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Forum: Offtopic UKW Abschaltung, nun doch?


Autor: Marko (Gast)
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https://heise.de/-4012477
Schon oft wurde die Abschaltung angekündigt. Die Frage ist, soll jetzt 
auch DAB+ dran glauben? Das wurde ja noch nie wirklich gewollt, weder 
von den Herstellern der Consumergeräten (zu geringe Auswahl, zu hoher 
Preis) noch von den Senderbetreibern (schleppender Ausbau der 
Empfangsgebiete in Ostdeutschland).

: Verschoben durch Moderator
Autor: radiolan (Gast)
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Dort steht erst mal nichts von DAB/DAB+ ich denke mittelfristig wird 
DAB/DAB+ eher forciert werden.
Ich selber benutze nur noch DAB. Aber ich wohne auch in ner Stadt wo's 
ordentlich ausgebaut ist.

Autor: Erwin D. (Gast)
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Marko schrieb:
> Die Frage ist, soll jetzt auch DAB+ dran glauben?

Wo findest du einen Hinweis darauf?
In dem Artikel geht es nur um den UKW-Rundfunk...

Autor: ~Mercedes~ (Gast)
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Die Beteiligten streiten sich ums Geld.
Deshalb soll es sowas wie ein Streik geben.

Das hat man davon, wenn man alles privatisiert
und feingrandual zersplittert..

mfg

Autor: Erwin D. (Gast)
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~Mercedes~ schrieb:
> feingrandual

??

Autor: Marko (Gast)
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Erwin D. schrieb:
>> Die Frage ist, soll jetzt auch DAB+ dran glauben?
>
> Wo findest du einen Hinweis darauf?
> In dem Artikel geht es nur um den UKW-Rundfunk...

Keinen Hinweis. Habe nur eine Frage gestellt ob jemand Näheres weiß.
Immerhin ist DAB+ ja auch UKW.

radiolan schrieb:
> Dort steht erst mal nichts von DAB/DAB+ ich denke mittelfristig wird
> DAB/DAB+ eher forciert werden.
> Ich selber benutze nur noch DAB. Aber ich wohne auch in ner Stadt wo's
> ordentlich ausgebaut ist.

Hoffen wirs. Ich will auch kein UKW-Rauschfunk mehr nutzen. Geht bei mir 
viel schlechter als DAB+.

Autor: Erwin D. (Gast)
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Marko schrieb:
> Geht bei mir viel schlechter als DAB+.

Kommt auf die Gegend an. Kann auch genau andersrum sein...

Autor: Christian S. (roehrenvorheizer)
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Vom feingranulierten Stereo-UKW-Rundfunk, für dessen störungsfreien 
Empfang man eine richtig gute Antenne braucht, wird leider bald nichts 
mehr übrig sein.

MfG

Autor: michael_ (Gast)
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Marko schrieb:
> Immerhin ist DAB+ ja auch UKW.

Nein, VHF.

Marko schrieb:
> Hoffen wirs. Ich will auch kein UKW-Rauschfunk mehr nutzen. Geht bei mir
> viel schlechter als DAB+.

"UKW-Rauschfunk" sagt doch alles über dich.
Bei gleichwertigen Empfänger ist in Gebäuden UKW besser.
Woraus schließt du das?

Autor: Marko (Gast)
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Erwin D. schrieb:
> Marko schrieb:
>> Geht bei mir viel schlechter als DAB+.
>
> Kommt auf die Gegend an. Kann auch genau andersrum sein...

Ja klar, deshalb schrieb ich bei mir. Und der Ausbau ist in der 
letzten Zeit immer besser geworden. Ich komme eigentlich in keine 
Gebiete mehr wo es schlecht ist.

Autor: Marko (Gast)
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michael_ schrieb:
> Bei gleichwertigen Empfänger ist in Gebäuden UKW besser.

In manchen Gegenden, ja. Bei mir ist UKW im Gebäude ganz schlecht.

Autor: Ingo D. (ingo2011)
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Erwin D. schrieb:
> In dem Artikel geht es nur um den UKW-Rundfunk...

Nur um den UKW Rundfunk, Du bist gut ....

Autor: ~Mercedes~ (Gast)
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Es geht um den UKW - Rundfunk.
Da streiten sich die Studios mit
den Serviceanbietern, von denen
einem die Antemnne, einem 2. die
Treppe zur Antenne und dem 3. das
Grundstück gehören.

Das meine ich als Feingranual. ;--)

mfg

Autor: Marko (Gast)
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michael_ schrieb:
> Marko schrieb:
>> Immerhin ist DAB+ ja auch UKW.
>
> Nein, VHF.

VHF und UKW ist das gleiche. Das eine ist eben der englische, das andere 
der deutsche Ausdruck.

Aber klar, dass solche Unwissenden anderen mit Formulierungen wie 
"UKW-Rauschfunk sagt doch alles über dich" an Bein treten wollen.

Autor: Manfred (Gast)
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Marko schrieb:
> Schon oft wurde die Abschaltung angekündigt.

Wenn Marko Montag wieder zur Schule muß, kommt im Deutschunterricht 
evtl. noch das Thema "Lesen und Zusammenfassung schreiben", Texte 
verstehen.

radiolan schrieb:
> Ich selber benutze nur noch DAB.

Schön für Dich. Hier bekomme ich meine Oeffentlich-unrechtlichen 
Regionalsender per UKW problemlos im gesamten Haus, DAB+ geht in der 
Küche garnicht und im oberen Geschoß nur mit Aussetzern. Über die Preise 
von den Plunderempfangsgeräten reden wir besser nicht.

Das ist der gleiche Rotz wie mit DVB-T: Analog-FS funktionierte mit 
einem nassen Handtuch als Antenne, digital brauchte ich für ZDF eine 
10dB-Yagi auf Dach. DVB-T2 scheint hoehere Sendeleistungen zu haben, das 
geht hier.

Es gibt hier seit Jahrzehnten bewährte Senderstandorte, die man für DAB+ 
und DVB klugerweise nicht mehr verwendet.

Autor: Christian S. (roehrenvorheizer)
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Ich glaube, "granual" sei auch in seiner verfeinerten Variante kein 
deutsches Wort, das von UKW-Radiobesitzern in deutschen Sätzen genutzt 
werden sollte.

MfG

Autor: ~Mercedes~ (Gast)
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Christian meinte;

> Ich glaube, "granual" sei auch in seiner verfeinerten Variante kein
> deutsches Wort, das von UKW-Radiobesitzern in deutschen Sätzen genutzt
> werden sollte.

Bitte sehe mir meine überschäumende Jugend nach. ;-P

mfg

Autor: zero-q2 (Gast)
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@Marko:
dann nenne mal die Quelle für deine sehr allgemeine Aussage.
Meinst du die:
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Streit-ueb...

Beim lesen wird dir die Differenzierung deiner lautstarken These 
wahrscheinlich bewusster.
Oder willst du Fake-News eskalieren...

Autor: Georg A. (georga)
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Marko schrieb:
> Immerhin ist DAB+ ja auch UKW.

Aja. Und schwarz ist weiss ;)

Es geht hier ausschliesslich um die Antennen. Leider wird das in der 
Presse meistens unvollständig oder ganz falsch dargestellt, daher eine 
Kurzzusammenfassung:

Ganz früher hat die Post, dann die Telekom ALLES betrieben. Also 
Standort (=Sendemast/Turm, "Rackspace"), Zuführung samt Codecs auf 
beiden Seiten (S2M bzw. später dann DSL), Sendertechnik (Modulator+Amp) 
und die Antennen aussen. Oft teilen sich auch mehrere Anbieter die 
Antennen.

Der Kram wurde dann privatisiert. Sendestandort macht die Deutsche 
Funkturm (DFMG), die den Platz und Strom bereitstellt. Den Rest machte 
dann Media Broadcast (MB). Technisch gesehen war damit MB quasi überall 
immer noch der Monopolist, wobei es Ausnahmen gibt. Aber in Bayern 
erlaubt die BLM zB. nicht, dass ein Radiosender seine eigene Technik 
betreibt, sie will eine "unabhängige" Instanz zum Abschalten.

Inzwischen sind für Zuführung und Senderbetrieb auch andere Firmen 
aufgeploppt. Die bekanntesten sind Divicon und Uplink. Preismässig etwas 
günstiger als MB, und deutlich flexibler und schneller als der immer 
noch sehr bürokratische MB-Laden, wo die kürzeste Zeiteinheit in Monaten 
gemessen wird.

MB wurde ein paarmal weiterverkauft, zuletzt an Freenet. Aufgrund des 
Monopols muss sich MB Preiserhöhungen von der BNetzA genehmigen lassen. 
Auch die Privatsender haben sich immer ganz bitter über das böse 
MB-Monopol beschwert und wollten, dass "der Markt das regelt".

Der letzte Wunsch der Preiserhöhung wurde nicht genehmigt. Da hat dann 
MB beschlossen, den Geschäftsbereich der Antennen an "Investoren" zu 
verkaufen. Gänsefüsschen deswegen, weil einige der Käufer ziemlich 
zwielichtig sind. Es steht auch der Verdacht im Raum, dass das nur 
Strohmänner von MB sind, aber bewiesen ist das nicht.

Im Rahmen dieser Verkaufsaktion haben grosse Ketten sich die Antennen 
jetzt selbst gekauft. Denen ist das Theater jetzt egal. Ebenso den 
Sendern in Bayern, da hat die BLM weitsichtig alles von ihrer Tochter 
BMT kaufen lassen.

Das Problem sind die über tausend Standorte, die an die "Investoren" 
gingen, oft für kleine Lokalradios bzw. bundesweite Sender (DLF, 
Klassikradio, ...). Die "Investoren" haben nämlich gleich mal gute 
30-40% zum bisherigen Preis draufgeschlagen. Zusätzlich gibt es nicht 
mehr so gute Mietkonditionen der DFMG aufgrund des Mieterwechsels.

Das sind jetzt auch nicht Peanuts. Bei einem 1kW-Sender nahe einer 
süddeutschen Metropole waren es bisher 15kEUR/Jahr, jetzt sind es 
24kEUR/Jahr. Das muss erstmal durch Werbung oder Einsparungen wieder 
rein...

