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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Strom bei Spannungsregler LM317 erhöhen


Autor: Jan G. (jan_g422)
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Hallo zusammen,

ich habe die Aufgabe mit zwei Kollegen zusammen eine Audiobox zu bauen, 
über die man mit dem Handy Musik abspielen lassen kann. Nun haben wir 
uns die Bereiche aufgeteilt, sodass sich einer um die 
Vorstufe(TDA1524A), einer um die Endstufe(TDA1553q) und einer sich um 
das Netzteil kümmert. Da ich fürs Netzteil verantwortlich bin hab ich 
also zunächst mal eine Schaltung mit einem Diodengleichrichter und 
dahinter einem Spannungsregler (LM317) entworfen. Jetzt ist aber mein 
Problem, dass sobald ich eine höhere Last habe, meine Ausgangsspannung 
abfällt, bzw. der Spannungsregler viel zu heiß wird. Ich habe nun im 
Datenblatt eine Schaltung gefunden (siehe Anhang), die dieses Problem in 
den Griff bekommen sollte, allerdings habe ich die zwei Transistoren 
leider nicht zur Verfügung. Nun ist meine Frage, ob es evtl. alternative 
Transistoren gibt, die ich verwenden kann, bzw. oder ob es vielleicht 
eine komplett andere Möglichkeit gibt, dieses Vorhaben zu realisieren.

Danke schon einmal im voraus :)

PS: Ich steh noch am Anfang meiner Elektrotechnik Karriere, deshalb 
bitte ich euch die Antworten möglichst auch dementsprechend zu 
formulieren.

Autor: Hoschti (Gast)
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Dann zeig uns doch mal Deine Schaltung. Es reicht auch ein Foto einer 
lesbaren Handskizze.

Autor: Falk B. (falk)
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@Jan Gleinser (jan_g422)

>dahinter einem Spannungsregler (LM317) entworfen. Jetzt ist aber mein
>Problem, dass sobald ich eine höhere Last habe, meine Ausgangsspannung
>abfällt, bzw. der Spannungsregler viel zu heiß wird.

Anders herum. Es fehlt garantiert ein ausreichend großer Kühlkörper, 
der Regler wird heiß und geht (zeitweise) in die 
Übertemperaturabschaltung bzw. vermindert er bei steigender Temperatur 
vorher schon seinen Ausgangsstrom.

>Ich habe nun im
>Datenblatt eine Schaltung gefunden (siehe Anhang), die dieses Problem in
>den Griff bekommen sollte, allerdings habe ich die zwei Transistoren
>leider nicht zur Verfügung.

Nicht gut, man verliert den Kurzschlußschutz und andere 
Schutzfunktionen. Nimm lieber einen LM350, wenn du WIRKLICH mehr als 
1,5A brauchst. Aber auch der braucht einen ausreichend großen 
Kühlkörper, denn es sind Linearregler.

>eine komplett andere Möglichkeit gibt, dieses Vorhaben zu realisieren.

Immer. Dazu bräuchte man aber ein paar sinnvolle Angaben von dir. Siehe 
Netiquette.

Autor: Ach Du grüne Neune (Gast)
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Du kannst auch andere Transistor-Typen verwenden (BD243, TIP3055, 
2N3055, 2N3773, ...). Als Treiber statt 2N2905 einen BD244.

Autor: Leo (Gast)
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Ach Du grüne Neune schrieb:
> Du kannst auch andere Transistor-Typen verwenden (BD243, TIP3055,
> 2N3055, 2N3773, ...). Als Treiber statt 2N2905 einen BD244.

Aber den Überstrom- und Übertemperaturschutz hast du damit auch nicht.

Autor: Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)
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Leo schrieb:
> Aber den Überstrom- und Übertemperaturschutz hast du damit auch nicht.

Richtig. Das komplette Sicherheitspaket fällt damit selbstverständlich 
vollständig weg.

Autor: Christian K. (Gast)
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Und wofür benötigt Mann bei einer Autoendstufe einen Linearegler?

