Hallo,
Als Übung und zum Spass habe ich die letzten Monate ein Programm zur
Überwachung/Steuerung diverser Haustechnikfunktionen geschrieben.
Inzwischen ist es recht umfangreich und läuft im Versuchsaufbau
zufriedenstellend.
Mit der Aussenwelt ist es mit Sensoren und Aktoren verbunden die jeweils
an per Ethernet angebundenen Mikrocontrollern hängen.
Das Problem: Der Versuchsaufbau besteht aus einer Mischung diverser
Raspis und Ethernet Arduinos welche samt den daran angebundenen Sensoren
und Aktoren lose über den Arbeitstisch verteilt sind.
Für den praktischen Einsatz auf Hutschiene hätte ich gerne
bessere/robustere Hardware die vor Allem ohne Zusatzbauteile
entsprechend geschützte Ein/Ausgänge aufweist und wenn möglich direkt
mit Relais, 4-20mA Sensoren usw. vekabelt werden kann.
Die Ausgänge schalten nicht mehr als 12V/100mA, an Eingängen wird
haupts. 4-20mA benötigt, Pt100/1000 wäre wie i2C,SPI und 1-Wire ein
netter Zusatz aber nicht zwingend erforderlich.
Man muss mit dem gesuchten Teil per UDP oder TCP kommunizieren können,
ohne Umsetzer/Software dazwischen. Idealerweise kann man ihm einfach
mitteilen "Setze Ausgang X", "Lese eingang Y". Komplexere Funktionen
werden nicht benötigt, das regelt alles das Hauptprogramm am
Steuerrechner.
Wozu greift man in dem Fall? "Industrietauglichen" uC Boards? Kleinen
SPS? Wenn ja, welche?
Schonmal besten Dank für alle Vorschläge.
Rob84 schrieb:> Der Versuchsaufbau besteht aus einer Mischung diverser> Raspis und Ethernet Arduinos welche samt den daran angebundenen Sensoren> und Aktoren lose über den Arbeitstisch verteilt sind.
So hab ich damals meine Schaltungen ebenfalls aufgebaut.
Muß ja chaotisch aussehen (ich liebe solche Schaltungsaubauten),
zeig doch bitte ein Foto.
Gruß
Bist du hierfür echt bereit mindestens das Zehnfache der Raspberry
Komponenten auszugeben?
Sobald Industrie drauf steht, schießen Preise gern mal in die Höhe (wie
man schon bei dem RevPi Dingens sieht).
Zuerst sollte ich mich mal für meine späte Antwort entschuldigen, habe
nicht vergessen aber musste ungeplant auf Reisen.
>Muß ja chaotisch aussehen (ich liebe solche Schaltungsaubauten),
zeig doch bitte ein Foto.
Das tut es auch ;) Habe zwar schon begonnen aufzuräumen aber wenn ich
wieder am eigenen Arbeitstisch vorbeikomme kann ich ja mal versuchen ein
Bild hochzuladen.
>Bist du hierfür echt bereit mindestens das Zehnfache der Raspberry Komponenten
auszugeben?
So sehr ich es mag mit diversen uC Boards und SBCs zu entwicklen und zu
experimentieren, in der tatsächlichen Anwendung soll es keine
Bastellösung sondern robuste, geprüfte und etwas erprobte Ware sein.
Von all den tollen und interessanten Vorschlägen tendiere ich im Moment
zum RevPi, das Teil spricht bereits von sich aus Modbus/TCP und bietet
mit dem AIO Modul 4x4-20mA und 2xPT1000. Dank der Module kann man nach
Bedarf erweitern.
Der Industruino gefällt mir auch, ist preisgünstiger aber nicht so
leicht erweiterbar und ist zumindest am Papier für einen kleineren
Temperaturbereich angegeben und geringer gegen ESD geschützt. Ob
speziell Letzteres in Praxis relevant ist sei mal dahingestellt.
Dem Teil von Industrialshields fehlen leider die 4-20mA Eingänge sofern
ich nicht etwas übersehen habe.
Eine LOGO würde mir auch sehr zusagen, mit dem "grossen Bruder" S7 hatte
ich vor vielen Jahren bei einem Praktikum mal am Rande zu tun, das ist
die richtig feine Ware. Wie sieht das bei der Logo denn Punkto
Komplexität bzw. Erlernbarkeit aus, hat man ohne Schulungen und
entsprechender Fachausbildung eine Chance?
Für solche Einzel-Konstruktionen finde ich lose Aufbauten gar nicht
schlecht. Sind sind flexibler als Fertigprodukte. Denke daran, dass du
vermutlich auch in 20 Jahren noch Änderungen oder Reparaturen vornehmen
wirst.
Ich würde alle Teile auf ein oder mehrere Bretter schrauben und in einem
Schrank verstauen. Die Bretter kann man mit Scharnieren beweglich und
abnehmbar befestigen.
>Ich würde alle Teile auf ein oder mehrere Bretter schrauben und in einem
Schrank verstauen. Die Bretter kann man mit Scharnieren beweglich und
abnehmbar befestigen.
Sollte bei so einer Konstruktion je etwas durchschmoren ist die
Feuerversicherung (zurecht) sofort raus. Bei einem Testaufbau der nur
unter Spannung steht wenn ich anwesend bin und im Notfall loeschen kann
ist das kein Problem aber bei einer Steuerung die 24/7 laeuft sieht das
ganz anders aus, das Risiko moechte ich nicht eingehen.
Bei einem praxiserprobten, geprueften und vom zugelassenen Fachbetrieb
verkabelten Geraet geht das nicht mehr so leicht.
Ah, der Herr Bedenkenträger persönlich.
Mit "Schrank" meine ich natürlich einen Schaltschrank, der ein gewisses
Maß an Sicherheit bietet.
Wenn ich da brennbares PVC einbauen darf, dann auch brennbares Holz als
Grundlage für die Fein-Elektronik. Bei 5V 500mA schmort nichts.
Dass man entsprechend zugelassene Fertignetzteile verwendet und für die
Lastkreise richtige Schütze oder Relais auf Hutschiene verwendet, ist
doch selbstverständlich.
Bei diesen Teilen ist die Hutschiene ja auch kein Problem, denn
Ersatzteile wird es dazu passend sicher noch in 30 Jahren geben.
Die Steuerung würde ich aber auf Holz montieren. Meinetwegen auch
Plastik Platten, wenn du meinst, die seien weniger Brandgefährlich.
Holz hört bei Abkühlung schnell auf zu brennen. Plastik ist da
hartnäckiger. Und es schmilzt und tropft runter. Vor allem Kaugummis
unter der Tischplatte vom Schultisch - ihr wisst was ich meine.
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