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Forum: HF, Funk und Felder Röntgenkontrastmittel und Diebstahlsicherung


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Autor: Michael D. (sirs)
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Hallo!

Mir wurde da eine schöne Story erzählt:
Typ bekommt wegen einer Untersuchung Kontrastmittel gespritzt. Nach 
erfolgreicher Untersuchung bekommt er vom Arzt einen Zettel mit auf dem 
die Verabreichung des Mittels dokumentiert ist. Arzt weist darauf hin, 
dass das Zeug die Diebstahlsicherungen im Kaufhaus auslösen könnte.
Typ geht ins Kaufhaus, Diebstahlsicherung spricht an, Typ zeigt dem 
Kaufhausdetektiv den Zettel. Und hat keine Probleme weil der Detektiv 
das Problem kennt.

Diese Diebstahlsicherungen laufen normalerweise mit RFID. Ich dachte, 
die reagieren nur auf angepasste Schwingkreise (passives System) oder 
aktive Tags.

Jetzt die Fragen:
Was genau an diesem Kontrastmittel sorgt für das Auslösen?
Und welches Kontrastmittel muss es gewesen sein? Es gibt ja viele davon 
für unterschiedliche Anwendungen (siehe Wikipedia).

Autor: KI-Besitzer (Gast)
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Michael D. schrieb:
> Typ zeigt dem
> Kaufhausdetektiv den Zettel. Und hat keine Probleme weil der Detektiv
> das Problem kennt.

Ja, ist ein alter Jedi-Trick.

Autor: Roland P. (pram)
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Ich denke er hat geklaut ;-)

Autor: Rot gelb gestreifter Detektiv (Gast)
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Roland P. schrieb:
> Ich denke er hat geklaut ;-)

Das kann ich mir nicht vorstellen, denn im Kaufhaus gibt es doch kein 
Kontrastmittel, das er stehlen könnte.
:)

Autor: Rallo (Gast)
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Hallo

hier wird der Effekt erklärt:

https://de.wikipedia.org/wiki/Moderne_Sage

Rallo

Autor: oszi40 (Gast)
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Michael D. schrieb:
> die reagieren nur auf angepasste Schwingkreise

Diese Schwingkreise werden verstimmt. Wenn einer mit einer Rolle Kabel 
daherkommt wird auch oft Fehlalarm ausgelöst. Ob das Kontrastmittel 
wirklich Wirkung zeigt, weiß ich nicht.

Autor: Chris S. (aaa)
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Stimmt, Eisenhaltige oder metallische  Kontrastmittel.
Diese können den Diebstahlschutz auslosen, den Günstigen ohne Chip 
welchen man MIT einem Magnet deaktivieren under wieder aktivieren kann, 
bestehend aus zwei Metallblättchen.

Autor: Michael D. (sirs)
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Endlich eine vernünftige Antwort die weiterhilft. Es muss also eine 
spezielle Kombination aus Sicherung und Mittelchen sein. Danke!

Warensicherungsetikett heißt das Ding offiziell. Wieder was gelernt.

Autor: . . (Gast)
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Michael D. schrieb:
> Endlich eine vernünftige Antwort die weiterhilft. Es muss also eine
> spezielle Kombination aus Sicherung und Mittelchen sein. Danke!
>
> Warensicherungsetikett heißt das Ding offiziell. Wieder was gelernt.

"
2 x 3 macht 4
Widdewiddewitt
und Drei macht Neune !!
Ich mach' mir die Welt
Widdewidde wie sie mir gefällt ....
"

Autor: c.m. (Gast)
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oszi40 schrieb:
> Michael D. schrieb:
>> die reagieren nur auf angepasste Schwingkreise
>
> Diese Schwingkreise werden verstimmt. Wenn einer mit einer Rolle Kabel
> daherkommt wird auch oft Fehlalarm ausgelöst. Ob das Kontrastmittel
> wirklich Wirkung zeigt, weiß ich nicht.

das mit dem kabel kann ich bestätigen. ich hatte ein paar meter 
ethernetkabel im rucksack und es hat gepiept.

Autor: Stefan M. (derwisch)
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Chris S. schrieb:
> Stimmt, Eisenhaltige oder metallische  Kontrastmittel.
> Diese können den Diebstahlschutz auslosen, den Günstigen ohne Chip
> welchen man MIT einem Magnet deaktivieren under wieder aktivieren kann,
> bestehend aus zwei Metallblättchen.

Das hätte ich doch gern mal eine exakte Erklärung wie das gehen sollte.

Wenn man weiss, wie die Diebstahsicherung arbeitet, ist das mehr als 
unwahrscheinlich.

Autor: M.A. S. (mse2)
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c.m. schrieb:
> das mit dem kabel kann ich bestätigen. ich hatte ein paar meter
> ethernetkabel im rucksack und es hat gepiept.

