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Forum: Offtopic DDR_UB880_Klingel


Autor: Al. Kn. (alterknacker)
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Hallo,
hier ein besonderes semiprofessionelles Stück der DDR Bastler Szene.

Habe es getestet.
Anschluss eines 4-8 Ohm Lautsprechers.
Spannungsversorgung ca. 10-12v AC/DC

Auslösung durch Relais, welches mit 12 AC/DC angesteuert wird

Vorwahl von 6 Lieder Gruppen
Bei jeden Klingeldruck wird ein Lied weiter geschaltet! (8 Lieder)

Wurde privat entwickelt und über den Betrieb schwarz mit einer 
Produktionsnummer versehen, damit die Leiterplatte gefertigt werden 
konnte.

Liebhaber können sich mit mir in Verbindung setzen;-))

Gruß alterknacker

Autor: Route 66 (route_66)
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Min. 1 W Ruheverbrauch 24/7!

Autor: Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)
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Den EEPROM so offen zu lassen bzw. dann noch zu fotografieren ist 
vielleicht nicht so die beste Idee.
Sonst hast Du bald eine Klingel mit Alzheimer.

: Bearbeitet durch User
Autor: Rainer Unsinn (r-u)
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Witzig, genau sowas hab ich als junger Praktikant mal mit einem Kollegen 
gebaut. Sogar mehrstimmig. Er den größeren Teil der Programmierung und 
ich das Programmprinzip und die Noten. Allerdings auf 
Einchip-Mikrorechner.

Wir haben das nicht mit Timern, sondern mit Programmschleifen in 
Assembler realisiert, die so ausgerechnet waren, dass jeder 
Schleifendurchlauf, egal was passiert, exakt gleich lang ist.

Aufheben würde ich das aber nicht (hab nicht so viel Platz) - mir reicht 
die Erinnerung.

Autor: Al. Kn. (alterknacker)
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Rainer U. schrieb:
> Wir haben das nicht mit Timern, sondern mit Programmschleifen in
> Assembler realisiert, die so ausgerechnet waren, dass jeder
> Schleifendurchlauf, egal was passiert, exakt gleich lang ist.
>
> Aufheben würde ich das aber nicht (hab nicht so viel Platz) - mir reicht
> die Erinnerung.

So dürfte es auch gemacht sein!
Der Grundtakt  ist einstellbar, so das die Stimme abgeglichen werden 
konnte.


Dürfte jetzt ca. >35 Jahre alt sein, da brauchen wir über den 
Leistungsbedarf nicht reden.

Ben B. schrieb:
> Sonst hast Du bald eine Klingel mit Alzheimer.

na und, dann ist es nur noch ein DDR Prozessor und ein Russen EPROM, 
sowie paar DDR ICs.

Einlagern möchte ich das Teil auch nicht mehr, es ist aber ein "schönes" 
DEMO Gerät!

: Bearbeitet durch User
Autor: Rainer Unsinn (r-u)
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Al. K. schrieb:
> Dürfte jetzt ca. >35 Jahre alt sein

Dann war ich es nicht. :-)

Al. K. schrieb:
> es ist aber ein "schönes"
> DEMO Gerät!

Es demonstriert sehr schön, wie man mit minimales Ressourcen, aber viel 
Grips, Zeit und Mühe doch recht viel erreichen kann.

Genau wie das hier (eine Meisterleistung in meinen Augen, was das 
betrifft):

https://www.youtube.com/watch?v=sNCqrylNY-0

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Hat musealen Wert.

Ich habe noch eine Klingel zu Hause rumliegen, die komplett ohne
Prozessor arbeitet, aber mit einem 2708 gesteuert wird.  Ein paar
Bits bestimmen die Tonhöhe, ein paar die "Registrierung" (im Sinne
einer Orgel), also Oktavlage und Mischung der Oktaven.  Irgendwo ist
eine Sprungtabelle drin, die sich nach einer sofort erklingenden
Anfangsmelodie für eine von vier verschiedenen Fortsetzungen
entscheidet.  Das war dem Umstand geschuldet, dass bei uns zu Hause
unterschiedlich oft geklingelt worden ist: "normale" Besucher
klingelten nur einmal, Familienangehörige zweimal, wenn sie oben vor
der Tür standen oder dreimal, wenn sie unten an der Haustür waren.

(Die Version für viermal Klingeln haben wir nicht benötigt, sie ist
technisch jedoch vorhanden.)

Achso: Eingang nicht mit Relais, sondern mit Optokoppler.

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Al. Kn. (alterknacker)
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Auch noch etwas Besonderes!
Die 5 V Spannung wurde mit einen Analog Regler gemacht, 5V Regler gab es 
damals nicht als DDR Teil, oder man hatte keinen Zugriff!

@Jörg

Mache doch mal ein paar Bildchen.

Das hatten wir auch mal gemacht,.
3/4 Bits für  Töne/Halbtöne
dann 2 oder 3 Oszillatoren mit 3 Bits um 3 Oktaven zu erreichen.
Bleiben dann noch 1 oder 2 Bits für Sonderzwecke übrig.;-))
..so ähnlich wars!

Autor: Harald Wilhelms (wilhelms)
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Al. K. schrieb:

> Es ist aber ein "schönes" DEMO Gerät!

Wurde das denn 1989 auf den Montagsdemos in Leipzig mitgeführt?

Autor: Gerald B. (gerald_b)
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Ha, diese Klingel hatte ich auch in Kleinserie gebaut. Aber die 
Originalplatine vom Funkamateur (ich glaube 1986 veröffentlicht)
Ich habe aber die leichter erhältlichen 1K EPROMs U555 (2708) genommen, 
die aller dings 3 Versorgungsspannungen benötigten. -5V, +5V und +12V. 
Das Netzteil war auf einer 2. Platine. Versorgung nur über AC, da mit 2 
Spannungsverdopplern die negative Spannung und zum anderen für die 12V 
Stabilisierung aufgestockt wurde. Alles dann mit Längstransistoren und 
Zenerdioden. Ich glaube, eine Stange programmierte EPROMs habe ich noch 
im Keller liegen :-)

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Al. K. schrieb:
> 5V Regler gab es damals nicht als DDR Teil, oder man hatte keinen
> Zugriff!

MA7805 gab's schon eine Weile, aber nur im TO-3-Gehäuse.

Autor: Holm Tiffe (holm)
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Al. K. schrieb:
> Auch noch etwas Besonderes!
> Die 5 V Spannung wurde mit einen Analog Regler gemacht, 5V Regler gab es
> damals nicht als DDR Teil, oder man hatte keinen Zugriff!

Grr...kannste so nicht stehen lassen. Die DDR "hatte sich entschieden" 
keine 7805 zu bauen, das ist richtig, das war TESLA Sache. Die DDR hat 
LM317 aka B3170 (3370) gebaut, also einstellbare Regler..kostet 2 
Widerstände mehr an Aufwand und liefert 1,5 statt 1A...


Ich habe diese blöden Türklingeln abends bei der NVA gebastelt 
(viele)..Andere haben Sperrholzkrempel gebastelt...

Gruß,

Holm

Autor: Gerald B. (gerald_b)
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Jörg W. schrieb:
> Al. K. schrieb:
>> 5V Regler gab es damals nicht als DDR Teil, oder man hatte keinen
>> Zugriff!
>
> MA7805 gab's schon eine Weile, aber nur im TO-3-Gehäuse.

