Arbeitnehmer basieren) langfristig abkacken und sogar für 
beide Schaden verursachen. Dies gilt natürlich nicht für irgendwelche 
ewige Eintagsfliegen "Start-Up"-Bullshit-Produzenten. Na dann wollen wir 
hoffen dass die Schwätzer immer mehr gezwungen werden echte und 
nachvollziehbare Wertschöpfung zu betreiben.

von genervt (Gast)


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Janine W. schrieb:
> Aber wahrscheinlich bist Du auch so einer der
> meint Selbständige machen nichts und streichen dafür die dicke Kohle
> ein, da kann's doch auch jeder machen.

Oje, weiter Oben hast du noch von Lesen und Verstehen schwadroniert und 
bist dann prompt ins Glashaus marschiert.

Beitrag #5170362 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Stefan (Gast)


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Nicht nur das Zeitalter der Schwätzer ist vorbei, sondern auch das der 
hoch daher staksenden, bornierten Gockel.
Auch das der arroganten Konzerne, insbesondere der, in welchen nur noch 
verwaltet wird. Jener also, wo auf einen arbeitenden Ingenieur oder 
Angestellten ein ganzer Wasserkopf an Verwaltung angesetzt ist und 
kilometerlange Warenwirtschaftsprogrammseiten, um auch nur ein Bauteil 
zu verwenden, ausgefüllt werden müssen.

von Parteipropaganda entlarvt (Gast)


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> Ich habe ja nun mit vielen Kollegen im KMU-Bereich zu tun und abgesehen
> von der üblichen Klagerei geht es denen allen recht gut. Dass jemand
> aufgibt, ist da die absolute Ausnahme.
weil es keinen Weg mehr zurück gibt - das weiß auch jeder, der sich 
selbstständig macht ... danach bist Du als Angestellter nicht mehr zu 
gebrauchen.
Also droht ansonsten Arbeitslosigkeit, und deswegen wird weiter gemacht!
Egal, wie schlecht die Lage ist.

> Vor allem hat das nichts mit der Steuergesetzgebung zu tun.
letztendlich schon - diese ist zu kompliziert und es gibt keinen 
Spielraum, das merken vor allen Dingen Kleinbetriebe mit kleinen 
Umsätzen (also Du wahrscheinlich nicht mehr).

> Das heisst, Du vermutest nur.
na ja, bei mir kommen schon Fragen auf - der Einebnungsprozeß ist in der 
Schweiz nicht so wie in Deutschland und ich vermute deshalb staatlich 
Vorgaben ... und das ist auch gut so!
Ebenso wie in Frankreich wo jemand, der beim Dienstleister arbeitet 
deutlich mehr verdient als in der regulären Firma - per Gesetz, da geht 
es und hier nicht.
Und hier ist das nichts weiter als Hire&Fire (dank Befristung) über die 
Hintertür, auch noch abgenickt von der Gewerkschaft, also noch 
schlechter als in USA.

> Was für eine Vorsteuervorauszahlung? Was Du meinst, ist vermutlich die
> Umsatzsteuervorauszahlung.
richtig, mein Fehler.

> Das Problem der Zahlungsausfälle haben alle Unternehmen, die es nicht
> schaffen, sich breiter aufzustellen. Wer sich von nur wenigen Kunden
> abhängig macht, geht immer ein hohes Risiko ein.
Insbesondere in der Startphase kann genau das Dir das Genick brechen - 
das hohe Investitionsvolumen, Kundenstamm und -aquise, etc. hast Du am 
Anfang alles nicht und wenn Du nicht gerade ein absolutes 
Alleinstellungsmerkmal hast (wie das bei Dir vermutlich der Fall war?), 
dann wird das ganz schwer, zumal es in der Startphase eben keine 
Geschenke vom Staat gibt, da wird sofort kassiert. Das ist in anderen 
Staaten besser.
Aber Du hast natürlich recht - in Italien hast Du die Mafia und hier 
eben den Staat, der zur Kasse bittet ... in jeden Land werden Mißstände 
voll akzeptiert, ist wohl wahr.