Und nun ist das Gejammer bei den Privaten gross. Der Markt hat es 
geregelt, nur nicht in ihrem Sinne. Klassikradio hat schon einige 
UKW-Sender aufgegeben, andere werden folgen.

Ein Radiosender muss sich jetzt pro Standort mit 3-4 Anbietern 
rumschlagen: DFMG, Zuführung & Sendertechnik, Antenne.

Und mal eben eigene Antennen anbringen ist auch nicht, die müssen 
genehmigt werden, oft ist kein Platz mehr da, etc.

: Bearbeitet durch User
Autor: Ralph B. (rberres)
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Marko schrieb:
> https://heise.de/-4012477

bekomme ich eine Fehlermeldung von Firefox

heise.de verwendet ein ungültiges Sicherheitszertifikat. Das Zertifikat 
gilt erst ab Freitag, 6. April 2018, 23:55. Die aktuelle Zeit ist 
Freitag, 6. April 2018, 16:01. Fehlercode: 
MOZILLA_PKIX_ERROR_NOT_YET_VALID_CERTIFICATE

Ralph Berres

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Georg A. schrieb:
> Ganz früher hat die Post, dann die Telekom ALLES betrieben.

Nö. Es gibt Sendeanlagen, die in Eigenregie der Rundfunkanstalten 
betrieben werden und nie was mit der DBP oder der Telekom zu tun hatten.
Berlin-Scholzplatz ist z.B. so einer, seit 1963 in Betrieb:
https://de.wikipedia.org/wiki/Sender_Scholzplatz

Autor: Ralph B. (rberres)
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Christian S. schrieb:
> Vom feingranulierten Stereo-UKW-Rundfunk, für dessen störungsfreien
> Empfang man eine richtig gute Antenne braucht, wird leider bald nichts
> mehr übrig sein.

Ich hoffe nicht das das so schnell kommt.

Die Tonqualität bei Klassischer Musik ist zwischen einen guten UKW 
Sender
welches sein Signal noch nicht mit einen Soundprozessor verunstaltet,

( SWR2, Radio France Musique, usw ) und einen DAB+ Sender doch schon 
sehr gut zu hören. Insbesonders wenn die nachfolgenden Komponenten etwas 
hochwertiger sind als ein Ghettoblaster.

Wer allerdings nur Techno und Trashmetall hört, für den mag es egal 
sein.

Ralph Berres

Autor: OS (Gast)
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Georg A. schrieb:
> Es geht hier ausschliesslich um die Antennen. Leider wird das in der
> Presse meistens unvollständig oder ganz falsch dargestellt

Leider wird in vielen Berichten über dieses Thema, immer nur von 
Antennen geschrieben.
Das ist einfach nur Falsch! Eine Sendeanlage besteht nicht nur aus einer 
Antenne.

Tatsache ist, die Analoge Verbreitung der Radio Programme teurer ist als 
eine Verbreitung per DAB+.
Jetzt wird versucht daraus Profit zu schlagen solange das Analoge Radio 
noch so eine große Verbreitung hat.
Es soll damit auch der Umstieg zu DAB+ beschleunigt werden.
Ich höre nur noch über DAB+ Radio, wenn UKW abgeschaltet wird, ich würde 
es nicht bemerken. Ich habe aber auch das Glück, dass in meiner Gegend, 
Süd Östlich von München, das DAB+ Netz schon sehr Gut ausgebaut ist.

Autor: Mark (Gast)
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Für den, der maximal 50-100€ für ein Radio (inklusive Lautsprecher) 
ausgibt, also für 99.99% der Bevölkerung in Deutschland, ist ein 
DAB+Radio einer analogen Kiste überlegen und zwar in jeder Hinsicht. 
Jedenfalls in den Ballungsgebieten. Mag ja sein, dass die theoretische 
Klangqualität von analogen FM Radios besser ist, aber das interessiert 
nur diejenigen, die sich Radiotechnik zum Wert eines gebrauchten 
Mittelklassewagens ins Wohnzimmer stellen und eine Antenne aufs Dach. 
Der Rest will wohl kein Analogradio mehr, wenn er einmal DAB+ genossen 
hat.

Autor: sumo (Gast)
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Mark schrieb:
> Mag ja sein, dass die theoretische
> Klangqualität von analogen FM Radios besser ist

Nicht nur die theoretische, sondern auch die praktische.
Daß man die beim Küchenradio oder Kofferradio kaum bemerkt, sollte wohl 
fast jedem klar sein. Das ist aber kein Grund, zu behaupten, daß die NF, 
wenn sie durch DSPs verstümmelt wurde, genauso gut ist wie das 
Originalsignal.

Autor: Ralph B. (rberres)
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Mark schrieb:
> also für 99.99% der Bevölkerung in Deutschland,

woher willst du das denn wissen?

85& der Bevölkerung in Deutschland ( habe ich heute Moorgen irgendwo im 
Web gelesen ) hören noch UKW und kein DAB+

Ralph Berres

Autor: my2ct (Gast)
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Marko schrieb:
> VHF und UKW ist das gleiche. Das eine ist eben der englische, das andere
> der deutsche Ausdruck.

Dazu kommt noch, dass die eine Bezeichnung auf den Frequenzbereich 
abzielt, die andere auf den Wellenlängenbereich.

Das kann man aber umrechnen ;-)

Autor: LN (Gast)
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Georg A. schrieb:
> Ganz früher hat die Post, dann die Telekom ALLES betrieben.

Ganz früher (und teilweise auch heute noch) betrieben die
jeweiligen ARD-Anstalten ihre Sender selbst. Dies waren
Band I,III (TV analog) und Band II (UKW-Hörfunk).

Dagegen war die Deutsche Bundespost ab den 60er-Jahren
zuständig für Sender im Band IV/V (UHF). Das betraf die
Senderkette des ZDF und die dritten TV-Programme der
ARD.

Autor: Detlev T. (detlevt)
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Ich verstehe nicht, warum hier gestritten wird, ob alle(!) UKW oder DAB+ 
nutzen müssen sollen. Das kann doch jeder selbst entscheiden.

Zum eigentlichen THema: Die Betreiber der Sendeanlagen hätten doch 
nichts davon, UKW endgültig abzuschalten und/oder die Inhalteanbieter in 
den Ruin zu treiben. Dann wäre ihr Investment doch wertlos. Also wird es 
irgendeine Einigung geben. Do not panic.

Autor: Ralph B. (rberres)
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Detlev T. schrieb:
> ch verstehe nicht, warum hier gestritten wird, ob alle(!) UKW oder DAB+
> nutzen müssen sollen. Das kann doch jeder selbst entscheiden.

Noch. Aber es sind vom Gesetzgeber Bestrebungen im Gange das analoge 
Rundfunk zu einen Stichtag der immer wieder verschoben wurde ganz 
abzusachalten.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Wie grundverschieden die Welt doch ist. Ich finde es schade, daß D das 
durchmachen muß. Bei uns in Canada war man da praktischer. Nicht zuletzt 
liegen daran die großen Entfernungen bei uns. Bei uns existiert Digital 
Radio schon seit Jahrzehnten in Form von Sirius Satelliten Service. Die 
Qualität ist sehr gut. Wer lange Strecken auf den Highways fährt, weiß 
das zu schätzen.

Im lokalen Bereich hat man aber total auf UKW gesetzt; nicht zuletzt hat 
das natürlich kommerzielle Gründe zur Ursache weil man die Zuhörerschaft 
nicht verlieren will. Es gibt in einigen großen Ballungsgebieten auch so 
etwas wie DAB. Hat sich aber nicht sehr durchgesetzt und Geräte sind 
sehr teuer. Dann kommt noch dazu, daß Kabelfernsehen und 
Satelittenfernsehen sehr verbreitet ist. Da gibt es auch alle 
Radiostationen und kommt noch Internetradio dazu. Es gibt 
Stereogerätschaften die übers Internet bequem abspielbar sind.

Die Leute haben eben Auswahl und man muß sich nicht für und wider 
entscheiden. In meiner Stadt kann ich 23 UKW Stationen empfangen. So 
viel wie ich weiß will man bei uns UKW in absehbarer Zeit nicht 
abschaffen. Ein Grund dafür ist Katastropheneinsatzbereitschaft, obwohl 
zunehmend Handies dafür miteingesetzt werden. Man hat sich da auf 
Koexistenz geeinigt. bin gespannt wie es bei uns in den nächsten Jahren 
weitergehen wird.

Bis sich der Staub legt höre ich weiterhin mit meinen geliebten 50+ 
jahre alten Grundig Satellit 6001-201 Weltempfänger mit seinen vollen 
Klang. Ist einfach nicht kaputt zu kriegen. Und die tolle Mechanik. Eben 
deutsche Wertarbeit. Ja, es gab eine Zeit, da baute D solide 
Unterhaltungselektronik noch ganz im eigenen Land mit Komponenten,  auch 
in D hergestellt. Aber das ist schon lange her. Davon weiß nur noch 
Opa:-)

Und man muß sich nicht mit unfreundlichen, nicht intuitiven GUIs bzw 
Menüs rumschlagen. Jedes Bedienungselement ist dediziert...

: Bearbeitet durch User
Autor: Georg A. (georga)
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Matthias S. schrieb:
> Georg A. schrieb:
>> Ganz früher hat die Post, dann die Telekom ALLES betrieben.
>
> Nö. Es gibt Sendeanlagen, die in Eigenregie der Rundfunkanstalten
> betrieben werden und nie was mit der DBP oder der Telekom zu tun hatten.
> Berlin-Scholzplatz ist z.B. so einer, seit 1963 in Betrieb:
> https://de.wikipedia.org/wiki/Sender_Scholzplatz

Ok, ich hätte schreiben sollen "bei Privatsendern". Der ÖR konnte eh 
machen, was er wollte ;)

OS schrieb:
> Georg A. schrieb:
>> Es geht hier ausschliesslich um die Antennen. Leider wird das in der
>> Presse meistens unvollständig oder ganz falsch dargestellt
>
> Leider wird in vielen Berichten über dieses Thema, immer nur von
> Antennen geschrieben.
> Das ist einfach nur Falsch! Eine Sendeanlage besteht nicht nur aus einer
> Antenne.

