Ich bilde mir ein, in meinem Schlafzimmer ein sehr schwaches Brummer
einer weiter entfernten Maschine wahrzunehmen. Da ich mit nicht sicher
bin, ob ich mir das einbilder, würde das das Geräusch gerne Messen.
Wie mache ich das am besten? Am liebsten wäre es mir, das Signal direkt
zu digitalisieren, damit ich mir das Spektrum anschauen kann.
Gibt es fertige Digitalmikrophone? MEMS-Mikrophone sind ja inzwischen
erstaunlich empfindlich, am liebsten wäre mir allerdings ein fertiges
Gerät.
Taugen CCTV-Microphone? Oder sind die allesamt zu unempfindlich? Leider
sind die bei den Spezifikationen mehr als sparsam:
https://www.aliexpress.com/wholesale?SearchText=high+sensitivity+microphone
petor schrieb:> Ich bilde mir ein, in meinem Schlafzimmer ein sehr schwaches Brummer> einer weiter entfernten Maschine wahrzunehmen. Da ich mit nicht sicher> bin, ob ich mir das einbilder, würde das das Geräusch gerne Messen.
Zieh dir die Decke über den Kopf.
Das ist die Umwälzpumpe für das Warmwasser im Keller.
tommy schrieb:> 2. Nutzt ein/e Nachbar/in einen Sauerstoffkonzentrator?
Meinst du da so einen Schnorchel gegen Atemaussetzer?
Der TO sollte froh sein, sowas nicht selbst benutzen zu müssen.
michael_ schrieb:> Meinst du da so einen Schnorchel gegen Atemaussetzer?
Sieh Dir mal den Wikipedia-Link an.
Da trägt man eine sog. Sauerstoffbrille.
Anwendung z.B. bei COPD.
Ein sehr interessantes Problem. Mich interessiert schon länger, ob
normale Elektret Mikrophone empfindlicher als das menschliche Gehör
sind.
Das menschliche Gehör ist ziemlich empfindlich und nachts hört man ja
Geräusche subjektiv lauter.
Laut Wikipedia wird das Gehör im unteren Frequenzbereich
unempfindlicher.
https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6rschwelle
Eventuell könnte man es mit Audacity und einem lüfterlosen Laptop
versuchen.
michael_ schrieb:> Das ist die Umwälzpumpe für das Warmwasser im Keller.
Nee, das ist der Kühlschrank, der zu dicht an der Wand steht und sie in
Resonanz bringt. Dagegen hilft ein mindestens 12 Jahre alter Whisky vor
dem Schlafengehen (zur Not auch mit Eiswürfeln aus diesem Kühlschrank).
MfG Klaus
Klaus schrieb:> Dagegen hilft ein mindestens 12 Jahre alter Whisky vor> dem Schlafengehen
Oder Hopfenblütentee :-)
chris schrieb:> Mich interessiert schon länger, ob> normale Elektret Mikrophone empfindlicher als das menschliche Gehör> sind.
Klar. Egal welcher Mikrofontyp, es gibt Teleskop-Micros, die über
hunderte Meter abhören können.
Bei Geheimdiensten sehr beliebt.
Hier war es der Bad-Lüfter von zwei Stockwerken tiefer (bzw. dessen
defekte Lager). Ich hatte eigentlich einen Kühlschrankkompressor im
Verdacht. Interessanterweise haben manche Leute das Geräusch gehört,
andere nicht. Der 12-jährige Nachbarssohn hat das Geräusch sofort
erkannt und und richtig zugeordnet :-)
petor schrieb:> Ich bilde mir ein, in meinem Schlafzimmer ein sehr schwaches Brummer> einer weiter entfernten Maschine wahrzunehmen
Wenn es nicht auf Einbildung beruht gibt sich das mit zunehmendem Alter.
Also nur Geduld.
Diskothekenbesuche können helfen.
Georg
Vielleicht das hier?
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Brummton-Phänomen
Ich hatte das auch manchmal ruhig im Bett liegend. Alle Geräte raus
gezogen, zunächst hatte ich den Radiowecker auf dem Nachttisch in
Verdacht. Dann dachte ich dass sich vielleicht ins Bett was vom Netz
einkoppelt. Aber selbst als ich alle Sicherungen raus hatte, hörte ich
es noch. Da das in einer Mietwohnung im 10 Parteien Haus war, hab ich es
auf irgendwas anderes im Haus bei Nachbarn geschoben.
Hab lange nicht mehr darüber nachgedacht, aber jetzt seit ich im eigenen
Haus wohne fällt mir das nicht mehr auf. Nur am Anfang nachdem ich
umgezogen war, war ein ziemlich penetranter Netzbrumm zu hören.
Seltsamerweise am lautesten im Schlafzimmer. Hab den Stromzähler dafür
verantwortlich gemacht, der war schon sehr alt und wurde vom
Netzbetreiber auf Kulanz getauscht. Hat die Sache aber kaum oder nicht
verbessert. Bis ich dann rausgefunden habe, dass der Voreigentümer
versteckt unter der Holztreppe an der obersten Stufe die direkt ans
Schlafzimmer angrenzt den Klingeltrafo geschraubt hat. Seit ich den vom
Holz angeschraubt habe ist Ruhe. Hab geschaut ob es da nicht vielleicht
was neueres gibt was effizienter ist, aber alle Hersteller die ich
gefunden habe, geben keine Standbyverluste an.
georg schrieb:>> Wenn es nicht auf Einbildung beruht gibt sich das mit zunehmendem Alter.> Also nur Geduld.>> Diskothekenbesuche können helfen.
Das funktioniert nur im Hochtonbereich.
petor schrieb:> Nur, wo> bekommt man so etwas, ohne Unsummen auszugeben?
Ich würde es mit Körperschall versuchen. Da kann man auch ein normales
Mikrofon auf den Fußboden (o.ä.) kleben.
petor schrieb:> Ich werde allerdings die Vermutung nicht los, dass man mit einem> Kondensatormikrophon mit JFET-Verstärker doch noch besser fährt. Nur, wo> bekommt man so etwas, ohne Unsummen auszugeben?
In jedem Elektronikladen als sog. Elektretmikrofon für ca. 1EUR.
Sowas kann auch ein Tinnitus sein.
Ich hatte sowas mal, in Zeiten mit viel Stress.
Es beginnt erst bei absoluter Ruhe, wenn man im Bett liegt.
Bei mit hörte sich das an, wie eine Waschmaschiene im Keller im
Schleudergang.
Sobald ich auch nur meine Hand bewegt haben ( Nerventätigkeit ) war das
Brummen sofort weg.
Nach 30 Sekunden bewegungslosigkeit kam es wieder. Ganz langsam lauter,
als ob es jemand mit nem Mischpult wieder hochpegelt.
Inzwischen bin ich das zum Glück los.
petor schrieb:> Ich bilde mir ein, in meinem Schlafzimmer ein sehr schwaches Brummer> einer weiter entfernten Maschine wahrzunehmen. Da ich mit nicht sicher> bin, ob ich mir das einbilder, würde das das Geräusch gerne Messen.
Abschätzung: Andere Person hinzuziehen.
> Wie mache ich das am besten?
Mit einem Brüel & Kjær 2250 o.ä.
> Taugen CCTV-Microphone?
Nein. Selbst ein Schoeps MK2xs stösst bei soetwas an seine Grenzen.
Du brauchst ein Messmikrofon.
Billig ist so ein Brüel & Kjær nicht. Für ein, zwei, drei Messreihen
muss man ja nicht kaufen.