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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Richtig entkoppeln?


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Autor: General E. (generalerror)
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Hallo,

um Pins an meinem uC zu sparen, frage ich 8x Endlos-Encoder an 2x 
74CD4051 ab und muss nun richitg entkoppeln.

Als ich die Encoder noch direkt am uC angeschlossen hatte, habe ich wie 
folgt entkoppelt:

- Jeweils einen 3k3 Widerstand von Encoder Pins A/B -> 5V ... (als 
pullUp)
- 1x 10nF Kondensator von Encoder Pins A/B zu GND .. (fürs de-bouncing)

Nun habe ich, wie gesagt die Encoder an 2x 4051 angeschlossen.. die Pins 
A an dem ersten MUX und die Pins B an dem zweiten MUX.

Jetzt stellt sich mir die Frage, wie würde ich hier richtig entkoppeln?
- jeden IC-pin wie mit 3k3 & 10nF ?
- den IC an sich?
- oder beides.. IC und die Pins nochmal?

Kann mir jemand auf die Sprünge helfen? bin noch blutiger Anfönger und 
habe mich irgendwie festgefahren :/

Autor: Falk B. (falk)
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@General Error (generalerror)

>- Jeweils einen 3k3 Widerstand von Encoder Pins A/B -> 5V ... (als
>pullUp)

Ok, wenn gleich ein wenig niederohmig.

>- 1x 10nF Kondensator von Encoder Pins A/B zu GND .. (fürs de-bouncing)

Falsch, denn damit schließt dein Kontakt immer 10nF hart kurz. Das ist 
sinnlos und verschleißend.

>Jetzt stellt sich mir die Frage, wie würde ich hier richtig entkoppeln?

Mit Entkopplung hat das nix zu tun, die macht was anderes.

https://www.mikrocontroller.net/articles/Kondensator#Entkoppelkondensator

>Kann mir jemand auf die Sprünge helfen? bin noch blutiger Anfönger und
>habe mich irgendwie festgefahren :/

Es reichen einfache Pull-Up Widerstände an deinem Mikrocontroller, 10K 
sind OK. KEIN Kondensator!

Wenn man mal WIRKLICH einen Taster bzw. Schaltkontakt in Hardware 
entprellen muss, dann so! Da liegt dann mindestens ein Widerstand in 
Reihe zum Kondensator.

https://www.mikrocontroller.net/articles/Entprellung#Einfacher_Taster

Autor: Peter D. (peda)
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General E. schrieb:
> Nun habe ich, wie gesagt die Encoder an 2x 4051 angeschlossen

Programmtechnisch einfacher ist es, 2 * 74HC165 zu kaskadieren. Man 
braucht noch 16 Pullups.
Beim AVR kann man mit einer UART im SPI-Mode beide Bytes in einem Rutsch 
einlesen und im Interrupthandler auswerten. Die Baudrate wählt man so, 
daß man alle ~1ms einen Interrupt kriegt. Das sollte für manuelle 
Encoder ausreichen.

Autor: General E. (generalerror)
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Peter D. schrieb:
> General E. schrieb:
>> Nun habe ich, wie gesagt die Encoder an 2x 4051 angeschlossen
>
> Programmtechnisch einfacher ist es, 2 * 74HC165 zu kaskadieren. Man
> braucht noch 16 Pullups.

Ah okay.. werde mir das mal ansehen. Mit den Pullups,
- die Pullups also zwischen IC und GND ?
- welche Wiederstände würde ich da nehmen?

Autor: Falk B. (falk)
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@General Error (generalerror)

>> Programmtechnisch einfacher ist es, 2 * 74HC165 zu kaskadieren. Man
>> braucht noch 16 Pullups.

>Ah okay.. werde mir das mal ansehen. Mit den Pullups,
>- die Pullups also zwischen IC und GND ?

Kaum, denn dann hießen sie ja Pull-Downs! (Nomen est Omen!)
Wenn die Schalter gegen GND schalten, braucht man logischerweise 
Pull-Ups gegen VCC.

>- welche Wiederstände würde ich da nehmen?

Irgendwas um die 10k.

Autor: General E. (generalerror)
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Falk B. schrieb:
> @General Error (generalerror)
>
>>> Programmtechnisch einfacher ist es, 2 * 74HC165 zu kaskadieren. Man
>>> braucht noch 16 Pullups.
>
>>Ah okay.. werde mir das mal ansehen. Mit den Pullups,
>>- die Pullups also zwischen IC und GND ?
>
> Kaum, denn dann hießen sie ja Pull-Downs! (Nomen est Omen!)
> Wenn die Schalter gegen GND schalten, braucht man logischerweise
> Pull-Ups gegen VCC.
>
>>- welche Wiederstände würde ich da nehmen?
>
> Irgendwas um die 10k.

super.. vielen lieben dank.. werde das direkt nach feierabend mal 
austesten :)

Autor: Stefanus F. (Firma: Äppel) (stefanus)
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> welche Wiederstände würde ich da nehmen?

Ich wähle sie immer so, dass ein Strom von 1-2mA fließt.

Früher hatte ich oft 10k bis 47k Ohm genommen. Die sind aber für 
Störsignale von Funkmodulen und Schaltnetzteilen in unmittelbarer Nähe 
zu empfänglich.

Außerdem benötigen viele Schaltkontakte einen gewissen Mindest-Strom 
(Wetting Current), um langfristig gut zu funktionieren. Da wird im 
Zweifelsfall oft mindestens 1mA empfohlen. Wobei dieser auch gerne aus 
dem Entprell-Kondensator kommen darf.

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