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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik pwm leistung


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Autor: noips (Gast)
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Hallo zusammen,

habe heute nach einer stufenlosen Regelung für ein 1kW-Gleichstrommotor 
36V gesucht und dachte an PWM-Regler.

Habe hier was gefunden und mich gefragt, wie das wohl aufgebaut sein 
wird.

Ebay-Artikel Nr. 253065778639

Geschaltet wird ja normal mit einem Leistungstransistor (FET?). Da sind 
ja aber 6 Kühlkörper drin. Was wird denn das sein? Sind das 6 FETs 
parallel mit einer gemeinsamen Ansteuerung. Hier habe ich gelesen, dass 
Parallelschaltung von Transistoren in PWM-Reglern schon vorkommt 
Beitrag "40+A für Heizung per PWM einstellen mit niedriger Verlust-Leistung?", also wird das das wohl 
sein, oder?

2kW wird das Teil wohl nicht verkraften, aber für 1kW sollte das doch 
gehen, oder was meint ihr?

Autor: Stefanus F. (Firma: Äppel) (stefanus)
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> "sollte das doch gehen"

Wer sagt das und auf welcher Basis? Reiches Wunschdenken hilft genau so 
wenig, wie die blumigen Werbetexte des Händlers.

Besorge den Schaltplan dann helfen wir Dir weiter.

: Bearbeitet durch User
Autor: Michael B. (laberkopp)
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noips schrieb:
> Habe hier was gefunden und mich gefragt, wie das wohl aufgebaut sein
> wird.

3 MOSFETs und 3 Schottky Freilaufioden.

noips schrieb:
> 2kW wird das Teil wohl nicht verkraften, aber für 1kW sollte das doch
> gehen, oder was meint ihr?

Nein.

40A ist Maximum, es gilt aber nicht wie bei seriösen Herstellern die 
Dauerstromaufnahme des Motors, sondern wie bei p.m.p.o Angeboten üblich 
die Spitzenstromaufnahme die das Ding verkraftet bevor es explodiert.

Und ein Motor benötigt beim Anfahren oder beim Blockieren deutlich mehr 
Strom als im Dauerbetrieb, das Verhältnis liegt so bei 1:10.

Der 40A Motorregler ist also zuverlässig nur für 4A Nennstrom Motore 
tauglich, bei 24V wären das knapp 100 Watt Nennleistung, bei 48V so 
200W.

Seriöse 1kW-2kW Controller sehen so aus:
http://www.nocoev.com/product/1268-5403_assemblage.htm
https://www.controlrepair.com/product/curtis-pmc-1208-3314-tennant-motor-speed-control-board/48404
https://hfhuanxin.en.alibaba.com/product/60684348605/Good-Versatility-48V-Electric-Motor-Speed.html?q=AC+motor+for+golf+cart

Autor: Christian S. (roehrenvorheizer)
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Hallo,

was willst Du für 7 Euro erwarten? So viel kostet eine Fahrradlampe ohne 
LED oder ein Dynamo oder ein Bremsklotz fürs Rennrad. Niemand weiß, ob 
die Schaltung mit der reaktiven Last des Motors klar kommt oder nur für 
ohmsche Lasten ausgelegt ist. Die Angaben sind vielversprechend aber 
nicht genau. Was ist mit dem Anlaufstrom? Deswegen fragst du ja.

Also man bräuchte jemanden, der das Teil testet und berichtet. Wenn Du 
das nicht sein möchtest, nimm was gescheites, das >zehnfach kostet.

MfG

: Bearbeitet durch User
Autor: Tany (Gast)
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1Kw bei 36V macht Strom knapp 30A.
In der Tat liegt der Anlaufstrom des Motors viel höher und somit kommt 
darauf an, wie der Motor "angelaufen" wird.
Wenn du Drehzahl auf max stellst und danach der Motor anschließt (was 
nicht normal ist) , kann das Ding mit einem lauten Knall verabschieden.
Im Normalfall ist der Motor angeschlossen, man fährt mit dem Poti somit 
den PWM  "langsam" hoch, dann kann nicht passieren (natürlich darf der 
Motor nicht blockiert sein).
Ich habe den kleinerem Bruder für 500W Motor (36V) seit Jahre im 
Einsatz, der funktioniert heute immer noch.

noips schrieb:
> 2kW wird das Teil wohl nicht verkraften, aber für 1kW sollte das doch
> gehen, oder was meint ihr

Es geht nicht um die Leistung, sondern max. Strom von 40A.