Die MA7805 waren aber in dem riesigen TO3 Metallgehäuse und kosteten ein 
Schweinegeld, wenn man sie denn bekam.
Da war der B3170 (LM317) leichter erhältlich, leichter zu montieren und 
wesentlich preiswerter. Die 2 zusätzlichen Widerstände konnte man 
verschmerzen.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Gerald B. schrieb:
> Da war der B3170 (LM317) leichter erhältlich, leichter zu montieren und
> wesentlich preiswerter.

Ja, die kamen allerdings erst später auf.  Die MA7805 gab's schon
davor.

An Beschaffungsprobleme kann ich mich für beide nicht erinnern,
allerdings führte mich mein Heimweg von Torgau in diesen Jahren sehr
oft über Wermsdorf. ;-)  (Für den westlichen Teil unserer Bevölkerung:
in Wermsdorf gab es damals den wohl einzigen Versandhandel für
elektronische Bauteile in der ganzen DDR, witzigerweise durch die
Konsumgenossenschaft betrieben.)

Autor: Reinhard R. (reirawb)
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So eine Klingel hatte ich auch in Kleinserie gebaut. Schaltung aus dem 
Funkamateur, U880 (Z80) und ein EPROM 2716. Die kam ohne RAM aus, die 
Register reichten.
Meine hatte 40 Melodien. Wenn meine Kinder Besuch von Freunden hatten, 
stand die ganze Gesellschaft vor der Wohnungstür und hat erst mal alle 
Melodien durchgeklingelt :-)

Reinhard

Autor: Gerald B. (gerald_b)
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Jörg W. schrieb:
> allerdings führte mich mein Heimweg von Torgau in diesen Jahren sehr
> oft über Wermsdorf. ;-)

Ich bin 88/89 des öfteren nach der Nachtschicht von Gera aus mit dem 
Bummelzug nach Wermsdorf gefahren, bzw. nach Torgau und von dort dann 
weiter mit dem Bus.
Wermsdorf verschickte gegen einen frankierten Rückumschlag auch einen 
"Katalog" das war ein per Ormig zig mal kopierte ein oder 2 Seiten lange 
Liste, die mit der Schreibmaschine geschrieben war. Der Laden war 
einfach der Hammer. Dort gab es auch exotische Teile, die nicht im 
Halbleitersortiment der DDR waren.
Außer Wermsdorf machte ich auf der Heimreise des öfteren die 
Bastlerläden von Berlin unsicher. Ich hatte da eine Route, wo ich so 
ziemlich alles mitnahm. Kastanienallee (LEDs und Ziffernanzeigen), 
Greifswalder Straße, in Oberschöneweide war auch noch ein Laden, auf dem 
Alex in der Markthalle war ein Stand und in Lichtenberg etwas abgelegen 
war ebenfalls ein Laden.
Im August war dann auf dem Alex der Journalistenmarkt, da bekam man die 
ganze U880 Serie (CPU, PIO, SIO, CTC) für jeweils nen Fünfer.
In Gera gab es vom Kondnesatorenwerk MKTs mit Vergussfehlern.
Mit LEDs und EPROMs als "frei konvertierbare Währung" konnte man sich 
eigentlich alles zusammentauschen :-)
Und in Frankfurt Oder hatte ich Verwandschaft, da gab es einen 
Batslerladen wo man das Sortiment vom HFO als Bastertypen bekam.

: Bearbeitet durch User
Autor: Route 66 (route_66)
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Gerald B. schrieb:
> und in Lichtenberg etwas abgelegen
> war ebenfalls ein Laden.

Marie-Curie-Allee Ecke Delbrückstraße

Autor: Gerald B. (gerald_b)
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Route 6. schrieb:
> Gerald B. schrieb:
>> und in Lichtenberg etwas abgelegen
>> war ebenfalls ein Laden.
>
> Marie-Curie-Allee Ecke Delbrückstraße

richtig, bei Dehlbrückstr. hat es dann wieder "Klick" gemacht

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
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Holm T. schrieb:
> Ich habe diese blöden Türklingeln abends bei der NVA gebastelt

Oh ja! Ich auch...
Ich hatte einen EPROM-Programmer zum Anschluß an das K1520 System gebaut 
und irgendjemand hatte jede Menge K573RF2 Eproms besorgt. Also habe ich 
einem der "Auftrag-Geber" erst einmal selbst einen Auftrag gegeben: 
"Setz Dich an den Rechner und wämmer das Hex-Listing von Hand in eine 
Datei!"
Hat er. Nun konnte die Konsumgüter-Produktion in der Spätschicht 
anlaufen.

Ich habe sie Wahlweise mit Reed-Relais oder mit Kopto-Oppler ausrüstbar 
gemacht und hatte MA7805 von Tesla als Spannungsregler drin.

(Irgendwas Regler-mäßiges mit TO220-Gehäuse gab es da aber auch noch aus 
Ungarn von Tungsram oder aus Polen von Unitra Cemi...)

MfG Paul

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Autor: Al. Kn. (alterknacker)
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..als Bastlerladen Halle und Leipzig nicht vergessen!
Halle brauchte ich 45 Minuten Aufenthalt um zum Laden und zurück zu 
kommen!
Leipzig hatte ich eine Stunde eingeplant.

Autor: Johannes R. (oa625)
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Erinnert auch an Chemnitz!
"Bild und Ton" auf der Str. der Nationen:
UG Bastlerbedarf, OG Heimelektronik. (Anfang der 60er war der 
Bauteilhandel auch noch im OG.)
Da gab's dann auch die ersten Kofferfernseher aus Japan und die Mini- 
Heimanlage "Crown" mit Kassettendeck.

Bin aber auch einige Male mit der "Schwalbe" zum Einkauf nach Wermsdorf 
geritten...

In Erinnerung an meine Jugendzeit
Johannes

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
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Al. K. schrieb:
> ..als Bastlerladen Halle und Leipzig nicht vergessen!

Erfurt war auch gut bestückt:
-RFT-Bastlerladen am Gagarin Ring
-Robotron Industrieladen ebenda
-Laden der PGH Radio Fernsehen in der Trommsdorffstraße

MfG Paul

Autor: Old Papa (old-papa)
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Ben B. schrieb:
> Den EEPROM so offen zu lassen bzw. dann noch zu fotografieren ist
> vielleicht nicht so die beste Idee.
> Sonst hast Du bald eine Klingel mit Alzheimer.

Keine Panik ;-) Die Dinger brauchen schon ordentlich harte UV-Strahlung 
um zu vergessen. Als ich noch keinen Löscher hatte, habe ich die Dinger 
tagelang in die Sonne gelegt, nichts, alles noch drin.

Old-Papa

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
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Old P. schrieb:
> Als ich noch keinen Löscher hatte, habe ich die Dinger
> tagelang in die Sonne gelegt, nichts, alles noch drin.

Du darfst sie in dieser Lage bloß nicht bewegen, sonst kippen Bits.

MfG Paul

Autor: Gerald B. (gerald_b)
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Al. K. schrieb:
> ..als Bastlerladen Halle und Leipzig nicht vergessen!

Stimmt, in Leipzig gab es Blitzröhren :-)

Autor: Bernd S. (bernds1)
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Gerald B. schrieb:
> Stimmt, in Leipzig gab es Blitzröhren :-)

Wie hieß der nochmal? Ich glaube Pinder, in der Nähe vom 
Weisheitszahn...

