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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Italienisches Netzteil - defekt


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Autor: Horst S. (Gast)
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Hallo,

ich habe das in den beiden Anhängen bebilderte Netzteil bekommen.
Es handelt sich um eine einfache, von einem µA/LM723 geregelte und
einstellbare Spannungsquelle, die keine Strombegrenzung (zumindest mit 
äußeren
Stellorganen) zuläßt.

Modellbezeichnung: AL 344S
Hersteller: alpha elettronica (Italien)
Technische Daten: 3-15VDC / 2,5A, Surge 3,5A

Zudem fehlt der (offensichtlich alleinige) Leistungstransistor auf dem 
Kühlblech,
weil er vermutlich wegen eines Defektes vom Vorbesitzer entfernt wurde.

Was ich bisher gemacht habe:
- alten 723er ausgelötet und durch Sockel plus neuem IC ersetzt.
- sämtliche Dioden auf Kurzschluß bzw. ∞ Ω geprüft
- alle ebenfalls verbaute Widerstände geprüft
Bei diesen Tests ergaben sich keine Auffälligkeiten.
Was allerdings seltsam ist, dass der positive Ausgang des NT an den 
Kollektor
des im Inneren montierbaren Leistungstransistor geht (Platinenaufdruck).
Ein Versuch, diesen durch einen pnp-Darlington (Ub an den Anschlußkabeln
ist negativ ggü. Emitter, (offene Anschlüsse))  nachzubilden (TIP 137),
brachte keinen Erfolg.

Ebenfalls habe ich den Hersteller in Italien angeschrieben,
allerdings ohne die gewünschte Resonanz erhalten zu haben.

Auch die Bildersuche in Tante Googles Galerie brachte bzgl. pnp-Lastesel
kaum bis gar keine Ergebnisse.

Meine Frage wäre nun:
- Kennt oder besitzt jemand ein ebensolches Netzteil und kann
  mir den Schaltplan dazu zur Verfügung stellen?

Vielen Dank im Voraus!

: Verschoben durch Admin
Autor: Georg A. (georga)
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Es ist recht unwahrscheinlich, dass die Italiener von den üblichen 
Schaltungen abweichen... Schau doch mal, wie sich dein NT mit dem 
vergleichen lässt:

http://www.hobby-bastelecke.de/projekte/netzteil_lm723.htm

Kann es sein, dass "dein" PNP in Wirklichkeit nur der Treiber ist (T1)?

Autor: oszi40 (Gast)
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OHNE jetzt die Schaltung geprüft zu haben, würde ich nachsehen ob ein 
damals oft benutzter 2N3055 passen könnte oder gleich bei pollin.de od. 
reichelt ein neues bestellen. Bei exotischen Ersatzteilen kann Aufwand > 
Nutzen sein!

Autor: Dominik K. (kilo81)
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Horst S. schrieb:
> Was allerdings seltsam ist, dass der positive Ausgang des NT an den
> Kollektor
> des im Inneren montierbaren Leistungstransistor geht (Platinenaufdruck).

Wie meinst du das? Ausgang geht an Kollektor?

Also ich sehe jetzt von der Platine aus 3 Kabel nach hinten gehen.
Diese werden wohl an den Leistungstransistor gehen.
Auf der Platine wird dann wohl noch ein weiterer Transistor sein zum 
treiben. BD(nochwas)...

Für den LM723 gibt es viele 0815 Schaltpläne die fast alle gleich 
aufgebaut sind.

Autor: MaWin (Gast)
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Horst S. schrieb:
> Modellbezeichnung: AL 344S
> Hersteller: alpha elettronica (Italien)

Wird heute noch gebaut und verkauft

https://www.alphaelettronica.com/alimentatori.html
http://www.facchiano.it/scheda_Prodotto.aspx?Cat=5&SubCat=170&idArt=16918

Da gerade in Italien Schaltpläne nicht unter Urheberrecht fillen ist es 
mrkwürdig dsss es im Web keine gibt.

Autor: der schreckliche Sven (Gast)
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Auf der Platine, direkt beim Leistungswiderstand, sind drei freie 
Lötaugen und nebenbei der Aufdruck "Q1". Also: NPN Treibertransistor 
(fehlt) und PNP Leistungstransistor (kein Darlington).

Autor: Der Andere (Gast)
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der schreckliche Sven schrieb:
> Also: NPN Treibertransistor
> (fehlt) und PNP Leistungstransistor (kein Darlington).

War dar übliche 723 Schaltplan nicht eher eine Darlington Endstufe als 
Emitterfolger?

Autor: der schreckliche Sven (Gast)
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Ist doch gehupft wie gesprungen.

Autor: G. C. Sziklai (Gast)
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Ich grüsse den schrecklichen Sven.

