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Forum: Offtopic Wer kennt dieses Gerät: 32620 Sprache/Morse Generator


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Vielleicht kann mir jemand mit Informationen behilflich sein der ein 
solches Gerät zufällig in betriebsbereitem Zustand besitzt.

Hier ist eine Beschreibung davon:

http://www.cryptomuseum.com/spy/owvl/32620/index.htm
http://www.cryptomuseum.com/spy/owvl/schnatterinchen/index.htm

In diesem Fall bitte ich mit mir entweder hier oder per PM in Verbindung 
zu treten.

Ich hätte gerne nähere Anhaltspunkte für die funktionelle 
Tastenbedienung des Geräts so daß ein freier, getreuer Nachbau 
funktionsmäßig möglich ist. Die vorhandenen Youtube Videos geben darüber 
leider nur lückenhaften Aufschluß. Ein Teil der Bedienung ist mir aus 
diesen Quellen schon ersichtlich. Nur interessiert mich welche andere 
Einstellungen und Funktionen eingebaut wurden.

Dort scheinen auch die VQC10 LED Anzeigen eingebaut zu sein.

Dokumente wie Benutzerhandbuch gibt es höchstwahrscheinlich nicht oder 
möglicherweise nur in russischer Sprache(mit der ich mich recht schwer 
tue:-) ) aber auch das wäre mir recht.

Falls möglich wäre ich für etwas Hilfe dankbar. Irgendwie hoffe ich, daß 
ein Forumleser oder Mitarbeiter/Entwickler zufällig im Besitz dieses 
faszinierenden Gerätes ist. Es hat ja auch eine recht interessante 
Geschichte. Den Vorgänger dieses Gerätes hörte ich mit eigenen Ohren als 
Kind auf Kurzwelle.


Gruß,
Gerhard

: Verschoben durch Moderator
Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Ich möchte nur den Suchbegriff "Zahlensender" nennen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Zahlensender

Das Gerät scheint ja eine Art Mellotron in Miniaturbauweise zu sein:
https://de.wikipedia.org/wiki/Mellotron

Autor: Zentralrat der Mellotrone (Gast)
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> Das Gerät scheint ja eine Art Mellotron in Miniaturbauweise zu sein:
> https://de.wikipedia.org/wiki/Mellotron

Der Zentralrat der Mellotrone protestiert entschieden gegen diesen
herabwürdigenden Vergleich!

Autor: Erwin D. (Gast)
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Gerhard O. schrieb:
> Falls möglich wäre ich für etwas Hilfe dankbar. Irgendwie hoffe ich, daß
> ein Forumleser oder Mitarbeiter/Entwickler zufällig im Besitz dieses
> faszinierenden Gerätes ist. Es hat ja auch eine recht interessante
> Geschichte. Den Vorgänger dieses Gerätes hörte ich mit eigenen Ohren als
> Kind auf Kurzwelle.
>
> Gruß,
> Gerhard

Hallo Gerhard,

im NVA-Museum in Harnekop haben sie noch so ein Gerät in 
funktionsfähigem Zustand. Wenn du dich mit denen mal in Verbindung 
setzt, bekommst du sicherlich Hilfe.
Die haben fast alle Anlagen und Gerätschaften, die sie bekommen haben, 
wieder restauriert und repariert, so daß sich die meisten Sachen in 
funktionsfähigem Zustand befinden...

http://www.nva-harnekop.de/index.html

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Erwin D. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Falls möglich wäre ich für etwas Hilfe dankbar. Irgendwie hoffe ich, daß
>> ein Forumleser oder Mitarbeiter/Entwickler zufällig im Besitz dieses
>> faszinierenden Gerätes ist. Es hat ja auch eine recht interessante
>> Geschichte. Den Vorgänger dieses Gerätes hörte ich mit eigenen Ohren als
>> Kind auf Kurzwelle.
>>
>> Gruß,
>> Gerhard
>
> Hallo Gerhard,
>
> im NVA-Museum in Harnekop haben sie noch so ein Gerät in
> funktionsfähigem Zustand. Wenn du dich mit denen mal in Verbindung
> setzt, bekommst du sicherlich Hilfe.
> Die haben fast alle Anlagen und Gerätschaften, die sie bekommen haben,
> wieder restauriert und repariert, so daß sich die meisten Sachen in
> funktionsfähigem Zustand befinden...
>
> http://www.nva-harnekop.de/index.html

Hallo Erwin,

vielen Dank für den Hinweis. Ich habe mir den Link gerade angesehen. Ich 
werde mich vielleicht in Verbindung setzen. Vielleicht hat dort jemand 
Zeit und Interesse mir ein paar Angaben machen zu können. Wäre schon 
toll. Schade das ich nicht in D wohne. Es wäre faszinierend das Museum 
mal in Person zu besuchen.