> Davon abgesehen kannst Du gerade zu Beginn Istversteuerung (bis 500k
> Umsatz und 50k Gewinn) wählen, womit das Problem der Vorauszahlungen
> verschwindet.
Das muß dann Dein Kooperationspartner über den Du z.B. Waren beziehst 
mitmachen wollen ?
Geht das automatisch für jede Firma ? Bin ich mir nicht so sicher.
Das ist genauso wie GmbH und Ltd. (die weitaus weniger Einsatzkapital 
verlangt) - na dann mach mal hierzulande eine Ltd. auf, kommt nicht so 
gut an bei Deinen Geschäftspartnern.

> Wir hier haben hier über 500 Industriekunden und ich habe darauf
> geachtet, breit zu streuen. Zusätzlich gibt es bald noch mehr
> Privatkunden, so dass das Ganze auch konjunkturunabhängiger wird. Wenn
> da mal welche nicht zahlen, ist das nicht weiter tragisch.
das ist dann schon eine ganz andere Liga.
Natürlich hast Du dann auch mehr Zeit Dich um Steuertricksereien zu 
kümmern, weil das Kerngeschäft eben gut läuft - das ist aber kein 
Automatismus ... es kann ja auch sein und sollte auch so sein, daß Du 
genau dafür die meiste Zeit benötigst. Das sind die Leute von denen Du 
oben gesprochen hast - die klagen, aber eigentlich geht es denen bombig 
gut ??? ... na ja, Deutschland ist ein reiches Land und da ist eben 
jeder Selbstständige auch reich :->:->
Bleibt nur zu hoffen, daß der Firmenwagen auf Pump auch schon abbezahlt 
ist ;->

Weiterhin gehe ich davon aus, daß Dein Geschäft mehr oder weniger 
konkurrenzlos ist - es sei Dir gegönnt.
Genau das ist aber nicht immer der Fall.
Klar, wenn ich quasi Marktführer in einem Nischensegment bin, dann kann 
mir schlimmstenfalls die Übernahme durch ein Großunternehmen drohen, was 
dem goldenen Handschlag gleich käme :-)

von Parteipropaganda entlarvt (Gast)


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> Auch das der arroganten Konzerne, insbesondere der, in welchen nur noch
> verwaltet wird.
das ist ein Irrtum; im Gegenteil das wird noch ausgeweitet, damit 
Kleinbetriebe schneller den Löffel abgeben.

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von F. F. (foldi)


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Steakholder schrieb:
> bis zum Vorstand des
> Mutterkonzerns duchgedrungen. Der war begeistert.

Die warten halt alle auf einen Steve Jobs.
Aber was ich fragen wollte, ist euer Vorgesetzter noch da?
Normal gehen die doch gleich hinterher.

von knallbär (Gast)


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Parteipropaganda entlarvt schrieb:
>> Was für eine Vorsteuervorauszahlung? Was Du meinst, ist vermutlich die
>> Umsatzsteuervorauszahlung.
> richtig, mein Fehler.
Parteipropaganda entlarvt schrieb:
>> Davon abgesehen kannst Du gerade zu Beginn Istversteuerung (bis 500k
>> Umsatz und 50k Gewinn) wählen, womit das Problem der Vorauszahlungen
>> verschwindet.
> Das muß dann Dein Kooperationspartner über den Du z.B. Waren beziehst
> mitmachen wollen ?
> Geht das automatisch für jede Firma ? Bin ich mir nicht so sicher.
> Das ist genauso wie GmbH und Ltd. (die weitaus weniger Einsatzkapital
> verlangt) - na dann mach mal hierzulande eine Ltd. auf, kommt nicht so
> gut an bei Deinen Geschäftspartnern.

Junge, Junge, Junge, du scheinst mir einer der Dampfplauderer hier zu 
sein von denen in diesem Fred alle reden. Schimpfst auf die steuerliche 
Behandlung des Staates kleiner Unternehmen, kennst aber weder die 
Terminologie, noch kennst du die anwendbaren (nach meinem Geschmack sehr 
einfachen) Steuerregeln :D.

Ich hatte übrigens ebenfalls ein kleines Unternehmen. Das ist keine 
Black Magic.

