Hi,
ich habe folgendes Problem:
Auf einem ziemlich kleinen Display von Joy-IT befindet sich ein
Steckplatz für Mikro-SD-Karten. Allerdings funktioniert die SD-Library
in der Arduino IDE nur, wenn ich einen 3,3V-Arduino nutze.
Es funktioniert bei:
ATmega328: 3,3V
Vcc am Modul: 3,3V
ATmega328: 3,3V
Vcc am Modul: 5V
zwischen den Anschlüssen am Modul und dem uSD-Steckplatz ist so ein
SMD-Chip. Sieht so aus, als wenn dieser den Pegel wandeln soll
(5V->3,3V). Oder blockiert der einfach 5V Signale?
im "Datenblatt" steht dass 5V an Vcc ok sei. Jeder 5V Arduino sei
nutzbar. Bei mir klappt es aber nicht, wenn 5V an MOSI, MISO und SCK
anliegen. Bei 5V geht aber auch die MikroSD Karte nicht kaputt. Nur wir
die nicht bzw. nicht richtig erkannt...
Wie kann ich das Modul bei 5V nutzen?
Danke im Voraus
Pascal
Pascal schrieb:> zwischen den Anschlüssen am Modul und dem uSD-Steckplatz ist so ein> SMD-Chip.
Falls du VR1 oder VR2 meinst, das sind nur Widerstandsarrays geringer
Ohmzahl. Die wandeln keinen Pegel, sondern reduzieren nur ein wenig den
Strom und sind gut für EMV und gegen EMI.
Pascal schrieb:> im "Datenblatt" steht
Hättest du mal verlinken können. So habe ich wenig Lust, danach zu
suchen.
Hallo,
meine Erfahrung mit Display mit SD-Slot:
erstmal suchen, ob ein Schaltplan für dieses Display auffindbar ist, das
Joy-It habe ich auf die Schnelle nicht gefunden.
Nachschauen und nachmessen, was die Jungs da rauf gebaut haben, notfalls
groben Schaltplanauszug erstellen.
Wichtig ist einmal, ob ein Spannungsregler auf 3,3V drauf ist und die
SD-Card mit 3,3V versorgt wird wenn man 5V am Shield hat.
Wichtig ist auch, ob Pegelwandler an den SD-Slot-Leitungen sind.
Wenn nicht muß der Kram eben mit 3,3V versorgt werden und es müssen
Pegelwandler extern benutzt werden umd die SD-Card anzusprechen.
SD-Karten laufen nicht mit 5V, die gehen da höchstens kaputt...
Gruß aus Berlin
Michael
@Pascal (Gast)
>Steckplatz für Mikro-SD-Karten. Allerdings funktioniert die SD-Library>in der Arduino IDE nur, wenn ich einen 3,3V-Arduino nutze.
Weil dort keine Pegelwandler drauf sind.
>zwischen den Anschlüssen am Modul und dem uSD-Steckplatz ist so ein>SMD-Chip. Sieht so aus, als wenn dieser den Pegel wandeln soll>(5V->3,3V).
Nein, das ist nur Murks, der bei 5V Signalen vom Arduino den Strom
begrenzt. Dumm nur, daß er aus 3,3V KEINE soliden 5V in Richtung
SD-karte -> Arduino machen kann.
> Oder blockiert der einfach 5V Signale?
Nö.
>im "Datenblatt" steht dass 5V an Vcc ok sei. Jeder 5V Arduino sei>nutzbar.
Tja, das scheint eine schlichte Lüge zu sein, denn ohne gescheite
Pegelwandler geht das nicht!
>Wie kann ich das Modul bei 5V nutzen?
Wegschmeißen und eins mit gescheiten Pegelwandlern kaufen. Alternativ
den Schaltplan nachvollziehen und Pegelwandler reinfrickeln.
Hallo,
Falk B. schrieb:> Wegschmeißen und eins mit gescheiten Pegelwandlern kaufen. Alternativ> den Schaltplan nachvollziehen und Pegelwandler reinfrickeln.
nach meiner Erfahrung sind SD-Card_Slots auf irgendwelchen
Breakout-Boards eine kostengünstige Zugabe für das Marketing und mit
Zusatzaufwand nutzbar.