Schönen Gruß aus Kanada,
Gerhard

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Christoph K. schrieb:
> Ich möchte nur den Suchbegriff "Zahlensender" nennen.
> https://de.wikipedia.org/wiki/Zahlensender

Danke für den Hinweis. Ich kannte diesen Link schon. Ich brauche jemand 
der sich vor das Gerät sitzen kann und mit der Bedienung spielen kann um 
ersichtlich zu machen was es sonst alles noch kann. Handbücher gibt es 
wahrscheinlich nicht sehr leicht zu finden oder nur in Russisch.

Autor: ~Mercedes~ (Gast)
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Gerhard meinte:

> Handbücher gibt es
> wahrscheinlich nicht sehr leicht zu finden oder nur in Russisch.

Die Zahlenelse wurde in der Akkademie der Wissenschaften
der DDR in Berlin Adlerhof entwickelt und zumindesten teilweise
in "Kleinserie" im Funkwerk Berlin Köpenick gebaut.

Sie ist kein Verschlüsselungsgerät!
Die Verschlüsselung erfolgte vorher mit sog. "On - Time - Pad"
und die daraus enstandenen Zahlen wurden dann als String in die Else 
eingegeben.
Vorn im kleinen Kasten ist der auswechselbare Eprom, in dem
"die Stimme" der Sprecherin digital gespeichert ist.
So ist es möglich durch Auswechseln verschiedene Sprachen
zu supporten.

Inhalt des Eproms ist mindestens:

Achtung! Trennung! Eins zwei derei vier fünnef, sechs sieben
acht neune sero  (meines Wissens),
kann aber je nach EPROM variieren.

Es muß deutsche Unterlagen geben, leider wurden diese
bei den Reparatureinrichtungen zur Wendezeit eingesammelt.
(Die Russen haben alle Kryptogeräte eingesammelt)

Wende Dich unbedingt an die Leute in Harnekop, die
haben einen vollständigen "Führerbunker" der DDR geerbt.
Wenn einer Geräte (und vielleicht Unterlagen) hat, sind die es.

Das Gerät nachbauen wird weniger möglich sein, da damals
gerade im Digital - Analog - Trakt Hybrid - Kundenwunschschaltkreise
des Keramische Werke Hermsdorf verbaut wurden, die man heut
sehr schwierig oder gar nicht bekommt.

Wenn Du ein Gerät willst ist es das Beste, Ebay zu bemühen,
es zu reeingeneeren und dann eine Simulation zu schreiben.

mfg

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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~Mercedes~ schrieb:
> Die Zahlenelse wurde in der Akkademie der Wissenschaften
> der DDR in Berlin Adlerhof entwickelt und zumindesten teilweise
> in "Kleinserie" im Funkwerk Berlin Köpenick gebaut.

Hallo ~Mercedes,

vielen Dank für Deinen Bericht und Vorschläge. Ich habe schon eine Mail 
an das NVA Museum geschickt. Mal sehen ob meine Anfrage "gnädig" 
aufgenommen wird:-)

Ich hatte mangels Aufwand und fehlender Schaltbildunterlagen sowieso 
nicht vor die alte Architektur zu klonen. Das mache ich lieber mit einem 
uC. Ich habe allerdings vor VQC10 LED Anzeigen zu verwenden. Zumindsest 
die Anzeige erinnert dann an das Original. Da ich überhaupt keinen 
Zugang zu Lochstreifenleser neben Lochstreifen habe, wird halt eine 
SD-KArte die Datenspeicherung und Eingabe übernehmen müssen. Den 
Lochstreifenleser könnte man sich zwar relativ leicht bauen ist mir dann 
die Zeit doch nicht wert. Die NF Aufzeichnungen habe ich schon in einem 
ICD1760 gespeichert der auf 100ms abrufbar ist und klangmäßig durchaus 
zufriedenstellend arbeitet. Die Zahlen brauche ich dann nur mit den 
Offsets anwählen. Der ICD1760 kann mittels SPI gesteuert werden.

Wäre eigentlich übrigens toll falls sich hier im Forum ein ehemaliger 
Entwickler des Gerätes offenbaren würde und Einzelheiten über das 
Projekt im Ganzen geben könnte. Nicht unmöglich, da die Entwicklung 
immerhin aus den 80er Jahren stammt. Aber da erhoffe ich mir 
wahrscheinlich zu viel.

Ich hatte keine Ahnung, daß dort im Gerät Hybrid Bausteine verbaut sein 
könnten.

Kann mir eigentlich nicht vorstellen, daß irgend jemand so ein Gerät zum 
Verkauf anbieten würde, dazu ist es zu speziell und wahrscheinlich von 
Sammlern sehr begehrt.

Als Kind hörte ich solche Zahlensender auf KW. Die Stimme ist 
unverkennbar.


