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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug LED mit Heißkleber in ein Gehäuse einklebbar?


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Autor: L. H. (holzkopf)
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Hallo,

kann man LED mit Heißkleber (ca. 200 °C Schmelz-T) in ein Gehäuse 
einkleben oder werden die durch die T-Einwirkung zerstört?

Gibt es dabei evtl. Unterschiede bzgl. "T-Verträglichkeit" zwischen LED 
kleinen bzw. großen Durchmessers?

Grüße

Autor: ^.^ (Gast)
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Ja kann man.
Solange der Heißkleberklumpen nicht zu goß ist.

Autor: MaWin (Gast)
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Du kannst sie schon damit befestigen, im Prinzip sagt man aber: Kleben 
ist immer die blödeste Art etwas zu befestigen, weil man es nicht wieder 
losschrauben, rausclipsen oder ausbaue  kann, wenn man es mal 
auswechseln muss. Mit Heisskleber geht es aber meist doch, mit Messer 
und weggnubbeln. Allerdings wird der auch weich und das Teil fällt ab, 
wenn ss mal heiss wird, z.B. Sonne im Auto auf dem Frontpanel.

Autor: michael_ (Gast)
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L. H. schrieb:
> kann man LED mit Heißkleber (ca. 200 °C Schmelz-T) in ein Gehäuse
> einkleben oder werden die durch die T-Einwirkung zerstört?

Gibt es. Woher hast du solchen?
Da kannst du auch gleich Lötzinn nehmen :-)

Ich habe schon viele PC-Gehäuse geschlachtet.
Von ganz wenig bis zu regelrechten einschwemmen mit Schmelzkleber habe 
ich alles gefunden.
Bei dem üblichen Bastelkleber brauchst du dir keine Sorgen machen.

Autor: L. H. (holzkopf)
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^.^ schrieb:
> Ja kann man.
> Solange der Heißkleberklumpen nicht zu goß ist.

Danke Dir für Deine Antwort, die mir weiterhilft. :)

MaWin schrieb:
> Du kannst sie schon damit befestigen, im Prinzip sagt man aber: Kleben
> ist immer die blödeste Art etwas zu befestigen, weil man es nicht wieder
> losschrauben, rausclipsen oder ausbaue  kann, wenn man es mal
> auswechseln muss. Mit Heisskleber geht es aber meist doch, mit Messer
> und weggnubbeln.

Danke auch Dir für die Bestätigung, daß es geht ohne daß dabei die LED 
gleich "hops" gehen. :)

Du hast schon recht damit, daß Kleben nicht immer "der wahre Jakob" ist, 
wenn man z.B. an Auswechselbarkeit denkt.

Was aber in meinem Anwendungsfall kein Kriterium ist.
Weil es kurz gesagt, nur um eine "Wegwerf-Lösung" für meinen Enkel geht.

Der kleine Kerl wird nächstens zwei Jahre alt, und er drückt mit 
wachsender Begeisterung an irgendwelchen Knöpfen, Schaltern oder Tasten 
herum, mit denen sich irgendwas bewerkstelligen läßt.

Lichtschalter sind für ihn noch nicht erreichbar, weshalb ich ihm eine 
Freude machen will.
Ist nichts Besonderes:
In einer Blechdose zwei Akkus + 1 Taster + 1 Umschalter + 2 LED 
"verpackt".

Alles so gestaltet, daß es "vandalensicher" ist und er sich nicht 
irgendwie durch herausstehende Kipp-Schalter-Hebel verletzen kann.

Er wird natürlich versuchen, auch herausstehende LED ins Gehäuse 
hineindrücken zu können.
Den "Erkenntnis-Gewinn", daß u.U. so etwas gar nicht möglich ist, will 
ich ihm dabei schon übermitteln können.

Erst kommt immer das Erstaunen und danach die Frage, warum es so ist/nur 
sein kann.
Die uralte Leier des Erkenntnis-Gewinns. :)

Grüße

Autor: L. H. (holzkopf)
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michael_ schrieb:
>> kann man LED mit Heißkleber (ca. 200 °C Schmelz-T) in ein Gehäuse
>> einkleben oder werden die durch die T-Einwirkung zerstört?
>
> Gibt es. Woher hast du solchen?

