Hallo,
ich möchte mit diesem kleinen DC-DC Step-Down-Converter
https://www.ebay.de/itm/292493909473 (DSN-Mini 360, basierend auf
MP2307)
einen kleinen 3V-Motor (300mA) speisen und die Eingänge möglichst
platzsparend verpolungssicher machen. Die Eingangsspannung des
Converters ist mindestens 6V.
Mit meinen (geringen) Kenntnissen würde ich es mit einem Gleichrichter
auf Basis von vier 1N4148er Dioden versuchen. Bitte helft mir bei drei
Fragen:
1. Reichen die 1N4148er leistungsmäßig? Ich bin mir im Datenblatt nicht
sicher, welche der verschiedenen current-Angaben (Forward continuous
current, Average forward current) die relevante ist. Der Motor läuft nur
sporadisch, dann aber auch mal 1-2 Minuten.
2. Der Spannungsabfall (1,5V beim Converter + 2 x ca. 0,7V beim 1N4818)
müsste mit den verfügbaren 3V Spannungsdifferenz knapp machbar sein,
oder ist das zu eng kalkuliert?
3. Gibt es eine ohne eigene Platine lötbare Variante, die platzsparender
oder/oder effizienter ist?
Vielen Dank
Nick
Oha, ich sehe gerade, dass das vermutlich in Analogtechnik gehört? Man
sehe es meiner geringen Kenntnis nach. Stellt Euch einfach vor, ich will
einen µC mit 300mA statt eines Motors betreiben. ;-)
lg
Nick
Nick schrieb:> einen kleinen 3V-Motor (300mA) speisen
Das mit dem Anlaufstrom und dem Blockierstrom ist dabei auch schon
berücksichtigt?
> 1. Reichen die 1N4148er leistungsmäßig?
Nein. Auch wenn der Motor nur 1 Minute läuft: die Diode hat zu wenig
thermische Kapazität, um das wegzustecken.
> 3. Gibt es eine ohne eigene Platine lötbare Variante, die platzsparender> oder/oder effizienter ist?
Nimm die "übliche" Variante mit dem P-Kanal-Mosfet. Dort das vierte
Bild:
http://www.lothar-miller.de/s9y/categories/39-Verpolschutz
In Anbetracht des Preises dieser Platinen würde ich auf den
Verpolungsschutz verzichten.
Falls die wirklich den angegebenen Strom langfristig liefern, dann sag
mal hier Bescheid. Denn das bezweifle ich.
300mA wird er ja wohl bringen. hast Du die Teile schon da? Gib mir mal
zwei Platinen ab, bitte. Dann mess ich das mal ordentlich durch für
dich, was da geht und was nicht.
Lothar M. schrieb:>> 3. Gibt es eine ohne eigene Platine lötbare Variante, die platzsparender>> oder/oder effizienter ist?> Nimm die "übliche" Variante mit dem P-Kanal-Mosfet. Dort das vierte> Bild:> http://www.lothar-miller.de/s9y/categories/39-Verpolschutz
Ok, super, vielen Dank, Lothar.
Das wäre dann aber "nur" ein Verpolungsschutz, der bei falscher Polung
zumacht. Wenn ich damit die Funktionalität eines Gleichrichters (Polung
egal) erreichen will, müsste das in diese Richtung gehen, richtig?
Beitrag "MOSFET-Gleichrichter mit OPV"Stefanus F. schrieb:> In Anbetracht des Preises dieser Platinen würde ich auf den> Verpolungsschutz verzichten.
Das wäre ziemlich dumm bei einem schwer zugänglich verbauten Bauteil.
> Falls die wirklich den angegebenen Strom langfristig liefern, dann sag> mal hier Bescheid. Denn das bezweifle ich.
300mA von nominell 1,8A? Dann zweifel mal weiter. Immer die gleiche
stupide Klugsch*ßerei hier...
>> Falls die wirklich den angegebenen Strom langfristig liefern, dann sag>> mal hier Bescheid. Denn das bezweifle ich.> 300mA von nominell 1,8A? Dann zweifel mal weiter. Immer die gleiche> stupide Klugsch*ßerei hier...
Mit "angegebenen Strom" meine ich den Strom, den der Händler angibt.
Dieses Produkte wäre schon ziemlich attraktiv, wenn es denn die
Versprechen hält.
Nick schrieb:> Das wäre dann aber "nur" ein Verpolungsschutz, der bei falscher Polung> zumacht. Wenn ich damit die Funktionalität eines Gleichrichters (Polung> egal) erreichen will, müsste das in diese Richtung gehen, richtig?
Dann brauchst du einen Gleichrichter. Aber nimm Schottky-Dioden, die
mehr Strom als 100mA vertragen.
Und pass auf: der Minuspol deiner Versorgung hat dann nichts mehr mit
Masse zu tun. Wenn due diese Versorgung also anzapfst und über Umwege
wieder mit der "verpolungssicheren" Schaltung verbindest, dann kanns
brutzeln...