Eben. Aber nur die Antennen (und das Kabel in den Turm zur Weiche bzw. 
zur Endstufe) wurden jetzt von MB weiterverkauft.

Praktisch gesehen will keiner der kleinen Privaten sich mit den 
technischen Details rumschlagen. Deswegen versuchen zB Uplink und 
Divicon, die ja oft schon Zuführung und Endstufe betreiben, quasi im 
Auftrag der Sender die Antennen vom neuen Eigentümer "am Stück" zu 
mieten, sonst würde das anhand der Sendeleistung aufgeteilt.

Die Hoffnung besteht dabei von Seiten der Radioanbieter, dass da 
preismässig noch was geht, wenn statt 7 Nutzern für eine Antenne nur 
einer (zB. Uplink) da ist. Offensichtlich wollen die neuen Eigentümer 
aber nicht. Die sind aber auch nicht ganz unschuldig. Die Preise und 
Vertragsmachwerke dafür sind teilweise erst Mitte Februar rausgekommen 
und tw. sehr unklar, insb. was technische Auflagen betrifft, mit denen 
die Anbieter bislang nix zu tun hatten. Man könnte meinen, die späte 
Verteilung könnte auch Absicht sein ;)

Offensichtlich ist der eigentliche Eigentumsübergang bei vielen Antennen 
noch von MB zu den "Investoren" rechtlich nicht vollzogen, sonst könnte 
MB nicht anbieten, die Antennen für ein Erpre^H^H^H^H^Hangepasstes 
Entgelt noch etwas weiterzubetreiben.

Das spassige an der Situation ist auch, dass die BNetzA jetzt nichts 
mehr zu melden hat. Gibt ja kein Antennenmonopol mehr :)

Autor: Feldkurat K. (feldkurat)
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Georg A. schrieb:
> Gibt ja kein Antennenmonopol mehr :)

Es gibt aber wenigstens noch Monopolantennen, wie die 
Groundplane-Antenne.
:)

Autor: yupp (Gast)
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Tja nun, so wird man halt die Kunden los.

Soviele Radios hab ich nicht mehr:
Eins ist im Auto. Wenn sie UKW abschalten, dann kann ich halt kein Radio 
mehr hören. Macht nichts, höre eh zu 90% mp3 via USB-Stick. Umbauen 
werde ich das sicher nicht, funktioniert ja weiter, nur halt ohne Radio. 
Ein sehr kleiner Verlust, der den Aufwand des Umbaus nicht rechtfertigt.

Ein weiteres in der Werkstatt. Das Radio steht da, weil es halt schon 
ewig funktioniert, aber nicht weil ich es zwingend bräuchte. Da steht 
auch ein PC mit Internet, dann spielt halt der Musik.

D.h. meine Bindung an das Medium Radio ist eh schon sehr schwach. Da 
wird man mich mit derartigem Gehampel und der dauernden Umstellerei 
schnell los.

Die Fernsehrfuzzis haben das schon geschafft - mit der Abschaltung von 
DVB-T habe ich keinen Fernsehempfang mehr. DVBT-2? Satellit? Der Aufwand 
ist es mir nicht wert...

Die Radio- und Fernsehheinis wollen unbedingt Selbstmord begehen, will 
mir scheinen.

Autor: Josef (Gast)
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Es passt zwar nicht ganz zum eigentlichen Thema. Allerdings finde ich, 
dass es vielleicht an der Zeit wäre die Sinnhaftigkeit der 
terrestrischen Verbreitung von Radioprogrammen zu hinterfragen. 
Schließlich betreiben alle Radiosender Internetstreams, viele von uns 
sind gut mit dem Internet vernetzt...

Autor: er3wf (Gast)
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feingranular?

Autor: OS (Gast)
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Josef schrieb:
> Schließlich betreiben alle Radiosender Internetstreams, viele von uns
> sind gut mit dem Internet vernetzt...

Darüber kannst Du nachdenken, wenn wir mal eine Flächendeckende 
Versorgung mit schnellen Internet in Deutschland haben.
Gerade beim Mobilen Internet ist Deutschland ein Entwicklungsland.
Die jetzige Regierung redet zwar davon, aber mehr auch nicht.

Die Verbreitung von Rundfunk per Terrestik macht auf alle Fälle Sinn.
Nur ob es noch Zeitgemäß ist für ein UKW Programm einen Sender mit 100KW 
zu betreiben, wenn es mit 20KW auch möglich ist, dann auch noch 16 
Programme von diesem einen Sender zu Verbreiten.
So gesehen müsste man UKW möglichst bald abschalten.

Autor: Josef (Gast)
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Stimmt! Die Gelder, die jetzt für die Zwangsdigitalisierung des 
Rundfunks rausgeworfen werden wären im Netzwerkausbau sicherlich besser 
aufgehoben.

So gesehen finde ich, dass UKW noch möglichst lange leben sollte, bis 
die terrestrische Verbreitung obsolet wird. Dann entfällt auch die 
Rumärgerei mit Digitalradio, das längst schlapp macht, während sich auf 
UKW noch passabler Empfang einstellt.

Autor: Dieter P. (low_pow)
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Ich gehe davon aus, daß Interessenvertreter und Politik
UKW - Analog einfach weghaben wollen.
Die Antennen-Entscheidung steht nicht alleine da.

Auch im Kabelnetz soll analoges UKW-Radio abgeschalten
werden, die Begründung, Platz für ein Verfahren Namens Docsis 3.1 .

Zitat :
"Aber warum die Eile? "In den Freistaaten Bayern und Sachsen besteht
eine gesetzliche Vorgabe", erklärt der Sprecher von Pyur."

Quelle:
https://www.rosenheim24.de/netzwelt/ende-analogen-...

Dazu auch:

Quelle:
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Bundesregi...

https://www.heise.de/tp/features/Rundfunk-Hauptsac...

Die Heise-Links zu diesem Gesetzesentwurf gehen nicht mehr.:

https://www.bundesrat.de/SharedDocs/beratungsvorga...

Stellt sich halt schon die Frage, weshalb diese Eile?

Bemerkungen:

bes. eilbedürftige Vorlage gem. Art. 76 Abs. 2 Satz 4 GG

Autor: Karl (Gast)
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Ralph B. schrieb:
> Das Zertifikat
> gilt erst ab Freitag, 6. April 2018, 23:55. Die aktuelle Zeit ist
> Freitag, 6. April 2018, 16:01.

OT: Und das schriebst Du am 7.4. um 16 Uhr Forenzeit.

Tipp: Stell mal Deine Computeruhr richtig. Anscheinend ist die 
RTC-Batterie leer und die Zeitsynchro mit dem Internet funktioniert 
nicht. Der Firefox meckert zurecht, wenn die Computeruhr nachgeht und 
dadurch Zertifikate anscheinend erst in der Zukunft gültig sind.

Autor: Wolle R. (oldschool)
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Ralph B. schrieb:
> Die Tonqualität bei Klassischer Musik ist zwischen einen guten UKW
> Sender
> welches sein Signal noch nicht mit einen Soundprozessor verunstaltet,
>
> ( SWR2, Radio France Musique, usw ) und einen DAB+ Sender doch schon
> sehr gut zu hören. Insbesonders wenn die nachfolgenden Komponenten etwas
> hochwertiger sind als ein Ghettoblaster.

Gehst halt über Satellit Astra, dann bekommst ausgewählte Übertragungen 
sogar in 5.1 Dolby Digital. Zumindest SWR2 macht das so. Ist natürlich 
nur für die HiFi-Anlage sinnvoll, aber es ging ja um eine bessere 
Wiedergabekette.

Gruß, Wolle

Autor: Karl (Gast)
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Detlev T. schrieb:
> Das kann doch jeder selbst entscheiden.

Leider nein. UKW sollte schon 2015 abgeschaltet werden. Wurde nochmal 
verlängert, aber lange wirds das nicht mehr machen.

Mark schrieb:
> Für den, der maximal 50-100€ für ein Radio (inklusive Lautsprecher)
> ausgibt, also für 99.99% der Bevölkerung in Deutschland, ist ein
> DAB+Radio einer analogen Kiste überlegen und zwar in jeder Hinsicht.

Oh ja, besonders preislich. Da kann ich dann 5 UKW-Radios in die Tonne 
kloppen und für 500 Eur neue DAB+ kaufen. Denn das DAB+ Radio in auch 
nur Küchenradioqualität für 50 Eur zeigst Du mir mal bitte. Mit 70 bis 
130 Eur bist Du dabei, und dann hast Du eine Kofferquetsche, für die Du 
in UKW vor ein paar Jahren vielleicht 15-20 Eur bezahlt hättest. Für ein 
DAB+ Einbauradio fürs KFZ legst Du locker ab 400 Eur hin, für meinen Typ 
gibts keins.

Vom erhöhten Stromverbrauch durch den Digitaldecoder ganz zu schweigen, 
stundenlanges Radiohören mit einem Satz Mignon ist dann nicht mehr. Aber 
ein schönes blaues Display hats, das ist doch was.

Überlegen in jeder Hinsicht.

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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sumo schrieb:
> Mark schrieb:
>> Mag ja sein, dass die theoretische
>> Klangqualität von analogen FM Radios besser ist
>
> Nicht nur die theoretische, sondern auch die praktische.

Die Bitraten gerade im MB Block sind ja nur jämmerlich, hier mal wieder 
mein Lieblings-Sendeturm:

https://de.wikipedia.org/wiki/Sender_Scholzplatz#D...

Die im ÖR Block nur geringfügig besser. Und wer da behauptet, man höre 
auf einer guten Anlage nicht den Unterschied z.B. bei Klassik Radio (mit 
72kbps) gegen die CD, der weiss nicht, wie es klingen könnte. Aber 
Werbung mit 'Radio in digitaler Qualität' machen sie schon...  Dabei 
klingts flach, blechern und quäkig. Herbert von Karamalz hat sich schon 
mehrfach im Grab umgedreht :-P

MP3 ist ein guter Algorithmus und trotzdem gehts nicht unter 192kbps, 
wenn mans richtig hören will.
Der Grund ist wieder mal nur die Kohle. So kann man einen Sendeturm halt 
noch öfter verkaufen. Von Empfangsartefakten haben wir ja im Rügen-DAB 
Thread schon eine Menge gehört.

