Forum: Projekte & Code Zeigt her eure Kunstwerke (2020)


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Manfred Scheer (Gast)


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Mangels eines Ti-Debuggers für CC2513 Zigbee-Adapter, habe ich mir nach 
der Anleitung von 
https://lemariva.com/blog/2019/07/zigbee-flashing-cc2531-using-raspberry-pi-without-cc-debugger 
selbst einen Flash-Adapter für CC2513 gebaut.

: Gesperrt durch Moderator
Beitrag #6095289 wurde vom Autor gelöscht.
von Jörg R. (solar77)


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Manfred Scheer schrieb:
> Mangels eines Ti-Debuggers für CC2513 Zigbee-Adapter, habe ich mir nach
> der Anleitung von
> 
https://lemariva.com/blog/2019/07/zigbee-flashing-cc2531-using-raspberry-pi-without-cc-debugger
> selbst einen Flash-Adapter für CC2513 gebaut.

Und Du meinst dass dafür eine Thread für Kunstwerke eröffnet werden 
muss? Noch dazu mit einem schlechten Foto. Verstehe ich nicht.

Eigentlich, und wenn überhaupt, gehört es hierhin:
Beitrag "Quick&dirty - schnelle Problemlösungen selbst gebaut"

von Gerhard O. (gerhard_)



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Gezeigt hier ist ein Weller auf Pace SensaTemp Umschalt-Konverter. Damit 
lassen sich alle PT20 Lötkolben vergleichbar zu WSP80 und WP80 an einer 
Standard PACE SensaTemp Lötstation betreiben. Da bei Euch Pace Stationen 
eher selten sind, ist dieser Konverter wahrscheinlich bei Euch weniger 
von Interesse. Bei uns sind Pace sehr beliebt und ich habe selber 
einiges Löt- und Entlötgerät dieser Firma.

Da der WP80 sehr angenehm in der Hand liegt und kurz ist, arbeitet es 
sich damit unter dem Mikroskop besser wie meine übrigen Lötkolben. Ich 
konnte den WP80 in einem lokalen Geschäft sehr günstig erstehen was mein 
Interesse wieder akut machte.

Da ich keine WD1 Station besitze wollte ich herausfinden inwieweit eine 
Pace Lötstation dazu herangezogen werden könnte. Da beide Lötkolben 
Platin Temperaturfühler verwenden, obgleich mit unterschiedlichen Werten 
bestand genug Übereinstimmung um einen Versuch zu rechtfertigen. Pace 
SensaTemp arbeiten allesamt mit PT100 Typen und der Weller hat 
bekanntlich einen PT20 Typ eingebaut. Da die Fühlerkurven gut 
übereinstimmen war nur ein x5 Verstärker notwendig um der Pace Station 
einen normalen SensaTemp Lötkolben vorzutäuschen.

In dem gezeigten Umschaltgehäuse befindet sich ein x5 verstärkender OPV 
mit 200 Grad Offset und 450 Grad Verstärkungseinstellung um der Pace 
Station einen normalen SensaTemp Lötkolben vorzutäuschen. Der WP80 
arbeitet so einwandfrei. Aufheizzeit ist wegen der 21V Versorgung der 
Pace Station etwas langsamer als bei einer WD1. Der WP80 braucht 18s um 
von Raumtemperatur auf 350 Grad C zu heizen. Damit kann ich leben. Die 
Skalen Kalibrierung der Pace Station stimmt nach Abgleich auf +/- 3 Grad 
mit der eines SensaTemp Lötkolbens überein. (Mit Fluke K-TC gemessen)

Falls sich jemand wundert, warum der 470 Ohm R13 Am Ausgang, der ist 
notwendig um den 5.7mA PT100 Erregungsstrom der Pace Station entgegen zu 
wirken. Ohne den R13 kann der OPV bei rund 0.9V den Ausgang nicht genau 
einhalten weil die Pace Station zu stark daran hochzerren will.

Mit dem Schalter zwischen den Buchsen kann man den jeweiligen aktiven 
zugehörigen Lötkolben wählen. Die zugehörigen LEDS zeigen den jeweils 
aktiven Lötkolben an. Die Pace Station musste nicht modifiziert werden. 
Die Betriebsspannung von 8V wird durch Einweggleichrichtung von der 
hochliegenden 11.5V Trafospannung gewonnen. Ein 7808 stellt die OPV 
Betriebsspannung und PT20 Erregung bereit. Dieser Adapter kann an allen 
SensaTemp Station angeschlossen werden. Auch die MBT-nnn Stationen sind 
verwendbar. Das lange Kabel das mit der Lötstation verbunden ist werde 
ich später kürzen.

Ich freue mich wegen der kurzen Lötkolbenlänge des WP80 schon auf mein 
nächstes SMD Lötprojekt unter dem Mikroskop. Bis meine zukünftige 
JBC/WMRx Station bei mir einsatzfähig ist, ist der WP80 eine nützliche 
Erweiterung meiner Lötressourcen.

: Bearbeitet durch User
von Christian M. (Gast)


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Angesichts des Threadstarts ist es ein Risiko, viel Zeit in einen 
Beitrag zu investieren, die Löschchance ist gross!

Gruss Chregu

von Walter T. (nicolas)


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Gerhard O. schrieb:
> Gezeigt hier ist ein Weller auf Pace SensaTemp Umschalt-Konverter.

Sehr schick! Hier macht sicherlich das schöne Gehäuse den 
Gesamteindruck. Allerdings habe ich drei Fragen:

Ist die Fischer-AKG-Serie bei euch üblich?

Ist die Frontplattenbeschrifung mit dem Farblaser bedruckte 
Alu-Klebefolie?

Warum hast Du das Kabel nicht gekürzt?

Christian M. schrieb:
> die Löschchance ist gross!

Man kann auch im dritten Beitrag mit gutem Beispiel vorangehen.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)


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Walter T. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Gezeigt hier ist ein Weller auf Pace SensaTemp Umschalt-Konverter.
>
> Sehr schick! Hier macht sicherlich das schöne Gehäuse den
> Gesamteindruck. Allerdings habe ich drei Fragen:
Danke;-) das Gehäuse ist ein 1455P1601, groß genug um die gezeigte 
Lötstation draufstellen zu können.
>
> Ist die Fischer-AKG-Serie bei euch üblich?
Die Mikrofone schon. Sonst müßte man weiter recherchieren. Das ist ja 
"Made in Ö". Warum übrigens?
>
> Ist die Frontplattenbeschrifung mit dem Farblaserbedruckte
> Alu-Klebefolie?
Nein. Nur Brother Tintendrucker Photopapier mit einer matten PVC 
Selbstklebefolie von einem lokalen Schilderdruckgeschäft bedeckt. Auf 
der Rückseite verwende ich 3M 467 High-Tech doppelseitige Klebefolie 
oder Photo Klebespray. Der 3M 467 hält aber besser. Schriftsatz ist B612 
Futura ähnlich.
>
> Warum hast Du das Kabel nicht gekürzt?
Das wird später gegen ein selbstgemachtes Kabel ausgewechselt. Dieses 
Silikon haltige, sehr flexible Kabel, stammt von einem Pace Lötkolben 
und will ich nicht massakrieren.

Gruß,
Gerhard

: Bearbeitet durch User
von Walter T. (nicolas)


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Gerhard O. schrieb:
> das Gehäuse ist ein 1455P1601

Hoppla, dann habe ich mich verguckt. Ich habe es für ein Fischer AKG 105 
22 100 gehalten. Aber Hammond passt auch besser in die neue Welt.

Gerhard O. schrieb:
> Brother Tintendrucker Photopapier mit einer matten PVC
> Selbstklebefolie von einem lokalen Schilderdruckgeschäft bedeckt.

Gute Idee. Kann sich sehen lassen.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Walter T. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> das Gehäuse ist ein 1455P1601
>
> Hoppla, dann habe ich mich verguckt. Ich habe es für ein Fischer AKG 105
> 22 100 gehalten. Aber Hammond passt auch besser in die neue Welt.
Ich wußte gar nicht, daß AKG Fischer solche den Hammond ähnliche Gehäuse 
vertreibt. Jetzt verstehe ich die Frage.
>
> Gerhard O. schrieb:
>> Brother Tintendrucker Photopapier mit einer matten PVC
>> Selbstklebefolie von einem lokalen Schilderdruckgeschäft bedeckt.
Diese Folie hat äußerlich denselben Charakter wie die Frontplatten von 
Keysight, Tektronix. Nur vergeht dieses matte Aussehen bei Druck oder 
Hitze und wird glatt.
>
> Gute Idee. Kann sich sehen lassen.
Ja, finde ich auch. Normalerweise nehme ich für Fp lieber den 
Farblaserprinter im QRL;-) Da ich aber auf Urlaub war, mußte mein 
Tintendrucker hinhalten. Solange die Pigmente mit der Zeit nicht 
verblassen, sollte das auch ausreichen.

Es ist übrigens zum Haare ausraufen: Alle meine alten Futura Chartpak 
Abreibebuchstaben sind hin. Schade, daß es keine Möglichkeit zu geben 
scheint, jene wieder zu aktivieren. Trotz Computer würde ich 
Abreibebuchstaben für manche Zwecke hin und wieder doch noch ganz gerne 
verwenden wollen. Aber leider sind alle diese Firmen weg vom Fenster was 
technische Schriftsätze wie Futura oder Gothic betrifft...


Bitte An Moderator:

Wäre es möglich diesen Thread in

"Weller WP80 Auf Pace SensaTemp Lötkolbenkonverter"

umzubenennen und wieder einen neuen Kunstwerke Thread 2020 zu gründen? 
Unsere Beiträge müllen nur den Thread zu was auf lange Zeit hier auch 
nicht unbedingt geliebt wird. Danke.

: Bearbeitet durch User
von G. O. (aminox86)



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Vor vielen vielen Jahren ist mir das RPB-Bändchen 
"Amateurfunk-Superhets" , erschienen 1977 im Franzis-Verlag,  in die 
Hände gefallen, und ich dachte, dass es nicht soooo schwierig sein 
könnte, eines der vorgeschlagenen Geräte nachzubauen. Falsch gedacht! 
Das Projekt erwies sich über Jahre als zäher Brocken, der einfach nicht 
funktionieren wollte, was a) am katastrophalen Schaltplan, der mit 
(zumTeil schweren) Fehlern garniert ist,  und b) an (damals) 
unzureichender Erfahrung lag. Inzwischen habe ich alle Fehler (selbst 
verursachte und Zeichnungsfehler) niedergekämpft, der Empfänger 
funktioniert.

Das Radiokonzept ist ein Produkt seiner Zeit: Halbleiterbestückter 
(Feldeffekt-Tetroden) analoger Doppelsuper mit hochliegender 1.Zf und 
niedriger 2.Zf. Ein Tiefpass am Eingang der Hf-Stufe begrenzt den von 
2MHz bis 30MHz lückenlos durchgehenden Empfangsbereich, wegen des 
Tiefpasses und der hohen 1.Zf kann eine aufwändige Hf-Selektion 
entfallen. Die erforderliche Trennschärfe erzielt der Empfänger im Zuge 
der 2.Zf, für
die hochselektive Quarzfilter gut erhältlich waren/sind. Der Empfänger 
ist ursprünglich für für die Modulationsarten USB, LSB, CW  und 
(Schmalband)FM ausgelegt. Für die Grob- und Feinabstimmung hatte der 
Autor zwei freilaufende Oszillatoren vorgesehen, eine Methode, die 
Gleichlaufprobleme vermeidet und gut für den Selbstbau geeignet ist.

Um den Aufbau des Radios zu vereinfachen, ist der Schaltplan in einzelne 
Module aufgeteilt. Dieses Konzept spiegelt sich im mechanischen Aufbau 
des Radios wider. Ebenfalls unverändert geblieben sind der Frequenzplan 
und die Parameter der Zf-Filter.

Die Fotos zeigen die wesentlichen Ansichten des Geräts.
Einige Baugruppen sind durch Eigenkonstruktionen ersetzt. An die Stelle 
der originalen, mechanisch "windigen" Version des  Eingangstiefpasses 
ist eine stabile Ausführung, dessen Komponenten ich mit AADE-Filter 
entworfen habe, getreten. Ein DDS-Generator, er dient der Abstimmung des 
Radios, und ein Quarzoszillator ersetzen die freilaufenden Oszillatoren, 
gleichzeitig habe
ich die  untere Bereichsgrenze auf 1MHz verlegt. Die 
Produktdetektor-baugruppe, sie beinhaltet auch die AGC, ist eine 
komplette Neukonstruktion, denn die veröffentlichte Schaltung ließ sich 
absolut nicht zum Laufen
bringen. Das Netzteil weicht ebenfalls in wesentlichen Teilen von der 
ursprünglichen Schaltung ab, nachdem die erste Version dieses Moduls bei 
der ersten Inbetriebnahme abbrannte. Hinzugekommen sind ein 
Prozessormodul, mit dessen Hilfe das Radio bedient wird und das die 
Anzeigen versorgt, und ein Umschaltmodul, mit dem zwischen Drahtantenne 
und (aktiver) Rahmenantenne gewählt werden kann.

Das Radio ist unter dem Gesichtpunkt maximaler Störfreiheit (gemeint 
sind selbst erzeugte Störungen) und guter Zugänglichkeit großzügig 
aufgebaut. Daher werden alle Anzeigen statisch betrieben und der 
Prozessor ist nur bei Betätigung irgendeines Bedienelements aktiv, sonst 
abgeschaltet. Alle Module, analoge wie digitale, befinden sich, 
isoliert, in eigenen Abschirmgehäusen die keine Masseverbindung 
untereinander haben.
Um Verkopplungen zu vermeiden verfügt jedes Modul über separate 
Versorgungsspannungsleitungen, die ausschließlich am Netzteil 
zusammen-geführt sind. Optokoppler und Relais stellen die Verbindungen 
zwischen dem analogen und dem digitalen Teil des Radios her, alle 
Versorgungs- und Hilfsspannungen sind abgeblockt. Die Abmasse des Radios 
sind ca 40cmx40cmx12cm, das Gewicht beträgt gute 4kg.

Fazit: Mit den Empfangsergebnissen bin ich hinsichtlich der 
vorausgegangenen Schwierigkeiten beim Aufbau, was den Bereich der 
Amateurfunkbänder angeht, sehr zufrieden. Allerdings ist der Empfang von 
Rundfunkstationen eher als rudimentär zu bezeichnen, da ein AM-Filter 
fehlt. Falls ich jemals eines auftreiben kann, werde ich das Radio an 
dieser Stelle ergänzen.

Für alle, die Videos lieben, habe ich ein kurzes Filmchen gebastelt, das 
den Empfänger, besonders aber die Regelung, in Aktion zeigt, denn ich 
finde, diese ist mir gut gelungen 
https://www.youtube.com/watch?v=OIk9xdjhJ3A.

von Philipp K. (philipp_k59)


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Ein Breakoutsatz für Uhren mit dem Lolin-ESP32. (Lipo Charge Onboard)

Das interessante ist das der ESP32 beliebige Bilddaten so schnell wie es 
das Display verträgt über einen Pointer vom internen Flash zum Display 
schieben kann. Damit kann man schon tolle flüssige GUIs 
programmieren.(über 20 Mhz, kein SPIFF)

Das Breakout hat einen DS3231 für die Uhrzeit,diverse Spannungsteiler 
für Akku sowie Source-Detection und einen Attiny85 als 
Pushbuttoncontroller verbaut. Nicht zu vergessen der Pinheader für ein 
standard SPI Display.