Stimmt, habe auch ich schon erlebt. (Passiert mir sogar regelmäßig, da 
ich mit verkabelten Prüflingen im Rucksack nach einem Besuch des 
EMV-Labors meines Vertrauens meist in einem nahegelegenen Supermarkt 
einkaufe. Die kenne den Effekt auch schon.)

Das mit dem Kontrastmittel dagegen...  nun ja!

Autor: M.A. S. (mse2)
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Michael D. schrieb:
> Mir wurde da eine schöne Story erzählt:
> ....

Von wem eigentlich?

Autor: soul e. (souleye)
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M.A. S. schrieb:

> Das mit dem Kontrastmittel dagegen...  nun ja!

Das lässt darauf schliessen, wie beim TO die Venen verlaufen :-) 
Vielleicht sollte man den mal an den Network Analyzer klemmen und S11 
messen.

Autor: Michael D. (sirs)
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Leiber s21. Vielleicht kann man das noch zur Körperfettmessung benutzen 
:D
Beitrag "Körperfettmessung mittels Multimeter?"

Autor: Markus (Gast)
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Deshalb trifft man nie Radiologen an der Einkaufskasse, die spritzen 
sich das Zeug und gehen schnurstracks Richtung Ausgang!

Autor: 50c (Gast)
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Markus schrieb:
> Deshalb trifft man nie Radiologen an der Einkaufskasse,

Leute aus Bielefeld auch nicht... 
https://de.wikipedia.org/wiki/Bielefeldverschw%C3%B6rung

Autor: ~Mercedes~ (Gast)
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Markus meinte:

> Deshalb trifft man nie Radiologen an der Einkaufskasse, die spritzen
> sich das Zeug und gehen schnurstracks Richtung Ausgang!

Und erst einmal Fotolaboranten!
Silber leitet ja noch viel besser als Kontrastmittel im Blut,
einfach ein bissel Silbernitrat schnüffeln, und die Kauhäuser
können ihre Alarmanlagen abschalten!

Ich mein, das die Fabel ein Joke ist, weder Kontrastmittel
noch Silber im Blut sollten die Alarmanlagen auslösen.

mfg

Autor: . . (Gast)
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Und was ist mit Eisen im Blut?
Der Schwager eines Unbekannten meines Nachbarn soll angeblich welches 
haben.
;)

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Heisst der Popeye? Zuviel Spinat?

Wenn die Sicherung aus einem Schwingkreis mit irgendeiner Verzerrerdiode 
bestehen muss, reicht das Kontrastmittel sicher nicht aus.
Ein simpler Metalldetektor könnte eher ansprechen, aber das würde er 
auch bei allen anderen Metallgegenständen.

Autor: M.A. S. (mse2)
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Christoph K. schrieb:
> reicht das Kontrastmittel sicher nicht aus.
> Ein simpler Metalldetektor könnte eher ansprechen, aber das würde er
> auch bei allen anderen Metallgegenständen.

Metalldetektoren detektieren Metalle.
Nicht einzelne Metallionen oder -atome (gebunden in Molekülen).
Metalle verraten sich durch ihre (hohe) elektrische Leitfähigkeit, Ionen 
und gebundene Atome tun dies nicht.

Autor: Amateur (Gast)
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>Und was ist mit Eisen im Blut?
>Der Schwager eines Unbekannten meines Nachbarn soll angeblich welches
>haben.
Und Du auch! Wenn auch in geringer Menge.
Wenn nicht, solltest Du Dich zurückziehen und den Sargdeckel schließen.

Autor: Peter D. (Gast)
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Stefan M. schrieb:
> Chris S. schrieb:
>> Stimmt, Eisenhaltige oder metallische  Kontrastmittel.
>> Diese können den Diebstahlschutz auslosen, den Günstigen ohne Chip
>> welchen man MIT einem Magnet deaktivieren under wieder aktivieren kann,
>> bestehend aus zwei Metallblättchen.
>
> Das hätte ich doch gern mal eine exakte Erklärung wie das gehen sollte.
>
> Wenn man weiss, wie die Diebstahsicherung arbeitet, ist das mehr als
> unwahrscheinlich.

Es gibt hier ein interessantes Video von Ben Krasnow (Applied Science):

How anti-theft tags work - magnetostriction
Youtube-Video "How anti-theft tags work - magnetostriction"

"Anti-theft tags contain a tiny mechanical oscillator that is activated 
by a magnetic field. The detectors at a shop's doorway can detect the 
oscillation magnetically. The tag can be activated and deactivated by 
magnetizing or demagnetizing it, respectively."

Peter

Autor: Michael D. (sirs)
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Danke. Tolle Erklärung in dem Video.

Hmmm. Ein Magnetfeld in dem etwas das Schwingen anfängt. War das nicht 
auch bei Magnetresonanztomographie so?