Was meinst Du damit?

> Da kannst du auch gleich Lötzinn nehmen :-)

LED mit Lötzinn einlöten?
>
> Ich habe schon viele PC-Gehäuse geschlachtet.
> Von ganz wenig bis zu regelrechten einschwemmen mit Schmelzkleber habe
> ich alles gefunden.
> Bei dem üblichen Bastelkleber brauchst du dir keine Sorgen machen.

Freut mich zu hören, und ich danke auch Dir. :)

Grüße

Autor: michael_ (Gast)
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L. H. schrieb:
> Der kleine Kerl wird nächstens zwei Jahre alt, und er drückt mit
> wachsender Begeisterung an irgendwelchen Knöpfen, Schaltern oder Tasten
> herum, mit denen sich irgendwas bewerkstelligen läßt.

Dafür taugt es nicht.
Löte oder schraube einen Winkel dahinter.
Gerade bei dünnem Blech reicht die Haftung nicht aus.
Wenn du Geld ausgeben willst, gibt es Fassungen.

https://www.reichelt.de/Zubehoer-fuer-LEDs/MONTAGERING-5MM/3/index.html?ACTION=3&LA=446&ARTICLE=12529&GROUPID=3044&artnr=MONTAGERING+5MM&SEARCH=led%2Bmontage&trstct=pos_1

Autor: michael_ (Gast)
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L. H. schrieb:
> michael_ schrieb:
>>> kann man LED mit Heißkleber (ca. 200 °C Schmelz-T) in ein Gehäuse
>>> einkleben oder werden die durch die T-Einwirkung zerstört?
>>
>> Gibt es. Woher hast du solchen?
>
> Was meinst Du damit?

200°C.
Lötzinn schmilzt bei 180°C.

Das Bastelzeug wird bei 130°C schmelzen.
DDR Schmelzkleber bei ca 150°C, ist aber wesentlich fester.

Autor: Gerald B. (gerald_b)
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LEDs halten Schmelzkleber ohne weiteres aus. Löttemperatur bei LEDs 
250°C über 10s. Schmelzkleber schmilzt aber eher als Lötzinn. Es gibt 
aber unterschiedliche Schmelzkleber. Ich habe transparente Sticks und 
milchig weiße.
Habe auch schon mal am WE, als ich unbedingt so ein kleines China 
Lademodul wo verbauen wollte, aber außerhalb des Gehäuses den Zustand 
der roten u. grünen LED sehen wollte, beide SMD LEDs ausgelötet, eine 
RGB LED im 5050 Gehäuse mit ein paar cm Flachbandkabel freifliegend 
verdrahtet und die LED hinter einer Bohrung mit Schmelzkleber fixiert.
Bei metallischen Oberflächen, wo der Kleber schnell abkühlt und meist 
nicht richtig haftet, hilft es mal mit dem Bauföhn oder dem 
Heißluftlötkolben kurz drüberzugehen.

Autor: Udo (Gast)
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Gerald B. schrieb:
> LEDs halten Schmelzkleber ohne weiteres aus.

Ja - stimme zu.
Aber die eingeklebte LED den experimentierfreudigen Kinderfingern nicht.
Da musst Du irgendwie sicherstellen, dass er die Einbauten nicht in das 
Gehäuse reindrücken kann.
Z.B. mit einer LED Fassung oder einfach einer Unterlegscheibe, die von 
außen um die LED Linse gelegt und dort ebenfalls verklebt wird.
Dann ist zumindest die LED vor Druck von außen geschützt.

Mit einem Kugelschreiber kann man sie zwar immernoch reindrücken, aber 
die Lebensdauer des Spielzeugs wird schonmal erhöht.

Autor: Frank E. (Firma: Q3) (qualidat)
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Ich würde statt einer einfachen LED eine kleine LED-Matrix nehmen (z.B. 
8x8) und einen Arduino Micro.