Gruß,
Gerhard

Autor: ~Mercedes~ (Gast)
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Gerhard meinte:

> Wäre eigentlich übrigens toll falls sich hier im Forum ein ehemaliger
> Entwickler des Gerätes offenbaren würde und Einzelheiten über das
> Projekt im Ganzen geben könnte. Nicht unmöglich, da die Entwicklung
> immerhin aus den 80er Jahren stammt. Aber da erhoffe ich mir
> wahrscheinlich zu viel.

Die Entwickler warden damals schon älter.
Es sind ja etwa 30 Jahre vergangen.
Und, die Enwickler wurden vergattert.
Sie haben geschworen, ihr Wissen mit ins Grab zu nehmen.
Sie haben auf ihr Leben geschworen.

Sie mußten den Schwur denjenigen leisten,
die dann später den Inhalt der SIRA - Datenbank an
die USA verscherbelten.
Sie haben denjenigen geschworen, die dann in die Dienste
der Bundesregierung übernommen wurden.

Aber ich denke mal, sowss ist auch in Deinem Land usus.

mfg

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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~Mercedes~ schrieb:
> Gerhard meinte:
>
>> Wäre eigentlich übrigens toll falls sich hier im Forum ein ehemaliger
>> Entwickler des Gerätes offenbaren würde und Einzelheiten über das
>> Projekt im Ganzen geben könnte. Nicht unmöglich, da die Entwicklung
>> immerhin aus den 80er Jahren stammt. Aber da erhoffe ich mir
>> wahrscheinlich zu viel.
>
> Die Entwickler warden damals schon älter.
> Es sind ja etwa 30 Jahre vergangen.
> Und, die Enwickler wurden vergattert.
> Sie haben geschworen, ihr Wissen mit ins Grab zu nehmen.
> Sie haben auf ihr Leben geschworen.
>
> Sie mußten den Schwur denjenigen leisten,
> die dann später den Inhalt der SIRA - Datenbank an
> die USA verscherbelten.
> Sie haben denjenigen geschworen, die dann in die Dienste
> der Bundesregierung übernommen wurden.
>
> Aber ich denke mal, sowss ist auch in Deinem Land usus.
>
> mfg

Das wirft ein interessantes Licht auf die damaligen Bedingungen. 
Allerdings glaube ich nicht, daß man noch Wert darauf legen würde.

Naja, einige der Tastenfunktionen sind mir durch Youtube Vorführ Videos 
bekannt. Den Rest muß ich konzeptmäßig selber erarbeiten.

Hast Dir das Gerät zufällig im NVA-Museum mal mit eigenen Augen gesehen 
und gehört?

Autor: ~Mercedes~ (Gast)
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Gerhard meinte:

> Das wirft ein interessantes Licht auf die damaligen Bedingungen.
> Allerdings glaube ich nicht, daß man noch Wert darauf legen würde.

Es ging ja nicht nur um die Zahlenelse,
da gab es noch kryptografisch sichere Fernsteuerungen
und andere "Geschichhten".

Die Entwickler wurden nach einer "Sicherstellung"
in Grünheide bei Berlin, dann in alle Winde verstreut,
auch in die USA, Rußland und nach Israel.
Kennst Du die Geschichte der V2, action paperclip?
Dann weißt Du , was ich meine.

> Hast Dir das Gerät zufällig im NVA-Museum mal mit eigenen Augen gesehen
> und gehört?

Nein, ich kenne es nur vom Hörensagen (Großvater erzählt aus dem Krieg)

mfg

Autor: ~Mercedes~ (Gast)
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Gerhard meinte:

> Naja, einige der Tastenfunktionen sind mir durch Youtube Vorführ Videos
> bekannt. Den Rest muß ich konzeptmäßig selber erarbeiten.

Du hast das Teil doch nicht etwa da?

Mach mal bitte ein Foto von innen!

Jetzt noch ein vernünftiger Lochstreifenstanzer
für den String, und eien AM - Sender und Du kannst
in die Luft gehen!

;-P

mfg

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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~Mercedes~ schrieb:
> Gerhard meinte:
>
>> Das wirft ein interessantes Licht auf die damaligen Bedingungen.
>> Allerdings glaube ich nicht, daß man noch Wert darauf legen würde.
>
> Es ging ja nicht nur um die Zahlenelse,
> da gab es noch kryptografisch sichere Fernsteuerungen
> und andere "Geschichhten".
>
> Die Entwickler wurden nach einer "Sicherstellung"
> in Grünheide bei Berlin, dann in alle Winde verstreut,
> auch in die USA, Rußland und nach Israel.
> Kennst Du die Geschichte der V2, action paperclip?
> Dann weißt Du , was ich meine.
>
>> Hast Dir das Gerät zufällig im NVA-Museum mal mit eigenen Augen gesehen
>> und gehört?
>
> Nein, ich kenne es nur vom Hörensagen (Großvater erzählt aus dem Krieg)
>
> mfg

Man bekommt den Eindruck, daß deren Wissen für alle anderen Wert hatte. 
Ähnlich wie damals nach dem Wk2 und deutsche Raketenexpertise.