Und der hatte doch auch die Schwarzlicht-Lampen mit E27-Sockel.

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Autor: Gerald B. (gerald_b)
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Pinder war glaube ich an der Oper, am Weisheitszahn war der RFT. Eine 
80W HQI-UV Lampe hatte ich dort auch gekauft. Nach der Wende hatten die 
auch VHM-Bohrer. War nicht der Pinder nach der Wende in die Gotschedstr. 
umgezogen?

Autor: Bernd S. (bernds1)
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Gerald B. schrieb:
> Pinder war glaube ich an der Oper, am Weisheitszahn war der RFT.
> Eine
> 80W HQI-UV Lampe hatte ich dort auch gekauft. Nach der Wende hatten die
> auch VHM-Bohrer. War nicht der Pinder nach der Wende in die Gotschedstr.
> umgezogen?

Ja, die HQI als Schwarzlicht-Lampe. Genau die meinte ich. Auch die 
Vorschalt-Drossel gab's da. Und Keramikfassungen E27.
Und wenn ich mich richtig erinnere, war der Pinder damals beim 
Weisheitszahn um die Ecke, auf der Grimmaischen Straße. In Richtung 
Markt gleich am Anfang auf der linken Seite.
Wo er nach der Wende hingezogen ist, weiß ich leider nicht.

Autor: Gerald B. (gerald_b)
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Bernd S. schrieb:
> Ja, die HQI als Schwarzlicht-Lampe. Genau die meinte ich. Auch die
> Vorschalt-Drossel gab's da. Und Keramikfassungen E27.

Ich hatte meine Drossel aus dem Schrott in einer Chemiebude. Da waren 
die Alu-Nieten, die das Blechpaket mit den Füßen zusammenhielten, 
weggefault ;-)
Die Drossel selber, ein M85 Kern, war mit Tränklack behandelt. Die 
Keramikfassung hatte ich schon. Als Reflekor nahm ich, wie damals 
üblich, eine Alu-Kastenkuchenform.

Autor: Bernd S. (bernds1)
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Ich höre schon buchstäblich, wie einige Leser jetzt denken:
"Alte Säcke schwelgen in Erinnerungen"
Aber das war nun mal die Zeit der Sammler und Jäger :-)

Autor: Gerald B. (gerald_b)
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Wenn ich jetzt noch erzähle, was ich kurz nach der Wende, bei einer 
Weiterbildung jeden Tag aus den Schrottcontainern rausgeholt habe, dann 
sind wir im "Messithread - Sammeln und Horten" angekommen :-)))
Ich hätte ganze Kartons Gurtrollen haben können, habe mich aber mit ca. 
1 Meter pro Wert begnügt.

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Autor: Sven L. (sven_rvbg)
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von den Klingeln gab es verschiedne? Ich kann mich an eine mit BigBen 
erinnern.

Ich dachte immer UB880 waren so teuer und knapp?

Autor: Al. Kn. (alterknacker)
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Sven L. schrieb:
> Ich dachte immer UB880 waren so teuer und knapp?

Den ersten welchen ich in der Hand hatte kostete ca. 70 M
Habe ich aber nicht gekauft.
Dafür später den LC80!

: Bearbeitet durch User
Autor: Sven L. (sven_rvbg)
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Hello User on LC80... =)

Autor: Al. Kn. (alterknacker)
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Sven L. schrieb:
> Hello User on LC80... =)

Beitrag "LC80_Steuer und Sammlerstück"

...und Befehle in Hex programmieren!

: Bearbeitet durch User
Autor: Sven L. (sven_rvbg)
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Was ist mit dem Userports passiert?

Autor: Bernd S. (bernds1)
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Al. K. schrieb:
> Sven L. schrieb:
>> Hello User on LC80... =)
>
> Beitrag "LC80_Steuer und Sammlerstück"
>
> ...und Befehle in Hex programmieren!

Dadurch kannte man aber jedes Bit im Prozessor und in den 
Peripheriebausteinen (CTC, PIO usw.) auswendig. Den Monitor (das 
"Betriebssystem") des LC80 hab ich mal auf einer längeren Zugfahrt auf 
dem Papier reassembliert und habe dann andere Tonband-Routinen 
eingebaut. Dadurch hab ich sehr viel gelernt.

Autor: Al. Kn. (alterknacker)
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Sven L. schrieb:
> Was ist mit dem Userports passiert?

Da hatte ich mal einen Stecker mit K1520 Bus aufgebaut.
Dadurch konnte ich Standartkarten des K1510/20 über ein Adapterkabel 
anschließen.
Was ähnliches hatte ich auch am C64

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Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Sven L. schrieb:
> Ich dachte immer UB880 waren so teuer und knapp?

Zu der Zeit, als diese Klingeln aufkamen, gab's die dann wie Sand am
Meer, insbesondere die degradierte 1-MHz-„Bastler“-Version (UD880).
Weiß nicht ob diese für die Klingel schnell genug war.

Meine Klingel hatte ich paar Jahre früher gebaut (daher ja auch die
2708 und keine 2716), da wäre ich nie im Leben auf die Idee gekommen,
eine wertvolle CPU dafür zu verplempern. ;-)

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Sven L. (sven_rvbg)
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Da sieht man mal wie verwöhnt wir mittlerweile doch alle sind..

2 Euro für ein Controller mit allem schnik schnak

Autor: Al. Kn. (alterknacker)
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..habe 85-87 ein elektronisches Rhythmusgerät gebaut.
8 Kanäle mit einen 2716,
der hatte immerhin noch 50 M gekostet und war sehr schwer beschaffbar.
..ohne Prozessor!

Der U880 war auch als Bastlerschaltkreis  in dieser Zeit nicht gerade 
billig!

: Bearbeitet durch User
Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Al. K. schrieb:

> @Jörg
>
> Mache doch mal ein paar Bildchen.

OK, hab' die Kiste mal rausgekramt.

Wegschmeißen kann ich das nicht, das müssen meine Kinder dann mal
machen, wenn ich nicht mehr bin. :-)

Auf dem Mainboard ist alles vertreten, was man zu dieser Zeit irgendwie
kaufen konnte, von steinalten D100C (DDR-7400 im Keramikgehäuse) über
D274 (74H74, Stromfresser ohne Ende, noch mit dem alten Logo des
Dresdner ZFTM, Vorläufer von ZMD), TESLA MH7490A, CMOS V4050 als Treiber
(mit neuem ZMD-Logo) bis zum dicken 74154PC aus ungarischer Produktion.
Der 74154 wählt die Widerstände für die Tonhöhe des Muttergenerators
aus, deren Werte sorgsam handgefrickelt worden sind.  Die Tonlage ist
auf die Platine ins Kupfer geätzt.

Besonders witzig finde ich mit dem Abstand von mehr als 30 Jahren
rechts unten den selbstgebauten Optokoppler: in die Platine eingelassen
ein Mini-Fototransistor (die waren wohl eigentlich für Lochstreifenleser
konzipiert), darüber von oben gebogen eine IRED.  Weiß nicht, ob es
daran lag, dass richtige Optokoppler nicht recht zu haben waren, oder
einfach daran, dass just diese Teile in der Bastelkiste vorrätig waren.