Autor: Stefanus F. (stefanus)
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Vernünftige Endstufen brauchen keine stabilisierte Spannungsversorgung. 
Wenn sie wirklich eine stabilisierte Spannung benötigt, tausche sie 
lieber durch eine bessere aus oder finde einen Weg, ihre offensichtlich 
fehlerhafte Schaltung zu korrigieren.

Mit dem Spannungsregler verheizt du nur unnötig Energie. Und irgendwie 
muss diese ganze Wärme ja auch noch abgeführt werden.

Autor: Ichbin (Gast)
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Habt Ihr Euch denn mal Gedanken daüber gemacht wie der Brüllwürfel 
versorgt werden soll?
Habt Ihr schon mal in die Datenblätter der angedachten Bausteine 
geschaut?
Ich habe so das leise Gefühl als wenn dein Part überflüssig sein 
könnte...

MfG

Autor: Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)
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Stefan U. schrieb:
> Vernünftige Endstufen brauchen keine stabilisierte Spannungsversorgung.

Genau. Ein dicker 9 Volt Ringkerntrafo mit einem 
Schottky-Diodengleichrichter und 2 mal 10000µF Elkos parallel reichen 
vollkommen aus. Mit sowas betreiben wir bei uns auf der Arbeit ein 
Autoradio und einen zusätzlichen Equilizer.

Keine Verlustleistung
Keine Wärmeentwicklung am nichtvorhandenen Längsregler
Es brummt auch nix
Als Sicherung Multifuse verwenden

Beitrag #5220260 wurde vom Autor gelöscht.
Autor: A. K. (prx)
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Falk B. schrieb:
> Nicht gut, man verliert den Kurzschlußschutz und andere
> Schutzfunktionen.

Beim gezeigten LM195/LM395 nicht, denn das ist nicht einfach ein 
Transistor, sondern ein IC ähnlicher Komplexität wie der LM317. Benimmt 
sich wie ein Transistor, hat aber Sicherheitsfunktionen drin.

: Bearbeitet durch User
Autor: MaWin (Gast)
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Jan G. schrieb:
> Ich steh noch am Anfang meiner Elektrotechnik Karriere, deshalb bitte
> ich euch die Antworten möglichst auch dementsprechend zu formulieren.

Wozu ein Regler vor dem Verstärker ?

Ein Verstärker regelt seine Ausgangsspannung im Takt der Musik, er ist 
schnell (20000Hz) und genau (THD<1%).

Welchen Zweck soll das haben, dem noch einen zweiten Spannungsregler 
vorzuschalten ? Um zu hohe Eingangsspannung kann es nicht gehen, auch 
wenn deine Schaltung davon  mindestens 4V wegfrisst, denn der TDA1554 
hält mit 40V eher mehr aus als der LM317 und der TDA1524 braucht nicht 
viel Strom.

Zudem, Grundlage der Elektrotechnik: Zwei Regler hintereinander neigen 
zu Problemen, sich aufschaukeln zum schwingen, sind also immer eine 
blöde Idee.

Für einen 2x 22W Verstärker braucht man übrigens satte 8A Spitzenstrom, 
Grundlagen der Grundschulmathematik, dein Spannungsreglerchen ist ein 
Witz dagegen.

Autor: Jan G. (jan_g422)
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Entschuldigung aber ich hatte bis jetzt ca. gute 3 1/2 Wochen 
Elektrotechnik und hab ein paar Widerstandsnetzwerke berechnet und ne 
kleine Einführung in Dioden und Transistoren bekommen. Da ist es nur 
logisch das ich von dem ganzen Zeug noch nicht so viel Ahnung hab. Ich 
hab das mit dem Spannungsregler bei einem gesehen der ein Audionetzteil 
mit 15V Ausgangsspannung gebastelt hat und da die Endstufe laut 
Datenblatt eine Spannung von 14,4V benötigt, dachte ich das könnte 
passen. Dass das so nicht funktioniert ist mir inzwischen auch klar und 
das in dem Verstärker ein Spannungsregler drin sein soll, wusste ich 
auch nicht. Jedoch muss ich mein Netzteil doch irgendwie auch noch die 
Vorstufe mit Spannung versorgen (So meinte es mindestens mein 
Ausbilder). Ist da denn dann auch schon ein Spannungsregler drin? Wäre 
für jeden konstruktiven Vorschlag dankbar.