Das Gehäuse des 32620 scheint ja ein Standard Industrie Meßgeräte Typ 
gewesen zu sein. Irgendwie kommt mir vor die haben irgend ein 
existierendes Z80 Design dafür adaptiert, die Frontplatte mit dem 
Streifenleser und den Rest am System angeschlossen und die HW war 
fertig. Klingt zumindest für mich plausibel.

Der Vorgänger mit den Endlosbändern muß ja auch ein interessantes Design 
gewesen sein. Wenn man das Offene Gehäuse ansieht, war da Platz für 
viele Einsteckkarten.

Haben die DDR Ingenieure auch das 160x100mm Europakartenformat verwendet 
oder waren die Abmessungen verschieden?

Naja, mit der immer weiter fortschreitenden Digitalisierung schaffen wir 
uns langsam aber sicher ähnliche Verhältnisse wie damals in Eurem Land - 
Nur diesesmal freiwillig, flächendeckend, effizienter und mit weniger 
Mitarbeitern, weil Computer unablässig und unermüdlich diese Arbeit für 
die Betreiber erledigen können. Und das Beste daran, mit Technik, die 
die "Opfer" sogar noch selber bezahlen wenn man z.B. nur mal an Smart 
TVs und Alexa & Co. und W10 denkt... Oh, jetzt kam ich aber vom Thema 
ab:-)

Jedenfalls hoffe ich in absehbarer Zeit meine funktionierende Version 
der Zahlenelse vorstellen zu können.

Gruß,
Gerhard

Autor: malsehen (Gast)
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Das one-time-pad war geheim...

Vor dem Lesen vernichten!

Autor: ~Mercedes~ (Gast)
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Gerhard meinte:

> Man bekommt den Eindruck, daß deren Wissen für alle anderen Wert hatte.
> Ähnlich wie damals nach dem Wk2 und deutsche Raketenexpertise.

Da gehörte natürlich noch ein Gerät dazu was aus
den an die Agenten gedachten Text und dem Zufallsstring
dann den Eingabestreifen für die Else erzeugt hat.

@Gerhard:
Das Teil hat den Familien in Ost und West nur
Ärger und Tränen gebracht.
Den Ossis, die es für eine bessere Welt bauten und den Wessis,
die mit dem Teil geführt wurden, und die ebenfalls dachten für
eine bessere Welt zu kämpfen.

Warum interessiert es denn Dich so dolle?

Der letzte Funkspruch der NVA vor ihrer Auflösung übrigens war:

Alle meine Entchen
schwimmen auf dem See
Köpfchen in das Wasser
Schwänzchen in die Höh' ...

Und es wurde nichs daraus gelernt.
Nichts.

mfg

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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~Mercedes~ schrieb:
> Gerhard meinte:
>
>> Man bekommt den Eindruck, daß deren Wissen für alle anderen Wert hatte.
>> Ähnlich wie damals nach dem Wk2 und deutsche Raketenexpertise.
>
> Da gehörte natürlich noch ein Gerät dazu was aus
> den an die Agenten gedachten Text und dem Zufallsstring
> dann den Eingabestreifen für die Else erzeugt hat.
Das hatte ich mir auch gedacht. Obwohl es möglich gewesen wäre einen 
weißen Rauschgenerator gleich mitzuintegrieren und dann mittels ADC 
samplen und softwaretechnisch aufbereiten damit gewisse 
Unzulänglichkeiten dieser Methode entfernt werden können.
>
> @Gerhard:
> Das Teil hat den Familien in Ost und West nur
> Ärger und Tränen gebracht.
> Den Ossis, die es für eine bessere Welt bauten und den Wessis,
> die mit dem Teil geführt wurden, und die ebenfalls dachten für
> eine bessere Welt zu kämpfen.
Da ich ursprünglich aus OE bin und nun viel Jahrzehnte in Kanada lebe, 
kriegte man hier viele Jahre nicht so viel wie mit ohne viel Vorurteile. 
Auch in OE war damals in meiner Kindheit die DDR nur ein Land das 
einfach weit weg war und hinter dem eisernen Vorhang existierte und daß 
es den Leuten nicht gut ging. Das war's dann. Sicher, seit es das 
Internet gibt, hat man natürlich besseren Zugang zu Informationen. Aber 
sehr erbaulich fand ich das dann auch nicht zum lesen. Trotzdem gibt es 
technische Sachen die mich diesbezüglich faszinierten. Eigentlich 
widerstrebt es mich sowieso hier im Forum darüber zu reden weil man nie 
weiß wem man da möglicherweise auf die Füße steigt und aus Unwissenheit 
taktlos wirkt.
>
> Warum interessiert es denn Dich so dolle?
Wenn man es so sieht hast Du leider sehr recht. Aber trotzdem fasziniert 
mich als technisch interessierte Person gerade irgendwie nur dieses 
Teil.
>
> Der letzte Funkspruch der NVA vor ihrer Auflösung übrigens war:
>
> Alle meine Entchen
> schwimmen auf dem See
> Köpfchen in das Wasser
> Schwänzchen in die Höh' ...
>
> Und es wurde nichts daraus gelernt.
> Nichts.
Ja. Den Spruch hatte ich auch schon gesehen. Das sagt leider alles.