Den kannst du, beginnend mit einfachen An/Aus-Spielchen, mit zunehmendem 
Alter und wachsender Intelligenz des Kindes nach und nach zu komplexeren 
Mustern updaten ... bis hin zum elektronischen Würfel, oder Icons und 
Text durchscrollen.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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L. H. schrieb:

> Danke auch Dir für die Bestätigung, daß es geht ohne daß dabei die LED
> gleich "hops" gehen. :)

Nun, es gibt auf jeden Fall Niedertemperatur-Schmelzkleber mit <100°.

> Du hast schon recht damit, daß Kleben nicht immer "der wahre Jakob" ist,
> wenn man z.B. an Auswechselbarkeit denkt.

Für solche Zwecke nehme ich oft Alleskleber. Der löst sich
meistens mit etwas mehr Kraft, ohne die Teile zu beschädigen

> eine "Wegwerf-Lösung" für meinen Enkel geht.
> er drückt mit
> wachsender Begeisterung an irgendwelchen Knöpfen, Schaltern oder Tasten
> herum, mit denen sich irgendwas bewerkstelligen läßt.
> In einer Blechdose zwei Akkus + 1 Taster + 1 Umschalter + 2 LED
> "verpackt".
> Er wird natürlich versuchen, auch herausstehende LED ins Gehäuse
> hineindrücken zu können.
> Den "Erkenntnis-Gewinn", daß u.U. so etwas gar nicht möglich ist,
> will ich ihm dabei schon übermitteln können.

Da sind Klebelösungen sowieso nicht geeigenet weil man die
LEDs mit Kraft reindrücken kann. Da braucht man etwas stabileres.
Am besten eine Frontplatten-Einbauleuchte.
Ich würde da Einbaulampen, Einbautaster und Einbau-Tastschalter
im gleichen Design nehmen. Der Erkenntnisgewinn über diese drei
gleich aussehenden "Geräte" mit unterschiedlichen Verhalten
dürfte interessant sein.

Ist zwar OT, aber für spätere Leser wäre wichtig zu wissen, das
LEDs ohne Gehäuse keineswegs in eine Frontplatte eingebaut werden
dürfen, wenn sie direkt mit Netzspannung verbunden sind. LEDs
neigen dazu, bei Überlastung ihren Kopf abzusprengen und dann
wäre die Netzspannung frei zugänglich.

Autor: L. H. (holzkopf)
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@ gerald_b, michael_, qualidat, Udo und wilhelms:

Danke auch Euch für alle guten Anregungen. :)

V.a. auch die, daß die Verklebungs-Flächen der LED evtl. zu klein sein 
könnten.
Folglich werde ich diese erhöhen, indem ich (jeweils unterseitig der 
LED) eine große Kunststoff-Unterlegscheibe verklebe, welche die LED 
gegen Hineindrücken ins Gehäuse blockieren kann.

Grüße

Autor: oszi40 (Gast)
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L. H. schrieb:
> Verklebungs-Flächen der LED

Wenn der Sommer kommt sind schnell mal 70 Grad in der Sonne und es fällt 
so Manches ab, was mit irgendeinem Heißkleber angepappt wurde. Es gibt 
1000 bessere Kleber.

Autor: L. H. (holzkopf)
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oszi40 schrieb:
> Wenn der Sommer kommt sind schnell mal 70 Grad in der Sonne und es fällt
> so Manches ab, was mit irgendeinem Heißkleber angepappt wurde.

Naja, die Heißkleber sind Thermoplaste, d.h. Schmelzen und Erstarren 
sind reversibel.
Ich verwende schon immer 11mm-Klebe-Sticks mit Schmelz-T von ca. 200°C, 
weshalb ich auch nicht befürchte, daß da z.B. bei 70°C etwas abfallen 
könnte.

Aber Du hast schon recht damit:
Bei Sticks mit niedrigeren Schmelz-T könnte der Kleber evtl. bei 70°C so 
weit erweichen, daß man die LED nach unten drücken könnte.

