Im Niederspannungsnetz hast du die höchsten KS-Ströme überhaupt. Wie
hoch die im Einzelnen sind kann dier hier niemand genau sagen, daß kann
immens verschieden sein.
Wenn die Steckdose in Oma Käthes Wohnung einen KS hat können ein paar kA
fließen. Allerdings können es auch ein paar mehr kA sein, ich meine
normale Sicherungsautomaten gibt es bis 80kA-und das hat sicher seinen
Grund. Mir ist unlängst eine Ausschreibung zu Ohren gekommen, in der die
Rede von 225kA KS-Strom war.
Den umgekehrten Fall hab ich auch schon gesehen, KS-Strom unterhalb des
Nennstroms der Sicherung (auch Niederspannung). (Nein, leider kein
Witz).
Allerdings hast du nichts zu deiner Umgebung geschrieben-Niederspannung
heißt nicht unbedingt Wohnbereich. Niederspannung ist, mit Verlaub,
reichlich allgemein. Es hat seinen Grund daß es keine fertigen Tabellen
dafür gibt-die KS-Impedanz läßt sich da nicht unterbringen, die muß eben
berechnet werden. Für sowas gibt es Ingenieure die das (hoffentlich!)
können. Wenn der Netzbetreiber/EVU dir die KS-Impedanz nicht verrät,
bekommst du sie auch nicht.
Noch etwas auch eigener Erfahrung: Verlasse dich lieber nicht darauf was
auf den Leitungsschutzschaltern im Sicherungskasten steht. Du siehst dem
Kasten nicht an, ob der LSS den KS-Strom tragen kann. Die (Fach)firma
liefert das, was der Planer in der Ausschreibung bestellt, Bauteile mit
höherer KS-Stromtragfähigkeit sind teuer, Bauherren sind geizig, Planer
im Streß, Normen können in gewissen Fällen erstaunlich flexibel
ausgelegt werden und 6kA sind irgendwo ja immer Standard...
Ansonsten:
hochfrequenter schrieb:
> Leiter gegenüber Leiter?
> Leiter gegenüber Masse?
Masse gibt es in der Energieversorgung schonmal nicht.
Was hast du denn eigentlich vor, was willst du bauen? Möglicherweise
gibt es ja eine andere Möglichkeit...