Gruß,
Gerhard
>
> mfg

Autor: Äxl Real (Gast)
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>Haben die DDR Ingenieure auch das 160x100mm Europakartenformat verwendet
>oder waren die Abmessungen verschieden?
waren leicht verschieden: etwas schmaler.
Nee - ich sag nix ;)

Autor: ~Mercedes~ (Gast)
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Gerd meinte:

> Obwohl es möglich gewesen wäre einen
> weißen Rauschgenerator gleich mitzuintegrieren und dann mittels ADC
> samplen und softwaretechnisch aufbereiten damit gewisse
> Unzulänglichkeiten dieser Methode entfernt werden können.

Die Methode war nicht schlecht.
Ein Rauschgenerator liefert Bit - Zufall.
Was diese Methode braucht ist aber Bytezufall, also ein
zufälliger Zahlenwurm.
Denn beite Seiten muß mit Zufall versorgt werden,
Einmal die Zahlenelse und einmal "James Bond",
der ja den Zahlenwurm auf einem Block Papier erhalten muß.

Appropo "James Bond"!
Siehe Dir die Episode "Golden Eye" an, dann weißt
Du in Etwa, was die Entwickler so getrieben haben.

mfg

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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~Mercedes~ schrieb:
> Gerd meinte:
>
>> Obwohl es möglich gewesen wäre einen
>> weißen Rauschgenerator gleich mitzuintegrieren und dann mittels ADC
>> samplen und softwaretechnisch aufbereiten damit gewisse
>> Unzulänglichkeiten dieser Methode entfernt werden können.
>
> Die Methode war nicht schlecht.
> Ein Rauschgenerator liefert Bit - Zufall.
> Was diese Methode braucht ist aber Bytezufall, also ein
> zufälliger Zahlenwurm.
> Denn beite Seiten muß mit Zufall versorgt werden,
> Einmal die Zahlenelse und einmal "James Bond",
> der ja den Zahlenwurm auf einem Block Papier erhalten muß.
Ich hatte vor den Zahlenwurmgenerator und Text zu Nummern Konvertier Pad 
möglicherweise gleich mitzuintegrieren. Nicht aus Notwendigkeit, sondern 
nur aus Interesse:-)
>
> Appropo "James Bond"!
> Siehe Dir die Episode "Golden Eye" an, dann weißt
> Du in Etwa, was die Entwickler so getrieben haben.
Den Film kenne ich, aber ich bin da über die gezeigte Technik immer 
skeptisch. Ist ja meist nur ein Movie Set Hirngespinst. Obwohl Dein 
Einwand bezüglich der Code Sicherheit plausibel sein könnte.
>
> mfg

Ich fand kürzlich diese faszinierende Webseite. Da gibt es zum Teil 
nähere Informationen über verwandtes Gerät:
http://sch.bplaced.net/t307.html (Geht leider nicht als Link)
https://www.google.de/search?source=hp&ei=eaXtWs7vEqWsjwSR_KSgCw&q=t-307+&oq=t-307+&gs_l=mobile-gws-wiz-hp.3..0i30l5.1802.5430..6392...0....132.710.0j6......0....1.......3..0j5j41j0i131j0i10j0i19j0i10i30i19j0i30i19.%2BNlkr%2F8LGXk%3D

Man mag ja über die geschichtliche Ethik und Hintergrund, bzw. 
Anwendungen dieser Technik streiten, trotzdem finde ich die Krypto 
Thematik prinzipiell hochinteressant. Zum Beispiel finde ich die Fialka 
Krypto Maschine absolut beeindruckend. Es ist schade, daß angeblich nur 
so wenige überlebt haben. Diese Maschinen waren absolute Meisterwerke 
der Technik. Man trieb ja beachtlichen Aufwand um die Gerätschaften 
EMSEC konform zu machen. Was mich überraschte, daß auch bei der 
Stromversorgung beachtlicher Aufwand getrieben wurde um Daten Lecks 
durch Stromimpulse der Last zu unterbinden. Unsere wunderbaren Konsumer 
digitalen Gerätschaften lecken ja Daten wie ein Sieb und senden sie 
sogar freiwillig an die die wissen wollen:-)

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Autor: Tom (Gast)
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Gerhard O. schrieb:
> Das Gehäuse des 32620 scheint ja ein Standard Industrie Meßgeräte Typ
> gewesen zu sein.
Das dürfte ein EGS-Gehäuse sein:
http://www.robotrontechnik.de/index.htm?/html/standards/egs.htm

> Irgendwie kommt mir vor die haben irgend ein
> existierendes Z80 Design dafür adaptiert, die Frontplatte mit dem
> Streifenleser und den Rest am System angeschlossen und die HW war
> fertig.
Für K1520-Platinen [1] scheint mir das Gerät zu niedrig zu sein.
Bilder vom Innenleben könnten da weiterhelfen.
Die Schnittstelle zum Streifenleser könnte eine RS232 sein.