Danke für Deine geistige Anregung, weil die mich nämlich auf eine ganz 
andere Lösungsmöglichkeit brachte, weil die LED samt allem Drum und Dran 
in recht dünnem Dosenblech (0,18mm) eingebaut werden sollen.
Genauer gesagt in so eine Blechdose 
(https://www.worldofsweets.de/Marke+Pulmoll/Pulmoll-Classic-zuckerfrei.305371.html?adword=Ad-Center/PRODUKTERWEITERUNG/Pulmoll/305371),
damit der Enkel mit seinen Kinderfüßen auch mal "drüberlatschen" kann, 
ohne dabei etwas zerstören zu können. :)
Das Bild im Link ist etwa M 1:1.
Ich wiege ca. 80kg und schaffe es nicht, so eine Blech-Dose "einfüßig" 
platt treten zu können. :D

Gestern nachmittags machte ich mal einen Versuch dazu.
Mit einer großen LED (D ca. 5mm (unten am Bund)).
Heißklebe-Pistole war in Betrieb, weil ich eigentlich die LED einkleben 
wollte.

Zunächst bohrte ich in den Versuchs-Deckel ein Loch mit D=4,9.
In der Absicht, die LED in das Loch einzupressen.
Ging aber nicht mal annähernd.
Loch weiter aufgebohrt bis auf D=5,0, wobei ich das Blech bis auf den 
Bohrerschaft hochzog, um wirklich 5,0 zu haben.

Erst danach konnte ich die LED mühsam einpressen, was mich eigentlich 
wunderte, weil ich das Loch natürlich "von unten" in den Deckel gebohrt 
hatte, damit eine evtl. Blechumformung beim Hochziehen bis auf den 
Schaft oberseitig vom Deckel sich ergeben mußte.

Nachdem ich die LED bis zum Bund-Anschlag ins Blech eingedrückt hatte, 
versuchte ich, sie zurückzudrücken.
Das war aber unmöglich.
Ich konnte sie nur durch kreisförmiges Hin- und Hernackeln (an ihrer 
herausstehenden Oberseite) allmählich wieder aus dem Loch 
"herauswürgen".

Das war insgesamt ein Ergebnis, das ich so nicht erwartet hatte.
Was mich dabei störte, war der relativ große oberseitige Überstand der 
LED über das Blech.

Das mich dazu veranlasste, zunächst mal in Richtung kleinerer LED (mit D 
ca. 3mm) zu denken.
Die aber, geschätzt, immer noch ca. 3mm über das Blech herausstehen.

Werde mir ansehen, ob das mit den kleinen LED tauglich ist.

Falls nicht, kommt evtl. noch eine ganz andere Lösungsmöglichkeit in 
Frage, die mir dazu als Alternative zum Einkleben einfiel.

Denn es verhält sich ja so, dass der D von LED sich auf den ca.-D der 
LED an ihrem Bund bezieht.
Tatsächlich sind sie aber längs alle konisch, wobei der D dort, wo ihre 
obere Halbkugel endet, ca. 0,2mm kleiner als an ihrem Bund ist.

Prinzipiell erleichtert Konizität das Einschneiden von Gewinden.
Das brachte mich auf die Idee, in LED ein Gewinde einzuschneiden.

Sah mir deshalb mal bei kleinen LED an, was dazu zur Verfügung steht:
Das sind, geschätzt, 2mm Abstand (ab Ende LED-Halbkugel) bis zu ihren 
Elektroden.

3mm-Gewinde haben eine Steigung von 0,5mm.
Gewindeschneid-Werkzeuge sind ihrerseits auch "konisch" ausgelegt:
Sie haben "Vorschneid"- und "Endschneid"-Spitzen.

Kurzum:
Ich werde einfach mal versuchen, in eine LED ein Gewinde einzuschneiden.

Die Chancen dafür stehen nicht schlecht, mindestens 3 mehr oder weniger 
tragfähige Gewindegänge bei einer Distanz von 2mm erreichen zu können, 
ohne dabei die Elektroden tangieren zu können.