: Bearbeitet durch User
Autor: Josef (Gast)
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Die "Tonqualität" kann je nach Soundprocessing sowohl auf UKW, als auch 
auf DAB+ gut oder schlecht sein. An der Übertragungsart liegts primär 
nicht...

Autor: Wolle R. (oldschool)
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Karl schrieb:
> Da kann ich dann 5 UKW-Radios in die Tonne
> kloppen und für 500 Eur neue DAB+ kaufen. Denn das DAB+ Radio in auch
> nur Küchenradioqualität für 50 Eur zeigst Du mir mal bitte.

Wenn es alles innerhalb der Wohnung ist, wäre vom PC streamen und 
Funklautsprecher in die einzelne Räume vielleicht günstiger. Die halten 
auch im Batteriebetrieb (Garten etc..) sehr lange. Und klanglich um 
Welten besser.

: Bearbeitet durch User
Autor: Manfred (Gast)
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Josef schrieb:
> die Sinnhaftigkeit der
> terrestrischen Verbreitung von Radioprogrammen zu hinterfragen.
> Schließlich betreiben alle Radiosender Internetstreams,

Diese Frage stellt nur jemand, der nicht weiter als bis zur nächsten 
Handy-App denkt.

Die terrestrische Verbreitung liefert eine flächendeckende Versorgung 
mit sehr günstigen Endgeräten, auf Seiten des Benutzers ist keinerlei 
kritische Infrastruktur notwendig.

Oder anders gesagt: Wer die terrestrische Verbreitung von 
Radioprogrammen in Frage stellt, ist dumm.

Wolle R. schrieb:
> Wenn es alles innerhalb der Wohnung ist, wäre vom PC streamen und 
Funklautsprecher in die einzelne Räume vielleicht günstiger.

Und noch ein Dummkommentar! Hier stehen Radios an verschiedenen Stellen 
im Haus, ohne, dass ich mich um irgendwelche Infrastriktur kümmern muß. 
Papa lebt nicht mehr, meinen Strom für PC und Internetgekasper zahle ich 
selbst.

Karl schrieb:
> Denn das DAB+ Radio in auch
> nur Küchenradioqualität für 50 Eur zeigst Du mir mal bitte. Mit 70 bis 130 Eur 
bist Du dabei, und dann hast Du eine Kofferquetsche, für die Du in UKW vor ein 
paar Jahren vielleicht 15-20 Eur bezahlt hättest.

So ist das: Ich habe mir bei Pollin einen Imperial Dabman 12 für 40 Euro 
gekauft, das Ding ist einfach nur Scheiße. Die Audioqualität ist mies, 
der Empfänger taugt wenig und die Akkulebensdauer reicht nicht mal für 
drei Tage Radiowecker.

Mein neues Auto (Feb '18) kann DAB+, da fehlen schon mal diverse Sender, 
die jüngere Leute gerne hören würden.

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Ich halte es für Blödsinn, das klassische Einwegmedium Radio und TV aufs 
Internet zu verlegen, wobei der Sinn des Internet doch gar nicht 
Einwegkommunikation ist. Das kostet nur Bandbreite, und treibt die 
Preise in die Höhe mit Wildwüchsen wie LTE, die das Feigenblatt für 
fehlendes Breitband sind.
Wir haben sowieso schon so hohe Telekommunikationskosten in DE im 
europäischen Vergleich - da wollt ihr also noch für Internetstreaming 
ins Autoradio bezahlen? Da kommt ja jetzt noch E-Call dazu* und ich 
garantiere, das die Anbieter da wieder dran verdienen...





*Wodurch weitere Kosten enstehen :-P

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Autor: oszi40 (Gast)
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Josef schrieb:
> Die "Tonqualität"

1.Tonqualität ist nur da, WENN auch ausreichend Signal da ist.
2.Digitale Aussetzter sind kein Fortschritt.
3.Erhöhter Batterieverbrauch ist auch keine Fortschritt.
4.Wenn das digitale Signal dann noch verschlüsselt wird, ist es auch 
kein RUNDfunk mehr, weil rundrum keiner Lust hat, noch Geld für 
"freenet"-Decoder auszugeben (siehe DVB-T2-Private).

Autor: Kai S. (kai1986)
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Ein weiterer Punkt für Radio allgemein bzw. UKW im spezielle ist die 
Bevölkerungsinformation. Ich hatte letztes Wochenende den Spaß 
Stromausfall.
18:30 Sonntag Abend: Strom weg, gut lese ich halt Buch
19:00 Strom immer noch weg, naja wird bald wieder kommen
20:00 Strom immer noch weg, mh, komisch, das dauert jetzt aber schon 
ganz schön lange, was ist denn da los, zumal zwischenzeitlich auch 
mehrer Feuerwehrsirenen gegangen sind.
Internet geht nicht, weil der Router keinen Strom hat, Handy, mh, das 
Mobilfunknetz ist tot, mal suchen gehen, ah, da steht noch ein Radio, 
das mit Batterien funktioniert, lokalen Sender eingestellt, ah, da hat 
ein Brand 20 km Weiter die ne Hochspannungsleitung erwischt und die 
ganze Region still gelegt, gut, dann kann ich beruhigt schlafen gehen, 
morgen gibts bestimmt wieder Strom. Nach knapp 13h gabs dann auch wieder 
Strom, aber ohne Radio wäre das echt ne ungewisse Zeit geworden, was 
denn los ist.

Gruß Kai

Autor: OS (Gast)
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Matthias S. schrieb:
> das klassische Einwegmedium Radio und TV aufs
> Internet zu verlegen, wobei der Sinn des Internet doch gar nicht
> Einwegkommunikation ist.

Was auch noch dazu kommt beim Internetradio, wieder ein Weg mehr die 
Daten der Radiohörer zu verarbeiten. Gerade jetzt mit Facebook, Amazon 
und Google incl. Android, wo die Bürger immer mehr Daten von sich geben 
und keiner nachvollziehen kann was damit geschieht.
Warum soll noch ein weiterer Weg geöffnet werden um zu erfassen Wer Wann 
Was Wo gehört hat.
Der Weg in eine Richtung reicht doch!

Autor: Karl (Gast)
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Manfred schrieb:
> Oder anders gesagt: Wer die terrestrische Verbreitung von
> Radioprogrammen in Frage stellt, ist dumm.

Das kann man noch erweitern: Wer die niederschwellige terrestrische 
Verbreitung von Radioprogrammen in Frage stellt...

Witzig war da eine "Diskussion" im DLF, ist schon eine Weile her, zum 
Thema Katastrophenschutz und Vorsorge. Da wurde allen Ernstes geraten, 
man solle doch ein kleines Radio und Batterien vorhalten. Zeitgleich 
wurde bei jeder Gelegenheit für DAB+ getrommelt und am klassischen UKW 
gesägt. MW haben sie ja schon beerdigt.

Wenn großflächig Stromausfall ist, sind auch die DAB+ Sender tot. Über 
DSL und LTE kommt dann auch nichts mehr. Dann kann man auf MW nach Radio 
Moskau oder Radio Luxemburg kurbeln, um zu hören was im eigenen Land los 
ist.

Manfred schrieb:
> Mein neues Auto (Feb '18) kann DAB+, da fehlen schon mal diverse Sender,
> die jüngere Leute gerne hören würden.

Naja, aber für DAB+ ein neues Auto kaufen...

Autor: W.S. (Gast)
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OS schrieb:
> Die Verbreitung von Rundfunk per Terrestik macht auf alle Fälle Sinn.
> Nur ob es noch Zeitgemäß ist für ein UKW Programm einen Sender mit 100KW
> zu betreiben, wenn es mit 20KW auch möglich ist, dann auch noch 16
> Programme von diesem einen Sender zu Verbreiten.
> So gesehen müsste man UKW möglichst bald abschalten.

Du hast ne wirklich komische Sichtweise.

Also, was würden denn 80 kW Einsparung auf Dauer kosten, also 24/7 ? 
Vergleich das mal mit deinem Auto oder einem Fernlaster mit 38 Tonnen, 
der auch auf fast 24/7 kommt.

Ja, der Vergleich ist unfair wegen der Mineralölsteuer, ich weiß. Also 
vergleichen wir das mal mit dem Energieverbrauch des Fuhrparks der 
jeweiligen  Beteiligten: zum Beispiel man nur die Chefautos der 
Sendeanstalten, der Übertragungs-Firmen, der Sendebetreiberfirmen, der 
Antennenbetreiberfirmen, der Grundstücksverwaltungsfirmen. Hab ich da 
noch nen Blutegel vergessen?

Nee, die reinen Stromkosten sind Peanuts im Vergleich zu all den anderen 
Kosten, die da so auflaufen.

W.S.

Autor: W.S. (Gast)
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Karl schrieb:
> Wenn großflächig Stromausfall ist, sind auch die DAB+ Sender tot. Über
> DSL und LTE kommt dann auch nichts mehr. Dann kann man auf MW nach Radio
> Moskau oder Radio Luxemburg kurbeln, um zu hören was im eigenen Land los
> ist.

Es braucht garnicht großflächig zu sein. Wir hatten hier in letzter Zeit 
zwei etwas größere Stromausfälle (in Berin).

Also was nicht mehr ging:
- normales Telefon incl. Internet
- Mobiltelefon

Da hier weder die Sendeanstalten noch die Sendetürme betroffen waren, 
ging Radio und Fernsehen. Aber das war - wie gesagt - eben nur ein 
kleinerer örtlich begrenzter Blackout.

W.S.

Autor: Josef (Gast)
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Lieber Manfred,

Du setzt wohl gerne andere Menschen runter, um Deine "Argumentation" zu 
untermauern? Dumm!

Manfred schrieb:
> Josef schrieb:
>> die Sinnhaftigkeit der
>> terrestrischen Verbreitung von Radioprogrammen zu hinterfragen.
>> Schließlich betreiben alle Radiosender Internetstreams,
>
> Diese Frage stellt nur jemand, der nicht weiter als bis zur nächsten
> Handy-App denkt.
>

Ich stellte diese Frage lediglich in den Raum. Man entschuldige mein 
Vergehen, dass ich weiter, als für die nächsten 10 Jahre gedacht habe.