Hauptsache von Ltd. schwadronieren, wenn man offenbar die hiesigen 
Rechtsformen nicht mal kennt.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Parteipropaganda entlarvt schrieb:
>> Ich habe ja nun mit vielen Kollegen im KMU-Bereich zu tun und abgesehen
>> von der üblichen Klagerei geht es denen allen recht gut. Dass jemand
>> aufgibt, ist da die absolute Ausnahme.
> weil es keinen Weg mehr zurück gibt - das weiß auch jeder, der sich
> selbstständig macht ... danach bist Du als Angestellter nicht mehr zu
> gebrauchen.

Das weiss man sogar vorher :-)

> Also droht ansonsten Arbeitslosigkeit, und deswegen wird weiter gemacht!
> Egal, wie schlecht die Lage ist.

Ich schrieb ja, dass es den Kollegen durchaus gut geht. Nach und nach 
vergrößern sich die meisten (ich nicht :-) - und das sind nicht alles 
Leute, die eigene Produkte haben. Viele sind Dienstleister.

>> Vor allem hat das nichts mit der Steuergesetzgebung zu tun.
> letztendlich schon - diese ist zu kompliziert und es gibt keinen
> Spielraum, das merken vor allen Dingen Kleinbetriebe mit kleinen
> Umsätzen (also Du wahrscheinlich nicht mehr).

Ich habe auch sehr klein angefangen und ich kann Dir versichern, dass es 
gerade für Kleinbetriebe sehr viele Erleichterungen gibt 
(Istversteuerung, EÜR, vorbetriebliche Investitionen, Rückstellungen 
usw.)

>> Das heisst, Du vermutest nur.
> na ja, bei mir kommen schon Fragen auf - der Einebnungsprozeß ist in der
> Schweiz nicht so wie in Deutschland und ich vermute deshalb staatlich
> Vorgaben ... und das ist auch gut so!

Das kann aber auch an ganz anderen Dingen liegen, denn es gibt hier in 
DE durchaus auch viele Städte bzw. Stadtteile, die eine belebte 
Innenstadt mit vielen kleinen Selbstständigen haben. Und die 
allermeisten Arbeitsplätze in DE schaffen übrigens die KMUs, gerade die 
bis 10 AN. Das spricht eher gegen die Steuergesetzgebung als Grund.

> Ebenso wie in Frankreich wo jemand, der beim Dienstleister arbeitet
> deutlich mehr verdient als in der regulären Firma - per Gesetz, da geht
> es und hier nicht.

Was hat das mit der Benachteiligung von Kleinbetrieben zu tun?

>> Das Problem der Zahlungsausfälle haben alle Unternehmen, die es nicht
>> schaffen, sich breiter aufzustellen. Wer sich von nur wenigen Kunden
>> abhängig macht, geht immer ein hohes Risiko ein.
> Insbesondere in der Startphase kann genau das Dir das Genick brechen -
> das hohe Investitionsvolumen, Kundenstamm und -aquise, etc. hast Du am
> Anfang alles nicht und wenn Du nicht gerade ein absolutes
> Alleinstellungsmerkmal hast (wie das bei Dir vermutlich der Fall war?),
> dann wird das ganz schwer, zumal es in der Startphase eben keine
> Geschenke vom Staat gibt, da wird sofort kassiert. Das ist in anderen
> Staaten besser.

Was genau wird sofort kassiert?

Natürlich musst Du vernünftige Leistungen anbieten - sorry, aber der 
Staat ist nicht dafür verantwortlich, wenn man schlechte Produkte hat 
oder welche, die niemand haben möchte oder sich auch nur schlecht 
vorbereitet. Ich habe alleine für die Vorbereitung ein volles Jahr 
gebraucht.

> Aber Du hast natürlich recht - in Italien hast Du die Mafia und hier
> eben den Staat, der zur Kasse bittet ... in jeden Land werden Mißstände
> voll akzeptiert, ist wohl wahr.

Das ist reine Polemik. Im Gegensatz zu den vielen Unkenrufen 
funktioniert hier die Verwaltung sehr gut und zeitnah, ohne irgendwelche 
Umschläge über den Tisch schieben zu müssen. Und auch mit dem FA kann 
man reden - man muss es aber auch tun.