Autor: Jan G. (jan_g422)
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Danke für die Antwort! Ich schau mal ob das so funktoniert.

Autor: Jan G. (jan_g422)
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Ja das mit dem Kühlkörper hab ich schon bedacht, allerdings kann ich 
dann den Strom lediglich von 300mA auf 600mA erhöhen und das reicht mir 
ja immer noch hinten und vorne nicht.

Danke für den Tipp mit dem LM350. Werde mich da mal bisschen schlau 
machen ob der höhere Ströme ab kann.

Autor: MaWin (Gast)
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Jan G. schrieb:
> das in dem Verstärker ein Spannungsregler drin sein soll

In einem Verstärker(-IC) ist kein Spannungsregler enthalten, sondern er 
IST ein Spannungsregler: Er erzeugt am Ausgang eine Spannung die (je 
nach Lautstärkeeinstellung) das 10-fache der Spannung des Musiksignals 
ist.

> Jedoch muss ich mein Netzteil doch irgendwie auch noch die
> Vorstufe mit Spannung versorgen (So meinte es mindestens mein
> Ausbilder). Ist da denn dann auch schon ein Spannungsregler drin?

Nein. Aber auch er läuft mit Autoakkuspannung. Hast du mehr, brauchst du 
einen 12V Regler. Aber es reicht viel weniger Strom.

Autor: Lurchi (Gast)
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Für die Vorstufe könnte es sein, dass man einen Spannungsregler 
gebrauchen kann. Das ist aber vor allem für die alten keinen Signale vom 
Dynamischen Mikrofon oder Schallplatte wichtig. Je nach Aufbau der 
Vorstufe geht es ggf. auch ohne Spannungsregelung, schaden tut eine 
Spannungsregelung aber auch nicht. In der Regel sollten für die Vorstufe 
LM317 oder ähnliche ausreichen. Wenn man da mehr als 200 mA braucht wäre 
das schon ungewöhnlich.

Autor: der schreckliche Sven (Gast)
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Jan G. schrieb:
> Da ich fürs Netzteil verantwortlich bin hab ich
> also zunächst mal eine Schaltung mit einem Diodengleichrichter und
> dahinter einem Spannungsregler (LM317) entworfen.

Ja, mancher trägt schon schwer an seiner Verantwortung.
Aber kaum jemand muß die Verantwortung alleine tragen.
In Deinem Fall gibts sogar sehr, sehr viele Menschen, die Dir Deine 
Verantwortung abgenommen haben, indem sie Schaltnetzteile herstellen.

Die bieten bereits geregelte und oft einstellbare Ausgangsspannung, sind 
klein und leicht und haben einen besseren Wirkungsgrad als Trafo & 
Gleichrichter. Das Gehäuse kann kleiner sein, wodurch die Gesamtkosten 
auch kleiner sind.
Kein Gefrickel, kein Frust, einfach anklemmen und fertig.

Autor: Peter D. (peda)
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Spätestens ab >=1A nimmt man heutzutage nur noch Schaltnetzteile.
Und den TDA1553 hast Du wohl im Museum gesehen. Ich finde weder 
Datenblatt noch Bezugsquellen dazu.
Nimm besser einen IC, der noch hergestellt wird.
Auch geht es heutzutage in Richtung Class-D. Da findet man oft schon 
fertige Platinen für kleines Geld.

Autor: sosoundüberhaupt (Gast)
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Jan G. schrieb:
> Ja das mit dem Kühlkörper hab ich schon bedacht, allerdings kann ich
> dann den Strom lediglich von 300mA auf 600mA erhöhen und das reicht mir
> ja immer noch hinten und vorne nicht.

Ein MP4570 oder ähnlicher Schaltregler schafft das spielend,  ohne auch 
nur handwarm zu werden.