Im Prinzip ganz einfach..
Der Attiny ist mit einem eigenen Low Current LDO parallel zum ESP32 an 
den Buttons verstrippt, durch eine Feedbackleitung hält der ESP32 den 
Attiny Wach, schaltet der ESP32 die Feedbackleitung ab schaltet der 
Attiny nach 60 Sekunden den kompletten ESP32 über einen Mosfet aus und 
wartet bei ca 4uA auf einen Tastendruck um den Mosfet wieder 
einzuschalten.

von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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Philipp K. schrieb:
> Ein Breakoutsatz für Uhren

welche Bedeutung hat hier das Wort "Breakout"? Es erschließt sich mir 
nicht.

von Philipp K. (philipp_k59)


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JA oaky war vielleicht falsch geschrieben.. ein Uhrenbausatz ;)

Ursprünglich wollte ich den Wroom32 bzw. nachten ESP32 benutzen.. das 
war mir dann aber mit der Ladeschaltung etc. zuviel.

von Soul E. (souleye) Benutzerseite


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Der "Maker" bezeichnet damit kleine Module, die er üblicherweise beim 
Chinesen beziehen würde...

von Philipp K. (philipp_k59)


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soul e. schrieb:
> Der "Maker" bezeichnet damit kleine Module, die er üblicherweise beim
> Chinesen beziehen würde...

Die Aussage ist jetzt aber genauso weit entfernt.. Als Breakout 
bezeichnet man einfach nur ein Board auf dem ein kompliziert zu lötender 
IC für jedermann auf vernünftiges Raster gebracht wird, bzw 
Standardschaltungen wie bei mir RTC,ESP32,Display vorverstrippt werden..

von Dietmar S. (didi2)


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Eine Experimentierplatine für Logikbausteine (Kunstwerk wäre 
übertrieben).

Da bei den handelsüblichen Breadboards wegen den mangelhaften Kontakten 
hinten und vorne alles zu schwingen anfängt, habe ich mir mal eine 
Platine nach meinem Geschmack gebastelt.

Ein Encoder und paar Taster haben nicht mehr drauf gepasst, dafür aber 
LED's und Pullup-/Pulldown-Widerstände. Die Masse kann ich für 14-polige 
IC jumpern.

von ich (Gast)


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Dietmar S. schrieb:
> Eine Experimentierplatine für Logikbausteine (Kunstwerk wäre
> übertrieben).
>
> Da bei den handelsüblichen Breadboards wegen den mangelhaften Kontakten
> hinten und vorne alles zu schwingen anfängt, habe ich mir mal eine
> Platine nach meinem Geschmack gebastelt.
>
> Ein Encoder und paar Taster haben nicht mehr drauf gepasst, dafür aber
> LED's und Pullup-/Pulldown-Widerstände. Die Masse kann ich für 14-polige
> IC jumpern.

Gibt es dazu auch einen Schaltplan?

von Dietmar S. (didi2)


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ich schrieb:
> Gibt es dazu auch einen Schaltplan?

Ẃenn ich Langeweile hätte, würde ich Dir einen zeichnen und Du dürftest 
die Stiftleisten beschriften.

von Gustl B. (-gb-)


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Nun, du könntest noch ein Foto von der Rückseite machen. Vielleicht will 
er das ja als Platine fertigen lassen (-:

von Dietmar S. (didi2)


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Also mein Board bewährt sich gut. Super praktisch und endlich keine 
Kontaktprobleme mehr. Ein Logikbaustein ist in wenigen Sekunden 
verdrahtet.

Allerdings funktionierte gleich der erste Versuchsaufbau wegen einem 
defekten Dupont-Kabel nicht. Die Stecker gaben bestens Kontakt, das 
Kabel war ordentlich gecrimpt. Nach langem probieren schnitt ich 
schließlich das Kabel Stück für Stück ab. Ungefähr in der Mitte fehlten 
ganze 2cm Kupfer. Bis auf den einen Ausreißer sind die Kabel jedoch 
qualitativ o.k.

Gustl B. schrieb:
> Nun, du könntest noch ein Foto von der Rückseite machen. Vielleicht will
> er das ja als Platine fertigen lassen (-:

Ich hatte mal die Schnapsidee eine Lochrasterplatine nach meinem 
Geschmack zu designen. Hab nur nicht die Kosten für die Bohrungen 
bedacht. Als ich es ausrechnete, war das Projekt schnell vom Tisch :D

(Die Rückseite will niemand sehen...)

von Tom G. (masterx244)


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Dietmar S. schrieb:
> Allerdings funktionierte gleich der erste Versuchsaufbau wegen einem
> defekten Dupont-Kabel nicht. Die Stecker gaben bestens Kontakt, das
> Kabel war ordentlich gecrimpt. Nach langem probieren schnitt ich
> schließlich das Kabel Stück für Stück ab. Ungefähr in der Mitte fehlten
> ganze 2cm Kupfer. Bis auf den einen Ausreißer sind die Kabel jedoch
> qualitativ o.k.
>

Das Kabel war wohl eine Materialisierung von Murphys Gesetz. Zum Glück 
kam das direkt am Anfang zum Einsatz wodurch es gleich aufgefallen ist. 
Besser als ein Fehler in einem größeren Aufbau wo man sich erst mal 
kirre misst.

von Peter S. (cbscpe)


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Ich hatte eigentlich nie Kontaktprobleme mit den Steckbretter. Sogar ein 
6502 Aufbau mit 12.5MHz Takt und ein DCJ11 (PDP-11 in einem Chip) hat 
einwandfrei funktioniert. Aber ein solches offenes Dupont Kabel hatte 
ich schon drei Mal. Seit dem ersten Mal klingle ich alle neuen Kabel 
immer zuerst durch.

von Teo D. (teoderix)


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Peter S. schrieb:
> Ich hatte eigentlich nie Kontaktprobleme mit den Steckbretter.

Da gibts halt gute und schlecht.
Ich hab da ein ganz lustiges, da hüpfen die ICs nach 1-2s wieder von 
selbst raus. :D
Bei einem anderen sitzen die Kontakte zu tief, so das bei ICs kaum 
Kontakt besteht. Ne Federzwinge schafft Abhilfe... Natürlich hab ich 
noch wirklich gut funktionierende.

von Max B. (citgo)


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Gerade frisch fertig geworden! Also in diesem Jahr!

Spielautomat
------------
Ein Atmega kümmert sich um die Soundausgabe, das Spiel im Allgemeinem 
sowie die Münzannahme und die Münzausgabe. Ein Servo steuert im Inneren 
die Münzausgabe und kann immer einzelne 50 Cent Münzen auswerfen.

Roboter
-------
Mal wieder einer. Diesmal aber Semi-Intelligent. :) 3 IR Sensoren, 1 
Ultraschall und 1 Helligkeitssensor.
Das tolle daran ist aber die Programmierung. Der Roboter weicht 
indirekten Hindernissen durch Kurvenfahrt aus. Direkte Hindernisse vor 
ihm werden umfahren.
Hält man seine Hand vor den US Sensor kann man den Roboter nach Hinten 
drängen oder folgen lassen.
Wenn er keine Lust mehr darauf hat schüttelt er den "Kopf" und weicht 
aus.
Findet er eine Linie auf dem Boden dann folgt er dieser. Wenn er gerade 
will!
Es sind also momentan 3 Programme vorhanden welche individuell 
durchlaufen und abgearbeitet bzw. verknüpft werden.
Den Kindern gefällts :)

Atmega Computer
---------------
Kleiner Handheld mit seriellem EEPROM und SRAM. Es können mehrere 
Dateien angelegt und bearbeitet werden. Ein 1-Zeileneditor steht für die 
Programmierung zur Verfügung. Eine Mischung aus Basic und C. Mit 
integriertem Interpreter. Somit kann man kleine Spiele programmieren 
oder MSR Aufgaben erledigen. Alles ohne PC und Monitor.

Dartautomat
-----------
Altes Dartboard umgebaut und dank Atmega8 in einen "richtigen" Automaten 
verwandelt.
Mit Fehlwurferkennung und automatischer Spielerweiterschaltung.

: Bearbeitet durch User
von Uhu U. (uhu)


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Max B. schrieb:
> Dartautomat
> -----------
> Altes Dartboard umgebaut und dank Atmega8 in einen "richtigen" Automaten
> verwandelt.
> Mit Fehlwurferkennung und automatischer Spielerweiterschaltung.

Muss man da auf die Displays zielen?

von Max B. (citgo)


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Uhu U. schrieb:
> Max B. schrieb:
>> Dartautomat
>> -----------
>> Altes Dartboard umgebaut und dank Atmega8 in einen "richtigen" Automaten
>> verwandelt.
>> Mit Fehlwurferkennung und automatischer Spielerweiterschaltung.
>
> Muss man da auf die Displays zielen?

Du kannst natürlich zielen wohin du willst, hauptsache du triffst das 
Board! :)
Und wenn du es nicht triffst, dann war es ein Fehlwurf.

von Einer (Gast)


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Max B. schrieb:
> Mit Fehlwurferkennung und automatischer Spielerweiterschaltung.

Wie hast du das realisiert.

von Max B. (citgo)


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Einer schrieb:
> Max B. schrieb:
>> Mit Fehlwurferkennung und automatischer Spielerweiterschaltung.
>
> Wie hast du das realisiert.

Mit Piezos, Verstärkerschaltung und 2 ADC Kanälen. Einer misst die Piezo 
und der andere registriert den Sound von der Dartscheibe. Kommt nach 
einem Wurf ein Sound schlagen zwar die Piezos an aber da ein Sound 
ertönt, ist es kein Fehlwurf.
Genauso andersrum. Wirfst du daneben melden sich die Piezos, von der 
Dartscheibe kommt kein Sound also Fehlwurf.
Geht natürlich nur wenn du mit Sound spielst :)

von Max B. (citgo)


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Mittlerweile übelege ich ob ich aus dem kleinen Basic Computer ein 
Projekt machen soll.
Genau wie das AVR Chipbasic von Jörg Wolfram hat der kleine Handheld 
jetzt auch RS232 für die Datenübertragung zum PC und ein weiteres I2C 
EEPROM.

Im Grunde genommen ist es ein abgespeckter Chipbasic Computer mit LCD.

von Ruppie (Gast)


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Hallo,
mal was in einfach, mit folgendem Hintergrund:
Wegen anhaltender Debatten in diversen Foren, ob LEGO die BLE 
Fernbedienungen
aus Kostengründen, oder aus strategischen Überlegungen weggelassen hat.

Wollte ich zeigen, das es eher weniger die Kosten waren.
Ziel bei dem Projekt war es zu zeigen, das es mit überschaubarem Kosten, 
Programmier-,und Zeitaufwand möglich ist,auch für Anfänger. So was zu 
erstellen.

Ich wollte eben auch LEGO Fans, ohne Vorkenntnisse ängste nehmen und zum
Mitmachen Anfangen einladen.

Ergebniss ist eine BLE Fernbedienung für das LEGO Topgear car.

 -> original Modell nicht verändert, kein MOC
 -> basiert auf Adafruit nrf52840 feather, board
 -> verwendet, außer Sendeeinheit und µC, alle originalen Bauteile der 
FB
 -> Programmiert in StandardC, mit VisualStudio Cod, Plattform.io, Git
    extension

   Programierung unter Anwendung von Arduino Framework und BluefruitLib

von Ruppie (Gast)


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PS zum BLE Fernbedienung

Bevor ihr fragt:
Das Board ist nur aus praktischen Gründen derzeit außen oben auf der FB.
Es passt nahtlos in das Gehäuse, ist zum testen nur so praktischer ;-)

Ruppie.

von Max B. (citgo)


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Hier nochmal in fertiger und voller Pracht:

Mein ATmega644 Portable Basic Computer

Das Gerät ist - inspiriert vom Tandy TRS-100, VTech Laser PC3 und PC4, 
und weiteren - ein portabler Computer mit dem man kleinere Sachen 
unterwegs programmieren, ausführen und per RS232 auch auf den PC 
übertragen kann.

Fest installiert ist ein Kalender und ein Mondphasenrechner. Außerdem 
ein Terminal um mit einem PC oder einem anderen Gerät zu kommunizieren.

Als Schnittstellen habe ich: I²C, SPI, RS232 und PortA nach Außen 
geführt.
Neben Spielen lassen sich so auch kleinere MSR Aufgaben programmieren.

Warum ich das gemacht habe?
Just for fun! Spaß am basteln, Spaß an der Programmierung.

von tommy (Gast)


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@ citgo:

Nett

kleiner Hinweis:
beim Kalender sind Dienstag und Donnerstag vertauscht ;-)

von Max B. (citgo)


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tommy schrieb:
> @ citgo:
>
> Nett
>
> kleiner Hinweis:
> beim Kalender sind Dienstag und Donnerstag vertauscht ;-)

Danke schön!

Upsi... Ja, ist ein Arbeitnehmer-Kalender :)
Danke für den Hinweis!!

von Gerhard O. (gerhard_)


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Wieder mal ein Labornetzgerät von mir;-) Stöhn!

Es ist auf Basis des Banggood Bausatzes und mitberücksichtigt alle 
Verbesserungen eines früheren Threads. Einige Zusatzarbeiten müssen noch 
gemacht werden. Die Schaltung wurde dahin gehend modifiziert um 40V 
Betriebsspannung ohne Risiko zulassen. Der OPV wurde durch einen 44V Typ 
ausgetauscht und wird mit 36V betrieben.

Kühlung ist aktiv mit einen internen Temperatur geregelten CPU 
Kühlkörper und kann problemlos 40W an Verlustleistung mit nur 30 Grad 
KK-Temperaturanstieg abgeben. Ein LED zeigt durch Grünfarbe das Laufen 
des sehr leisen Lüfters an und durch ROT wenn die Kühlkörpertemperatur 
70 Grad übersteigen sollte. Im unbelasteten Zustand bleibt der Lüfter 
komplett abgeschaltet. Einfache TO-220 Temperaturschalter mit 40/70 Grad 
überwachen den Betriebszustand. Die Kühlluft wird an den Jalousie 
Schlitzen an den Seite ausgeschieden und verhindert einen unnötigen 
internen Luftanstieg. Vollast sollte bis zu Umgebungstemperaturen von 40 
Grad möglich sein. Anhand der vorhergehenden Berechnungen sollte die 
Junktionstemperatur der Längstransistoren bei 20 Grad 
Umgebungstemperatur und 40W Verlustleistung 110 Grad nicht übersteigen.

Es werden 2 mal 2SD1047 Längstransistoren verwendet um großzügig 
ausreichend Sicherheit bzgl. SOA bei Überlastung beizubehalten. Das 
blaue Gehäuse stammt aus China und kostet rund $10.

Der Doppel-Funktionsschalter an der rechten Seite erlaubt einerseits die 
Abschaltung des Ausgangs (Auch extern herausgeführt um ein gleichartiges 
Slave Supply mit schalten zu können und andrerseits die Voreinstellung 
des Ausgangsstrom ohne die Ausgangsklemmen kurzschließen zu müssen. Das 
Messgerät schaltet zwischen 20V und 200V um. Ein Schmitt-Trigger 
geschaltetes Relais schaltet die Trafo Sekundärspannung zwischen 16/32V 
um die Verlustleistung in Grenzen zu halten. Ich habe vor das blaue LCD 
LED durch ein LED mit einer anderen Farbe auszuwechseln wenn sich das 
ohne großes Risiko machen lässt. Blaue LCD Hintergrundbeleuchtung finde 
ich auch noch nach Jahren einfach furchtbar und kann mich nicht daran 
gewöhnen auch wenn die restliche Welt das Cool findet!!!

Es lässt sich auch ein zweites LNG in Tracking Modus mit steuern. Ein 
Schalter auf der Rückseite erlaubt die Umschaltung von Lokal auf 
Fernsteuerung und damit lässt sich ein + und - Versorgung aufbauen. Der 
DC OFF Schalter beeinflusst wie gesagt auch externe LNGs. Im 
Fernsteuermodus lässt sich dann das Sklaven LNG in Tracking Mode und 
Ratio betreiben. Der Spannungseinsteller verändert dann das Verhältnis 
zum Stelleingang zwischen 0 und 1.