Und wer den Krampf mal in anderen Ländern mitgemacht hat, der weiß das 
als Unternehmer sehr zu schätzen.

>> Davon abgesehen kannst Du gerade zu Beginn Istversteuerung (bis 500k
>> Umsatz und 50k Gewinn) wählen, womit das Problem der Vorauszahlungen
>> verschwindet.
> Das muß dann Dein Kooperationspartner über den Du z.B. Waren beziehst
> mitmachen wollen ?

???
Was hat meine Wahl der Istversteuerung mit anderen Unternehmen zu tun?
Die bekommen davon doch gar nichts mit.

Kann es sein, dass Du gar nicht weißt, wovon ich rede?

> Geht das automatisch für jede Firma?

Für Einzelunternhemer bis zu den angegebenen Umsatz-/Gewinngrenzen - 
also genau für die Startphase.

> Bin ich mir nicht so sicher.
> Das ist genauso wie GmbH und Ltd. (die weitaus weniger Einsatzkapital
> verlangt) - na dann mach mal hierzulande eine Ltd. auf, kommt nicht so
> gut an bei Deinen Geschäftspartnern.

Natürlich nicht, weil man im Zweifel in England klagen muss - daher gibt 
es ja mittlerweile auch entsprechende Pendants (UG).

>> Wir hier haben hier über 500 Industriekunden und ich habe darauf
>> geachtet, breit zu streuen. Zusätzlich gibt es bald noch mehr
>> Privatkunden, so dass das Ganze auch konjunkturunabhängiger wird. Wenn
>> da mal welche nicht zahlen, ist das nicht weiter tragisch.
> das ist dann schon eine ganz andere Liga.

Da kann doch jeder hinkommen - ich habe auch sehr klein als Garagenfirma 
und Einmannunternehmen begonnen.

> Natürlich hast Du dann auch mehr Zeit Dich um Steuertricksereien zu
> kümmern,

Das hat doch nix mit Steuertricksereien zu tun - diese Dinge wie 
Rückstellungen etc. sind nun wirklich nicht schwer - da hat man sich in 
einem Abend eingelesen.

> weil das Kerngeschäft eben gut läuft - das ist aber kein
> Automatismus ... es kann ja auch sein und sollte auch so sein, daß Du
> genau dafür die meiste Zeit benötigst. Das sind die Leute von denen Du
> oben gesprochen hast - die klagen, aber eigentlich geht es denen bombig
> gut ???

Du kennst doch Unternehmer - die jammern immer: über den Eurokurs, über 
Angestellte, darüber, dass sie den zweiten Porsche nicht mehr als 
Firmenfahrzeug ansetzen können usw. Die wirklich wichtigen Dinge eben.

> ... na ja, Deutschland ist ein reiches Land und da ist eben
> jeder Selbstständige auch reich :->:->

Sagt niemand - aber es ist eben nicht so, dass man als kleiner 
Selbstständiger besondere Nachteile hätte - im Gegenteil hat man viele 
Privilegien, die größere Unternehmen nicht haben.

> Bleibt nur zu hoffen, daß der Firmenwagen auf Pump auch schon abbezahlt
> ist ;->

Ich habe noch nie mit geliehenem Geld gewirtschaftet. Ich war schon 
immer kreditlos glücklich. Dementsprechend gehören alle meine Autos 
mir :-)

Das ist vielleicht wirtschaftlich suboptimal, aber mein ruhiger Schlaf 
war mir da schon immer wichtiger. Ich konnte/kann nicht gut mit Schulden 
leben.

> Weiterhin gehe ich davon aus, daß Dein Geschäft mehr oder weniger
> konkurrenzlos ist - es sei Dir gegönnt.
> Genau das ist aber nicht immer der Fall.

Dann muss man es dazu machen - dass man als Kleinunternehmen ein 
gewisses Alleinstellungsmerkmal benötigt, sollte doch mittlerweile zu 
jedem Gründer durchgedrungen sein.

Nochmal: man kann den Staat nicht dafür verantwortlich machen, wenn man 
sich kopflos und mit schlechten Allerweltsprodukten in einen Markt 
begibt.

