Gast
#5287147
Hallo, mein etwas betagter, aber noch fabelhafter Siemens-Ceranfeld-E-Herd könnte ein IoT-Upgrade vertragen, fand ich neulich, und dachte, das wäre mal ein Projekt. Mit der Softwareseite einerseits und der Elektrik andererseits habe ich keine Probleme (auch nicht mit den einschlägigen Vorschriften), aber das Messen, Steuern, Regeln ist dann so eine Sache. Wer diese älteren Siemens-Herde kennt, weiß vielleicht, dass die Heizschlangen im Originalzustand nur 2 Zustände kennen: Ein und Aus. Quasi eine sehr langsame PWM-Steuerung. Ein Problem ist, dass man selbst auf den beiden kleinen Platten einen Topf mit z.B. 2 Liter Wasser stellen kann, dann dreht man den Wahlschalter auf die kleinste Stufe, und dann passiert erst einmal scheinbar gar nix, aber nach 3 Stunden oder so kocht das Wasser, sogar ohne Deckel. Was mir nun vorschwebt, ist, pro Platte einen Temperatursensor nahrungsmitteltauglich (!) ins Wasser/Gargut zu stecken und die Platte dann über einen uC zu regeln, sodass man auch 60, 70, 80°C konstant halten kann. Die Messgenauigkeit ist dabei nicht soooo arg von Belang, +/-3°C sind völlig okay, aber da die Platten echt Dampf machen können, wäre es ganz schick, wenn die Fühler innerhalb von sagen wir mal 2, 3 Sekunden einen brauchbaren Wert liefern würden. So, und nun meine vielen, vielen Fragen... Nach dem letzten Absatz, also dass der Fühler nicht allzu träge sein sollte, bin ich da eher skeptisch in Sachen Selbstbau, also Edelstahlrohr samt Silikon "handmade". So viel Platz dürfte ein Arduino Nano nicht haben, um die nötigen Kompensationstabellen abzulegen, und ehrlich gesagt habe ich auch nicht die Zeit, um diese Tabellen wochenlang mit Stoppuhr und Referenzthermometer zu erstellen. * Was wäre also ein Fühler, der da taugen würde? Wie gesagt, er kommt ins Essen, eben wie so ein Koch-Thermometer Marke "Küchenprofi" oder so. * Wie bekomme ich die besagte Genauigkeit hin, je nach dem, was für einen Fühler ihr empfehlt? Bitte nennt wenigstens grob die Schaltungsart, also z.B. "passive Wheatstone-Brücke" oder so. Für jeden Tipp noch dazu bin ich dankbar! Konstantspanung oder Konstantstrom, Bauteile, Aufbau... Was das Abtasten angeht, habe ich am Nano ja 8 analoge Eingänge. 4 für die Kochplatten, 3 für den Backofen, bleibt noch 1. * Sollte ich den für eine Umgebungstemperaturmessung benutzen zur Kompensation? Wenn ja, wie? Lieben Dank an alle, die Zeit und Lust haben, mir zu antworten!