Bei xhundert mA sollte man mal vorsichtig über Schaltregler nachdenken.
Wenn die Schaltfrequenz über dem hörbaren Bereich ist (heute kein 
Problem mehr) stört das nicht mal.

Ich denke aber, dass ds Problem bei so einem hohen Stromverbrauch das 
Problem woanders liegt. Möglicherweise beim Verstärker.

Man könnte ja über Klasse-D nachdenken.

Autor: Jan G. (jan_g422)
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> Ein MP4570 oder ähnlicher Schaltregler schafft das spielend,  ohne auch
> nur handwarm zu werden.

Ok, ja ich habe nun etwas recherchiert und bin beim lm338 hängen 
geblieben der ja angeblich bis zu 5A schaffen soll. Das Problem ist, 
dass dies ein Projekt in unsere Ausbildung ist und die Endstufe 1553q 
vorgegeben ist. Diese benötigt laut Datenblatt 2x20W und eine Spannung 
von 14,4V. Ob das noch zeitgemäß ist oder wie auch immer, ist mir 
eigentlich egal. Nur muss ich dafür einfach ein Netzteil bauen, welches 
diesen Anforderung gewachsen ist. Jetzt hab ich mir das so überlegt: 
2x20W=40W, und bei 14,4V macht das ein Strom von 2,8A. Also kein Problem 
für den LM338 oder? Vor ihn kommt natürlich noch ein Trafo und ein 
Brückengleichrichter mit zwei fetten Pufferelkos. Meint ihr, dass das so 
funktionieren könnte oder bin ich jetzt schon auf dem Holzweg und kann 
mir das aufbauen morgen bei der Arbeit sparen?

MfG

Autor: der schreckliche Sven (Gast)
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Das kann man schon so machen.

Autor: John (Gast)
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Jan G. schrieb:
> 2x20W=40W, und bei 14,4V macht das ein Strom von 2,8A. Also kein Problem
> für den LM338 oder?

40W ist die Ausgangsleistung von der Endstufe. Die Endstufe hat aber 
keine 100% Wirkungsgrad, sonder nur ca. 80%. Das Netzteil muss 50W 
liefern können. Das sind dann 3,5A.

Der TDA1553 benötigt auch keine stabilisiert Spannung von 14,4V. Sonder 
eine Spannung von 6V…18V. Je höher die Versorgungsspannung ist, desto 
höher ist die mögliche Ausgangsleistung.

Was für einen Trafo verwendest du?
Wie hoch ist die Spannung am Elko nach dem Gleichrichter?

Autor: Jan G. (jan_g422)
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> 40W ist die Ausgangsleistung von der Endstufe. Die Endstufe hat aber
> keine 100% Wirkungsgrad, sonder nur ca. 80%. Das Netzteil muss 50W
> liefern können. Das sind dann 3,5A.

Aha, das wusste ich nicht danke! Da müsste der lm338 ja aber trotzdem 
noch reichen oder?

> Der TDA1553 benötigt auch keine stabilisiert Spannung von 14,4V. Sonder
> eine Spannung von 6V…18V.

Das mit den 6V...18V hab ich auch gelesen. Da stand dann nur "typ. 
14,4", deshalb dachte ich, dass ich die mal anpeile.

> Je höher die Versorgungsspannung ist, desto
> höher ist die mögliche Ausgangsleistung.

Was bedeutet denn höhere Ausgangsleistung konkret. Ist die Musik dann 
einfach lauter oder wie muss ich mir das Vorstellen?

> Was für einen Trafo verwendest du?

Da bin ich relativ frei in der Wahl. Wir haben bis 21V Trafos alles im 
Geschäft rumliegen. Ich habe bis jetzt immer einen 15 V Trafo genommen. 
Wobei ich eher zu einem 12V Trafo neige, dass der Spannungsabfall am 
Spannungsregler nicht so hoch ist.

> Wie hoch ist die Spannung am Elko nach dem Gleichrichter?

Also bis jetzt mit dem 15V Trafo war die Spannung immer so 21V.