Hätte aus meiner Sicht auch den Vorteil, daß ich dabei die 
Wahlmöglichkeiten hätte:

1) eine M3-Flachmutter unterseitig an den Blechdosendeckel anzulöten, um 
eine LED einschrauben zu können, oder
2) die LED mit einer oberseits des Deckels liegenden Flachmutter an den 
Deckel "anzurren" zu können.
Ggf. per Distanz-Unterlegscheibe zum Bund der LED.

In beiden Fällen, 1) und 2), würden Heißkleber-Verklebungen nur noch 
dazu dienen, Verdrehungs-Möglichkeiten der LED unterbinden zu können, 
weil die eigentliche Konterung der LED zum Gehäuse eine rein mechanische 
wäre.

Karl Valentin:
Man muß "verkehrt herum" denken können. :D
Recht hatte er damit - sogar auch in rein technischen Belangen.

Grüße

Autor: Joachim B. (jar)
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L. H. schrieb:
> Bei Sticks mit niedrigeren Schmelz-T könnte der Kleber evtl. bei 70°C so
> weit erweichen, daß man die LED nach unten drücken könnte.

wenn die Blechdose 70°C erreicht wird er sie nicht mehr anfassen um die 
LED reinzudrücken

also reichlich von hinten aufbringen das hält.

Autor: michael_ (Gast)
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L. H. schrieb:
> Kurzum:
> Ich werde einfach mal versuchen, in eine LED ein Gewinde einzuschneiden.

Pfiffige Idee!
Leider nicht serientauglich.

L. H. schrieb:
> Nachdem ich die LED bis zum Bund-Anschlag ins Blech eingedrückt hatte,
> versuchte ich, sie zurückzudrücken.
> Das war aber unmöglich.

Ist logisch, wirkt wie ein Keil.

L. H. schrieb:
> Ich verwende schon immer 11mm-Klebe-Sticks mit Schmelz-T von ca. 200°C,
> weshalb ich auch nicht befürchte, daß da z.B. bei 70°C etwas abfallen
> könnte.

Wo hast du die denn her?

L. H. schrieb:
> Karl Valentin:
> Man muß "verkehrt herum" denken können.

Wer kennt den heute noch?
Bin ein Fan von ihm. Buchbinder Wanninger :-)

Autor: L. H. (holzkopf)
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Joachim B. schrieb:
> L. H. schrieb:
>> Bei Sticks mit niedrigeren Schmelz-T könnte der Kleber evtl. bei 70°C so
>> weit erweichen, daß man die LED nach unten drücken könnte.
>
> wenn die Blechdose 70°C erreicht wird er sie nicht mehr anfassen um die
> LED reinzudrücken

Ja, das dürfte wohl so sein.
Weil die menschliche Durchschnitts-T bei ca. 37°C liegt.

Alles was darüber liegt, empfinden wir als mehr oder weniger heiß.
Genau so, wie unsere Eltern uns "eingeschärft" haben, an "heißes Zeug" 
nicht hinzulangen, versuchen wir, das "weiterzugeben".

Eigene Erfahrungen basieren jedoch IMMER nur darauf, solche auch gemacht 
zu haben.
Was soll's?
Brandblasen sind das geringste Übel, das wir im Lauf unseres Lebens zu 
"überstehen" haben.

Grüße

Autor: L. H. (holzkopf)
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michael_ schrieb:
> L. H. schrieb:
>> Nachdem ich die LED bis zum Bund-Anschlag ins Blech eingedrückt hatte,
>> versuchte ich, sie zurückzudrücken.
>> Das war aber unmöglich.
>
> Ist logisch, wirkt wie ein Keil.

Ja, ist mir schon klar, daß man beim "Zurück-Drücken-Wollen" der LED das 
Blech umformen müßte, was aber nicht geht, weil dem der D der LED 
"entgegenwirkt".
Ist ein Effekt, vergleichbar mit Schneidring-Verschraubungen.