[1] 
http://www.robotrontechnik.de/index.htm?/html/komponenten/k1520pla.htm

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Tom schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Das Gehäuse des 32620 scheint ja ein Standard Industrie Meßgeräte Typ
>> gewesen zu sein.
> Das dürfte ein EGS-Gehäuse sein:
> http://www.robotrontechnik.de/index.htm?/html/stan...
>
>> Irgendwie kommt mir vor die haben irgend ein
>> existierendes Z80 Design dafür adaptiert, die Frontplatte mit dem
>> Streifenleser und den Rest am System angeschlossen und die HW war
>> fertig.
> Für K1520-Platinen [1] scheint mir das Gerät zu niedrig zu sein.
> Bilder vom Innenleben könnten da weiterhelfen.
> Die Schnittstelle zum Streifenleser könnte eine RS232 sein.
>
> [1]
> http://www.robotrontechnik.de/index.htm?/html/komp...

Tom, danke für den Tip. Das war ja sehr interessant sich dort umzusehen.

Auf der von mir verlinkten Seite gibt's einen Youtube Video wo das 
Innenleben des 32620 Geräts gezeigt wird. Wenn man die Terminologie von 
Robotron anwendet kommt das NANOS Karten Format am nächsten. Was mich 
wundert ist, warum sich Robotron für 170x95mm als Standardkartengröße 
anstatt des 160x100mm Formats entschieden hat. Dann hätte man 
möglicherweise auch mehr Spielraum mit ausländischer HW gehabt.

: Bearbeitet durch User
Autor: ~Mercedes~ (Gast)
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Pfff, den Thread gibt es immer noch.
Das ist ein Ding.
Mehr Politik geht nicht. :--O

@Gerhard,
Es geht bei "Golden Eye" jetz nicht um die Technik.
Die ist Spinne. Ein Agent verhält sich nich wie "James Bond",
dann lebt er nämlich nicht lange.

Aber es geht un einige Vorgänge im Film,
wie etwa die Toilettenszene am Anfang im Kampfstofflabor
oder Szenen bei Q, etwa den Gag in der Telefonzelle oder der
Vorschlaghammer bei der "Autoreparatur".
Die sind nämlich ein Zeiger auf reale Vorgänge Anfang bzw. Ende
der 90iger Jahre.
Auf Deusch: Da hatte Einer wirkliche Ahnung.

@Gerhard,
Hast Du das Gerät oder hast Du es nicht?

mfg

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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~Mercedes~ schrieb:
> @Gerhard,
> Hast Du das Gerät oder hast Du es nicht?

Nein. Das Gerät habe ich (leider) nicht. Deshalb kam es mir letztes Jahr 
in den Sinn mir etwas Funktionsfähiges als Eigenbaugerät auf Basis von 
uC und ICD1760 selber zu bauen weil mich dieses Teil so fasziniert hat. 
Der Aufwand ist ja nicht sehr hoch. Der ICD macht seine Sache vorzüglich 
und der uC braucht ja nur mittels Addressen Offset die richtigen 
Zeitabschnitte in Sequenz abspielen. Ich hatte nicht die Absicht es auf 
Basis der alten Z80 Architektur zu verwirklichen. Das würde sich 
zeitmäßig nicht sehr lohnen.

...Vorschlaghammer bei der "Autoreparatur"...

Jetzt verstehe was Du gemeint hast. Willst Du damit andeuten, daß dieser 
Aspekt aus einer Realität entsprungen war?

"Auf Deusch: Da hatte Einer wirkliche Ahnung."

Das hätte ich mir nicht gedacht. Ich sah übrigens diesen Film vor ein 
paar Wochen auf 30cm Laser Disk bei einem Freund:-)

"Pfff, den Thread gibt es immer noch.
Das ist ein Ding.
Mehr Politik geht nicht. :--O"

Das war das letzte was ich wollte. Es ging mir nur um den Nostalgie 
Aspekt. Als Kind hörte ich solche Sender doch immer auf KW. Also bitte 
ignoriere den Politikaspekt. Ich wollte absolut keine DDR Verherrlichung 
damit andeuten. Aber man muß auch nicht immer alles in Grund und Boden 
verdammen und Leistung würdigen auch wenn es vielleicht nicht immer auf 
der "richtigen" Seite war. Ich bin da eher neutral.

