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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Lücke im Lebenslauf oder unbedeutend


Autor: Mut zur Lücke (Gast)
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Hallo liebe Berufstätige.

Ich bin momentan in der Bewerbungsphase, genauer, beim Zusammenstellen 
der notwendigen Unterlagen, nachdem ich mein Studium erfolgreich 
abgeschossen habe. In Bezug auf meinen Lebenslauf habe ich eine Frage zu 
einer sogenannten "Lücke". :-)

Nach dem Abitur musste ich einen Monat warten, bis ich die 
Zivildienststelle antreten durfte. Was habe ich in diesem Monat gemacht? 
Ich habe mich mit dem Bereich der Altenpflege näher beschäftigt, dazu 
viel gelesen und Bekannte befragt. Mich Auch ein wenig mit medizinische 
Dingen befasst. Hinzu käme auch noch die Beschäftigung mit dem besagten 
Altenheim.

Gilt das im Lebenslauf bei den Personalern als Lücke? Wenn ja, kann ich 
sie schließen, indem ich die oben geschilderte Recherche im 
Medizinischen und in der Altenpflege in geeigneter Wortwahl als einfüge, 
sozusagen als Vorbereitung auf den Zivildienst?


Mit freundlichen Grüßen ;-)

Autor: Tom V. (vzczc)
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Hallo,
mach Dir keine Gedanken um diese Lücke. Zeitpunkt und Dauer sind für 
jeden Personaler auch ohne Erklärung nachvollziehbar...

Gruß
Tom

Autor: Joe F. (easylife)
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Total egal. Man darf auch mal 1 Monat Urlaub im Dschungel oder vor der 
Playstation machen. Und das muss absolut nicht im Lebenslauf "erklärt" 
werden.

: Bearbeitet durch User
Autor: Klaus I. (klauspi)
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Mut zur Lücke schrieb:
> Gilt das im Lebenslauf bei den Personalern als Lücke? Wenn ja, kann ich
> sie schließen, indem ich die oben geschilderte Recherche im
> Medizinischen und in der Altenpflege in geeigneter Wortwahl als einfüge,
> sozusagen als Vorbereitung auf den Zivildienst?

Nein, dass ist keine Lücke (ich schließe mich hier Tom an) und versuch 
bloß nicht da herumzuschwurbeln.

Ganz normaler Fall bei Dir. Ich hatte zwischen Ausbildung und Wehrdienst 
fast ein halbes Jahr. Soetwas interessiert keine Sau. Eine wirkliche 
Lücke sind z. B. 3 Jahre Zuchthaus, aber das kann man vermutlich 
inzwischen auch ganz interessant umschreiben ;o)

Ist vielleicht heutzutage gar nicht so schlecht. Wenn man die 
Lebenserfahrung "Selbstmanagement in einer 2x3 Meter Zelle ohne 
Bewährung" hinter sich hat und als Projektarbeit anspitzen einer 
Zahnbürste zur Selbstverteidigung angeben kann. Vermutlich wird man auch 
nicht sofort aufsässig, wenn man vom Arbeitgeber nur 10h am Tag in einen 
noch kleineren Bürowürfel gesteckt wird. Dagegen wird die Kantine 
erstmals "ehrlich und aufrichtig" gelobt und der Industrie-Insasse 
würdigt endlich mal die großen Fortschritte in der Mitarbeiter-Führung 
und -Haltung. Ist ja kein Vergleich zu den Tagen in Einzel-Dunkelhaft.

Autor: troll_hunter (Gast)
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Mut zur Lücke schrieb:
> Nach dem Abitur musste ich einen Monat warten, bis ich die
> Zivildienststelle antreten durfte.

Die Wehrpflicht – und damit auch der Zivildienst – endete in
Deutschland etwa Anfang 2011, also vor knapp sieben Jahren.
Als Personaler würde ich da mal ganz genau nachfragen, was
der Mann in all den vielen Jahren so getrieben hat.

Mut zur Lücke schrieb:
> mein Studium erfolgreich abgeschossen

Haha, ein klassischer Freudscher Versprecher! :-D

troll_hunter sagt: 8/10 TP

Autor: meckerziege (Gast)
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1 Monat sehe ich überhaupt nicht als Problem an. Es ist auch völlig 
offensichtlich, dass Abi und Zivildienst eventuell nicht nahtlos 
ineinander übergehen können. Das macht dich ja nicht zu einem 
schlechteren Mitarbeiter! Da bist du niemandem eine Erklärung schuldig.

Ich habe auch einen Monat "Lücke" zwischen Studiumabschluss und 
Berufseinstieg. Das war einfach Urlaub. Hat niemanden interessiert.

Autor: Cerberus (Gast)
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Klaus I. schrieb:
> Soetwas interessiert keine Sau.

Sprich mal nur für dich. Personaler suchen schon nach solchen
Unwichtigkeiten um einen Hebel für das Vorstellungsgespräch
zu haben. Ansonsten sind das keine attraktiven Gesprächspartner,
weil die meistens Null-Ahnung haben, zB. vom Betrieb.

"Auszeit" oder einfach zeitlich aufrunden. Im Grunde sind
Lebensläufe eher als Sittenwidrig zu betrachten, weil hier
die Persönlichkeit des Menschen doch mehr offenbart, als
für ihn gut ist. Auf dem Wohnungsmarkt sickert diese Unsitte
langsam auch durch. Irgendwann krachts mal. :-(

Autor: Cyblord ---- (cyblord)
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Cerberus schrieb:

[lauter Unsinn]

Na Michi, jetzt sind nicht nur mehr Arbeitgeber sondern auch noch 
Vermieter dein Feind. Eieiei wie armselig.

Autor: Drücker (Gast)
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Wirklich einen ganzen Monat? Ach du meine Güte! Damit findet du auf 
keinen Fall ein Stelle! Dein ganzes Leben ist jetzt ruiniert...

Aber im Ernst. Wenn du es so schreibst:

Mai   Abitur
Juni  Neue Stelle

fällt das doch noch nicht mal auf...

Was manche Leute für Probleme haben :(

Autor: Nils N. (nils_h494)
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Würde man mich ernsthaft wegen einer Lücke von einen Monat zur 
Rechenschaft ziehen wollen, ich wüsste nicht wie ich reagieren würde.

Wo kommen wir hin? Muss ich jederzeit 120% geben, auch wenn ich gar 
keine Arbeit habe? Am besten komme ich schon mit fertigem Projekt zum 
Vorstellungsgespräch, quasi aus der Zukunft importiert.

Ich hatte zuletzt ein Lücke von 5 Monaten. Was habe ich gesagt? "Mein 
alter Job hat mir keinen Spaß mehr gemacht, ich habe also gekündigt und 
mir in Ruhe etwas neues gesucht". Beschönigt habe ich da gar nichts, 
entweder das wird akzeptiert oder nicht.

Autor: der schreckliche Sven (Gast)
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Mut zur Lücke schrieb:
> Gilt das im Lebenslauf bei den Personalern als Lücke?

Ja klar, aber leider viieeel zu wenig!!
Echte Persönlichkeiten haben richtige (5 Jahre oder so) Lücken, in denen 
sie total nutzlos abgehangen haben. Wenn der Personaler Deiner Wahl das 
anders sieht, ist er leider nicht der richtige für Dich.

Autor: Holger D. (hodoe)
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Moin, aus meiner Praxis: Ein vollständiger Lebenslauf wird immer 
verlangt. Meinetwegen sind da auch drei Jahre Knast oder 
Arbeitslosigkeit drin. Aber vollständig muss er sein. Ich filtere 
Kandidaten mit nicht vollständigen Lebenslauf ganz einfach raus.


