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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Zerstörte Ausgänge am Atmega16 16PU am Pollin Evaluation Board Ver 2.01


Autor: Willi D (Gast)
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Hallo,

hoffe es kann mir jemand einen Tip geben.

Die Konstellation:
Am Pollin Evaluation Board Ver 2.01 möchte ich ein LCD Display 4x20 Typ 
W204B (Elektronik Assembly von reichelt) betreiben. Bei der 
Vorgehensweise halte ich mich an das Buch "AVR Hardware und 
Programmierung in C" elektor Verlag und passend zum Pollin Evaluation 
Board.
Den Anschluß J4 des Boards habe ich über ein ca 10cm langes 
Flachbandkabel über den Pollin "Streifen / Punktrasterplatinenadapter" 
mit einem Bread Board verbunden und da dann das LCD Modul an die Pins 
PC0 - PC5 gemäß Schaltung im Buch verbunden.

Das Problem:
Die Versuche das LCD nun mit dem zum Buch passenden Beispiel Programmen 
im 4.Bit Modus zum Leben zu erwecken waren vergeblich, nur zwei Reihen 
mit quadratischen Klötzen zu sehen. Habe lange mit dem Programm gekämpft 
und an die Kompatiblität des LCD zum HD44780 Standart basierenden 
Beispielcodes gezweifelt. Irgendwann habe ich festgestellt das die 
verwendeten Ausgänge des Port C am AVR def. sind.

Gut - vielleicht ist beim Rumstöpseln am Bread board was schief 
gegangen.
Also habe ich das Ganze mit neuem ATMEGA16 UND neuem Diplay nochmal 
SORGFÄLTIG und mit 150Ohm Widerständen als Schutzschaltung in Reihe zu 
den Ausgängen aufgebaut. Wieder sind die Ausgänge am PORT C die am LCD 
angeschlossen waren zerstört.
Jetzt bin ich ratlos was mir ständig die Ausgänge schiesst. Kann das LCD 
den ATMEGA16 überlasten ?
Wenn ich einfach nur LED's am Bread Board ansteuere ist alles i.O. Kann 
es ein Kapazitätsbelag am Flachbandkabel sein der bei höheren 
Schaltfrequenzen an den Ausgängen Probleme macht ? Oder ist die ganze 
Konstellation aus Kabel  Adapter  Bread Board störanfällig ?

Hat jemand so ähnliche Kämpfe schon hinter sich ? Was macht mir hier die 
Hardware kaputt ? Wie kann ich die Ausgänge wirkungsvoll beim 
Experimentieren mit LCD Displays schützen ?

Danke für reichlich gute Tips !!

Autor: spess53 (Gast)
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Hi

Hast du das JTAG-Imterface abgeschaltet? Sonst sind einige PINs von 
PortC blockiert.

MfG Spess

Autor: Oliver S. (oliverso)
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Eigentlich alle deine Fragen lasssen sich mit nein beantworten.
Du machst einfach irgendwas grundlegend falsch.

Oliver

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Bei einigen AVRs liegt auf PORTC das JTAG. Entweder per Fuse-Bit oder 
per Befehl das JTAG disablen.

Autor: spess53 (Gast)
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Hi

>JTAG-Imterface

Sollte natürlich 'JTAG-Interface' heissen:

MfG Spess

Autor: H.Joachim Seifert (crazyhorse)
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Das ist ja schon ein Klassiker mit dem JTAG ´:-)

Autor: Willi D (Gast)
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Danke für die schnellen Antworten ! Das mit dem JTAG werde ich prüfen. 
Ist das JTAG Interface denn per default aktiv ? Am Port C funktionieren 
genau die Ausgänge 2,3,4,5 nicht; das sind ja exakt die JTAG Pins ?!
Das wäre ja ein fataler Anfänger Fehler ;-)
Danke schon mal !!! Ich werde probieren und berichten ....

Autor: alter Kämpe (Gast)
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H.Joachim S. schrieb:
> Das ist ja schon ein Klassiker mit dem JTAG

Sozusagen
Willi D schrieb:
>Standart

Autor: H.Joachim Seifert (crazyhorse)
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Ja, JTAG ist ab Werk an und damit die übliche Portlogik ausser Betrieb.
Und deshalb kann das:
Willi D schrieb:
> Wenn ich einfach nur LED's am Bread Board ansteuere ist alles i.O.

nicht sein.

Autor: Willi D (Gast)
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OK - Das wars. Habe JTAG ausgeschaltet und der Käfer tut wieder.
Danke Euch !

War in dem Buch als Beispiel angegeben das JTAG Flag zu setzen und dann 
wird PORTC verwendet... fiese Falle !

Autor: Willi D (Gast)
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H.Joachim S. schrieb:
> Ja, JTAG ist ab Werk an und damit die übliche Portlogik ausser
> Betrieb.
> Und deshalb kann das:
> Willi D schrieb:
>> Wenn ich einfach nur LED's am Bread Board ansteuere ist alles i.O.
>
> nicht sein.

OK - ich meinte damit das der elektrische Aufbau, den ich mit LED's an 
anderen Ports ausser C geprüft hatte, funktioniert....

Autor: Christian S. (roehrenvorheizer)
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" Oder ist die ganze Konstellation aus KabelAdapter Bread Board 
störanfällig ?"

Hallo,

denkbar wäre noch die Entstehung einer Überspannung auf den Leitungen 
durch Reflexion am Ende. Dagegen spricht jedoch die Kürze von 10cm und 
die Erfahrung. Schlimmstenfalls kann es eine elektrostatische Entladung 
sein, die beim Anstecken des LCDs heran geführt wird. Heizungsluft, Rel 
Luftfeuchte < 60%?

MfG

Autor: Stefan Us (stefanus)
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Wir hatten quasi das selbe "Problem" gerade mit einem STM32 diskutiert. 
Da war auch das per Default aktivierte JTAG Interface "Schuld", dass ein 
paar Pins nicht wie erwartet funktionierten.

Ich habe die Historie so wahrgenommen, dass JTAG eine gewisse Zeit lang 
ein sehr beliebtes Stichwort im Bullshit Bingo der Manager war. Jeder 
Chip und jedes Board musste ein JTAG Interface haben, um überhaupt in 
die engere Auswahl zu kommen.

Und wer schon einen (damals teuren) JTAG Adapter kaufen musste, wollte 
ungerne zum Flashen der Firmware noch einen weiteren anderen Adapter 
dazu nehmen müssen. Darum ist das JTAG Interface bei viele Chips aus 
dieser Zeit per Default aktiviert.

Das kranke an JTAG ist: Die Schnittstelle ist zwar standarisiert, 
dennoch sind sowohl die Anschlussbelegung als auch die Funktion bei 
jedem Hersteller anders. Insofern ist JTAG meiner Meinung nach nicht 
besser, als was es schon vorher gab. Wie man sieht, ist der Zenit der 
Modeerscheinung auch schon wieder vorbei.

Mag sein, dass ich mich irre. So ist es jedenfalls bei mir angekommen.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Willi D schrieb:
> Ist das JTAG Interface denn per default aktiv ?

Ab Werk sind alle Programmierschnittstellen aktiv. Dadurch ist es 
möglich, den Chip unprogrammiert einzulöten und ihn in der Schaltung zu 
programmieren.

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