Ich warte übrigens noch auf die gelb grüne Sicherheitsbuchse von Newark. 
In der Zwischenzeit muss eine Schwarze herhalten. Diese Buchsen 
verursachen übrigens bei 2A einen 10mV Spannungsfehler zwischen Stecker 
und Innendraht..

Die Laser gedruckte Frontplatte wurde mit Frontdesigner SW gemacht. Zum 
Schutz dient eine matte selbstklebende PVC Folie wie sie bei der 
Schilderherstellung oft verwendet werden. Alle flachen Teile wie 
Chassis, Front- und Rückplatte wurden mit meiner kleinen CNC 
Gravurmaschine geschnitten und in PR99SE erstellt.

von TR.OLL (Gast)


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Sieht professionell aus

von Christian M. (Gast)


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Den Netzschalter würde ich jetzt intuitiv umgekehrt einbauen. Oder ging 
das Designmässig nicht?

Gruss Chregu

von Gerhard O. (gerhard_)


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Christian M. schrieb:
> Den Netzschalter würde ich jetzt intuitiv umgekehrt einbauen. Oder
> ging
> das Designmässig nicht?
Mir gefaellt es aber so besser;-)

Da sich der Netztrafo und alle netzspannungsführenden Komponenten  auf 
der linken Seite des Netzteils befinden zog ich zwecks Sicherheit und um 
möglichen Netz Brumm-Einstreuungen aus dem Weg zu gehen, vor die 
Netzverdrahtung nicht unnötig im Gerät auszubreiten. Abgesehen davon, 
ist die linke Frontplattenseite bei den meisten anderen Apparaten auch 
vielfach der Ort des Netzschalters. Ist halt wahrscheinlich 
Geschmackssache...
>
> Gruss Chregu

Moin,

Ich habe gerade keine Zeit zu irgendwelchen Stellungsnahmen. Um zu 
verhindern, daß der Projekte Thread zugemüllt wird, möchte ich aber 
trotzdem gleich vorschlagen das Thema im Originalthread weiterzuführen 
wo das LNG auf Basis des Banggood Bausatzes ausführlich behandelt wurde:

Beitrag "Re: Labornetzgerät - Fragen zum Schaltplan"

Man sollte aber den Thread nach den betreffenden Beiträgen durchsehen. 
Es wurden damals von einigen Forenteilnehmern systematisch 
Verbesserungen am Originaldesign angebracht und bzw vom Erwin weiter 
entwickelt.

Ich werde gelegentlich alle weiteren Ergebnisse und Dokus dann dort 
hinterlegen.

Gruss,
Gerhard

: Bearbeitet durch User
von Carl D. (jcw2)


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Gerhard O. schrieb:
> Christian M. schrieb:
>> Den Netzschalter würde ich jetzt intuitiv umgekehrt einbauen. Oder
>> ging
>> das Designmässig nicht?
> Mir gefaellt es aber so besser;-)
>
> Da sich der Netztrafo und alle netzspannungsführenden Komponenten  auf
> der linken Seite des Netzteils befinden zog ich zwecks Sicherheit und um
> möglichen Netz Brumm-Einstreuungen aus dem Weg zu gehen, vor die
> Netzverdrahtung nicht unnötig im Gerät auszubreiten. Abgesehen davon,
> ist die linke Frontplattenseite bei den meisten anderen Apparaten auch
> vielfach der Ort des Netzschalters. Ist halt wahrscheinlich
> Geschmackssache...

Vermutlich meint er nicht "auf der anderen Geräteseite" sondern einfach 
um 180Grad gedreht. Dann schaltet man nicht beim Anfassen/Anheben des 
Geräts versehentlich ein, sondern aus.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Carl D. schrieb:
> Vermutlich meint er nicht "auf der anderen Geräteseite" sondern einfach
> um 180Grad gedreht. Dann schaltet man nicht beim Anfassen/Anheben des
> Geräts versehentlich ein, sondern aus.

Habs gerade gesehen.

Danke für Deinen Hinweis. Jetzt nachdem ich mich damit gespielt habe, 
finde ich auch, dass umgekehrt besser ist und habe den Schalter schon 
umgedreht.

Chregu: Ich nehme alles zurück;-)

Das sieht man mal wieder wie wichtig "Team Work" sein kann...

Gruß,
Gerhard

von W.S. (Gast)


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Gerhard O. schrieb:
> Wieder mal ein Labornetzgerät von mir;-) Stöhn!

Ach das sieht ja allerliebst aus. Gratulation!

W.S.

von Gerhard O. (gerhard_)


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W.S. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Wieder mal ein Labornetzgerät von mir;-) Stöhn!
>
> Ach das sieht ja allerliebst aus. Gratulation!
>
> W.S.

Danke! Ganz fertig ist es noch nicht. Werde später Bilder vom Innenleben 
machen.

Ansonsten, bleibt alle gesund.

Gerhard

von Arno H. (arno_h)


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Zu der Schalterstellung erinnere ich mich an die OHR-Regel.
Der Begriff ist mir geläufig, aber gibt es auch eine Norm o.ä. dazu?
http://www.netzmafia.de/skripten/hardware/OHR/index.html

Arno

von Gustl B. (-gb-)


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Moin zusammen, endlich ist meine Spartan7 Lernplatine vollbestückt.

Funktioniert vollständig bis auf einen kleinen Bug. Beide AUX DACs vom 
AD9747 habe ich je an einen der THS3215 angeschlossen. Dabei habe ich 
die Schaltung aber leicht falsch gemacht, so dass ich jetzt nur einen 
Offset in eine Richtung einstellen kann. Aber gut, das brauche ich 
eigentlich nicht.

Zwei weitere "Andersbestückungen" sind:

Beim Spannungsteiler für eine der DCDC Spannungen habe ich noch einen 
300k Ohm parallel bestückt um die Ausgangsspannung etwas zu erhöhen.

Statt eines OPV für das Puffern von V_CM des ADCs zum Hittite HMC960 
habe ich einen Spannungsteiler bestückt. Und zwar weil ich den OPV nicht 
da hatte iirc.

Edit:
Eines der Bildchen doppelt, weil mir das automatisch verkleinert wurde, 
mein Fehler.

: Bearbeitet durch User
von Andi (Gast)


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Soll das Grundlage für ein SDR werden/sein?

von Gustl B. (-gb-)


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Eigentlich nicht. Ich wollte mal was mit einem schnellen DAC 
ausprobieren und das geht damit recht gut. Jetzt habe ich quasi meinen 
eigenen Signalgenerator und weil da gleichzeitig auch ein ADC drauf ist 
kann ich schöne sweeps machen. Also eine Frequenz am DAC einstellen, am 
ADC eine Anzahl an Samples aufnehmen, gucken wie hoch die Amplitude ist 
oder der FFT-Bin in dem Frequenzbereich und das dann plotten. Also eine 
Art Spektrumanalyzer mit Generator für niedrige Frequenzen. Ist ganz 
nett da zu sehen wie sich analoge Filter verhalten.

Ja und dann wollte ich noch ein neues Layout von dem DCDC testen und 
endlich mal was mit HyperRAM machen. DCDC funktioniert wunderbar, ist 
sehr platzsparend und HyperRAM funktioniert ebenfalls.

Auf der nächsten Lernbastelplatine will ich dann mal USB3 mit dem FT600 
und HDMI über USB-C machen. HyperRAM wird auch wieder dabei sein (-:

von Gerhard O. (gerhard_)


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Falls es interessiert ein kleines Versuchs Seitenprojekt von mir.

Hintergrund: Frequenzstandards sind für mich als Hobby auch von 
Interesse. Ich habe ein paar hoch-präzise (kommerziell und 
selbstgebaute) OCXOs und Rb85 Standard wie der häufig angebotene LPRO101 
und ähnliche Module von Efratom u.a.

Zur gelegentlichen Überwachung verwende ich einen GPSDXO oder WWVB auf 
60kHz mit Hilfe eines alten Spectracom 6161 Normalempfänger und 
Phasenvergleicher. Von HP gab es vorher noch den HP117A WWVB 
Phasenvergleicher mit einer 1m großen statisch abgeschirmten 
abgestimmten Loop Antenne und Nuvistor Gegentaktvorstufenverstärker. Die 
Loopantenne zeigt abweichend von Ferritantennen schmalseitig in die 
Richtung des Senders. Die Empfangsstärke ist generell ziemlich 
gleichmässig. Nur bei Morgengrauen und Abenddämmerung gibt es für ein 
paar Stunden ausgesprochen starke Feldstärke und 
Phasenabweichungsstörungen. Der 8161 verwendet eine 25mm dicke 
abgstimmte Ferritantenne mit Vorverstärker. Da NIST vor ein paar Jahren 
WWVB zugunsten der Uhrensynchronisierung in N.A. auf Phasenmodulation 
umstellte, musste ich einige zweckmäßige Änderungen durchführen um den 
Spectracom weiterhin funktionsfähig zu erhalten. Bei den hoch genauen 
Frequenzen die ein Rb85 F.S. präsentiert muss die Phase über längere 
Zeit aufgezeichnet und verglichen werden um anhand der Kurven Slope die 
Abweichungen quantifizieren zu können.

Dazu verwendete ich jahrelang die kleinen Chart Recorder von Rustrak 
u.ae. Das Problem ist, dass Aufzeichnungsrollen für mich mit $30+ 
übermäßig teuer vorkommen und ich nach Ersatz suchte der billiger im 
Unterhalt ist. Diese Aufzeichnungen erfolgen typisch mit 25.4mm/Stunde 
Streifengeschwindigkeit über einen Zeitraum von 24 Stunden oder mehr um 
Abweichungen im 1x10-9 bis besser als 1x10E-11 Bereich messen zu können. 
Elektronische Aufzeichnungen sind zwar auch nicht schwer, aber hier 
kommt es auf lange Messintervalle und kleine Abweichungen über die 
vertikale Achse an.

OK. Jetzt habe ich das hinter mir;-) Und der Kunstwerkteil soll jetzt 
kommen. Wer jetzt glaubt irgendwelche von mir gebaute Hardware zu sehen 
wird nun (vorläufig) enttäuscht sein. Die kommt irgendwann wenn ich Zeit 
habe alles fertig zu bauen. Bis jetzt waren das nur zielführende 
Versuche.

Wie kann man dem abhelfen? Mittlerweile kann man für wenig Geld 
thermisch druckende Kiosk Drucker in der Bucht und sonst wo erstehen. 
"Arduino + Drucker ist ähnlich Rustrak". Was ist ein Rustrak?

Die Schreibweise der Rustrak Streifenschreiber beruht auf periodischen 
Zeigerdruck über einen Kamm auf Wachs beschichtetes schwarzes Papier. Wo 
immer der Zeiger gegen das Papier mit dem dahinter liegenden Kamm 
gedrückt wird, zeigt sich ein kleiner schwarzer Punkt wo die 
Wachsschicht weggedrückt wurde. Ein kleiner Synchron Motor treibt den 
Streifenvorschub an und ein Getriebe drückt periodisch über einen Kamm 
aufs Papier. Wie gesagt ist das Papier für den Amateurgebrauch recht 
teuer. Diese Rustrak Schreiber sind sehr klein und praktisch.

Daraufhin bestellte ich mir so ein Teil und begann Versuche mit einem 
Pro-Mini anzustellen der den Drucker über RS232 ansteuerte. Dazu schrieb 
ich etwas FW um die Verwendbarkeit für diesen Zweck zu erkunden. Im 
Punktraster Modus kann der Drucker gut das Gitter Raster und die 
Messkurve drucken. An den paar Bildern könnt ihr die ersten 
Versuchsaufzeichnungen sehen.

Wenn ich dann wieder mal weiter mache, will ich den Text längsweise 
schreiben um auch andere Informationen einzufügen und X-Achse Skalierung 
dokumentieren zu können.

Das Bild mit dem grünen Raster stammt vom Rustrak der da über einige 
Stunden den LPRO101 gegen WWVB verglich. Die starken Abweichungen sind 
während der Aufwärmzeit nach dem Einschalten bis dann das System 
plötzlich in den Lockzustand schnappt. Das war noch vor der FSK 
Modulation Umstellung der NIST. Die Zeitmarken stammen von stündlichen 
45 Grad willkürlich eingefügten Phasenabweichung von 5 Minuten. Die 
anderen Streifen zeigen ein paar schnelle Versuche mit der FW. Die 
Rasterung erfolgt in FW. Das letzte Bild ist nicht echt und ist eine 
Simulation;-)

Jedenfalls ist es möglich diese billigen Rekorder für langsame 
Aufzeichnungen zu verwenden. Natürlich wäre eine richtige Oszi ähnliche 
Eingangschaltung mit allem Drum Herum und mit Offset Einstellung und 
Abschwächer sehr nützlich. Auch ein Bargraph LCD wäre angenehm um in 
Realzeit die augenblickliche Position des "Zeigers" sehen zu können. 
Auch Puffern schneller Vorgänge wäre möglich um dann eine Zeitabschnitt 
langsam ausdrucken zu können.

Obwohl Streifenschreiber von Elektronik und Computer schon lange 
abgelöst wurde ist die beschriebene Anwendung eine Ausnahme wo 
Streifenaufzeichnungen noch nützlich sind. Natürlich könnte man mit SW 
die erhalten Werte Applicationspezifisch auswerten. Aber irgendwie ist 
der Rustrak oder die Drucker Ersatzlösung einfacher handzuhaben und 
verschwendet keinen PC bzw. einen Laptop. Unbedrucktes Streifenpapier 
ist auch überall in Papiergeschäften erhältlich. Gerade bei WWVB 
Langwellenausbreitung und Tag und Nacht Änderungen in der 
Wellenausbreitung muss man auch atmosphärische Phänomene sachrichtig 
erkennen können und auswerten. Wenn man z.B. auf einem Zweikanal Oszi 
einen an WWVB angebundenen 10MHZ Standard mit einem RB85 Standard 
vergleicht erkennt man sofort die stetigen Kurzzeit Phasenabweichungen 
die erst ausgemittelt werden müssen.

Irgendwann erfolgt vielleicht eine Fortsetzung des Berichts. Zur Zeit 
bin ich viel zu eingespannt...

: Bearbeitet durch User
von W.S. (Gast)


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Gerhard O. schrieb:
> Was ist ein Rustrak?

Oh, ich erinnere mich dabei an die "Fallbügel"-Regler/Schreiber, die 
noch so in den 70er Jahren in den hiesigen Chemiefabriken eingesetzt 
wurden. Oben ein  waagerechr eingebautes Milliamperemeter, was die 
diversen Meßgrößen der Reihe nach anzeigte und darunter eine Rolle, wo 
ein Papierband langsam drübergezogen wurde. So alle Minute oder so 
schnippte ein Fallbügel herunter, der den Zeiger des Milliamperemeters 
auf die Rolle geklopft hat. Das papier war zwar mit Rasterlinien 
vorbedruckt, aber ansonsten Normalpapier. Deshalb gab es einen weiteren 
Bügel, wo mehrere Stoff-Streifen aufgezogen waren (mit unterschiedlichen 
Tinten getränkt).

W.S.

von Teo D. (teoderix)


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W.S. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Was ist ein Rustrak?

Das war vor der Technik mit Wachs, einfach nur Rus statt Wachs. War halt 
invertiert dargestellt. Konnte man gut selber herstellen... Wurde zB. 
für die ersten Seismographen verwendet.... Erfunden?!

von Heiner K. (heinerkuhlmann)


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Mein alter W48.

Den Kabelbaum habe ich seinerzeit als Lehrling selbst gebunden und 
eingelötet.

Dieses Schmuckstück mit echter Gummischnur - kein Spiralkabel -
wird in meiner Vitrine ausgestellt und ist noch voll funktionsfähig.