Holger

Autor: Mut zur Lücke (Gast)
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Vielen Dank für Eure Klärungen.
Habe mir das schon so gedacht, dass es nicht problemtisch wird. Falls es 
erwähnt wird, werde ich es mit Vorbereitungen für die Zivildienststelle 
erklären.

troll_hunter schrieb:
> Die Wehrpflicht – und damit auch der Zivildienst – endete in
> Deutschland etwa Anfang 2011, also vor knapp sieben Jahren.
> Als Personaler würde ich da mal ganz genau nachfragen, was
> der Mann in all den vielen Jahren so getrieben hat.

Jaja, Danke für diese Erinnerung.
Ich habe 2010 meinen Zivi gemacht. Ein Jahr später dann das. Aber 
trotzdem möchte ich die Zeit im Altenheim nicht weggeben.

Na, die Lücke kann ich schließen. Elektrotechnik Master, dann noch eine 
Promotion in Physik (für private Interesse).

troll_hunter schrieb:
> Mut zur Lücke schrieb:
>> mein Studium erfolgreich abgeschossen
>
> Haha, ein klassischer Freudscher Versprecher! :-D

Wieso? Ich bin zufrieden mit den Noten und der Promotions-Bewertung.
Bei 7 Jahren für den Bachelor hättest Du natürlich Recht. :-)


Grüße

Autor: Klaus I. (klauspi)
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Holger D. schrieb:
> Moin, aus meiner Praxis: Ein vollständiger Lebenslauf wird immer
> verlangt. Meinetwegen sind da auch drei Jahre Knast oder
> Arbeitslosigkeit drin. Aber vollständig muss er sein. Ich filtere
> Kandidaten mit nicht vollständigen Lebenslauf ganz einfach raus.

Und Deine Phantasie reicht echt nicht aus, daß Du bei z. B. fünf 
undokumentierten Monaten zwischen zwei Anstellungen nicht die richtigen 
Schlüsse ziehen kannst?

Ich erwähne im Lebenslauf an diesem Platz lieber relevantes für die 
angestrebte neue Position.

Autor: Mut zur Lücke (Gast)
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Holger D. schrieb:
> Moin, aus meiner Praxis: Ein vollständiger Lebenslauf wird immer
> verlangt. Meinetwegen sind da auch drei Jahre Knast oder
> Arbeitslosigkeit drin. Aber vollständig muss er sein. Ich filtere
> Kandidaten mit nicht vollständigen Lebenslauf ganz einfach raus.
>
> Holger

Hallo Holger.
Vielen Dank für den Hinweis (steht natürlich immer in den Angaben des 
Unternehmens).
Würdest Du es also positiv sehen, wenn ich diesen Monat mit der 
Bezeichnung "Vorbereitungen für die Zivilstelle" füllen würde?

Grüße

Autor: oszi40 (Gast)
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Mut zur Lücke schrieb:
> füllen würde?

Kann man machen. Es gibt auch Personaler und die Rentenversicherung, die 
es gerne taggenau haben wollen. Beizeiten Liste anlegen spart später 
Sucherei.

Autor: Reisender (Gast)
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Holger D. schrieb:
> Moin, aus meiner Praxis: Ein vollständiger Lebenslauf wird immer
> verlangt. Meinetwegen sind da auch drei Jahre Knast oder
> Arbeitslosigkeit drin. Aber vollständig muss er sein. Ich filtere
> Kandidaten mit nicht vollständigen Lebenslauf ganz einfach raus.
>
> Holger

Der Lebenslauf ist doch vollständig! Es steht nur der eine Monat Urlaub 
nicht drin, was auch egal ist nach dem Studium, da zählen andere Dinge.

Auch ich habe zwischen meiner damaligen Arbeitsstelle und dem 
Zivildienst eine Lücke von 3 Monaten. Früher habe ich da rein 
geschrieben "Umzug und Vorbereitung auf Zivildienst" (ich bin 700km weit 
weggezogen, also etwas was man nun wirklich nicht an einem Tag erledigt 
- zumindest nicht ohne Umzugsunternehmen).

Ich wurde nach dem Studium bei einem Bewerbungsgespräch von jemanden aus 
der Personalabteilung darauf angesprochen. Sie sagte, dass diese Zeit 
schon so lange zurück liegt (6 Jahre) und so weit von meiner fachlichen 
Qualifikation weg ist, dass es niemanden mehr interessiert. Seither 
lasse ich diese Stelle einfach aus im Lebenslauf und wenn mich jemand 
fragt was ich da gemacht habe, sage ich, dass ich mit dem Fahrrad vom 
Bodensee zur Nordsee gefahren bin.

Wenn mich nun jemand - in der aktuellen wirtschaftlichen Lage - wegen 
dieser angeblichen Lücke aussortieren sollte, dann ist er wirklich 
selbst schuld. Wenn ein Unternehmen so kleinlich ist, dann will ich da 
lieber nicht arbeiten.

Beitrag #5260842 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: klausi (Gast)
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Wie schon vorher geschrieben wurde, wenn Firmen so kleinlich sind und 
sich wegen 1 (!) Monat ansch***en, dann sind sie selbst schuld.
Wer will denn in so ner Bude arbeiten?
Die kriegen wahrscheinlich auch einen Anfall, wenn du 1 Tag mal krank 
bist -> typischer Fall von Mikromanagement.

Einfach authentisch bleiben, ob 1 Monat Playstation, 2 Monate Ferien 
oder 6 Monate Knast. (Bei letzterem wird's etwas schwieriger)

Zocker aka Zuckerle bewirbt sich doch auch schon nur mehr mit dem 
Strafregisterauszug statt CV, weil  man in der IBN nur mehr damit 
beeindrucken kann.
In IBN sind halt noch harte Kerle gefragt, die sagen können wo es lang 
geht, da zählen noch andere Werte.
Mit 1 Monat "Lücke" und wohnen bei Mami kriegt man wohl eine aufs Maul.
Da werden eher Kampfschwimmerausbildung, 1 Jahr leben im Gelände, min. 3 
Schlägereien und Saufgelage in den letzten paar Monaten erwartet. 
Nebenbei wird erwähnt, dass man mal irgendwas mit Mechanik oder Elektro 
studiert hat.
Dafür verdient man dann auch das im Monat, was ein mickriger fleissiger 
Absolvent mit "1 Monat Lücke" im Jahr bei Ferschau oder Brunel verdient.

Autor: PersonalTante (Gast)
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Mut zur Lücke schrieb:
> Hallo liebe Berufstätige.
>
> Ich bin momentan in der Bewerbungsphase, genauer, beim Zusammenstellen
> der notwendigen Unterlagen, nachdem ich mein Studium erfolgreich
> abgeschossen habe. In Bezug auf meinen Lebenslauf habe ich eine Frage zu
> einer sogenannten "Lücke". :-)
>
> Nach dem Abitur musste ich einen Monat warten, bis ich die
> Zivildienststelle antreten durfte. Was habe ich in diesem Monat gemacht?
> Ich habe mich mit dem Bereich der Altenpflege näher beschäftigt, dazu
> viel gelesen und Bekannte befragt. Mich Auch ein wenig mit medizinische
> Dingen befasst. Hinzu käme auch noch die Beschäftigung mit dem besagten
> Altenheim.
>
> Gilt das im Lebenslauf bei den Personalern als Lücke? Wenn ja, kann ich
> sie schließen, indem ich die oben geschilderte Recherche im
> Medizinischen und in der Altenpflege in geeigneter Wortwahl als einfüge,
> sozusagen als Vorbereitung auf den Zivildienst?
>
> Mit freundlichen Grüßen ;-)

Lücken entstehen meiner Erfahrung nach erst nach über drei vollen 
Monaten, wenn überhaupt.

also wenn steht:

Ausbeuter Maier: 08/2008 - 04/2012
Ausbeuter Müller: 09/2012 - 12/2017

wären das mehr als drei Kalendermonate. Da kann man Dir Faulheit 
unterstellen.

Wenn solche Sachen wie "Vorbereitung" stehen würde mich das als 
Personaltante eher skeptisch machen. "Versucht er etwas zu vertuschen 
oder zu beschönigen?", "Ist das eine Rechtfertigung?", dann würde ich 
erst recht nachhaken.
Also mein Tipp: Lass den Monat offen.

Autor: abacus (Gast)
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Mut zur Lücke schrieb:
> Gilt das im Lebenslauf bei den Personalern als Lücke?

Ist doch scheiss egal?

Ich lass mir von der Wirtschaft doch nicht meinen Lebenslauf 
vorschreiben.

Autor: H. Zinn (Gast)
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abacus schrieb:
> Ich lass mir von der Wirtschaft doch nicht meinen Lebenslauf
> vorschreiben.

Dann viel Spaß mit Hartz IV.

Autor: Zocker_52 (Gast)
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> Autor: Mut zur Lücke (Gast)
> Datum: 30.12.2017 20:03

> Nach dem Abitur musste ich einen Monat warten, bis ich die
> Zivildienststelle antreten durfte.

Damit brauchst du dich bei Krupp und Heckler & Koch nicht zu bewerben.

> Ich habe mich mit dem Bereich der Altenpflege näher beschäftigt, Hinzu
> käme auch noch die Beschäftigung mit dem besagten Altenheim.

Bei Mutter Theresia könntest du gute Chancen haben

> Gilt das im Lebenslauf bei den Personalern als Lücke?

Natürlich ! Wenn du für Inbetriebnahme geeignet währst, was du mit 
Sicherheit nicht bist, könntest du das Ganze als Knastaufenthalt 
kaschieren. Das gibt Pluspunkte !

> Wenn ja, kann ich sie schließen, indem ich die oben geschilderte
> Recherche im Medizinischen und in der Altenpflege in geeigneter
> Wortwahl als einfüge, sozusagen als Vorbereitung auf den Zivildienst?


Würde ich nicht machen, muß ja nicht gleich jeder merken das du ein
Weichei bist.

Autor: Mut zur Lücke (Gast)
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Moin, danke für die weiteren Antworten. Ok soweit.

Eine andere Sache noch:
Was ist bei den Personalern eigentlich gewichtiger: der Lebenslauf oder 
das "berühmte" Bewerbungsanschreiben? Eure Erfahrungen mal bitte dazu.


Grüße

Autor: STK500-Besitzer (Gast)
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Mut zur Lücke schrieb:
> Was ist bei den Personalern eigentlich gewichtiger: der Lebenslauf oder
> das "berühmte" Bewerbungsanschreiben? Eure Erfahrungen mal bitte dazu.

Wenn sich dein Anschreiben wie dein Lebenslauf in Prosa liest, 
interessiert beides nicht weiter.
Das Anschreiben sollte dich als den besonders gut geeigneten Mitarbeiter 
darstellen - es ist Werbung.

Der Lebenslauf sollte sich zu anderen Stellenangeboten nicht wirklich 
ändern - das Anschreiben schon.

Autor: M.Sc-Ing. Univ. (Gast)
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Mut zur Lücke schrieb:
> Moin, danke für die weiteren Antworten. Ok soweit.
>
> Eine andere Sache noch:
> Was ist bei den Personalern eigentlich gewichtiger: der Lebenslauf oder
> das "berühmte" Bewerbungsanschreiben? Eure Erfahrungen mal bitte dazu.


Lebenslauf ist wichtiger. Dann kommt das Anschreiben. Grund: Personal 
haben keine Zeit. Im Lebenslauf sehen die schon, ob der Kandidat vom 
Studium und Qualifikation passt oder nicht.

Wegen Lücke: Personaler interessieren sich hauptsächlich für die Zeit im 
und nach dem Studium. Lücke bspw nach dem Studium von < = 6 Monate sind 
normal. Ausnahme: Trainee- und Beratungstellen.

Autor: PersonalTante (Gast)
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Mut zur Lücke schrieb:
> Moin, danke für die weiteren Antworten. Ok soweit.
>
> Eine andere Sache noch:
> Was ist bei den Personalern eigentlich gewichtiger: der Lebenslauf oder
> das "berühmte" Bewerbungsanschreiben? Eure Erfahrungen mal bitte dazu.
>
>
> Grüße

Lebenslauf ist für den schnellen Überblick -> Ersteindruck

Anschreiben wird als Motivation verstanden -> Motivation als 
Zweiteindruck

Arbeitszeugnisse mit Tätigkeitsbeschreibungen -> Dritteindruck (Für was 
kann man dich SOFORT einsetzen)

Noten, Studiendauer, Fächerwahl, ... -> Fachliche Motivation (irgendwo 
zwischen Zweit- und Dritteindruck)

Autor: ranzige Yakbutter (Gast)
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Ich mache nur noch Kurzbewerbungen. Den Aufwand mit ausführlichem 
Lebenslauf, 100 Zeugnis- und Nachweisscans tue ich mir nicht mehr an, 
interessiert eh kein Schwein. Wer hier noch Zeugnisse von vor 10 Jahren 
und "Lücken" erklärt haben will bekommt nicht mal ne Rückmeldung von 
mir.

Selbst beim ersten Job nach dem Studium habe ich das schon in ähnlicher 
Form gemacht, nur Abschlusszeugnis, alles davor weggelassen, 
interessierte schon damals keinen.

Das letzt VG hatte ich kurz vor Weihnachten, ohne Bewerbung, ich habe 
nur angefragt ob die Stelle noch offen sei, da kam gleich ein 
Terminvorschlag. So muss das laufen, wir haben nicht mehr die 90er mit 
bescheuerten Bewerbungsritualen.

Autor: Nils N. (nils_h494)
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ranzige Yakbutter schrieb:
> Ich mache nur noch Kurzbewerbungen. Den Aufwand mit ausführlichem
> Lebenslauf, 100 Zeugnis- und Nachweisscans tue ich mir nicht mehr an,
> interessiert eh kein Schwein. Wer hier noch Zeugnisse von vor 10 Jahren
> und "Lücken" erklärt haben will bekommt nicht mal ne Rückmeldung von
> mir.
>
> Selbst beim ersten Job nach dem Studium habe ich das schon in ähnlicher
> Form gemacht, nur Abschlusszeugnis, alles davor weggelassen,
> interessierte schon damals keinen.
>
> Das letzt VG hatte ich kurz vor Weihnachten, ohne Bewerbung, ich habe
> nur angefragt ob die Stelle noch offen sei, da kam gleich ein
> Terminvorschlag. So muss das laufen, wir haben nicht mehr die 90er mit
> bescheuerten Bewerbungsritualen.

SAKRILEG! ...


...


... sehe ich aber 100% genau so.

Autor: Klaus I. (klauspi)
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Mut zur Lücke schrieb:
> Moin, danke für die weiteren Antworten. Ok soweit.

Lass Dich da nicht irre machen. Als Einsteiger hast Du genügend Platz um 
auch solche Lücken explizit aufzuführen. Andererseits ist es unnötig, da 
jeder Personaler die Lücken sieht und weiß was los ist. Man sollte die 
Lücken aber nicht vertuschen oder allzu kreativ beschreiben. Letzteres 
stößt dann spätestens in der Fachabteilung sauer auf.

> Eine andere Sache noch:
> Was ist bei den Personalern eigentlich gewichtiger: der Lebenslauf oder
> das "berühmte" Bewerbungsanschreiben? Eure Erfahrungen mal bitte dazu.