> Die terrestrische Verbreitung liefert eine flächendeckende Versorgung
> mit sehr günstigen Endgeräten, auf Seiten des Benutzers ist keinerlei
> kritische Infrastruktur notwendig.

Wenn Du genau nachgelesen hättest wüsstest Du, dass ich finde, dass 
UKW-Terrestrik ruhig weiterleben darf, die passenden Empfangsgeräte sind 
millionenfach vorhanden. "Kritisch" wirds in der Infrastruktur, wenn UKW 
abgeschaltet wird und alle ins Geschäft laufen und teure 
Digitalradiostromfresser kaufen müssen.

Generell sehe ich auf der Consumerseite durch eine Umstellung auf DAB+ 
keinen Mehrwert. UKW liegt in der Audioqualität gleich auf und 
verursacht weniger Empfangsprobleme. Was nützt ein größeres 
Programmangebot auf DAB+, wenn der Empfang ständig aussetzt.

Die steigende Begeisterung für DAB+ seitens der Programmveranstalter 
kann ich aber verstehen - im 3m-Band war es mit FM doch etwas eng, die 
Lizenzen rar. Auf DAB+ siehts anders aus, da kommt vielleicht nun auch 
der Jodelsender aus St. Johann hinterm Radlschlauch endlich "an die 
Antenne".
Diejenigen, die bereits auf UKW funken, werdens nicht goutieren.

Und vielleicht muss die "unkritische Infrastruktur" in nicht mal 10 
Jahren wieder entsorgt werden, um Platz für die nächste Generation 
(meinetwegen DAB+2) zu schaffen. Als ob wir das bei DVB-T nicht hatten. 
"Unkritisch" sieht bei mir anders aus....

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Karl schrieb:
> Vom erhöhten Stromverbrauch durch den Digitaldecoder ganz zu schweigen,
> stundenlanges Radiohören mit einem Satz Mignon ist dann nicht mehr.

OK. Hier ist ein Angebot: Ich stelle glücklich auf DAB(+) um sobald:

vergleichbare Batterielebensdauer wie bei herkömmlichen Analog UKW 
Kofferradios erreicht wird

Gleichwellenbetrieb unabhängiger DAB(+) Radios in einer Wohnung möglich 
ist

Keine Puffer bedingten Unterbrechungen die Neusynchronisation notwendig 
machen mit zugehörigen Verlust der Darbietung über viele Sekunden. Der 
Verlust gesprochener Information ist nicht zulässig.

Gleiche Toleranz gegen schwache Feldstärken.

Kein Digital Rights Management und explizite Erklärung es nie 
einzuführen.

Mindest gleich gute Tonqualität ohne unnötig große Kompression und 
Reichweite.

Vernünftiges intuitives Bedienungskonzept ohne Handbuch Lesen 
Notwendigkeit.

Ein gehaltenes Versprechen niemals Bildwerbung und ähnliche vergessbare 
Information mitzuliefern und auf den diversen DAB(+) Empfänger Displays 
einzuführen.

Als Ersatz für den UKW Rundfunk darf man nicht weniger fordern oder 
erwarten.

Da offensichtlich einige meiner Forderungen technisch nicht sehr 
realistisch sind, hat man bewusst diese Kompromisse und Abstriche als 
unwesentlich akzeptiert.

Mein Badezimmer Kofferradio mit 4x Alkaline D Zellen läuft nun schon 
seit über 6 Jahren ohne Batteriewechsel fast jeden Tag zwischen 
15min-1Stunde.

Also? Nehmen die Verfechter von DAB(+) das Angebot an? Können sie das 
geforderte wirklich liefern? Ich glaube es nicht...

Was soll man nur mit den schönen alten Radios und Stereo machen die nun 
keinen Lebenszweck mehr haben. Ach ja, die werden natürlich entsorgt und 
nach China zum Einstampfen verfrachtet um als Rohmaterialien für DAB(+) 
Radios inkarniert zu werden.

Wie könnt ihr nur ein wirkliches Argument für DAB(+) auf die Beine 
bringen das wirklich Hand und Fuß hat - Also keine fadenscheinige, 
unehrliche Argumente? Es gibt keine wirklichen Argumente die neutral 
stichhaltig sind. Für den Fortschritt der Menschheit ist eben 
terrestrisch verbreiteter digitaler Rundfunk (noch) nicht notwendig.

Eine ehrliche Volksabstimmung hätte DAB(+) nirgendwo überlebt. Wie in 
anderen Ländern schon bewiesen wurde, kann DAB(+) nur durch 
Zwangsumstellung und markttechnische Maßnahmen realisiert werden. Siehe 
Norwegen. Die Bevölkerung war erwiesenermaßen 63/37% gegen die (Zwangs) 
Umstellung.

DAB(+) scheint mit Abstand die überflüssigste Entwicklung der Neuzeit zu 
sein. Wer wirklich Digital Radio will, soll eben Internet Radio oder 
Satelliten Radio hören. Handies können dazu ja auch verwendet werden.

Lokaler Rundfunk Ersatz im Vergleich zu UKW scheint ja mit DAB(+) auch 
nicht so recht zu gelingen. Warum wohl? Das ist nämlich eine große 
Schwachstelle des Konzepts die die gepreisten Kostenersparnisse und 
Ausnützung wieder zunichte machen würde.

Analog Radio ist neben den digitalen Verbreitungsmethoden in Notlagen 
immer noch das zuverlässigste Mittel lebenswichtige Informationen an die 
Bevölkerung zu übermitteln.

DAB(+) kommt wie üblich als Entwicklungshilfe für die Industrie an um 
künstlich neue Märkte und Verbreitungsmöglichkeiten zu erschließen und 
der Bevölkerung unnötige Flausen in den Kopf zu setzen. Beweist doch das 
Gegenteil! Lest mal die technischen Standard Unterlagen zu DAB(+) und 
dann begreift ihr was ich meine.

Der Rundfunkkarren wurde durch die politischen Maßnahmen in D gründlich 
mit gewohnter deutscher Perfektion und Gründlichkeit in den Graben 
gefahren. Man musste ja althergebrachte deutsche Institutionen ohne 
gründliches Nachdenken in Eile mit Gewalt vernichten. Es war ja alles 
Existierende schlecht. Siehe eure Kommentare diesbezüglich. Wer hätte 
das jemals gedacht, dass man sich das höchste Gut (das Spektrum) nach 
amerikanischem Manier so stehlen lässt und wie im Wilden Westen 
verwaltet und die Betreiber erpresst. Als öffentliche Ressource 
erscheint es geradezu als ein Verbrechen das elektromagnetische Spektrum 
so an die Geschäftemacher zu verschachern und zu verscherbeln. Die 
Verantwortlichen sollten sich in Grund und Boden schämen!

: Bearbeitet durch User
Autor: Karl (Gast)
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W.S. schrieb:
> Also, was würden denn 80 kW Einsparung auf Dauer kosten, also 24/7 ?

Die 80kW werden doch nicht eingespart. Die werden nur umgelagert.

Wenn der DAB+ Decoder nur 1W Leistungsaufnahme zum Dekodieren braucht, 
sind das gerade mal 80.000 laufende Radios. Klingt viel, und wenn jedes 
nur 8 Stunden am Tag läuft, entspricht es dem Verbrauch von 240.000 
Empfängern. Aber allein Leipzig hat um die 250.000 Haushalte, Umland 
nicht mitgerechnet.

Oder andersherum gerechnet: 130 Mio in Dtland vorhandene UKW-Radios auf 
DAB+ umgestellt, mit 1/3 Auslastung und 1W Mehrverbrauch durch die 
Decodierung sind 40MW mehr Leistung. Dafür müssten 500 Sender von 100 
auf 20kW reduziert werden.

Das was die Sender einsparen, legst Du drauf.

Autor: michael_ (Gast)
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Wie beim Telefon.
Der Preis bleibt gleich oder steigt gar.

Der Deutsche Michel freut sich da sogar noch, weil er der Werbung traut.

Autor: Stefan H. (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
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Karl schrieb:
> 1W Leistungsaufnahme zum Dekodieren

http://d1jy6p8pks3hof.cloudfront.net/datasheets/T2...

60 mW

Autor: Chris _. (chris_x)
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Hier in AT sind vor wenigen Tagen 3 Racks aus der THV9-Familie von R&S 
in den DC-Tower in Wien eingezogen, um den regulären Digitalradiobetrieb 
einzuläuten. Das öffentliche Interesse daran hielt sich in Grenzen. 
Ähnlich verhielt es sich damals mit DVB-H...

: Bearbeitet durch User
Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Stefan H. schrieb:
> 
http://d1jy6p8pks3hof.cloudfront.net/datasheets/T2...
>
> 60 mW

Nö. Drei Betriebsspannungen nötig und der typ. Strombedarf des KeyStone 
Chips ist im DAB Betrieb lt. Datenblatt:
1,2V : 48mA
1,8V : 45mA
3,3V : 15mA

Das sind nach Adam Riese schon mal fast 190mW. Von den Verlusten der LDO 
zur Erzeugung der Spannungen sehen wir mal grosszügig ab.

Ein Philips UKW Tuner/ZF/NF Chip (TEA5710T) benötigt im Gegensatz dazu 
nur etwa 9mA und das konstant zwischen etwa 2V und 12V, so das auch kein 
Regler nötig ist. Beim AM Betrieb wären das nur noch 7,5mA, aber der ist 
ja sinnlos geworden.

: Bearbeitet durch User
Autor: Joachim B. (jar)
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>UKW Abschaltung, nun doch?

ja ärgerlich, nun werde ich wohl meinen guten Tuner verlieren
https://www.teltarif.de/vodafone-abschaltung-ukw-h...

Für Ihre PLZ liegt aktuell noch kein Umstellungstermin vor.
Weitere Umstellungstermine geben wir ab Frühling 2018 bekannt.

ich dachte JETZT ist Frühling?

: Bearbeitet durch User
Autor: S. R. (svenska)
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Joachim B. schrieb:
> ich dachte JETZT ist Frühling?