Auf dem Foto mit der aufgeklappten Platine sieht man links den Netzteil
und den NF-Verstärker (mit A210E).  Unten ist ein V4051 (CD4051), der
besagte Eingangsumschaltung für die „Register“ vornimmt.  Ganz unten
in der Mitte ein kleiner Kühlkörper mit einem MA7805 (die gab's also
1984 auf jeden Fall schon zu kaufen) für die 5-V-Versorgung; die beiden
zusätzlichen Spannungen für den 2708 werden auf der Netzteilplatine
einfach mit Z-Dioden stabilisiert, da sie nur wenig Leistung liefern
müssen.

Die „Klang“beispiele mag ich euch natürlich nicht vorenthalten.  Man
merkt deutlich die „Kunstpause“ nach der Einleitung, an welcher Stelle
dann abhängig von der Klingelzahl ggf. eine andere Melodie angestimmt
wird.  (Die Lautstärkeschwankungen hat leider das Händie hinein
redigiert, da es natürlich versucht, möglichst konstante Lautstärke
bei der Aufnahme zu produzieren.)

Im zweiten Klangbeispiel hört man weiter hinten einen falschen Ton;
vermutlich ist dort nach 30 Jahren im EEPROM mal ein Bit gekippt.

So gerade, wie die Leiterbahnen aussehen, wurden sie mit „Typoart“
(Abreibefolie) erzeugt, und lediglich die Flächenfüllung mit Lack
gemalt.

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Gerald B. (gerald_b)
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Schade das die Bilder nicht höher aufgelöst sind. Ich hätte gerne mal 
reingezoomt, so das man auch mal Bauteilbeschriftungen lesen kann und 
ahnen kann, wie es funktioniert.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Die Originalauflösung war höher, aber die Beleuchtung jetzt am Abend
sowieso zu schlecht, sodass das alles reichlich verwackelt war.

Vielleicht fotografiere ich das nochmal mit besserem Licht und poste
sie dann mit höherer Auflösung.

Autor: Rainer Unsinn (r-u)
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Jörg W. schrieb:
> Die „Klang“beispiele mag ich euch natürlich nicht vorenthalten.

Bei Euch war also der Klingel nach immer Weihnachten? Nimm das im 
Dezember als Handy-Klingelton, dann hast Du einen echten Nerd-Stempel.. 
:-)

Die Töne sind sauber gestimmt, der Rhythmus wahrscheinlich am Maximum 
seiner Möglichkeiten.. sehr schön!

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Rainer U. schrieb:
> Bei Euch war also der Klingel nach immer Weihnachten?

Nö.  Die Melodien sind ja auf einem EEPROM, den konnte man einfach
gegen einen mit anderen Melodien austauschen. ;-)  Der mit den
Weihnachtsliedern war nur gerade noch drin.  Da die Platine im
Dezember 1984 hergestellt worden ist, waren die Weihnachtslieder
schätzungsweise auch das erste, was ich dafür gemacht hatte.

Autor: Michael J. (jogibaer)
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Hallo zusammen,

hat noch jemand eine HEX Datei mit den Weihnachtsliedern?
Bei mir ist so ein tolles Teil immer noch als Türklingel in Betrieb.
Allerdings nicht ganz original.

Müßte bloß schauen, wo ich einen Brenner auftreibe ....


Jogibär

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Michael J. schrieb:
> Müßte bloß schauen, wo ich einen Brenner auftreibe ....

Hätte ich noch.  Lange nicht mehr benutzt, aber funktioniert sicher.

Ah, manchmal muss man doch nur das Internet befragen. ;-)

http://sbwd.de/seiten/rahmen.php?nav=klingel

Die Weihnachtslieder darin sind nur 1 KiB, ist das OK?  2716 sollte
ich noch haben, könnte ich dir also gegen Portoerstattung zukommen
lassen.

Autor: Michael J. (jogibaer)
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Hallo Jörg,

Danke für den Link.
Den kannte ich noch nicht.

Auch für Dein Angebot mit dem 2716, was ich aber nicht benötigen werde.
Es wird zwar ein paar Tage dauern, aber dann habe ich über einen
Bekannten Zugriff auf einen Brenner.

Jogibär

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Rainer U. schrieb:
> Die Töne sind sauber gestimmt, der Rhythmus wahrscheinlich am Maximum
> seiner Möglichkeiten.

Naja, im Nachhinein: erstens hätte es vermutlich besser geklungen,
wenn ich auch Noten dafür gehabt hätte, statt alles nur nach Gehör
zu machen. ;-)

Zweitens habe ich wohl die Zwangspausen nicht sinnvoll eingebaut:
wenn aufeinander zwei gleiche Töne folgen, muss man eine kurze Pause
einblenden, aber die sollte den Rhythmus nicht zerstören, d. h. man
müsste die Dauer dieser Pause von der zuvor gespielten Note abziehen.
Dafür hätte es bei jedem Ton eines zusätzlichen "staccato"-Bits
bedurft, welches festlegt, dass diese Note etwas eher zu beenden und
die Pause einzufügen ist.  Stattdessen habe ich meiner Erinenrung
nach jedoch die Zwangspausen als einfache Pause halt mit minimaler
Länge (Sechzehntelnote, vermute ich mal) codiert, damit kommt dort
der Takt dann durcheinander.

Ich habe in meinen alten Bastelunterlagen geschaut, aber auf Anhieb
habe ich die Dokumentationen für das Projekt nicht finden können.

Autor: Jürgen Liegner (jliegner)
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Al. K. schrieb:
> ..habe 85-87 ein elektronisches Rhythmusgerät gebaut.
> 8 Kanäle mit einen 2716,


Das kommt mir sehr bekannt vor. Genau in dem Zeitraum habe ich auch mein 
erstes Rhythmusgerät gebaut. Auch ohne Prozessor und die Programme im 
Eprom. Zur Bedienung dienten Wählscheiben aus den DDR-Tastentelefonen 
und 3 stellige bcd-kodierte Zahlenschalter. Die analoge Tonerzeugung der 
Schlaginstrumente war teilweise aus dem (einzigen?) DDR-Rhythmusgerät 
abgeguckt. Eine halbwegs gut klingende Snarre zu erzeugen war schon 
nicht ganz einfach. Immerhin hat unsere 3 Mann Tanzkapelle damit von 
1986 bis zur Wende fast jedes Wochenende ein oder mehrmals gemuggt...

Autor: Cyblord ---- (cyblord)
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Eine Türklingel die Weihnachtslieder spielt? Manche Leute haben so 
überhaupt keinen Stil.

Oder ist dieser Hang zum Kitsch auch wieder so ne ostdeutsche Eigenart?

Autor: Bernd S. (bernds1)
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Cyblord -. schrieb:
> Eine Türklingel die Weihnachtslieder spielt? Manche Leute haben so
> überhaupt keinen Stil.
>
> Oder ist dieser Hang zum Kitsch auch wieder so ne ostdeutsche Eigenart?

Lesen kannst du also, sonst hättest du das mit den Weihnachtsliedern 
nicht rausgekriegt. Aber den Sinn des Textes hast du nicht verstanden.
Versuch's einfach nochmal. Beim zweiten Male klappt's vielleicht :-)

Jörg W. schrieb:
> Rainer U. schrieb:
>> Bei Euch war also der Klingel nach immer Weihnachten?
>
> Nö.  Die Melodien sind ja auf einem EEPROM, den konnte man einfach
> gegen einen mit anderen Melodien austauschen. ;-)  Der mit den
> Weihnachtsliedern war nur gerade noch drin.  Da die Platine im
> Dezember 1984 hergestellt worden ist, waren die Weihnachtslieder
> schätzungsweise auch das erste, was ich dafür gemacht hatte.