Ach ja, und den Trafo den ich im Endeffekt wähle, muss ja im Endeffekt 
auch meine 3,5A liefern können oder?

Danke für die ganzen Antworten :)

Autor: Lurchi (Gast)
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Mit nur dem Trafo und Netzteil hat man das Problem, das die Spannung je 
nach Netzspannung und Last schwankt. Mit 10 % Überspannung vom Netz und 
noch einmal ca. 20 % für den Trafo unter Last und Rippel wird man nicht 
sicher 14.4 V garantieren können, wenn man nie über 18 V kommen darf. 
Mit einem 12 V Trafo und ohne Regler könnte es etwa hinkommen. Unter 
Last und mit wenig Netzspannung geht es allerdings schon etwas unter 14 
V.

Als Regler gibt es sonst auch noch LT1085 und verwandte, die kommen mit 
etwas weniger Spannungsoverhead aus.

Die tatsächliche Spannung legt fest bei welchem Signal / Leistung das 
Signal begrenzt wird und dann der Klirrfaktor stark ansteigt. D.h. die 
Musik wird mit mehr Spannung nicht lauter, aber man kann sie lauter 
stellen.

Die Trafo-Auslegung beim Audioverstärker hängt von der Anwendung ab. 
Beim normalen Musik hören wird die maximale Leistung nur kurz / selten 
benötigt und man muss den Trafo nicht für die Leistung auslege. 
Kurzzeitig kann ein Trafo mehr Strom liefern - die Spannung bricht dann 
aber unter Last auch etwas ein. Ohne Regler sollte der Trafo daher eher 
nicht zu klein gewählt werden, weil der Spannungseinbruch beim kleineren 
Trafo stärker ist. Beim Strom muss man noch beachten, dass der AC Strom 
einiges größer ist als der DC Strom am Ausgang des Netzteils.

Autor: John (Gast)
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Jan G. schrieb:
> Was bedeutet denn höhere Ausgangsleistung konkret. Ist die Musik dann
> einfach lauter oder wie muss ich mir das Vorstellen?

Ja, du kannst etwas weiter aufdrehen bis der Verstärker begrenzt 
(verzerrt).
Dabei sollte du auch noch berücksichtigen, dass dein Gehöhr eine 
logarithmische Empfindlichkeit aufweist. Für die doppelte Lautstärke 
benötigst du die 10-fache Leistung. Die Grenze um einen Unterschied in 
der Lautstärke wahrzunehmen liegt bei ca. 2dB. Das heisst: wenn dein 
Verstärker nur 2x12,7W statt 2x20W liefert, ist kaum ein 
Lautstärkeunterschied feststellbar.

Jan G. schrieb:
> Also bis jetzt mit dem 15V Trafo war die Spannung immer so 21V.
>
> Ach ja, und den Trafo den ich im Endeffekt wähle, muss ja im Endeffekt
> auch meine 3,5A liefern können oder?

Bei 21V und 3,5A muss der Trafo 73,5W liefern. Bei 15V wären das 4,9A.
Aber wie Lurchi schon geschrieben hat, legt man das Netzteil einer 
Audio-Endstufe nicht auf die Sinus-Dauerleistung aus. Ein 60VA Trafo 
(15V/4A) sollte hier reichen.

Autor: Michael B. (laberkopp)
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Jan G. schrieb:
>> 40W ist die Ausgangsleistung von der Endstufe. Die Endstufe hat aber
>> keine 100% Wirkungsgrad, sonder nur ca. 80%. Das Netzteil muss 50W
>> liefern können. Das sind dann 3,5A.
>
> Aha, das wusste ich nicht danke! Da müsste der lm338 ja aber trotzdem
> noch reichen oder?

Nein, natürlich nicht, der Spannungsregler muss nicht den 
Durchschnittsstrom, sondern den Maximalstrom abkönne, und bei 
angenommenen 18V an 4 Ohm sind das 4.5A. Mit etwas Glück kann man Abzüge 
machen weil nicht die wollen 18V am Lautsprecher ankommen, sondern der 
Verstärke 2V für sich selbst braucht, also 4A.