Bei dem Preis von 7 Taken würde ich nicht so viele Gedanken machen. :-)

Autor: der schreckliche Sven (Gast)
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5(!) Mosfets parallel und 1 Freilaufdiode.
Das Teil hat Deinen Motor voll im Griff. Inklusive Anlaufstrom. Da sind 
Mosfets für mind. 80 Ampere verbaut.
Also: Kaufen und ausprobieren. Und hier berichten, bitte.

Autor: noips (Gast)
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Hab mich weiter umgeschaut,

hier ein Regler mit ähnlichem Aufbau 
Ebay-Artikel Nr. 311984348169. 
Da steht im Titel 40A und in der Beschreibung 30A continuous. Ich denke 
(@ Michael Bertrandt) 4A Nennstrom ist eine zu konservative Schätzung.

Noch ein anderer Versuch der groben Einschätzung: Ich habe die Daten zu 
einigen Power MOSFETS in TO-220 Gehäuse angeschaut, bei allen lag Id 
über 10A (ohne nähere Betrachtung der Conditions, ist ja grobe 
Einschätzung), bei vielen über 20A. Wenn man von 3 MOS-FETs (und 3 
Dioden) ausgeht, dann wäre rein theoretsich der Strom von über 30 A 
schon möglich. In der Praxis sind die Kühlkörper dafür wohl zu klein, 
dass können andere hier besser einschätzen.

Also, ich teile die Sicht, dass 1kW wohl zu viel für den ist, aber 4A 
ist auch übertrieben klein.

Autor: Tany (Gast)
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noips schrieb:
> hier ein Regler mit ähnlichem Aufbau
> Ebay-Artikel Nr. 311984348169.

In dieser Bauform habe ich auch, nur mit einem MOSFET, Diode und 
Umschalter für Rechts- Linkslauf.
Laut Beschreibung sollte das Ding max. 60V 20A aushalten.
Mein Motor 36V 500W hat nen Nennstrom von ca. 18A.
Der Schalter ist längst kaputt, PWM funktioniert immer noch.
Das Ding ist für deinen Motor als PWM Controller brauchbar, aber nicht 
als Drehzahlregler. Ein echter Drehzahlregler kostet mindesten 10 facher 
und  braucht manchmal Randbedingung dafür wie Tachosignal, Encode etc...

Autor: noips (Gast)
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Danke fürs Teilen der Erfahrung, ist sehr hilfreich für mich.

Tany schrieb:
> nur mit einem MOSFET, Diode und Umschalter für Rechts- Linkslauf.
> ...
>Mein Motor 36V 500W hat nen Nennstrom von ca. 18A.

Nur mit einem MOSFET und 18A! Nicht schlecht.
Sah die Freilaufdiode von der Bauform und Montage her auch so aus wie 
MOSFET, d. h. auch TO-220 Gehäuse (oder ähnlich) auf etwa gleichem 
Kühlkörper montiert wie MOSFET?

Tany schrieb:
> Ein echter Drehzahlregler kostet mindesten 10 facher
> und  braucht manchmal Randbedingung dafür wie Tachosignal, Encode etc...

Das ist klar. Ein automatischer Drehzahlregler mit Sollwert-Einstellung 
und Rückkopplung der Ist-Drezahl soll es nicht werden soll es nicht 
werden. Ist nur zum manuellen Einstellen nach Gefühl gedacht.

Autor: jz23 (Gast)
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Ich versteh nicht, warum da 5 MOSFETs drin sind: Man hat eine viel 
höhere Gate-Kapazität, muss die Ströme halbwegs gleichmäßig aufteilen, 
braucht viel mehr Platz, usw. Warum nimmt man nicht einfach einen 
MOSFET für (relativ) poplige 40A, dann halt noch mit nem potenten 
Treiber?

Ein NTMFS5H600NLT1G (60V, 1.1mOhm, 92nC), macht an statischen Verlusten 
1,8W, delta-T 67K (Wenn man eine entsprechende Kühlfläche auf der 
Platine vorsieht).
Gut, der MOSFET ist jetzt brandneu und nicht gerade billig, aber dann 
packt man halt zwei MOSFETS parallel. Aber doch keine 5...

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