Autor: Fra Nk (korax)
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Das obligatorische 7-Ton "Horch was kommt von Drausen 'rein" wäre doch 
derselbe "Kitsch".

Melodieklingeln sind per se genauso unsinnig wie wechselde 
Desktophintergründe oder Filmchen als Wattapp-Stati.

Aber es war damals halt was Geiles und die CPUs haben viele 
Möglichkeiten geboten. Und Weihnachtsmelodien in der Adventszeit? Wann 
denn sonst?

Autor: soul eye (souleye)
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Fra N. schrieb:

> Aber es war damals halt was Geiles und die CPUs haben viele
> Möglichkeiten geboten. Und Weihnachtsmelodien in der Adventszeit? Wann
> denn sonst?

Im Westen gab es ungefähr zeitgleich monolithische Lösungen mit 
Konpfzelle und Piezopiepser. Die wurden in Glückwunschkarten eingebaut, 
die beim Aufklappen ein Liedchen spielen. War damals genauso bescheuert, 
und genau so ein Hype.

Autor: Fra Nk (korax)
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soul e. schrieb:
> in Glückwunschkarten eingebaut

Genauso eine Ressourcenverschwendung wie das Happymeal-"Spielzeug", 
einmal in der Hand gehalten > Ecke (oder Tonne).

Ich habe mich damals schon gefragt wieso man solch wertvollen (und 
deswegen auch schweineteueren) Bauelemente für Melodieklingeln 
"verschwendet".

Ich hatte damals nur eine - "Horchwas kommt von Draußen rein" - 7-Ton 
Klingel aus dem Buch "Elektronik für Wohnen und Spiel" nachgebaut..

Autor: Gerald B. (gerald_b)
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Fra N. schrieb:
> Ich habe mich damals schon gefragt wieso man solch wertvollen (und
> deswegen auch schweineteueren) Bauelemente für Melodieklingeln
> "verschwendet".

Dafür gab es ja die Basteltypen, die im Prüffeld wegen leichter 
Auffälligkeiten rausflogen und eben nicht für professionelle Anwendungen 
taugten. Und weil sie eben nicht eingestampft wurden, sondern noch einem 
Verwendungszweck (Erkenntnisgewinn) zugeführt wurden, war es eigentlich 
wieder ok.
Man kann über viele Dinge streiten, ob die sinnvoll oder notwendig sind. 
Braucht ein Auto, ein Kühlschrank oder eine Waschmaschine Internetzugang 
usw.?
Das sind in meinen Augen viel krassere Auswüchse der Marktwirtschaft :-)

Autor: Al. Kn. (alterknacker)
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..jetzt mal das technische Gegenteil!

Habe dies gerade auf dem Oberboden gefunden und möchte euch das nicht 
vorenthalten.

ca. 20*20 Zentimeter, 220V
Alarmklingel/Schulklingel

: Bearbeitet durch User
Beitrag #5205009 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5205026 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Axel Schwenke (a-za-z0-9)
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Hier noch ein paar Bilder für eine Klingel, die ich mal für meine 
Schwester gebaut habe. Das war schon nach der Wende, deswegen das 
Plastegehäuse und die Spannungsregler im TO-220.

Der Trafo ist allerdings Original DDR, ein sogenannter Heiztrafo mit 
zwei Wicklungen 6.3V/1A. Der Lautsprecher ist irgendwo ausgeschlachtet.

Die Schaltung geisterte zur damaligen Zeit durch Bastlerkreise, eine 
gedruckte Version findet sich im Halbleiter-Applikationsheft #41 
"Halbleiterspeicher Teil 3 - EPROM". Ich habe den Scan im 
Beitrag "Re: Zilog Z80 CPU" schon mal 
hochgeladen.

Weiter unten im Beitrag "Re: Zilog Z80 CPU" ist 
dann auch das EPROM Image zu finden.

Dieser Klingel habe ich eine echte NF-Endstufe mit dem A210K (das ist 
der IC mit dem Kühlkörper) spendiert. Sie klingt dadurch deutlich 
angenehmer als das Original.

Mit dem Schalter kann man einen von 4 Melodiebereichen auswählen, aus 
dem dann eine Melodie zufällig abgespielt wird. In den untersten 512 
Byte des EPROM liegt das Programm, dort passen nur noch 3 Melodien 
hinein, das sind verschiedene Geburtstagslieder. Ein Bereich sind 
Weihnachtslieder, die beiden anderen sind Volkslieder und Schlager.

Der U880 wird mit 2.45MHz getaktet (nominell, Abweichungen sind erlaubt 
und führen dann halt zu anderer Tonlage und Tempo). Die 1MHz Typen sind 
damit offiziell nicht verwendbar, allerdings habe ich da schon so 
ziemlich jeden U880 funktionieren gesehen (bzw. gehört).

Meine Schwester wollte die Klingel nach einem Umzug nicht mitnehmen, 
deswegen habe ich sie wieder eingelagert und denke jetzt darüber nach, 
sie in meiner Wohnung zu installieren. Meiner Oma hatte ich eine 
schönere Variante mit Holzgehäuse gebaut; die haben wir beim Ausräumen 
ihrer Wohnung aber dagelassen. Meine Eltern betreiben ihre Klingel immer 
noch.

Autor: Gerald B. (gerald_b)
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Axel S. schrieb:
> Der U880 wird mit 2.45MHz getaktet (nominell, Abweichungen sind erlaubt
> und führen dann halt zu anderer Tonlage und Tempo). Die 1MHz Typen sind
> damit offiziell nicht verwendbar, allerdings habe ich da schon so
> ziemlich jeden U880 funktionieren gesehen (bzw. gehört).

Ich denke mal, das ist z.T. dadurch erklärbar, das die CPU eigentlich 
einen Bus mit verschiedenen weiteren ICs dran, treiben muß. PIO, CTC, 
SIO, mehrere EPROMs, mehrere RAMs...
Dadurch, das hier nur ein einziges EPROM dranhängt, wird auch ein 
vermindertes Fan Out durch zu hochohmige Ausgänge nicht die Rolle 
spielen.

Den Spannungsregler hatte ich auch schon beäugt und auf "nach der Wende" 
datiert :-)
Das Gehäuse ist ja schön sauber verarbeitet. Gerade bei massenhaften 
Löchern für Lautsprecher sieht man gnadenlos, wenn ein Loch verrutscht 
ist oder der Bohrer nicht sauber geschnitten, sondern was ausgerisssen 
hat.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Fra N. schrieb:
> Ich habe mich damals schon gefragt wieso man solch wertvollen (und
> deswegen auch schweineteueren) Bauelemente für Melodieklingeln
> "verschwendet".

Ende der 1980er Jahre waren U880 in der DDR ziemliche Massenware
geworden.

Autor: Axel Schwenke (a-za-z0-9)
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Hier ist noch ein Schmankerl für Liebhaber (oder Besitzer) einer Klingel 
obiger Art. Das angehängte Perl-Skript kann einen EPROM-Dump (binär) 
parsen und die enthaltenen Melodien abspielen. Es verwendet dafür das 
Programm 'sox', das auf vielen UNICES zur Verfügung steht. Dazu noch die 
Notencodierung.
$ls
...
klingel.bin
klingel.pl*

$./klingel.pl 
song found at 0x0140 : 21 bytes - play? (yes / [no] / quit)
...