Das betrifft teilweise auch reine SD-Card-Breakouts, die nach Lust und
Laune mit oder ohne Spannungsregler, Pegelwandler, PullUp- oder
Serien-Widerständen ausgestattet werden damit die USer etwas mehr Spaß
oder Frust haben...
Ich habe z.B. auch noch keinen reines Micro-SD-Card Breakout gefunden,
wo einfach nur der Slot drauf ist, weil es ohnehin in 3,3V Umgebung
genutzt werden soll.
Gruß aus Berlin
Michael
ich würde einfach mal den Support von Joy-it anschreiben, scheint ja
kein rein chinesisches Produkt zu sein.
Für das Display scheinen ja Pegelwandler drauf zu sein, aber für die SD
Karte hat man die gespart? Die Platine hat ja zwei Seiten, da wird noch
etwas Elektronik zwischen Display und Platine sein.
Edit:
eventuell ist das baugleich mit dem Adafruit?
https://learn.adafruit.com/1-8-tft-display/downloads
danach wäre MISO direkt an der SD Karte, vielleicht ist der High Pegel
da für den ATMega zu niedrig.
Johannes S. schrieb:> danach wäre MISO direkt an der SD Karte, vielleicht ist der High Pegel> da für den ATMega zu niedrig.
Gute Idee! Vielleicht probiere ich mal den Pegel dort zu messen und auf
5V zu wandeln.
Aber ansonsten ist es wahrscheinlich besser einfach 3,3V zu nutzen.
Danke für die vielen hilfreichen Tipps! Ich habe eh ein MikroSD Modul,
das perfekt funktioniert. Ich dachte nur wenn da schon eins ist kann man
es gleich noch nutzen...
Michael U. schrieb:> Ich habe z.B. auch noch keinen reines Micro-SD-Card Breakout gefunden, wo
einfach nur der Slot drauf ist, weil es ohnehin in 3,3V Umgebung genutzt werden
soll.
Nimmst Du große SD oder holst beim MicroSD den Wandler runter.
-----------
Pascal schrieb:> Ich habe eh ein MikroSD Modul, das perfekt funktioniert.
Ich auch. Bei den üblichen Chinesen ist da ein Pegelwandler (74125 ??)
drauf, außerdem ein xx1117-3,3V - das lässt sich an 5V sauber betreiben.
Die chinaüblichen SD-Boards haben keine Pegelwandlung, da habe ich einen
TXS0108 in die Signalleitungen eingeschleift. Der ist natürlich mit 8
Ports überdimensioniert, war aber gerade da und zeigt den Weg, wie es
realisiert werden sollte.
In diversen Foren gibt es dutzende Pfuschthreads mit Widerständen und
Dioden, die allesamt funktionieren könnten , aber sich stets außerhalb
der Spezifikationen bewegen.
@Pascal (Gast)
>das hier funktioniert auch bei 5V einwandfrei
Es funktioniert bei DIR! Ob das allgemein so ist, darf ich mal
bezweifeln. Denn ein LVC-Gatter ist mal sicher nicht als Pegelwandler
von 3,3V auf 5V geeignet. Für die andere Richtung sehe ich auch keinen
Pegelwandler.
'MOSO', interessantes Signal... Sieht aus wie eine billig Kopie von der
Adafruit Platine. Die Platine vom TO sah allerdings anders aus.
Die Wandler sind offensichtlich nur für 5 -> 3,3 V drin, die andere
Richtung spart man sich weil nix kaputt gehen kann und es funktionieren
sollte.
Bzw. da ist doch gar kein Display drauf, das ist doch nur eine SD Card?
Pascal schrieb:> das hier funktioniert auch bei 5V einwandfrei
Jou, genau der, den ich in meinem Posting meinte!
Falk B. schrieb:> Es funktioniert bei DIR! Ob das allgemein so ist, darf ich mal bezweifeln. Denn
ein LVC-Gatter ist mal sicher nicht als Pegelwandler von 3,3V auf 5V geeignet.
Was meint TI im Datenblatt mit "Inputs Accept Voltages to 5.5 V" und was
denken die sich bei der "Typical Application" unter Punkt 10.2?
Hi
>was denken die sich bei der "Typical Application" unter Punkt 10.2?
