DRAM und SRAM

#5467175
Lesenswert?

Echter DRAM aus der guten, alten Zeit wird von modernen Mikrocontrollern 
kaum oder gar nicht mehr unterstützt. Da gibt es heute nur noch SRAM und 
SD-RAM. Je nach Controller werden beide Arten unterstützt. Man muss den 
Speichercontroller nur passend konfigurieren und fertig, der Rest läuft 
dann automatisch. Siehe Speicher.
OP (Firma: Privat) #5467184
Lesenswert?

Hallo,

Danke für den Hinweis DRAM/SDRAM.

SRAM nutze ich immer bei meinen Projekte. Nur wenn man etwas mehr an 
Speicherplatz benötigt, geht es ins Geld. Daher diese überlegung.

Der Hintergrund, warum ich immer SRAM nutze, ist das Debugen meiner 
Firmware auf dem µC.
Ist an dem µC ein SDRAM angeschlossen, und ich unterbreche den Ablauf, 
ist nach dem fortsetzen der Inhalt des SDRAM kreuz und quer.

schöne Zeit
Gast #5467339
Lesenswert?

Ich habe an meinen Atxmegas externes SDRAM angeschlossen. Da hatte ich 
beim Debuggen noch nie Probleme. Der Speicherinhalt war immer so, wie 
ich das in der Adressmap vorgesehen habe.

Ich denke, dass trotz Breakpoint der Speichercontroller weiter läuft und 
der Refresh der Daten nicht unterbrochen wird.

Gruß, jens
Gast #5467352
Lesenswert?

Es gibt Controller mit "richtigem" SDRAM Interface, da geht beim 
Debuggen auch nichts kaputt. z.B. einige STM32F4 und F7. Nach der 
Initialisierung merkt man von der SDRAM Komplexität mit den diversen 
Signalen nix mehr - man legt seine Variablen einfach an die 
entsprechende Stelle. Man merkt höchstens dass es langsamer ist. Dafür 
haben die F7 aber auch einen Cache...
Gast #5467394
Lesenswert?

S. R. schrieb:
> Es gibt PSRAM, das ist ein DRAM mit passendem Controller schon
> integriert. Ein externer, fertiger Chip dafür wäre mir nicht bekannt.

Ja gab es, damals in den 90ern.

Siegfried S. schrieb:
> Ist an dem µC ein SDRAM angeschlossen, und ich unterbreche den Ablauf,
> ist nach dem fortsetzen der Inhalt des SDRAM kreuz und quer.

Das muss nicht sein. Beim Debuggen halt die Interrupts für den Refresh 
nicht disablen.

rgds
#5467523
Lesenswert?

Die 32kByte Speichererweiterung für meinen Rockwell AIM-65 von 1979 habe 
ich mit 16kbit-DRAMs und einem DRAM-Controller von Intel aufgebaut. Der 
sorgte für den Refresh, sodass sich das Ram für den Prozessor wie ein 
statisches Ram verhielt. Die Typbezeichnung fing mit D an, eine 
vierstellige Zahl danach, mehr weiß ich nicht mehr. Kann aber das Ding 
mal rauskramen, falls ein historisches Interesse daran besteht. Die 
Schaltung benötigte eine ganze Europakarte.
#5467740
Lesenswert?

@Jim M. (turboj)

>> Das muss nicht sein. Beim Debuggen halt die Interrupts für den Refresh
>> nicht disablen.

>Das geht leider nur auf wenigen Architekturen, und dürfte relativ teure
>Debugging Software erfordern.

Das wage ich zu bezweiflen. Denn die allermeisten Controller machen den 
(S)DRAM Refresh rein in Hardware und der wird vom Debugger NICHT 
angehalten. Einen Interrupt für DRAM Refresh gibt es doch nur bei 
handgestrickten Ansteuerungen in Software.
#5467901
Lesenswert?

Nein, der kam später, es ist schon der i3242.

Ich erinnere mich, dass 1981 ein 16kbit-DRAM etwa 30 DM kostete. Eine 
Vollbestückung des Apple II mit 64 kByte waren 32 Stück, also etwa 
Tausend Mark. Zur Entstehungszeit 1977 muss das noch deutlich teurer 
gewesen sein. Deshalb konnte man ihn auch teilbestücken oder mit der 
vorherigen Speichergeneration 4kBit maximal auf 16 kByte ausbauen.

Die Refresherzeugung war durch die zyklische Bildschirmausgabe mit 
erledigt, Prozessor und Grafik teilten sich zeitlich gemultiplext das 
Ram. Und das alles nur mit TTL-Gattern und Zählern.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren