Logikanalysator bauen?

Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #5340608
Lesenswert?
• ▲
▼
logichud schrieb:
> Hat von euch schon jemand mal mit einem FPGA einen eigenen
> Logikanalysator gebaut?
Ich mach da "spezielle" Analysatoren rein, die bestimmte Protokolle auf 
bestimmte Art analysieren.

> Welche Erfahrung habt ihr gemacht?
Wertvolle Erfahrungen. Oder wie ist die Frage gemeint?

> Ist so was schwierig zu realisieren?
Wieviel Erfahrung hast du im Design der nötigen Hardware und 
derzugehörigen Software? Hast du dir die entsprechenden offenen Projekte 
schon mal angeschaut? Z.B. https://www.sump.org/projects/analyzer/

Für sowas brauchen dann viele Ingenieure viele Jahre:
https://de.tek.com/logic-analyzer/tla7000
Gast #5340615
Lesenswert?
• ▲
▼
Kommt drauf an, was der LA können soll. Wenn es nur um synchrone 
Messungen LVCMOS-konformer Signale und einfache Triggerbedingungen geht, 
wird sich der Aufwand in Grenzen halten. Aber bei 1GHz Samplingrate, 
asynchroner Aufzeichnung, konfigurierbaren Logikleveln, Eyefinder, 
Ringbuffer mit vielen Megasamples, programmierbaren mehrstufigen 
Triggerbedingungen, Protokollanalyse und solchen Späßen wird das eher 
ein Lebenswerk. Nicht ohne Grund kosten solche LAs so viel wie ein 
Mittelklassewagen.
Gast #5340705
Lesenswert?
• ▲
▼
logichud schrieb:
> Hat von euch schon jemand mal mit einem FPGA einen eigenen
> Logikanalysator gebaut? Welche Erfahrung habt ihr gemacht? Ist so was
> schwierig zu realisieren?

Messgeräte/Debugger sind immer mühsam zu bauen, denn du willst ab einem 
gewissen Zeitpunkt definitiv nicht deinen Debugger debuggen müssen :-)
Wenn allerdings dein oder ein anderes Framework sich Vertrauen 
erarbeitet hat, macht der Eigenbau eines Protokollanalyzers schon was 
wett oder ist sogar unabdingbar, z.b. wenn das Timing präzise sein muss.
Du musst dich halt intensiv mit deinem bevorzugten Interface 
beschäftigen.
Den ersten Versuch habe ich damals mit dem FX2 mit dem Gnu-Radio-Code 
(usrp) angeschmissen, da gibt es div. Plattformen zum Lernen (EFM01, 
Nexys und ev. Nachfolger), inzwischen düdeln die Daten über 
Ethernet/UDP/RTP, das ist dann allerdings deutlich komplexer geworden.
Guck dich doch sonst mal beim Sump-Projekt um.
Gast #5340720
Lesenswert?
• ▲
▼
sadfgget schrieb:
> Guckst Du hier: (z.B.)
> Beitrag "Sammelbestellung: MiniLA Version MockUp"
> sadfgget

Leider wird das eigentlich sehr gute Projekt nicht mehr gepflegt, so 
gibt es z.B. keine Software für Linux oder Mac und die Macher von 
sigrok.org haben zwar damals versprochen, ihre Software auch an den 
MiniLA anzupassen, das aber nie umgesetzt.

Für das Geld bekam man damals einen sehr guten LA mit 32 Kanälen und 100 
MHz.
#5340918
Lesenswert?
• ▲
▼
bingo schrieb:
> sadfgget schrieb:
>> Guckst Du hier: (z.B.)
>> Beitrag "Sammelbestellung: MiniLA Version MockUp"
>> sadfgget
>
> Leider wird das eigentlich sehr gute Projekt nicht mehr gepflegt, so
> gibt es z.B. keine Software für Linux oder Mac und die Macher von
> sigrok.org haben zwar damals versprochen, ihre Software auch an den
> MiniLA anzupassen, das aber nie umgesetzt.
>
> Für das Geld bekam man damals einen sehr guten LA mit 32 Kanälen und 100
> MHz.

Ich habe auch so ein Teil, unter W7 wunderbar, leider nix mit Linux (mit 
Wine ständig Abbrüche).

Wer mehr wissen will:
https://www.mikrocontroller.net/articles/Minila_Version_MockUp

Antwort schreiben

Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt. Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten, für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Formatierung
  • [c]C-Code[/c]
  • [vhdl]VHDL-Code[/vhdl]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] – Link zu einem Artikel
  • Verweis auf einen anderen Beitrag: Rechtsklick auf dessen Beitrags-ID (#8078628), „Adresse kopieren“, in den Text einfügen

Mehr zur Formatierung

Längeren Sourcecode als Anhang, nicht in den Text. JPG nur für Fotos und Scans; Zeichnungen und Screenshots als PNG oder GIF. Siehe Bildformate.

Schon registriert? Anmelden

Wird nicht angezeigt. Wir schicken dir einen Link; sobald du damit bestätigst, erscheint dein Beitrag.

Mit dem Abschicken legst du einen kostenlosen Account an und erkennst die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung an.