Alle Signale gehen von der 5V-Seite zur 3,3V-Seite -> keine
Pegelwandlung in beide Richtungen (von 3,3V auf 5V).
MfG Spess
@Johannes S. (jojos)
>Die Wandler sind offensichtlich nur für 5 -> 3,3 V drin, die andere>Richtung spart man sich weil nix kaputt gehen kann und es funktionieren>sollte.
3,3V ist KEIN solider HIGH-Pegel für einen 5V CMOS Eingang! Das geht
bestenfalls bei TTL bzw. HCT Eingängen!
Falk B. schrieb:> 3,3V ist KEIN solider HIGH-Pegel für einen 5V CMOS Eingang!
Wird halt landläufig (weitläufig) praktiziert und haut in
den meisten Fällen ganz gut hin, insbesondere weil bei den
LVC-Bausteinen am Ausgang die 3.3V doch auch dynamisch sehr
gut erreicht werden.
spess53 schrieb:> keine Pegelwandlung in beide Richtungen (von 3,3V auf 5V).
Dann muss ich wohl mal auf die Suche nach einem Schaltplan dieser
Micro-SD-Boards gehen.
Falk B. schrieb:>>Die Wandler sind offensichtlich nur für 5 -> 3,3 V drin, die andere>>Richtung spart man sich weil nix kaputt gehen kann und es funktionieren>>sollte.>> 3,3V ist KEIN solider HIGH-Pegel für einen 5V CMOS Eingang! Das geht> bestenfalls bei TTL bzw. HCT Eingängen!
Ich habe leider nur ein sehr schlechtes Schaltbild gefunden. Ja, Pfusch,
in meinem aktuellen Aufbau sollte ich einen zusätzlichen Pegelwandler
in der MISO-Leitung vorsehen.
Welche Schaltung schlägst Du vor? Ich habe keine Idee, wie zeitkritisch
das ist, ob ich mit der I2C-Schaltung mit zwei BC_irgendwas hinkomme.
Hallo,
Kein Bastla schrieb:> Jeder Arduino Billig-Maker findet das, warum stellst du dich> so doof an?
und warum sollte er einen bi-direktionalen Wandler für I2C an einer
SD-Card nutzen?
Garantierst Du, daß der auch mit ein paar MHz SPI-Clock stabil
klarkommt?
Wenn sein Projekt ein übliches Hobby-Projekt ist: ich habe es praktisch
noch nie erlebt, daß ein AVR im 5V-Betrieb den MISO-Pegel einer 3,3V
SD-Karte nicht sicher gelesen hat. Auch nicht beim maximal mit dem AVR
möglichen SPI-Takt.
Gruß aus Berlin
Michael
@Manfred (Gast)
>> 3,3V ist KEIN solider HIGH-Pegel für einen 5V CMOS Eingang! Das geht>> bestenfalls bei TTL bzw. HCT Eingängen!>Ich habe leider nur ein sehr schlechtes Schaltbild gefunden. Ja, Pfusch,>in meinem aktuellen Aufbau sollte ich einen zusätzlichen Pegelwandler>in der MISO-Leitung vorsehen.
Genau!
>Welche Schaltung schlägst Du vor?
Einen 74HCT1G125 oder 74AHCT1G125.
>Ich habe keine Idee, wie zeitkritisch>das ist, ob ich mit der I2C-Schaltung mit zwei BC_irgendwas hinkomme.
Nein! SD-Karten spielen geschwindigekeitsmäßig in einer anderen Liga,
außerdem sind die Daten UNIdirektional.
Kein Bastla schrieb:> Oh Mann!
Aber wirklich!
> Jeder Arduino Billig-Maker findet das, warum stellst du dich so doof an?
Manche Kommentare sind einfach nur dumm.
> Ebay-Artikel Nr....
Das Produkt ist nicht eindeutig spezifiziert und grandios überteuert.
Michael U. schrieb:> und warum sollte er einen bi-direktionalen Wandler für I2C an einer> SD-Card nutzen?
Danke, genau das ist der Punkt: Die I2C-Schaltung ist bekannt und im
Bastelbestand vorrätig. Es ist aber kein Geheimnis, dass diese eine
relativ schlechte Flankensteilheit liefert.