Das Anschreiben weckt erst das Interesse den Lebenslauf durchzusehen. 
Das sollte also wirklich individuell sein. Lebenslauf bleibt 
größtenteils gleich, man verschiebt halt die Schwerpunkte. Nach einigen 
Jahren Berufserfahrung muss man mit dem Platz sparsam umgehen.

In großen Konzernen geht man explizit auf die wichtigen in der 
Stellenausschreibung genannten Punkte ein. Ansonsten wird man von einer 
Praktikantin gleich aussortiert.

Bei kleinen und mittleren Unternehmen reicht auch mal ein Dreizeiler: 
"Tolles Angebot, ich mache seit 10 Jahren X und Y. Würde gerne mehr 
erfahren." Einmal habe ich anstelle des "berühmten Bewerbungsschreiben" 
nur drei Fragen gestellt - Sofort Anruf vom Personalchef für ein 
persönliches Treffen - Das waren halt genau die Fragen, die dort aktuell 
diskutiert wurden.
Man sollte aber auf jedem Fall authentisch rüberkommen!

Fang den Text bloß nicht mit "hiermit bewerbe ich mich um" an. Obwohl 
anscheinend hier zumindest eine Person darauf stehen würde. Ich stelle 
mir das so vor: Personaler liest ansprechendes Anschreiben mit tollen 
Lebenslauf und wirft die Bewerbung traurig in den Papierkorb. Der würde 
ja so gut auf die Stelle passen, aber warum bewirbt er sich nicht :oD

Sieh das ganze etwas Locker. Man kann es nicht jedem Personaler recht 
machen und alle haben unterschiedliche Vorstellungen. Und bei nervigen 
Korinthenkackern möchte man ohnehin nicht anfangen.

Wenn ich schätzen müsste, wie oft ich eingeladen werde zu einem 
Vorstellungsgespräch würde ich etwa  9 von 10 schätzen. Also meine 
Bewerbungsunterlagen und mein Stil scheinen schon halbwegs in Ordnung zu 
sein.

Autor: Gerald M. (gerald_m17)
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Mut zur Lücke schrieb:
> Ich habe 2010 meinen Zivi gemacht. Ein Jahr später dann das. Aber
> trotzdem möchte ich die Zeit im Altenheim nicht weggeben.
>
> Na, die Lücke kann ich schließen. Elektrotechnik Master, dann noch eine
> Promotion in Physik (für private Interesse).

Abi 2010, Zivildienst 2010-2011, und Studium Etechnik und Promotion in 
Physik in 6 Jahren? Bisschen dick aufgetragen, nachdem du mit dem Zivi 
erwischt wurdest. Zumal zur Promotion in Physik etliche Fächer 
nachgeholt werden müssen. Dafür würde ich mindestens 3 Trollpunkte 
abziehen.

Autor: Mut zur Lücke (Gast)
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Vielen Dank zusammen.

Könnt Ihr mir noch ein Paar Tipps geben, wie Ihr Eure Einleitung für das 
Bewerbungsanschreiben begonnen habt. Nur ein Paar inhaltliche Richtungen 
und Inspirationen. Bin noch etwas ungelenk.
Ich würde sagen, dass man mit der Einleitung den Personaler natürlich 
neugierig stimmen sollte.

Grüße

Autor: Cerberus (Gast)
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Mut zur Lücke schrieb:
> Bin noch etwas ungelenk.

Und Belehrungsresistent, wie es scheint.
Wenn eine Telefonnummer im Angebot steht wird ein Anruf wohl
erwünscht sein.

ranzige Yakbutter schrieb:
> Das letzt VG hatte ich kurz vor Weihnachten, ohne Bewerbung, ich habe
> nur angefragt ob die Stelle noch offen sei, da kam gleich ein
> Terminvorschlag. So muss das laufen, wir haben nicht mehr die 90er mit
> bescheuerten Bewerbungsritualen.

Full Ack.

Autor: Mut zur Lücke (Gast)
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Cerberus schrieb:
> Mut zur Lücke schrieb:
>> Bin noch etwas ungelenk.
>
> Und Belehrungsresistent, wie es scheint.
> Wenn eine Telefonnummer im Angebot steht wird ein Anruf wohl
> erwünscht sein.
>
> ranzige Yakbutter schrieb:
>> Das letzt VG hatte ich kurz vor Weihnachten, ohne Bewerbung, ich habe
>> nur angefragt ob die Stelle noch offen sei, da kam gleich ein
>> Terminvorschlag. So muss das laufen, wir haben nicht mehr die 90er mit
>> bescheuerten Bewerbungsritualen.
>
> Full Ack.

Warte mal.
Im Ernst jetzt? Also wenn der Ansprechpartner für die Bewerbung eine 
Nummer unter seinem Namen angegeben hat, erst ein Anruf? Sollte man sich 
dann im Schrieb auf diesen Anruf beziehen?


Grüße

Autor: Cerberus (Gast)
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Mut zur Lücke schrieb:
> Im Ernst jetzt?

Natürlich, denn oft haben die Gesprächspartner auch noch andere
Prioritäten und mit einem Telefonat kann man eine Menge Resourcen,
vor allem Zeit, sparen. Zum Lesen von Bewerbungsunterlagen hat
nicht jeder die erforderliche Zeit und dann muss man sich nicht
wundern, wenns nicht klappt. Ein anrufender Bewerber kann auch
auf die Art feststellen, obs der Firma wirklich ernst mit dem Job
ist. Blender sind da schnell kurz angebunden und verlangen nur
die Zusendung der Unterlagen ohne Fragen zu beantworten. Wie eine
bittstellende Ware muss man sich nicht behandeln lassen.

Autor: Matthias (Gast)
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Lol - ihr habt Probleme ^^

Ich hatte damals nach dem Studium 7 Monate Pause. Im Lebenslauf habe ich 
nicht erwähnt, was ich da gemacht habe. Im Vorstellungsgespräch wurde 
ich aber drauf angesprochen und ich habe gesagt, dass ich die Zeit für 
mich nutzen wollte um mich beruflich und privat zu orientieren - 
wirklich so formuliert xD. Die Stelle habe ich dann bekommen. ^^

Echt - wir sind Menschen und keine Lebenslauf-Roboter. ^^

Autor: Holger D. (hodoe)
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Klaus I. schrieb:
> Und Deine Phantasie reicht echt nicht aus, daß Du bei z. B. fünf
> undokumentierten Monaten zwischen zwei Anstellungen nicht die richtigen
> Schlüsse ziehen kannst?

Darum geht es nicht. Es wird ein immer ein lückenloser Lebenslauf 
verlangt. Finde ich eine Lücke, Anforderung nicht erfüllt.

Fertig. Kann ja auch wohl nicht so schwer sein - oder?


Holger

Autor: Holger D. (hodoe)
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Mut zur Lücke schrieb:
> Würdest Du es also positiv sehen, wenn ich diesen Monat mit der
> Bezeichnung "Vorbereitungen für die Zivilstelle" füllen würde?

Moin, im Grunde ist es mir erst einmal egal. Meinetwegen schreibe so 
etwas. Im Gespräch könnte mich das aber schon interessieren.


Holger

Autor: Vka (Gast)
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Holger D. schrieb:
> Darum geht es nicht. Es wird ein immer ein lückenloser Lebenslauf
> verlangt. Finde ich eine Lücke, Anforderung nicht erfüllt.

Jetzt bleibt nur die Frage, was meinst du mit lückenlos.
Darf da auch drin stehen "halbes Jahr extrabreit rumgep*mmelt weil kein 
Bock", hauptsache es steht was aufm Zettel?
Oder muss es ein durchgehender High-Performer Lebenslauf sein, 
Pflichturlaub extra gekennzeichnet und mit Bedauern unterzeichnet?