: Bearbeitet durch User
Autor: Rainer Unsinn (r-u)
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Jörg W. schrieb:
> Dafür hätte es bei jedem Ton eines zusätzlichen "staccato"-Bits
> bedurft, welches festlegt, dass diese Note etwas eher zu beenden und
> die Pause einzufügen ist.

Naja, oder halt einem Notenwert für eine Pause. Bei mir waren die 3 
Stimmen - wenn ich mich richtig erinnere - so aufgebaut:

Byte1 Byte2 Byte3 Byte4 wobei

1-3 die Tonhöhe der jeweiligen Stimme war (FF = Pause) und 4 die Länge. 
Aus allen vorkommenden Notenwerten und dem gewünschten Tempo musste man 
einen passenden kleinsten  gemeinsamen Nenner finden (bei Triolen gegen 
Halbe etwas aufwändiger). Ach ja - es war eine schöne Bastelzeit.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Rainer U. schrieb:
> Naja, oder halt einem Notenwert für eine Pause.

Den hatte ich, aber die Zeitinformation war meiner Erinnerung nach
nicht linear geteilt (dann hätte man ja sowas wie 9/10 Notenwert und
1/10 Pause machen können), sondern nur in 2^n-Stufen.  Damit konnte
man für ein Staccato nur die kürzestmögliche Pause (1/16-Note)
einfügen, das hat aber den Rhythmus leicht verschoben.

Ein paar Seiten Konstruktionsunterlagen habe ich noch gefunden.  Sind
aber schwer zu lesen.  Wenn's jemanden interessiert, kann ich die Scans
ein wenig aufpolieren und noch posten, sonst lass ich's.

Autor: Bernd G. (Firma: LWL flex SSI) (berndg)
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> Ende der 1980er Jahre waren U880 in der DDR ziemliche Massenware
> geworden.

Soll heißen, in den VEB gab es welche, die dann kartonweise für 
Melodieklingeln geklaut wurden, samt der weiteren dafür benötigten 
Teile.

Autor: Rainer Unsinn (r-u)
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Bernd G. schrieb:
> Soll heißen, in den VEB gab es welche, die dann kartonweise für
> Melodieklingeln geklaut wurden, samt der weiteren dafür benötigten
> Teile.

Zu hart ausgedrückt. Besser "für Forschungs- und Entwicklungsaufgaben 
verbraucht" ;-)

Autor: Holm Tiffe (holm)
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Bernd G. schrieb:
>> Ende der 1980er Jahre waren U880 in der DDR ziemliche Massenware
>> geworden.
>
> Soll heißen, in den VEB gab es welche, die dann kartonweise für
> Melodieklingeln geklaut wurden, samt der weiteren dafür benötigten
> Teile.

Blödsinn. Die Dinger lagen in den entsprechenden Läden (Radio Quelle in 
DD oder auch Straße der Nationen in KMSt.), zu haben für einstellige 
Mark Beträge. Auch in Gotha habe ich glaube ich welche gekauft (NVA 
Zeit).
Speziell den U880 hatte MME wohl besser im Griff als Zilog das Original 
(weniger Fehler, CMOS Versionen, höhere Tatfrequenzen). Das war echt 
keine Mangelware mehr. Im gesamten "sozialistischen Lager" waren die 
Dinger auch verbreitet, andere soz. Hersteller machten nur 8080A oder 
6800-kompatible, die Russei stellte auch Z80 her..nach dem öffnen 
stellte man dann fest das innen ein DDR Chip saß. Um die Wendezeit gabs 
echt "schnelle" Z80 von Firmen wie Thesys. Die Russei stellte allerdings 
sonst fast Alles her was nicht niet- und nagelfest war, eine ganze 
Palette PDP11-kompatibler, einen VAX11-750 kompatiblen Mikroprozessor 
(im Orignal kuchenblechgroße TTL Gräber) und den 8086 samt Konsorten. 
Clones waren übrigens unter den Dingern kaum dabei wenn man von einem 
LSI11 Chipsatz oder der uVAXII-CPU absieht (Zusammenarbeit mit ZFTM DD).

Gruß,

Holm

: Bearbeitet durch User
Autor: Markus M. (soarmaster)
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Rainer U. schrieb:
> Bernd G. schrieb:
>> Soll heißen, in den VEB gab es welche, die dann kartonweise für
>> Melodieklingeln geklaut wurden, samt der weiteren dafür benötigten
>> Teile.
>
> Zu hart ausgedrückt. Besser "für Forschungs- und Entwicklungsaufgaben
> verbraucht" ;-)

Bauteile brauchte man nicht stehlen. Ich selbst war zur Wendezeit 
Lehrling (AZuBis gab es noch nicht;-) bei Robotron Riesa. Die hatten auf 
Lohnbestückung umgestellt und mussten Lagerfläche schaffen. Zu dem Zweck 
wurden alle Restbestände gnadenlos geschreddert, eine Aufgabe, die wir 
Lehrlinge übernehmen mussten. Also hat man mal höflich beim Lehrmeister 
angefragt...

Selber hatte ich mir auch so eine Klingel gebaut, später durften alle 
Lehrlinge eine fertigen. Mein Programierer hatte jedoch einen Tippfehler 
gemacht, und so hatte eine Melodie einen falschen Ton. Das hat mich so 
heftig gestört, das ich mir ein Eprom Programmiergerät mit SRam, 
Tastatur und Angeigen gebaut habe, den Eprom darin kopiert habe, den Ton 
berichtigt und automatisch einen neuen beschrieben habe. Sowas 
luxeriöses wie eepromwrite(Adresse, Daten);  gab es ja noch nicht;-)

Autor: Bernd G. (Firma: LWL flex SSI) (berndg)
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> Blödsinn. Die Dinger lagen in den entsprechenden Läden (Radio Quelle in
> DD oder auch Straße der Nationen in KMSt.)

Ich weiß. Die ehrlichen Bastler.
Ich war Leiter in der Entwicklung und weiß ziemlich genau, was meine 
hochmögenden Mitarbeiter alles geklaut haben. Es war einfach, den 
Überblich zu behalten: U880 wurden nicht für die Erzeugnis- oder 
Prüfmittelentwicklung eingesetzt, sondern die Intellinie.
Die U880 gingen trotzdem weg wie die warmen Semmeln.

So, und jetzt könnt ihr mir alle erklären, wie schön es in der DDR war.

> Ich selbst war zur Wendezeit
> Lehrling (AZuBis gab es noch nicht;-) bei Robotron Riesa. Die hatten auf
> Lohnbestückung umgestellt und mussten Lagerfläche schaffen.

Ich rede hier nicht von den Wirrungen der Wendezeit.

: Bearbeitet durch User
Autor: Gerald B. (gerald_b)
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Bernd G. schrieb:
> Die U880 gingen trotzdem weg wie die warmen Semmeln.