> Garantierst Du, daß der auch mit ein paar MHz SPI-Clock stabil klarkommt?
Genau in diese Ecke zielte meine Frage.
> Wenn sein Projekt ein übliches Hobby-Projekt ist: ich habe es praktisch> noch nie erlebt, daß ein AVR im 5V-Betrieb den MISO-Pegel einer 3,3V> SD-Karte nicht sicher gelesen hat. Auch nicht beim maximal mit dem AVR> möglichen SPI-Takt.
Es wird ein privates Gerät, ja, aber auch diese sollten einer
überschlägigen Nachrechnung stand halten. In meinen Testaufbauten lief
µSD klaglos, gespeist aus dem USB mit ca. 4,7V am AVR. Im realen Aufbau
werde ich 5,3V Betriebsspannung haben, da wird die Luft verdammt dünn.
Falk B. schrieb:> Einen 74HCT1G125 oder 74AHCT1G125.
Jou, danke, das Datenblatt sieht gut aus! Habe ich leider nicht im
Bastelbestand vorrätig.
>>Ich habe keine Idee, wie zeitkritisch>>das ist, ob ich mit der I2C-Schaltung mit zwei BC_irgendwas hinkomme.>> Nein! SD-Karten spielen geschwindigekeitsmäßig in einer anderen Liga,> außerdem sind die Daten UNIdirektional.
"Andere Liga" habe ich befürchtet. Bidirektional täte nicht weh, wenn
das Interface es kann. Dass ich nur ein Richtung brauche, ist klar.
@Manfred (Gast)
>> Einen 74HCT1G125 oder 74AHCT1G125.>Jou, danke, das Datenblatt sieht gut aus! Habe ich leider nicht im>Bastelbestand vorrätig.
Aber vielleicht den Klassiker 74HCT125 in DIL?
>"Andere Liga" habe ich befürchtet. Bidirektional täte nicht weh, wenn>das Interface es kann.
Nein, aber es gibt immer wieder Probleme mit "schlauen" bidirektionalen
Pegelwandlern, welche die Richtung selber umschalten. Darum würde ich
davon die Finger lassen, wenn es nur irgendwie geht.
> Dass ich nur ein Richtung brauche, ist klar.
Eben. Und von 5V -> 3V3 tut es eine 74HC4050, der ist am Eingang 5V
tolerant.
Falk B. schrieb:> Aber vielleicht den Klassiker 74HCT125 in DIL?
Neumodischer Kram :-) Ich habe jede Menge alter 74er-TTL und 40er-CMOS
da, mit HC / HCT habe ich nichts mehr gemacht. Ich bestelle jetzt ein
paar 74HCT125 und gut is' - Danke Dir.
>>"Andere Liga" habe ich befürchtet. Bidirektional täte nicht weh, wenn>>das Interface es kann.> Nein, aber es gibt immer wieder Probleme mit "schlauen" bidirektionalen> Pegelwandlern, welche die Richtung selber umschalten. Darum würde ich> davon die Finger lassen, wenn es nur irgendwie geht.
Einen anderen Aufbau hatte ich mit dem bidirektionalen TXS018E gemacht.
Ich habe mir die Signale nicht angesehen, es funktioniert.
>> Dass ich nur ein Richtung brauche, ist klar.> Eben. Und von 5V -> 3V3 tut es eine 74HC4050, der ist am Eingang 5V> tolerant.
Brauche ich nicht, auf dem µSD-Board ist ein 74LVC125 drauf. Auf die
fehlende Umsetzung der MISO bin ich aber erst durch diesen Thread
gestoßen.
Mein Arduino wird mit 5,3V laufen, bei VinH 0,6xVcc blieben mir gegen
3,3V nur 120mV Reserve ... so windig will ich nicht bauen.
Das Display-Modul kann sowohl mit 5V als auch mit 3V3 klarkommen. Also
such Dir etwas aus.
Die SD-Karte scheint komplett unabhängig vom Display zu sein und
funktioniert wohl nur mit 3V3, d.h. hierfür benötigst Du einen
Pegelwandler:
https://www.mikrocontroller.net/articles/Pegelwandler
Funktionieren wird es wohl mit 3V3 an Display+SD-Karte.