Aber was scheinbar nicht in deinen Kopf geht: Der Verstärker braucght 
kein Netzteil, wenn man nicht mehr als 18V in ihn reinstopft.

Ein normales Netzteil aus 12V~ Trafo, nach Gleichrichtung 16.9V, 
abzürlich Brückengleichrichterdioden 15V, reicht sogar dann, wenn die 
Netzspannung mal 10% mehr ausmacht, und der Trafo im Leerlauf weitere 
10% mehr liefert.

Nur wenn man dummerweise einen 24V~ trafo hätte müsste man sich was 
überlegen - vermutlich einen anderen Verstärker-IC.

Autor: der schreckliche Sven (Gast)
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Michael B. schrieb:
> Der Verstärker braucght
> kein Netzteil, wenn man nicht mehr als 18V in ihn reinstopft.

Mit diesem Nonsens hast Du Dich selbst übertroffen.

Autor: Axel S. (a-za-z0-9)
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der schreckliche Sven schrieb:
> Michael B. schrieb:
>> Der Verstärker braucght
>> kein Netzteil, wenn man nicht mehr als 18V in ihn reinstopft.
>
> Mit diesem Nonsens hast Du Dich selbst übertroffen.

Er hat offensichtlich nicht "Netzteil", sondern "Stabilisierung" 
gemeint. Ein intelligenter Mensch kann das erkennen.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Jan G. schrieb:

> Meint ihr, dass das so funktionieren könnte.

Ich hab jetzt nicht so genau nachgerechnet, aber Du wirst einen
ziemlich fetten Kühlkörper brauchen.

Autor: Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)
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Harald W. schrieb:
> aber Du wirst einen
> ziemlich fetten Kühlkörper brauchen.

Deswegen würde ich den ganzen Linearreglerkokolores komplett weglassen 
und direkt hinter den Elkos das Autoradio anschließen:

Michael M. schrieb:
> Genau. Ein dicker 9 Volt Ringkerntrafo mit einem
> Schottky-Diodengleichrichter und 2 mal 10000µF Elkos parallel reichen
> vollkommen aus.

Es sei denn, der TO hat die Vorgabe einen Regler einbauen zu müssen?

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Michael M. schrieb:

> Deswegen würde ich den ganzen Linearreglerkokolores komplett weglassen

Es gibt eigentlich nur einen Grund, vor NF-Leistungsverstärkern
Spannungsregler einzusetzen: Nämlich wenn man bei Verwendung eines
Verstärker-ICs die maximal zulässige Spannung eines ICs so knapp
wie möglich erreichen will. Also im Endeffekt eine Fehldimensio-
nierung. Mit dem "Wunsch-IC" des TEs ist das m.E. nicht nötig.
Ich glaube auch nicht, das es solche Spannungsregler in irgend-
welchen Fertig-Verstärkern gibt.

Autor: der schreckliche Sven (Gast)
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Jan G. schrieb:
> Das Problem ist,
> dass dies ein Projekt in unsere Ausbildung ist

Es muß einfach raus (nach langem zögern):
Das wirkliche Problem ist Euer Ausbilder, der Euch mit diesem Retro-Kram 
eure wertvolle Zeit stiehlt.

Autor: batman (Gast)
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Die Grundschule könnte man auch in 1 Jahr abhaken, wenn man so 
Retro-Kram wie Kopfrechnen und Schreiben auf Papier wegläßt und einfach 
die passenden Handy-Apps verteilt.

Autor: Peter D. (peda)
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Ich hab zum TDA1553Q hier was gefunden:

PRODUCT DISCONTINUATION DN42 NOTICE December 31, 1999

Euer Ausbilder steht wohl kurz vor der Rente.

Autor: Mike B. (mike_b97) Benutzerseite
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batman schrieb:
> Die Grundschule könnte man auch in 1 Jahr abhaken, wenn man so
> Retro-Kram wie Kopfrechnen und Schreiben auf Papier wegläßt und einfach
> die passenden Handy-Apps verteilt.

dafür würde ich am liebsten +5 geben, geht aber leider nicht

So Retro-Kram wie Schreibschrift wurde ja bereits weg gelassen.
Bildungsbürger könnten denken können...