Wie auch immer, ich finde das kratzt an der Menschenwürde!
Wenn aus den Unterlagen hervor geht, dass: 1. ein qualifizierter 
Abschluss vorliegt, 2. geforderte Erfahrung zeitnah gesammelt wurde und 
3. keine offensichtliche Gründe (z.B. Informatiker saß vorher wegen SW 
Lizenzklau ein) dagegen sprechen ist ein Bewerber qualifiziert. Punkt, 
Ende.

Ob der Kandidat mal Pause macht oder whatever hat da einfach nichts drin 
zu suchen.
Ob der High Performer gnadenlos durchzieht oder nach einem Jahr Burn Out 
hat, ob der Faulenzer ständig ausfällt oder ausgeglichen gleichmäßig 
abliefert weiß niemand vorher!
Das verraten auch die Zeugnisse nicht, weil es massiv vom Umfeld 
abhängt.
Ich wünsche mir da ein Umdenken. Unternehmen haben nicht die goldene 
Gans "Arbeitsplatz" und alle sind Bittsteller, es geht nur gemeinsam 
vorwärts. Lernt draus und handelt so, auf beiden Seiten vom Tisch.

Autor: Karl (Gast)
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> Das letzt VG hatte ich kurz vor Weihnachten, ohne Bewerbung, ich habe
> nur angefragt ob die Stelle noch offen sei, da kam gleich ein
> Terminvorschlag. So muss das laufen, wir haben nicht mehr die 90er mit
> bescheuerten Bewerbungsritualen.

Wer bezahlt dich, damit du hier so ein Unfug schreibst?
Heutzutage bekommt keiner einen Job mit Kurzbewerbung oder ohne 
Beziehungen. Das war vielleicht 1970 mal so wo wirklich Bewerber gesucht 
wurden, nicht so wie heute wo sich um eine Stelle ein paar Duzend bis 
über 100 Leute bewerben. Heutzutage kann sich jede Klitsche die Bewerber 
so aussuchen wie sie will und wenn da ein Wort in der Bewerbung nicht 
genehm ist oder die Berufserfahrung nicht genau passt, gibt es eben eine 
Absage.

Autor: Holger D. (hodoe)
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Vka schrieb:
> Jetzt bleibt nur die Frage, was meinst du mit lückenlos.

Moin,

01/2010 - 09/2016 ...
10/2016 - 08/2017 ...
09/2017 bis heute ...

Das reicht mir.

> Darf da auch drin stehen "halbes Jahr extrabreit rumgep*mmelt weil kein
> Bock", hauptsache es steht was aufm Zettel?

Warum so pampig. Es ist kein Problem, wenn da z.B. Arbeitslosigkeit oder 
so etwas wie Arbeitssuchend steht.

> Wie auch immer, ich finde das kratzt an der Menschenwürde!

Dann bewerbe Dich halt nicht, wenn ein lückenloser Lebenslauf verlangt 
wird.

> Wenn aus den Unterlagen hervor geht, dass: 1. ein qualifizierter
> Abschluss vorliegt, 2. geforderte Erfahrung zeitnah gesammelt wurde und
> 3. keine offensichtliche Gründe (z.B. Informatiker saß vorher wegen SW
> Lizenzklau ein) dagegen sprechen ist ein Bewerber qualifiziert. Punkt,
> Ende.

Dem will ich gar nicht widersprechen. Nur ist das so. Ich stelle ein und 
habe ziemlich viele Bewerber. Und ich habe viel zu tun und keine Zeit. 
Also wird ersteinmal ganz simpel der Lebenslauf abgeprüft. Lücke --> 
raus. Fehlen Unterlagen z.B. Diplomurkunde --> raus.

Ich habe nämlich schon erlebt, dass mir nach telefonsicher Rückfrage 
mitgeteilt wurde, dass entsprechendes Zeugnis zum Gespräch mitgeliefert 
wird. Dann stellte sich heraus, dass der Kandidat keinen 
Qualifikationsnachweis hat. Und so etwas brauche ich nicht.



Holger

Autor: Karl (Gast)
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Ich hatte mal versucht, mich bei Lufthansa zu bewerben. Den Lebenslauf 
musste man in ein Onlineformular eingeben. Bei nur einem Tag Lücke in 
den Aufstellungen wurde man von der Software sofort abgelehnt.

Autor: Normal (Gast)
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Mannomann Ihr habt Probleme!

Ich war bisher 3 mal arbeitslos, jeweils mehrere Monate. Da steht im 
Lebenslauf dann halt „arbeitsuchend nach Studium“, „arbeitsuchend nach 
Insolvenz des Arbeitgebers“, „arbeitsuchend nach Umstrukturierung“.

Wurde dennoch immer wieder zu Vorstellungsgesprächen eingeladen und auch 
eingestellt. Natürlich klopft der Personaler das ab und fragt mal nach 
Details. Da will er herausfinden, wie man mit der schwierigen Situation 
umgegangen ist, ob das überraschend kam und so.

Auf keinen Fall eine Lücke lassen! Das ist nur eine Idiotensperre. Wer 
da nicht über den eigenen Schatten springen kann, ist auch nicht 
teamfähig.

Autor: Nils N. (nils_h494)
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Karl schrieb:
>> Das letzt VG hatte ich kurz vor Weihnachten, ohne Bewerbung, ich
> habe
>> nur angefragt ob die Stelle noch offen sei, da kam gleich ein
>> Terminvorschlag. So muss das laufen, wir haben nicht mehr die 90er mit
>> bescheuerten Bewerbungsritualen.
>
> Wer bezahlt dich, damit du hier so ein Unfug schreibst?
> Heutzutage bekommt keiner einen Job mit Kurzbewerbung oder ohne
> Beziehungen. Das war vielleicht 1970 mal so wo wirklich Bewerber gesucht
> wurden, nicht so wie heute wo sich um eine Stelle ein paar Duzend bis
> über 100 Leute bewerben. Heutzutage kann sich jede Klitsche die Bewerber
> so aussuchen wie sie will und wenn da ein Wort in der Bewerbung nicht
> genehm ist oder die Berufserfahrung nicht genau passt, gibt es eben eine
> Absage.

Natürlich funktioniert das so. Ich schreibe auch keine ausführlichen 
Bewerbungen und bekomme etliche Zusagen zu VGs.

: Bearbeitet durch User
Autor: Normal (Gast)
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Karl schrieb:
> Ich hatte mal versucht, mich bei Lufthansa zu bewerben. Den
> Lebenslauf musste man in ein Onlineformular eingeben. Bei nur einem Tag
> Lücke in den Aufstellungen wurde man von der Software sofort abgelehnt.

Ganz wichtiger Punkt: Wer ins IGM Disneyland will, muss in der Regel so 
ein Online-Formular für die Bewerbung ausfüllen. Daran scheitern viele, 
aus verschiedenen Gründen und wenn es nur der falsche Browser ist, den 
man benutzt.

Autor: Mut zur Lücke (Gast)
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Vielen Dank für die rege Diskussion.
Die Sache mit der "Lücke" ist für mich jetzt soweit klar.

Ich hätte noch eine Frage zu einer angegebenen Nummer. Wird immer ein 
telefonischer Anruf vor der Anfertigung der Bewerbung erwartet, wenn 
diese von der verantwortlichen Person (verantwortlich für die 
Stellenausschreibung) unter ihrem Namen auf der Website angegeben ist?

Würde eine Bewerbung wie verlangt aber ohne vorherigen Anruf keine 
Chance mehr haben?


Grüße

Autor: Cerberus (Gast)
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Normal schrieb:
> ist auch nicht teamfähig.

Was hat denn sklavische hörige Unterwürfigkeit(Untertan) im 
Bewerbungsverfahren mit Teamfähigkeit zu tun?