Wenn ich mir so die alten Robotron Sachen anschaue bekomme ich den 
Eindruck wie schwer man sich damals alles erarbeiten mußte und die 
Unerschwinglickeit von Vielem was im Westen selbstverständlich war.

Was mich übrigens wundert ist, daß die 16/32 Bit 8086/80386 Archtiktur 
dort keinen Fuß fassen konnte. Es mußte doch auch für die DDR möglich 
sein diese Technik zu klonen. Der 8086 war doch kein unmögliches Ding 
zum Klonen. So komplex war der doch damals auch nicht.

Wie gesagt, mir ging es lediglich um den technischen und nostalgischen 
Faktor hier. Ich möchte das nochmals betonen.

Übrigens, alle haben da mitgemacht. Die CIA hatte in Westdeutschland 
auch einen solchen Nummernsender und England doch auch. Angeblich soll 
es im Osten immer noch solche Nummernsender geben. Und es gibt da 
bestimmt noch andere...

Schließlich, ich hoffe,  Du verstehst jetzt meine Motivation besser. 
Aber vielleicht habe ich mich diesen Beitrag mehr in die Nessel gesetzt 
wie man sich vorstellt...

Gruß,
Gerhard

: Bearbeitet durch User
Autor: Erwin D. (Gast)
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Gerhard O. schrieb:
> Der 8086 war doch kein unmögliches Ding
> zum Klonen. So komplex war der doch damals auch nicht.

Wurde er schon. Der 8086 wurde als K1810WM86 von den Sowjets gebaut und 
im A7100 eingesetzt.
http://www.robotrontechnik.de/html/computer/a7100.htm

Dann gabs noch den U80601, der war mit dem 286er kompatibel und wurde im 
P8000 eingesetzt.
http://www.robotrontechnik.de/index.htm?/html/komponenten/k1520pla.htm

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Erwin D. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Der 8086 war doch kein unmögliches Ding
>> zum Klonen. So komplex war der doch damals auch nicht.
>
> Wurde er schon. Der 8086 wurde als K1810WM86 von den Sowjets gebaut und
> im A7100 eingesetzt.
> http://www.robotrontechnik.de/html/computer/a7100.htm
>
> Dann gabs noch den U80601, der war mit dem 286er kompatibel und wurde im
> P8000 eingesetzt.
> http://www.robotrontechnik.de/index.htm?/html/komp...

Danke für die Richtigstellung. Werde mir das später nochmals durchlesen.

Mir scheint Festplattenlaufwerke waren damals dort kaum zu kriegen. Man 
spricht immer nur von Diskettenlaufwerken.

Mit den damaligen Maschinen konnte man auch viel machen. Um 1990 herum 
steuerte ich in der Firma jahrelang einen ganzen Meßgerätepark und 
Klimaschrank mit IEEE-488 Bus und QB45 mit einem 12Mhz 286er. Die 
damaligen Maschinen waren praktisch gesehen durchaus brauchbar.

: Bearbeitet durch User
Autor: ~Mercedes~ (Gast)
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Gerhard meinte:

> Jetzt verstehe was Du gemeint hast. Willst Du damit andeuten, daß dieser
> Aspekt aus einer Realität entsprungen war?

Ja.

> Schließlich, ich hoffe,  Du verstehst jetzt meine Motivation besser.
> Aber vielleicht habe ich mich diesen Beitrag mehr in die Nessel gesetzt
> wie man sich vorstellt...

Die hab ich seit Anfang an verstanden.
Ich bin nur ein bissel irritiert gewesen, das Du am Anfang
meine falsche Gerätebeschreibung nicht angemeckert hast.
Damit war klar, das Du kein Gerät hast. ;--D

Weißt Du nun, warum das Teil einen Lochstreifenleser hat?
Weil ein 32 Bit ESER - Rechner, der in der berliner Wuhlheide
stationiert war die Krypto gemacht hat.
Dieser Streifen wurde dann in Niederlehme, in einem Hochbunker
der dort im Wald stand (seine Decke war mit Bäumen beflanzt
und er war mit Hochspannungszaun und Annäherungszaun gesichert)
in die Zahlenelse eingelegt und diese hat dann der
Äther perforiert..