Es wurde doch nur nach Erichs Devise "Aus unseren sozialistischen 
Betrieben ist noch mehr rauszuholen" gehandelt ;-)))

Autor: Old Papa (old-papa)
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Nun, meine ersten paar U880 waren sicher auch "sozialistisch 
umgelagert", zumindest  habe ich etwa anno 1984 einen Trabbisportlenker 
dafür gegeben. Beides Bestand im VEB xyz, beides auch irgendwie Unsinn. 
Der Trabbilenker zierte Steuerpulte von E-Loks, die U880 wurden in der 
E-Abteilung angeschafft, gab aber keine Anwendung dafür. Die E-Loks 
fuhren auch mit normalen Steuerrädern, die U880 wurde wohl nur bei der 
Inventur vermiss. ;-)
Später allerdings hätte ich die U880 für schmalen Taler, für die 
Lenkräder aber Westgeld bekommen (noch zu DDR-Zeit)

So, wer zeigt mich nun an?

Old-Papa

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Gerald B. schrieb:
> Es wurde doch nur nach Erichs Devise

Stammte die nicht noch vom Walter?

Bernd G. schrieb:
> U880 wurden nicht für die Erzeugnis- oder Prüfmittelentwicklung
> eingesetzt, sondern die Intellinie.

Was denn da?  Die Intel-8-Bitter waren ja in der DDR eher unüblich,
und die 8086 steckten in den PCs.

Auf Anforderung eines U880 bekam ich an der Materialausgabe der
Uni dazumals zu meiner Verwunderung einen Z80A ausgehändigt.  Offenbar
wurden die noch zusätzlich zur Eigenproduktion aus Erfurt importiert.

Autor: Bernd G. (Firma: LWL flex SSI) (berndg)
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> Was denn da?  Die Intel-8-Bitter waren ja in der DDR eher unüblich,
> und die 8086 steckten in den PCs.

Wegen des DDR-Sonderweges mit den Zilog-Dingern waren einige Projekte 
innerhalb des RGW nicht durchsetzbar. Alle Welt hat mit Intel hantiert, 
nur die weltgrößte DDR hat was mit Zilog gemacht.

Ich werde mich nicht weiter über dieses Projekt ausbreiten, zumal es 
nicht zu den Großleistungen des DDR-Ingenieurswesens gehören dürfte und 
ich keine Legendenbildung der Art "wir waren aber ganz tolle Hirsche und 
hätten es fast geschafft, wenn der Hund nicht..." betreiben will. Es ist 
nichts, was in die Öffentlichkeit dieses Forums oder anderer Foren 
gehört.

Wer an Legenden interessiert ist, mag sich ja die Heldenbiografie von 
Pistolen-Karl reinziehen 
https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&sou...

Ich musste kotzen, als ich das entdeckt habe, aber heute darf jeder 
alles veröffentlichen. Vllt steht dort auch was zum o.g. Thema.

Autor: Al. Kn. (alterknacker)
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Gerald B. schrieb:
> Es wurde doch nur nach Erichs Devise "Aus unseren sozialistischen
> Betrieben ist noch mehr rauszuholen" gehandelt ;-)))



Jörg W. schrieb:
> Stammte die nicht noch vom Walter?

jo

Nach der Wende hat mein Onkel immer mal erzählt, was er und verschiedene 
Kumpels alles umgelagert haben.
Er lebte aber in der damaligen BRD nicht in der DDR!

Autor: Herbert Bechler (herbert_b)
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Bernd G. schrieb:
> Wegen des DDR-Sonderweges mit den Zilog-Dingern waren einige Projekte
> innerhalb des RGW nicht durchsetzbar. Alle Welt hat mit Intel hantiert,
> nur die weltgrößte DDR hat was mit Zilog gemacht.

Schwätzer. Ahnungsloser Schwätzer.

Die "Zilog-Dinger" waren überall auf der Welt in CP/M-Rechnern im 
Einsatz, als die XT, geschweige denn AT-Rechner mit Intel Prozessoren 
noch kaum im Einsatz waren.

Bernd G. schrieb:
> Ich musste kotzen, als ich das entdeckt habe, aber heute darf jeder
> alles veröffentlichen.

Das passt auf Deinen Beitrag exakt genau so.

Herbert

Autor: Bernd G. (Firma: LWL flex SSI) (berndg)
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Oh, jemand von der alten Garde, angenehm.

Autor: Axel Schwenke (a-za-z0-9)
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Gerald B. schrieb:
> Bernd G. schrieb:
>> Die U880 gingen trotzdem weg wie die warmen Semmeln.
>
> Es wurde doch nur nach Erichs Devise "Aus unseren sozialistischen
> Betrieben ist noch mehr rauszuholen" gehandelt ;-)))

War doch sowieso Volkseigentum. "Wir sind das Volk!"

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Bernd G. schrieb:
> Alle Welt hat mit Intel hantiert, nur die weltgrößte DDR hat was mit
> Zilog gemacht.

Wobei der Z80 als verbesserter i8080 so schlecht nicht war, war ja
schließlich von Leuten entworfen worden, die zuvor am i8080 gearbeitet
hatten und dadurch wussten, was sie bei einem neuen Versuch besser
machen würden.  Zumindest abgesehen vom OS-Kern sollten eigentlich
8080-Programme auch 1:1 drauf laufen.  (Turbo-Pascal dagegen lief
meines Wissens bspw. nur auf dem Z80.)

Z8000 waren dagegen eher eine Sackgasse.

Autor: Holm Tiffe (holm)
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Bernd G. schrieb:
>> Blödsinn. Die Dinger lagen in den entsprechenden Läden (Radio Quelle in
>> DD oder auch Straße der Nationen in KMSt.)
>
> Ich weiß. Die ehrlichen Bastler.
> Ich war Leiter in der Entwicklung

Für Toilettenpapier?

>und weiß ziemlich genau, was meine
> hochmögenden Mitarbeiter alles geklaut haben. Es war einfach, den
> Überblich zu behalten: U880 wurden nicht für die Erzeugnis- oder
> Prüfmittelentwicklung eingesetzt, sondern die Intellinie.
> Die U880 gingen trotzdem weg wie die warmen Semmeln.
>
> So, und jetzt könnt ihr mir alle erklären, wie schön es in der DDR war.
>
[..]

Ich habe Deinen Kram von weiter unten auch gelesen, Du schreibst "Ich 
weiß unheimlich viel, aber das kann Ich Euch leider Alles nicht sagen.."

....dann halte doch die Klappe.

Du warst nie in einem Laden U880 kaufen, dann schwadroniere nicht drüber 
ob es die gab und zu welchen Preisen.

Gruß,

Holm

Autor: Holm Tiffe (holm)
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Jörg W. schrieb:
> Bernd G. schrieb:
>> Alle Welt hat mit Intel hantiert, nur die weltgrößte DDR hat was mit
>> Zilog gemacht.
>
> Wobei der Z80 als verbesserter i8080 so schlecht nicht war, war ja
> schließlich von Leuten entworfen worden, die zuvor am i8080 gearbeitet
> hatten und dadurch wussten, was sie bei einem neuen Versuch besser
> machen würden.  Zumindest abgesehen vom OS-Kern sollten eigentlich
> 8080-Programme auch 1:1 drauf laufen.  (Turbo-Pascal dagegen lief
> meines Wissens bspw. nur auf dem Z80.)
>

Auch der OS Kern lief ohne Änderungen, die Peripherie mußte angepaßt 
werden, wobei der Z80 ja auch mit der konnte (IM0, IM1).

> Z8000 waren dagegen eher eine Sackgasse.

EAW wollte die aber unbedingt haben, Robotron bestand auf dem 8086.
EAW hat dann dazu das Kunststück fertig gebracht an den MMS16 (Multibus) 
Bus den Z8000 anzubinden, habe aber noch keine CPU Karte davon gesehen.