Nils N. schrieb:
> Natürlich funktioniert das so. Ich schreibe auch keine ausführlichen
> Bewerbungen und bekomme etliche Zusagen zu VGs.

Kommt drauf an, mit welcher Qualifikation, Branche und Region.

Als Heizungsbauer in München trifft das sicher zu.
In Mecklenburg-Vorpommern würde ich das bezweifeln.

Auch der Arbeitsmarkt funktioniert nach Angebot und Nachfrage.
Ich kenne hier einen bundesweit agierenden Elektrokonzern, der
über ein Dutzend Leute sucht, teilweise seit über einem Jahr
und jeden Monat kommt eine weitere Ausschreibung dazu. Es kann
mir keiner erzählen, dass sich darauf keiner bewirbt, denn die
Jobs sind vorrangig nicht akademisch. Riecht mir verdächtig
nach Marketingsondierung um über den Arbeitnehmerpool ständig im
Bilde zu bleiben, falls mal personell doch ein verstärkter Bedarf
eintritt, z.B. durch einen neuen Auftraggeber.
Die fehlende Verantwortung machts möglich.

Karl schrieb:
> Heutzutage kann sich jede Klitsche die Bewerber
> so aussuchen wie sie will und wenn da ein Wort in der Bewerbung nicht
> genehm ist oder die Berufserfahrung nicht genau passt, gibt es eben eine
> Absage.

Und jede Klitsche die so vorgeht, ist dann für den kaputten Arbeitsmarkt
(nicht meine Aussage, aber meine Beobachtung) mit verantwortlich.
Wie war das noch? Ach ja - FACHKRÄFTEMANGEL.

Die Wirtschaft ist hier von Ihrer Aussagekraft längst nicht mehr seriös.
Da ist jedes Vertrauen längst den Bach runter gegangen.

Vka schrieb:
> Ich wünsche mir da ein Umdenken. Unternehmen haben nicht die goldene
> Gans "Arbeitsplatz" und alle sind Bittsteller, es geht nur gemeinsam
> vorwärts. Lernt draus und handelt so, auf beiden Seiten vom Tisch.

Solange die Wirtschaft da keine Verantwortung übernimmt wird der
Pool an Bewerbern ausgequetscht wie es den Geldsäcken gefällt.

Holger D. schrieb:
> Dem will ich gar nicht widersprechen. Nur ist das so. Ich stelle ein und
> habe ziemlich viele Bewerber. Und ich habe viel zu tun und keine Zeit.
> Also wird ersteinmal ganz simpel der Lebenslauf abgeprüft. Lücke -->
> raus. Fehlen Unterlagen z.B. Diplomurkunde --> raus.

Mal vom betrieblichen Nummerus Clausus ganz abgesehen?

Das Problem sind auch hier fehlende konkrete Vorgaben oder ein
aussagekräftiges Feedback. Wie soll denn sonst der Bewerber wissen,
was da falsch lief?

Autor: Cerberus (Gast)
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Mut zur Lücke schrieb:
> Ich hätte noch eine Frage zu einer angegebenen Nummer. Wird immer ein
> telefonischer Anruf vor der Anfertigung der Bewerbung erwartet, wenn
> diese von der verantwortlichen Person (verantwortlich für die
> Stellenausschreibung) unter ihrem Namen auf der Website angegeben ist?
>
> Würde eine Bewerbung wie verlangt aber ohne vorherigen Anruf keine
> Chance mehr haben?

Das hängt von der Struktur der Unternehmen und seiner Beschäftigten
ab. Manchmal wird ein Praktikant angegeben, den man übergehen kann,
da der sowieso nichts zu sagen hat oder ein Personaler der bedingt 
bedeutend ist(aber auch nichts zu entscheiden hat) oder ein 
Abteilungsleiter oder sogar der Chef, der dann natürlich jede
Entscheidung treffen kann ohne jemanden anders noch mal konsultieren
zu müssen. Das ist da alles recht intransparent, aber man kann
das ja im Telefonat versuchen zu klären.

Hier mal ein Beispiel:
Verwandte mit mittelmäßigem Abitur, die auch als Personalerin
schon mal tätig war, aber KEINE abgeschlossene Berufsausbildung
hat (Lehre geschmissen), bewirbt sich nach Telefonat schriftlich
und PERSÖNLICHER Abgabe der Bewerbungsmappe im Empfangsbereich eines 
Mittelständlers um einen Job im Einkauf und wird eingestellt.
Nach einem halben Jahr wird sie befördert und ist jetzt Einkaufschefin. 
Kaum zu glauben, oder? Vorherige Tätigkeit war Assistenz des Chefs,
den sie auch geheiratet hat. Hat aber mit der neuen Firma nichts
zu tun.

Es spricht also nichts dagegen, bei Vorlage günstiger Gegebenheiten,
diesen Vorteil auch zu nutzen. Hier trifft die alte Binsenweisheit:
"Der frühe Vogel fängt den Wurm" ausnahmsweise zu.

Autor: Normal (Gast)
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Cerberus schrieb:
> Normal schrieb:
> ist auch nicht teamfähig.
>
> Was hat denn sklavische hörige Unterwürfigkeit(Untertan) im
> Bewerbungsverfahren mit Teamfähigkeit zu tun?

Nichts. Im Team arbeiten hat auch nichts mit sklavischer Unterwürfigkeit 
zu tun. Aber Du hast davon keine Ahnung und weißt im Gegenteil alles 
besser. Mit sojemandem möchte niemand gerne Zusammensein/-arbeiten.

Autor: Normal (Gast)
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Mut zur Lücke schrieb:
> Vielen Dank für die rege Diskussion.
> Die Sache mit der "Lücke" ist für mich jetzt soweit klar.
>
> Ich hätte noch eine Frage zu einer angegebenen Nummer. Wird immer ein
> telefonischer Anruf vor der Anfertigung der Bewerbung erwartet, wenn
> diese von der verantwortlichen Person (verantwortlich für die
> Stellenausschreibung) unter ihrem Namen auf der Website angegeben ist?
>
> Würde eine Bewerbung wie verlangt aber ohne vorherigen Anruf keine
> Chance mehr haben?
>
Doch. Chancen hast Du dennoch, halt geringere.
Viele Bewerber sind zu ängstlich und rufen nicht an (großer Fehler). 
Rufe auf jeden Fall an. Gerade wenn es Dir unangenehm ist. Sieh es als 
Training. Bereite Dich aber vorher auf das Telefonat vor!

Autor: Cerberus (Gast)
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Normal schrieb:
> Bereite Dich aber vorher auf das Telefonat vor!

Schlagfertigkeit muss man schon haben. Wenn man im Gespräch
nicht weiß, was man will und die Führung seinem Gesprächspartner
überlässt, wird man viel üben müssen, bevor man erfolgreich ist.
Man kann sich aber eine Liste mit Themen/Fragen vor dem Gespräch
anlegen die man dann abarbeitet.

Autor: Normal (Gast)
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Naja, also ganz so schlimm ist es jetzt auch nicht. Es hilft, wenn man 
vorher die Bewerbung, vor allem das Anschreiben, schon (fast) fertig 
hat.

Desweiteren gibt es Tipps dazu im Internet. Ist mir jetzt echt zu blöd, 
mir am Handy nen Wolf zu tippen. Einfach suchen und gesunden 
Menschenverstand einschalten. Kein Meister fällt vom Himmel.

Autor: Mut zur Lücke (Gast)
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Vielen Dank für die Ratschläge, Leute.

Noch eine Frage zum eigenen Bild im Lebenslauf. Ist es ok, wenn man das 
eigene Foto mit einer guten Digitalkamera zu Hause anfertigt oder sollte 
man zu einem Spezialisten gehen, der auch Passfotos herstellt?