Leider ist meine Fritz-Box zu doof, seine Wählimpulse zu verstehen :-(

Heiner

PS: Und der Firefox hat auch noch nie etwas von Wählimpulsen gehört und 
malt seine roten Kringel darunter

von Teo D. (teoderix)


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IWV = Impulswahlverfahren  <- Das kennt meiner.

Heiner K. schrieb:
> Leider ist meine Fritz-Box zu doof, seine Wählimpulse zu verstehen :-(

Glaub ich nich!

von Mw E. (Firma: fritzler-avr.de) (fritzler)


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@Gustl B
Flash und RAM hast aber mal so richtig schön nahe an den FPGA layoutet.
Man könnt glatt meinen das soll FPGA zentrieren beim einlöten?

von Gustl B. (-gb-)


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(-: Ja das ist gar nicht sooo einfach, denn ich bestücke nicht mit Paste 
in einem Durchgang.
Ich mache das nicht, weil wenn dann nix funktioniert, dann ist unklar 
was defekt ist. Ich bestücke also Stück für Stück. Zuerst den DCDC, dann 
den USB Stein FT2232H, dann FPGA und Flash, dann RAM, dann den ADC Teil 
und am Ende den DAC Teil. Aber ich weiß nicht ob das sinnvoll ist. Dabei 
werden manche Bauteile mehrmals erhitzt. Das FPGA wird nochmal 
"reflowed" wenn ich daneben den RAM bestücke. Aber gut, es funktioniert.

Die Nachfolgeplatine habe ich jetzt auch teilweise bestückt. DCDC, 
FT2232H, FT600 und USB3 MUX sind schon drauf.

von Heiner K. (heinerkuhlmann)


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Teo D. schrieb:
> IWV = Impulswahlverfahren  <- Das kennt meiner.
>
> Heiner K. schrieb:
>> Leider ist meine Fritz-Box zu doof, seine Wählimpulse zu verstehen :-(
>
> Glaub ich nich!

Versuch macht kluch:

Meine FRITZ!Box 7590 ist nicht gnädig. Nummernfolgen werden nicht 
richtig erkannt oder Wahl ganz ignoriert.

Zitat aus einem Forum:

"Lt. Fritz wird Pulswahl offiziell seit geraumer Zeit nicht mehr 
unterstützt. Es war wohl ein "Bug", dass es zeitweise lief, 
möglicherweise testet man an der Software, da es immer noch gewisse 
Nachfrage gibt."

Einhellige Meinung an den alten Fritzen lief es noch, die neuen sind zu 
doof.

Grüße

Heiner

von Teo D. (teoderix)


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Heiner K. schrieb:
> Meine FRITZ!Box 7590 ist nicht gnädig. Nummernfolgen werden nicht
> richtig erkannt oder Wahl ganz ignoriert.

Schade.... Und wenn du alles andere (Trafik, also alle Netzwerkgeräte 
aus) abstellst? ;)

Hier im Forum hat sich doch einen einen Konverter gebaut!?
(OK, is nich die Welt, das auf einen mini-µC zu klöppeln)

von enrobotics (Gast)


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Nachdem ich Quarantäne-bedingt wieder etwas mehr Zeit habe, habe ich 
mein Projekt von letztem Sommer wieder aufgenommen:

Ein mobiler Untersatz für den Raspberry Pi Zero.

Funktionieren soll das ganze mit drei omnidirektionalen Rädern an 
kleinen Gleichstrommotoren. Ein Akkupack kommt natürlich auch an Bord.

Auf der Platine befinden sich:
-ATSAMD21G18 Microcontroller
-bno055 Beschleunigungssensor
-3x MC33926 Motortreiber
-bq25703 Multi-Zell-Lade-IC
-TPSM84209 Spannungswandler-IC

Ein Video des Bestückungs und Lötvorgangs habe ich hier veröffentlicht:
https://youtu.be/lCvH7opfGlk

Mir ist bewusst das das Auftragen der Lötpaste im Video nicht ideal ist. 
Es war auch ein bisschen Nacharbeit mit dem Lötkolben notwendig.

Es scheint aber alles zu funktunieren, Spannungslevel passen, 
Microcontroller lässt sich programmieren und die Busleitungen 
funktionieren auch.

von Walter T. (nicolas)


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Guten Morgen,

das sieht sehr gut aus. Hast Du eine preisgünstige Bezugsquelle für den 
ARM-Programmierstecker, oder hast Du in den sau(teu)ren Apfel gebissen 
und das Original bezogen?

von Philipp S. (sandl)


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Walter T. schrieb:
> Hast Du eine preisgünstige Bezugsquelle für den
> ARM-Programmierstecker, oder hast Du in den sau(teu)ren Apfel gebissen
> und das Original bezogen?

Adafruit möchte dafür immerhin 'nur' 1,50$:
https://www.adafruit.com/product/752

von enrobotics (Gast)


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Walter T. schrieb:
> Guten Morgen,
>
> das sieht sehr gut aus. Hast Du eine preisgünstige Bezugsquelle für den
> ARM-Programmierstecker, oder hast Du in den sau(teu)ren Apfel gebissen
> und das Original bezogen?

Habe da tatsächlich in den teuren Apfel gebissen. Gerade in der Rechnung 
nachgeschaut 2,66 €/Stück bei Abnahme von 5 Stück von digikey.

Auch die 40 polige SMD Stiftleiste ist von Samtec und nicht billig, 
zumindest in meinen Stückzahlen nicht. Hat irgendeiner der großen 
Elektronikversender die günstiger drin?

von Thomas R. (r3tr0)


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enrobotics schrieb:
> Walter T. schrieb:
>> Guten Morgen,
>>
>> das sieht sehr gut aus. Hast Du eine preisgünstige Bezugsquelle für den
>> ARM-Programmierstecker, oder hast Du in den sau(teu)ren Apfel gebissen
>> und das Original bezogen?
>
> Habe da tatsächlich in den teuren Apfel gebissen. Gerade in der Rechnung
> nachgeschaut 2,66 €/Stück bei Abnahme von 5 Stück von digikey.
>
> Auch die 40 polige SMD Stiftleiste ist von Samtec und nicht billig,
> zumindest in meinen Stückzahlen nicht. Hat irgendeiner der großen
> Elektronikversender die günstiger drin?


https://lcsc.com/product-detail/Pin-Header-Female-Header_Amphenol-ICC_20021221-00010C4LF_Amphenol-ICC-20021221-00010C4LF_C180221.html

Hier für €0.926925/Stück bei 1-9 Stück.
Ab 10 Stück €0.681006/Stück.

Kaufe meist immer dort ein, da ich noch viele andere Bauteile benötige 
und sich somit die Versandkosten revidieren.

von W.S. (Gast)


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Gerhard O. schrieb:
> Werde später Bilder vom Innenleben
> machen.

Ja, mach mal, Ich bin die ganze Zeit am rätseln, was für einen Trafo du 
da eingebaut hast. Der Netto-Stauraum in diesem Gehäuse ist ja nur so 
etwa 160x110xknapp70. Die üblichen Verdächtigen bei den Ringkerntrafos, 
also 60..80VA liegen da bei Durchmessern um die 80mm und Höhen so um die 
40mm. Da frag ich mich, ob man da wenigstens noch einen ordentlichen 
Elko neben den Trafo kriegt - von dem U/I-Multimeter und den 
Frontplattenbauteilen oder gar dem dicken Transistor+Kühler+Ventilator 
ganz zu schweigen.

Irgendwie kommt mir da das Zelt aus Harry Potter 4 in den Sinn: außen 
wie ein Zweimannzelt, innen ein Palast mit nem halben Dutzend Zimmern.

W.S.

von Gerhard O. (gerhard_)


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W.S. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Werde später Bilder vom Innenleben
>> machen.
>
> Ja, mach mal, Ich bin die ganze Zeit am rätseln, was für einen Trafo du
> da eingebaut hast. Der Netto-Stauraum in diesem Gehäuse ist ja nur so
> etwa 160x110xknapp70. Die üblichen Verdächtigen bei den Ringkerntrafos,
> also 60..80VA liegen da bei Durchmessern um die 80mm und Höhen so um die
> 40mm. Da frag ich mich, ob man da wenigstens noch einen ordentlichen
> Elko neben den Trafo kriegt - von dem U/I-Multimeter und den
> Frontplattenbauteilen oder gar dem dicken Transistor+Kühler+Ventilator
> ganz zu schweigen.
>
> Irgendwie kommt mir da das Zelt aus Harry Potter 4 in den Sinn: außen
> wie ein Zweimannzelt, innen ein Palast mit nem halben Dutzend Zimmern.
>
> W.S.

Moin,

Ich erwartete die Frage eigentlich schon längst. An sich hatte ich vor 
dieses LNG als 40W Typ zu bauen. Da ich aber einen Trafo hatte, der die 
geforderte Leistung ohne unzulässige Überhitzung gerade noch schafft und 
reinpasst, habe ich mich schließlich für LNG Bereich 30V/2A entschieden. 
Zum Schutz des Trafos habe ich in der Primärwicklung einen 70 Grad 
Bi-Metalschaltersensor eingebaut der den Trafo im Notfall zum Abkühlen 
abschaltet. Ich testete den Trafo außerhalb des LNGs einige Stunden und 
er schafft es gerade noch. Da ich der einzige Benutzer bin, kann ich mit 
dieser Einschränkung leben und mich entsprechend verhalten. 
Normalerweise würde ich nie daran denken das LNG 24/7 bei Höchstlast 
laufen zu lassen. Aber es kann sich ja im Notfall selbst schützen. 
Abgesehen davon hilft auch der Lüfter einen Wärmestau zu vermeiden.

Andrerseits passt ein handelsüblicher 80VA RK Trafo mit etwas 
Fingerspitzengefühl schon gerade noch rein. Aber da ich die alle 
bestellen muss, entschied ich mich für einen EI-Typ aus der Bastelkiste. 
Zugute kommt allerdings, dass mit der höheren Netzfrequenz von 60Hz die 
entnehmbare Leistung für gegebene Leistungsgröße bei uns doch etwas 
höher wie bei Euch mit 50Hz ist. Einen geeigneten 80VA RK Trafo kriege 
ich nur bei Newark für einen angemessenen Preis von rund CDN$35.

Ja, es wäre angenehm wenn das Gehäuse nur ein bischen größer wäre. 
Jedenfalls ist das LNG302 ein Versuch mit Kompaktbauweise das Maximal 
mögliche zu erreichen.

Auf der rechten Seite ist noch viel Platz frei für zusätzliche 
Komponenten.


Gruß,
Gerhard

: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)


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Hier sind noch ein paar der versprochenen Innenaufnahmen. Über der BG LP 
ist alles frei für zusätzliche Komponenten wie größere Cs etz.

Trotz der kompakten Bauweise kommt man nach Loslösen der Schrauben der 
Front- und Rückplattenbefestigung an alle Schaltungsteile gut heran und 
auch die Verdrahtung ist bequem ausführbar.

Die Chassisplatte hat einen Auschnitt unterhalb der LP um bei etweigem 
Service oder Änderungen die BG LP nicht ausbauen zu müssen. Somit lassen 
sich etwaige schadhafte Komponenten bequem auswechseln.

Die Haupt Frontplattenelemente sind von hinten angeschraubt und lassen 
sich komplett entfernen und installieren. Alles Halbzeug ist 2.5mm oder 
2-56.

Alle mechanischen Befestigungsplatten wie Frontplatte, Rückplatte, 
chassis und Befestigungstahmen wurden mit meiner alten CNC 
Gravurmaschine aus FR4 herausgeschnitten. Die Übereinstimmung mit 
Befestigungs Löchern anderer Teile ist perfekt. Der Netztrafo sitzt auf 
einen eigenen Befestigungsrahmen. Die Befestigungsschrauben durch den 
Trafoeisenkern sind aus Edelstahl um einen magnetischen Kurzschluß zu 
vermeiden. Unter dem Trafo ist noch das Relais zur automatischen 
Wicklungsumschaltung. Die sichtbaren rechteckigen Ausbrüche auf dem 
Chassis unter dem Trafo dienen zur bequemen Verdrahtung der NT 
Anschlüsse.

Der auf der Rückplatte montierte kompakte VGA CPU Kühler ist imstande 
40W mit nur 30 Grad Wärmeanstieg abzuführen und weist einen gemessenen 
effektiven Wärmewiderstand von rund 0.1 Grad per Watt abgeführter 
Leistung auf. Eine Kühlkörper Leiterplatte erlaubt eine saubere 
Verdrahtung der Endstufenbeschaltung. Bimetallische TO-220 
Temperaturschalter (KSD10) sorgen für die Überwachung und bewirken eine 
thermostatische Lüftersteuerung. Der Lüftersensor schaltet bei über 40 
Grad mit einer Hysteresis von 10 Grad ein. Der andere Schalter bei 
Überschreiten von 70 Grad welches durch ein rotes FP LED angezeigt wird. 
Ein am Trafo angebrachter 70 Grad Thermoschalter schützt den NT.

Leider habe ich aus Arbeitsgründen augenblicklich nur wenig Zeit dafür.

: Bearbeitet durch User
von Tim  . (cpldcpu)


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Ein anreihbares intelligentes 7-Segment Display. Für jedes Segment wird 
ein Low-Cost Paudauk PFS154 Mikrocontroller verwendet.

Siehe auch hier:
Beitrag "Re: Padauk MCU für 0.038 USD aus Taiwan"

von Markus M. (mmvisual)


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Eine Meldeeinheit für "Wasser fließt" in den Trog und "Trog ist Voll". 
Bei Wasser fließt ertönt alle paar Sekunden ein Ton, bei Trog voll 
mehrmals je Sekunde. Dann kann man nicht mehr "Vergessen" dass man das 
Wasser an geschaltet hat, bzw. wenn man wo anders im Garten was macht 
wird gemeldet dass man nun aus machen kann ... oder wenn der kleine mal 
am Wasserhahn spielt.
So lange kein Wasser fließt benötigt die Schaltung keinen Strom, die 
Batterie sollte mehrere Monate halten. Ein NE555 lässt einen Piepser 
"blinken". Als das ganze im Gehäuse war musste noch ein Halterung her 
für das Gehäuse, ein 3D Druck.

von Teo D. (teoderix)


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Eine Wasser-Meldeeinheit geht auch anders, mit mehr Bauteile, dafür aber 
mit deutlich weniger Funktionalität. Dafür hab ich mir das Gehäuse 
gespart. ;P

Oben auf, ein zugekauftes USB-Lipo-Lader Modul, inkl. 5V Stepup. Dann 
noch ein kleiner Komparator und ZWEI 555 (556). Dann noch ein kleines 
(Angst/weils rumlag) BMS.

Das Schaumstoff Türmchen ist Q&D geschuldet. Wasser-ALARM -> Buzzer 
buzzt natürlich mit max. Lautstärke.... Es klingelt an der Tür: "Is das 
dein Rauchmelder? Oje...". Klar nix einfacher als das, da kommt 
einfach ein Tape aufs Loch. Überraschenderweise bringt das gornischt^3! 
OK, 3mm Schaumstoff... Reicht immer noch nich -> Türmchen. :D
Nu liegts hier rum, um endlich (WAF) den duty cycle zu ändern.

Ist für ne Osmose-Wasseraufbereitung, paßt auf Flaschen, Kanister, 
Eimer... und läßt sich auch einfach auf den Boden stellen.
Akku hält nich so lange, da der Stepup knapp ~10mA braucht, um nicht 
abzuschalten. Egal is ja nich für Dauerbetrieb gedacht, und wurden seit 
Erstellung, Anfang 2016, auch nur 2x geladen.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Arno H. schrieb:
> Zu der Schalterstellung erinnere ich mich an die OHR-Regel.
> Der Begriff ist mir geläufig, aber gibt es auch eine Norm o.ä. dazu?
> http://www.netzmafia.de/skripten/hardware/OHR/index.html
>
> Arno

Danke für diese Erweiterung meines Horizonts;-)

Dies OHR-Regel kannte ich noch nicht.