Auszug Wikipedia:
"Bei der Magnetresonanztomographie verwendet man Kontrastmittel mit 
unterschiedlichen Effekten. Es gibt zwei Gruppen von Substanzen:
- Negative MR-Kontrastmittel (die sog. „Schwarzmacher“). Dazu gehören 
eisenoxidhaltige Kontrastmittel."

Das würde zusammenpassen.

Autor: Martina (Gast)
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Hallo zusammen,

ich habe als Suchbegriff in google genau das angegen: kontrastmittel und 
Diebstahlsicherung. Genau DAS ist mir nämlich passiert als ich die Woche 
unmittelbar nach einer Untersuchung eine Drogeriekette betreten habe. Es 
piepste beim Betreten des Ladens. Gleichzeitig war aber eine Kundin mit 
ihrem Wagen sehr nah an der Diebstahlsicherung. Ich dachte, sie sei der 
Auslöser.
An der Kasse piepste die Sicherung erneut. Ich musste meine 
Einkaufstasche sowie Handtasche leeren. Dann bin ich mehrmals mit leerer 
Handtasche durchgegangen. Jedes Mal piepte es. Ein Mitarbeiter ging mit 
meiner Tasche durch - es piepte nicht. Zum Schluss habe ich nur meinen 
rechten Arm davor gehalten, dort wurde das Kontrastmittel gespritzt. 
Jedes Mal piepte es. Alle fanden es lustig, ich weniger.....

Autor: Peter S. (Gast)
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Martina schrieb:
> An der Kasse piepste die Sicherung erneut. Ich musste meine
> Einkaufstasche sowie Handtasche leeren.

Nur die (herbeigerufene) Polizei darf hier Taschen oder andere Behält-
nisse durchsuchen!

Ein Detektiv oder Markt-Mitarbeiter kann fragen, ober er einen Blick
hineinwerfen kann. Dies darf man ohne jegliche Begründung verweigern.
Allerdings kann man dann (ganz legal) festgehalten werden, bis die
Polizei eintrifft.

Wird man hingegen aufgefordert, seine Taschen zu öffnen, dann stellt
dies den Tatbestand der Nötigung dar! Jetzt sollte man sofort lautstark
auf die Rechtslage hinweisen und mit Strafanzeige drohen.

Beitrag #5667295 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Harald W. (wilhelms)
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Michael D. schrieb:

> Typ bekommt wegen einer Untersuchung Kontrastmittel gespritzt. Nach
> erfolgreicher Untersuchung bekommt er vom Arzt einen Zettel mit auf dem
> die Verabreichung des Mittels dokumentiert ist. Arzt weist darauf hin,
> dass das Zeug die Diebstahlsicherungen im Kaufhaus auslösen könnte.

Nun, meine Frau hat erst kürzlich mehrere CTs und MRTs mit Kontrast-
mittel gehabt. Bei den sog. Arztgesprächen war ich immer dabei.
Irgendwelche Hinweise nach obigen Muster haben wir aber nie gehört

Autor: Oliver P. (Gast)
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Peter S. schrieb:
> Wird man hingegen aufgefordert, seine Taschen zu öffnen, dann stellt
> dies den Tatbestand der Nötigung dar! Jetzt sollte man sofort lautstark
> auf die Rechtslage hinweisen und mit Strafanzeige drohen.

Die Aufforderung: "Öffnen Sie bitte mal Ihre Tasche.", ist sicher keine 
Nötigung (da als Bitte formuliert). Etwas anderes habe ich bisher auch 
noch nie gehört.

Da ich viel mit Motorrad und Rucksack unterwegs bin, kommt die 
Aufforderung recht häufig. Belehrt werde ich dann mit dem Hinweis, dass 
ich keinen Rucksack mit hinein nehmen dürfe. Dann entgegne ich, dass sie 
ja auch nicht für den Rucksack haften (Diebstahl).

Dann ist alles OK und der Rucksack bleibt zu. Ich würde ihn auch nicht 
aufmachen.

Autor: Petra (Gast)
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Die Diebstahlssicherungen erzeugen ein Feld, dass durch den im Label 
eingegbauten Schwingkreis gedämpft wird.

Autor: Sven S. (schrecklicher_sven)
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Peter S. schrieb:
> Wird man hingegen aufgefordert, seine Taschen zu öffnen, dann stellt
> dies den Tatbestand der Nötigung dar! Jetzt sollte man sofort lautstark
> auf die Rechtslage hinweisen und mit Strafanzeige drohen.

Was hast Du dann davon?

Worst Case:
Das Personal lässt sich nicht einschüchtern. Volle Aufmerksamkeit aller 
Umstehenden. Eine Viertelstunde auf die Polizei warten. Deine 
Personalien werden aufgenommen. Ein Polizist zieht sich umständlich die 
Einweg-Handschuhe an. Und breitet den Inhalt Deiner Tasche aus. Wieder 
einräumen kannst Du dann selber.

Rechthaberei kann anstrengend sein.

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