Da sag mal einer das Politik und Elektronik nicht zusammengehören.


mfg

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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~Mercedes~ schrieb:
> Gerhard meinte:
>
>> Jetzt verstehe was Du gemeint hast. Willst Du damit andeuten, daß dieser
>> Aspekt aus einer Realität entsprungen war?
>
> Ja.
Da haben sich die Film-Macher wohl etwas Freiheiten erlaubt:-)
>
>> Schließlich, ich hoffe,  Du verstehst jetzt meine Motivation besser.
>> Aber vielleicht habe ich mich diesen Beitrag mehr in die Nessel gesetzt
>> wie man sich vorstellt...
>
> Die hab ich seit Anfang an verstanden.
> Ich bin nur ein bissel irritiert gewesen, das Du am Anfang
> meine falsche Gerätebeschreibung nicht angemeckert hast.
> Damit war klar, das Du kein Gerät hast. ;--D
Ist mir schon aufgefallen, I war mir nur nicht sicher, Ich kannte ja nur 
die Youtube Videos von dem Gerät "In Action".
>
> Weißt Du nun, warum das Teil einen Lochstreifenleser hat?
> Weil ein 32 Bit ESER - Rechner, der in der berliner Wuhlheide
> stationiert war die Krypto gemacht hat.
> Dieser Streifen wurde dann in Niederlehme, in einem Hochbunker
> der dort im Wald stand (seine Decke war mit Bäumen bepflanzt
> und er war mit Hochspannungszaun und Annäherungszaun gesichert)
> in die Zahlenelse eingelegt und diese hat dann der
> Äther perforiert..
Toll, was Du alles darüber weißt. Das könnte man auch für irgendeinen 
Spionage Film ausschlachten. Mich wundert übrigens warum die 
(verschlüsselten) Daten nicht  mit einem Modem an die Sendestelle 
hingeschickt hatte. Das 32620 hat ja scheinbar hinten irgendeine 
Datenschnittstelle (RS232/RS485?)
Ich vermute die Zahlenelse war nahe beim Sender aufgestellt, oder wurde 
der KW Sender über eine lange NF Leitung mit Modulation gefüttert? 
Hinten ist ein "LINE" Ausgang.

Im Internet steht, daß dort ein "Rechenzentrum" war. ESER = 
"Einheitlichen System Elektronischer Rechentechnik"
https://www.bstu.bund.de/DE/Wissen/Aktenfunde/HVA-Sira/Geschichte-EDV-im-MfS/die-geschichte_node.html

>
> Da sag mal einer das Politik und Elektronik nicht zusammengehören.
Das war doch schon seit jeher der Fall. Die USA/USSR und England haben 
schon ganz früh damit angefangen. Mit dem kalten Krieg eskalierte die 
ganze Geschichte. Aber mich interessiert mehr der elektronische Aspekt. 
Aber, ist es so schlimm daß mir die Zahlenelse technisch gefällt und 
fasziniert?

Um mal einen etwas politischen Kommentar zu geben: Warum entschuldigen 
sich so viele immer noch für die damaligen Gepflogenheiten in der DDR? 
Klar, daß das Leben dort nicht leicht war. Immerhin hat man sich nach 
Kräften bemüht mit dem was man hatte viel auf die Beine zu stellen. Das 
kann man im Westen, im Land des Überfluß, weniger behaupten wo große 
Teile der  Gesellschaft täglich faul vor dem TV dahin glotzt und 
gedankenlos konsumiert...

Die ganzen Mächte im Westen wie im Osten brauen doch immer noch ihre 
dunklen Süppchen. Nur die Methoden sind vielleicht moderner. Irgendwie 
sehe ich das etwas lockerer und mehr als geschichtlichen Hintergrund und 
Thema. Die ganze Spionage blüht und gedeiht doch gut. Und mit der 
weltweiten Vernetzung und Cloud, moderne Betriebssysteme und Viren 
Werkzeuge wie auch Social Media brauchen die ja nicht einmal aus dem 
Haus zu gehen (NSA&Co.)sozusagen "Armchair Espionage":-)

Das ist zumindest meine Beobachtung.
Gruß,
Gerhard
>
> mfg

Autor: soul e. (souleye)
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Gerhard O. schrieb:

> (...) Mich wundert übrigens warum die
> (verschlüsselten) Daten nicht  mit einem Modem an die Sendestelle
> hingeschickt hatte. Das 32620 hat ja scheinbar hinten irgendeine
> Datenschnittstelle (RS232/RS485?)

Das war im Westen nicht anders. Kabel kann man anzapfen, Lochstreifen 
nach Gebrauch aufessen. Die one time pads für das Elcrodat waren 
Lochkarten.

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Erst beim Wort "EPROM" bin ich stutzig geworden, ich hatte nur den 
zweiten Link angeschaut zum "Schnatterinchen" von 1964/65. Das war dem 
Mellotron ähnlich mit 12-14cm langen Tonbandschleifen.

Autor: soul e. (souleye)
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Christoph K. schrieb:

> Erst beim Wort "EPROM" bin ich stutzig geworden,

Hat sich die EPROM-Images aus dem Link gaaanz oben mal jemand angehört? 
Da sind doch sicher die zwölf Audio-Samples drin.


Wie kommt man denn von ADC-Rohdaten nach *.wav? Reicht es einen Header 
davorzusetzen, oder muss das irgendwie umgepackt werden?

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