Ich habe mir deswegen ein paar von mir gebaute Geräte mit seitlichen 
Kippschaltern der letzten 30 Jahre diesbezüglich angesehen und aus 
irgendeinen Grund habe ich die Tendenz seitliche Kippschalter 
entgegengesetzt "R" einzubauen. Ein ist also bei mir "L". Für mich war 
Links immer irgendwie intuitiv. Da sieht man wieder wie grundverschieden 
wir Menschen diese Art Dinge angehen.

Trotzdem finde ich jetzt, daß rechtsseitiges Einschalten doch irgendwie 
angenehmer ist. Vielleicht ist das zunehmende Alter an die 180 gradige 
Umkehrung schuld;-)

: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)


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Hallo,

Teo D. schrieb:
> Eine Wasser-Meldeeinheit geht auch anders, mit mehr Bauteile,
> dafür aber
> mit deutlich weniger Funktionalität. Dafür hab ich mir das Gehäuse
> gespart. ;P
>
> Oben auf, ein zugekauftes USB-Lipo-Lader Modul, inkl. 5V Stepup. Dann
> noch ein kleiner Komparator und ZWEI 555 (556). Dann noch ein kleines
> (Angst/weils rumlag) BMS.
Gab es da nicht von Intersil die ICL7555 CMOS Version? Das könnte Dir 
möglicherweise beträchtlich Batteriestrom sparen.
>
> Das Schaumstoff Türmchen ist Q&D geschuldet. Wasser-ALARM -> Buzzer
> buzzt natürlich mit max. Lautstärke.... Es klingelt an der Tür: "Is das
> dein Rauchmelder? Oje...". Klar nix einfacher als das, da kommt
> einfach ein Tape aufs Loch. Überraschenderweise bringt das gornischt^3!
> OK, 3mm Schaumstoff... Reicht immer noch nich -> Türmchen. :D
> Nu liegts hier rum, um endlich (WAF) den duty cycle zu ändern.
>
> Ist für ne Osmose-Wasseraufbereitung, paßt auf Flaschen, Kanister,
> Eimer... und läßt sich auch einfach auf den Boden stellen.
> Akku hält nich so lange, da der Stepup knapp ~10mA braucht, um nicht
> abzuschalten. Egal is ja nich für Dauerbetrieb gedacht, und wurden seit
> Erstellung, Anfang 2016, auch nur 2x geladen.
Das funktioniert ja eigentlich trotzdem recht lange.

von Teo D. (teoderix)


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Gerhard O. schrieb:
> Gab es da nicht von Intersil die ICL7555 CMOS Version? Das könnte Dir
> möglicherweise beträchtlich Batteriestrom sparen.

Ne geht ja nich, sonnst schaltet der Step-up auf Standby und die 
Schaltung ist Stromlos. Daher verbruzelt ja die LED blendende ~5mA, da 
der Ruhestrom der Schaltung sonst nicht ausreicht.
(NE556 aus Erbmasse, is /immer noch'n/ ein gutes Dutzend vorrätig...:)

> Das funktioniert ja eigentlich trotzdem recht lange.

Läuft ja nur rund 2-3x die Woche für ~30-45min.



PS: Is dieser Thread nur was für eingeweihte. Er taucht nämlich nicht 
in "Beiträge in allen Foren" auf?!

von Reinhard R. (reirawb)


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Teo D. schrieb:
> PS: Is dieser Thread nur was für eingeweihte. Er taucht nämlich nicht
> in "Beiträge in allen Foren" auf?!

Vielleicht, weil der Tread im oberen Bereich festgetackert ist?

Reinhard

von Peter B. (olduri)



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Wien-Brücken-Oszillator mit Drehkos - und eine Frage

Hi Bastelfreunde,

hatte mal wieder Verwendung für nette alte Bauteile (Drehko und 
Feintrieb) gesucht und diesen Generator gebaut. Das Schaltbild ist nicht 
ganz vollständig, es gibt noch einen Rechteckausgang. Außerdem habe ich 
keinen "echten" 081 da drin, sondern irgend einen kompatiblen, der halt 
in der Bastelkiste war. Zwecks Brummvermiderung wird das offene 
Gerätchen im Kochtopf vermessen, mit Gehäuse siehe Bild 4.
Audacity zeigt recht nett die Oberwellen. Ich habe noch einen billigen 
DDS-Genarator vom Chinamann, der hat wesentlich wildere Oberwellen.
(Eine gute Soundkarte hätte vermutlich weniger)

Erstaunlich gut ist die Frequenzkonstanz und die Wiederkehrgenauigkeit 
dank historischem Feintrieb. Die Amplituden-Regelung mittels 
Glühbirnchen (gut geeignet sind Typen mit 60 V und recht wenig Leistung, 
wie sie früher massenhaft als Anzeige in der Telefon-Selbstwähltechnik 
eingesetzt wurden. Allerdings gibt es bei jeder Änderung sehr deutliche 
Einschwingvorgänge der Regelung; die sind so stark, dass man sie sogar 
hören kann. Die Ausgangsspannung ist aber über alle Bereiche recht 
konstant.

Ich habe noch zwei Mini-Drehkos, (siehe Bild) die ich zu einem weiteren 
Generator verarbeiten möchte. (2 Stück mechanisch verkoppeln) Die 
Dreifach-Cs haben, alle 3 Pakete zusammen, 1100 pF und ermöglichen somit 
ein günstigeres C/R-Verhältnis, außerdem kann der "heiße" Eingang dann 
jeweils an den Stator der Drehkos angeschlossen werden - bedeutet 
geringere Streukapazitäten. (Über die Sinnhaftigkeit solchen Basteltums 
brauchen wir hier nicht zu reden)

Nun die Frage:

Welchen hochohmigen IC wähle ich am besten für die Oszillatorschaltung?
Ich habe mir hier als mögliche Kandidaten den CA3140 oder den TLC271 
ausgeguckt.
Muss ich aber erst beschaffen. Habt Ihr eventuell andere oder bessere 
Vorschläge?

Für die Regelschaltung werde ich mir wohl auch was anderes ausdenken. 
Aber das kommt später.

Beitrag #6306578 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6308853 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Gerhard O. (gerhard_)


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Gezeigt hier ist mein Zisternen Füllstandmesser auf pneumatischer 
Einperl Basis zur externen Überwachung meiner Keller Schmutzwasserpumpe.

Näheres hier:

Beitrag "Ein Füllstandmesser auf Einperlungsbasis"

von Gerhard O. (gerhard_)


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Gezeigt ist eine gestern bestückte SPI Uhrenanzeige Leiterplatte. Mehr 
Informationen dazu hier:

Beitrag "Re: Als Mikro noch Makro war: Die "Dicke Tal- Uhr""

Diesen Winter ist ein Uhrenprojekt geplant. Muß mal sehen ob es dazu 
kommt;-)

: Bearbeitet durch User
von Walter T. (nicolas)


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Sehr schick! Es freut mich sehr, mal wieder etwas von Dir zu sehen. Und 
eine Nixie-Uhr ist ja sowieso fast immer ein Hingucker. Bei der sauberen 
Anordnung braucht es beinahe kein Gehäuse, wobei wahrscheinlich ein 
hölzerner Sockel noch stilvoller wäre.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)


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Walter T. schrieb:
> Sehr schick! Es freut mich sehr, mal wieder etwas von Dir zu
> sehen. Und
> eine Nixie-Uhr ist ja sowieso fast immer ein Hingucker. Bei der sauberen
> Anordnung braucht es beinahe kein Gehäuse, wobei wahrscheinlich ein
> hölzerner Sockel noch stilvoller wäre.

Hallo Nicolas,

Ich bin da eher nüchtern veranlagt und werde mich wahrscheinlich 
äusserlich am Stil der siebziger Jahren halten. Ein entsprechendes 
Metallgehäuse wird es wahrscheinlich schon werden. Aber ich habe ja Zeit 
zum Überlegen. Ich möchte zumindest heute Abend die SPI Schnittstelle 
mit dem Arduino testen. Das kleine 170V Modul aus der Bucht funktioniert 
übrigens sehr ordentlich. Der Stromverbrauch liegt bei 12V bei nur 150mA 
und es läuft ohne merkbare Erwärmung irgendwelcher Komponenten. Ich 
denke, zusammen mit einem Schaltsteckernetzteil guter Qualität dürfte 
das die ideale Stromversorgung für die Uhr werden. Einen Trafo möchte 
ich für Dauerbetrieb wegen dem niedrigen Wirkungsgrad nicht verwenden. 
Freut mich auch, daß Dir das Konzept gefällt. Ich ließ übrigens auch 
noch eine fast gleiche ZM1332K Version der LP herstellen. Allerdings muß 
ich die erst noch zusammenbauen. Die Siemens ZM1332K Röhren haben meiner 
Meinung nach ein schöneres und auch schärferes Aussehen. Die IN-16 sehen 
auch nicht schlecht aus aber im Vergleich zur Siemensausführung fallen 
sie doch etwas gröber aus. Mit Filter sieht es aber trotzdem ganz nett 
aus. Die alten Siemens 74141 auf der LP waren seit meiner Lehrzeit in D 
nicht mehr in Betrieb. Damals mußte ich sie mir mit meinem 
Lehrlingseinkommen finanzieren. Die kamen wahrscheinlich von Völkner; 
aber so genau kann ich mich nicht mehr erinnern. Was mich interessieren 
würde ist, welche Bedeutung die kleinen Farbtupfer auf den Siemens 
Bausteinen hatten. Sie haben also die 45 Jahre gut überstanden;-)

Grüsse,
Gerhard

: Bearbeitet durch User
von Peter B. (olduri)


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Gefällt mir sehr, ich muss irgendwo noch eine alte Bauanleitung bzw. 
Baubeschreibung von der Funkschau haben, evtl. war das aber auch schon 
mit 7-Segm.-Anzeige, es gab da welche - mit Glühfaden. Echte Nixis sind 
natürlich um einiges schärfer und eleganter.

von Walter T. (nicolas)


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Hallo zusammen,

bei mir ist in der letzten Zeit auch mal wieder eine Kleinigkeit 
entstanden.

Es ist ein kleiner Schrittzähler für Takt-Richtungs-Signale, der sich in 
die Steuerleitung für Schrittmotorendstufen oder einfache 
Servosteuerungen einschleifen lässt.

Angezeigt wird dann der aktuelle Mikroschritt unter Berücksichtigung der 
Drehrichtung, die aktuelle Soll-Position und die Gesamtzahl der bisher 
detektierten Taktflanken. Der maximal erlaubte Takt liegt bei 500 kHz.

Zweck des kleinen Geräts ist es vorwiegend, eine CNC-Steuerung gefahrlos 
zu testen. Es lässt sich aber auch für die Suche nach Schrittverlusten 
etc. bei CNC oder 3d-Drucker verwenden.

Der Aufbau ist ziemlich einfach: Eingangs- und Ausgangssignal sind hart 
durchverbunden, ein STM32F103C8T6 tastet das Signal unmittelbar ab, das 
klassische Nokia-5510-Display dient als Anzeige, ein Drehgeber mit 
Taster zum Nullen der Anzeige und für die Menüsteuerung. Weil ich noch 
so viele davon habe, und gleichzeitig zu faul war, die Application Note 
AN2594 durchzuarbeiten, ist auch noch ein 24LC02 mit von der Partie.

Die Firmware ist so simpel, dass eine einzige, nicht mal große 
Quelltextdatei für die Basisfunktionalität ausreicht. Menü und große 
Nichtproportionalschriftart sorgen dann aber doch dafür, dass der 
ohnehin bezahlte Flash-Speicher nicht ganz leer bleibt.

von Markus W. (errmy)


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Hallo,

mein erstes "grösseres" Projekt ist nun fertig. Die Bauteile, allen 
voran die Nixies, habe ich schon vor Jahren zusammengetragen nur fehlte 
es etwas an der Motivation die Platine zu finalisieren und zu bestellen. 
Nachdem die ursprüngliche Idee mit einem 8-Bit Controller und DCF Signal 
fallen gelassen wurde, entschied ich mich für ein NodeMCU mit einer ntp 
Zeitbasis. Leider leuchtet auf dem NodeMCU die LED, da ich einen Port 
etwas zu unbedacht ausgewählt habe.

Nicht ganz perfekt, aber für das erste größere Projekt ganz ok.

von Peter B. (olduri)


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Markus W. schrieb:
> Leider leuchtet auf dem NodeMCU die LED,

na, bisschen schwarzes Isoband drüber und dann in deutlich dunklerer 
Umgebung noch mal fotografieren, damit wir auch was von dem geilen 
Nixie-Gefühl haben!
Jedenfalls: schönes Projekt, gratuliere, mir gefällts.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Für die Anhänger der niedlichen nostalgischen VQC10 LED-Displays wird 
hier ein erster Erfahrungsbericht über die kompakte Adapter-LP mit SPI 
Schnittstelle zur einfachen uC Ansteuerung gebracht.

Ich wollte jetzt endlich mal meine schon jahrelang herumliegenden VQC10 
LED Displays ausprobieren und konzipierte vor ein paar Monaten eine 
kleine SMD LP um die VQC10 bequemer ansteuern zu können. Siehe auch 
meinen ursprünglichen Beitrag vor der Bestückung hier:
Beitrag "Re: Als Mikro noch Makro war: Die "Dicke Tal- Uhr""
Inzwischen bestückte ich die LP und schrieb vorerst für einen 
Arduino-NANO einen ersten einfachen Versuchstreiber um 
Betriebserfahrungen sammeln zu können.

Die Ansteuerung der VQC10s ist trotz deren Einfachheit relativ 
anspruchslos. Die Pixel Daten werden einfach zeilenweise von oben nach 
unten eingeschrieben. Danach schaltet ein P-Channel MOSFET die gerade 
aktualisierte Zeile ein um alle eingeschalteten LEDs dieser Zeile für 
bis zu 500us leuchten zu lassen. Dieses Spiel wiederholt sich für alle 7 
Zeilen. Das Ansteuern der sieben Zeilen nimmt rund 7ms in Anspruch und 
wiederholt sich rund 142 mal in der Sekunde. Durch die Trägheit der 
Augen bemerkt man das nicht. Allerdings gibt es manchmal bei bestimmten 
Einstellungen von Cameras Schwierigkeiten mit dem Ablauf der 
Zeilenansteuerung.

Je nach Einschaltdauer kann ein VQC10 bis zu 500mA beanspruchen. Deshalb 
müssen alle unbenutzte Pins auf Masse gelötet werden und die LP sollte 
eine durchgehende Kupferfläche aufweisen. Ob thermisch leitendes 
Thermo-Schaum-Material zwischen Unterseite der VQC10 und der Oberfläche 
hier nützlich wäre ist noch ungewiss. Mit 50% Anzeigedauer werden die 
VQC10 und LP allerdings nur leicht handwarm. Der mittlere Anzeigestrom 
ist rund 250mA für die 8 Anzeige-Stellen. Mit einem IR-Thermometer 
erfasst ist die Oberflächentemperatur der VQC10 rund 33 Grad C und die 
der LP rund 31 Grad warm.

Eine Timer2 ISR steuert die zwei HC164 Schift-Register auf der VQC10 LP 
im 1ms Takt mit 8MHz SPI Taktfrequenz an. Zuerst werden die 5-bit Pixel 
Daten für jede Sektion von Links bis Rechts zusammenhängend 
eingeschrieben. (Das beansprucht rund 10us) Die oberen 3 Bit dienen nach 
Dekodierung mit einem HC138 zur Datenübernahme der jeweiligen 
angesteuerten Anzeige. Danach wird im 1ms Takt ein negativer 
Triggerimpuls ausgegeben der einen One-Shot ansteuert um die jeweilige 
Zeile im Zeitbereich von 50-500us anzusteuern.