> L. H. schrieb:
>> Ich verwende schon immer 11mm-Klebe-Sticks mit Schmelz-T von ca. 200°C,
>> weshalb ich auch nicht befürchte, daß da z.B. bei 70°C etwas abfallen
>> könnte.
>
> Wo hast du die denn her?

Kann ich Dir beim besten Willen nicht mehr sagen.
Kaufte mir vor zig Jahren einen ganzen Karton solcher Sticks, die mir 
bis an mein Lebensende reichen werden.
Und nicht nur das:
Wahrscheinlich kann ich sie samt Pattex-Pistole auch noch vererben. ;)

> L. H. schrieb:
>> Kurzum:
>> Ich werde einfach mal versuchen, in eine LED ein Gewinde einzuschneiden.
>
> Pfiffige Idee!
> Leider nicht serientauglich.

Warum nicht?
Man könnte doch auch gleich LED serienmäßig mit Gewinde versehen.
Würde den Anwendern jede Menge "unorthodoxer" Anwendungsmöglichkeiten 
eröffnen können.
Die Hersteller von LED "pennen" doch nur so "vor sich hin". :D
Machen konische Ausformungs-Werkzeuge für LED wie seit eh und je.

Ist doch scheißegal, ob sie von vornherein ein Gewinde mit anspritzen 
oder nicht.
Diese Penner können das leider nicht mehr als Patent anmelden, weil die 
Idee dazu hier bereits veröffentlicht wurde.

Kurzum:
Gestern schnitt ich ein Gewinde in eine große Standard-LED mit ca.-D von 
5mm vor ihrem überstehenden Bund.

Was ich äußerst "rustikal" machte.
Freihand eingeschnitten; d.h. keinerlei lineare Fixierung zwischen LED 
und Gewinde-Schneider.

Genauer gesagt, weder die LED in einer Spannzange noch den 
Gewinde-Schneider in einer Drehmaschine zueinander linear zugeführt.

Als Gewinde-Schneider nahm ich M6 her.
Aber umgekehrt eingesetzt, also sozusagen mit seinem hinteren Ende 
schneidend.

Weil jeder Gewindeschneider "vorderseitig" "Vorschneider" (konisch 
angeschliffen) hat und erst ganz hinten den zu erreichenden Nenn-D.

Gewindeschneider sind üblicherweise für Metall-Bearbeitung ausgelegt 
(deshalb auch die Vorschneider).
Vergleichsweise dazu ist aber das Gewindeschneiden in Kunststoffe 
Pipifax. :D

M6-Gewinde haben eine Steigung von 1mm.
Der Kern-D von M6-Muttern liegt bei 4,7mm.

Was bedeutet, daß einerseits bei einer Steigung von 1mm schon etwas 
Material vorliegt, das man bei Anzug erst mal verquetschen können müßte, 
bis das Material versagen könnte und andererseits, daß Gewindeschneider 
natürlich etwas "tiefer" schneiden (weil spitz geschliffen) als für 
Muttern erforderlich ist.

Bei M6 ist das Tiefenmaß 0,650.
Bezogen auf den D von 6 also 1,3.
Was zu den 4,7 führt.

Nochmal kurzum:
Das Gewinde schnitt ich bis über die Elektroden der LED.
Weil ich wissen wollte, ob diese dabei (mit) "angeschnitten" werden.

Per Lupe war davon nichts erkennbar.
Eine auf das Gewinde aufgeschraubte "Halb-Mutter" konnte ich bis zum 
Bund der LED anziehen.

Die LED war trotz der rustikalen Methoden in ihrer Funktionsfähigkeit 
nicht beeinträchtigt.
Es gab keinen "Kurzen" zwischen ihren Elektroden bei aufgeschraubter 
Halbmutter.

Nicht mal bei Anordnung der Mutter unterhalb des oberen Halbkreises der 
Diode schaffte ich es, sie aus der Mutter per Daumenkraft herausdrücken 
zu können.
Und ich habe ganz erheblich kräftigere Daumen als mein Enkel. :D

Ich werde Halbmuttern in das Gehäuse (untenliegend) einlöten, die LED 
einschrauben und sie per Heißkleber gegen Verdrehung kontern.