Autor: Mike B. (mike_b97) Benutzerseite
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Michael M. schrieb:
> Leo schrieb:
>> Aber den Überstrom- und Übertemperaturschutz hast du damit auch nicht.
>
> Richtig. Das komplette Sicherheitspaket fällt damit selbstverständlich
> vollständig weg.

Unter dieser Maßgabe habe ich zur Vervollständigung des threads mal 
Schaltung und Simulation beigefügt.

Wobei ich die Ua auf 5V eingestellt habe, aber das lässt sich ja über 
das R1/R2-Verhältnis anpassen.

Die Sicherung U1 soll ein PTC (z.B. PFRA300) sein, hab kein Modell dafür 
gefunden.

Der maximale Ausgangsstrom ist auf 2.8A begrenzt, ohne noch einen ripple 
auf der Ua zu haben.
Um diesen Strom zu erreichen ist eine Eingangsspannung von 15V AC vor 
dem Brückengleichrichter notwendig, 12V reichen nicht.
Man kann den Ausgangsstrom (ohne ripple) noch erhöhen in dem man die 
Eingangsspannung Ve durch einen noch größeren C1 stützt, allerdings muss 
der Trafo und die Brücke die Stromspitze auch leisten können.

Ist dies so richtig und gibts da nochwas zu ergänzen?

Autor: Lurchi (Gast)
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Die Sicherung gehört vor den Gleichrichter. Gerade der Gleichrichter ist 
ein teil, dass ggf. mit einem Kurzschluss ausfällt. Auch hilft die 
Sicherung vor dem Gleichrichter um den Leistungsfaktor zu vergrößern - 
man braucht aber einen etwas höheren Nennstrom (ca. 1,5-fach) bei der 
Sicherung.

Autor: Michael B. (laberkopp)
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Mike B. schrieb:
> Der maximale Ausgangsstrom ist auf 2.8A begrenzt, ohne noch einen ripple
> auf der Ua zu haben.
> Um diesen Strom zu erreichen ist eine Eingangsspannung von 15V AC vor
> dem Brückengleichrichter notwendig, 12V reichen nicht.

Na ja, 15Vpp, also 10.6Vrms. So liegt die Spannung im Mittel vor dem 
Regler bei 10.5V=, und der Verlust bei (10.5-5)*2.8 = 15.4 Watt.

Beim BD243 liegen 5.5V/2.8A noch in der SOA, und es reicht ein 
Kühlkörper von 4 K/W.

Autor: Achim B. (bobdylan)
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Michael B. schrieb:
> Na ja, 15Vpp, also 10.6Vrms.

Falsch.

Autor: Mike B. (mike_b97) Benutzerseite
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Achim B. schrieb:
> Michael B. schrieb:
>> Na ja, 15Vpp, also 10.6Vrms.
>
> Falsch.

Sag blos kein Wort zuviel, wir könnten in Erkenntnis ersaufen!

Autor: Der Andere (Gast)
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Mike B. schrieb:
> Sag blos kein Wort zuviel, wir könnten in Erkenntnis ersaufen!

Vpp geht vom negativen bis zum positiven Maximalwert.
Das heisst Spitzenspannung zum Mittelwert ist genau die Hälfte. Und RMS 
bei Sinus davon dann 1/1,41.
Also 15Vpp -> 7,5Vp -> 5,3Veff

Autor: Der Andere (Gast)
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Nachtrag: Der RMS Wert interessiert hier aber nicht wirklich, wichtiger 
ist der Vpp Wert damit sichergestellt wird, daß die Spannung vor dem 
Regler nicht zu stark einbricht.
Und 15Vpp für einen 5V Regler ist normalerweise völliger Blödsinn.
MaWin und Harald Wilhelms haben das Wesentliche schon gesagt, ein 
Spannungsregler für einen VErstärker ist überflüssig, ausser die max. 
Spannung des Verstärkers würde sonst überschritten

Autor: MaWin (Gast)
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Der Andere schrieb:
> Vpp geht vom negativen bis zum positiven Maximalwert.
> Das heisst Spitzenspannung zum Mittelwert ist genau die Hälfte. Und RMS
> bei Sinus davon dann 1/1,41.
> Also 15Vpp -> 7,5Vp -> 5,3Veff

Unsinn.

