Rinkern T50-26 Eigenschaften - China/Ebay

OP #5407714
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Hallo Foristen,

ich habe mir einige T50-23 Kerne aus China kommen lassen.
Laut miniRK-Rechner V1.2 (siehe Anhang 1) bekomme ich ein
Induktivität für eine Spule mit 16 Wdg. von c.a. 8.5uH, welche bei
1MHz etwa 53Ohm Impedanz XL haben soll.

Eine Messung mit dem VNA3 (siehe Anhang 2) liefert mir 60
Ohm, was so ungefähr stimmt, aber auch ein XR von knapp 10 Ohm.

Ich habe mal den RK angefeilte (Anhang 3 u. 4) und messe an
gegenüber liegenden Enden 560 Ohm mit dem Ohmmesser.
(der kleinste Wert von vielen Versuchen mit Messpitzen)

Seit Ihr der Meinung, dass der Kern ok ist oder ein Fake.
Zwar ist der obere Bereich, für den die Kerne spezifiziert sind
mit 1MHz angegeben, so daß dort XR schon zunehmen wird,
daß er aber bereits 20% von Lx ausmacht, irritiert mich doch.

Ich könnte jetzt den Kern noch z.B. mit 100kHz und zunehmender
Spannung im 1:1 Übertrager-Modus testen und messen ab wann die
Kennlinie ihre Linearität verliert. Bevor ich aber diesen Aufbau
vornehme, wollte ich mal nach Eurer Meinung und Erfahrung fragen.


Danke im Voraus für Eure Kommentare.

Markus
DL8MBY
OP #5408016
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Danke Martin,

unter dem o.g. Link habe ich die u.g. Infos gefunden.

Das erklärt wohl die geringe Güte.

Markus

T50-26 für Leistungsanwendung 50/60Hz - bis500 kHz

MATERIAL 26 (Permeabílität 70)

Ein wasserstoffreduziertes Eisenmaterial, das Material '41' sehr ähnelt, 
aber einen erweiterten Frequenzbereich bietet. Anwendung - 
Licht-Dimmer-Drosseln, 50/60Hz, EMI-Netz Drosseln, DC-Drosseln <50 kHz, 
Leistungsfaktor-Korrektur Drosseln <50 kHz.

Frequenzbereich: DC bis 1MHz
AL-Wert-: 330  µH/100 Wdg.
AL-Wert: nH/N²  - 33,0
Permeabilität: µ 70
Farbe: Weiß/gelb
OP #5408109
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@ Michael,


es ging darum harauszufinden, wo der Kern nützlich eingesetzt werden
kann und ob er kein Fake ist.
Da die Menge, die ich erhalten habe, sehr günstig war, hab ich sie
ohne direktem Einsatzgebiet erstanden.

Das Einsatzgebiet scheint ja im Bereich der einfacheren DC/DC Wandler
und Drosseln zu liegen.

Markus
Gast #5408438
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Markus W. schrieb:
> Das Einsatzgebiet scheint ja im Bereich der einfacheren DC/DC Wandler
> und Drosseln zu liegen.

Ja, und zwar besonders dann, wenn die Induktivität bei nicht zu hohen 
Frequenzen als Energiespeicher dient.

Die Hersteller solcher Eisenpulverkerne werben ja mit dem verteilten 
Luftspalt (distributed air gap), den es bei Ferritringkernen nicht gibt.
Die magnetische Energie wird bekanntlich nicht bzw. kaum im Ferrit oder 
im Eisen gespeichert, sondern im Luftspalt.
Durch den verteilten Luftspalt treten keine Inhomogenitäten auf, die das 
sehr geringe Streufeld eines Ringkerns verschlechtern würden. Auch ist 
die Sättigungsmagnetisierung von Eisenkernen höher als bei Ferriten.

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