Guten Tag liebes Forum :)
Ich würde mir gerne ein Punktschweißgerät zum verbinden von Liion Zellen
bauen.
Dazu habe ich bisher eine Autobatterie mit 80A Kurzschlussstrom benützt.
Dazu hab ich an beiden Enden ein 10mm^2 Kabel geklemmt und mit zwei
Kupferspitzen die ich von Hand gehalten hab gebruzelt.
Jedoch war das ganze bischen zu heftig weshalb es mir manchmal die
Lötfahnen durchgebraten hat.
Mein Plan ist nun mit einem 80A SSR (Solid State Relai) und einem
Microcontroller (Arduino) das ganze auf 20ms zu schalten.
Ersten um die Sicherheit zu erhöhen, zweitens das die Lötfahen nicht
durchbruzeln.
Haltet ihr das für eine gute Idee ?
Hättet ihr einen Besseren Vorschlag günsig und Gut Punkt zu Schweißen ?
Mfg Hannes
Hannes schrieb:> 80A Kurzschlussstrom
Gemessen? Oder ist das aus dem Datenblatt? Falls letzteres, musst du
beachten, dass der Hersteller diesen Strom garantiert, es kann auch
deutlich mehr werden, wenn die Batterie neu ist, auf Raumtemperatur,
usw.
Plan mal lieber in der Größenordnung 800A als 80A.
Mit SSR geht das nicht, die sind für AC konzipiert; da ist ein Triac
drinnen.
Mehrere MOS-FETs parallel schalten wie hier:
http://www.guido-speer.de/html/punktschweissgerat.html
Selber nachgebaut, funkt(-tioniert)!
Hätte da allerdings Bammel, statt der Kondis direkt einen Bleiakku
dranzuklemmen...
Gruss Chregu
Bei hohen Strömen können sich die Bleiplatten so stark verformen, dass
innerhalb der Batterie ein Kurzschluss entsteht.
Du solltest die Batterie daher in einen Behälter stecken, der dich vor
einer Explosion der Batterie schützt. Weil: brennende Schwefelsäure auf
Klamotten und Haut ist nicht lustig.
Ok danke für die ersten Tipps :)
Also das mit dem SSR wird nichts !
Wie sieht es denn mit Kfz-Hifi Kondensatoren mit 1F aus ?
Oder nem Mikrowelle Traffo ?
Die Lösungen von Malectrics finde ich aber auch sehr gut :)
Stefanus F. schrieb:> Weil: brennende Schwefelsäure auf> Klamotten und Haut ist nicht lustig.
Schwefeläure (und auch Batteriesäure) an sich bennt nicht!
https://www.isitech.com/ressourcen/umfragen-archive/braende-d-schwefelsaeure.html
Es fragt sich allerdings wozu man mehrere -zig EUR ausgibt um dann ein
paar Lötfahnen anzupunkten. Wäre es nicht "professioneller" sich
Batterien/Akkus mit angepunkteten Fahnen zu besorgen? Klar, bei
Preisdifferenzen von 0,5EUR pro Batterie und 100 Batterien macht das
irgendwann Sinn. Aber bei 100 Batterien muss das dann schon
professionell gepunktet werden, da ist dann mit -zig EUR ür 'ne
Bastellösung auch nicht mehr.
rgds
> Schwefeläure (und auch Batteriesäure) an sich bennt nicht!
Brennesseln brennen auch nicht :-)
Ich habe das wohl mit Lithium Ionen Akkus verwechselt. Wie dem auch sei,
berstende Batterien mit Schwefelsäure sind ziemlich unangenehm.
Stefanus F. schrieb:> Weil: brennende Schwefelsäure auf> Klamotten und Haut ist nicht lustig.
eher:
Ätzende Schwefelsäure "brennt" Löcher in Haut und (baumwoll) Kleidung.-)
Polyesterhemd ist dagegen langlebiger.
Ist aber weniger schlimm bei "Batteriesäure" als bei höherkonzentrierter
Schwefelsäure.
Dennoch:
Augen schützen ist da generell die wichtigste Empfehlung bei Batterie-
und hochkonzentrierter Schwefelsäure.
Hei die Diskussion ist ziemlich abgedriftet...
Ich versteh zwar nicht alles, aber...
1. Bei der Batterie handelt es sich um eine große Autobatterie mit der
ich bisher schon einige Schweißpunkte gesetzt hab. Bei solch kurzen
Kurzschlüssen sollte die nicht Explodieren!
2. Klar könnte ich Zellen mit Lötfahne kaufen das bringt mir aber auch
nichts weil ich diese Lötfahnen wieder zu einem Akku zusammenlöten muss
3. 200€ und mehr möchte ich nicht ausgeben nur um paar punkte zu
schweißen auch wenn das dann "Professionell wäre"
Ich wollte ne ***einfache*** und ***preisgünstige*** Lösung, die zwar
nicht perfekt ist aber zumindest besser als meine bisherige ist...
Dazu hab ich bisher noch wenig konstruktive Kommentare erhalten.
Folgende Fragen haben ich immer noch was ihr dazu sagt
Hifi Kondensator 1F ?
Mikrowellen Traffo ?
KFZ-Relai für Autobatterie?
sonstige Ideen ?
