Das Thema hätte eigentlich heißen sollen:
"Rogowskispule, Verständnissproblem der Auswertung / Integrator"
Vielleicht kann das ja noch jemand ändern.
Jedenfalls schonmal vielen Dank für eure Tip's
Matze
Damit ließe sich dann sogar ein elektrisches Perpetum Mobile bauen. Bei
höheren Frequenzen wirkt auch die Gegeninduktion stärker. Bei konstanter
Spannung der ngelegten Amplitude sinkt daher auch mit der Frequenz der
Strom. Würde mit einer gesteuerten Stromquelle gearbeitet, würde an der
Primärseite auch die abfallende Spannung an der Spule steigen, wie auch
an der Sekundärseite.
- Wie groß ist die Induktivität deiner Spule?
- Wie sicher bist du, dass der Signalgenerator einen Strom einprägt
(d.h. dass die Ausgangsimpedanz des Generators sicher wesentlich größer
ist als der induktive Widerstand der Spule)? Wenn der Generator nicht
einen Strom vorgibt sondern eine Spannung, dann sollte diese für alle
Frequenzen gleich transformiert werden (keine Erhöhung bei höheren
Frequenzen).
- In deinem Link zum Verstärker sind alle möglichen Jumperoptionen (z.B.
ein Tiefpass, der auf 40kHz einstellbar ist. Wie sieht der tatsächliche
Verstärker aus, wie stehen die Jumper, welche Grenzfrequenzen haben
deine Filter?
Achim S. schrieb:> - Wie sicher bist du, dass der Signalgenerator einen Strom einprägt> (d.h. dass die Ausgangsimpedanz des Generators sicher wesentlich größer> ist als der induktive Widerstand der Spule)? Wenn der Generator nicht> einen Strom vorgibt sondern eine Spannung, dann sollte diese für alle> Frequenzen gleich transformiert werden (keine Erhöhung bei höheren> Frequenzen).
Ok, ja er gibt eine Spannung vor, über seinem 50Ohm Innenwiderstand.
Aber doppelte Spannung=doppelter Strom?
Achim S. schrieb:> - Wie groß ist die Induktivität deiner Spule?
Haben wir hier schon bestimmt:
Beitrag "Re: Gleichstrom mit Wechselanteil induktiv messen, Ringkern gewickelt als Rogowskispule?"
Die neue Induktivität für N=1 ist:
L=(u0*u_eff*A*N^2)/l_ges=4,246*10^(-8)Vs/A
Somit ist natürlich eine gewisse induktivität da, die gegen den höheren
Strom arbeitet, doch nun ohne grade nen Rechner da zu haben, sie scheint
mir viel zu gering um den Primärstrom in der Form begrenzen zu können.
Eine 5Meter-Leitung begrenzt ihren Strom, ja auch zum Glück, noch nicht
in der Form durch ihre Eigeninduktivität.
Achim S. schrieb:> - In deinem Link zum Verstärker sind alle möglichen Jumperoptionen (z.B.> ein Tiefpass, der auf 40kHz einstellbar ist. Wie sieht der tatsächliche> Verstärker aus, wie stehen die Jumper, welche Grenzfrequenzen haben> deine Filter?
Die Jumper spielen hier alle noch keine Rolle,
der Abgriff/Messung erfolgt direkt nach dem LNA, am Ausgang OS-LNA.
Hier der Link zum Layout:
Beitrag "Re: Messverstärker für Rogowskispulen Schaltplan/Layout --> Review/Verbesserungsvorschläge?"
Vielen Dank :)
Matze schrieb:> Aufgebaut, es wird das verstärkte Signal nach dem LNA abgegriffen.
Wie hoch ist der ohmsche Widerstand der Spule? Wie hoch ist dessen
Beitrag zum Eingangstiefpass R50 und C22?
Matze schrieb:> Ok, ja er gibt eine Spannung vor, über seinem 50Ohm Innenwiderstand.> Aber doppelte Spannung=doppelter Strom?
Ob der Generator eine Spannung vorgibt oder einen Strom einprägt hängt
vom Verhältnis seines Innenwiderstands zum Lastwiderstand ab. Wenn deine
Messspule tatsächlich nur 40nH hat (vielleicht hast du das ja auch mal
nachgemessen), dann ist bei allen betrachteten Frequenzen der Generator
wesentlich hochohmiger als die Last, d.h. er gibt den Strom vor (im
Wesentlichen seinen Kurzschlussstrom).
Matze schrieb:> Die Jumper spielen hier alle noch keine Rolle,> der Abgriff/Messung erfolgt direkt nach dem LNA, am Ausgang OS-LNA.
Mein Tipp: nutze nicht ohne Grund Abkürzungen, die andere vielleicht
anders interprieren als du. In der verlinkten Schaltung, die ich zur
Klarheit hier nochmal neu anhänge, finde ich keine Stelle, die mit
OS-LNA bezeichnet wird. Auch RIK20 und RIK20_L in deinen Oszi-Messungen
fand ich keine besonders glücklichen Signalbezeichnungen.
Stattdessen klar fände ich, wenn du schreibst "der Ausgang von IC1" oder
"Stecker X2" oder "Stecker X6" oder wenn du dem Signal ein Label
anhängst und dessen Namen verwendest oder ...
Harlekin schrieb:> Wie hoch ist der ohmsche Widerstand der Spule? Wie hoch ist dessen> Beitrag zum Eingangstiefpass R50 und C22?
Ein guter Punkt, und nicht nur bezüglich ohmschen Spulenwiderstand
sondern auch bezüglich Sekundärinduktivität. Durch den Eingangstiefpass
in der Schaltung wird die Spule ja nicht wirklich hochohmig abgegriffen.
Versuch die Messung mal ohne C22.
Matze schrieb:> Wie in den Abbildungen zu sehen, bleibt die Spannung eines durch einen> Luftspalt (1mm), einer Rogowskispule wesentlich angenäherten Ringkerns> des Typ RIK20:
So Junge, Du schreibst jetzt hundert Mal: "Eine Rogowskispule hat keinen
Ringkern."
Und nein, den kannst Du auch nicht durch einen 1mm Luftspalt "annähern".
Ein Transformator wird nicht deswegen zu Luftspule, weil Du die Bleche
schlecht schichtest. Er wird nur ein schlechterer Transformator.