Frag im Juli nochmal nach. ;-)

Die werden UKW über die nächsten Jahre immer weiter zusammenkürzen, aber 
gaaanz langsam (wie mit dem Frosch im Wasser), um dann großspurig 
festzustellen, dass DAB viel besser ist.

Dass DAB viele Vorteile hat, ist unbestritten (gilt auch für die 
Nachteile). Sicher ist aber, dass nur zwei davon flächendeckend und 
überall vorhanden sein werden: Bitratenreduzierung und Rechteverwaltung. 
Alles andere ist nebensächlich.

Autor: S. B. (piezokristall)
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> Zitat :
> "Aber warum die Eile? "In den Freistaaten Bayern und Sachsen besteht
> eine gesetzliche Vorgabe", erklärt der Sprecher von Pyur."
Gesetzliche Vorgabe ist das Schlagwort in zweierlei Hinsicht:
Soweit ich gehört habe sollen die analogen UKW Sender erst Ende 2020 
abgeschaltet werden.
Wenn jetzt MDR, NDR, etc. wegen Kosten abschalten müssen, wird genau das 
eben nicht geschehen, sondern es gibt wegen des öffentlich-rechtlichen 
Auftrags eine Gebürenerhöhung wegen nachweisbar höherer Kosten.
Na, schon GEZahlt ?

Autor: Georg A. (georga)
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Dieter P. schrieb:
> Ich gehe davon aus, daß Interessenvertreter und Politik
> UKW - Analog einfach weghaben wollen.

Die Politik will gar nichts (ernsthaft), sonst wäre UKW schon seit 10 
Jahren  weg. Ansonsten gibt es keine relevanten Interessenvertreter 
gegen UKW, weder auf technischer noch auf medialer Seite. Die privaten 
Radiosender schon gar nicht, die wollen keine Veränderung.

Aber Hauptsache, mal wieder Verschwörungstheorien in die Welt setzen...

> Die Antennen-Entscheidung steht nicht alleine da.

Die Antennen-Entscheidung war eine freie Entscheidung des privaten 
Eigentümers. Der kann machen was er will. Interessanterweise hat er 
sogar das gemacht, was die privaten Anbieter immer wollten und jetzt ist 
es auch nicht recht...

> Auch im Kabelnetz soll analoges UKW-Radio abgeschalten
> werden, die Begründung, Platz für ein Verfahren Namens Docsis 3.1 .

Die Kabel-UKW-Hörer sind einzeln abzählbar und bringen kein Geld. 
Kabel-Internet dagegen taugt bei passenden Up/Downstreams durchaus (hab 
selber 200Mbit und das geht tatsächlich auch am Abend mit >150, VDSL 
wäre nur mit 25 zu haben) und hilft bei der so viel gepriesenen 
Digitalisierung. Von daher ist es OK, das wertvolle Spektrum für was 
sinnvolles zu nutzen.

Autor: Georg A. (georga)
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S. B. schrieb:
> Soweit ich gehört habe sollen die analogen UKW Sender erst Ende 2020
> abgeschaltet werden.

Da hast du dich verhört.

Autor: S. B. (piezokristall)
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> Die Kabel-UKW-Hörer sind einzeln abzählbar und bringen kein Geld.
Darum geht's nicht, es geht um den öffentlich-rechtlichen Auftrag .... 
und der sieht Erreichbarkeit auch mit Asbach-Uralt vor solange es keine 
Entscheidung zur Totalabschaltung gibt (wie bei Analog-Sat).

Autor: S. B. (piezokristall)
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> Da hast du dich verhört.
lies einfach mal hier:
http://www.hifi-forum.de/viewthread-234-1075.html
Termin steht wohl noch gar nicht fest.
Was jetzt einzelne Dienstleister machen wollen, spielt erst einmal keine 
Rolle solange der Gesetzgeber keinen Termin nennt.

Autor: Georg A. (georga)
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S. B. schrieb:
>> Die Kabel-UKW-Hörer sind einzeln abzählbar und bringen kein Geld.
> Darum geht's nicht, es geht um den öffentlich-rechtlichen Auftrag ....
> und der sieht Erreichbarkeit auch mit Asbach-Uralt vor solange es keine
> Entscheidung zur Totalabschaltung gibt (wie bei Analog-Sat).

Im privaten Kabel-Netz gibt es keinen öffentlich-rechtlichen Auftrag. Da 
macht der Besitzer, was ihm genehm ist und am meisten Geld bringt, wie 
zB. unzählige Auslandssender gegen Extra-Gebühr. Die ÖRs müssen ja auch 
für ihre an sich frei empfangbare Programme Einspeisegebühren an den 
Netzbetreiber zahlen.

Autor: Georg A. (georga)
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S. B. schrieb:
>> Da hast du dich verhört.
> lies einfach mal hier:
> http://www.hifi-forum.de/viewthread-234-1075.html
> Termin steht wohl noch gar nicht fest.
> Was jetzt einzelne Dienstleister machen wollen, spielt erst einmal keine
> Rolle solange der Gesetzgeber keinen Termin nennt.

Wenn du "UKW-Sender" auf die Kabeleinspeisung beziehst, ist das auch 
nicht ganz richtig. In Bayern ist Kabel-UKW wohl bis Ende 2018 durch, da 
es ein Gesetz dazu gibt.

Einen Termin für die terrestrische UKW-Abschaltung gibt es in D nicht, 
noch nicht mal ein Szenario, wann und wie man einen Termin festlegt. 
Vorschläge gibt es, aber die gibt es ungefähr so zahlreich und 
vielversprechend, wie die zur Durchsetzung des Weltfriedens.

Autor: Peter D. (peda)
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Ich hab mir auch ein DAB+ Radio gekauft, um dann festzustellen, daß auf 
Usedom alle NDR-Sender nur über UKW zu empfangen sind. Dafür sind auf 
DAB gefühlt 100 polnische Sender zu empfangen.
Vor einer UKW-Abschaltung sollte doch wenigstens erstmal die DAB 
Verfügbarkeit hergestellt werden.

Autor: Ralph B. (rberres)
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Lieber höre ich keinen Rundfunk mehr als diese Lowfi Qualität aus Dab+

Ich wohne 50km von Frankreich entfernt. Da gibt es noch UKW-Sender 
dessen Aussendung noch in gewisser Weise was mit Hifi zu tun hat, und 
nicht durch irgendwelche Soundprozessoren verhunzt wurden.

Klassische Live-Übertragungen ist jedesmal ein Erlebnis es zu hören.

Da können die deutschen lange nicht mehr mithalten.

Ralph Berres

Autor: Feldkurat K. (feldkurat)
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Peter D. schrieb:
> Dafür sind auf
> DAB gefühlt 100 polnische Sender zu empfangen.
> Vor einer UKW-Abschaltung sollte doch wenigstens erstmal die DAB
> Verfügbarkeit hergestellt werden.

Viel wichtiger wären doch meines Erachtens nach polnische Sprachkurse.

Darauf ein herzliches "Kurwa mać!"
:)

Autor: Klaus R. (klaus2)
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...mir war nicht bewusst, dass der Staat die Sendeanlagen privatisiert 
hat - mal ganz ehrlich, sind die noch zu retten??? Wofür bezahlen wir 
hier eigentlich Steuern in dieser Bananen-Republik?

https://www.heise.de/newsticker/meldung/UKW-Freque...

Ich fasse es nicht mehr und "man darf sich dann über nichts wundern". 
Vor Allem nicht über die grdstzl Unzufriedenheit und die daraus 
resultierenden, negativen Effekte.

Klaus.

Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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Ralph B. schrieb:
> Da können die deutschen lange nicht mehr mithalten.

in D ist man schon LANGE nicht mehr das Maß aller Dinge.

Kannst hingucken wohin Du willst.

Bahnhöfe, Flughäfen, Strassen, leere Seehäfen...

Wenn der Rundfunk dann mal rein digital läuft,
bekomme ich dann immer noch den Geisterfahrer
aus 200Km Entfernung über 2 Bundesländer hinweg
mitten in den Song getrötet?

Oder wird das evtl dann endlich mal Smart
und ich bekomme eine Ansage solcher Art
nur dann, wenn ich auch im entsprechenden Umkreis unterwegs bin?

: Bearbeitet durch User
Autor: Klaus R. (klaus2)
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...nur, wenn du alle 2 Jahre dein Autoradio wechselt, weil es den neuen 
Standard DAB 1..2..3..4..+ gibt, siehe DVB-T - und du musst monatlich an 
freenet überweisen. Oder an BILD.

Klaus.

Autor: Walter K. (Gast)
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bei mir im Hunsrück bekommen ich DAB+ folgende Sender:

-BigFM
-DasDing
-RPR1
-SWR aktuell
-SWR1
-SWR2
-SWR3
-SWR4 KL
-SWR4 MZ
-SWR4 KO
-SWR4 TR
-SWR4 LU

kopfschuettel

und eine bodenlose Frechheit!
Zumal SWR auch noch klassischer Rot-Funk ist

Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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Walter K. schrieb:
> -SWR aktuell
> -SWR1
> -SWR2
> -SWR3
> -SWR4 KL
> -SWR4 MZ
> -SWR4 KO
> -SWR4 TR
> -SWR4 LU
>
> kopfschuettel
>
> und eine bodenlose Frechheit!
> Zumal SWR auch noch klassischer Rot-Funk ist

dass die Sender die man nicht mag,
gefühlt (besser gehört) immer die klarsten sind,
die man rein bekommt, kenne ich auch von UKW.

Klassiksender mit minutenlangen leisen parts... pianissimo
(als ob nur der leere Träger gesendet wird)
und nicht ein Räuschchen, nicht einmal ein Knackserchen.

Autor: Georg A. (georga)
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Klaus R. schrieb:
> ...mir war nicht bewusst, dass der Staat die Sendeanlagen privatisiert
> hat - mal ganz ehrlich, sind die noch zu retten??? Wofür bezahlen wir
> hier eigentlich Steuern in dieser Bananen-Republik?