Mit einem 100K Poti lässt sich die Helligkeit schön fein zwischen beiden 
Extremen einstellen. Der One-Shot dient auch als Sicherheitsmaßnahme um 
eine versehentliche LED Überlastung der VQC10s bei 
Zeilen-Fehlansteuerung seitens des uC im VQC10 zu verhindern.

Die Kodierung der Anzeigefelder ist in ASCII und in einem globalen Array 
hinterlegt. Man schreibt einfach die jeweiligen Zeichen in dieses Array 
und die ISR erledigt den Rest ganz im Hintergrund. Die ASCII LUT 
Zeichentabelle fand ich durch Zufall im Internet und konnte sie ohne 
nennenswerte Änderungen direkt übernehmen: 
(https://www.ccsinfo.com/forum/viewtopic.php?p=34689)

Der Inhalt vom globalen Array "buf[]" wird solange vom VQC10 automatisch 
angezeigt bis die Daten verändert werden müssen:

strcpy(buf, "VQC10 WF");

Der komplette ASCII Zeichensatz von 32-96 wird normal angezeigt.

Soweit funktioniert alles wie erwartet. Der LED Anzeigestrom ist je nach 
Zeichenmuster unterschiedlich und erreichte bei 50% Intensität bis zu 
ca. 300mA. Ich bin noch nicht sicher ob ich den D.C. von 50% (500us) 
überschreiten werde. Die Helligkeit ist auch so schon ziemlich gut und 
ich möchte die Displays nach Möglichkeit etwas schonen.

Die EMI-Maßnahmen haben sich bewährt und scheinen ausreichend zu sein. 
Mit einem MW-Kofferradio kann ich auch in nächster Nähe zur 
Ferrit-Antenne keine nennenswerte MUX-Störungen empfangen. Die separate 
5V Versorgung der Zeilentreiber hat sich bewährt. Mit einem HP400A 
Voltmeter gemessen ist der Störpegel der 5V Versorgung unter ein paar 
mV.

Über den Slave-Ausgang lassen sich noch weitere solcher Bords im 
Kaskade-betrieb anschließen um längere Anzeigen zusammenstellen zu 
können. Sobald ich eine zweite Bord gebaut habe werde ich es 
ausprobieren. Die Helligkeitseinstellung erfasst auch die zusätzlichen 
Bords.

Es hatten sich übrigens aus Faulheit meinerseits nicht die Datenblätter 
zu studieren, drei (gleiche) Design Fehler eingeschlichen: Es ergab sich 
nämlich, dass ich die unbenutzten AND Eingänge der HC164 und dem HC138, 
anstatt auf VCC zu legen, auf Masse legte. Deswegen funktionierte erst 
gar nichts bis ich meine peinliche Unterlassungssünde entdeckte. Zum 
Glück sind die betroffenen Pins nebeneinander und der Fehler ließ sich 
leicht beheben. Bei den unbestückten LP bohre ich einfach die Vias nach 
Masse aus und löte die diesbezüglichen nebeneinander liegenden PINs 
zusammen. Deshalb sind die LP immer noch ohne große Änderungen 
verwendungsfähig. Die passiven Bauelemente sind übrigens alle 0805 
Baugröße.

Das wäre im Augenblick alles. Danke fürs Lesen meiner langatmigen 
Beschreibung;-)

Gerhard

: Bearbeitet durch User
von Reinhard R. (reirawb)


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Gerhard O. schrieb:
> ...
> Die Ansteuerung der VQC10s ist trotz deren Einfachheit relativ
> anspruchslos. Die Pixel Daten werden einfach zeilenweise von oben nach
> unten eingeschrieben. Danach schaltet ein P-Channel MOSFET die gerade
> aktualisierte Zeile ein um alle eingeschalteten LEDs dieser Zeile für
> bis zu 500us leuchten zu lassen. Dieses Spiel wiederholt sich für alle 7
> Zeilen. Das Ansteuern der sieben Zeilen nimmt rund 7ms in Anspruch und
> wiederholt sich rund 142 mal in der Sekunde. Durch die Trägheit der
> Augen bemerkt man das nicht. Allerdings gibt es manchmal bei bestimmten
> Einstellungen von Cameras Schwierigkeiten mit dem Ablauf der
> Zeilenansteuerung.
> ...
Wegen Ansteuerungszeiten und Tastverhältnis guckst du auch:
Beitrag "Re: VQC10 am Mega8 o.16??"
bis zum Ende lesen :-)

Reinhard

Beitrag #6381657 wurde vom Autor gelöscht.
von Gerhard O. (gerhard_)


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Moin,

Hmmm. Wie ich sehe passt mein Projekt dann eher zu "Ferner liefen" und 
ich hinke also ganz hinter Euch her;-)

Danke für den mir noch unbekannten Forumsthread und das PDF von Dir zum 
VQC10. Vielleicht sollten wir in dem anderen Thread von Dir weitermachen 
um die Kreise des Kunstwerkthreads hier nicht allzu stören.

Vorerst hatte ich mich für sichere 500us als Maximum entschieden was 
eine angenehme Helligkeit produziert. Die totale Einschaltzeit ist also 
bei 500us dann 71ms/s oder meiner Rechnung nach rund 14:1. Mit den 
gewählten Komponentenwerten lässt sich die Einschaltzeit zwischen 
5-500us mit dem 100K Poti einstellen. Bei 5us kann man die Ledpunkte in 
der Dunkelheit gerade noch so sehen. Ich müsste auch noch die 5V 
Versorgungsspannung direkt am Display überprüfen da eine beträchtliche 
Helligkeitsspannungsabhängigkeit vorhanden ist. Ich bin also ziemlich 
sicher, daß das Display mit diesen Werten im sicheren Bereich betrieben 
wird. Es wird dort von bis zu 30:1 Tastverhältnis gesprochen was dann 
einer Einschaltzeit von etwas unter 250us entspricht.

Jedenfalls sind diese VQC10 sehr nette Spielobjekte.

: Bearbeitet durch User
von Reinhard R. (reirawb)


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Gerhard O. schrieb:
> Vielleicht sollten wir in dem anderen Thread von Dir weitermachen
> um die Kreise des Kunstwerkthreads hier nicht allzu stören.
Ja, wenn es noch was zu diskutrieren gibt, gerne in dem anderen Tread.

Reinhard

von Gerhard O. (gerhard_)


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Reinhard R. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Vielleicht sollten wir in dem anderen Thread von Dir weitermachen
>> um die Kreise des Kunstwerkthreads hier nicht allzu stören.
> Ja, wenn es noch was zu diskutrieren gibt, gerne in dem anderen Tread.
>
> Reinhard

Ok. In ein paar Tagen wird vielleicht ein weiterer Bericht folgen obwohl 
das Projekt mittlerweile eigentlich doch etwas den "Schnee von gestern" 
Charakter hat. Aber es besteht trotzdem die Hoffnung, daß dieser Ansatz 
für den Einen oder Anderen nicht total uninteressant ist.

von Reinhard R. (reirawb)


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Gerhard O. schrieb:
> Ok. In ein paar Tagen wird vielleicht ein weiterer Bericht folgen obwohl
> das Projekt mittlerweile eigentlich doch etwas den "Schnee von gestern"
> Charakter hat.
Zitat aus dem anderen Thread:
Jörg W. schrieb:
> Die VQCs sind halt zeitlos. :-)
Dem möchte ich nichts mehr hinzufügen :-)

Reinhard

von Gerhard O. (gerhard_)


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Reinhard R. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Ok. In ein paar Tagen wird vielleicht ein weiterer Bericht folgen obwohl
>> das Projekt mittlerweile eigentlich doch etwas den "Schnee von gestern"
>> Charakter hat.
> Zitat aus dem anderen Thread:
> Jörg W. schrieb:
>> Die VQCs sind halt zeitlos. :-)
> Dem möchte ich nichts mehr hinzufügen :-)
>
> Reinhard

Was mich wirklich interessieren würde ist, obwohl es schön und gut ist 
die Anzeigen wieder erfolgreich zum Leben zu erwecken, was alles habt 
Ihr damit schon gemacht oder wozu werde auch ich sie verwenden?

Ich sah irgendwo eine Webseite wo jemand mit den VQC10 Anzeigen eine 
sehr attraktiv aussehende Wortuhr damit erstellt hatte. Finde ich fast 
schöner wie die schon bekannten Wandmodelle.

Ich habe allerdings vor diese Anzeige LP für ein noch "hochgeheimes" 
Nostalgieprojekt einzusetzen von dem ich zu gegebener Zeit hier brennend 
gerne berichten werde. Aber bis es so weit ist muß noch "Funkstille" 
herrschen;-)

: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)


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Hier ist die erwähnte Word Clock zu sehen:
http://www.uwe-neidhardt.de/html/nixie-devices.html

So ein Projekt in dieser Art könnte mich auch motivieren. Ist auch 
einfacher in der Konstruktion. Will nichts gegen die tollen 
herkömmlichen Word Clocks sagen die hier jahrelang erörtert wurden. Dies 
hier ist aber auch sehr reizend anzusehen. Würde gut ins Wohnzimmer 
passen.

von Peter B. (olduri)


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Gefällt mir auch sehr gut!
Außer dass ich sagen würde: "Es ist zehn nach Eins"

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Gerhard O. schrieb:

> Ich sah irgendwo eine Webseite wo jemand mit den VQC10 Anzeigen eine
> sehr attraktiv aussehende Wortuhr damit erstellt hatte. Finde ich fast
> schöner wie die schon bekannten Wandmodelle.
>
> Ich habe allerdings vor diese Anzeige LP für ein noch "hochgeheimes"
> Nostalgieprojekt einzusetzen von dem ich zu gegebener Zeit hier brennend
> gerne berichten werde. Aber bis es so weit ist muß noch "Funkstille"
> herrschen;-)

Und falls Du oder wer auch immer noch VQC10 benötigt, "ein paar" 
Überzählige habe ich noch in meinen Schachteln...

Old-Papa

von Gerhard O. (gerhard_)


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Old P. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>
>> Ich sah irgendwo eine Webseite wo jemand mit den VQC10 Anzeigen eine
>> sehr attraktiv aussehende Wortuhr damit erstellt hatte. Finde ich fast
>> schöner wie die schon bekannten Wandmodelle.
>>
>> Ich habe allerdings vor diese Anzeige LP für ein noch "hochgeheimes"
>> Nostalgieprojekt einzusetzen von dem ich zu gegebener Zeit hier brennend
>> gerne berichten werde. Aber bis es so weit ist muß noch "Funkstille"
>> herrschen;-)
>
> Und falls Du oder wer auch immer noch VQC10 benötigt, "ein paar"
> Überzählige habe ich noch in meinen Schachteln...
>
> Old-Papa

Moin,

vielen Dank für Dein großzügiges Angebot. Komme erst jetzt dazu weil ich 
auf Urlaub weg war. Was mich betrifft kaufte ich mir vor Jahren 10 Stück 
und wenn ich sie nicht gerade absteche sollte ich damit auskommen.

Groß dürfte die Gefahr bei meiner Schaltung nicht sein weil die 
monostabile dekodierte Zeilenansteuerung immer rechtzeitig im Bereich 
von 5-250us abschaltet. So ist zu hoffen, dass mir kein Unfall passiert. 
Abgesehen davon bezwingt die 77HC138 Zeilenansteuerung, dass nur jeweils 
eine Zeile auf einmal hochgetastet werden kann. Ich bilde mir jedenfalls 
ein, dass ich hiermit alles Menschenmögliche im Design getan habe um 
eine etwaige Zerstörung des kostbaren Displays durch uC-Amoklauf bzw. 
-Paralyse effektiv zu verhindern. Ein programmierter Stop der ISR an 
kritischen Stellen, um uC-Fehlfunktion zu simulieren, verursacht nur ein 
sofortiges Abschalten aller Pixel.

Mal sehen ob die Praxis das auch bestätigt. Ich habe jetzt die Displays 
mal 100 Stunden im Dauerbetrieb mit wechselnden Mustern in Betrieb 
gehabt und bis jetzt noch keinen Ausfall erlitten. Sogar bei 5us kann 
man in dunkler Umgebung die Zeichen noch gut erkennen. Sehr 
spannungsabhängig scheint die Anzeige im Bereich von 5V +/- 5% 
eigentlich nicht zu sein. Jedenfalls ändert sich die Helligkeit in dem 
Bereich nicht merkbar.

Gerhard

von Bastler (Gast)


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Auch ich habe mir eine Wortuhr gebaut, jedoch alles komplett selber 
gemacht also kein Bausatz oder nach Anleitung.
Ich habe kein MDF benutzt, sondern eine Buche Massivholzplatte. Die 
Folie ist nicht sauber geworden, hat auch einige Lufteinschlüsse, war 
jedoch der erste Versuch. Kann ich ja jederzeit nochmal korrigieren.

Ich habe auch auf jeglichen Schnickschnack verzichtet, wie WLAN oder 
Bluetooth. Man kann die Uhrzeit einstellen, empfangen per DCF77, die 
Farbe einstellen, Helligkeit max/min (LDR) einstellen, Animation 
auswählen und eine Nachtschaltung konfigurieren. Uhrzeit + Sekunden und 
Temperaturanzeige gibt es.

Für die Menubedienung befinden sich drei Cap Taster unter dem Glas.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Hier ein mondänes Low-Tech Projekt von mir. Es handelt sich um die 
Trafoumwicklung einer JBC Lötstation um mit 120V 60Hz zu funktionieren.

Hier ist der Link zur Beschreibung:

Beitrag "Netztrafoumwicklung von JBC Lötstation von 230V auf 120V 60 Hz"

Ich hoffe es interessiert den Einen oder anderen von Euch.

von Peter B. (olduri)


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Das weckt Erinnierungen:
Trafos habe ich auch schon ab & zu umgewickelt. Ganz früher per 
Handleier, dann mitttels geregelter Bohrmaschine mit Fußschalter und 
zuletzt auch mit Drehbänkchen, dazu ein alten Tonband-Zählwerk 
drangefummelt, und wieder mit dem Fußschalter. Ist die Drehzahl bei der 
gezeigten kontinuierlich regelbar? - das fehlt mir nämlich

von Gerhard O. (gerhard_)


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Peter B. schrieb:
> Das weckt Erinnierungen:
> Trafos habe ich auch schon ab & zu umgewickelt. Ganz früher per
> Handleier, dann mitttels geregelter Bohrmaschine mit Fußschalter und
> zuletzt auch mit Drehbänkchen, dazu ein alten Tonband-Zählwerk
> drangefummelt, und wieder mit dem Fußschalter. Ist die Drehzahl bei der
> gezeigten kontinuierlich regelbar? - das fehlt mir nämlich

Die Drehmaschine rüstete ich vor 10 Jahren auf FU Betrieb mit 3x240V 
1.2HP Motor. Allerdings wickelte ich den Trafo bei Hand weil es einfach 
nicht klappte mit der Hand perfekte Lagen zu bekommen. Ohne aktive 
Drahtführung scheint das nicht zu funktionieren. Fußschalter habe ich 
nicht. Aber 500Wdg. sind nicht zu schlimm.

von Peter B. (olduri)


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Gerhard O. schrieb:

> Aber 500Wdg. sind nicht zu schlimm.

Ok, danke für die Antwort. Wenn man dann noch Anzapfungen hat, braucht 
man besser beide Hände - also Fußschalter. Und aktive Drahtführung per 
Hand ist glaube ich beim Wickeln immer nötig - falls man keine 
Wickelmaschine hat. Meine Proxxon - eigentlich ein besseres Spielzeug, 
Antrieb über Rundriemen, aber ich mag sie - blockiert beim Ausschalten 
nicht, da braucht man also eine Hand zum Festhalten.

von Sven L. (sven_rvbg)


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Hier mal der Leistungsteil eines etwas größeren Netzteils ;)

von Sven L. (sven_rvbg)


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Es macht aus 20000V 400V und liefert 1,6 MVA.