Das liegt einzig in der Verantwortung des Unternehmers.

> Klar, wenn ich quasi Marktführer in einem Nischensegment bin, dann kann
> mir schlimmstenfalls die Übernahme durch ein Großunternehmen drohen, was
> dem goldenen Handschlag gleich käme :-)

Nein, das ist doch mein "Baby". Warum sollte ich das verkaufen, was mein 
Hobby/meine Passion ist?

Außerdem habe ich auch eine große Verantwortung meinem MA gegenüber. Wir 
sind ein tolles Team und ich werde den sicher nicht einem 
Großunternehmen überlassen.

knallbär schrieb:
> Schimpfst auf die steuerliche Behandlung des Staates kleiner
> Unternehmen, kennst aber weder die Terminologie, noch kennst du die
> anwendbaren (nach meinem Geschmack sehr einfachen) Steuerregeln :D.
> Ich hatte übrigens ebenfalls ein kleines Unternehmen. Das ist keine
> Black Magic.
>
> Hauptsache von Ltd. schwadronieren, wenn man offenbar die hiesigen
> Rechtsformen nicht mal kennt.

Diesen Eindruck habe ich allerdings auch.

: Bearbeitet durch Moderator
von G. P. (gpnt)


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Assistent des Bürovorstehers schrieb:
>> der ein Problem löst, bevor es auftritt und der Firma vielleicht
>> Hunderttausende einspart, erfährt oft nur, wenn überhaupt ein knappes
>> Lob,
>
> Der Ing ist in erster Instanz genau dafür eingestellt - zum
> Problemlösen.
> Wenn er die Firma jedes Jahr ca. 100 k€ kostet...
> Soll ich das jetzt noch weiter auswalzen?

Und trotzdem ist der Mitarbeiter mit zusätzlichem Lob motivierter, als 
ohne Lob.
Kostet dem Chef nix, bringt aber einiges.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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G. P. schrieb:
>> Der Ing ist in erster Instanz genau dafür eingestellt - zum
>> Problemlösen.
>> Wenn er die Firma jedes Jahr ca. 100 k€ kostet...
>> Soll ich das jetzt noch weiter auswalzen?
>
> Und trotzdem ist der Mitarbeiter mit zusätzlichem Lob motivierter, als
> ohne Lob.
> Kostet dem Chef nix, bringt aber einiges.

Das kann ich nur dick unterschreiben.

Viele Chefs handhaben das offenbar nach der Devise "Der bekommt ja Geld 
dafür". Das reicht aber nicht. Man hat es mit einem Menschen zu tun.

Und selbstverständlich motiviert es jemanden sehr, wenn man ihm einfach 
persönlich klarmacht, dass das eine hervorragende Arbeit/Idee am 
letzten Projekt war und man sein Engagement sehr zu schätzen weiß.

Hier wird das meist mit einem kleinen Geschenk (gute Tafel 
Schokolade/Wein/Kinokarten etc.) verbunden, das ich dann besorge. So 
eine Geste zeigt meinem MA nochmal, dass mir das wichtig ist.

Genauso gut könnte er ja auch sagen: "Ok, ich bekomme Geld und liefere 
dafür Dienst nach Vorschrift ab". Und das möchte wohl kein Unternehmer.

Aber das passiert, wenn AN das Gefühl bekommen, dass es eigentlich egal 
ist, ob sie sich mehr ins Unternehmen einbringen.

von erstaunter Mitleser (Gast)


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Chris D. schrieb:
> Aber das passiert, wenn AN das Gefühl bekommen, dass es eigentlich egal
> ist, ob sie sich mehr ins Unternehmen einbringen.

Das beobachte Ich täglich: Die kümmern sich nicht mehr ums Projekt, um 
die Ziele oder das Gelingen, sondern um sich und um ihr Wohlgefallen. 
Man schießt gegeneinander und schaut, dass man selber nicht getroffen 
wird.