Das EAW den Z8000 liebte merkt man ja daran das sie Zilogs S8000 
"geclont" haben..(eher umentwickelt...) Wega ist  eigentlich Zeus.

Ich sehe es noch heute so das der Z8000 der bessere Prozessor ist, Intel 
hat aus meiner Sicht von der Architektur her immer nur übelste Gurken 
produziert, aber das ist wie mit VHS oder Microsoft...

BTW: Welche Napfsülze hat das Vermarktungsangebot der Türklingel nach 
Offtopic verschoben? Dafür gibts symbolisch ein paar mit dem Nudelholz 
auf die Finger.

Gruß,

Holm

: Bearbeitet durch User
Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Holm T. schrieb:

> Auch der OS Kern lief ohne Änderungen, die Peripherie mußte angepaßt
> werden, wobei der Z80 ja auch mit der konnte (IM0, IM1).

Die Peripherie wird normalerweise ja vom OS bedient.

(Ich weiß, klappte nicht immer richtig, siehe wildes Binärgepatche
für Druckereinbindung in Wordstar.)

> BTW: Welche Napfsülze hat das Vermarktungsangebot der Türklingel nach
> Offtopic verschoben?

Holm, bevor du hier mit unflätigen Worten um dich wirfst, sieh dir
den 1. Beitrag genau an: er hat das einfach selbst in OT platziert,
es steht nämlich kein "Verschoben durch" drunter.

Autor: soul eye (souleye)
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Holm T. schrieb:

> Ich sehe es noch heute so das der Z8000 der bessere Prozessor ist, Intel
> hat aus meiner Sicht von der Architektur her immer nur übelste Gurken
> produziert, aber das ist wie mit VHS oder Microsoft...

Tja, im Westen ist das Ding ziemlich geräuschlos untergegangen. Der 
Z8000 galt als toller 16bit-Prozessor, dann kam der IBM-PC mit 
8088/8086, und dann war Ruhe. Die Freunde symmetrischer Architekturen 
sind direkt auf den 68000 aufgesprungen.

Steve Ciarcia hatte damals die Trumpcard als Mathebeschleuniger für den 
IBM PC (damals noch ohne XT, also <128 kB RAM) entwickelt: 
http://www.dtweed.com/circuitcellar/trumpcrd.pdf . Dann gab es ein paar 
Olivettis, und halt S8000 / P8000.

Autor: Holm Tiffe (holm)
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Jörg W. schrieb:
> Holm T. schrieb:
[..]
>
>> BTW: Welche Napfsülze hat das Vermarktungsangebot der Türklingel nach
>> Offtopic verschoben?
>
> Holm, bevor du hier mit unflätigen Worten um dich wirfst, sieh dir
> den 1. Beitrag genau an: er hat das einfach selbst in OT platziert,
> es steht nämlich kein "Verschoben durch" drunter.

Ok, ich nehme Alles zurück und behaupte exakt das Gegenteil (ich 
merkele).

BTW: "unflätig" hab ich etwa so lange nicht gehört wie "Kallebasse" ...

:-)

Gruß,

Holm

Autor: Holm Tiffe (holm)
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soul e. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>
>> Ich sehe es noch heute so das der Z8000 der bessere Prozessor ist, Intel
>> hat aus meiner Sicht von der Architektur her immer nur übelste Gurken
>> produziert, aber das ist wie mit VHS oder Microsoft...
>
> Tja, im Westen ist das Ding ziemlich geräuschlos untergegangen. Der
> Z8000 galt als toller 16bit-Prozessor, dann kam der IBM-PC mit
> 8088/8086, und dann war Ruhe.

Das ist ja das Problem, mir wäre Ruhe um Intel deutlich lieber gewesen.
Für jeden Furz ein nur dafür geeignetes Register und das Kunststück mit 
32Bit Adresse nur 1MB adressieren zu können..Gate A20 läßt grüßen. Die
Hälfte der Programme besteht aus Umschaufeln der Daten von Einem ins 
Andere Register.

>Die Freunde symmetrischer Architekturen
> sind direkt auf den 68000 aufgesprungen.

Nach wie vor eine sehr schöne Architektur (Vorbild ist die PDP11),
als Ossi konnte ich da aber nicht hin springen.
>
> Steve Ciarcia hatte damals die Trumpcard als Mathebeschleuniger für den
> IBM PC (damals noch ohne XT, also <128 kB RAM) entwickelt:
> http://www.dtweed.com/circuitcellar/trumpcrd.pdf . Dann gab es ein paar
> Olivettis, und halt S8000 / P8000.

Naja, Embedded (weit ab von Microsoft) sind die Z8000 doch erstaunlich 
oft anzutreffen, Z8 und deren Nachkömmlinge auch.

Gruß,

Holm

Autor: Al. Kn. (alterknacker)
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Holm T. schrieb:
>>
>>> BTW: Welche Napfsülze hat das Vermarktungsangebot der Türklingel nach
>>> Offtopic verschoben?

Ja das hatte ich bewusst in OT platziert!
Denn eine mögliche ausführliche Diskussion darüber war wahrscheinlicher 
als der Verkauf/Abgabe des Teils.
MfG

Autor: Holm Tiffe (holm)
Datum:

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Hellseher?

Gruß,
Holm

Beitrag #5214432 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Al. Kn. (alterknacker)
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Holm T. schrieb:
> Hellseher?

Ist hier im Forum nicht schwer!;-))

..hier ein Übungs   System
Glaube 97
Sollte ein 8Kanal Licht Programm werden.
Auch für Klingel und ähnliches einfach Nutzbar.
Habe aber keine EProms mehr, sonnst hätte ich noch einen aufgesetzt!

Autor: Jürgen H. (calor)
Datum:

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Paul B. schrieb:
> Erfurt war auch gut bestückt:
> -RFT-Bastlerladen am Gagarin Ring
> -Robotron Industrieladen ebenda
> -Laden der PGH Radio Fernsehen in der Trommsdorffstraße

Nicht zu vergessen der "alte" Zentgraf schräg gegenüber des RFT-Ladens.

In der Nähe gab es dann noch den Steinhaus in Weimar und den RFT-Laden 
in Jena.

Von den Klingeln, nach dem FA - Artikel, habe ich bestimmt auch ein 
Dutzend gebaut.
Übrigens, als Gehäuse habe ich damals einen Dia-Kasten genommen. Die 
Dinger bestanden aus 2 identischen Halbschalen die ineinander geclipst 
wurden und kosteten 6,10 M (glaube ich).

: Bearbeitet durch User
Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
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Jürgen H. schrieb:
> Nicht zu vergessen der "alte" Zentgraf schräg gegenüber des RFT-Ladens.

Richtig. Den hatte ich ganz vergessen. Es gab aber auch in den 
Kreisstädten RFT-Läden, von denen viele zumindest einen Grundstock an 
Teilchen vorhielten. In Gotha, Mühlhausen und WIMRE in Nordhausen war 
das der Fall.


MfG Paul

Autor: Holm Tiffe (holm)
Datum:

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Hier in FG gabs auch so einen Laden auf der Lomonossovstraße..allerdings 
waren die dann wegen leerer Fächer schon mit den üblichen 
Vorwiderständen für LEDs überlastet...

Gruß,

Holm

: Bearbeitet durch User
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