Habt alle vielen Dank für Eure Anregungen dazu. :winke:

Noch eins:

michael_ schrieb:
> L. H. schrieb:
>> Karl Valentin:
>> Man muß "verkehrt herum" denken können.
>
> Wer kennt den heute noch?
> Bin ein Fan von ihm. Buchbinder Wanninger :-)

Valentin war ein "begnadeter Querdenker".
Von unorthodoxen Querdenkern kann man am meisten dazulernen.
Die "scheißen" nämlich auf alles Tradierte und versuchen neue 
(vielleicht auch bessere) Wege finden zu können.
Ist immerhin ein Ansatz zu möglichem Fortschritt.

Jedenfalls ein besserer als "weiter so" herum zu wurschteln.
Parallelen zur Politik drängen sich dabei förmlich auf. ;)

Grüße

: Bearbeitet durch User
Autor: Matthias L. (limbachnet)
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L. H. schrieb:
> Ist doch scheißegal, ob sie von vornherein ein Gewinde mit anspritzen
> oder nicht.

Na ja, das ist schon ein deutlicher Unterschied, was das Spritzwerkzeug 
anbelangt. So ein Gewinde hat nun mal Hinterschnitte... Möglicherweise 
sind die Biester auch deshalb leicht konisch, damit sie leichter aus der 
Form gedrückt werden können.

Vielleicht wären LED-Halterungen mit Außenreflektor  noch eine 
Alternative? Die gibts mit Schraub-Befestigung, gut aussehen tun sie 
obendrein - und dasssie deutlich teurer sind als die LED selbst, ist bei 
Einzelstücken ja kein Drama.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Matthias L. schrieb:

> Möglicherweise
> sind die Biester auch deshalb leicht konisch, damit sie leichter aus der
> Form gedrückt werden können.

Genau, dafür gibbets extra einen Holzkopf. :-)

Autor: Walter K. (Gast)
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was ist mit LED-Levitation?

Autor: Grübel_33 (Gast)
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L. H. hat doch zu jedem mechanischen Problem die ultimative praktische 
Lösung und mehr Ahnung als alle anderen zusammen.

Da frage ich mich ernsthaft, warum hat er nicht einfach in ein Reststück 
ein Loch gebohrt eine 2ct Led reiengesteckt, Heiskleber drübergebratzt 
und ausprobiert ob es geht?

Oder vorher nachgedacht und keinen Schmelzkleber genommen, der erst bei 
einer höheren Temperatur als Lötzinn schmilzt, sondern einen der schon 
deutlich früher schmilzt?

Warum fragt jemand wegen so einem Furz hier nach, der davon überzeugt 
ist zu allem mechanischen die ultimative Meinung zu haben?

Autor: L. H. (holzkopf)
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Grübel_33 schrieb:
> Da frage ich mich ernsthaft, warum hat er nicht einfach in ein Reststück
> ein Loch gebohrt eine 2ct Led reiengesteckt, Heiskleber drübergebratzt
> und ausprobiert ob es geht?

Ich mache mir nicht gerne unnütze Arbeit, die möglicherweise zu 
Zufallsergebnissen führt.
Deshalb fragte ich lieber hier nach, weil ich keinerlei Erfahrung mit 
LED-Heißeinklebung habe.

Erst während der Vorbereitungen für das Einkleben kam ich dann auf die 
Idee mit dem Gewinde-Einschneiden.
Ist auch eine Möglichkeit der mechanischen Sicherung von LED.
Für meinen Fall eigentlich die beste. :)

Grüße

Autor: Manfred (Gast)
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L. H. schrieb:
> Gestern schnitt ich ein Gewinde in eine große Standard-LED

Autor: L. H. (holzkopf) - der Name ist Programm!