Genau lesen vor dem Schäumen. Wenn der Kram im wesentlichen von 
Privatsendern genutzt werden, ist das doch OK. Dass diverse Standorte 
der ÖRs auch darüber laufen, liegt halt an dem für UKW nötigen 
Funzel-Teppich und dem dauernden Abspeckzwang. Da machen sich Ausgaben 
an Drittunternehmen besser als Eigenbesitz. Die ÖR-Grundnetzsender sind 
meistens aber noch selbst betrieben, es gibt höchstens Miete an die 
DFMG.

● J-A V. schrieb:
> Wenn der Rundfunk dann mal rein digital läuft,
> bekomme ich dann immer noch den Geisterfahrer
> aus 200Km Entfernung über 2 Bundesländer hinweg
> mitten in den Song getrötet?

Vorgesehen ist es im Standard. Verkehrsmeldungen (bzw. allgemeiner 
"Announcements" inkl. Emergency) können in DAB eine spezifische Region 
inkl. (GPS)Koordinaten haben. Aber zum einen gibts den 
redaktionellen+technischen Workflow in den Anstalten noch nicht, zum 
anderen müsste der Radio dann auch seine Position wissen.

Klaus R. schrieb:
> ...nur, wenn du alle 2 Jahre dein Autoradio wechselt, weil es den neuen
> Standard DAB 1..2..3..4..+ gibt, siehe DVB-T - und du musst monatlich an
> freenet überweisen. Oder an BILD.

BlubberGurgel. Fürs stammtischliche Abkotzen über DAB gibts doch schon 
einen eigenen Thread.

Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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Georg A. schrieb:
> zum
> anderen müsste der Radio dann auch seine Position wissen.

Smartfon-Anbindung?
machen die meisten doch sicher gerne.

Autor: wolle g. (wolleg)
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● J-A V. schrieb:
> Smartfon-Anbindung?

Das Spielzeug Smartfon hat und braucht nicht jeder Autofahrer.

Autor: Ralph S. (jjflash)
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.... ich hab hier im PLZ-Raum 76xxx ein DAB+ Radio für die Küche gekauft 
weil der Lautstärkeregler meines Tivoli-Radios kaputt war.... Das war 
eine Fehlinvestition. Klanglich war das Tivoli deutlich besser, also hab 
ich es repariert. Im Wohnzimmer hab ich mir ein altes Röhrenradio Loewe 
Opa Luna aufgearbeitet. Klanglich sehr viel besser als das DAB+. Wird 
UKW abgeschaltet... werde ich weinen, aber sehr.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Ralph S. schrieb:
> .... ich hab hier im PLZ-Raum 76xxx ein DAB+ Radio für die Küche
> gekauft
> weil der Lautstärkeregler meines Tivoli-Radios kaputt war.... Das war
> eine Fehlinvestition. Klanglich war das Tivoli deutlich besser, also hab
> ich es repariert. Im Wohnzimmer hab ich mir ein altes Röhrenradio Loewe
> Opa Luna aufgearbeitet. Klanglich sehr viel besser als das DAB+. Wird
> UKW abgeschaltet... werde ich weinen, aber sehr.

Aus Protest würde ich dann eben kleine UKW Stereo Senderchen a la Rohm 
14xx Varietät und dann die guten alten Analog Geräte damit in der ganzen 
Wohnung versorgen. Zur Strafe müssen dann die DAB+ Festempfänger im 
Keller oder Dachboden ihr armseliges Dasein fristen. Hat den Vorteil, 
dass man wieder Gleichwellenbetrieb in der ganzen Wohnung hat. Man 
könnte sich notfalls solche Empfänger dann mit den entsprechenden ICs 
selber zusammen stricken oder es gibt billige Festkanalgeräte mit 
ausreichender Tongüte. Mehr als ein zwei Sender hört man sowieso nicht. 
Wenn man wirklich ehrlich ist, dann sind sowieso nur die öffentlichen 
Sender wert gehört zu werden. Da haben die kommerziellen Sender gar 
keine Chance bei mir.

: Bearbeitet durch User
Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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Ralph S. schrieb:
> ein altes Röhrenradio Loewe
> Opa Luna aufgearbeitet. Klanglich sehr viel besser als das DAB+

ich glaube dass man da schon etwas relativieren kann.

wenn man folgendes machen würde:
den Lautsprecher des DAB Radio abklemmen um stattdessen damit
den Lautsprecher des Dampfradios zu betreiben
würde man wieder recht nah zu diesem Klang kommen.

Das Dampfradio hat einfach einen ganz anderen Klangkörper
als so'ne kleine Plastikdose.

Beitrag #5383880 wurde vom Autor gelöscht.
Autor: Reinhard S. (rezz)
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Neuigkeiten dazu aus Bayern:
http://heise.de/-4075887

Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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Ich seh das schon kommen,
ich muss für UKW-Empfang eine 300m hohe Antenne bauen.

Oder gleich einen Fesselballon? ich wohne auf 20m üNN

(ʘ ͜ʖ ʘ)

Autor: S. R. (svenska)
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● J-A V. schrieb:
> Ich seh das schon kommen,
> ich muss für UKW-Empfang eine 300m hohe Antenne bauen.

Hast du den Artikel überhaupt gelesen? ;-)

Zitat:
> Mehr als 80 Prozent der Radiohörer empfangen
> in Deutschland ihre Programme über UKW.

und

> So wird etwa in der Rundfunkkommission der Länder
> eine gesetzliche Pflicht zum UKW-Betrieb erwogen,
> die eventuelle Abschaltungen verhindern soll.

Das klingt jetzt nicht so, als ob UKW in Gefahr wäre.

Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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S. R. schrieb:
> ● J-A V. schrieb:
>> Ich seh das schon kommen,
>> ich muss für UKW-Empfang eine 300m hohe Antenne bauen.
>
> Hast du den Artikel überhaupt gelesen? ;-)

war ironisch gemeint.

Zeitbedingt hab ichs nur überflogen.

Aber:
Dieser kleine halbsatz

>> Zumindest in Bayern (...)

reicht eigentlich schon um für D charakteristisch zu sein.

Ich rechne damit, dass die ganze Sache
wieder ein deutschtypischer Flickenteppich zu werden droht.
Und dass in meiner Gegend analoges Radio
dann tatsächlich abgeschafft wird.

Und dass ich hier an der Unterelbe
Aus DK oder evtl auch noch aus NL
eher einen Sender empfangen werde als aus .de

Ich sollte mich also darauf einstellen,
für solche Szenarien entsprechendes Equipment parat zu haben.

kurz gesagt und ich hätte nie gedacht,
dass ICH sowas mal behaupten würde aber:

Ich wünsche mir mehr Zentralstaat O_O

Autor: Joachim B. (jar)
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S. R. schrieb:
> Das klingt jetzt nicht so, als ob UKW in Gefahr wäre.

im Kabel soll UKW auch abgeschaltet werden was meinen guten 30 Jahre 
alten Tuner ausser Betrieb nehmen würde, mich kotzt diese 
Wertvernichtung und quasi Enteignung an.

Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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ich werfe auch hier nur mal die Begriffe Umweltschutz
und Nachhaltigkeit in den Raum.

sooo drauf geschissen.

Autor: Ralph B. (rberres)
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Joachim B. schrieb:
> im Kabel soll UKW auch abgeschaltet werden was meinen guten 30 Jahre
> alten Tuner ausser Betrieb nehmen würde, mich kotzt diese
> Wertvernichtung und quasi Enteignung an.

ja beeits im August, wird alles was analog übertragen wird im Kabel 
abgeschaltet.

Das liegt daran, dass das Kabelnetz immer mehr für Internet missbraucht 
wird.

Nach dem abschalten der analogen Programme, werden zumindest 
Fernsehprogramme noch nach dem Standart DVB-C im Kabelnetz angeboten. 
Fragt sich wie lange noch. Ab wann werden Fernsehprogramme nur noch via 
Internet verbreitet?

Wenn in einen kürzeren Strassenzug dann 100 Leute Fernsehen via Internet 
zeitversetzt in UHD schauen, dann ist die Kapazitätgrenze selbst des 
Kabelnetzes schnell erreicht, da durch das zeitversetzte Fernsehen jeder 
Nutzer seinen eigenen persöhnlichen Datenstrom hat.

UKW terrestrich wird hoffentlich nicht so schnell abgeschaltet, auch 
wenn die EU in Brüssel das gerne hätten.

Man kann nur hoffen das es zu einen Aufschrei der Bevölkerung in ganz 
Europa kommt, da in jedem Haushalt minestens 5-7 UKW Empfänger mit einen 
Schlag wertlos werden.

Ralph Berres

Autor: S. R. (svenska)
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● J-A V. schrieb:
> Aber:
> Dieser kleine halbsatz
>>> Zumindest in Bayern (...)
> reicht eigentlich schon um für D charakteristisch zu sein.

Naja, ich finde Föderalismus jetzt nicht unbedingt die schlechteste 
Idee, auch wenn ich die Blüten, die das manchmal treibt, nicht schön 
finde. Persönlich find ich es schlimmer, dass die Antennen irgendwelchen 
Privatunternehmen gehören, denn in meinen Augen ist sowas Infrastruktur 
- wie auch Straße und Schiene.

● J-A V. schrieb:
> Ich rechne damit, dass die ganze Sache
> wieder ein deutschtypischer Flickenteppich zu werden droht.

Das bezweifle ich, weil Frequenzen grundsätzlich grenzüberschreitend 
funktionieren und man da eine gemeinsame Lösung haben muss. Die 
freiwerdende Bandbreite soll ja höchstbietend an den Mobilfunk gehen, 
und bundesweit kann man da nur was machen, wenn die Frequenzen auch 
bundesweit frei sind.

> Und dass in meiner Gegend analoges Radio
> dann tatsächlich abgeschafft wird.

Wie gesagt, das sehe ich vorerst noch nicht kommen.
Es gibt zwar die EU-Vorgabe, deren Umsetzung europaweit schon längst 
überfällig ist, aber m.W. ist das einzige Land, welches diese 
EU-Regelung konsequenz durchgesetzt hat, das nicht-EU-Mitglied Norwegen. 
Könnte ich jetzt noch nachschlagen, bin ich aber zu faul zu. ;-)

Ralph B. schrieb:
>> im Kabel soll UKW auch abgeschaltet werden [...]
> ja beeits im August, wird alles was analog übertragen
> wird im Kabel abgeschaltet.