Wenn man bei LTSpice an eine Wechselspannungsquelle 15 schreibt, dann 
geht der Ausgangssinus von -15 V bis +15V und hat 10.5V rms. Die 10.5V 
wäre die Aufschrift auf einem solchen Transformator im Handel, nicht 
15V.

Autor: Achim B. (bobdylan)
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Mike B. schrieb:
> Sag blos kein Wort zuviel, wir könnten in Erkenntnis ersaufen!

Jo, das stimmt.

By the Way: mal die Mühe gemacht, vor sinnbefreiter Beitragsschreiberei 
den Unterschied zwischen Vpp und Veff zu ergoogelieren..? Nö..? Mach 
mal. Dein Wissenszuwachs wird die Schwarte krachen lassen. Und nicht nur 
deine...

Autor: Der Andere (Gast)
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MaWin schrieb:
> Wenn man bei LTSpice an eine Wechselspannungsquelle 15 schreibt

Ich wusste nicht dass es hier um LTSpice geht. Ich war davon ausgegangen 
daß mit "Vpp" das selbe wie "Vss" gemeint ist ("spitze-spitze", bzw. 
"peak to peak").

Und dann ist meine Aussage kein Unsinn.

Autor: Achim B. (bobdylan)
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Der Andere schrieb:
> Ich wusste nicht dass es hier um LTSpice geht. Ich war davon ausgegangen
> daß mit "Vpp" das selbe wie "Vss" gemeint ist ("spitze-spitze", bzw.
> "peak to peak").

Lass dich nicht verunsichern. 15Vpp sind 7,5Vp, und die Effektive daraus 
sind 5,3V.

Mit LTSpice hat das garnichts zu tun.

Autor: Mike B. (mike_b97) Benutzerseite
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Der Andere schrieb:
> Mike B. schrieb:
>> Sag blos kein Wort zuviel, wir könnten in Erkenntnis ersaufen!
>
> Vpp geht vom negativen bis zum positiven Maximalwert.
> Das heisst Spitzenspannung zum Mittelwert ist genau die Hälfte. Und RMS
> bei Sinus davon dann 1/1,41.
> Also 15Vpp -> 7,5Vp -> 5,3Veff

Wenn der Ausgang nur schwach mit wenigen hundert mA belastet wird stellt 
sich eine Ve (Spannung hinter der Brücke) von ~12,35V DC ein, wobei die 
Eingangsspannung von 15V AC durch die Brückenschaltung um so ziemlich 
genau Wurzel(2)= 1,41V ins Negative verschoben wird. Siehe Bild.

@MaWin
Meine Spannungsquelle V1 ist mit Sine(0 15 50) definiert und bringt 
trotz nur eine Amplitude von 0-15V, bzw. wie beschrieben einen um 1,41V 
nach unten verschobenen Sinus. Du meintest sicherlich die Einstellung 
der V1 mit der AC-Amplitude von 15V.

@Achim
Ich hab nich damit angefangen Vpp usw. durcheinander zu würfeln... ;)

: Bearbeitet durch User
Autor: Peter D. (peda)
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John schrieb:
> Der TDA1553 benötigt auch keine stabilisiert Spannung von 14,4V. Sonder
> eine Spannung von 6V…18V.

Man dimensioniert das ungeregelte Netzteil so, daß im Leerlauf die 18V 
nicht überschritten werden. Unter Last bricht es eben etwas ein, was 
solls. Spannungsregler für NF-Endstufen sind ungebräuchlich.

Wenn unbedingt ein Spannungsregler gefordert ist, dann aber wenigstens 
einen LDO, z.B. MIC29302WT für 3A.

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