MG schrieb:> Wühl Dich mal durchs pedelecforum.> Kurzfassung: 1F-Kondensator + Staplerschütz + kurze, dicke Kabel geht am> Billigsten
LOL, Fahrradfahrer
a) haben 1F Kondensatoren oft nicht 1 Farad, es ist schwer, was
ehrliches billig zu bekommen.
b) vertragen die, die es haben, nicht wenn sie kurzgeschlossen werden
http://flash4bmw.de/assets/Downloads/PowerCap_Sicherheitsmassnahmen_beim_Einbau.pdf
c) begrenzt der hohe Innenwiderstand der Elkos den Strom auf Werte viel
schlechter als bei angemessenerer Auswahl
d) kann es einen spektakulären Knall geben, denselben wie wenn 1F
Kondensatoren direkt an den 12V Akku angeschlossen werden, bessere
enthalten dafür eine Schutzschaltung, die das Punktschweissen natürlich
verhindert.
MG schrieb:> Kurzfassung: 1F-Kondensator + Staplerschütz + kurze, dicke Kabel geht am> Billigsten
Das habe ich bereits erfolglos hinter mir. Es kann natürlich auch sein,
dass der 1F Kondensator ein Fake war...
> c) begrenzt der hohe Innenwiderstand der Elkos den Strom auf Werte viel> schlechter als bei angemessenerer Auswahl
Deswegen funktionieren Schaltungen wie:
http://www.guido-speer.de/html/punktschweissgerat.html , mit guten
Kondensatoren geht das nicht auf dauer gut.
Beobachter schrieb:> Interessanter Ansatz:>> http://www.guido-speer.de/html/punktschweissgerat.html
Funktioniert "nur" mit den angegeben Kapazitäten. Bei mehr Kondensator,
auch deutlich mehr an Mosfets einsetzten ...
Leider auch ohne Schutzmaßnahmen am Mosfet ... ab und an "lupft es
einen" Lieber noch einen Schutz fürs Gate und eine Freilaufdiode in groß
am Ausgang ... hat man länger freude dran.
> Bei solch kurzen Kurzschlüssen sollte die nicht Explodieren!
Sollte! Nur steckst du leider nicht drin um es unter Kontrolle zu haben.
Schau mal hier, was kurz nach meiner Warnung geschrieben wurde. Da hast
du gleich zwei Erfahrungswerte aus der Praxis:
Beitrag "Re: Fehler zum nachbauen :-)"
Und ich kann noch nachreichen, dass mein Onkel* einen Nagelneuen
Sportwagen bei der Vorbereitung zum Verkauf durch einen Kurzschluss beim
Einbau der Batterie zerstört hat.
Wer nach solchen Berichten immer noch keinen Respoekt vor den Dingern
hat, sollte sich vielleicht ein Haus weit Abseits der Zivilisation
kaufen. Da kann sich dann in Ruhe umbringen oder verkrüppeln, ohne
andere zu belästigen.
*) Mein echter Onkel, nicht irgendein fiktiver Bekannter.
Mit den explodiernden Bleibatterien wird mal wieder viel an Ich habe
gehört und Unwissenheit über die Hintergründe vermischt!
Ja, eine Autobatterie KANN explodieren. Aber nicht wegen einem einfachen
und kurz andauernden Kurzschluß!
Wenn Du aber, wie ich mal als Jugendlicher, auf den Polen rumbratzelst
und ein Funke sich in die Entgasungsöffnung verirrt, dann knallt es!
Das kann auch passieren wenn man die Batterie anschließt und, warum auch
immer, kurz ein großer Strom fließt wodurch kräftige Funken entstehen
können. Bei einer frisch geladenen Batterie können im dümmsten Fall auch
noch Gase am Austreten sein...
Bei einer Uraltbatterie mag sein, dass mal eine Verbindung im Inneren
Abbrennt, aber so eine wirst DU eher nicht mehr zum Schweißen verwenden.
> Ja, eine Autobatterie KANN explodieren. Aber nicht wegen einem> einfachen und kurz andauernden Kurzschluß!
Aber sicher doch. Denn beim Kurzschluss ziehen sich die Platten durch
Magnetfelder an. Wenn sie sich dabei berühren, dann macht es Bumm!
Das wird ja wohl durch die Separatoren wirksam verhindert. Sonst würden
uns beim Autostart ständig Akkus um die Ohren fliegen.
Außerdem sind die Bereiche die sich bewegen könnten eher unterhalb des
Säurespiegels. Also dort wo kein Gas ist.
> Außerdem sind die Bereiche die sich bewegen könnten eher unterhalb> des Säurespiegels. Also dort wo kein Gas ist.
Dabei geht es nicht um das Gas, sondern um den Kurzschluss, der die
Batterie bei Kontakt der Platten aufkochen und bersten lässt.
Hannes Wagner schrieb:> 3. 200€ und mehr möchte ich nicht ausgeben nur um paar punkte zu> schweißen auch wenn das dann "Professionell wäredffgj schrieb:> Ein Ansatz ist auch der "kweld"> https://www.keenlab.de/index.php/portfolio-item/kweld/> siehe auch:> http://www.eevblog.com/forum/projects/guesses-on-what-i-am-attempting-here/
Hab selbst kweld auf meinem Tisch. Der Betrieb auch mit einer
Autobatterie ist dann sicherer, du kannst die Energie sauber einstellen
und liegst kostenmäßig unter 200€ und wenn du das Kit auch noch selbst
aufbauen möchtest 100€ zzgl. Steuer. Besser kannst du es doch gar nicht
haben.
Punktschweißen von HF-Blechen (140A) aus einer 17Ah Autobatterie ist
damit auch möglich. Eine entsprechende Spannungsquelle vorausgesetzt
sind bis zu 500J machbar, so die Angaben.
Ich kann dir das Teil empfehlen.
-branadic-