Wenn die Verpflichtung zur Einspeisung wegfällt, dann ist es die freie 
Entscheidung des Unternehmens, UKW einzuspeisen oder eben auch nicht.

Ralph B. schrieb:
> Nach dem abschalten der analogen Programme, werden zumindest
> Fernsehprogramme noch nach dem Standart DVB-C im Kabelnetz angeboten.

Im Gegensatz zu DVB-T und DVB-S hält sich DVB-C aber erstaunlich wacker.

> Fragt sich wie lange noch. Ab wann werden Fernsehprogramme nur noch via
> Internet verbreitet?

Wenn der Provider eine passende Box beilegt, kann das ziemlich schnell 
gehen, die Angebote gibt es ja - und sie funktionieren auch.

Ralph B. schrieb:
> Wenn in einen kürzeren Strassenzug dann 100 Leute Fernsehen via Internet
> zeitversetzt in UHD schauen, dann ist die Kapazitätgrenze selbst des
> Kabelnetzes schnell erreicht, da durch das zeitversetzte Fernsehen jeder
> Nutzer seinen eigenen persöhnlichen Datenstrom hat.

Wenn du vom normalen Fernsehen sprichst, dann stimmt das nicht. Erstens 
findet Timeshifting lokal auf dem Endgerät statt, und zweitens läuft 
lineares Fernsehen grundsätzlich über Multicast. Da spart man dann 
höchstens Bandbreite, wenn tatsächlich niemand einen Kanal schaut.

Du meinst Video-on-Demand, aber das ist etwas völlig anderes als das 
lineare Fernsehen. Und selbst dann gibt es noch Technologien wie QoS 
(Quality of Service), was von den Providerboxen unterstützt wird.

Autor: S. R. (svenska)
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Ralph B. schrieb:
> Man kann nur hoffen das es zu einen Aufschrei der Bevölkerung in ganz
> Europa kommt, da in jedem Haushalt minestens 5-7 UKW Empfänger mit einen
> Schlag wertlos werden.

Wo war der Aufschrei, als der letzte deutsche Mittelwellensender 
abgeschaltet wurde? Als der letzte deutsche Langwellensender 
abgeschaltet wurde?

Da kommt kein Aufschrei. Facebook liefert.

Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite
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S. R. schrieb:
> Da kommt kein Aufschrei.

Darauf setzt die Medienwirtschaft. ÖR-Rundfunk ist old school.

Namaste

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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S. R. schrieb:
> Im Gegensatz zu DVB-T und DVB-S hält sich DVB-C aber erstaunlich wacker.

DVB-S ist nach wie vor aktiv und wird ausgestrahlt. Es gibt zwar auch 
DVB-S2, aber die beiden Systeme laufen im Moment parallel. Eine etwaige 
Abschaltung hat noch keinen Termin.
https://www.tagesspiegel.de/medien/das-grosse-absc...

Autor: Klaus R. (klaus2)
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...mich kotzt das mit der UKW Abschaltung auch immer wieder an. Und viel 
mehr noch der schon erwähnte Ausverkauf der durch die Steuern 
finanzierten Infratsruktur(en). Das ist Staatseigentum und muss 
vernünftig gepflegt und verfügbar sein, zudem durch die privaten 
Ausbeuter geschützt. Wobei der Amtsschimmel dennoch ökonomisiert werden 
muss. Autobahnen, Handynetze, DVB-T2, alles große Schei2e!

Klaus.

Autor: S. R. (svenska)
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Klaus R. schrieb:
> ...mich kotzt das mit der UKW Abschaltung auch immer wieder an.

Die findet doch noch garnicht statt?
Zumal es im zuletzt genannten Artikel nur um die Antennen von den 
Privatsendern ging, nicht um die dem BR gehörenden.

Autor: René H. (mumpel)
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Ralph B. schrieb:
> werden zumindest
> Fernsehprogramme noch nach dem Standart DVB-C im Kabelnetz angeboten.
> Fragt sich wie lange noch.

Hoffentlich noch recht lange. Wenn nicht gibt es für mich bei KDG ein 
Sonderkündigungsrecht. Denn TV über Internet kommt für mich nicht in 
Frage.

Die Abschaltung von UKW-Sendern hätte auch für andere Dienste ernsthafte 
Konsequenzen, zum Beispiel für TMC (Traffic Message Channel).

BTW:
Standard schreibt man mit d am Ende. ;)

: Bearbeitet durch User
Autor: Georg A. (georga)
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S. R. schrieb:
> Klaus R. schrieb:
>> ...mich kotzt das mit der UKW Abschaltung auch immer wieder an.
>
> Die findet doch noch garnicht statt?
> Zumal es im zuletzt genannten Artikel nur um die Antennen von den
> Privatsendern ging, nicht um die dem BR gehörenden.

Und selbst ausserhalb Bayern trifft es im wesentlichen die Privaten (nix 
staatlich finanziert) und nur etwas den MDR und Deutschlandfunk. Aber 
bei dem Thema wird eh viel Unfug verzapft, weil kaum einer weiss, wie 
das wirklich alles zusammenhängt.

Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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S. R. schrieb:
> ● J-A V. schrieb:
>> Ich rechne damit, dass die ganze Sache
>> wieder ein deutschtypischer Flickenteppich zu werden droht.
>
> Das bezweifle ich, weil Frequenzen grundsätzlich grenzüberschreitend
> funktionieren und man da eine gemeinsame Lösung haben muss.

was ich meinte:

es wird vielleicht UKW in Bayern geben.
im Saarland, in Sachsen, in Bremen.

alle anderen Länder sagen, nö wollnwer nich'

da kann das Signal auch nochsoweit über die Grenzen kommen,
in MEINEM Bundesland gibts dann eben keinen Empfang mehr.

wenn das so kommen sollte schicke ich meine Geräte den 
Verantwortlichen
vor die Haustür mit dem Kommentar dran:

"Bitte entsorgen Sie das"

Die alten SAT-Receiver hatten ja wenigstens noch
gut weiterverwendbare Gehäuse...

Autor: Michael B. (alter_mann)
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René H. schrieb:
> Die Abschaltung von UKW-Sendern hätte auch für andere Dienste ernsthafte
> Konsequenzen, zum Beispiel für TMC (Traffic Message Channel).

Gaaanz schlechtes Beispiel.
TMC ist Informationsübertragung mit Stand etwa 2003 bis 05 oder noch 
älter. Im Zeitalter der Informationtechnologie etwa 2 1/2 Ewigkeiten. 
Entsprechend ungenau oder gar falsch sind die Resultate.
TMC ist wirklich kein Grund, analogen UKW-Sendebetrieb zu erhalten.
Da gibt es viel wichtigere Argumente, siehe oben.

Autor: Klaus R. (klaus2)
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GENAU das wollte ich auch schon schreiben...HD Traffic or lost.

Klaus.

Autor: S. R. (svenska)
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● J-A V. schrieb:
> was ich meinte:
>
> es wird vielleicht UKW in Bayern geben.
> im Saarland, in Sachsen, in Bremen.

Laut dem Artikel überlegen aber alle Länder, ob man UKW gesetzlich 
verpflichten sollte, um einer Abschaltung durch die privaten 
Antennenbetreiber zu entgehen.

Weder für ÖR-Fernsehen noch für Radio sehe ich eine technische 
Kleinstaatenlösung. Daran hat die ARD kein Interesse (ZDF betreibt m.W. 
keine Radiosender).

Autor: Mac G. (macgyver0815)
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Georg A. schrieb:
> ● J-A V. schrieb:
>> Wenn der Rundfunk dann mal rein digital läuft,
>> bekomme ich dann immer noch den Geisterfahrer
>> aus 200Km Entfernung über 2 Bundesländer hinweg
>> mitten in den Song getrötet?
>
> Vorgesehen ist es im Standard. Verkehrsmeldungen (bzw. allgemeiner
> "Announcements" inkl. Emergency) können in DAB eine spezifische Region
> inkl. (GPS)Koordinaten haben. Aber zum einen gibts den
> redaktionellen+technischen Workflow in den Anstalten noch nicht, zum
> anderen müsste der Radio dann auch seine Position wissen.


Das Navi in meinem "neuen Gebrauchtwagen" kann sowas, weiss ich aber 
auch erst seit mal eine Meldung kam.
Bin schon zweimal vor Unfällen mit genauer Entfernungsangabe auf meiner 
Route gewarnt worden - und tatsächlich: in passender Entfernung war 
alles voller Blaulicht. Kam aber auch schonmal eine Meldung für eine 
benachbarte Autobahn mit Falschfahrer... aber noch nie in 200 km 
Entfernung!

Ob das nun über DAB, UKW oder doch GPRS oder was anderes läuft weiss ich 
aber ehrlich gesagt auch nicht.

Autor: Guido B. (guido-b)
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Klaus R. schrieb:
> ...mich kotzt das mit der UKW Abschaltung auch immer wieder an. Und viel
> mehr noch der schon erwähnte Ausverkauf der durch die Steuern
> finanzierten Infratsruktur(en). Das ist Staatseigentum und muss
> vernünftig gepflegt und verfügbar sein, zudem durch die privaten
> Ausbeuter geschützt. Wobei der Amtsschimmel dennoch ökonomisiert werden
> muss. Autobahnen, Handynetze, DVB-T2, alles große Schei2e!
>
> Klaus.

Und immer wieder sind die Bayer Vorreiter:

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Bayern-Lan...

Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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S. R. schrieb:
> Laut dem Artikel überlegen aber alle Länder, ob man UKW gesetzlich
> verpflichten sollte

jaja noch überlegt man.
Man hat schon so einiges überlegt und wieder verworfen.

und vielleicht jetzt im "Schatten des Fussballs"
wird ganz schnell was anderes beschlossen.
Damit das in Zeiten der Totalverblödung keiner mitbekommt.

Autor: Feldkurat K. (feldkurat)
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● J-A V. schrieb:
> und vielleicht jetzt im "Schatten des Fussballs"
> wird ganz schnell was anderes beschlossen.
> Damit das in Zeiten der Totalverblödung keiner mitbekommt.

Ja, das Verfahren ist schon erprobt und funktioniert.

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