In dem Zusammenhang ist das andere Thema der Selbständigen hier 
interessant:

Ich habe immer öfter den Eindruck, dass den Selbständigen und 
Freiberuflern in den Projekten das Gelingen sehr viel mehr am Herzen 
liegt, als den internen Fachkräften, die sich auf ihrer Position 
ausruhen und den sicheren Sattel in dem sie zu sitzen glauben, nutzen, 
um den Chef von unten zu machen.

Sie wissen alles besser und maulen, weil sich nichts ändert, während die 
Selbständigen die Arbeit machen sollen.

von Gästchen (Gast)


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erstaunter Mitleser schrieb:
> Das beobachte Ich täglich: Die kümmern sich nicht mehr ums Projekt, um
> die Ziele oder das Gelingen, sondern um sich und um ihr Wohlgefallen.
> Man schießt gegeneinander und schaut, dass man selber nicht getroffen
> wird.

Dann bedeutet es dass sie nicht dumm sind und sich nicht hetzen lassen, 
zu dem wird die Mehrleistung nicht entlohnt. Klar lassen sich 
selbstständige besser ausbeuten, welch' eine Neuigkeit. Kennst du das 
Sprichwort "If you pay peanuts, you get monkeys"? Wenn man also 
"konstant schlecht" bezahlt wird, warum zu Kuckucks erwartest du 
irgendeine Mehrleistung?
Und nochmal:
im Grundgesetz steht "die Würde des Menschen ist unantastbar". Das 
bedeutet dass diese Würde über der Gewinngier stehen muss. Leider ist 
Deutschland in dieser Hinsicht so was wie "drittes Reich". Die 
Verachtung der Menschen und Menschenwürde durch Faschismus von damals 
wurde nicht richtig aufgearbeitet und wie man an vielen Postings sieht, 
lebt dieser Hass weiterhin in vielen Köpfen. Früher hat die Wirtschaft 
(z.B. viele Großkonzerne) viele Zwangsarbeiter beschäftigt. Heute sind 
es Schaaren aus Zeitarbeitern die ausgebeutet werden. Neue Zeit, ja, 
aber die Idiologie des Hasses ist immer noch da.

Beitrag #5170844 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5170856 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Cyblord -. (cyblord)


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Gästchen schrieb:
> im Grundgesetz steht "die Würde des Menschen ist unantastbar".

Und wie lautet die nächste Zeile? Guck sie dir ruhig an wenn du hier 
schon mit GG rumschwenkst.

> Das
> bedeutet dass diese Würde über der Gewinngier stehen muss.

Für ein Unternehmen NICHT.

von Edi M. (Gast)


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Gästchen schrieb:
> im Grundgesetz steht "die Würde des Menschen ist unantastbar". Das
> bedeutet dass diese Würde über der Gewinngier stehen muss. Leider ist
> Deutschland in dieser Hinsicht so was wie "drittes Reich".

Ach Du heilige Maria!

Da wird das GG und die NS Zeit bemüht, um gegen die bösen Unternehmer zu 
wettern. Diese Vergleiche muss man sich echt mal reinziehen!

Und die Schwätzer, von denen hier die Rede ist, wollen wir nicht mit 
Göbbels vergleichen? Das ist wohl vergessen worden :-)

Wir alle haben unsere Erfahrungen mit den Schwätzern:

Wir z.B. mussten gestern wieder lernen, dass unser Zuliefrer Nummer 37 
offenbar lauter Schauspieler als Verkäufer beschäftigt, welche den 
Einkäufern die Augen zuschmieren und ihnen den Himmel auf Erden 
versprechen, dann aber ein Produkt liefern, das mehr Macken hat, als der 
Schweizer Käse Löcher besitzt!

von Retro N. (retronerd)


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Edi M. schrieb:
> Wir z.B. mussten gestern wieder lernen, dass unser Zuliefrer Nummer 37
> offenbar lauter Schauspieler als Verkäufer beschäftigt, welche den
> Einkäufern die Augen zuschmieren und ihnen den Himmel auf Erden
> versprechen, dann aber ein Produkt liefern, das mehr Macken hat, als der
> Schweizer Käse Löcher besitzt!

Ja das ist doch jetzt aber nix Neues und trifft heutzutage für die 
Zulieferer 15 - 36 im Wesentlichen auch zu? ;-)

von genervt (Gast)


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