Eingangsseitig befindet sich ein Ringkabelschaltfeld, mit 
Erdschlussanzeigern, ein Übergabeleistungsschalter, welcher 
federgespannt ist und mittels Netzschutzrelais zur Auslösung gebracht 
werden kann.
Dann folgen noch ein Messfeld, welches Strom und Spannung für den Zähler 
zur Verfügung stellt und 2 Abgangsfelder mit entsprechenden 
HH-Sicherungen.

Ausgangsseitig befinden sich 3 Schaltfelder, 1x Einspeisung vom Trafo, 
und je 2 Abgänge.

Die Leistungsschalter sind einstellbar. Eine Mitnahmeschaltung schaltet 
bei Kurzschluss am Ausgang des Trafos, den Trafo primärseitig ab.

von Philipp K. (philipp_k59)


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Sven L. schrieb:
> Die Leistungsschalter sind einstellbar. Eine Mitnahmeschaltung schaltet
> bei Kurzschluss am Ausgang des Trafos, den Trafo primärseitig ab.

Das ist doch nen mindestens 20 Jahre alter Schorch ?

Ich hätte ja fast 630KVA geschätzt, die sind auch nicht viel kleiner.

: Bearbeitet durch User
von DCF (Gast)


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Bastler schrieb:
> Auch ich habe mir eine Wortuhr gebaut, jedoch alles komplett selber
> gemacht also kein Bausatz oder nach Anleitung.


Das kreative "Funkloch" auf der Rückseite ist auch nicht schlecht.

von Sven L. (sven_rvbg)


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Philipp K. schrieb:
> Das ist doch nen mindestens 20 Jahre alter Schorch ?
Ne ne, der Trafo ist fabrikneu, wie kommst Du zu der Vermutung?

Philipp K. schrieb:
> Ich hätte ja fast 630KVA geschätzt, die sind auch nicht viel kleiner.
Stationen mit 630kVA bekommst Du als Kompaktstation fertig angeliefert.

Die sind schon wesentlich kleiner.

Der wirkt auf dem Bild nur so harmlos ;)

von Ralph S. (jjflash)



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Ich weiß ja nicht ... (nein, nicht "ob sie's schon wußten, sondern:) ob 
ein Steckbrettaufbau in diese Kunstwerkrubrik passt, aber ich zeig es 
jetzt dennoch einmal:

Der "Easy-PDK-Programmer" in meiner "Steckbrett-Variante". Motivation 
das zu machen war, um zum Einen eine Ausgangsbasis für eine eigene PCB 
zu haben nach der ich das Routen möchte (und im Gegensatz zu der schönen 
Variante von Tim CPLDCPU) soll das ganze absolut handbestückbar sein 
(wobei grundsätzlich das Löten von TQFP-48 Gehäusen nicht wirklich so 
ohne ist).

Zum Anderen soll es mir dienen, Vergleichsmessungen durchführen zu 
können, wenn ich weitere Versuche mache, den Programmer auf STM32F103 zu 
portieren (ich hatte ja schon irgendwie aufgegeben gehabt, aber es 
"pfupfert" mich doch) und ebenfalls Versuche machen zu können, das 
eventuell doch noch auf einem Arduino (zumindest für PFS154) 
hinzubekommen.

Dann hat mich irgendwie der originale Schaltplan gestört, weil er in 
seiner Darstellung funktional zusammengehörende Teile nicht wirklich gut 
abbildet und deshalb habe ich das neu gezeichnet. Logischerweise mit den 
Änderungen, die ich in der Schaltung vorgenommen habe.

Es sollten Teile sein, die in jeder gut sortierten Bastlerkiste liegen 
und die sind dann zwar veraltet, funktionieren aber dennoch:

- originaler Step-Up Wandler wurde durch FeldWaldundWiesen Typ mc34063 
ersetzt

- 3,3V Regler wurde durch AMS1117-3.3 ersetzt.

- Ladungspumpe für negative Hilfsspannung des OP wurde weg gelassen

- Widerstände wurde für die E12 Reihe angepasst (war überall möglich bis 
auf den Feedback-Spannungsteiler, hier sind wirklich 20k Ohm 
erforderlich)

- Nur eine Aktivitäts-LED plus zusätzlich eine "POWER-ON" LED zur 
Anzeige, dass die 3,3V anstehen.

von Walter T. (nicolas)


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Ralph S. schrieb:
> Ich weiß ja nicht [...] ob
> ein Steckbrettaufbau in diese Kunstwerkrubrik passt,

Eigentlich nicht. Aber es ist trotzdem schön, mal wieder etwas zu sehen, 
was jemand gebaut hat.

Also lieber mehr als weniger davon!

von OMG (Gast)


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Ralph S. schrieb:
> aber ich zeig es jetzt dennoch einmal:

Ob dieser 8 MHz Quarz bei dieser Leitungslänge jemals zuverlässig
schwingen wird?

Noch dazu dass die Lastkapazitäten irgendwo an Masse hängen nur
nicht an der Controller-Masse wo sie hingehören?

Auch vermisse ich Abblock Kondensatoren für den Controller,
die würden natürlich direkt an (eigentlich auf) den TQFP
Adapter gehören, sonst haben sie keinen Sinn bzw. Wirkung.

Ja schööööner Aufbau, aber funktionell?

... kopfschüttel ...

von Ralph S. (jjflash)


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OMG schrieb:
> Ob dieser 8 MHz Quarz bei dieser Leitungslänge jemals zuverlässig
> schwingen wird?

Tut er, auch nachgemessen !

OMG schrieb:
> Auch vermisse ich Abblock Kondensatoren für den Controller,
> die würden natürlich direkt an (eigentlich auf) den TQFP
> Adapter

Die sind auf der Unterseite der grünen Adapterplatine als SMD 
aufgelötet.

OMG schrieb:
> ... kopfschüttel ...

Na ja, wie willst du sonst die Funktionen einer Schaltung testen? Und: 
wenn es auf dem Steckbrett funktioniert, funktioniert es auf einer 
Platine dann erst recht.

von OMG (Gast)


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Ralph S. schrieb:
> Tut er, auch nachgemessen !

OMG schrieb:
> jemals zuverlässig schwingen wird?

Erkenne den Unterschied zwischen "angeschwungen" und "zuverlässig
anschwingen".

Schon mal darüber nachgedacht wie hochohmig und damit empfindlich
so ein Eingangspin eines Controller-Quarzoszillators ist?

OMG schrieb:
> Noch dazu dass die Lastkapazitäten irgendwo an Masse hängen nur
> nicht an der Controller-Masse wo sie hingehören

von Ralph S. (jjflash)


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OMG schrieb:
> Schon mal darüber nachgedacht wie hochohmig und damit empfindlich
> so ein Eingangspin eines Controller-Quarzoszillators ist?

Na ja, umsonst geht man nicht mit einem Tastkopf an den Quarz um zu 
sehen ob und wie er schwingt (man man man)... Natürlich weiß ich das, 
wie emfpindlich das ist !

Aber: hast du schon mal darüber nachgedacht, was der Sinn eines 
Steckbretts ist, dass damit eine Schaltung grundsätzlich einmal 
ausprobiert werden kann (und hier dann nicht alle Schaltungen aufgrund 
von parasitären Kapazitäten und Induktivitäten und auch ein paar 
Milliohm zu viel auf der Leitung getestet werden können).

Wie wahrscheinlich - wenn du so viel darüber nachdenkst - ist es, wenn 
eine Schaltung auf einem Steckbrett läuft und du danach eine PCB 
routest, dass die auf Anhieb funktioniert, und wie wahrscheinlich ist 
es, dass eine Schaltung, die du gleich geroutet hast, bestückst und dann 
funktioniert ?

Jetzt sage ich mal OMG... hier im Forum sterben die Nörgler einfach 
nicht aus. Im übrigen: hättest du auch den Schaltplan angesehen, so 
hättest du deine Blockkondensatoren gefunden.

Aber um der Frage des Anschwingens nach zu gehen werde ich doch glatt 
mal einen Versuchsaufbau machen, eine Schaltung permanent ein- und 
auszuschalten um zu sehen, wie oft die Schaltung NICHT anschwingt.

... mit dir schüttel ich jetzt auch mal meinen Kopf ...

von G. O. (aminox86)


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Im x-86-Thread nebenan geht es mal wieder hoch her, der TO ist längst 
verschwunden und sein Thema auch passé.

Statt in den üblichen Zirkus einzusteigen habe ich ein altes 
"Schätzchen" ausgegraben und zeige 'mal ein paar Bilder aus meiner 
"x86-Zeit".
Ausgangspunkt waren einige Artikel in der Zeitschrift "MC" , die 
x86-kompatibele SBCs beschrieben und den Eindruck vermittelten, dass es 
die Königsdisziplin sei, auf der genannten Hardware ein Betriebssystem, 
natürlich Dos, lauffähig zu installieren. Allerdings wurden beim Aufbau 
der SBCs regelmäßig ICs verwendet, die damals entweder (für mich) zu 
teuer oder ganz schlicht nicht beschaffbar waren. Also habe ich 
versucht, einen x86-SBC mit den für mich in Frage kommenden Bauteilen 
aufzubauen, ein Projekt, das mich, einschließlich längerer 
Unterbrechungen, mehr als 10 Jahre beschäftigt hat.

Hier sind also die Bilder, ihre Bennenung entspricht der Enstehungszeit 
des jeweiligen Projekts.

-1992_1, 1992_2: Vorder-und Rückseite des 1.Versuchs mit 8088-CPU. Sinn 
dieses Aufbaus war es, zu prüfen, ob das Board überhaupt anläuft, denn 
bekanntlich startet eine 808x-CPU nicht an Adresse 0x0, und zu prüfen ob 
die gewählte Segmentierung des Adressraums sinnvoll ist. Meinen 
damaligen Kenntnissen und Möglichkeiten entsprechend habe ich den 
Start-Code in ein GAL, in der Mitte der Leiterplatte, gebrannt, das beim 
Start des Rechners  unabhängig vom übrigen Programminhalt angesprochen 
wird, so dass das Board immer startet. (Heute weiss ich, dass es 
wesentlich  einfacher geht, ich habe damals wohl den Wald vor lauter 
Bäumen nicht gesehen). Mit den übrigen Bauteilen, Timer, 
Interruptcontroller und serielle Schnittstelle, habe ich geprüft, ob das 
Bord funktioniert und sich programmieren ließ. Das Anwendungsprogramm 
befand sich in einem Eprom-Simulator (Eigenkonstruktion, 64k), die 
serielle Schnittstelle ist der Debug-Port und an der DIN-Buchse 
herausgeführt. Zur Programmerstellung habe ich MASM sowie die damals 
üblichen Dos-Programme verwendet.


-1996_1, 1996_2: Vorder-und Rückseite des 2.Versuchs mit 8088-CPU. Mit 
diesem Board sollte ein kompakter SBC gebaut
werden, der ein mehrfarbiges Leddisplay (naja, damals immerhin 
zweifarbig) ansteuern sollte. Bedauerlicherweise hat es nicht wie 
geplant funktioniert. Die genauen Gründe weiß ich nicht mehr, aber ich 
vermute es war ungeschickte oder falsche Aufteilung des CPU-Adressraums.


-2000: 3. Versuch mit '188-CPU auf Europakarte. Mit dieser Leiterplatte 
sollte versucht werden, ein DOS-Betriebssystem in kompaktem 
Platinenformat zu implementieren. Ich hatte den '188-Controller gewählt, 
er wurde von Intel als embedded Prozessor bezeichnet, da in ihm neben 
der CPU einige Peripheriechips zusammengefasst sind: Timer, 
DMA-Controller, Interruptcontroller , Chip-Select-Unit.  Daneben sind 
auf dem Board Echtzeituhr, Tastaturcontroller(aus dem Schrott gefischt), 
eine weitere Interrupt-Unit und der obligatorische serielle Debug-Port 
untergebracht. Der ansprechbare Speicher beträgt 1MB, aufgeteit in 500k 
statischen RAM und 500k EPROM. Alle Bussysteme sind über Puffer an die 
64-polige Stiftleiste herangeführt. Im Eprom befinden sich BIOS, 
Betriebssystem und einige Anwendungsprogramme. Dieser Versuch hat ganz 
gut funktioniert.

-2005: 4. Versuch. Diese Platine kann man sich als Erweiterung des 
3.Versuchs vorstellen, jetzt mit 16Bit breitem Datenbus. Da die Platine 
als Teil eines größeren Systems gedacht war, ist der Tastaturkontroller 
entfallen und an dessen Stelle ein  Wait-State-Generator(der leere 
Sockel unterhalb der CPU) getreten. Eine Besonderheit dieses Entwurfs 
ist die Möglichkeit durch Umsetzen des Jumpers links neben der 
Dallas-Uhr die Datenbusbreite zu verändern, so dass sowohl '188- als 
auch '186-Prozessoren(wie in diesem Foto zu sehen) ohne weitere 
Änderungen an der Hardware oder Software eingesetzt werden können. Der 
Eprominhalt des 3.Versuchs wurde, unverändert, auf zwei Speicherchips 
aufgeteilt.

-2006_1 bis 2006_3: 5.Versuch. Der letzte Stand meiner Versuche mit 
einer x86-CPU. Die Bilder zeigen einen funktionfähigen DOS-Rechner.
Im einzelnen wird er aus den folgenden Leiterplatten gebildet:
- An oberster Stelle des Platinenstapels befindet sich die bereits aus 
dem 4.Versuch bekannte Rechnerplatine. Die RTC stammt jetzt von Epson, 
da sich mit der Dallas-Uhr Probleme ergaben. Unter der Platine an der 
Stelle des CPU-Sockels ist eine winzig kleine '186-CPU im SMD-Gehäuse 
aufgelötet, wollt ich 'mal ausprobieren.
- Die darunter folgende Platine stellt eine Flashdisk mit 4MB verbautem 
Speicher dar, die allerdings auf 2,7MB formatiert ist.
- Die mittlere Platine trägt die Ein- und Ausgabeeinheiten - die 
seriellen Port, einen Parallelport, Tastaturanschluß und 
USB-Schnittstelle.
 - Die letzten beiden untersten Platinen bilden eine funktionelle 
Einheit, die Videokarte. Sie ist für den Betrieb mit einem VGA-Monitor 
ausgelegt. Bedauerlicherweise funktionieren nur alte Röhrenmonitore 
vernünftig zusammen mit der Karte, modernere LCD-Monitore mit 
VGA-Anschluss können die Signale nicht auswerten. Wahrscheinlich bin ich 
beim Timing der Karte etwas zu großzügig vorgegangen.

Alle Leiterplatten sind über ein 64-poliges Flachbandkabel miteinander 
verbunden, das die zum Betrieb notwendigen Signale führt. Die 
Spannungsversorgung der Leiterplatten erfolgt über separate Kabel.
Ein kräftiges Schaltnetzteil erzeugt die notwendigen 5V, denn der 
gesamte Aufbau ist ziemlich energiehungrig.
Der Anwender des Rechners sieht zwei Laufwerke A: und B:, wobei B: von 
der Flashdisk gebildet wird. Laufwerk A: befindet sich im Eprom der 
Prozessorplatine. Die Daten von A: und B: sind in einer 12-Bit FAT 
organisiert, 512 Byte Sektorengröße. Laufwerk A: enthält das Dos und da 
sich A: das Eprom mit dem Bios teilen muß, ist die Laufwerkskapazität 
auf ca 450kB begrenzt. Auf B: sind ua ein (kerniger) C-Compiler, ein 
Terminalprogramm, ein Editor und was-weiß-ich-noch-alles abgelegt. Für 
Anwendungsprogramme einschließlich Dos stehen 500kB statischer Ram zur 
Verfügung.