P-Kanal-MOSFET mit genügend hohem VGS-Rating (also 6V und mehr) und
kleinem RDS,ON:
* Gate an GND
* Source an die Spg-Versorgung
* Drain an den Eingang der Schaltung
An den Schaltungseingang außerdem noch eine (Schottky-) Diode (also A an
GND, K an Vers.)
Wenn falsch gepolt, sperrt der MOSFET und die Diode begrenzt mit den
verbleibenden Leckströmen auf 0,2-0,3V.
Wenn richtig gepolt: MOSFET schaltet durch. Fertig.
Ergänzend kann man vor Source noch eine Sicherung anbringen.
Lothar M. schrieb:> Dann brauchst du einen Gleichrichter. Aber nimm Schottky-Dioden, die> mehr Strom als 100mA vertragen.
Ja, dazu hatte ich inzwischen auch schon tendiert. Aber sollten die dann
nicht deutlich mehr als 100mA vertragen, wenn der Motor im Betrieb schon
300mA zieht?
> Und pass auf: der Minuspol deiner Versorgung hat dann nichts mehr mit> Masse zu tun. Wenn due diese Versorgung also anzapfst und über Umwege> wieder mit der "verpolungssicheren" Schaltung verbindest, dann kanns> brutzeln...
Zum Glück geht es hier tatsächlich nur darum, die Spannung für den Motor
tauglich zu machen, aber danke für den Hinweis.
Stefanus F. schrieb:> Mit "angegebenen Strom" meine ich den Strom, den der Händler angibt.> Dieses Produkte wäre schon ziemlich attraktiv, wenn es denn die> Versprechen hält.
Ok, aber hier geht es ja wie gesagt nur um 300mA.
Nick schrieb:> Aber sollten die dann nicht deutlich mehr als 100mA vertragen, wenn der> Motor im Betrieb schon 300mA zieht?
Ja, natürlich. Ich würde erst mal versuchen die obigen Fragen nach den
maximalen Strömen zu beantworten und dann irgendwas im Bereich um 1A
nehmen...
Nick schrieb:> Stefanus F. schrieb:>> In Anbetracht des Preises dieser Platinen würde ich auf den>> Verpolungsschutz verzichten.>> Das wäre ziemlich dumm bei einem schwer zugänglich verbauten Bauteil.
Schlechte Erreichbarkeit zwecks Tausch sicherlich nicht der einzig
denkbare / mögliche Grund, auf einen Verpolschutz nicht verzichten zu
wollen.
Lothar M. schrieb:> Nick schrieb:>> Das wäre dann aber "nur" ein Verpolungsschutz, der bei falscher Polung>> zumacht. Wenn ich damit die Funktionalität eines Gleichrichters (Polung>> egal) erreichen will, müsste das in diese Richtung gehen, richtig?> Dann brauchst du einen Gleichrichter.
Ich dachte, es gehe um Versorgung mit DC?
In dem Fall könnte man noch so viele Dioden-Graetzbrücken sonst wo hin
setzen, die Polung wäre niemals egal. Schließlich kann eine
Graetz-Brücke nicht aus + plötzlich - machen, oder umgekehrt.
Habe hier nun ich einen Denkfehler (bzw. etwas übersehen), oder Ihr?
Nick schrieb:> Stefanus F. schrieb:>> Mit "angegebenen Strom" meine ich den Strom, den der Händler angibt.>> Dieses Produkte wäre schon ziemlich attraktiv, wenn es denn die>> Versprechen hält.>> Ok, aber hier geht es ja wie gesagt nur um 300mA.
Ok, aber hier geht es ja, wie gesagt, nur... "...darum, daß Du Stefan
ganz offen Klugscheißerei vorgeworfen hast - voreilig, nachlässig,
fälschlicherweise."
Daß Du daraufhin, also nachdem Du das rafftest, schlicht mit einer (ihm
und allen anderen längst bekannten) Information aufwartest, ist wenig
sinnbringend - völlig offensichtlich auch nicht für den
Thread-Fortschritt, aber schon gar nicht in Bezug auf genannten
"Fauxpas".
Es ist wohl eher eine Flucht. (Allgemein definiert eine Realitäts-, hier
im Speziellen eine Aus-Flucht... ;-)
Mir fiele da etwas Besseres ein...
Blompf. schrieb:> Habe hier nun ich einen Denkfehler (bzw. etwas übersehen), oder Ihr?
Ein Tipp: denk nochmal drüber nach...
Und stell dir die Spannungsquelle als Batterie ohne Massebezug vor.
Nick schrieb:> verpolungssicher
Eine Schmelzsicherung und dahinter eine dicke Schottkydiode. Schließt
man falschherum an, begrenzt die Diode die Spannung auf etwa 400mV und,
falls genug Strom aus der Versorgung kommt, fliegt die Sicherung ab.