Die Digitalkamera bietet ja auch den Vorteil, dass man das Foto als 
Datei direkt in den Lebenslauf in Word einfügen kann.


Grüße

Autor: troll_hunter (Gast)
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Mut zur Lücke schrieb:
> Noch eine Frage zum eigenen Bild im Lebenslauf. Ist es ok, wenn man das
> eigene Foto mit einer guten Digitalkamera zu Hause anfertigt oder sollte
> man zu einem Spezialisten gehen, der auch Passfotos herstellt?
>
> Die Digitalkamera bietet ja auch den Vorteil, dass man das Foto als
> Datei direkt in den Lebenslauf in Word einfügen kann.

;-)

troll_hunter schrieb:
> troll_hunter sagt: 8/10 TP

edit  troll_hunter sagt: 9/10 TP

Autor: Mut zur Lücke (Gast)
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Mensch Leute.
Ich verfüge über kein Wissen bezüglich der Arbeitswelt außerhalb der 
Uni.
Aber ein Troll bin ich nicht.


Grüße

Autor: Normal (Gast)
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Lerne Google!

Autor: Mut zur Lücke (Gast)
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Normal schrieb:
> Lerne Google!

Ich möchte lieber die Erfahrungen von echten Menschen wie Euch bekommen.


Grüße

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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Nils N. schrieb:
> Natürlich funktioniert das so. Ich schreibe auch keine ausführlichen
> Bewerbungen und bekomme etliche Zusagen zu VGs.

Logo, wenn man Hoax als real nimmt!

Autor: Mut zur Lücke (Gast)
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Ich möchte die Frage noch einaml an die berufserfahrenen Forenmitglieder 
stellen.
Ist es bei Unternehmen und Personalern in Ordnung, ein Bewerbungsfoto 
der eigenen Person selbstständig aufzunehmen (mit guter Digitalkamera, 
geeigneter Kleidung und optischem Hintergrund)? Oder erwarten die Firmen 
"Passfoto-Standards" wie es die heutigen Personalausweise fordern?


Danke an Euch und viele Grüße

Autor: Nils N. (nils_h494)
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Foto? Habe ich noch nie eines verwendet, Bewerbung immer ohne Foto.

Autor: Normal (Gast)
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Was glaubst denn Du, was besser ankommt? Ein Bild vom Laien oder eines 
vom Profi?

Personalausweis-Foto geht gar nicht. Sieht aus wie Knastfoto wegen 
biometrischen Merkmalen und so.

Autor: Mut zur Lücke (Gast)
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Normal schrieb:
> Was glaubst denn Du, was besser ankommt? Ein Bild vom Laien oder eines
> vom Profi?

Wie fertigst Du Dein Bewerbungsfoto an?


Grüße

Autor: Normal (Gast)
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Es geht um Geld, sehr viel Geld! Studium hast Du gepackt, aber jetzt, wo 
es um richtig Asche geht, bist Du blank?

Jetzt geht der Spaß erst los:
Investiere Deine Zeit und Deine letzten Kröten in Bildung, und zwar 
diejenige, welche sie Dir in der Schule nicht beibringen: bewerben, 
präsentieren, verkaufen, positionieren, verhandeln usw.

Lese alle Bücher, die Du dazu kriegen kannst und probiere alles aus. Es 
lohnt sich!

Autor: Normal (Gast)
Datum:

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Mut zur Lücke schrieb:
> Normal schrieb:
> Was glaubst denn Du, was besser ankommt? Ein Bild vom Laien oder eines
> vom Profi?
>
> Wie fertigst Du Dein Bewerbungsfoto an?
>
> Grüße

Natürlich vom Profi, aber nicht irgendeinem dahergelaufenen, der sich 
mit seiner Digikam selbständig gemacht hat. Da musst Du recherchieren 
und im Bekanntenkreis rumfragen usw. Detektivspielen halt, wie bei 
allem.

Autor: Normal (Gast)
Datum:

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Aber da geht‘s ja weiter: hast Du eine bescheuerte Frisur, kann der 
beste Fotograf da vielleicht nichts retten.
Also vorher zu einem vernünftigen Friseur...

Du siehst schon: eine Bewerbung ist ein großes Puzzle mit vielen kleinen 
Details.
Den Job kriegst Du vielleicht so oder so, aber halt nicht das gewünschte 
Gehalt. Da muss eventuell alles, wirklich alles passen.

Autor: Bb Ox (bbox)
Datum:

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Zahnlücken haben früher auch niemanden gestört...

Huch ich lebe noch...Frohes Neues Jahr!

: Bearbeitet durch User
Autor: Nils N. (nils_h494)
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Ach du meine Güte...

Autor: Mut zur Lücke (Gast)
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Normal schrieb:
> Es geht um Geld, sehr viel Geld! Studium hast Du gepackt, aber jetzt, wo
> es um richtig Asche geht, bist Du blank?

Sehr schön beschrieben.

> Jetzt geht der Spaß erst los:
> Investiere Deine Zeit und Deine letzten Kröten in Bildung, und zwar
> diejenige, welche sie Dir in der Schule nicht beibringen: bewerben,
> präsentieren, verkaufen, positionieren, verhandeln usw.

Das stelle ich langsam auch fest.


Grüße

Autor: Spezialist (Gast)
Datum:
Angehängte Dateien:

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Was mit meine Lücke ist das bedeutend?

Autor: Normal (Gast)
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@Threadersteller:
Hier noch ein Link mit Tipps zum Thema Bewerbungsanschreiben 
Beitrag "Wie baut ihr eure Bewerbungsschreiben auf?"

Die „Hildegard von Bingen“ ist ein alter alias von mir  hier im Forum 
;-)

Wenn Du dann anrufst bei der Firma, kannst Du denen das erzählen, was Du 
in Deinem Anschreiben stehen hast. „Ich interessiere mich für die 
Stelle, weil mit Thema xy hatte ich schon zu tun...“
Dann noch ein paar Fragen zur verwendeten Technik; immer mit dem 
Hintergedanken, weitere Anknüpfungspunkte zu finden: „Ah, das Tool kenne 
ich auch von ...“

Das wird schon. Mach die ersten Versuche NICHT bei Deiner „Traumfirma“: 
da willst Du es nicht gleich versemmeln

Autor: Mut zur Lücke (Gast)
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Normal schrieb:
> @Threadersteller:
> Hier noch ein Link mit Tipps zum Thema Bewerbungsanschreiben
> Beitrag "Wie baut ihr eure Bewerbungsschreiben auf?"
>
> Die „Hildegard von Bingen“ ist ein alter alias von mir  hier im Forum
> ;-)
>
> Wenn Du dann anrufst bei der Firma, kannst Du denen das erzählen, was Du
> in Deinem Anschreiben stehen hast. „Ich interessiere mich für die
> Stelle, weil mit Thema xy hatte ich schon zu tun...“
> Dann noch ein paar Fragen zur verwendeten Technik; immer mit dem
> Hintergedanken, weitere Anknüpfungspunkte zu finden: „Ah, das Tool kenne
> ich auch von ...“
>
> Das wird schon. Mach die ersten Versuche NICHT bei Deiner „Traumfirma“:
> da willst Du es nicht gleich versemmeln

Mann, vielen Dank! Das ist wirklich ein Baumstamm für einen 
Ertrinkenden, besonders der Link. ;-)
Auf geht's.


Viele Grüße

Autor: Normal (Gast)
Datum:

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Danke für das Feedback. Eins noch, weil weiter oben einer geschrieben 
hat, dass der Lebenslauf nicht so wichtig ist und nicht auf jede 
einzelne Stelle angepasst werden muss:

Vorsicht Falle: Am Ende des Lebenslaufes muss das aktuelle Datum 
stehen. Und wenn Du dann eh schon dabei bist: wirf einen Kontrollblick 
über den Rest vom Lebenslauf. Vielleicht fällt Dir noch was ein zum 
Hinzufügen oder Weglassen - gerade nach dem Telefonat.