Die beiden letzten Bilder zeigen den laufenden Rechner in 
unterschiedlichen Situationen:
-2006_4: Bedienoberfläche nach SAA-Standart für ein Prüfprogramm
-2006_5: Ausgabe eines Unterverzeichnisses von B: im Dos-Modus

x-86? Geht doch!

: Bearbeitet durch User
von Walter T. (nicolas)


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Sehr schön! Man sieht, wieviel Zeit und Hingabe in dieses Großprojekt 
geflossen sind.

von Ralph S. (jjflash)


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... was für ein Wahnsinn und welche Hartnäckigkeit. Das kommt mir 
irgendwie bekannt vor.

In den späten 90er Jahren hatte ich etwas ähnliches gemacht gehabt, nur 
um auf einer Eigenentwicklung ein Turbo Pascal 3.0 Programm darauf 
laufen zu lassen.

3.0 deshalb, weil dieser Compiler keine .exe Dateien erzeugt hat, 
sondern nur .com (ein Programm konnte somit max. 64 kByte groß werden), 
was den Vorteil hatte, dass die ganze Geschichte mit Segment und 
Offsetadresse entfallen konnte, weil das gesamte Programm in einen 
Speicherblock passte (und die unsägliche hin- und herschieberei um 4 
Bits für die 20 Bit-Adresse entfiel).

Aber deine Hartnäckigkeit stellt alles in den Schatten und deshalb 
absolut: "Daumen hoch"

von G. O. (aminox86)


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Ralph S. schrieb:
> Hartnäckigkeit

Hartnäckig, Hingabe - ich weiß nicht. Man es sicher so sehen aber 
tatsächlich ist der Rechner in meinen Augen eher ein Nebenprodukt eines 
ganz anderen Projekts, wodurch sich die Zeitabstände zwischen den 
einzelnen Stadien erklären:
Aus verschiedenen Gründen hatte ich mich mit einem Leddisplay 
beschäftigt, das über ein sehr einfaches Terminalprogramm angesprochen 
wurde. Als ich das funktionierende Display einem Arbeitskollegen 
vorführte meinte der nur:"Ein Programm, das nicht mit der Maus bedient 
werden kann, ist nichts!". Oh ha!
Irgendwie hat mir die Aussage eingeleuchtet und bin letztlich zu der 
Überzeugung gekommen, dass die Bedienung des Displays über einen Browser 
die universellste Lösung seines Anspruchs war. Genau zu diesem Zeitpunkt 
ist mir das Buch "TCP/IP LEAN" von Jeremy Bentham in die Hände gefallen, 
in dem er (lange vor dem LWIP) ua einen Webserver unter Dos beschreibt. 
So hat es angefangen.
Ich hänge ein paar Bilder vom Display an.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)



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Hier mal etwas anderes. Gezeigt hier ist ein altes 1980er Projekt. In 
1980 konstruierte ich diese PLL Bord für ein 144MHZ Eigenbau Funkgerät 
für 144-148MHZ. Damals gab es noch nicht komplette PLL-Systeme auf einem 
Chip wie z.B. der ADF4351.

Der gezeigte Synthesizer funktioniert intern ähnlich wie z.B. der 
MC145170, allerdings anstatt von SPI mit direkter BCD-Programmierung. 
Ein Dual-Modulus Prescaler, konfiguriert als 100/101 Teiler mit dem 
Plessey SP8690 dividiert das UKW VCO Signal.

Der programmiere Teiler hat zwei funktionelle Teile: der dreistufige 
Teil mit den 74LS192/192/192 dividiert zwischen 100-159 (N-Teiler) und 
ist für die 1MHZ, 10MHZ und 100MHz Stellen verantwortlich und der andere 
Teiler (A-Teiler) mit zwei Mal 74LS192 für 10kHz und 100kHz. Beide 
Teiler werden vom Prescaler mit 1-1.6MHz getaktet. Wenn der zweistufige 
Teiler auf Null gestellt ist, dann bestimmt die Logik, dass das VCO 
Signal nur durch 100 vorgeteilt werden soll und produziert eine 10kHz 
Impulsfolge die den CD4046 Phasen/Frequenzdetektor ansteuert.

Wenn nun z.B. die Frequenz 144.49MHZ eingestellt ist, dann steuert die 
Logik den Vorteiler so, dass er 49 Mal durch 101 dividiert und die 
Differenz von 95 durch 100. Dadurch wird ein effektives Teilerverhältnis 
von 14449 erzielt und wenn die PLL eingerastet ist, lässt den VCO 
phasenstarr genau 144.49MHZ schwingen. Das ganze hört sich komplizierter 
an als es ist. Man programmiert die Stelleingänge einfach genau auf 
14449 und die gewünschte Frequenz stellt sich ein. Es ist interessant, 
viele voll-integrierten PLL ICs die über die Jahre von verschiedenen 
Firmen entwickelt wurden, funktionieren auf dieser Basis mit dieser 
diskret verwirklichten Dual-Modulus Vorteilung. Eine Variante wäre z.B. 
der MC145152 mit MC12017 Vorteiler. Allerdings ist hier die 
Programmiereinstellung N und A binär.

N[gesamt] = 100 * (N-A) + 101 * A

Wenn also N=144 und A=49 dann ist das N[g] = 100 * (144 - 49) + (101 * 
49)

also 14449 um 144.49MHZ auf 10kHz teilen zu können.

Man macht Dual-Modulus Vorteilung deshalb um eine für ein gegebenes 
Kanalraster eine so hoch wie mögliche Vergleichsfrequenz haben zu 
können. Je kleiner diese Freqenz ist, desto langsamer wird das 
Regelverhalten neben anderen Konsequenzen dieser Wahl. Früher waren 
solche Tricks notwendig weil es damals noch keine schnellen CMOS 
Vorteiler gab und bestenfalls auf ECL Typen wie z.B. der 11C90 oder 
95H90 und später die stromsparenden Typen wie Plessey SP86 Serie oder 
die Motorola MC120xx serie.

Ohne diese Art der Vorteilung müsste man um auf für 74LS Logikbausteine 
nutzbare Frequenzen zu kommen die UKW Eingangsfrequenz um mindestens den 
Faktor 4 oder mehr teilen. Das verringert die Vergleichsfrequenz für ein 
gegebenes Kanalraster um den selben Faktor. Dadurch verlangsamt sich das 
dynamische Verhalten der PLL und hat auch andere Nachteile. Deshalb 
greift man heute auf Fraktionelle Teiler zurück um eine möglichst hohe 
Vergleichsfrequenz haben zu können. Das wird ja beim ADF4351 gemacht. 
Leider erkauft man sich mit dieser Methode wiederum andere Nachteile. 
Eine hohe Vergleichsfrequenz kann bei sauberem Spektrum der 
Zeitbasisfrequenz das Phasenrauschen innerhalb der Schleifenbandbreite 
verringern.

Der ganze UKW Teil ist zwei-kanalig in Breitbandtechnik konzipiert und 
überstreicht den notwendigen Frequenzbereich. Zwei-kanalig, um das 
Sendetreibersignal mit +10dBm und die RX-Mischfrequenz zwischen 
133.3-137.3MHz mit +10dBm zu erzeugen. Die Lock-Detektor Schaltung 
verriegelt den Sendezweig im Falle eines PLL-Fehlers um unerwünschte 
Sendeausstrahlungen auf einer unbekannten Frequenz zu unterbinden.

Ein CMOS-Addierer Logik ändert die Programmierfrequenz zwischen S/E. 
Eingestellt wurde die Frequenz damals mit Kodierschalter und ein 
12-Kanal Diodenmatrix für Festkanäle. Dieses Module funktionierte viele 
Jahrzehnte ohne irgendwelche Probleme.

Ein ADF4350 ersetzt praktisch die ganze Anordnung mittlerweile. Damals 
war es noch ein nettes Projekt für mich.

Jedenfalls finde ich PLLs ein interessantes Thema mit dem ich mich schon 
jahrzehntelang ab und zu beschäftige. In den vierzig Jahren hat sich 
viel getan.

: Bearbeitet durch User
von Mampf F. (mampf) Benutzerseite



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Eine uralt-VFD Uhr von mir ... Gebaut 1996 - also vor fast 24 Jahren :)

Das Ding ist seit vielen Jahren nicht mehr gelaufen, weil ich das Ding 
teilweise als Ersatzteillager benutzt hatte (BCD-to-7Segment Dekoder, 
Spannungsregler, Netztrafo, ...) und bei einer VFD ist mal der Spitz 
abgebrochen (die Röhre zumindest hatte ich schon mal ersetzt).

Falls es jemanden interessiert: LD8051 VFDs. Hab noch den 
Conrad-Restpostenkatalog von '96 für das Pinout der VFD hier rumliegen 
:)

Jetzt wird sie repariert - Teile sind schon bestellt :)

Besonders kurios war die Filamentspannungsversorgung.

Alle 6 Filamente in Reihe und an jedes Filament parallel ein 
Potentiometer, mit dem man eine gleichmäßige Helligkeit einstellen 
musste.

Das waren allesamt unterschiedliche Potis von 270Ohm bis 1kOhm und der 
Gesamtwiderstand war dann optimal wohl 5,6Ohm (Filament parallel zum 
Poti).

Das bau ich jetzt um - um möglichst wenig zu ändern, verpasse ich dem 
Ding jetzt eine Konstantstromquelle mit LM317 mit 25mA/50mA und lasse 
die Filamente in Reihenschaltung :)

Rein theoretisch hätte man bei einer Reihenschaltung einen 
Helligkeitsgradienten über die Röhren sehen müssen, weil die Filamente 
alle unterschiedliches Potential haben ... Kann mich aber nicht 
erinnern, dass es so war. Vlt hatten die Potentiometer das gerettet.

Und selbstverfreilich kommt das Ding ohne Mikrocontroller aus (alles 
40xx/45xx @ 15V):)

Es gab mal vor einigen Jahren einen Modernisierungsversuch, bzw Neubau 
mit einem 8032er - aber damals wusste ich nicht, wie man die VFDs 
multiplexen muss, sodass es kein Ghosting gibt. Und das µC-Board 
(FR2-Pfefferkuchen-Basis-Material) ging dann auch kaputt.

: Bearbeitet durch User
von Christian L. (cyan)


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Ralph S. schrieb:
> Der "Easy-PDK-Programmer" in meiner "Steckbrett-Variante".

Was sollen die beiden 100nF Kondensatoren an den Ausgängen de LM358? 
Darüber solltest du noch einmal nachdenken.

von Gert (Gast)


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Als Weihnachtsgeschenk eine Wortuhr! ESG Glas und MDF mit 5mm 
Buchenechtholzrahmen (Anleimer).

von 900ss D. (900ss)


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Gert schrieb:
> Als Weihnachtsgeschenk

Das ist ein super Weihnachtsgeschenk finde ich. Schön gemacht.
Wie hast du die Front gemacht? Hast du die mit Siebdruck von hinten 
bedrucken lassen? Oder klebt eine Folie?

von Gert (Gast)


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900ss D. schrieb:
> Hast du die mit Siebdruck von hinten
> bedrucken lassen? Oder klebt eine Folie?

Oracal 8870-010 Folie.

von Mampf F. (mampf) Benutzerseite



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Was aktuelles von mir ...

12V Power-Bank in 4s2p Li-Ion Konfiguration mit 3A Charger und 12V@5A 
Buck/Boost.

Anwendung ist eine 60W-Heizdecke für ein Pferdi :)

Zweites Bild zeigt den pragmatischeren Prototyp, der ein Jahr im Einsatz 
war :)

Wenn das Projekt fertig ist, landet es in einem Git-Repo mit Apache V2 
Lizenz.

von Mampf F. (mampf) Benutzerseite


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Kleine Ergänzung ... diese Elektronische Lasten, die man kaufen kann 
sind echt nicht schlecht. 60W reicht genau für die Pferdibank aus.

Der LTC3780 Buck/Boost überzeugt mich total ... 60mV Ripple bei 12V@5A 
und die Induktivität hat vlt 40°C.

Leider hab ich den Li-Ion Charger unterschätzt und da darf ich noch eine 
größere (von der Bauform her) Induktivität nachrüsten. Die wird zu heiß 
und heizt die ganze Platine mit. Ich hatte gehofft, ein geschlossenes 
Gehäuse verwenden zu können.

Die MOSFETs des Chargers scheinen nicht Hauptverlustleistungbestimmend 
zu sein. Aber ich besorg mir noch Ersatztypen mit weniger Gate-Ladung 
und kleinerem RDSon.

(Ist ein BQ24600 mit 1,2MHz - da können Gate-Kapazitäten schon 
signifikant zur Erwärmung beitragen. Der jetzige Typ hat 30nC und 10mOhm 
(Hab welche mit 20nC und 7mOhm gefunden -  ob es das aber rausreißt^^). 
Der BQ24600 ist ein synchroner Buck).

: Bearbeitet durch User
von Jaja (Gast)


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Für die, die es verpasst haben: wir schreiben inzwischen das Jahr 2021.
Hier geht's also weiter: Beitrag "Zeigt her eure Kunstwerke (2021)"

von Uhrenfan (Gast)


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Eine weitere Wortuhr. Mit Tastern auf der Unterseite im Rahmen.
Die Front ist leider etwas zu groß. Sieht man aber aus der Entfernung 
nicht.

von Uwe B. (uwebre)


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G. O. schrieb:
> Ausgangspunkt waren einige Artikel in der Zeitschrift "MC" , die
> x86-kompatibele SBCs beschrieben und den Eindruck vermittelten, dass es
> die Königsdisziplin sei, auf der genannten Hardware ein Betriebssystem,
> natürlich Dos, lauffähig zu installieren.

Schön gesagt ;-)

Es gab auch ein Projekt in der C'T, das war mit Standardchips 
realisiert. Ich habe auf der Basis 1992 neben dem Job einen 
Eurokartenrechner aufgebaut, mit einem gepufferten, an den AT96-Bus 
angelehnten, Anschluß.
Dadurch daß alle Signale des XT-Bus verfügbar waren konnten mit einer 
entsprechenden Adapterkarte Standardkarten verwendet werden.
Wordstar lief zu Test drauf.

Viel gelernt, aber die aufziehende Vielfalt an Mikrocontrollern mit 
immer mehr integrierter Peripherie und leistungsfähigeren SPSen machte 
den Ansatz in meinem Umfeld überflüssig...

Grüße

Uwe

von Martin G. (Firma: kamaste.it GmbH) (myg63)


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Heiner K. schrieb:
> Mein alter W48.
>
> Den Kabelbaum habe ich seinerzeit als Lehrling selbst gebunden und
> eingelötet.
>
> Dieses Schmuckstück mit echter Gummischnur - kein Spiralkabel -
> wird in meiner Vitrine ausgestellt und ist noch voll funktionsfähig.
>
> Leider ist meine Fritz-Box zu doof, seine Wählimpulse zu verstehen :-(
>
> Heiner
>
> PS: Und der Firefox hat auch noch nie etwas von Wählimpulsen gehört und
> malt seine roten Kringel darunter

Ich hab noch ne Euracom 182 hier liegen. Kann ich günstig abgeben.... 
:-)

von Christian J. (Firma: privat) (christianj)


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Meine Güte.... diesen Thread habe ich 2004 (!) mal ins Leben gerufen.
Und der läuft immer noch? Wahnsinn !!!

von Johannes S. (demofreak)


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Eigentlich ist es ja inzwischen dieser hier:
Beitrag "Zeigt her eure Kunstwerke (2021)"

Wäre schön, wenn sich ein Mod erbarmen würde, den mal zu pinnen und 2020 
abzupinnen.

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