Forum: Offtopic Frage zu Excel: Wie richtige Werte aus Tabelle entnehmen?


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von Sarah E. (meneymaus)


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Hallo zusammen,

ich habe folgende Situation.

Für ein paar Berechnungen möchte ich die Temperaturabhängigkeit von 
einigen Stoffdaten berücksichtigen.

Z.B. habe ich aus dem VDI-Wärmeatlas die kinematische Viskosität von 
Wasser bei verschiedenen Temperaturen, die ich als Tabelle aufbereitet 
habe.

So beträgt diese bei 10 °C 1,306 * 10^-6 m²/s und bei 11 °C 1,27 * 10^-6 
m²/s.

Jetzt habe ich eine Wassertemperatur von 10,5 °C und würde gerne den 
Mittelwert beider Größen nehmen.

Wie kann ich das nun automatisieren, dass Excel mir den Wert ausgibt, 
wenn ich die Temperatur daneben eingebe?

Das System soll praktisch die nächsten beiden Werte in der Tabelle 
suchen und daraus den Zielwert errechnen.


LG Sarah

von Martin S. (m-a-r-t-i-n)


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Ich gehe davon aus, dass die Werte in der Tabelle sich nicht mehr ändern 
werden.
Stelle die Tabelle als Kurve dar. Lege dann eine Trendlinie auf die 
Kurve. Je nach Komplexität der Kurvenform als Polynom 2., 3., 4... 
Grades. Lass dir die "Formel im Diagramm anzeigen". Erhöhe die Anzahl 
der Nachkommastellen.
Übernehme die Polynomparameter in Excel-Zellen.
Nun kannst du die Gleichung aufstellen und jeden beliebigen Zwischenwert 
(fast) exakt berechnen.
Da es sich um eine Näherung handelt, gibt es natürlich minimale 
Abweichungen, die aber in diesem Fall wohl zu vernachlässigen sind.

von Robert K. (mr_insanity)


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Hi Sarah,

die Datei im Anhang sollte das tun, was du suchst.

Gruß
Robert

von Martin S. (m-a-r-t-i-n)


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Hallo Robert,

Deine Berechnung bildet den exakten Mittelwert beider Zellen, sobald die 
Temperatur >10 oder <11 °C ist.
Also
10      ->  0,000002
10,1    ->  0,00000205
10,2    ->  0,00000205
10,9999 ->  0,00000205
11      ->  0,0000021

ich glaube das war nicht das Ziel..

von Martin S. (m-a-r-t-i-n)


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Im Anhang mal ein Beispiel wie ich das mit dem Polynom gemeint habe.

von Sarah E. (meneymaus)


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Vielen Dank für die Antworten!

Den Ansatz, sich die Trendlinie ausgeben zu lassen und dann ein Polynom 
6. Ordnung mit ordentlich Nachkommastellen zu nehmen, ist mein 
bisheriger Ansatz gewesen.
Und in der Tat, er ist ziemlich genau.

Hatte trotzdem gehofft bzw. mich gefragt, ob es noch eine andere, 
automatisierte Methode gibt. Aber evtl. bin ich da auch nicht Excel-fitt 
genug drin.

wenn die Viskosität bei 10 °C z.B. 1 ist und bei 11 °C 2, dann hätte ich 
bei 10,2 °C gerne den Wert 1,2. Aber ich schätze, dass ist wohl doch 
komplizierter, Excel Werte aus einer Tabelle auszulesen und darauf 
basierend zu entscheiden und zu rechnen.

LG Sarah

von Richard H. (richard_h27)


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Die Funktion SVERWEIS versagt erst mal erbärmlich, wenn sie die beiden 
nächstliegenden Werte für die Interpolation liefern soll.
Wenn man allerdings die Lookup-Tabelle trickreich erweitert, kann 
SVERWEIS die eingrenzenden Werte liefern.

Beispiel

Diese Wertetabelle
1
Temp Visk
2
10    1
3
11    2
4
12    3
5
13    4

wird, um eine Zeile versetzt, daneben kopiert:
1
Temp Visk    
2
10    1    11    2
3
11    2    12    3
4
12    3    13    4
5
13    4

Dadurch stehen alle benötigten Werte für eine Interpolation in einer 
Zeile.

So kann SVERWEIS (mit Option: keine genaue Übereinstimmung) alle 
notwendigen Werte für die Interpolation liefern:

gesuchte Viskosität für 10,2°
SVERWEIS(10,2;A1:D5;2;1) liefert die Viskosität für 10°
SVERWEIS(10,2;A1:D5;4;1) liefert die Viskosität für 11°
SVERWEIS(10,2;A1:D5;1;1) liefert die Temperatur 10°
SVERWEIS(10,2;A1:D5;3;1) liefert die Temperatur 11°

Mit diesen eingrenzenden Werten berechnen Sie bitte als Hausaufgabe bis 
morgen die lineare Interpolation.

: Bearbeitet durch User
von Dirk B. (dirkb2)


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Es gibt auch Vorhersagefunktionen. Z.B. SCHÄTZER.

Die nimmt normalerweise einen linearen Trend über Alles

Man kann die auch so umbiegen, dass jeweils zwischen zwei Tabellenwerten 
interpoliert wird.

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