Viel Erfolg!

Autor: Jobst Quis (joquis)
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Normal schrieb:
> Auf keinen Fall eine Lücke lassen! Das ist nur eine Idiotensperre. Wer
> da nicht über den eigenen Schatten springen kann, ist auch nicht
> teamfähig.

Was hat das mit Teamfähigkeit zu tun? Teamfähigkeit ist etwas anderes 
als Unterwürfigkeit.

Wer sich als Sklave verkauft, muss sich nicht wundern, wenn er als 
Sklave behandelt wird. Wer nie vom rechten Weg abkommt, bleibt auf der 
Strecke!

Autor: Normal (Gast)
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Jobst Q. schrieb:
> Normal schrieb:
> Auf keinen Fall eine Lücke lassen! Das ist nur eine Idiotensperre. Wer
> da nicht über den eigenen Schatten springen kann, ist auch nicht
> teamfähig.
>
> Was hat das mit Teamfähigkeit zu tun? Teamfähigkeit ist etwas anderes
> als Unterwürfigkeit.
> Wer sich als Sklave verkauft, muss sich nicht wundern, wenn er als
> Sklave behandelt wird. Wer nie vom rechten Weg abkommt, bleibt auf der
> Strecke!

1. Du hältst Dich nicht an Regeln, sondern ziehst lieber Dein eigenes 
Ding durch

2. Der Begriff „Sklave“ wird hier in völlig unverhältnismäßiger Art und 
Weise verwendet.

Das Schicksal dieser Menschen war und ist viel viel schlimmer und 
schrecklicher als Euer „Schicksal“.

Autor: Jobst Quis (joquis)
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Normal schrieb:
> 1. Du hältst Dich nicht an Regeln, sondern ziehst lieber Dein eigenes
> Ding durch

Ich halte mich an Regeln, wenn sie sinnvoll und begründet sind. Aber der 
Anspruch einiger Firmen, alles über das Leben der Bewerber zu erfahren, 
ist weder sinnvoll noch begründet.

>
> 2. Der Begriff „Sklave“ wird hier in völlig unverhältnismäßiger Art und
> Weise verwendet.
>
> Das Schicksal dieser Menschen war und ist viel viel schlimmer und
> schrecklicher als Euer „Schicksal“.

Je nach Sklavenhalter ging es ihnen mehr oder weniger schrecklich. Wie 
in Firmen auch. Aber das wesentliche einer Sklavenexistenz ist die 
fehlende Selbstbestimmung. Wer diese schon frühzeitig freiwillig abgibt 
und sein Leben danach verlaufen lässt, ob es seinen künftigen Herren 
gefällt, der hat nichts besseres verdient.

Autor: Klaus I. (klauspi)
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Jobst Q. schrieb:
> Normal schrieb:
>> 1. Du hältst Dich nicht an Regeln, sondern ziehst lieber Dein eigenes
>> Ding durch
>
> Ich halte mich an Regeln, wenn sie sinnvoll und begründet sind. Aber der
> Anspruch einiger Firmen, alles über das Leben der Bewerber zu erfahren,
> ist weder sinnvoll noch begründet.

Dazu wird ja in diesem Fall auch keine Tätigkeit oder die Lücke 
verschwiegen. Die Zeit ohne relevante Tätigkeit erkennt jeder anhand der 
Zeitangaben. Das wird dann vielleicht im Vorstellungsgespräch kurz ein 
angesprochen.

Lücke durch Arbeitslosigkeit ist heutzutage eher normal. Wir reden ja 
jetzt nicht von verschwiegenen 24 Monate, wo man beispielsweise in einem 
ungeliebten Konkurrenzunternehmen war, sich als Robbenklopper verdingt 
hat oder sich in einem indischem Ashram ausgelebt hat. Da sollte man 
vielleicht schon eher kreativ werden.

Früher (mit noch mehr Platz in meinem Lebenslauf) habe ich auch ein paar 
Monate Arbeitslosigkeit zwischen Ausbildung und Wehrdienst explizit 
angegeben und auf eine fachfremde aber interessante Nebentätigkeit 
hingewiesen.

Inzwischen liste ich nur meine relevanten Tätigkeiten für den 
potentiellen Arbeitsplatz auf. Ich folge damit auch einem Ratschlag, der 
mir bei einem mehrtägigen individuellem Bewerbungstraining gegeben 
wurde.

Aber ja, manche Personaler lassen bei soetwas nur ihre eigene Meinung 
gelten und wehe man setzt einen Absatz falsch gegenüber der DIN 5008 (so 
wie sie die anno-dunnemals gelernt haben und kennen).

Die meisten Personaler sind hier aber sehr flexibel und regen sich über 
soetwas sicher nicht mehr auf. Da hätten sie zuviel zu tun. Die sind 
eher damit beschäftigt das Kryptische zu entschlüsseln, was die tolle 
konzernweite webbasierte Karriere-Seite so stündlich rauskotzt.

Autor: Cerberus (Gast)
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Klaus I. schrieb:
> Die meisten Personaler sind hier aber sehr flexibel

Dann erwischt man wohl immer die Gangster, die nicht zu den "Meisten"
gehören. Flexibel? Ist ja der Brüller. Die sind eher verängstigt
wie Kaninchen unter Wölfen, aber wie Wölfe verhalten die sich so
gut wie immer. Bloß man kein haarbreit von ihrer Bedingungsfeindlichkeit
aufgeben. Wäre ja noch schöner, nach Angebot und Nachfrage arbeiten
zu müssen. ;-b

Normal schrieb:
> Vorsicht Falle: Am Ende des Lebenslaufes muss das aktuelle Datum
> stehen. Und wenn Du dann eh schon dabei bist: wirf einen Kontrollblick
> über den Rest vom Lebenslauf. Vielleicht fällt Dir noch was ein zum
> Hinzufügen oder Weglassen - gerade nach dem Telefonat.

Die Unterschrift nicht zu vergessen, damit der Arbeitgeber auch einen
Hebel bekommt, den Arbeitsvertrag bei Bedarf schneller kündigen zu
können, wenn gemogelt wird. Wenn der Arbeitgeber dagegen mogelt, ist
das aufgrund seines Besitzstanddenkens vollkommen legitim.

Autor: Normal (Gast)
Datum:

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„Bedingungsfeindlichkeit“ detected :-)

Autor: Cyblord ---- (cyblord)
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Cerberus schrieb:

> Die Unterschrift nicht zu vergessen, damit der Arbeitgeber auch einen
> Hebel bekommt, den Arbeitsvertrag bei Bedarf schneller kündigen zu
> können, wenn gemogelt wird. Wenn der Arbeitgeber dagegen mogelt, ist
> das aufgrund seines Besitzstanddenkens vollkommen legitim.

Nun du kannst ja jederzeit aus Rache kündigen wenn du meinst der AG 
hätte bei irgendwas (ja bei was eigentlich) gemogelt. Was mehr willst du 
noch? Ach ja richtig, leistungslose Vollversorgung für arbeitsscheue 
paranoide Minderleister wie dich. Ich würde gerne sagen "Träum weiter". 
Aber leider gibt es ja H4.

Autor: Klaus I. (klauspi)
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Cyblord -. schrieb:
> Was mehr willst du
> noch? Ach ja richtig, leistungslose Vollversorgung für arbeitsscheue
> paranoide Minderleister wie dich. Ich würde gerne sagen "Träum weiter".
> Aber leider gibt es ja H4.

Hmm. Bist Du vielleicht selbst an irgendeiner Körperschaft tätig, die 
ihr Geld letztendlich nicht selbst erwirtschaften muß?

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