L. H. schrieb:
> Der kleine Kerl wird nächstens zwei Jahre alt, und er drückt mit
> wachsender Begeisterung an irgendwelchen Knöpfen,

Es gibt handelsüblich LED-Halter, die er sicherlich noch nicht schaffen 
wird, reinzudrücken. Ein Bild gibt es da, über den Preis reden wir 
besser nicht:
https://www.conrad.de/de/led-fassung-kunststoff-passend-fuer-led-5-mm-snapin-kingbright-185914.html

Autor: Gerald B. (gerald_b)
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Da ist der Halter teurer als die LED! :-P
Wenn man nicht gerade in der Apotheke kauft, dann gehts auch für einen 
Bruchteil des Preises: 
https://www.tme.eu/de/details/clip5mm-2/fassungen/kingbright-electronic/rtc-52-huelsering/

Autor: Harald W. (wilhelms)
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L. H. schrieb:

> Kaufte mir vor zig Jahren einen ganzen Karton solcher Sticks, die mir
> bis an mein Lebensende reichen werden.
> Und nicht nur das:
> Wahrscheinlich kann ich sie samt Pattex-Pistole auch noch vererben. ;)

Ich dachte immer, gerade die Pattex-Sticks hätten einen
besonders niedrigen Schmelzpunkt und seien deshalb für
"normale" Schmelzpistolen nicht geeignet?

Autor: oszi40 (Gast)
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Gerald B. schrieb:
> clip5mm-2/fassungen/...

Diese LED-Fassungen gab es schon ewig. Die Idee mit dem Gewinde ist 
natürlich kindersicherer, da Kinderfinger überall hinkommen (siehe 
6mm-Löcher Schukodose).

Autor: Gerald B. (gerald_b)
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oszi40 schrieb:
> Diese LED-Fassungen gab es schon ewig.

Komischerweise sehen die exakt so aus, wie die zu DDR-Zeiten, die ich 
noch habe. Fragt sich nur, wer da von wem abgekupfert hat :-)

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Gerald B. schrieb:

> Fragt sich nur, wer da von wem abgekupfert hat :-)

Meine erste (noch ziemlich dunkle, rote) LED hatte ich etwa 1968
in der Hand. Ich glaube nicht, das es die damals schon in der
DDR gab. Sie hatte bereits die auch heute noch übliche Form
einer 5mm-LED.

Autor: L. H. (holzkopf)
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Manfred schrieb:
> Es gibt handelsüblich LED-Halter, die er sicherlich noch nicht schaffen
> wird, reinzudrücken. Ein Bild gibt es da, über den Preis reden wir
> besser nicht:
> 
https://www.conrad.de/de/led-fassung-kunststoff-passend-fuer-led-5-mm-snapin-kingbright-185914.html

Danke für den Tip.
Das Funktionsprinzip sieht erheblich besser aus als das von LED-Haltern, 
die ich im Haus habe und auch ausprobierte.
Sind solche:
https://www.conrad.de/de/led-fassung-polyamid-66-passend-fuer-led-5-mm-snapin-tru-components-tc-pcl-5a203-1593487.html

Normalerweise funktionieren auch die ganz gut.
Aber der Haken bei den zwei Krallen, die hinter dem Bund von LED 
"einrasten", um sie sicher haltern zu können, ist der, daß die Haken 
durch die Blechstärke "gespannt" werden.

Was aber durch ein dünnen Dosenblech nicht möglich ist.
Da können die Haken nur so geringfügig einrasten, daß selbst mein Enkel 
eine LED aus dieser Halterung herausdrücken kann.

Gerald B. schrieb:
> Da ist der Halter teurer als die LED! :-P
> Wenn man nicht gerade in der Apotheke kauft, dann gehts auch für einen
> Bruchteil des Preises:

Zuzgl. 5 bis 6 Euro Versandkosten.
Da trage ich lieber zum "Überleben" von Conrad bei. ;)
Kaufe so Zeug in seinen Läden, wenn ich dort "um die Wege" bin.

oszi40 schrieb:
> Die Idee mit dem Gewinde ist
> natürlich kindersicherer, da Kinderfinger überall hinkommen (siehe
> 6mm-Löcher Schukodose).

Ja, deshalb will ich das in diesem Fall auch so machen.
Möglichst "vandalensicher".

Grüße

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