Autor: Lurchi (Gast)
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Den 723er kann man mit verschiedenen Endstufen nutzen. Bis etwa 50-100 
mA kann man dem 723 zumuten das reicht mit einem einfachen Emitterfolger 
dann bis etwa 1 A, ggf. auch mal 2 A. Darlington stufen sind auch 
verbreitet, haben aber relative viel Spannungsverlust.

Die Kombination mit NPN und PNP war auch verbreitet. Da dann oft mit dem 
723 internen NPN und einen externen PNP (für kleine Ströme) oder PNP+NPN 
extern.

Wenn man keinen Plan hat müsste man halt die Platine so weit 
nachverfolgen um zu sehen welche Endstufe passt.
Für ca. 20-25 an Rohspannung V und 2,5 A könnte ein 2N3055 bei guter 
Kühlung gerade noch ausreichen von der Leistung. Angesichts der fast 
fehlenden Kühlung muss man auf eine ggf. vorhandene Abschaltung bei 
Übertemperatur hoffen.

Die Angabe mit je nach Spannung verschiedenem maximalem Strom für 1 
Minute lässt nichts guten erwarten.

Autor: oszi40 (Gast)
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Lurchi schrieb:
> Die Angabe mit je nach Spannung verschiedenem maximalem Strom für 1
> Minute lässt nichts guten erwarten.

Beitrag "LM723 Regelbares Netzteil von 0-30V/0-3A"
Abgesehen davon geht bei Horst die Spannung erst ab 3V los. Da sind 
schon die erster Kurzschlüsse reichlich Belastung für den 
Längstransistor. Ein besseres Netzteil geht bei NULL Volt los und hat 
eine einstellbare Strombegrenzung. z.B da 
https://www.pollin.de/stromversorgung/netzgeraete/

Autor: Michael B. (laberkopp)
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Lurchi schrieb:
> Angesichts der fast
> fehlenden Kühlung muss man auf eine ggf. vorhandene Abschaltung bei
> Übertemperatur hoffen.

Njet.

Horst S. schrieb:
> Zudem fehlt der (offensichtlich alleinige) Leistungstransistor auf dem
> Kühlblech,
> weil er vermutlich wegen eines Defektes vom Vorbesitzer entfernt wurde.

Es wäre natürlich sinnvoll, eine dranzubauen.

Autor: Horst S. (Gast)
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Aaalsoo, erst einmal vielen Dank für das Feedback!

Es läuft wieder.

Dominik K. schrieb:
> Wie meinst du das? Ausgang geht an Kollektor?
Der Kollektor des Leistungstransistors ist galvanisch mit der roten 
Ausgangsbuchse(+) verbunden.

der schreckliche Sven schrieb:
> Auf der Platine, direkt beim Leistungswiderstand, sind drei freie
> Lötaugen und nebenbei der Aufdruck "Q1". Also: NPN Treibertransistor
> (fehlt) und PNP Leistungstransistor (kein Darlington).
Diese Lötpunkte sehen jungfräulich aus - da hat nie ein z.B. BDxxx o.ä. 
dringesteckt :-). Außerdem sind diese drei Lötpunkte elektrisch 
identisch mit den Anschlüssen des Leistungstransisors.

Hilfreich war das Schaltbild aus dem Beitrag:
Beitrag "Re: Strombegrenzung für LM317"
Der 723 treibt dort also direkt einen BD244(pnp). Ich hatte noch einen 
BD246 und diesen dafür benutzt (also keinen Darlington). Ähnlich dem 
Bild im Anhang, nur mit dem Stellgenöks.
Der 723 kann bis zu 150mA treiben. Der BD246 hat eine hFE von bis zu 40.
Bei einem angenommenen Strom von 100mA "reicht" das für 4A. Der BD246 
kann bis zu 10A (15A). Also im sicheren Bereich, aber trotzdem ein 
gewagtes Konzept ohne Treiber - wohl wg. der Kosten auf Kante genäht..

Autor: A. K. (prx)
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Horst S. schrieb:
> Der 723 kann bis zu 150mA treiben.

Auf die Verlustleistung achten. Der 723 hat keinen Thermoschutz.

Autor: Michael B. (laberkopp)
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Horst S. schrieb:
> Der 723 treibt dort also direkt einen BD244(pnp). Ich hatte noch einen
> BD246 und diesen dafür benutzt (also keinen Darlington).

Hmm, aber merkwürdig, warum es mit einem PNP Darlington so gar nicht 
funktioniert haben soll.

Horst S. schrieb:
> Ein Versuch, diesen durch einen pnp-Darlington (Ub an den Anschlußkabeln
> ist negativ ggü. Emitter, (offene Anschlüsse))  nachzubilden (TIP 137),
> brachte keinen Erfolg.

Klar wäre der TIP137 natürlich von der SOA drastisch unterdimensioniert 
gewesen.

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